Epic-Gründer Sweeney: "VR wird größer als das Smartphone!"

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1. April 2014 - 18:34 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

In einem Interview mit Polygon.com hat sich Epic-Games-Gründer Tim Sweeney zum Thema Virtual Reality geäußert. Sweeney ist der Ansicht, dass diese Technologie jedes Spiel und jede Plattform beeinflussen wird und gibt an, dass Epic bereits umfangreiche Forschungen auf diesem Feld betrieben hat. Seine Zukunftsprognose:

Das ist Technologie, die meiner Meinung nach die Welt komplett verändern wird. Es wird sogar ein noch größeres Phänomen als das Smartphone werden. [...] die Technik wird sich mit jeder Generation verbessern [...] bis zu dem Punkt, wo die virtuelle Erfahrung nicht mehr von der Realität unterschieden werden kann.

Epic Games hat auf der diesjährigen Game Developers Conference eine Virtual-Reality-Tech-Demo namens "Couch Knights" gezeigt, die das Vorhaben der Unreal-Engine-Entwickler unterstreicht, künftig auch die VR-Technologie nicht außen vor zu lassen. Laut Sweeney benötigt die Technologie aber noch Forschung und nicht alle Spiele, die man mit Epic assoziiert, sind für die Plattform geeignet. Beispielsweise ein hektisches Spiel wie Unreal Tournament "würde eher Übelkeit verursachen".

Kürzlich wurde die Oculus VR Inc., das Unternehmen hinter dem Virtual-Reality-Gerät Oculus Rift, von Facebook aufgekauft (wir berichteten). Dazu äußerte sich Sweeney nicht, im Gegensatz zu Markus Persson, der den angekündigten Rift-Support für Minecraft zurückzog. Wiederum zeigte Chris Roberts kürzlich die positiven Seiten der Facebook-Akquisition auf.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 1. April 2014 - 18:38 #

Holodecks für alle!

Nokrahs 16 Übertalent - 5757 - 2. April 2014 - 11:04 #

Genau! Alles was davor kommt sind nur Prototypen und interessiern mich nicht mehr. Habe den letzten großen 3D/VR Hype mitgemacht (VFX1 Helm, Nvidia Shutter Brille) und was ich jetzt sehe ist auch nicht besser, nur die Spiele wurden besser und die Auflösung ist höher.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 11:26 #

Aber hallo, das Headtracking macht doch einen Riesenunterschied, oder hatte Nvidia das auch?? Glaube doch nicht...

Nokrahs 16 Übertalent - 5757 - 2. April 2014 - 12:17 #

Klar hatte der VFX1 Headtracking und zur Steuerung einen Puck.
Und ja, die Technik ist vergleichsweise steinalt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 11:53 #

Rift und co sind nicht besser als VFX1 und 3D-Vision? Wenn du jetzt behauptest, du hast die Rift schon mal genutzt, glaube ich dir kein Wort. Entweder in diesem Punkt oder beim VFX1..

Nokrahs 16 Übertalent - 5757 - 2. April 2014 - 12:19 #

Höhere Auflösung und Blickwinkel. Ruhigeres Bild. Aber im Grunde ändert sich abgesehen von der moderneren Technik nicht viel für den Nutzer. Immer noch klobiges/schweres Gerät auf dem Gesicht.
3D muss ohne Brille funktionieren. Das ist dann mal ein Schritt nach vorne.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 15:18 #

gibt es doch schon. nennt sich autostereoskopie. entsprechende fernsehgeräte kosten aber auch ne hübsche stange geld. VR hingegen funktioniert verständlicherweise nicht ohne irgendein entsprechendes gerät auf dem kopf.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 15:17 #

Das fällt aber alles in den Bereich Optimierung, den wirklichen Schritt nach vorne macht die Anwendung der Technik. Da ist es egal ob man am Anfang nen Klotz auf dem Kopf hat oder es später mal in die Netzhaut projiziert wird.
Nimm mal die Erfindung des Computers, klar ist es jetzt schöner nen kleines Tablet auf der Couch statt nem Großrechner im Keller zu haben, aber das was damit gemacht werden kann ist das eigentlich Große.
Ich habe irgendwie im Gefühl, dass diese FB Übernahme Zeichen einer neuen Zeit sein könnte, in der auch etwas neues, großes entsteht.

Nokrahs 16 Übertalent - 5757 - 2. April 2014 - 16:27 #

Deswegen auch mein Kommentar unter dem "Holodeck" Spruch.
VR ist trotz den technischen Möglichkeiten gerade im Consumer Bereich noch in den Kinderschuhen und es wird noch viel Zeit ins Land gehen, bis die Technik wirklich den Status "ausgereift" erreicht.
Für mehr als ein "ohh, wirklich cool! Aber jetzt doch bitte wieder 2D mir dröhnt der Kopf." reicht es noch nicht aus.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 96944 - 1. April 2014 - 18:41 #

Größer als Smartphone? Naja, nicht bevors so klein ist, dass es sich in einer Brille unterbringen lässt und durch Projektion direkt auf die Netzhaut, das ganze Bild in mindestens 4K einnimmt.

NameNamNaN (unregistriert) 1. April 2014 - 18:55 #

What he said... no wait. Kontaktlinse bitte.

