Amazon: Spiele-Rubrik zukünftig mit Metascore-Anzeige

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2. April 2014 - 10:41 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Was Valve für seine Plattform Steam bereits seit längerem nutzt, hält nun offensichtlich auch beim Versandhändler Amazon Einzug: Auf der US-amerikanischen Website des Konzerns wird bei Produkten innerhalb der Spiele-Rubrik seit kurzem der sogenannte Metascore angezeigt. Neben den hauseigenen Kundenrezensionen erhaltet ihr somit Zugriff auf die Angaben der Bewertungswebsite Metacritic. Bei Bedarf könnt ihr mittels Verlinkungen zudem auf die entsprechenden Reviews zugreifen.

Plattformübergreifende Beispiele stellen unter anderem das seit vergangene Woche für PC erhältliche Diablo 3: Reaper of Souls mit einem momentanen Metascore von 87/100, Dark Souls 2 (90/100) für die PlayStation 3 oder Titanfall (86/100) für die Xbox One dar. Bei anderen Titeln wie beispielsweise Bioshock Infinite für die Xbox 360 fehlen die Metascore-Angaben hingegen bislang noch.

Wie eingangs erwähnt, betrifft diese Neuerung derzeit nur die nordamerikanische Amazon-Website. Ob – und wenn ja, wann – Amazon Deutschland zukünftig ebenfalls die von nicht wenigen Spielern und Entwicklern kritisch betrachteten Bewertungen von Metacritic anzeigen wird, ist derzeit nicht bekannt.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 2. April 2014 - 10:49 #

Juhu, noch ein Großkonzern der dieser Website, die Ihre Werte mittels eines willkürlichen und obskuren Algorithmus errechnet, Beachtung schenkt. Aus meiner Sicht ist Metacritic eins der größten Probleme der Spieleindustrie.

In Zukunft sind es dann nicht nur die Publisher, die die Bezahlung ihrer Entwickler an den 'Metascore' knüpft sondern auch die unwissenden Amazon-Kunden. "Oh, das hat weniger als 80/100, das kaufe ich nicht."

gar_DE 16 Übertalent - P - 5837 - 2. April 2014 - 10:58 #

Der Algorithmus ist doch nicht obskur, sondern einfach der Druchschnitt der Wertungen der aufgelisteten Seiten.
Das eine 80 bei einem Magazin nicht unbedingt 4/5 Sternern bei einem Anderen entsprechen, ist eine andere Sache.

Grinzerator (unregistriert) 2. April 2014 - 11:00 #

Falsch. Metacritic rechnet eine geheime Gewichtung der Wertungen mit ein.

v3to (unregistriert) 2. April 2014 - 11:40 #

nicht zu vergessen, dass die wertungsphilosophie der einzelnen wertungen nicht berücksichtigt werden. 50% sind 50%, ob das nun das entsprechende magazin als durchschnitt ansieht oder nicht. bei solchen variablen kann nur mist rauskommen...

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 2. April 2014 - 11:06 #

Nein, ist er eben nicht. Metacritic ist wiederholt gefragt worden, wie sie ihren Metascore errechnen. Sie haben es nicht offengelegt sondern nur gesagt, dass es kein Durchschnitt ist.

Was in jedem Fall obskur und willkürlich ist, ist die Auswahl der Publikationen, die auf Metacritic verfügbar ist.

Und eben, wie Du sagst, 2 von 5 Sternen bei Giantbomb ist etwas völlig Anderes als eine 4 bei Gamersglobal. Schon deshalb ist diese Website Müll.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15258 - 2. April 2014 - 11:11 #

Die Wertung ist wahrscheinlich auch an den Kontoeingang verknüpft ;-)

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 2. April 2014 - 11:14 #

Ja :-) . Das wäre die nächste Stufe der beliebten Verschwörungstheorie, dass Spiele-Websites für Wertungen bezahlt werden, oder? ;-) Der Publisher bezahlt Metacritic (das, um den Verschwörungstheoretikern noch etwas Futter zu geben, wie Gamespot und seit fast zwei Jahren auch Giantbomb zu CBS Interactive gehört) um die guten Wertungen stärker zu gewichten :-) .

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15258 - 2. April 2014 - 11:18 #

Ich prangere auch diese haltlosen Unterstellungen an!

immerwütend 21 Motivator - P - 29312 - 2. April 2014 - 11:23 #

Jetzt sag bloß, das stimmt alles nicht :-/

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18795 - 2. April 2014 - 18:18 #

Ich hab mich schrecklich aufgeregt, weil mir das Essen nicht mehr schmeckt.
Das heißt, ich bin total kaputt Und mindestens hab ich Skorbut.

