Diablo 3: RoS-Endboss auf Qual 6 mit Hardcore-Held besiegt

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31. März 2014 - 11:40 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Im normalen beziehungsweise Softcore-Modus von Diablo 3 (GG-Test: 9.0) könnt ihr mit euren Charakteren beliebig oft sterben, ohne allzu große Konsequenzen fürchten zu müssen. Einzig die Reparaturkosten schnellen beim Tod eurer Helden in die Höhe. Eine etwas andere Herausforderung suchen daher nicht wenige Spieler im Hardcore-Modus des Action-Rollenspiels: Stirbt ein Charakter in diesem beim Kampf mit den Kreaturen aus der Hölle, ist er mitsamt der getragenen Ausrüstung für immer verloren – es muss somit von vorn begonnen werden.

Gesteigert werden können der Reiz und die Herausforderung des HC-Modus auch dadurch, indem man – wie auch im Softcore-Modus – versucht, die verschiedenen Schwierigkeitsgrade zu meistern, da diese auch deutlich mehr Gold und Erfahrungspunkte liefern. Neben Schwierigkeiten wie zum Beispiel „Normal“ oder „Meister“ bietet Diablo 3 auch sechs sogenannte Qual-Stufen: Verfügen die (Boss-)Gegner auf Qual 1 über 819 Prozent ihres Lebens und 396 Prozent Schaden, sind es auf Qual 3 bereits 2097 % Leben und 833 % Schaden.

Fordernde 8590 Prozent Leben und 2540 Prozent Schaden erwarten euch schließlich auf Qual 6, dem derzeit höchsten Schwierigkeitsgrad. Nachdem viele Softcore-Charaktere den mit Reaper of Souls (GG-Test) neu eingeführten Endboss auf dieser Stufe bereits besiegt haben, folgte fünf Tage nach Release der Erweiterung der weltweit erste „First Kill“ im Hardcore-Modus.

Ganze drei Stunden benötigte der Spieler mit seinem Barbaren, um Malthael auf Qual 6 niederzuringen. Den Angaben auf seinen Screenshots zufolge, verfügte er dafür während des Kampfes über einen Schaden pro Sekunde von 175.783 und eine Zähigkeit (Gesamtmenge an Schaden, die erlitten werden kann) von enormen 50.332.980. Der Wert an Leben, der pro Sekunde im Kampf regeneriert werden konnte, betrug 21.457.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6521 - 31. März 2014 - 11:39 #

*input error* - So große Zahlen kapiert mein kleiner Hexendoktor gar nicht :-)

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 19:45 #

Diese Zahlen machen das Spiel ja auch kaputt. Es ist nicht mehr verständlich, Ausrüstung hat keinen Bezug mehr zur Wirkung. Nachtfischer hat das in einem seiner Artikel auch einmal dargestellt.

Spannender wäre mal ein Rollenspiel, wo es keine Hitpoints mehr gäbe. Stattdessen könnten die Figuren Verwundungen erleiden, also Einschränkungen in Bewegung oder andere Mali, und der Tod nur durch einen extrem guten Trefferwurf erreicht wird (und die Schwelle hierfür im Kampfe anhand der Mali und verbrauchten Ausdauer sinkt). Aber solche Systeme kapieren die Spieler wohl nicht mehr.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 19:49 #

Was genau meinst du mit "extrem guter Trefferwurf"?

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 1. April 2014 - 2:57 #

Sicher wieder was mit Zahlen, was aber Spiele ja eh scheinbar kaputt macht...

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 1. April 2014 - 7:05 #

Nicht unbedingt kaputt, aber meistens trivial.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6899 - 1. April 2014 - 7:29 #

kritische Trefferwertung?

Es gibt ja schon diverse Computerspiele, die ein "Schadensmodell" haben das sich auf die Optik und/oder das Verhalten auswirkt.
Da fängt der Charakter dann irgendwann an zu humpeln oder das Auto zieht nach rechts.

vicbrother (unregistriert) 1. April 2014 - 8:56 #

Aber dennoch gibt es noch Hitpoints.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6899 - 1. April 2014 - 22:12 #

Da Computer nur mit Zahlen arbeiten wird es ohne nicht gehen. Der erste Buchstabe deiner Antwort ("A") ist für deinen Computer im Endeffekt auch nur die Zahl "1000001".

