GDC 2014: „Handlung in Spielen deutlich überbewertet“

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18. März 2014 - 14:26 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Auf der derzeit in San Francisco stattfindenden Game Developers Conference hielten Tom Abernathy – bei Riot Games als Narrative Lead angestellt – und Richard Rouse III – Design Lead bei Microsoft Game Studios – gemeinsam einen Vortrag mit der Bezeichnung „Death to the Three Act-Structure“.

Unter Verwendung von Titeln wie beispielsweise Uncharted 2 - Among Thieves, Fallout 3, The Last of Us oder Portal gingen die beiden Entwickler unter anderem auf die gelungene Erzählweise in Spielen ein. Gleichzeitig machten sie jedoch auch deutlich, dass der Mehrheit der Spieler nicht die Handlung im Gedächtnis bleibt.

Kaum Erinnerung an den Plot
Dazu zogen Abernathy und Rouse eine Untersuchung von Microsoft heran, die zu dem Ergebnis kam, dass sich Spieler kaum an den Plot eines Spieles erinnern können. Im Gegensatz dazu konnten die Teilnehmer der Studie jedoch umfangreich und detailliert über die Handlung ihres liebsten Films oder der favorisierten Fernsehserie berichten. Zudem wurde deutlich, dass sich die User zwar problemlos an Charaktere in Spielen erinnern können, jedoch weniger wegen der ihnen zugewiesenen Rolle innerhalb der Geschichte.

Mit der Story zusammenhängende Gameplay-Events zählen ebenfalls zu den Dingen, an die sich Spieler erinnern. Die beiden Entwickler erläuterten, dass dies schlicht damit zusammenhänge, dass die User auf das Gameplay konzentriert seien und entsprechende Aktionen somit besser im Gedächtnis blieben. Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang auch darauf, dass es für Spieler schwierig sei, komplexen Handlungen und Geschichten zu folgen, wenn sie ständig etwas anderes zu tun hätten. Im Gegensatz zu Filmen oder Büchern ist der Spieler mehr als nur ein Beobachter.

„Ein Drittel der Spiele bleibt unbeendet“
Im weiteren Verlauf des Vortrags wies Rouse darauf hin, dass die meisten User Spiele statistisch gesehen nicht bis zum Schluss spielen. Im Durchschnitt soll das etwa auf ein Drittel der Titel zutreffen. Anhand einer Statistik von Valve, die auf der Auswertung von Steam-Achievements basiert, wurde diese Aussage verdeutlicht: So hätten zum Beispiel 56 Prozent der Spieler Mass Effect 2 und nur 42 Prozent Mass Effect 3 durchgespielt. Bei Batman - Arkham City und Portal sind es jeweils 47%, bei The Elder Scrolls 5 - Skyrim beträgt der Wert 32 Prozent. Spielten 66 Prozent der User The Walking Dead - Episode 1 noch bis zum Ende, waren es bei The Walking Dead - Episode 5 noch 39 Prozent.

Vor diesem Hintergrund stellt Rouse die Frage, wie sehr sich der dritte Akt einer Handlung auszahle, in den oftmals viel Arbeit gesteckt würde, bis zu dem jedoch offensichtlich ein Großteil der Spieler gar nicht erst gelange. Die Entwickler stellen daher die Schlussfolgerung auf, dass der Plot in Spielen „deutlich überbewertet“ sei. Ihren Entwickler- und Designer-Kollegen empfehlen Abernathy und Rouse folglich, sich stärker auf die wichtigen Dinge – Charaktere, Spielerfahrung – zu konzentrieren und weniger auf die Feinheiten des Erzählens von Geschichten.

Ryan Davis (unregistriert) 18. März 2014 - 13:30 #

Ich spiele auch nur selten Spiele durch, meist die von Studios wie Naughty Dog und Rockstar Games. Bei den anderen Spielen motivieren mich weder Story, noch Gameplay genug bis zum Ende durchzuhalten.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 13:34 #

Was ich immer sage...

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 18. März 2014 - 14:03 #

Abernathy und Rouse brechen das in Ihrer Schlussfolgerung zu pauschal auf Spiele im Allgemeinen herunter. Man muss da schon zwischen den verschiedenen Genres und Untergenres und wiederum auch den Spielplattformen unterscheiden.

In manchen Genres sind Stories und Charaktere essentiell, in anderen eine nette Beigabe und in vielen sogar komplett unnötig und störend.

Oftmals können die Entwickler aber auch keine guten Geschichten erzählen oder erzählen vielleicht sogar potentiell gute Geschichten auf eine ganz schlechte Art und Weise, die den Spieler immer wieder aus dem Spiel heraus reißt. HL1 & 2 fand ich im Shooter-Bereich hier wegweisend: es gibt keine Cutscenes, keine Voicelogs, man erlebt einfach die Spielwelt, alles was man in der Spielwelt wahrnimmt setzt, man sich im Kopf selber zu einer Hintergrundgeschichte zusammen, während die aktive Story grundlegend durch das Leveldesign geprägt wird (aber natürlich auch durch vereinzelte Dialoge ... oder besser: Monologe). Dagegen sind die heutzutage sehr präsenten Cutscenes mit QTE (um dem Spieler hier Aktivität verzugaukeln), zB in gewissen Shootern, ein eklatanter Rückschritt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 18. März 2014 - 14:41 #

HL und keine cutscenes? das spiel hat doch die gescripteten ingame-cutscenes und damit als konsequenz schlauchlevels zur mode gemacht. die serie würde mir daher net gerade einfallen, auch weil sie in sachen story nicht viel substanz hat. die zusammenfassung "blablabla, mr. freeman" triffts eigentlich ziemlich genau. siehe auch:

https://www.youtube.com/watch?v=q-3gcVICiCs

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 18. März 2014 - 15:17 #

Es gibt bezüglich der Immersion eine großen Unterschied zwischen selbstablaufenden Cutscene-Videos oder einem Ingame-Script.

Und zur Story-Substanz und den Schlauchlevels: das Leveldesign "erzählt" Dir eine Geschichte, daher muss es natürlich linear (schlauchig) sein, da eine Geschichte immer linear verläuft. Ich erinnere mich übrigens an so viele Szenen und Level in HL 1&2 wie in fast keinem anderen Spiel; vermutlich weil das Spiel auf ausschweifende Zwischensequenzen und die Erzählung einer 08/15-Story verzichtet und die Levels und die Situation, in der sich der Spieler aka Freeman befindet für sich sprechen lässt. Natürlich kann man die eigentliche "Story" in einem Satz zusammenfassen, aber ist das schlimm? Lieber Kojima-like noch ein paar Stunden Film aka Cutscene reinpacken, in dem die komplette (Hintergrund-)Geschichte ganz cineastisch erzählt wird, anstatt dem Spieler kleine Hinweise auf die Geschehnisse zu geben und ihn selber zu fordern? Nein danke.

ichbins (unregistriert) 18. März 2014 - 17:15 #

Ich hab das Video hier gesehen (watch?v=q-3gcVICiCs) und kann nur zustimmen, die Story in HL2 ist ziemlich dürftig und hat mich damals nicht wirklich gepackt, außerdem war das Gameplay auch nicht viel besser.

