GDC 2014: Armored Warfare angespielt

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25. März 2014 - 15:43 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
World of Tanks ist unglaublich beliebt bei vielen Millionen Spielern. Kein Wunder, dass nun auch ein zweiter russischer Publisher mit einem taktisch angehauchten Panzer-Actionspiel kommt – mit der Traditionsschmiede Obsidian als Partner.
Obsidian konnte man auf der GDC 2014 gleich bei zwei Publishern treffen: Bei Paradox, weil dieser in Europa Pillars of Eternity herausbringt. Und bei My.com, für den sie mit Armored Warfare ein Panzer-Multiplayer-Actionspiel im Stil des überaus erfolgreichen World of Tanks designen. Hinter My.com steht die Firma mail.ru, ein großer russischer Internetkonzern, der auch bereits F2P-Spiele anbietet. Natürlich wird auch Armored Warfare ein F2P-Titel.

Mit zwei Besonderheiten will sich Armored Warfare vom übergroßen Vorbild abheben: Neben dem typischen PvP (wohl mit 15 gegen 15 Spielern) gibt es auch PvE, also "Player versus Environment", mit vermutlich vier Spielern gleichzeitig, "vielleicht aber auch mehr". Letzteren Modus konnten wir bereits probespielen. Die zweite Besonderheit: Ein angeblich sehr komplexes Upgradesystem für die Panzer und Waffen, Zitat des Obsidian-Producers: "Obsidian versteht dank ihrer RPG-Historie einiges von Upgrades."
Für unser Probegefecht entschieden wir uns für einen T-80 (rechts).

Dass es bei Armored Warfare zu einem Teil, etwa beim Upgraden oder einfach Betrachten der Panzer in der "Werkhalle" natürlich um nackten Tech Porn geht, brauchen wir vermutlich nicht zu erwähnen. Jedenfalls wählen wir uns für unseren Probe-Durchlauf aus den in diesem Fall drei zur Verfügung stehenden Panzern (ein schneller, schwacher, ein starker, langsamer, und ein Allzweckkönner) den T-80, der sowohl beweglich, schnell, gut gepanzert als auch kräftig austeilend ist.

Sodann geht's auf ein grafisch sehr ansehnliches Schlachtfeld. Zusammen mit drei anderen journalistischen Panzerführern rollen wir in ein kleines Tal hinab, das eine kleine Kurve macht. Hinter einer Brücke erblicken wir unser Ziel, ein Dorf, doch bereits im Schatten der Brücke warten die ersten Gegner auf uns. Während wir mit den WASD-Tasten das Chassis des Panzers bewegen (also vor, zurück, drehen), verschieben wir mit der Maus den Geschützturm. Um uns ohne Geschützdrehung umsehen zu können, halten wir die rechte Maustaste gedrückt.
Von der Seite sind Panzer grundsätzlich einfacher zu knacken.

Da wir in einem modernen Kampfpanzer sitzen und gegen andere aktuelle Stahlkolosse antreten, stören uns die mannigfaltigen Markierungen und Hilfen nicht, beispielsweise werden Feindpanzer in unserem Fadenkreuz mit einem roten Umriss versehen, sodass wir sie auch hinter Hindernissen besser ausmachen können – zum Beschießen sollten wir natürlich eine freie Schusslinie haben.

Das Terrain und die darauf platzierten Objekte wie Häuser oder Fahrzeuge sind zumindest teilweise zerstörbar (wir würden behaupten: zum größeren Teil), wer will, fährt durch Häuser einfach hindurch. Obwohl wir nur gegen Computergegner spielen (PvE eben), stellen diese sich halbwegs schlau an und versuchen auch mal, uns zu flankieren. Allerdings vergessen sie ab und an, auf uns zu feuern, wenn wir nur einige wenige hundert Meter entfernt von ihnen stehen. Apropos feuern: Wie zu erwarten, macht es einen großen Unterschied, ob ihr einen Feind frontal beschießt (dort sind Panzer am stärksten gepanzert) oder von der Seite, entsprechend effektiv sind Flankenmanöver und Hinterhalte.

Unser kurzes Probegefecht hat Spaß gemacht, auch wenn wir Designer-Aussagen wie "Man wird sich den Sieg nicht kaufen können" oder "komplettes Upgrade-System" nicht verifizieren konnten. Jedenfalls wirkt das Handling der Panzer schon nach "Simulation light" und nicht nach reinem Arcade-Ballern (beispielsweise verlieren sie hangaufwärts doch sehr merklich an Tempo), und die Grafik ist richtig schön. Uns gefällt auch der PvE-Modus, weil man so ohne den Druck und die Frustgarantie, die man normalerweise in Multiplayer-Titeln als Neueinsteiger hat, das generelle Spielprinzip sowie spezifische Panzer kennenlernen kann.

Noch in diesem Jahr soll das eben erst angekündigte Armored Warfare in den Closed-Beta-Test gehen, nächstes Jahr dann in die Open Beta (und vermutlich auch veröffentlicht werden).