Entsprechend müssen die Zustände deines "Schadensmodells" letztendlich mit Zahlen beschrieben werden, um auf einem Computer zu laufen. Selbst im realen Leben wird das mit Zahlen beschrieben (Blutdruck 120/80 mm Hg oder Puls 78/min oder die Kraft mit der dein Arm eine Axt schwingen kann 250 N).

vicbrother (unregistriert) 2. April 2014 - 9:05 #

Es geht mir nicht um die Abschaffung der Zahlen im Rechner, sondern die Zahlenrechnerrei der Spieler. Hitpoints sind sehr abstrakt und auch oft total losgelöst vom Charakter - man sehe sich mal die extremen Auswüchse bei Diablo oder WoW an.

vicbrother (unregistriert) 1. April 2014 - 8:56 #

Einen kritischen Treffer.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 1. April 2014 - 15:17 #

Und der wird erreicht durch? Zufall? Dann sind wir doch wieder da, wo wir hergekommen sind, nur eine Stufe schlimmer.

vicbrother (unregistriert) 2. April 2014 - 9:06 #

Ich will nicht den Zufall abschaffen, sondern das Rechnen der Spieler in Zahlen. Zahlen sind eben kein Charakter, seine Eigenschaften sind es die ihn interessant machen. Das der Rechner das in Zahlen ausrechnen muss ist klar, dass ist die Grundlage von Rechnern.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 2. April 2014 - 13:54 #

Wenn deine Alternative dazu aber haufenweise wichtige und bedeutende Zufallsereignisse sind, dann nehme ich lieber Zahlen :) Schon wegen der Spielbarkeit.

Davon abgesehen macht mir die Rechnerei Spaß, ich hab nix gegen Zahlen an sich. Man sollte beim Design nur aufpassen, dass das Item-Karussell sich in vernünftigem Rahmen dreht und nicht absurd wird, so wie das bei WoW leider seit Jahren ist.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 11:43 #

Sehr ausdauernd. Blizzard hat aber hier vergeigt einen Enrage-Timer für Malthael einzubauen, wie er bei vielen Bossen üblich ist.

Ausser normal und meister gibts noch andere Schwierigkeitsgrade unterhalb von qual.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 141021 - 31. März 2014 - 11:48 #

> gibts noch andere Schwierigkeitsgrade
Hmm, dachte durch das "oder" wird das deutlich. Hab' es nochmal geändert.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 12:19 #

Ajo, ich weiss scho wie es gemeint war und bei dir weiss man eh, dass du ahnung hast. Ich fands nur missverständlich geschrieben, jetzt isses klar :)

Red Dox 16 Übertalent - 4220 - 31. März 2014 - 12:32 #

Das Problem bei Enrage Timern ist dann allerdings das HC Spieler, welche die Bosse eh öfters meiden, dann noch weiter von denen Abstand nehmen ;) Auf SC kann man meinethalben soviele Enrage Timer einbauen wie man will aber wenn ich auf HC etwas vorsichtiger spiele weil ich keine Lust hab das der Char weg ist, sollte das nicht noch bestraft werden.

Aladan 22 AAA-Gamer - - 33218 - 31. März 2014 - 12:37 #

Ein Enrage-Timer ..ja ne is klar. Im Hardcore-Modus, bei dem der Charakter weg ist, wenn man stirbt.