Das liegt aber nicht daran das HL2 schlecht ist, ich bin halt besseres gewohnt.

ichbins (unregistriert) 18. März 2014 - 17:23 #

Eigentlich will ich den Vergleich nicht machen, aber wenn man mal Gothic und HL2 vergleicht, dann kann man HL2 Storytechnisch im Klo runterspülen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 18. März 2014 - 20:20 #

klar gibts da unterschiede, aber ob die ingame-variante wie in HL da unbedingt besser bzgl der immersion ist, will ich doch stark anzweifeln. abgeschlossene bereiche in der man für die dauer des scripts fesgehalten wird, ohne irgendwie interagieren zu können. gleichzeitig aber trotzdem noch bewegungsfreiheit hat, ist doch ziemlich störend für die immersion. der taubstumme protagonist den man dabei spielt, trägt nur zu dieser situation noch bei.

da kann ich dir jedenfalls nur widersprechen. gerade weil die story praktisch null substanz hat und es in dem "handlungsverlauf" nur darum geht, dinge zu tun um selbigen voranzutreiben, ist der inhalt der beiden spiele relativ nichtssagend und damit schnell wieder vergessen. inwiefern das fordernd sein soll, musst du auch erst mal erklären. denn geistigen anspruch sucht man hier auch vergebens. mir fallen da im action-genre eher titel ein wie max payne oder spec-ops in sachen gelungenes story-telling.

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 18. März 2014 - 21:49 #

Erstmal ist es wohl Geschmackssache, welche Art der Narration man bevorzugt. Das HL hier wohl nicht ganz daneben lag, zeigt zumindest erst mal der Erfolg und auch der gute Ruf des Spiels. Diese Art der Narration (inklusive dem stummen Protagonisten) hat anscheinend funktioniert. Muss nicht jeder mögen, ich gehöre zu denen, die das erstklassig finden. Man behält in allen Scriptsequenzen die Perspektive von Freeman und es ist ja wohl ein gewaltiger Unterschied, ob eine Filmsequenz abläuft oder man für die Dauer einer gescripteten Ingame-Cutscene nicht den Raum verlassen kann, sich aber sehr wohl bewegen und die Gegend manipulieren kann. Eine Zwischensequenz, die mich aus der Perspektive des Protagonisten herausreisst und mir 0 Interaktion bietet, ist vom Standpunkt der Immersion sicherlich die schlechtere Wahl. Übrigens: sollten wir irgendwann mit Oculus Rift darauf ausgelegte Shooter/Spiele spielen, dann werden klassische Filmsequenzen dort nicht mehr funktionieren und auch sicherlich nicht mehr eingesetzt werden.

HL2 ist zB dahingehend fordernd (nicht unbedingt fordernd im Sinne von anspruchsvoll, sondern fordernd im Sinne von: die Geschehnisse zwischen HL1 & 2 werden dem Spieler nicht direkt serviert, er nimmt diese in seiner Umwelt wahr (Durchsagen, Zeitungsartikel, Dialoge, Graffitis an den Wänden, etc.) und setzt er dies alles zusammen, bekommt der Spieler ein gutes Bild davon, was zwischen den beiden Spielen so passiert ist. Genau so, als würdest Du plötzlich im Zug nach City 17 sitzen, du hast keine Ahnung was passiert ist, niemand gibt Dir eine ausführliche Zusammenfassung (warum auch?) von den Geschehnissen und dafür ist auch keine Zeit, denn Du wirst bereits verfolgt - Du schnappst nur das auf was um Dich herum passiert. Ich finde diese Art der Narration ziemlich genial.

Deine Kritik an der Substanzlosigkeit der Story mag oberflächlich betrachtet erst mal Sinn ergeben, denn es wird ja nicht viel erzählt. Die Narration ist aber eben wie das Leben selbst. Du fährst mit der Bahn ins Labor, eine Experiment geht schief und plötzlich bricht die Hölle los, Du versuchst Deine Haut zu retten und, hey, natürlich am Ende auch die Welt selbst. Aber der Weg ist hier das Ziel, quasi das hautnahe Erleben der Katastrophe in Black Mesa und wie du dich durch die Katastrophe hindurchkämpfst. Trotzdem hast Du ständig eine nachvollziehbare Motivation zu Kämpfen bzw zu Töten.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 19. März 2014 - 9:50 #

dem guten ruf von HL schreibe ich aber eher dem gameplay und level-design zu, als der "grandiosen" story. ein ähnlichen fps-titel hatte man vorher eben noch nicht gespielt. da hat sich alles eher an quake, unreal und co orientiert. während HL einen relativ langsamen protagonisten hatte, der nicht superhelden-mäßig alles einstecken konnte.

und nö, ich kann dir da net zustimmen. eine zwischensequenz außerhalb des charakters muss keineswegs die schlechtere wahl sein bzgl der immersion und wieso das nicht mit oculus rift gehen sollte, musst du auch erst mal erläutern. gerade eben wenn im kontrast dazu eine gescriptete ingame-sequenz die künstlichkeit dieser welt zur schau stellt, wie es eben in HL mit npc-interaktion praktisch ständig der fall ist.

jedenfalls scheinst du da HL2 zu viel credit zu geben für etwas selbstverständliches. es gehört zum guten artdesign, dass man levels / die welt des spiels mit eben zum setting passenden dingen ausschmückt. genauso wenig wie der level-ablauf erzählt dies aber eine story. das entspricht einem kindergarten-niveau, wo die story damit verwechselt wird, was für dinge passieren. und eine entsprechende spiel-motivation habe ich dann aber auch in quake. da sind gegner, die wollen einen töten. das ist dann aber auch das mindeste was gegeben sein sollte, in diesem genre.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 10:11 #

Zum Thema Zwischensequenzen: Erstmal sind die aus rein spielerischer Sicht natürlich furchtbar, da sie reine Wartezeit auf die weitere Interaktion darstellen (welche ja das definierende Kriterium von Spielen ist). Aber das ist hier nicht mein Hauptpunkt.

In der Tat gibt es eine erzählerische Dissonanz, wenn ich permanent "aus mir selbst herausspringe". Ein sehr guter Artikel dazu: http://hitboxteam.com/designing-game-narrative

"The next kind of dissonance is a dissonance of identity. [...] In one moment, you are the protagonist, exploring the world and fighting enemies. In the next moment, you jump out of your body and watch your character interact with others without your control, walking and talking on their own. You’ve switched from first-person to second-person. Who are you? Are you the actor or the viewer?"

"[...] the weird modal shift that happens every time the game awkwardly tries to switch between “narrative mode” and “game mode”. One minute you’re playing a game, the next you’re watching a movie. It breaks the immersion, reminding you constantly that you’re consuming a piece of media. Not only that, it strips away any tension and emotion that was built up during the gameplay."

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 19. März 2014 - 14:52 #

bei den meisten spielen dürfte von permanent auch nicht die rede sein. da ist die theorie zwar ganz nett, aber aus spieler-sicht sind cutscenes eben auch spiel-belohnungen und können ebenfalls zur atmosphäre und spannung beitragen. hab jetzt kein meinungsbild parat, aber ich gehe davon aus, dass viele spieler in entsprechend inszenierten titeln solche cutscenes vermissen würden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 19. März 2014 - 15:00 #

Ich würde sie sehr vermissen und sie reißen mich keineswegs aus der Immersion. Vor allem bei 3rd-Person-Spielen ist der Einwand vollkommener Quatsch, da man sich ohnehin die ganze Zeit sieht.