RomWein 14 Komm-Experte - 2196 - 1. April 2014 - 22:34 #

Ich warte bis die VR-App für Smartphones kommt. Für den 3D-Effekt muss man dann eben zwei der Teile besitzen und die sich vor die Augen pappen. Wer braucht da schon eine klobige Brille? ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4406 - 2. April 2014 - 8:17 #

Das war auch mein erster Gedanke. Das Smartphone hat sich ja nur durchgesetzt, weil es unabhängig von Nerd oder Normalo einfach jedem Menschen einen Mehrwert geben kann, ob nun Kamera, Telefon, Internet, Video, SMS oder Navigation. Das kann VR auch leisten, wenn es bequem per Brille funktioniert und z.B. die Navigation als Overlay über der Realität eingeblendet wird, hoffentlich dezent genug.
Aber davon sind wir noch weit entfernt. Es könnte auch über die Netzhaut, die Sehnerven oder die visuellen Bereiche des Gehirns implementiert werden.
Aber diese Aussage heute bei Occulus Rift? Da ist Google Glass wohl näher an dieser Version. Einige Experimente bei Valve wohl auch.

Lorin 15 Kenner - P - 3742 - 2. April 2014 - 10:47 #

Das nennt sich dann aber AR (Augmented Reality), nicht VR.
Für AR sehe ich auch riesige Marktchancen, wie du auch schreibst.

Bei VR, so gut ich es auch beim ausprobieren fand, ist es dann doch eine relativ spezielle Geschichte, die nicht so einen allgemeinen Nutzen stiften wird wie AR.
Allein die Abschottung vom Rest der Umwelt macht VR zum "Nischenprodukt" das nicht im Alltag taugt. Ganz im Gegensatz zu AR.

breedmaster 13 Koop-Gamer - 1504 - 1. April 2014 - 18:54 #

Wenn Nintendo erst mal mit ihrem Virtual Boy am Start sind kann die Konkurrenz einpacken! Virtual Boy ist die Zukunft!

helba1 13 Koop-Gamer - 1729 - 1. April 2014 - 22:41 #

Meiner musste leider in Europa bleiben.....

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 2. April 2014 - 12:49 #

Definitiv Zukunft. Die brennenden Augen, die ich mir 2011 von fünf Minuten Virtual Boy spielen geholt hab, bleiben mir auch in 30 Jahren noch im Gedächtnis.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 1. April 2014 - 19:59 #

als ob. was hier gerne bei der technik vergessen wird ist, dass es sich bei den geräten lediglich um anzeigegeräte handelt und dabeie kein eigentliche rechnereinheit enthalten ist. solange die notwendige horsepower für ein latenzfreies und realistisches VR-erlebnis nicht in einem stationären gerät in unmittelbarer umgebung verfügbar ist, kann man das ganze vergessen.
inwiefern das mehr als ein nischenprodukt für gamer sein soll, seh ich daher nicht.

Sense (unregistriert) 1. April 2014 - 21:31 #

Dir ist schon klar das er von der ZUKUNFTSperspektive und dem Potential spricht?!

Er sagt doch gerade das die Technik jetzt noch nicht so weit ist. Und wenn eines seit der erfindung des Integrierten Schaltkreises gewiss war, dann dass die rechenleistung pro Fläche/gewicht immer besser wird.
Also warte einfach mal 10, 15 Jahre ab und wir sprechen uns noch einmal

Mal davon abgesehen dass ich voll-VR Systeme eh nicht so im mobielen Einsatz sehe - dieses Feld wird eher von den AR Systemen beackert werden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 2:31 #

ist mir schon klar und ich bezog mich auch auf die zukunft. dass es jetzt nicht mal ein nischenprodukt ist aufgrund mangelnder consumer-hardware und anwendungen ist ja selbstredend.
weiterhin haben die letzten 10 jahre hardware-entwicklung eigentlich deutlich gemacht, dass es bgzl der miniaturisierung eben sehr wohl grenzen gibt. daher gabs ja überhaupt erst den trend mit multi-kern-prozessoren.

Skeptiker (unregistriert) 1. April 2014 - 19:19 #

Vorsicht vor dem Hype. Am Ende spielen sich Rennspiele mit Lenkrad vernünftig mit der OR. Alles andere scheitert an nicht genormten Eingabegeräten oder einem Eingabebruch zwischen Realität und virtueller Welt. Hat der echte Joystick einen Coolie-Hat, der virtuelle aber nicht (oder umgekehrt), ist der Bruch schon da!
Außerdem klagen viele männliche Benutzer von OR über schmerzende Hoden, was an den lustigen Freunden liegt, die im Raum waren, als man die OR aufgezogen hat.

Trollwynn 11 Forenversteher - 621 - 1. April 2014 - 19:20 #

Ich versteh irgendwie nicht, warum VR plötzlich so ne große Sache sein soll. Gab es so etwas nicht schon einmal in den 1980ern/1990ern? Danach ist das total in der Versenkung verschwunden.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31631 - 1. April 2014 - 19:30 #

Genau wie 3-D - das blubbert auch alle 30 Jahre hoch und ist dann wieder futsch...

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 2. April 2014 - 12:52 #

Zumindest im Kino scheint sich 3D diesmal zu halten - zumindest hab ich noch keinen besonderen Abwärtstrend vernommen und Filme wie Gravity zeigen, dass auch anspruchsvolleres Kino in 3D MÖGLICH ist (dass das nur selten gemacht wird ist ne andere Kiste).

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16759 - 2. April 2014 - 13:07 #

Schon, aber das scheint mir zumindest zu einem gewissen Teil eine Art "Augen zu und durch"-Geschichte zu sein. Studios, Vertrieb und Kinos haben aufgrund des Avatar-Hypes jede Menge in 3D investiert, jetzt muss man einfach dran festhalten, damit sich das einigermaßen rentiert. Die wirklich guten 3D-Filme kann man wie Du sagst an zwei Händen abzählen. Ich schaue mir Filme weiterhin in 2D an, wenn ich die Wahl habe. ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 1. April 2014 - 19:47 #

VR wird jetzt, wenn Oculus und Co marktreif sind eine Nische bedienen. Die wird wahrscheinlich in den kommenden Jahren irgendwo zwischen 3D Fernsehern und 3D Spielen (Nvidia 3D Vision etc.) landen.