Ich würde mir diese Aussage nochmals genau überlegen ;-)

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 14:34 #

Es gibt ja bereits Enrage Timer in D3. Ich weiss nicht so recht obs der Sinn sein kann nen Boss 3 Std. Zu kiten...:)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9235 - 31. März 2014 - 17:26 #

Was tut man nicht alles für weltweiten Ruhm ;)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 13:05 #

Enrage-Timer sind der Vielfalt an validen Builds, die Blizzard einerseits immer so hochhält, stark abträglich. Defensiver eingestellte Charaktere brauchen eben länger, einen Boss zu legen. Sind sie deshalb "schlechter"? Der Enrage-Timer sagt: Ja. Blizzard sagt: Nein. Hm.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 14:36 #

I see what you mean. Da geb ich Dir recht.

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32770 - 31. März 2014 - 11:44 #

Tja. Wenn man sonst nix zu tun hat xD

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1137 - 31. März 2014 - 11:54 #

das ist natürlich keine News wert.

Rumi 17 Shapeshifter - 7652 - 31. März 2014 - 12:12 #

wie kommt man denn auf 50 mio Zähigkeit mein stärkster Char hat grad mal 4

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 12:18 #

Armor, life, vita, all res. 4 mio ist, verzeih mir, nichts. :)

Red Dox 16 Übertalent - 4220 - 31. März 2014 - 12:35 #

50 Mio ist dann aber doch ein ziemlich harter Wert. Der beste bei unserem HC Trüppchen hat gerade mal etwas über 16 Mio. Der Baba hier hingegen hatte ja nichmal ´nen dreistelligen Paragonwert für den extra Push ;)

Zottel 16 Übertalent - 4291 - 31. März 2014 - 12:34 #

Durch den Verzicht auf Schaden, wie man anhand seiner ~175k gut sehen kann :)

Rumi 17 Shapeshifter - 7652 - 31. März 2014 - 13:50 #

naja mein Zauberer hat zwar mit magischer Waffe so 800k aber eben nur 4 mio Zäh.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 14:35 #

Jo mein mage ist deinem ähnlich. Aber es wäre med Zähigkeit drin.. Auf Kosten des Dmg.

marshel87 16 Übertalent - 5667 - 15. Mai 2014 - 12:03 #

da der Gute keine 200k Schaden macht hat er wohl sein gesamtes Equip auf Überleben ausgelegt... normale SC Spieler versuchen ja die Waage zwischen Damage und Zähigkeit zu halten. HC Spieler wollen halt überleben - egal wie lang man dann für den Boss oder die Gegner braucht^^

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 13:07 #

Meine Bewunderung für dieses Durchhaltevermögen. Der Hardcore-Modus ist für mich persönlich um ein Vielfaches weniger spannend als der normale. Schließlich könnte die Risikomanagementstrategie dort trivialer nicht sein: Vermeide jedes noch so kleine Risiko.

NichtMeinName (unregistriert) 31. März 2014 - 13:40 #

Wenn du es spannender haben willst, dann gehe halt mal ein Risiko ein. Liegt an dir, wenn HC langweiliger ist. ;)
Aber du hast recht, es ist nicht förderlich, dass man schon auf Normal die Beste Ausrüstung bekommt. Wenn die Chancen wenigstens niedriger wären.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 13:52 #

Das Problem dabei ist, dass es offensichtlich die optimale Strategie ist, kein Risiko einzugehen. Ich müsste mich also zwingen suboptimal zu spielen. Und diesem mentalen Zwiespalt sollte niemand ausgesetzt werden.

Phin Fischer 16 Übertalent - 4266 - 31. März 2014 - 14:10 #

Ich denke, deswegen heißt der Spielmodus auch "Hardcore" und nicht "Mach der keine Sorgen, wird schon alles gut gehen"

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 14:14 #

Dennoch ist es seltsam, dass der "Hardcore"-Modus zu 99% aus deutlich unspannenderem Gameplay besteht als der normale. :P

Phin Fischer 16 Übertalent - 4266 - 31. März 2014 - 14:18 #

Kommt wohl auf die Spielweise an. Wenn du jemand bist - also so wie ich - der lieber wenig Risiko eingeht, dann schon.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der halt wirklich gerne Risiken eingeht, gelangweilt auf sein Level 70 Qual 6 levelt.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 14:39 #

Es geht dabei nicht darum, was ich "gerne mag", sondern darum, welche Strategie mir vom Spiel als optimal mitgeteilt wird. Und das ist im Hardcore-Modus nunmal die "Kein-Risiko-Strategie".