EDIT: Mir ist klar, dass sich Dein Zitat, Nachtfischer, auf Spiele in der Ego-Perspektive bezog.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 15:09 #

Tat er eigentlich nicht. Es ging um den Bruch von Protagonist zum Zuschauer, nicht zwangsläufig um die Kameraperspektive. Auch in der Ego-Perspektive kann ich Zuschauer sein (schonmal den Doom-Film gesehen? :D).

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 19. März 2014 - 16:00 #

"In one moment, you are the protagonist, exploring the world and fighting enemies. In the next moment, you jump out of your body and watch your character interact with others without your control, walking and talking on their own. You’ve switched from first-person to second-person. Who are you? Are you the actor or the viewer?"

-> War für mich eigentlich deutlich auf Ego-Perspektive bezogen :)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 16:13 #

LOL, ich besitze sogar die Blu-Ray. :) Ja, die Szene war so ziemlich das Beste an dem Film.
Was denkst du ueber Half-Life 2? Da gibt es so gut wie keine Cut-Scenes im herkoemmlichen Sinne und die Handlung bietet sich dem Protagonisten komplett aus der Ego-Perspektive dar - in Form einiger dezent(!) gescripteter Events.
Das Interessante an HL2 ist meiner Meinung, dass es eine Story erzaehlt, OHNE wirklich eine Story zu erzaehlen. Anhand dessen, was man sieht, hoert, was um einen herum passiert, und das, was man nur ahnt, kristallisiert sich langsam ein Bild dessen heraus, was mit der Welt unter der Herrschaft des "Combines" passiert ist. Aus meiner Sicht: exzellentes Storytelling in einem Spiel, weil es so unaufdringlich ist. Es vollzieht sich im Rahmen des Spiels und nicht traditioneller Cinematographie. Darin koennte auch die Staerke des Spiels ggue. dem Film liegen.
Auch wenn ich prinzipiell nichts gegen Cutscenes in Spielen habe, muss ich gestehen, dass HL2's Art des Storytellings intensiver ist.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 16:31 #

Der Konflikt ist in Half-Life 2 natürlich deutlich weniger offensichtlich. Allerdings ist auch längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Primär passt die FPS-Struktur eigentlich gar nicht sonderlich zu irgendeiner Form von (ernsthafter) Handlung. Das Spiel prägt dich gegen die Story und umgekehrt.

Weitere Ausführungen dazu hier (ab 1:00:22, ist auch in der Videobeschreibung direkt anspringbar): https://www.youtube.com/watch?v=mGTV8qLbBWE#

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 19. März 2014 - 17:10 #

"Der Konflikt ist in Half-Life 2 natürlich deutlich weniger offensichtlich."

Für Nachtfischers Verhältnisse ist das ja schon ein großes Kompliment an HL2 :-)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 17:16 #

Es gibt Schlimmeres. ^^

Es ist schonmal gut, dass Gameplay heutzutage deutlich seltener hart unterbrochen wird (durch Zwischensequenzen). Dafür hat nun der "Voiceover" Einzug gehalten. Wohl weil die Designer verstanden haben, dass es Blödsinn ist, einem interaktiven System die Interaktivität zu rauben.

Wie sagte Warren Spector so schön: "Half-Life is the ultimate rollercoaster ride [...] but the reality is, it's a rollercoaster ride." Und damit eben nicht etwas, das sich durch interessante Interaktion(!) auszeichenen würde.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 17:55 #

Das ganze Leben ist eine Achterbahnfahrt. Entscheidungsfreiheit ist eh nur eine Illusion. Einfach zuruecklehnen und geniessen, Nachtfischer. :)
Ich selbst setze oft zu hohe Standards fuer mein Leben, das beinhaltet auch Spiele. Und das Resultat ist natuerlich Enttaeuschung. Mein Tipp: lege die Latte nur ein ganz klein wenig niedriger (okay in deinem Fall: ein paar Lichtjahre niedriger, hihi) und du wirst viel oefter angenehm ueberrascht. - Nur ein gut gemeinter Tipp :-)))

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 19. März 2014 - 18:06 #

"[...]stecke Dir selber Ziele, hohe und edle Ziele, und gehe an ihnen zu Grunde! Ich weiss keinen besseren Lebenszweck, als am Grossen und Unmöglichen zu Grunde zu gehen"

:-D

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 18:45 #

Ein schoenes Zitat, auch wenn es ein wenig masochistisch anmutet :)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 18:13 #

Das würde ich wirklich um nichts in der Welt tun. Ginge auch gar nicht ohne eine Amnesie, die mich die letzten Jahre, in denen ich mich sehr intensiv mit Game-Design-Theorie auseinandergesetzt habe, vergessen ließe.

Offensichtlich hat meine jetztige Sicht der Dinge Auswirkungen auf mein Verhalten als Spieler und es gibt weniger Spiele, die mir gefallen bzw. mich überhaupt interessieren und noch viel weniger, die mir wirklich(!) gut gefallen. D.h. aber nicht, dass jetzt plötzlich alles schlecht(er) ist.

Im Gegenteil: Wirkliche Designperlen sind umso wunderbarer. Das erinnert mich ein wenig daran, wie sich mein Musikhören/-geschmack durch das Erlernen eines Instruments bzw. später dem Komponieren und Produzieren eigener Songs auch durchaus mit verändert hat. Man nimmt die Dinge anders war, wenn man "hinter den Vorhang" geschaut hat. Nicht "besser" oder "schlechter", sondern einfach anders. Auf einer tieferen (schaffensnäheren) Ebene. Ein Fußballtrainer/-experte sieht die Spiele z.B. auch auch ganz anders als ein Gelegenheitsfan bei der WM.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 19. März 2014 - 18:16 #

Bald müsst ihr euch eine neue News suchen - diese hier ist langsam voll :-)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 18:35 #

Ja, je mehr man selbst von Spielen versteht, desto kritischer wird man. Geht mir auch so, allerdings scheinbar nicht in dem Umfang wie bei dir.
Aber vergiss nie die Magie, die du als Kind empfunden hast, bevor du den Blick hinter den "Vorhang" getan hast.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 15:11 #

Mit "permanent" meinte ich hier "immer wieder". Und das ist durchaus die Regel in zwischensequenzlastigen Titeln.

Wäre es nicht noch viel besser, wenn die Belohnungen IM Spiel liegen würden und nicht externer Natur wären? Okay, ich tue was im Spiel und bekomme einen Minifilm als Belohnung, aber im Idealfall ist doch das Spiel Belohnung in sich selbst.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 19. März 2014 - 16:18 #

die frage würde ich nicht generell mit ja beantworten. es gibt ja genügend titel in denen das spielen lediglich hinderniss ist um eine jeweils neue umgebung / cutscene freizuschalten. und ich möchte meinen, gerade diese spiele erfreuen sich großer beliebheit.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35921 - 19. März 2014 - 16:26 #

Also für mich ist eine schöne Zwischensequenz oder ein tolles Video (man denke nur an die großartigen Rendervideos von Blizzard) schon eine Belohnung und ich fühl mich davon jetzt auch nicht aus dem Spiel rausgerissen und warte ungeduldig darauf, weiterspielen zu können. Es darf halt nur nicht übertrieben werden mit den Zwischensequenzen, so wie es manche Spiele machen, dass man ein paar Sekunden spielt und dann kommt direkt die nächste Cutscene.
Und ein Spiel kann ja auch beide Arten von Belohnung bieten. Belohnungen, die im Spiel liegen UND Belohnung durch schöne Zwischensequenzen, schließt sich ja beides nicht gegenseitig aus. ;)

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 19. März 2014 - 10:33 #

Ja, da habe ich mich missverständlich bzw falsch ausgedrückt. Der gute Ruf basiert auf dem Gameplay und dem Leveldesign, nicht auf der Story direkt, aber schon auch auf dem Setting, denn die ganzen Unreals und Quakes waren immer sehr abstrakt, und da war HL schon etwas sehr besonderes.