Der Punkt ist eben, es ist eine Zusatzperipherie und ersetzt keine andere Hardware, womit es zusätzliche Kosten schafft, die viele Verbraucher nicht bezahlen wollen werden.

Was der Artikel meint ist, dass VR (und AR gleich mit) in den nächsten Jahrzehnten, also vielleicht in 20, 30, 50 oder gar 100 Jahren das große Ding beim Medienkonsum sein werden. Was wohl aber kaum eine Überraschung sein sollte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 1. April 2014 - 23:28 #

3D-Shooter haben auf dem Amiga auch nicht so richtig funktioniert, heute ist's ein wichtiges Genre. Woran mag das liegen, vielleicht ist die Technik seitdem besser geworden?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 1. April 2014 - 23:44 #

Och, auf dem Amiga 1200 ging das schon, da gab es auch einige Doom-Klone. Auf einem 500er mit 1000DM Zusatzkarte auch ...

(alle haben sich damals z.B. über den Wing Commander Port beschwert, ich hatte hingegen nichts zu meckern, auf meinem hochgezüchteten 500er mit Turboboard und 9,5MB Gesamt-RAM lief das wunderbar ... )

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 0:01 #

Aber so wirklich das boomende Genre wars dann doch nicht..

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 14:31 #

Der Amiga war ja auch kommerziell schon scheintot, als die ersten 3D Shooter auftauchten.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2203 - 1. April 2014 - 19:39 #

Ich habe das Gefühl, dass es viele gibt, die VR skeptisch gegenüber stehen und der Hauptgrund dafür ist, weil sie es nicht ausprobiert haben. Es ist schwierig, weil man nicht über die üblichen Medien (Videos, Bilder usw.) das vermittelt bekommen kann. Man muss es schon vor Ort ausprobiert haben. Deswegen wird der Siegeszug von VR zwar langsam, dafür aber gewaltig kommen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 1. April 2014 - 19:48 #

Sofern die "Kinderkrankheiten" beseitigt sind, denn es gibt nicht wenige Leute, die unter Motion Sickness leiden oder nach einiger Zeit Kopfschmerzen bekommen.

Punisher 19 Megatalent - P - 15693 - 1. April 2014 - 19:59 #

This. Ich fand das Devkit der Rift granatengeil, aber der Anteil der Kollegen, denen danach schlecht war, war auch granatenhoch. Ich bin wirklich gespannt, ob sich das mit der höheren Auflösung gibt wie oft behauptet, kann mir das aber nicht vorstellen, da das Problem ja eigentlich die Diskrepanz zwischen Gesehenem und Gefühltem ist. Könnte mir fast eher vorstellen, dass das schlimmer wird, je realistischer die Darstellung wird.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 1. April 2014 - 21:08 #

Ich habe auch Motion Sickness. Allerdings nicht bei allen 3D Spielen. Früher war es ganz schlimm, Titel wie Wolfenstein, Doom oder Quake 1 konnte ich überhaupt nicht spielen, ohne dass mir richtig übel wurde. Dies lag meiner Einschätzung nach an zwei Dingen, der niedrigen Auflösung als auch der Pseudo 3D Grafik mit falschen Perspektiven und Tricksereien. Bei Duke Nukem 3D war es nämlich besser und ab Quake 3 trat es kaum noch auf. Heute habe ich es nur noch bei ganz, ganz wenigen Titeln.

Ich denke, dass es viele Faktoren gibt, vielen Menschen wird in großen Höhen z.B. auch schwindelig. Das habe ich in einem Spiel bisher einmal erlebt, in World of Warcraft. Ich glaube, das ist von Größenverhältnissen abhängig, die in den meisten Spielen einfach falsch sind.
Ich kann mir vorstellen, dass selbst Leute die kein Motion Sickness oder ähnliches mit VR Brillen haben, zumindest gelegentlich Schwindelanfälle erleiden werden - und ob das für die so wünschenswert ist?

Punisher 19 Megatalent - P - 15693 - 2. April 2014 - 6:44 #

Bei Dingen, die auf einem "kleinen" Bildschirm passieren und nur 3D auf einer 2D-Ebene abblden hab ich gar keine Probleme. Auch 3DS funktioniert ohne Magenumdrehungen. Alles was echt-3D ist geht gar nicht gut, also alles mit Brille, egal ob Kino oder TV. Ich hatte früher mal den Cybermaxx VR-Helm, damit wollte ich unbedingt Descent spielen... ging jeweils genau eine Kurve lang gut. Quake und Duke ging genauso wenig. Daher meine Theorie, dass es zumindest bei manchen Menschen schlimmer wird, je weniger das Gehirn gezeigtes 3D von echter Umgebung unterscheiden kann.

Wie schon ein paar Mal geschrieben hätte ich bei VR echt bedenken, was Suchtpotenzial und/oder psychische Probleme angeht... wenn man schon sieht, wieviel Sucht oder soziale Isolation WoW oder normale Chaträume auslösen können...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23885 - 2. April 2014 - 9:11 #

Mit dem letzten Absatz sprichst Du ein Thema an, dass in der Diskussion um VR aktuell viel zu wenig beachtet wird. Wie ich weiter unten selbst angedeutet habe, wird es massive Probleme geben, wenn virtuelle Spielwelten kaum noch als virtuell wahrgenommen werden. Natürlich nicht bei allen Usern, aber definitiv bei nicht wenigen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4406 - 2. April 2014 - 10:26 #

