eShop-Check: Cube Tactics
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

3DS
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27. März 2014 - 18:27 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.

Rundenbasierte Spiele sind auf dem Nintendo 3DS ein etabliertes Genre – Titel wie Fire Emblem - Awakening (GG-Test: 9.0) und Ghost Recon - Shadow Wars 3D erfreuen sich großer Beliebtheit. Vertreter der Echtzeitstrategie sowie der Echtzeittaktik fristen hingegen ein Schattendasein. Der Entwickler Fun Unit versucht nun, mit Cube Tactics in diese Lücke zu preschen.

Schwebende Schlachtfelder
Die Schlachtfelder von Cube Tactics bestehen aus frei schwebenden Plattformen, die sich aus einzelnen Würfeln zusammensetzen. Jedes Bauelement beherbergt genau ein Gebäude oder Terrain mit spezifischen Eigenschaften. Der Ausgangspunkt eurer Basis ist der sogenannte Kernwürfel. Wird dieser zerstört, endet die Partie beziehungsweise dessen Besitzer scheidet aus der Schlacht aus. Ist euer Kern der letzte im Spiel verbleibende, habt ihr das Duell gewonnen. Anfangs stellt dieser Würfel eure gesamte Basis dar, die ihr Stück für Stück erweitert. 
 
Insgesamt stehen in Cube Tactics 16 Bauwerke und sieben Geländearten zu Verfügung, um euren militärischen Plänen Nachdruck zu verleihen. Allerdings stehen euch immer nur fünf dieser Würfel mit Gebäude zur Auswahl. Der Clou ist zudem, dass sich alle Mitspieler den Objekt-Pool teilen und sich somit gegenseitig die gewünschten Bauvorhaben vereiteln können. Wurde ein Bauobjekt nämlich einmal ausgewählt, wird es per Zufallsverfahren durch ein weiteres ersetzt. Bei euren Bauvorhaben solltet ihr zudem immer die unterschiedlich hohen Energiekosten im Blick haben.
Die vier Mitspieler der Partie sind an der Färbung ihres Terrains zu erkennen, der Modus gleicht dem bekannten Last Man Standing. 
Würfel stapeln in Echtzeit
Euer Hoheitsgebiet kann nur direkt an den Grenzen erweitert werden, die freie Platzierung der Würfel im Raum ist nicht möglich. Dafür könnt ihr aber auch in die Höhe bauen, was der dort kämpfenden Armee Angriffsboni verleiht. Mit dem Digi-Kreuz navigiert ihr über das Levelraster und positioniert so in Windeseile die neuen Würfel. Zur Wahrung der Übersicht lässt sich die Perspektive stufenlos mit dem Schiebepad drehen. Die Zoomstufe ist ebenso nahtlos variabel, jedoch birgt die Nahansicht auf Grund fehlender Übersicht Nachteile.

Die Bauwerke untergliedern sich in Einheitenfabriken und Infrastrukturelemente. Schlösser produzieren Ritter, die gegnerische Einheiten und Gebäude angreifen, Klöster stellen euch Mönche mit Heilkräften zur Verfügung, Jägerlager versorgen die Armee mit Bogenschützen für den Fernkampf. Die Einheiten selbst könnt ihr nicht steuern, nur die Ausrichtung der Fabrik bestimmt deren initiale Marschrichtung. Dabei gilt es spielerische Feinheiten zu beachten: Gruppiert ihr etwa zwei Einheitengebäude des gleichen Typs nebeneinander, erhöht sich deren Verteidigungswert.  Eine Vierergruppe verschmilzt zu einer Super-Fabrik, die eine verbesserte Version der Ursprungseinheit herstellt.

Für die Stärkung der Defensive legt ihr Fallen aus, errichtet angespitzte Balustraden und stellt Verteidigungstürme auf. Alternativ könnt ihr auch Speichertürme zur Erhöhung der Grundenergie und Werkstätten für die Reparatur beschädigter Elemente bauen. Die Terrainelemente unterscheiden sich in ihrer Haltbarkeit, und Sümpfe fügen darauf befindlichen Einheiten Schaden zu. Besitzt der Feind beispielsweise stationäre Kanonen, solltet ihr lieber nicht auf ein hölzernes Fundament setzen, sondern wenn möglich Stahl den Vorzug geben.
Mit starkem Zoom geht die Übersicht verloren. Viel zu sehen gibt es hier eh nicht.
Taktik und Zufall
Zerstört ihr das Gebilde auf einem Würfel, erlangt ihr das Hoheitsrecht und der ehemalige Besitzer verliert sein dortiges Baurecht, ihre Färbung weist auf den Eigentümer hin. Habt ihr bestimmte Herausforderungen gemeistert und Erfolge auf dem Schlachtfeld erlangt, schaltet ihr Medaillen frei. Euren virtuellen General könnt ihr mit maximal fünf dieser Errungenschaften ausstatten, um ihm gewisse Boni zu verleihen. Ihr könnt damit zum Beispiel die Energiekapazität des Kernwürfels erhöhen und eure Armee schlagkräftiger machen.
 