Phin Fischer 16 Übertalent - 4266 - 31. März 2014 - 15:01 #

Schonmal eine Rennspielsimulation gespielt und jemanden in einer Kurve überholt?
Oder mit einem Panzer zu einem Flaggenplatz vorgepretscht ohne die Straße davor auf Minen zu kontrollieren?
Suboptimale Spielweise und hohes Risiko, um aufgrund von Erfolgserlebnisen und Nervenkitzel Spielspaß zu erzielen, ist der Alltag für viele Spieler.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 15:08 #

Klar. Aber das ist nicht gut so! Ein Spiel sollte ein solches spaßiges Vorgehen belohnen, indem es es auch zum spielerisch sinnvollsten macht. Wenn "spaßige Spielweise" und "gute Strategie" aber permanent auseinanderfallen, dann stimmt etwas nicht mit dem Design. Zugegebenermaßen ist das bei sehr vielen Videospielen so, aber das heißt ja nicht, dass es nicht kritikabel wäre.

KanoFu 10 Kommunikator - 524 - 31. März 2014 - 15:27 #

Definiere Spass anhand dieses Spiels so, dass jeder Spieler Dir zustimmt.

Ich bin gespannt, denn ich kann´s nicht ;)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 15:38 #

Muss ich gar nicht. Es ist aber klar, dass aus der absoluten Risikovermeidungsstrategie kein SPIEL-Spaß resultiert. Es sind weder interessante Probleme zu lösen (denn das Problem ist ja schon gelöst) noch drücke ich dadurch irgendeinen Skill aus (außer vielleicht "Geduld") noch trägt es irgendwie zur exploratorischen Komponente bei. Mehr dazu: http://www.gamersglobal.de/user-artikel/was-ist-spielspass

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 31. März 2014 - 16:23 #

Lass es doch bitte mal, unter jeder Diablo 3 News deinen blöden Spielspaßwahn breitzutreten. Jeder definiert Spielspaß anders und jedem machen andere Dinge Spaß - ganz einfach.

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 19:53 #

Aber Diablo macht soviel falsch - es ist einfach nur ein Spiel für leicht zu beeindruckende Menschen: Große Zahlen - toller Held. Mehr Tiefgang gibt es da nicht. Aber wenn einem das Spass macht, dann sollte man es auch sagen dürfen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9646 - 31. März 2014 - 19:54 #

Es ist ein klassischen Hack&Slay.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 20:57 #

Juhu, ich bin dann wohl ein leicht zu beeindruckender Mensch.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19206 - 31. März 2014 - 21:09 #

Gz

maddccat 18 Doppel-Voter - 11531 - 31. März 2014 - 21:51 #

Ich bin beeindruckt. Nein, nicht von Diablo - von deinem Kommentar! Oo

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 22:12 #

Wenn das jetzt noch McSpain sagen würde... :D

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 18:00 #

"Es ist aber klar, dass aus der absoluten Risikovermeidungsstrategie kein SPIEL-Spaß resultiert."
Nö, das ist überhaupt nicht klar. Nur weil das bei dir zutrifft, muss das längst nicht für alle gelten. Ich würde hier sogar genau gegenteilig argumentieren: Die Endgültigkeit des Todes erhöht natürlich die Vorsicht, aber dadurch steigt vor allem die Spannung. Die Entscheidungen, die man trifft, werden bedeutsamer und weniger belanglos als noch im normalen Spiel, Vorüberlegungen (wie gehe ich vor?) gewinnen an Wichtigkeit, strategische und taktische Überlegungen werden wichtiger gegenüber "Rein und gucken was passiert", denn die Entscheidungen sind jetzt nicht mehr ohne Konsequenzen. Insgesamt also deutlich höherer Spielspaß, weil die Spielweise sich vom hirnlosen Rumgeklicke zum überlegten Vorgehen ändert.