Was muss man daran noch erklären, dass eine out-of-character-cutscene gerade bei Oculus Rift, wo man quasi die volle Immersion in einem Ego-Shooter hat, total kontraproduktiv ist? Das erklärt sich doch wohl von selber, oder? Eine OOC-Cutscene reisst Dich doch in dem Moment aus der Ego-Ansicht und dadurch wird der Zustand der (nahezu) vollkommenen Immersion unterbrochen oder zumindest geschmälert.

Ansonsten: ja, ich gebe HL1&2 verdammt viel credit, ich bin hier - zugegeben - ein richtig großer Fan der Spiele und daher natürlich auch ziemlich befangen, daher erspare ich dir jetzt noch weitere Lobgesänge ;-).

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 19. März 2014 - 14:48 #

bei oculus rift mag das naheliegendste zwar sein, das geschehen aus der ego-perspektive darzustellen. ein zwang ist das aber eben keineswegs. genauso gut könnte man etwas strategie-spiele zoggen, oder filme damit gucken. insofern seh ich da auch nicht das problem, wieso man beim spielen mit oculus rift nun keine OOC-cutscenes verwenden könnte. die problematik der immersion stellt sich nicht anders da, wie auch auf einem monitor.

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 19. März 2014 - 17:07 #

Ich hab mich ja jetzt explizit auf OR in Kombination mit einem Ego-Shooter bezogen, wo man sich quasi komplett in First-Person-Sicht in in der virtuellen Welt befindet - das ist so ziemlich die intensivste Immersion die derzeit möglich ist (der nächste Schritt wäre das Holodeck :-) ) - es mag da sicherlich diverse Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen uns Menschen geben, aber wenn Dir plötzlich vor Dein virtuelles Sichtfeld eine Cutscene aus einer komplett anderen Perspektive gelegt wird, dann ist das schon ein krasser Bruch der Immersion, in dem Moment wirst Du mal eben zum körperlosen Zuschauer degradiert. Und ja, es gibt es einen Unterschied zwischen dem Betrachten eines Monitors und der Benutzung einer VR-Brille, die Spielerfahrung mit der VR-Brille ist mindestens doppelt so intensiv, und da wirken sich Brüche der Immersion auch viel stärker aus.

Bei anderen Spielen ohne First Person-Perspektive sieht die Sache etwas anders aus (zb 3rd Person oder ein Strategiespiel), aber solche Spiele halte ich für OR auch nur bedingt geeignet, aber das ist nur meine Meinung.

Mein Name (unregistriert) 18. März 2014 - 21:10 #

Wenn du beim Ingamescript auch nicht mehr machen kannst als blöd in einem Raum rum zu springen, bis das Script abgelaufen ist, dann ist der Unterschied nicht wirklich gegeben. Wobei, eine schlechte Cutszene kann man immerhin abbrechen.

Und ja, ich finde HL2 ist schlecht, einfach weil der Levelaufbau und die Story teilweise komplett abstrus und widersinnig sind.
Oder kann mir mal schnell wer erklären wie die Bösen auf dieser riesen Brücke ohne Treppen oder wirkliche Wege jeden Tag zu dieser Wachhütte auf dem Bretterverschlag in der Mitte gelangen? Oder wie sie in das Häuschen mit dem großen Stecker gelangen, wenn alle Leitern und Treppen nach oben kaputt sind? Abseilen? In dem Zeitraum in dem man den Stecker zieht weil auf dem Rückweg wieder welche da sind?
Und da war noch wesentlich mehr Schwachsinn. An den erinnere ich mich auch. Aber nur weil ich in den Szenen entweder die Dummheit der Szene amüsant fand, weil ich nur den Kopf schütteln konnte oder weil es einfach nur nervig und dumm war.
Oder bin ich der Einzige, der die Turrets bei Alex Fahrstuhlhacking so aufgestellt hat, dass er 5min nichts weiter zu tun hatte als ab und an mal einen Turret neu auf zu richten?
Und HL1 steht dem kaum nach. Nur habe ich da sogar irgendwann komplett die Lust verloren. Sogar noch vor dem Alienplaneten.

Wenn das die "Geschichte" ist, die mir der Level erzählen will, dann schönen Dank auch. Und wenn es dann auch noch ein Beispiel für gutes Storytelling über den Level sein soll. Dann will ich nicht wissen, was schlechtes Storytelling über den Level ist.

Und nein, für das Erzählen muss ein Level nicht linear sein. Es braucht auch keine 2m irgend ein tolles Script oder eine Ingamesequenz, die mich mehr oder weniger zur Handlungsunfähigkeit verdammt.
Es braucht nur bestimmte Punkte an denen man vorbei kommen muss, weil es dort etwas bestimmtes zu erledigen gibt. Siehe Deus Ex (1). Und auch das neue Deus Ex arbeitet nach dem Prinzip. Wie du zu den Orten gelangst ist egal. Besonders bin ich da, außer in den Cutszenes, nie zur Untätigkeit verbannt und kann, muss aber nicht gesprächen im Level lauschen, die mal etwas Hintergrund vermitteln und mal nicht. Ich kann auch Mails lesen oder Audiologs hören, muss es aber nicht. Das fordert den Spieler doch wohl mehr als von Scriptpunkt A zu B zu C zu watscheln.

Alles ist besser als eine lineare, triggergesteuerte, vorhersehbare Geisterbahn. Besonders wenn die Versatzstücke der Geisterbahn nicht mal im Ansatz zusammen Sinn ergeben.

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 18. März 2014 - 22:18 #

Fang mal an, Logiklöcher in anderen Ego-Shootern zu suchen. Da kann man sicherlich so ein richtig schönes Kompendium zusammenstellen, und ich glaube kaum, dass HL diese Liste anführen wird. Aber das nur mal nebenbei.

Auch Du missverstehst die von mir genannte Narration durch das Leveldesign. Ach, was soll man da auch noch erklären, hab ich im obigen Post schon genug getan. Aber Hauptsache mal gelacht, weil das Level uns was erzählen will ;-)

Übrigens: für die Art der Narration, wie HL sie verwendet, gibt es im Moment nur die Möglichkeit des linearen Leveldesigns. Ansonsten: natürlich kann man auch in einem OpenWorld-Spiel eine Story erzählen (was man ja auch tut), das ändert aber nichts daran, dass das Erzählen ein linearer Prozess ist.