Das wird definitiv geschehen. Spiele haben ein Suchtpotential, virtuelle Welten, die durch Drogen hervor gerufen werden, Onlinewelten, soziale Plattformen. Aber eine soziale Plattform, die virtuell ist, gar an die Realität anknüpft und damit verschmilzt wird eine ganz andere Dimension von Abhängigkeit erzeugen. Sie wird in Zukunft Menschen spalten, einige werden es lieben, andere verteufeln und die Gewinner werden es nutzen, damit reich oder erfolgreich zu werden und es nur gezielt nutzen, dafür Produkte anbieten oder mit dessen Hilfe einen Vorsprung haben in Job oder Partnersuche.
Irgendwie nicht anders als Bibliotheken, Filme, das Internet. Das richtige Maß macht den Erfolg.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 14:35 #

Ich verweise da einfach noch mal auf Perry Rhodan. Da wurde exakt dieses Thema schon in den ersten paar Heften Mitte 60er angesprochen, weil die Arkoniden passive, desinteressierte Humanoide geworden sind, die den ganzen Tag nur ihre VR-Devices aufhaben und die echte Welt ignorieren.

helba1 13 Koop-Gamer - 1729 - 1. April 2014 - 22:40 #

Jetzt, wo du es geschrieben hast... Ich brauch das unbedingt um Europa Universalis und Crusader Kings zu spielen. Und wie konnte ich jemals denken, dass ein Tales of Graces ohne VR Spaß macht....

Oder ums anders zu sagen, es ist nur für bestimmte Genres bei Spielen interessant und für diese Spieler auch nur, wenn sie nicht an Motion Sickness und Co leiden dabei. Aus diesen Gründen werden viele es sich auch vielleicht nur kaufen, wenn sie es vorher entsprechend anspielen/testen können.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14271 - 1. April 2014 - 19:57 #

Das bezweifele ich doch sehr. Das habe sie schon in den 90er gesagt.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21557 - 1. April 2014 - 20:24 #

"VR wird größer als das Smartphone!"
Als wenn das Ding nicht schon gross genug waere!! Echt, ey!

Lars5533 (unregistriert) 1. April 2014 - 22:04 #

Ne, wirds nicht.

pingpong (unregistriert) 1. April 2014 - 22:29 #

Blablubb hat man schon damals in den 70er gesagt als wer damit aus irgendeiner Ecke kam.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 1. April 2014 - 23:32 #

Und wieder schütteln die Skeptiker den Kopf und können sich nicht vorstellen, dass sich ab und an mal was tut auf dem Markt. Tablets wurden niedergebrüllt, wer die Dinger kurz nach dem Erscheinen des ersten iPad gut fand war ein Depp. Die Argumente waren vor ein paar Jahren lustigerweise die gleichen wie heute. "Tablets? Gibts doch schon, funktioniert nicht. Kann nicht funktionieren, gibt ja gerade nichts brauchbares."

So eine Sichtweise sieht man lustigerweise nicht nur bei "normalen" Nutzern sondern auch bei Leuten, die von Berufs wegen eigentlich an den Fortschritt glauben sollten. Aber halt, Fortschritt, das war doch dieses ultimative Böse.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 1. April 2014 - 23:50 #

Mein Vater weigert sich auch ein Auto mit Klimaanlage zu kaufen, nicht wegen Umweltschutz sondern wegen "braucht man doch nicht". Verstehen kann ich das nicht, ich selbst würde niemals ein Auto ohne nehmen, wurde in der Hinsicht im Sommer Anno '92 in den USA versaut (also schon zu einer Zeit, als hier normalerweise nur Luxusautos so etwas hatten, als es dann hier langsam auch kam, kam bei mir kein Auto mehr ohne).

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9644 - 2. April 2014 - 0:41 #

Sauft ja auch extra Sprit die scheiße. Außerdem gibts Fenster. :D

Ich denke jeder so wie er will, eine gewisse Grundskeptis ist nie verkehrt, einfach mal abwarten. :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 14:36 #

Genau! Heizung braucht man auch nicht, schließlich gibt es Jacken!

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 2:38 #

ist ja nicht so als ob es nicht in der technik-geschichte genügend gehypte angebliche trends gab, für den sich nach kürzester zeit niemand mehr interessiert hat. da so zu tun als ob man es besser prognostizieren könnte, weil dieses oder jenes dir gefällige beispiel ebenfalls erfolgreich war, ist einfach lächerlich.
und ja. gerade von fachleuten in diesem gebiet, sollte man eigentlich eine eher kritische und objektive betrachtungsweise erwarten können. technik-feindlichkeit ist etwas anderes.

ey2mml4 (unregistriert) 2. April 2014 - 3:51 #

Haben die wirklichen Skeptiker nicht nur darauf hingewiesen, dass die Dinger nicht mehr sind als Spielzeug? Das stimmt doch fast bis heute.
Und wirklich als Arbeitsgeräte kann man die Dinger ja wirklich erst benutzen, wenn wieder eine Tastatur dran hängt. Dann ist es aber kein Tablet mehr. Und an sonsten sind es ab und an mal bessere Anzeigegeräte mit einfacher Eingabefunktion oder sie ersetzen Geräte bei denen nicht wirklich viel Eingabe benötigt wurde.
Die "braucht kein Mensch" gibt es bei allem.

VR wird mal groß werden.
Wenn die Steuerung passt (VR + Gamepad oder Maus + Tasta ist eher suboptimal).
Wenn die reale Welt unter umständen nicht komplett ausgeblendet wird oder wenn es alternativ ein komplettes Erlebnis wird. Und nicht nur Bild + Ton. Also ein körperliches Erlebnis. Aber spätestes beim Gleichgewichtssinn wird es da haarig. Und was Gleichgewichtssinn und nicht passende optische Reize ausmachen können, das weiß jeder mit Motion Sickness oder jeder, der schon mal ordentlich Seekrank war.
Wenn es nicht mehr eine so große und unförmige Brille braucht.
Wenn ein kleines tragbares Gerät ausreicht um das Ding zu versorgen (kaum einer wird da immer mit dem Rechner kommen wollen.