Auch beim Risiko widerspreche ich dir: Wer kein Risiko eingehen will, spielt nicht im Hardcore-Modus. Der Hardcore-Modus zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es überhaupt erst ein Risiko gibt, nämlich das Risiko, zu verlieren. Natürlich sorgt das Vorhandensein dieses Risikos zu einer Verhaltensanpassung, aber das ist gut so.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 18:17 #

"Die Endgültigkeit des Todes erhöht natürlich die Vorsicht, aber dadurch steigt vor allem die Spannung."

Das wäre korrekt, würde das Spiel nicht so sehr auf Grinding ausgelegt sein, wie es das nunmal ist. Das macht es möglich, sich niemals größeren Risiken aussetzen zu müssen als absolut notwendig. Und damit sind die interessanten (risikobehafteten) Entscheidungen auch schon alle getroffen: Jegliches Risiko wird abgelehnt und die "auf Nummer sicher"-Variante ist eindeutig optimal. Die Entscheidungen wären tatsächlich bedeutsamer in Anbetracht der Tatsache, dass es im HC-Modus im Gegensatz zum normalen ein Scheitern gibt, allerdings gibt es die Entscheidungen gleich gar nicht mehr.

Das ist auch der Grund, warum sich Spieler solche "Hausregeln" wie den "World-First-Irgendwas"-Kill auferlegen. Unter dem Zeitdruck ist es nämlich tatsächlich NICHT mehr optimal, auf leichtestmögliche Art und Weise durch das Spiel zu tingeln. Gewissermaßen wie bei einem "Speedrun".

Aber: AN SICH hat das Spiel diese Regel nicht. Es geht - wenn überhaupt - nur darum, egal wie schnell(!), durchzukommen. Und dabei gilt dann: langweiliges Spielen = dominante Strategie.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 18:30 #

Auch wenn man es langsam angehen lässt, muss man sich dem Risiko des Kampfes ja irgendwann stellen, sonst wäre die einzig richtige Entscheidung deiner Argumentation folgend das Spiel zu beenden.

Und die Faszination der Spannung, des Scheitern-Könnens bleibt für viele Spieler trotzdem vorhanden. Das ist, ganz offensichtlich, nicht langweilig. Womit wir wieder bei dem Punkt wären: Nur weil es für dich langweilig ... aber ich wiederhole mich. Dass Spiele es ermöglichen, eigenen Zielen entgegen zu streben, ist doch nur von Vorteil, da so jeder nach seiner Fasson glücklich werden kann. Wer da also einen Speedrun draus machen möchte, soll das tun, für mich wär das aber nix.

Das Grinding ist ein Phänomen des gesamten Spiels, das hat nicht nur der Hardcore-Modus.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 18:36 #

Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad und unter Beachtung einiger einfacher Grundregeln gibt es gegen 0 Risiko.

Der Hardcore-Modus bei Diablo ist schlicht und ergreifend kein durchdachter Teil des Spiels, sondern ein Nebengedanke. Eine Art Easter-Egg, das eingebaut wurde, weil man das Design als Roguelike, als Nethack-Klon mit Grafik, angefangen hatte. Damals war Diablo als rundenbasiertes Taktikspiel angedacht. Und da die alten Roguelike-Recken (NetHack, Angband etc.) eben "Permadeath" hatten, hat man das dann später dringelassen, obwohl sich die Natur des Systems im Designprozess (vor allem aufgrund finanzieller Überlegungen) grundlegend verändert hatte und dieses Konzept bei Weitem nicht mehr ganzheitlich unterstützte.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 31. März 2014 - 18:37 #

Lies dir noch mal deinen ersten Satz durch und dann schau dir die News noch mal an. Finde den Fehler.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 18:56 #

Mag ja alles sein, ändert aber nichts daran, dass
a) es hier überhaupt erst ein Risko gibt
b) die höhere Spannung zum Spielspaß beiträgt
c) es auf den Spieler ankommt, wie er die ihm gegebenen Möglichkeiten nutzt
d) Spielspaß nicht von dir definiert wird :)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 31. März 2014 - 19:04 #

a) Stimmt.
b) Siehe d).
c) Immer. Aber der Spieler sollte nie "Designer spielen" müssen.
d) Aber von dir (siehe b)? ;)