Ach ja, HL mit Deus Ex zu vergleichen, das geht nicht. Die Spiele gehen abgesehen von der Gemeinsamkeit Ego-Perspektive in zwei vollkommen unterschiedliche Richtungen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 16:46 #

...haben wir alle mitbekommen, ausser denen, die nicht lesen koennen. Aber es ist trotzdem nur eine Meinung unter vielen.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 17:09 #

Früher war es auch nur eine "Meinung", dass die Erde rund sei. (Nicht zu ernst nehmen. :P)

Skeptiker (unregistriert) 18. März 2014 - 13:39 #

Meine Durchspielquote liegt bei höchstens 15% und das war bevor ich diese fette Steam-Library hatte. Überhaupt gibt es viele Spiele, die man gar nicht durchspielen kann, wie werden diese gewertet? Wie spielt man Endlosspiele durch, oder Sportspiele, bei denen es keinen Storymodus gibt, sondern nur eine Weltrangliste ...
Viele meiner Lieblingsspiele sind so "Endlosspiele", die ich nie von der Festplatte lösche, weil man sie nie fertig hat.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 13:40 #

Ich kann nur hoffen, dass andere Entwickler die Studie nicht zu ernst nehmen und sich keine Mühe mehr machen, gute Stories zu erzählen. Gerade in den letzten Jahren gab es da deutliche Fortschritte und dass soviele Games nicht beendet werden, mag vielleicht auch daran liegen, dass Videospiele lange Zeit nur simple und nicht sonderlich gut erzählte Stories boten. Dadurch sind die Gamer logischerweise auch in gewisser Weise konditioniert worden, wodurch auch Spiele mit besser erzählten / komplexeren Handlungen nicht immer durchgespielt werden.
Wäre sehr schade, wenn die Bemühungen einiger Entwickler umsonst gewesen wären, erzählerische Fortschritte zu erreichen.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 13:44 #

"dass soviele Games nicht beendet werden, mag vielleicht auch daran liegen, dass Videospiele lange Zeit nur simple und nicht sonderlich gut erzählte Stories boten"

Vor allem auch langweilige und schon tausendfach gesehene Spielmechanik. Es gab einmal eine Studie zum Einfluss einer kostenlosen Demoversion auf das Käuferverhalten. Und tatsächlich sorgte eine Demo im Schnitt dafür, dass die abgesetzte Menge gesunken ist. Da liegt es nahe, dass die Spieler eben das Gefühl haben, in der Demo "schon alles gesehen" zu haben, weil sie es eben schon in dutzenden Spielen davor gesehen haben (Beispiele: First-Person-Shooter, Echtzeitstrategie, Plattformer etc.). Nicht die Story haben sie in der Demo komplett gesehen, sondern die spielerische Tiefe.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 14:04 #

Dann sollten die im Artikel vorgestellten Herrschaften sich vielleicht darüber mal Gedanken machen, anstatt die Behauptung aufzustellen, dass Stories überbewertet werden.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 14:24 #

Die Stories wären ok, wenn sie IM Spiel erzählt würden, nicht in Cutscenes, die neben dem Spiel herlaufen und den Spieler zum Zuschauer degradieren.
Natürlich ist es schwierig, die Story im Spiel zu erzählen, da ist ein Filmchen der leichtere Weg, aber ich persönlich habe nicht die geringste Lust auf "Spiele", die mich ständig am Spielen hindern.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 14:34 #

Cutscenes und Gameplay-Abschnitte betrachte ich als gleichwertige Teile der Handlung. Bei storygetriebenen Spielen wie Tomb Raider, The Last of Us oder Deus Ex HR sind die Gameplay-Abschnitte handlungserweiternd. Wären diese Spiele Filme, würde man nur die Cutscenes zu sehen bekommen. Das, was dazwischen passiert, würde entweder komplett ausgeklammert oder nur stark zusammengefasst erzählt werden.
Dass ich mal selbstspielen kann, mal zum Zuschauer degradiert werde, stört mich persönlich nicht im Geringsten und hat für mich nichts mit schlechter Erzählstruktur zu tun.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 14:41 #

Dann sehen wir das wohl gänzlich unterschiedlich ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 14:46 #

Ja, vermutlich. Bist aber ein netter Kerl^^

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 14:58 #

Danke, gleichfalls :-)

Decius 14 Komm-Experte - 1970 - 18. März 2014 - 20:41 #

Für mich ist es das Verhältnis zwischen Gamemechanik und Qualität der Story, wobei ich hier Story eher weniger als Geschichte im Film Sinn begreife, sondern mehr als Gefühls etwas erleben/gestalten zu können. So ist die Mechanik von Mass Effect zwar simpel aber eben auch ganz spaßig und stört im Zweifel nicht. Den eigentlichen Reiz macht dann das Verhältnis zu den NPCs aus, von denen man mehr erfahren möchte und die man irgendwie beschützen/retten/ans Ziel führen will. Die große Geschichte ist eigentlich nur die Einbettung, in der die Kameraden gefangen sind.
Gegenbeispiel ist für mich Bioshock Infinite bei dem die Story und Welt eigentlich phantasievoller ist aber die Spielmechanik mich immer mehr genervt hat, bis ich es fast widerwillig nur der Neugier auf das Ende wegen, weitergespielt habe. Um dann auch noch enttäuscht zu werden vom verkopften Ende, das sich zu wenig auf die einzige Bezugsperson im Spiels bezog.
Somit würde ich dafür plädieren Story eher auszubauen, sie aber nicht so streng romanhaft, sondern eher als Bühne für Interaktion mit der Welt zu betrachten. Ich spiele nicht durch, weil ich selbst durchkommen will, sondern weil ich eine Welt an einen bestimmten, für mich befriedigenden Punkt bringen möchte.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4830 - 18. März 2014 - 13:42 #

Bei Skyrim kann ich das verstehen, da gibt es so viele Nebenaufgaben, dass der Spielspaß oft schon weg ist, bevor man den Hauptplot beendet. Aber bei TWD hat man doch gar keinen anderen Grund, das unerträgliche Gameplay zu durchleiden, als am Ende die Story zu erleben. Bei Ep1 kann sich der Käufer noch geirrt haben, das Spiel nicht mögen und zwischendurch abbrechen, aber bei Ep5 weiß man ja im Allgemeinen vorher, was einen erwartet.
Auch ich habe bei mir festgestellt, dass ich viele Spiele nicht mehr beende - die Story ist dabei das letzte, was den Ausschlag gibt. Eher geht es da um Längen im Gameplay, es verlocken Alternativspiele und auf einen Wiedereinstieg hat man keine Lust.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 13:45 #

Meiner Meinung nach ist TWD weniger ein "Spiel mit Handlung" als ein "Film mit Knöpfchendrücken". In diesem Extremfall magst du sicher Recht haben, dass - wenn dann - die Story hängenbleibt.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4830 - 18. März 2014 - 14:55 #

So kann man es auch formulieren :)
Gibt es Statistiken darüber, welcher Anteil der Leute einen angefangenen Film auch zu Ende schaut?

Ryan Davis (unregistriert) 18. März 2014 - 13:51 #

Oder sie haben sich den Season Pass gekauft und vor der fünften Episode abgebrochen.