Und das prangere ich an, das verurteile ich scharf.
Es darf nicht sein, was leider ist, ich glaub, ich werde Fatalist.
Und das prangere ich an.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 2. April 2014 - 11:23 #

Ach, man sollte einfach nichts auf diesen ominösen kumulierten Score geben. Als zentrale Anlaufstelle für Test-Übersichten eignet sich Metacritic i.d.R. aber hervorragend. So sieht und findet man schnell seine bevorzugten Reviewer und wird direkt zum entsprechenden Artikel weitergeleitet. Ich find's super :P

Philley 16 Übertalent - 5384 - 2. April 2014 - 11:33 #

Aber dass da auch eben jeder Hans und Franz seine Saft zu abgeben kann, der dann in 90% der Fälle als 10er oder 0er in die MEtawertung miteinfließt, finde ich schon bedenklich.
Da vertraue ich einem System wie RottenTomatoes, wo eben nur veröffentlichte Reviews einbezoen werden, deutlich besser.

Grinzerator (unregistriert) 2. April 2014 - 11:48 #

Rotten Tomatoes ist auch höchstens als Richtlinie zu gebrauchen. Gibt genügend Filme, die zu ihrer Zeit einfach missverstanden werden.

Philley 16 Übertalent - 5384 - 2. April 2014 - 14:21 #

Die Gefahr hast Du bei jedem Medium. Ein regelmäßiges, erneutes Ansehen, ob der Film denn nun "in die Zeit passt" wäre unverhältnismäßig im Aufwand.

Ich kann nicht mit allen d'accord sein, aber trotzdem vertraue ich 100 professionellen Testern mehr, als 10.000 Leuten, die nur einen Wert zwischen 0 und 10 eintippen müssen, um in eine Wertung einzufließen.

Das ist zwar undemokratisch, aber das ist mein Geschmack auch.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 2. April 2014 - 14:35 #

Moment, redest du jetzt vom User-Score? Der wird aber separat vom Meta-Score geführt. Just sayin'...

Philley 16 Übertalent - 5384 - 2. April 2014 - 15:11 #

Hmm... stimmt. Daran sieht man wohl, dass ich schon lange nicht mehr auf Metacritic war. Ist für meinen Entscheidungsprozess tatsächlich irrelevant (außer vielleicht bei 50er-Wertung abwärts)

Aber danke für den Hinweis.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 2. April 2014 - 11:43 #

Ja, dafür kann man es auch gern nutzen. Mich stört nur die Abhängigheit der Publisher von dieser einen Website. Da werden Bonuszahlungen an die Entwickler danach gestaffelt, ob der Metascore über 85 liegt. Und das halte ich für sehr schädlich.

Dass nun ein Großkonzern, der von Vielen wahrgenommen wird, Metacritic ins Boot holt und der Site so noch mehr Einfluß verschafft ist in meinen Augen nicht gut.

Zudem ist Metacritic extrem unflexibel. Viele Websites sind bei Spielen dazu übergegangen, Ihre Wertungen nach Release zu verändern. Was hat das für Auswirkungen bei Metacritic? Genau, gar keine. Das erste veröffentlichte Review mit der ersten Wertung wird eingerechnet, sonst nix.

vicbrother (unregistriert) 2. April 2014 - 12:18 #

Das das erste Review entscheidend ist ist doch ok. Jeder Entwickler sollte über eine eigene QA, einen Beta-Test und ein Game-Design-Dokument verfügen. Dann passiert auch nichts negatives. Im Zweifel macht man noch ein Kickstarter/Early-Access-Ding und reagiert auf die Rückmeldungen, bevor man eine Press-Release rausgibt.

Was macht eigentlich der X-Rebirth-Test von Gamersglobal?

Last Unicorn (unregistriert) 2. April 2014 - 23:33 #

Das dieses dumme Gerücht immer noch verbreitet wird. Denk doch mal logisch. Beispiel: EA hat zwei Studios, die beide für 3 Millionen Dollar ein Spiel entwickeln.

Studio A verkauft vier Millionen Spiele, ihr Spiel hat aber nur einen Metacritic-Score von 70.

Das Spiel von Studio B hat einen Metacritic-Score von 89, aber verkauft sich nur 500.000 mal.

Preisfrage: Welches Studio wird dichtgemacht von EA? Kritikerlieblinge mögen von den Fans ins Herz geschlossen werden, aber Aktionäre ziehen ein Just Dance 2014 einem Beyond Good&Evil 2 immer vor.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6504 - 3. April 2014 - 7:52 #

Man muß ja den Score nicht auf die Goldwaage legen; aber der Metascore-Link hilft bei Spielen, die man nicht sofort kennt, immerhin einzuschätzen, ob es "eher ein 60%- oder eher ein 90%-Spiel" ist. Und für die meisten Spiele ist diese grobe Tendenz schon irgendwie richtig.

Außerdem hilft es, bei älteren Spielen, die nicht sowieso gerade auf jeder Spieleseite auf der Titelseite einen Link zum Test haben, schnell Links zu Testberichten zu finden, auch mal zu englischen oder amerikanischen.