Mir geht es nicht um "gefallen oder nicht", sondern um eine eindeutige Inkonsistenz im Design, die sich aus der Spannung zwischen Grinding einerseits und permanenten Konsequenzen andererseits ergibt. Aber genug jetzt davon. Das ist der falsche Ort, um DIESE Intention noch weiter zu diskutieren.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 19:17 #

Zu d) und b): Mit Sicherheit nicht. Aber ich kann erkennen, woran (und warum) andere Spaß haben und darüber schreiben. Wenn du an anderen Erfahrungen so interessiert bist, wie du vorgibst zu sein, solltest du dir diese Fähigkeit vielleicht auch aneignen :p

Mir geht es auch nicht um gefallen oder nicht. Mir geht es darum, dass du die Existenz von Spielspaß in dem durch den Modus geförderten Spielstil verneinst und das auf Basis einer Argumentation, die meiner Meinung nach und mit oben genannten Argumentan nicht haltbar ist. Gerade, wenn es um die von dir so oft zitierte Kunst hinter dem Medium geht, ist so eine von dir entdeckte Design-Inkonsistenz in der Mechanik nicht von Bedeutung, schließlich geht es bei Kunst um das Gesamtwerk. Kunst wird oft genug nur deshalb gut, *weil* sie sich nicht gängigen Regeln und vermeintlichen Leitlinien beugt, sondern sie bewusst ignoriert und dadurch eine neue, besondere Erfahrung schafft, die nict entstünde, beschränkte man sich permanent auf bekannte Leitlinien und klassische Argumentationen.

Wenn hier also ein Modus entstanden ist, der scheinbar inkonsistent ist, praktisch aber eine andere Form von für nicht wenige Spieler spannendem Spiel entsteht, ist das sicherlich nichts, was man im Nachhinein mit Berufung auf oben erwähnte klassische Argumentation und Leitlinien zerreden müsste.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 1. April 2014 - 7:06 #

Alles weitere per PN.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 31. März 2014 - 18:37 #

Es besteht aber immer das risiko eines disconnects... Manchen reicht evtl schon das :)

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 19:56 #

Kurzformel: Emotionen bringen Spielspass. Egal ob Angst, Lust, Humoreinlagen, Stufenaufstiege, oder Hochgefühle - das bindet uns an die Spiele.

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 19:51 #

Stimmt. In vielen Strategiespielen gibt es klare Vorgaben wie man spielen sollte um eine Chance zu haben. Das fängt zB damit an, dass man nicht alle Einheiten zu Beginn bauen kann und damit bereits eine Strategie, auf wenige starke Einheiten zu setzen, wegfällt.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 19:53 #

Die Strategie ergibt sich meistens daraus, zu entscheiden, ob du auf die starken Einheiten hinbaust/ hinentwickelst oder dich auf die schwächeren (und damit Masse) konzentrierst, die verfügbar sind.

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 20:01 #

Leider nicht. Oftmals hast du in Strategiespielen ja eine Beschränkung der Einheitenzahl - bspw funktioniert in Civ oder AoW Masse gegen Klasse - auch wegen der Gamemechanik - nicht.

Die Spiele basieren schon darauf, dass du als Belohnung für deine Forschung und deinen Gebäudebau auch die besseren Einheiten bekommst.

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 31. März 2014 - 20:16 #

Gut, dass es da Spiele gibt, die anders funktionieren, liegt ja in der Natur der Sache. Wär doch schade, wenn's bei allen so oder so ginge. Und viele Spiele lassen deswegen ja die guten Einheiten mehr "Einheitenpunkte" kosten als die schwachen.