Ich hab das Zeug schon vor ausprobiert als es diese tollen riesen Hamsterräder gab (um es mal so zu bezeichnen). Und schon damals war klar, dass es mal groß wird. Aber nicht mit der Technologie.
Gleiche Spiel mit der Cloud. Alle Jubeljahre mal als das große Ding wieder raus geholt und jetzt sind wir so langsam endlich mal an einem Punkt, an dem die Geschwindigkeit der Netze auch für sowas reicht. Zumindestens teilweise. Das dürfte jetzt der 3. oder 4. Anlauf sein. Die 3D Brillen starten grade den 2.

Und ob es dann über Spielkram hinaus kommt, das wird nur die Zeit zeigen.

Ich habe im Übrigen noch ne 3D-Brille von Elsa rumliegen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 7:53 #

Nö, die Skeptiker haben bei Tablets darauf herumgehackt, dass niemand ein großes Smartphone kaufen wird (mehr als 4 Zoll KANN sich nicht durchsetzen, viel zu unhandlich), dass Tablets überflüssig sind (es gibt ja schon Smartphones) und dass der Hype nach wenigen Monaten vorbei sein wird. Für den Otto-Normal-Nutzer (nur Internet, Filme schauen, Musik hören, Fotos schauen) gibt es ja Netbooks, die sind eh viel praktischer und werden ganz groß rauskommen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 8:00 #

Tabs sind größere Smartphones ohne Telefonfunktion. Wo ist da ein Fortschritt von was?

Tabs sind für mich persönlich immer noch flüssiger als Wasser. Ungeeignet für die meisten Büroarbeiten, zum gemütlichen surfen zu klein, für unterwegs zu groß und um mal schnell was nachzusehen kaufe ich mir kein 600€ Gerät - da reicht mein Smartphone, das kann das Selbe.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 8:28 #

Tablet kosten ab 140 Euro aufwärts (und das Memo Pad HD 7 von Asus zu diesem Preis ist vollkommen ok). Nur als Anmerkung. Weiterhin: Nur weil du sie überflüssig findest, sind sie aber ja dennoch kein Misserfolg. Die Verkaufszahlen und vor allem die Nutzerzahlen sprechen da eine eindeutige Sprache. Für ein erfolgloses Nischenprodukt, überflüssig und sinnlos, sind Tablets erschreckend erfolgreich. Und im Windows-Segment werden sie in den kommenden Jahren nicht nur Netbooks (die sind eh schon tot) sondern auch Ultrabooks komplett verdrängen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 9:49 #

Das sie ein Erfolg sind, habe ich nicht bestritten. Nur sehe ich in ihnen keinen Fortschritt, sondern nur einen Smartphoneableger.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 11:55 #

Dann sind Smartphones aber auch nur WAP-Ableger und Handys nur Festnetzableger. Tablets haben komplett neue Nutzergruppen ins Internet gebracht - meine Mutter beispielsweise kommt mit dem PC nicht und verweigert Smartphones (auch weil sie unterwegs nicht telefonieren will) - ihr Tablet ist aber in täglicher Nutzung. Das ist schon mehr als nur eine Evolution. Smartphones haben das Internet mobil gemacht, Tablets schaffen komplett neue Zielgruppen für Internet und Computertechnik.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 12:10 #

Technisch sind Tabs identisch mit Smartphones, auch wenn sie neue Nutzer anziehen. "Phablets" zeigen das umso deutlicher.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 12:18 #

Sie nutzen ähnliche, oft identische, Prozessoren. Und Touch. Mittlerweile auch die gleichen Betriebssysteme, Android gabs in der 3er-Version ja sogar in einer speziellen Tablet-Variante.

Das wars aber auch schon, die Auflösungen sind höher, die Displays andere. Die Nutzung ist eine andere, die Zielgruppe ebenfalls. Und das nur bei Android und iOS. Sprechen wir doch einmal von Windows8.1-Tablets - wo ist denn da das Telefon-Gegenstück? Windows-Tablets haben große Chancen, die Notebooklandschaft arg zu verändern. Ich rede ja nicht automatisch von Androiden wenn ich "Tablet" sage.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 12:29 #

Ist denn ein Galaxy Tab ein Tab, und in der 3G-Variante ein Smartphone? Wo unterscheidet sich deren Nutzung? Mit beiden kann ich surfen, spielen, einkaufen oder Mails schreiben, genau wie mit einem Windows-Phone oder einem iPad.
Was sind denn Phablets für Dich? Tablets? Telefone? Oder gar ein weiterer technologischer Fortschritt?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 16:53 #

Na ja, ich habe vor zwei, drei Jahren auch gesagt, Tablet, was soll man damit? Kann nicht annähernd das, was mein Netbook kann.

Der Denkfehler lag darin, dass die Einsatzgebiete für Tablets mit Mobilbetriebssystem (iOS, Android, Windows RT) völlig andere sind. Während ein Netbook letztlich noch ein Arbeitsgerät ist, ist so ein Tablet ein reines Medienkonsumgerät. Ich möchte es z.B. nicht mehr missen, es ist MP3- und Podcastplayer, Videoplayer, Bildbetrachter, Comic- und Buchlesegerät und ideal für die sogenannten Indie-Games, da es bei dem kleinen Display nicht so auf die super Grafik ankommt. Also alle Spiele, bei denen ich am PC oder auf Konsole Augenkrebs bekomme, die aber trotzdem spielerisch gut sind oder eben auch mal zehn Minuten zwischendurch Spaß machen. Daneben kann man eben noch mal schnell im Netz irgendwas nachschauen oder im äußersten Notfall mal eine kürzere Mail mit tippen.