Die taktische Komponente des Spiels kommt in der Praxis nicht immer zum Vorschein. Das schnelle Spielprinzip und der geteilte Objekt-Pool verhindern nicht selten die konkrete Ausführung eurer Pläne. Auch die indirekte Steuerung der Armee vereitelt manches militärisches Manöver – der Zufall bleibt somit Teil des Spielerlebnisses. Nichtsdestotrotz ist vor allen das Ausnutzen der unterschiedlichen Höhenniveaus und die Verteilung von Offensive und Defensive ein forderndes Element.
Die über 25 Solomissionen stellen euch vor unterschiedliche Herausforderungen. In dieser müsst ihr den Graben samt Fallen überwinden.
Einzelspieler-Modi und Online-Modus
Die Grundlagen der Steuerung von Cube Tactics lernt ihr in einem kurzen Tutorial. Danach tobt ihr euch in den über 25 Einzelspielermissionen oder dem Trainingsmodus mit der KI aus. Auf eine Handlung wird generell verzichtet, kurze Texte weisen euch lediglich auf die Eigenheiten des jeweiligen Levels hin. Kernelement des Spiels soll der Online-Modus sein, der in der Praxis an einem ganz entscheidenden Punkt krankt: Es fehlt an Mitspielern – wir konnten daher keine einzige Online-Partie bestreiten. Sollte sich hieran nichts ändern, bleibt euch ausschließlich der Freie Modus gegen die KI. Der macht Spaß, zumal drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung stehen, an ein Spiel gegen menschliche Gegner kommt er aber nicht heran.
 
In den Einzelspielermissionen hingegen wechselt der Fokus des Spiels auf das Lösen von Puzzles. Die vorgefertigten Situationen sind meist so speziell, dass es nur wenige Lösungswege gibt. In einigen Levels müsst ihr zunächst große Höhen oder Abgründe überwinden, bevor ihr den gegnerischen Kern attackieren könnt. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei stetig an.

Fazit
Hinter seiner schlichten Optik verbirgt Cube Tactics viele gute Ideen, die im Eifer des Echtzeit-Gefechts nicht immer zum Tragen kommen. Im Laufe der Offline-Kampagne lernt ihr alle Einheiten und Bauelemente des Spiels kennen, das Lösen der gestellten Aufgaben fordert euch vor allem auf den höheren Levelstufen. Dennoch sind die Missionen eigentlich nur als Vorbereitung für den Mehrspieler-Modus zu betrachten. Da dort aber mangels Mitspielern – zumindest während unserer Testphase – nichts los ist, müsst ihr wohl oder übel auf den Offline-Modus gegen die KI ausweichen. Dank der vielen Würfelkombinationen ist aber auch hier für Abwechslung gesorgt.
 
  • Echtzeit-Taktik 
  • Solospiel und Mehrspieler
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Erhältlich seit 13.3.2014: 4,99 Euro
  • In einem Satz: Mehrspieler-Taktik mit Fokus auf Gebäudebau

Video:

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22483 - 27. März 2014 - 18:35 #

Schöner Check eines Randgruppen-Titels

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 27. März 2014 - 20:57 #

ja. der titel klang fand ich auch sehr interessant. hoffentlich ist online bald noch mehr los. werd ihn mir aber trotzdem kaufen. solche nischen-titel find ich immer interessant.

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 27. März 2014 - 20:59 #

kleines detail am rande: ist teyon der entwickler oder der publisher? hab das bei meiner recherche für den steckbrief so verstanden, dass der titel von fun unit gemacht wurde und teyon den dann rausgebracht hat. falls ich hier was falsch verstanden hab könnte das ja im steckbrief noch geändert werden.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30800 - 27. März 2014 - 21:25 #

Oh, das habe ich verwechselt. Da hätte ich mal auf den Steckbrief schauen sollen :) Danke

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 27. März 2014 - 21:04 #

und noch ne frage: geht multiplayer auch im notfall lokal oder nur übers netz?

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30800 - 27. März 2014 - 21:22 #

Tut mir Leid, einen lokalen Multiplayer-Modus besitzt der Titel nicht.

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 28. März 2014 - 11:31 #

mann, sowas versteh ich nicht...keine ahnung davon, aber kann es so schwer sein einen lokalen mulitplayer einzubauen wenn man es schon schafft das ganze online hinzubekommen? bei 5 euro (oder evtl. im sale weniger) will ich jetzt nicht meckern, aber schade ist das.

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