Aber ja, Spiele, die Forschung als Element nutzen, setzen das natürlich auch ein. Trotzdem können da oft auch die einfachen Einheiten so verbessert werden, dass sie noch nutzbar sind, oder es werden erweiterte einfache Einheiten verfügbar.

vicbrother (unregistriert) 31. März 2014 - 22:13 #

Welche Spiele fallen dir da ein?

Larnak 21 Motivator - P - 25930 - 1. April 2014 - 0:01 #

In Bezug auf was? Aber allgemein ist es das typische Konzept von Starcraft und Starcraft-ähnlichen Spielen. Also Warcraft, Armies of Exigo, Dawn of War, Company of Heroes (glaube ich), Universe at War usw. Auch bei Age of Mythology gibt's einiges davon.

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4984 - 31. März 2014 - 20:35 #

Meine Erfahrung ist das sehr gute Hardcore Spieler nicht langsamer sind als sehr gute SC Spieler, sprich sie gehen genauso zu Werke wie SC Spieler. Der einzige Unterschied ist das sie die Spielmechaniken, Skills, Builds, Monstereigenschaften usw. besser kennen und einzuschätzen wissen. Ein sehr guter HC Spieler weiss genau wann es taktisch klug ist sich zurückzuziehen oder anzugreifen. Das stupide drauflosclicken in Diablo entfällt mit dem Hardcore Modus, du musst wachsam sein, sonst wars das.

Und bei einem Hack and Slay wie Diablo das Risiko zu vermeiden funktioniert leider nicht :) Du kommst immerwieder in Risiko Situationen, dann musst du halt richtig Handeln: Heiltrank einwerfen, Defensive Skills nutzen, Gegner Stunen, kiten usw.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 1. April 2014 - 3:30 #

Ab einem gewissen Punkt kann man Risiko sehr wohl vermeiden. Mein HC Crusader hat jetzt 11 Mil Zähigkeit und 420k DPS und ich würde auf Profi NIE sterben, höchstens durch Disconnect, mit der von mir gewählten Skillung. Selbst auf Meister wird das schwer. Dafür fällt alles zu schnell um und der reinkommende Schaden ist marginal.

Den Spaß ziehe ich also genau daraus, mich Risiken auszusetzen und diese zu überwinden. Und da ist mir vollkommen Wumpe ob irgendwelche Pseudoakademiker wie Nachtfischer in einem Fort generalisieren, dass jedem Wissenschaftstheoretiker die Haare ausfallen würden. ICH mime gerne den Designer meines Spiels und stelle mir eigene Regeln auf. Und wenn diese eben lauten, egal wie "unvernünftig" das ist: "Stell den Schwierigkeitsgrad so hoch, dass du jederzeit Gefahr läufst zu sterben, das Risiko aber bei aufmerksamer Spielweise handlebar ist", dann sei es so. Meine Entscheidungen fühlen sich im HC-Modus weit bedeutungsschwerer an, weshalb ich diesen gegenüber dem mir zu seichten SC präferiere.

Jadiger 16 Übertalent - 5123 - 1. April 2014 - 3:47 #

Quatsch in Hc sammelt man ganz einfach Deff Werte bis zum abwinken wie auch hier geschehen. Selbstheilung und Deff ist einfach so hoch das sie praktisch gar keine Lebenspunkte verlieren. Mit 150k Dps brauchst ewig für normale Mobs schon und eben 3 Stunden für einen Boss. Das ging aber nur weil er ganz einfach auf wesentlich niedergern Schwierigkeitsgraden gespielt hat und beim Endboss einfach Qual 6 eingestellt hat. Zu D3 release muster man alles auf Inferno nach der Reihe machen, jetzt muss man nur noch 70 sein und kann hier und her schalten wie man will. Sammelt sich praktisch auf Qual 1 Items genau für den Kampf und das war es. Einen Enrage gibt es ja nicht mehr alle anderen Bosse wurden ja auch sehr entschärft. Das ganze Spiel hat in Sachen Schwierigkeit eine 180 Grad Drehung gemacht. Weil wer ja unfair wenn besser Spieler bessere Items bekommen oder?