Für's ausgiebige Surfen, gerade in Foren mit Beiträgen schreiben, oder überhaupt für Textarbeiten, da eignet sich ein Netbook (oder alternativ ein Windows 8 Tablet mit Tastatur und Maus) selbstredend einiges besser, ist aber eben sperriger als auch schwerer und gerade im Liegen auf Couch oder Bett halt nicht vernünftig nutzbar.

Die Tablets haben also den Einsatzbereich von PCs, denn letztlich sind sie das, doch auf eine sinnvolle Art erweitert. Man darf nur eben nicht den Fehler machen zu denken, so ein Tablet könnte ein Net- oder gar Notebook ersetzen. Nein, das können diese Geräte absolut nicht aber sie sind im Unterhaltungssektor dort ideal, wo Notebooks und Co versagen.

Mit den meisten Tablets die 3G / LTE haben kann man übrigens nicht telefonieren sondern nur mobil ins Internet. Und ja, sie sind eigentlich Smartphones nur ohne Telefonfunktion aber haben einen Schirm, der halt deutlich größer ist und damit die Nutzung und Anstrengung für die Augen wesentlich erleichtert. Ich verstehe auch nicht wieso viele Leute so gerne 7 oder 8 Zoll Tablets wollen, dann kann man auch gleich ein großes Smartphone nehmen. Mir sind selbst 10 Zoll für viele Dinge noch zu klein, weswegen ich mich auch über die neuen 12 Zoll Geräte sehr freue. Mehr zum Thema Tablets und Tabletgröße und meine Gedanken darüber: http://rpcg.blogspot.de/2014/03/samsung-galaxy-tabpro-und-notepro-122_9.html

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 18:22 #

Vielleicht interessant für dich: Voraussichtlich in der kommenden Woche erscheint bei gamestar.de mein Test zum Galaxy TabPro 12.2 - das 12-Zoll-Ding liegt hier neben mir ;) .

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 22:25 #

Du Glücklicher ...

Und hey, ich lese alle deine Artikel hier und auf Gamestar!

Ich wünschte mir übrigens, dass die 12 Zöller einen schmaleren Rahmen um das Display hätten, damit sie nicht gar so klobig wirken.

helba1 13 Koop-Gamer - 1729 - 2. April 2014 - 21:52 #

Ich hab hier in Nordamerika auch schon Tablets als Kassensystem an Foodstands und ähnlichem gesehen inklusive Kreditkarten Lesegeräten (geht auch mit Smartphones).
Also für die Rubrik, wofür man die Dinger alles einsetzen kann.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 22:20 #

Vor zwei Jahren war ich mit einer Bekannten im Ausland im Kino. Die hat die Tickets auch einfach mit dem Smartphone bezahlt.

helba1 13 Koop-Gamer - 1729 - 2. April 2014 - 22:39 #

Was ja dann das genaue Gegenstück ist. Kann mein Phone in der Theorie übrigens auch, habs aber noch nicht probiert.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 3. April 2014 - 19:03 #

Weil das hier ja auch kaum irgendwo möglich ist. In Asien sind sie halt technologisch immer schon ein wenig weiter ...

Wenn ich da nur an die 10 bis zu 14 Zoll Navis mit richtiger 3D Ansicht der Stadt und inkl. TV (Bild konnte geteilt werden) damals denke, die 2011 / 2012 da schon in jedem zweiten Auto steckten (teilweise auch als externes Teil an die Scheibe gepappt) und dann an die 3 bis 5 Zoll Navis hierzulande bzw. interne Displays bei großen Limousinen sind ja hier inzwischen auch ein wenig größer ...

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 10:41 #

Ich würde den Vergleich mit Tablets gar nicht ziehen, denn für mich ist VR nicht nur ein Zusatzgimmick sondern ein neues Paradigma, das hat einen Stellenwert mit der Erfindung des Fernsehers oder des Internets oder des Handys. Ob OR und Konsorten das schon erfüllen ist natürlich zweifelhaft, dafür ist es ja viel zu frisch.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 2. April 2014 - 12:54 #

Ich find Tablets immer noch doof, allerdings kann ich nicht verleugnen, damit mittlerweile wohl einer Minderheit anzugehören^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23885 - 2. April 2014 - 0:46 #

"[...] bis zu dem Punkt, wo die virtuelle Erfahrung nicht mehr von der Realität unterschieden werden kann."

-> ... Was exakt das ist, was ich NICHT möchte. Ich bin durchaus angetan von VR und ich bin auch ziemlich sicher, dass mit der heutigen Technik endlich auch Erfolgspotential dahintersteckt. Aber wenn ich spiele, möchte ich trotzdem noch "Ankerpunkte" haben, die mir die Virtualität klar machen.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 10:48 #

Kann ich verstehen, aber die Brille ist ja nicht nur ein besseres Display sondern wird neue Formen von Erfahrung ermöglichen. Nimm allein das Potential für "Erlebnis-Module", wo ich dann Fallschrimspringen, Tiefseetauchen, Extremklettern etc. machen kann. Total Recall lässt grüßen :)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16759 - 2. April 2014 - 11:04 #

Also wenn mich mein eigenes Spiegelbild eines Morgens mit "Get your ass to Mars!" anspricht, dann steige ich aus und spiele nur noch Brettspiele!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23885 - 2. April 2014 - 11:12 #