Killianz 08 Versteher - 216 - 18. März 2014 - 17:23 #

Wenn ich das richtig lese wurden die Werte aus den Steam Achievements ausgelesen. Ich habe Episode 5 gespielt aber das letzte Achievement aufgrund eines Bugs nicht bekommen. Wenn das neben mir noch genug andere betroffen hat kann so ein niedriger Wert schon zusammen kommen.

lis (unregistriert) 18. März 2014 - 21:50 #

Ja, das betrifft noch ein paar Andere. Mit unter 2 Prozentpunkten Unterschied aber nicht so dramatisch viele.

http://steamcommunity.com/stats/TheWalkingDead/achievements/
Sind ja keine geheimen Geheimdaten. :)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100946 - 18. März 2014 - 22:51 #

Dabei ist das nicht das einzige Spiel auf Steam. Ich hab ein paar Spiele, wo diverse Achievements nicht getriggert wurden. Ich sehe das aber gelassen, da nicht so epicht drauf. Kann aber solche Statistiken schon entsprechend verfälschen.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 64247 - 18. März 2014 - 13:45 #

Aha? Also ich spiele wegen der Story! Spiele ohne Handlung interessieren mich nicht sonderlich, außer Sportspielen vielleicht. Es gibt kaum ein Spiel, was ich nicht zu Ende gespielt habe auch wenn es mich hinterher angeödet hat. Und bei Spielen, bei denen ich einfach nicht weiterkomme (oder es zu öde wird), schaue ich mir wenigstens ein Let's Play an damit ich das Ende erfahre.

bam 15 Kenner - 2757 - 18. März 2014 - 13:48 #

Ich denke man interpretiert die Ergebnisse völlig falsch. Ob man sich an eine Story in einem Spiel erinnert, hängt davon ab wie gut sie erzählt wird. Spiele machen oft den Fehler Erzählung und Gameplay stark zu trennen. Nimmt man aber Spiele in denen beides verschmolzen ist, wie z.B. Heavy Rain, erinnern sich die Leute auch daran.

Spiele bleiben darüber hinaus unbeendet weil sie nicht motivieren und das Gameplay von Anfang bis Ende oft gleich ist. Hier muss man verstärkt für Abwechslung sorgen, das drumherum ist oft nicht das Problem.

Es gibt nur sehr wenige Spiele, die trotz mittelmäßigem Gameplay aber guter Story Spieler fesseln. Das Beispiel Mass Effect 2 ist hier ein Positiv-Beispiel (!), da über die Hälfte trotz des Gameplays weitergespielt haben. Mass Effect 3 war spielerisch sehr ähnlich, aber das Story-Telling hat abgebaut, dies spiegelt sich in einer deutlich niedrigeren Durchspielrate wider.

Grundsätzlich sind Spiele aber auch noch weit entfernt davon die erzählerische Qualität von "Lieblingsfilmen" zu erreichen. Das ist ein Grund darauf hin zu arbeiten und nicht aufzugeben.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 13:52 #

"Nimmt man aber Spiele in denen beides verschmolzen ist, wie z.B. Heavy Rain, erinnern sich die Leute auch daran."

Wie ein Kommentar weiter oben es angedeutet hat, glaube ich, dass hier nicht die "Verschmelzung" entscheidend ist, sondern die Tatsache, dass Heavy Rain einfach so gut wie gar kein "Gameplay" mehr hat. Es IST ein Film mit kleinen interaktiven Spielereien. Deshalb funktioniert die Erzählung auch besser als in "echten" Spielen. Und deshalb erinnert man sich - wenn dann - natürlich auch an die Handlung.

bam 15 Kenner - 2757 - 18. März 2014 - 14:25 #

Seh ich anders. Heavy Rain war nur ein aktuelleres Beispiel. Im gleichen Zuge kann man z.B. die Warcraft- oder Starcraft-Spiele nennen. Diese kombinieren Gameplay und Erzählung sehr gut.

Das Problem sehe ich eher bei sehr actionreichen Spielen, die von vornherein keine gute/interessante Story bieten und einfach nur hier und da Zwischensequenzen einwerfen. Oft ist die Story nur ein Werkzeug um Spieler von A nach B zu transportieren und es dreht sich alles darum Boss X am Ende auf die Fresse zu hauen.

Selbst ein Spiel wie HL2, welches wenig Story bietet, aber diese sehr gut mit dem Gameplay verbindet, bleibt in den Gedächtnissen von Spielern hängen.

Ein großes Problem haben Spiele die sich auf Zwischensequenzen konzentrieren, die völlig losgelöst vom Gameplay sind. Ein gutes Beispiel was in vielen Spielen zu finden ist, ist die "dramatic bullet", also eine Kugel, die Spielcharaktere in Zwischensequenzen schwer verletzt, obwohl man in den Spielsequenzen tausende Kugeln schluckt, ohne Konsequenzen.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4830 - 18. März 2014 - 15:00 #

Aber bleibt wirklich was hängen? Ich beispielsweise hatte vor WoW WC3 gespielt und habe es dann nach Jahren nur der Story wegen wiederholt, da auf die Story ja in WoW häufig Bezug genommen wird (und ich nicht alles nur lesen wollte). Heißt: Vom ersten Durchspielen ist bei mir von der Story kaum was hängen geblieben.

bam 15 Kenner - 2757 - 18. März 2014 - 16:32 #

Dass man sich an viele Details nicht mehr erinnert ist doch üblich, egal welches Medium. Deswegen gucken "wir" gute Filme mehrmals und lesen auch unsere Lieblingsbücher öfter. Aber es heißt doch schon etwas, wenn du Warcraft 3 nach Jahren nochmal durchspielst, weil die Story etwas wert ist. Welchen Wiederspielwert haben denn Spiele, bei denen die Story total uninteressant ist? Für mich jedenfalls keinen, denn ähnliche Spielmechaniken zu alten Titeln, bekommt man auch mit neueren.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4830 - 18. März 2014 - 17:48 #

Ich sage ja nicht, dass die Story nichts wert ist, aber die Spielmechanik war zu komplex, als dass viel Story hätte hängen bleiben können (was für das Spiel ja erstmal gut ist). Und ich muss gestehen, noch nie ein Buch zweimal gelesen zu haben - das ist mir zu lang dafür, das man alles schon kennt.
Den Wiederspielwert würde ich absolut nicht an der Story festmachen - auch die beste Story ist beim zweiten Mal schon bekannt, alle vormals ausgelösten Emotionen werden nur noch abgeschwächt erlebt. Im Gegenteil: bei einem 2. Mal durchspielen sind Storysequenzen meist eher lästig und werden übersprungen, da es (wenigstens mir) dann eher um spielerische Herausforderungen geht. Das bieten reine Story-Spiele überhaupt nicht, so dass sie erst dann einen Wiederspielwert erhalten, wenn man die Story wieder vergessen hat.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 18. März 2014 - 15:01 #

Volle Zustimmung. Das Ergebnis der Studie müsste eigentlich lauten, die Handlung wird in Spielen katastrophal unterbewertet. Weil eben gerade immer die Mechanik im Vordergrund steht, und es fast immer offensichtlich ist, dass erst das eigentliche Spiel zusammengezimmert wurde, und dann nochmal irgendwie mit Tackern und Klebeband die Handlung angehängt wurde.

Und wenn die Handlung schlicht lautet, man möge sich durch vier Areale schießen um vier Macguffins zu holen mit denen man dann im fünften den Bossgegner besiegen kann, dann sollte es niemanden wundern, dass sich kein Mensch am Ende an die "Story" erinnern kann.

Die "Mühe" die Entwickler in den dritten Akt stecken hat man zuletzt noch bei Mass Effect 3 eindrucksvoll gesehen...

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 19. März 2014 - 15:46 #

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das recht ähnlich wie Nachtfischer sehe. Spiele sind als geschichtenerzählendes Medium wegen ihrer Stärken (Non-Linearität und Interaktivität) schlicht nicht gut geeignet - Filme und Bücher sind da wesentlich besser.