Autor: Jörg Langer (GamersGlobal)
Andreas 16 Übertalent - 4622 - 25. März 2014 - 15:46 #

Gucke ich mir garantiert einmal an. An Panzerspielen komme ich einfach nicht vorbei. :)

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4490 - 25. März 2014 - 16:08 #

Obsidian wagt sich auf Neuland, sowohl was das Genre wie das F2P-Modell anbelangt. Interessant, was daraus entstehen wird.

Nix Name (unregistriert) 25. März 2014 - 16:21 #

Eigentlich macht es bei heutigen Panzern nicht mehr viele Unterschiede, von wo aus sie von einem anderen Panzer beschossen werden.
Besonders wenn es sich um das gleiche Model handelt. Treffer und der Panzer ist weg. Heutige Panzerungen, so gut sie auch sind, können heutigen Panzergranaten einfach nichts entgegen setzen. Nicht umsonst wurde die Entwicklung der 140mm für den Leo nicht weiter verfolgt. Die 120mm penetriert alles, was derzeit kreucht. Das Gleiche gilt für die 105mm des M1, wenn auch nur dank Uranmunition. Besonders die Modelle aus Russland würden sofort platzen. Gegen deren Kanonen mit moderner Munition haben aber nun mal die westlichen Panzer auch kein Kraut.

Heute läuft es entweder so, dass die Munition schadlos abprallt oder, dass der Panzer sofort hin ist. Geringe Beschädigung ist eher unwahrscheinlich. Wobei so ein Schützenpanzer durchaus noch Gefechtsbereit sein kann, nachdem der panzerbrechende Pfeil durch gerauscht ist.
Treffer ins Magazin oder in den Motor sind eher nur für die Panzerabwehrwaffen der Infanterie von Bedeutung.

Also doch schon ziemlich Arcardig. Besonders wenn der T80 als guter Kompromiss aus Feuerkraft und Panzerung auffährt.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40488 - 25. März 2014 - 16:37 #

Auch der M1 ist auf die 120mm Kanone von Rheinmetall umgestiegen, und das relativ schnell. Mitte der 80er Jahre begann die Umrüstung von der 105 auf die 120mm Kanone.

Klabauter (unregistriert) 25. März 2014 - 19:02 #

und wozu wurde dann überhaupt Reaktivpanzerung entwickelt und eingesetzt?
Grundsätzlich sollte man Geschichten/Erzählungen aus der Rüstungsindustrie nie vorbehaltlos glauben; als Stichwort dazu BVR (Beyond visual range) Gefechtsführung bei der Realität und "Propaganda" weit auseinanderklaffen.

Nix Name (unregistriert) 25. März 2014 - 20:22 #

Gegen alles was kleiner ist als ein Kampfpanzer.
Reaktivpanzerung wirkt vor allem gegen Raketen und Raketengeschosse mit Holladungen. Gegen die heute von Panzern eingesetzten Darts hilft das Zeug allerdings eher wenig. Die russischen Reaktivpanzerungen wirken dabei besser als die anderer Länder. Wird dann aber wieder ausgeglichen durch deren schwächere Verbundpanzerung.
Auf 1000m kann jeder aktuelle Kampfpanzer jeden aktuellen Kampfpanzer frontal zerstören. Darüber hinaus kommen langsam unterschiede zum Tragen.
Aber eher durch die Größe und wie die Munition gelagert wird als durch die Panzerung.
Und erst dann kommt die Panzerung mal so langsam zum Tragen, genau wie das Feuerleitsystem. Das sind dann aber weniger die Reaktivanteile der Panzerung sondern die Verbundpanzerung der Dinger. Die ist tatsächlich unterschiedlich.
Was dann wohl wieder einen Sprung sein wird, dass ist die Verstärkung der Panzerung ala Star Trek Enterprise. Hülle Polarisieren (oder besser unter Strom setzen). Wenns denn irgendwann mal zur Serienreife reicht.

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1776 - 26. März 2014 - 9:56 #

BVR ist schon sinnvoll...es ist immer besser einen Gegner außerhalb der Reichweite seiner Waffen zu zerstören. Besser eine Million als Rakete verpulvern, als ein zig-Millionen teures Flugzeug in Gefahr zubringen!

Mit der Verbesserung der Stealth-Technologie, ist es aber halt schwieriger diese Flugkörper mit Radar auszumachen...

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 104476 - 25. März 2014 - 19:20 #

Brauchts so ein Game wirklich? Naja, jedem das seine...

Maverick 30 Pro-Gamer - - 278498 - 25. März 2014 - 19:32 #

Das PvE hört sich zwar als Bonus nicht schlecht an, aber mir sind die alten 2.WK-Panzer einfach lieber, werde also längerfristig bei WoT bleiben.

Name (unregistriert) 25. März 2014 - 20:23 #

Und wenn es so läuft wie bei WT, dann wird man sich wohl kaum auf PvE festlegen sondern muss PvP spielen um auch neues für PvE zu bekommen.

seb 14 Komm-Experte - 1823 - 26. März 2014 - 7:51 #

Und ich hätte immer noch gerne ein T34vsTiger ohne Bugs und mit anständigem Multiplayer. Aber da müsste man dann halt auf was anderes achten als nur auf den Feind, will ja keiner der relevanten Käufergruppen :-/

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