Metascore muß ja nicht kritiklos zu meiner Meinung werden, aber es ist ein Anfangspunkt für meinen Prozeß der Meinungsbildung.

immerwütend 21 Motivator - P - 29312 - 2. April 2014 - 10:51 #

Für Bücher müsste es das geben (jaja, Minderheitenmeinung, ich weiß) ;-)

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 2. April 2014 - 12:04 #

Bei Büchern gibt es insbesondere das „Problem", dass die wenigsten Publikation iregendwelche Punkte, Sternchen oder sonst was für die Bewertung nutzen. Da reicht der Text und gut ist. Und mittlerweile bin ich der Meinung, dass das bei Computerspiele-Reviews auch besser wäre...

immerwütend 21 Motivator - P - 29312 - 3. April 2014 - 10:53 #

Ja, da ist durchaus was dran.

Athavariel 21 Motivator - P - 27876 - 2. April 2014 - 10:58 #

So ein Unsinn.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15258 - 2. April 2014 - 11:00 #

>please insert Random irgendwas< wird überbewertet. Hupps, ich meine Metascore natürlich.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 174381 - 2. April 2014 - 11:01 #

Wird für mich keinen Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben, da ziehe ich andere Referenzen vor.

Philley 16 Übertalent - 5384 - 2. April 2014 - 11:29 #

Das scheint mir insofern nötig gewesen zu sein, als dass die Amazon-eigenen Games-Wertungen mittlerweile von Rage-Kids und Fanboys gekapert wurden und ihren Nutzen längst verloren haben. Also ist eine Metacritic-Wertung immerhin etwas hilfreicher.

Metascore ist sicher für Leute hilfreich, die keinen bestimmten Tester oder eine Seite ihres Vertrauens haben, die halbwegs entsprechend ihrer eigenen Interesselage und Geschmack werten.

Das dürfte ja für einen großen Teil der Leute hier nicht zutreffen :-)

immerwütend 21 Motivator - P - 29312 - 2. April 2014 - 11:39 #

Einer Seite vertrauen, die Leute wie mich schreiben lässt? :-)

Philley 16 Übertalent - 5384 - 2. April 2014 - 14:14 #

Well played, Sir! ^^

GG hat ganz nebenbei auch eine Metawertung der User, die zusätzlich angezeigt wird. Aber der Rage- und Fanboy-Faktor (der auch Division durch 0 erlaubt) ist hier doch eher zu vernachlässigen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 2. April 2014 - 12:09 #

Cool, dann kann ich den Metascore schon direkt beim Einkauf ignorieren! ;)

GG-Anonymous (unregistriert) 2. April 2014 - 12:40 #

Statt das dieser Mist irgendwie von Seiten wie Steam verschwindet, taucht er auch noch woanders auf.

Genauso schlimm wie Google und Facebook.

Toxe 21 Motivator - P - 26520 - 2. April 2014 - 13:16 #

Na großartig. Metacritic sollte man lieber abschaffen statt es noch weiter zu beachten bzw. zu unterstützen. Grmpf.

PatStone99 15 Kenner - 3676 - 2. April 2014 - 13:50 #

Damit schadet sich Amazon & den Publishern doch mehr selbst, indem unbedarfte, potenzielle Käufer von einer Durchschnittswertung unter XX% vom Kauf abgeschreckt werden. Das halbgare Amazonwertungssystem reicht doch schon, wozu ein weiteres unbrauchbares an Bord holen?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62119 - 2. April 2014 - 13:58 #

Wers braucht. Ich hab diese Wertungen noch nie beachtet...

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11627 - 2. April 2014 - 14:59 #

So werden alle Tests die zu einem Spiel geschrieben wurden, durch eine einzige Note ausgedrückt. Wieso dann in Zukunft noch Tests schreiben, wenn eine einzige Benotung vollkommen ausreicht, ein Titel zu bewerten? Ich finde diesen Trend echt schade und gehe davon aus, dass Amazon sich dazu entschlossen hat, weil nur noch wenige Spiele unter 80% gewertet werden und so natürlich großer Absatz generiert wird. Ich hoffe, dass sich dieser Trend, des Metascores, sich nicht durchsetzen wird.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6655 - 2. April 2014 - 16:32 #

Als ob ich mich auf System verlassen würde, die darauf basieren, dass sich Fanboys und Hater gegenseitig beschießen. Dann doch lieber eine fundierte Wertungsmeinung von Redakteuren lesen, deren Meinungsbild ich kenne und z.T. auch teile.

Last Unicorn (unregistriert) 2. April 2014 - 23:38 #

Und trotzdem wird sich Lizenzschrott à la Iron Man 2 weiterhin millionenfach verkaufen und Spiele wie Beyond Good&Evil und Psychonauts von den Käufern ignoriert. Die Leute schauen ja auch nicht plötzlich arte statt RTL, nur weil die Filme von arte besser bewertet werden in ihrer TV-Zeitschrift. Ein mit 5/5 bewerteter Dokumentarfilm über Monsanto ist halt immer noch ein Dokumentarfilm.

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