Das heißt nicht, dass mir Spiele mit guten Stories nicht auch Spaß machen. Aber ganz ehrlich, ich habe Half-Life auch nicht wegen der "tollen Story" gemocht, die ist nämlich wirklich eher schlecht, sondern weil alles gut zusammenpasste und das Spielgefühl (nicht messbar) gut war. Echtzeit- oder Rundenstrategie habe ich noch nie wegen einer komischen Story gespielt, da entsteht die Geschichte in meinem Kopf, wenn ich da irgendwen mit irgendwas bekämpfe - ich schreibe sozusagen die Story selbst.

Spiele sollten mMn Geschichten erzählen, die sich aus dem Gameplay ergeben. ("Ich war da in der Höhle, und dann plötzlich ein Creeper und ich bin gerade weggekommen, dann kam ich passend zum Sonnenaufgang nach draußen, bla blub!") Und nicht eine Geschichte. Aber solange Spiele versuchen, mit Hollywood-Filmen zu konkurrieren, kann das alles nichts werden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 19. März 2014 - 16:24 #

siehe oben die diskussion bzgl HL. das man teils auch kuriose oder erinnerungswürdige dinge erlebt in spielen ist ja schön und gut. aber das sind dann eben auch nur eine aneinandereihung von geschehnissen und an sich keine story. d.h. nicht, dass games keine tollen stories erzählen könnten. gerade im adventure- und rpg-bereich werden viele spieler doch den einen oder anderen titel nennen können, der sie richtig mitgerissen hat.

das einige spiele meinen mit hollywood konkurrieren zu müssen, ist aber auch dem umstand zu verdanken, dass in solchen diskussionen eben ständig das medium mit filmen verglichen und behauptet wird, dass spiele noch lange nicht dieses niveau erreicht hätten. wo also schon impliziert wird, videospiele müssten sich daran orientieren, was natürlich unsinn ist.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 19. März 2014 - 18:53 #

Da kann ich nicht widersprechen. Ich glaube aber, dass es auch umgekehrt möglich sein muss, sprich, dass das Gameplay sich aus der Geschichte ergibt. Versuche in die Richtung gab es ja schon, mit Fahrenheit und Konsorten. Das ist eben ein Prozess, und einer der sicher noch mindestens ein paar Jahre dauern wird. Wenn man bedenkt, dass am Anfang Pong stand, sind wir da schon ziemlich weit gekommen.

Der Versuch, sich am Film zu orientieren, ist m.E. nur natürlich, weil es halt das Medium ist, dass am nächsten dran ist. Vieles was der Film schon an Erzähltechnischer Methodik entwickelt hat (Schnittechnik, Fokus, etc.) kann man ja fast direkt ins Spiel übernehmen. Das geht eben auch schief, wenn man sich zu sehr darauf stützt.

Vielleicht wäre es also besser zu sagen, Gameplay und Story müssen von Anfang an Teil der Idee sein.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 18. März 2014 - 20:41 #

spiele sollten auch nicht die erzählerische qualität eines films erreichen, da es sich um ein gänzlich anderes medium handelt. die spielmechanik und damit die interaktivität ist in einem spiel stets das zentrale. auch wenn der plot stark inszeniert sein mag, ist er jedoch stets der träger für den eigentlichen inhalt. nicht umsonst wird dieses interaktiver-film-genre kritisch gesehen, da es sich hier genau umgekehrt verhält und es sich damit für viele auch nicht um mehr um spiele im eigentlichen sinne handelt.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100946 - 18. März 2014 - 13:52 #

Bäh, Statistiken. Ich glaube bei anderen Gernes wie Strategie-, Sport-, Renn- oder Simulationsspielen gäbe es auch eine Statistik, daß ein Drittel diese nicht beendet/durchgespielt haben. Das kann im übrigen verschiedene Gründe haben und muß nicht mal an "der Story liegen". Ergo, da geb ich nichts drauf ;).

gar_DE 16 Übertalent - P - 5943 - 18. März 2014 - 16:21 #

Genau... Ich habe bei Spielen wie Anno oder Tropico nie die Kampange gespielt sondern eigentlich nur die Endlos-Spiele.
Überhaupt gibt es viele Spiele, die ohne Story sehr viel Spaß machen (alles was in Richtung Multiplayer geht z.B.). Auf der anderen Seite gibt es dann Spiele wie Bastion oder To the Moon, deren einzige Stärke die Story sind und die man dann auch durchspielt.
Die meisten Singleplayer-Spiele, die ich nicht durchspiele, sind dann gerade die Sachen, die eben keine vernünftige Story bieten konnten.

BobaHotFett 11 Forenversteher - 798 - 18. März 2014 - 15:19 #

da geht es oft aber nicht um die story sondern um sich einstellende routine im gameplay.

RomWein 14 Komm-Experte - 2200 - 18. März 2014 - 14:20 #

Wenn ich so drüber nachdenke, geht es mir da ähnlich. Ich weiß zwar nach längerer Zeit noch um was es in der Story eines Spiel ging, aber viele der Details entfallen mir immer relativ schnell. Das ist bei Filmen irgendwie anders, zumindest bei den Guten.

Wobei ich sagen muss, es ist zwar immer recht nett, wenn in Spielen eine interessante Geschichte erzählt wird, aber noch viel wichtiger ist mir eigentlich das Gameplay. Ein gutes Spiel mit tollem Gameplay funktioniert auch ohne herausragender Story, eine Spiel mit herausragender Story kann allerdings durch Gurken-Gameplay ziemlich zerstört werden.

Mein persönliches Fazit ist also, dass man Spiele mit einem mittelmäßigen oder eher langweiligen Gameplay durch eine gut erzählte Geschichte zumindest etwas interessanter machen kann, wohingegen Gameplay-Granaten, unabhängig von der Story die erzählt wird, immer überzeugen können. :)

Wobei es natürlich auch Genres gibt, bei denen die Story in den allermeisten Fällen zwangsweise eine untergeordnete bis gar keine Rolle spielt, wie z.B. bei Sport- und Rennspielen oder klassischen 2D-Jump'n'Runs. Aber ich denke, solche Spiele hat man bei dem Vortrag, der in der News erwähnt wird, auch ausgeklammert.

Namen (unregistriert) 18. März 2014 - 14:21 #

Der Schuh wird andersrum draus. Ich kann mich an die Story in den meisten Spielen nicht mehr erinnern, weil es eine komplett dumme 0815 Story ist, die ohne Sinn und verstand mit dem meist durchschnittlichen Gameplay zusammengerührt wurde.
Und von denen habe ich schon so viele abgebrochen. Wenn die Story schmerzhaft ist, dann kann das Gameplay teilweise noch helfen. Aber auch umgekehrt. Aber wenn beides Grütze ist, dann höre ich auch sehr schnell auf.

Und dann gibt es ebend die Spiele die mich nicht unbedingt dank des Spieles selbst sondern auch dank der Story hielten. Diese Spiele wo einfach alles zusammen passt. Und sei es nur weil beides gleich wunderbar bescheuert und durchgeknallt ist (spiele grade Into the Dark).
Und auch sonst kann ich mich an die Story der Spiele mit guter Story erinnern. Gleichzeitig kann ich die an höchstens 2 Händen abzählen. Oftmals sind selbst die dümmsten Filmergüsse noch besser als was in Spielen geboten wird. Und vor allem wie es mit dem Spiel verwoben wird.