Klar, das Potential ist riesig und abgesehen von Videospielen, in denen man "mittendrin statt nur dabei" ist, gibt es noch weitere mögliche Einsatzgebiete. So wie die, die Du beispielhaft genannt hast. Man kann damit auch Geschichte vermitteln, um ein weiteres Beispiel zu nennen.
Worauf ich aber hindeuten wollte, ist das, was Punisher oben konkret genannt hat: die Gefahr von ernsthaften psychischen Problemen. Der Verlust von sozialer Integrität in der realen Welt. Das sind zwar theoretische Probleme, die jedem neuen Medium zunächst vorgeworfen werden bzw. wurden und sich bisher als haltlos erwiesen haben (zumindest sind Medien nicht ursächlich für sowas) - doch jetzt gelangen wir an einen Punkt, in denen virtuelle Erlebniswelten sich tatsächlich wie echt anfühlen können. Perfekt sind solche VR-Erlebnisse natürlich noch immer nicht, z.B. wird der Geruchssinn ja völlig außen vor gelassen und wenn man mit NPCs interagiert, wird man noch immer merken, dass man es nur mit einer rudimentären KI mit wenigen vorgegebenen Verhaltensmustern zu tun hat. Aber je näher virtuelle Welten an eine "gefühlte Realität" kommen, desto höher werden die Risiken.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 11:36 #

Ja diese Gefahr ist natürlich größer. Allerdings gibt es ja auch heute schon durchaus Spieler, für die ihr MMO die eigentliche "Realität" ist. Wo sie Freunde haben etc.
Wenn wir eines Tages an die wirklich perfekte Simulation kommen (naja, Essen muss man wohl immer noch real :) dann wird es sicher viele Menschen geben, die dann "dort" leben. Und die ggf. auch hier und dort nicht mehr richtig auseinanderhalten können. Aber wäre das nicht nur ein logischer Schritt in der Evolution? Wer sagt denn, dass das - also das virtuelle Ich - nicht genauso Teil der Realität sein wird? wir haben doch erste Schritte schon getan. Es ist doch eigentlich genauso wenig "real" Freunde in den USA zu haben. Das ging doch erst durch die Erfindung von Schiffen und Flugzeugen. Die sind auch überhaupt nicht der Natur des Menschen entsprechend. Oder unser Wissen ist doch auch teilweise virtualisiert durch Nutzung von Google und Wikipedia. Das sind wenn man so will Augmentierungen unseres Gehirns. Oder Facebook als virtueller Freundeskreis. All das hat uns doch vom ursprünglichen Mensch sein weg geführt. Die Wahrnehmung durch VR zu verändern oder eines Tages seinen Körper zu virtualisieren ist da doch einer der nächsten, wenn auch noch fernen, Schritte.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18150 - 2. April 2014 - 7:10 #

Bleibt abzuwarten. Solche "Experten"-Aussagen sind ja meist eher ein Indiz, dass dem nicht so ist.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 7:53 #

Eine plumpe Marketingaussage, nichts weiter.

Ein Smartphone bedient eine extrem breite Zielgruppe, weil man neben den Telefonfunktionen praktisch alles mit dem Ding machen kann was man will. Musik hören, spielen, navigieren, surfen und 1000 andere Dinge.

Eine VR-Brille bedient hingegen nur Spieler, und da nicht mal alle Genres. Hinzu kommt eine „3D-Unverträglichkeit“ bei nicht wenigen.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 10:44 #

Sie bedient eben nicht nur Spieler, das muss man erstmal sacken lassen. Dann erscheint auch der Kauf von OR durch FB sinnvoll.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 11:38 #

Wen denn noch? Ein 3D-Second Life? Für unterwegs ist es nichts, da wird eher Google Glass das Rennen machen, und vor dem TV setzen sich die Leute nicht mal mit 3D Brille hin.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 12:00 #

Ja, ein VR-Second-Life. Und mit der Interaktion durch Headtrackung und die größere Immersion könnte Facebook damit durchaus auf dem richtigen Wege sein um eine größere Zielgruppe anzusprechen. Dazu gehört aber eben auch zwangsläufig, dass die Rift so preiswert wie möglich, bevorzugt stark subventioniert, angeboten wird. Spricht dann ja nichts dagegen, die Rift mit einem FB-Second-Life-Account als Aboprämie kostenlos beizulegen. Dann aber vielleicht gesperrt für weitere Funktionen - wer damit spielen will, kann die Funktionen dann freischalten lassen. Nur als Beispiel.

FB wird schon analysiert haben, dass beispielsweise WoW auch nur ein grafischer Chat für viele Mitspieler ist. Kleinere Aufgaben gemeinsam erledigen, ein paar Erfolgerlebnisse - aber primär eben Chat. Und wenn für einen solchen Chat mehrere Millionen Leute freiwillig Monatsgebühren zahlen, dann könnte das, gut gemacht, auch die Zukunft von Facebook sein. Denn eines ist auch Zuckerberg klar: Wenn Facebook nichts gravierendes ändert, ist der Dienst in drei, vier Jahren komplett tot.

Das muss man jetzt übrigens nicht unbedingt toll finden. Aber es ist eine deutlich realistischere Einschätzung der Zukunft als "Rift-Farmville".

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 12:16 #

FB wird zunehmend mobil genutzt, mit VR geht das schlecht. Wie gesagt, wenn, macht dahingehend so etwas wie Glass das Rennen.
Aber warten wir mal ab, ob es in Zukunft überhaupt noch "soziale" Netzwerke gibt. Wir haben seit dieser Woche wieder eine Horde Praktikanten zwischen 15 und 17 und von denen haben einige schon keinen FB-Account mehr. Das war neu für mich und hat mich ziemlich verwundert.