Viel besser wäre es gewesen wenn Chars die das Addon von Anfang an in Qual gespielt haben verglichen würden. Weil das erfordert dann doch etwas mehr können, wenn dich sehr viel one hiten kann. Man bekommt nicht einmal einen Erfolg oder wenigstens eine Heldentat!

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 1. April 2014 - 15:20 #

Was LegendaryAfanc schreibt, ist aber trotzdem kein Quatsch. Es stimmt schon, dass ein ordentlicher HC-Spieler ähnlich schnell ist wie ein SC-Spieler. Er geht aber einfach mit einem anderen Mindset und dem einen oder anderen Oh-Shit-Button in die Begegnungen. Kein Mensch würde es aushalten "Deff-Werte bis zum abwinken zu sammeln" und dann mit gammeligen 100k DPS rumzudümpeln, nur damit man ja nie stirbt. Dann verreckt der Char halt mal ... na und? Nach spätestens 20h ist ein neuer auf Max Level. Und ein paar Equip-Teile liegen dann sowieso schon in der Truhe bereit.

Zottel 16 Übertalent - 4291 - 1. April 2014 - 7:44 #

Deine Denkweise ist seltsam. Was ist an einen Modus ohne jegliche Konsequenzen spannender? Ich könnte mich Brain-AFK durchklicken, nebenbei tausend andere Sachen machen, und würde dennoch irgendwann ans "Ziel" kommen. Worin da nun wieder die Herausforderung stecken soll, erschließt sich mir nicht. Malthael auf T6 im SC gelegt? Na und? Wen interessiert das? Wo war da die Herausforderung? Stirbt man, läuft man eben wieder zum Boss, irgendwann ist der down, man selbst hat sich halt durchgestorben....
Kannst mir erzählen was du willst, aber solche Situationen (und dieser Spielspaß) wären in SC niemals möglich:
https://www.youtube.com/watch?v=6I94gRASXec
(Noch besser ist es natürlich, wenn man sowas überlebt ;) )

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 1. April 2014 - 8:08 #

Richtig, im normalen Modus gibt es überhaupt kein Risiko. Und das ist gut so, denn es passt nicht zum grundlegenden Konzept von Diablo, das schlicht ein Spielautomaten-Sammelalbum ist. Im Hardcore-Modus gibt es Risiko. Die Entscheidungen scheinen von Bedeutung zu sein, werden aber sofort durch Grinding und fehlende Restriktionen in Sachen Siegbedingung invalidiert. Wie weiter oben erörtert ist der HC-Modus mit der Natur des Spiels nicht konsistent und war eigentlich für ein völlig anderes Spiel (bevor sich Diablo zum persistenten Echtzeit-Lootfest gewandelt hatte) angedacht.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11531 - 31. März 2014 - 15:00 #

Ich weiß schon, warum ich diesen Modus meide.^^

Valeo 15 Kenner - 2770 - 31. März 2014 - 16:19 #

Wow, was das für eine Zeit gefressen haben muss. Ich meine nicht nur den Bosskampf an sich - auch die Zeit davor, um einen HC Charakter zu erstellen, der das durchhält. Hut ab. Ich schwanke aber innerlich, für was genau ;).

Makariel 19 Megatalent - P - 13889 - 31. März 2014 - 17:14 #

Die einzigen Worte die ich im Titel versteh sind Diablo und Hardcore Held...

Sciron 19 Megatalent - P - 16765 - 31. März 2014 - 17:21 #

Sollte einem "oft sterben" als Dark Souls-Veteran nicht auch bekannt vorkommen? ;)

Nokrahs 16 Übertalent - 5755 - 2. April 2014 - 10:48 #

HC Modus ist natürlich nicht für alle Spieler geeignet. Blutdruck Probleme und solche Sachen. Mir persönlich gefällt die Möglichkeit HC zu spielen und sollten meine HC Chars sterben, verliere ich ja nicht wirklich etwas. Okay, für meinen aktuellen Barb habe ich schon viele Stunden im Character Editor verbracht. Die Zeit ist natürlich auch futsch.

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