In 10 Jahren sprechen wir uns wieder. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 2. April 2014 - 12:20 #

Ach, die nutzen dann halt was anderes. Facebook ist halt uncool geworden, weil die Eltern und Lehrer mittlerweile auch drin hängen und alles mitbekommen. Wie man hier, beim "Spiele-Magazin für Erwachsene" aber gut sieht: Eine VR-Brille wird sich wohl kaum einer der älteren aufsetzen wollen, da überwiegt die klassische Altersangst vor neuen Technologien. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3292 - 2. April 2014 - 12:31 #

Tz, immer diese Vorurteile. ;) Ich bin ein alter Sack und hatte mich trotzdem tierisch auf OR gefreut. Mit der FB-Übernahme hat sich das leider erst mal erledigt. :(

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 2. April 2014 - 15:05 #

Lustig, bei mir ist es genau andersrum. Durch die Übernahme habe ich die Hoffnung, dass die Brille Unterstützung und Verbreitung auch in größerem Rahmen findet und nicht bloß bei drei, vier interessanten Games genutzt werden kann sondern eben bei weitaus mehr Titeln, was sie das erste Mal für mich interessant macht.

Goldfinger72 15 Kenner - 3133 - 2. April 2014 - 12:25 #

VR. Nicht VR-Brille. VR muss nicht auf eine Brille begrenzt sein. Zudem gibt es extrem viele Anwendungsmöglichkeiten, von der Medizin bis zum Rumschrauben am Auto - es gehtnicht nur ums Zocken.

Vor nicht allzu langer Zeit hätte man auch das Smartphone als plumpe Marketingaussage abgetan.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 14:36 #

AR != VR

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 15:09 #

VR ist in der Medizin trotzdem sinnvoll um beispielsweise komplizierte OPs vorher durchzuspielen etc.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 15:12 #

hat da wer trauma center erwähnt? ;)

Unregistrierbar (unregistriert) 2. April 2014 - 7:59 #

Ich bin ein Prophet.

Und ich sage voraus, dass das ganz bestimmt nicht größer wird als da Phänomen Smartphone.

Grund:

Menschen wollen sich bei Computerspielen entspannen. Sie wollen sich nicht bewegen. Das tolle ist, dass Pac-Man durch die Gänge läuft und nicht man selber. Es ist auch toll, dass er gefressen wird, und nicht man selber. Wir brauchen ihn, den anspruchslosen, phlegmatischen, bis zur Schmerzgrenze toleranten Pac-Man, denn nie im Leben würde uns einfallen, all das, was er tut, selbst zu tun.

Da kriegte man ja Nackenschmerzen, wenn man sich stänbdig umsehen müsste.

Nee, nee, mein Lieber. Diese Technik ist bestenfalls etwas für die Nische.

So spricht meine Eingebung.

Goldfinger72 15 Kenner - 3133 - 2. April 2014 - 12:29 #

Es geht bei VR nicht nur um Videospiele.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 14:39 #

hauptsächlich schon.

Olipool 16 Übertalent - 4076 - 2. April 2014 - 15:10 #

Da setze ich dagegen. Klar ist die Rift momentan mit der aussicht auf Spiele groß geworden, aber generell hat VR eine Menge anderer Einsatzgebiete.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 15:16 #

das seh ich bei AR. VR hingegen seh ich halt nur im entertainment bereich. auch die simulation von besonderen erlebnissen, würde ich da dem begriff spiel zuordnen. um fähigkeiten hingegen zu trainieren, liegt das körperliche feedback und die visuelle wahrnehmung zu weit auseinander.

Unregistrierbar (unregistriert) 3. April 2014 - 9:23 #

Problem:
VR ist der pure audiovisuelle Reiz. Das ersetzt die Realität nur bedingt.
Kann man ganz gut mit einem Fitnessstudio vergleichen.

Wenn Du einen Waldlauf machst, kommen sensomotorische und olfaktorische Reize hinzu, die psychische Stimulation nicht zu vergessen. Im Fitnessstudio hast halt ein Laufband.

Mit so ner Brille, egal, wie gut die Optik die Realität zu imitieren versucht, kommst Du schnell an die Grenzen der Reproduzierbarkeit von Realität.

Aber sicher wird das ein Nischenprodukt. Aber größer als das Smartphone... naja.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16759 - 2. April 2014 - 10:17 #

Das wage ich dann aber doch zu bezweifeln. Smartphones ebenso wie Tablets sind u.a. deshalb zu eine Erfolg geworden, weil sie sich quasi nahtlos in unseren Alltag und "Lifestyle" eingegliedert haben. Die waren halt einfach cooler und gleichzeitig nützlicher als ihre Vorgängergeräte, die sie ersetzt haben. Im Gegensatz zu Oculus und Konsorten und übrigens auch GoogleGlass. Wenn man die anzieht, wirkt man in den Augen der Öffentlichkeit nicht cooler, sondern - sorry - wie ein Vollnerd. Ich finde, dass das dem breiten Massenerfolg erst mal ne Weile entgegenstehen wird. Es sei denn, Facebook kommt jetzt als neuer Besitzer mit einem Marketing-Geniestreich daher und macht das Teil von heute auf morgen cool. ;)

Dazu kommt der schon öfters genannte Punkt, dass die Brille bis auf Weiteres eine Zusatzhardware ist, die zusätzliche Kosten verursacht. Und zusätzlich rumsteht. Bis es nicht eine passable All-in-one-Lösung gibt, wird auch das den Massenerfolg behindern denke ich.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11203 - 2. April 2014 - 14:39 #

das das rift ohnehin etwas für den gebrauch in den eigenen vier wänden ist, dürfte sich die frage der peinlichkeit eigentlich nicht stellen. mit nem guitar hero controller siehste zB auch wie n volldepp aus, hat bei dem musik-spiele-hype aber auch niemanden interessiert, da man das teil ja auch nicht auf der straße verwendet.

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