Von den genannten habe ich bisher nur Fallout 3 und Skyrim gespielt. Ich mag einfach keine interaktiven Filme (ein mMn zurecht schon einmal gestorbenes Genere) und kein Deckungsgeballer. Fallout und TES sind nun mal typische Bethesdaspiele. Haupthandlung zum vergessen, Welt zum entdecken. Fallout 3 habe ich noch durch geschafft. Aber nicht unbedingt wegen der Story. Und auch nur das Hauptspiel, da die erweiternde Erweiterung bei mir rumzickt und nicht starten will.
Aber Skyrim. Die Story hat mich nicht interessiert und als ich nicht in eine der Städte konnte weil man dazu die Wache ansprechen mußte, die aber grade im Kampfmodus wegen eines zufälligen Drachenangriffes nach der Schnellreise war, habe ich das Spiel zum letzten mal beendet.

Punisher 19 Megatalent - P - 15771 - 18. März 2014 - 14:26 #

Wenn die Theorie nur weit genug hergeholt ist muss sie schon stimmen.

Wären die Stories nicht so belanglos würde man sich wahrscheinlich eher dran erinnern - zumal man die Story ja - wenn sie spannend genug ist aktiv erlebt hat. Was macht diese Theorie jetzt schlechte als die andere?

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 14:27 #

Mir wird zuviel pauschalisiert. Wenn ich Spiele betrachte die ich "durchgespielt" habe, zeichnen die sich im Vergleich zum 08/15 Story Game größtenteils durch Atmosphere aus.
Als negativ Beispiel für Story führe ich mal D3 an. Das habe ich nur "durchgeklickt".
Spiele mit Atmo, entsteht meistens durch Story und einer guten Dramaturgie/Design, spiele ich durch. Ganz einfach.
Die Beispiele, Deus Ex, Planescape, System Shock 1!, Last of us, Game of Thrones, GTA 3/4 und noch einige mehr. Was jedem klar sein sollte, das man einen Arthouse Film selten mit einem Spiel vergleichen kann.
Die einzige Gemeinsamkeit die ich da sehe ist, beides soll unterhalten.
Im Film gibts keine Interaktion. Das Game funktioniert nicht ohne.

andreas1806 16 Übertalent - 5144 - 18. März 2014 - 15:14 #

Wobei wir ja mittlerweile (zu den im wahrsten Sinne des Wortes) schon teilweise "Spiel-Film"-Spiele haben, die eher schon als Film durchgehen könnten... Heavy Rain und Beyond...

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 15:50 #

Stimmt, aber sie sind immer noch interaktiv.
Wobei Telltale als Beispiel durch die QTEs eher Richtung "Spielfilm der weitergeht wenn man alles richtig klickt geht" ;-)

Teclab (unregistriert) 18. März 2014 - 14:34 #

Spiele ohne Geschichte spiele ich nicht oder zumindest Solo nicht. Zuletzt begeistert Kentucky Route Zero, Gemini Rue & Walking Dead (durch!)gespielt.

McSpain 21 Motivator - 27488 - 18. März 2014 - 14:39 #

Analysen und Statistiken der sog. Game-Design-Wissenschaft sind überbewertet. ;-)

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 14:54 #

Jep Spanier!
Das sind herzlose Analysten! Die haben keinen Spirit.

Nokrahs 16 Übertalent - 5766 - 18. März 2014 - 15:37 #

Meine Rede. Durch solche "Statistiken" wird wieder viel Murks produziert. Wen jemand ein Spiel kauft und dann nicht durchspielt, hat es nicht zwingend etwas mit der Story des Spiels zu tun. Da gibt es genügend andere Faktoren.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 15:42 #

Ich vermute, die Aussagen von Rouse / Abernathy sollen auch eher als Argumentation dafür herhalten, warum bei eigenen zukünftigen Projekten die Story irrelevant behandelt wird. Ganz nach dem Motto "Schaut her, wir haben doch herausgefunden, dass die Story von vielen Spielern sowieso nicht zu Ende erlebt wird".

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 15:47 #

Also eine Alibi Studie? ;-)

marshel87 16 Übertalent - 5684 - 18. März 2014 - 14:44 #

Ich gebe gerne zu, dass mir eine simple Story durchaus reicht! Oft habe ich z.B. bei Borderlands 1 und 2 gelesen, dass die Story sehr flach sei... mir reicht das aber vollkommen, das Spiel macht einen heiden Spaß und fesselt mich Tag um Tag! :)
Anders bei z.B. Heavy Rain, dort hatte man kein tiefgängiges Gameplay und man spielte ja quasi einen Film nach, dort war und ist die Story sehr sehr wichtig für mich.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 18. März 2014 - 15:08 #

Borderlands hab ich im Koop auch gern gespielt, aber alleine fand ichs quälend öde, das hab ich keine fünf Minuten ausgehalten.

marshel87 16 Übertalent - 5684 - 18. März 2014 - 15:47 #

alleine tu ich mich ab und an ehrlich gesagt auch etwas schwer, aber im Multiplayer bietet das schier endlosen Spaß :D

Novachen 19 Megatalent - 13059 - 18. März 2014 - 14:51 #

Bei Multiplayer Spielen wie League of Legends ist die Hintergrundgeschichte in der Tat vollkommen irrelevant.

Auch andere Multiplayer-Modi brauchen denke ich keine Story, da es ja eh nur um Gemeinsamen Spaß geht.

Aber sobald Spiele einen Einzelspielermodus haben und nicht direkt auf eine Simulation/Tycoon oder Sport beruhen, dann wird die Story doch wichtig. Klar, bei Civilization gibt es auch keine Geschichte, aber die schreibt man sich da ja selbst.

Das viele Leute Ihre Einzelspielererlebnisse nicht beenden liegt in meinen Augen auch einfach daran, weil viele Geschichten einfach flach und zu vorhersehbar sind, oder besser gesagt: Schlicht zu belanglos.
Ein zu vorhersehbaren Film schaue ich ebenso wenig bis zum Ende wie ich auch so ein Buch nicht bis zum Ende lese. Wofür denn? Weiß ja eh wie es ausgehen wird...
Wieso sollte ich The Elder Scrolls oder Grand Theft Auto bis zum Ende spielen, wenn die Hauptstory dermaßen öde, langweilig, vorhersehbar und letztendlich sogar belanglos zum restlichen Spiel ist?
Eine Story dessen Ende man sich eigentlich schon nach den ersten Kapiteln ausrechnen kann, macht halt kein Spaß. Egal von welchem Medium wir hier reden.

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 14:55 #

Manchmal ist einfach nur der Weg das Ziel ;-)

Novachen 19 Megatalent - 13059 - 18. März 2014 - 14:59 #

Wenn der Weg Überraschungen bereit halten würde, die da im Kopf bleiben, wäre ich sogar gewillt dir zuzustimmen.

Ist aber ehrlich gesagt sehr sehr selten der Fall. Denn die meisten Storys entwickeln sich leider so gradlinig wie man es vermutet. Selbst angebliche Überraschungen, sind am Ende gar nicht mehr so überraschend, weil da, wie hier schon öfters gesagt, alles immer nach dem gleichen Schema abläuft.

Kirkegard 19 Megatalent - 15763 - 18. März 2014 - 15:55 #

Du hast ja schon ein Beispiel gegeben, Civilization.
Kommt wirklich auf das Game an. Bei Skyrim als Beispiel fand ich das freie spielen spannender als die Hauptstory. Und das hat mich lange beschäftigt und sehr gut unterhalten.
Die Masse bringts meistens nicht an Story/Atmo/Spannung. Das haben Filme und Games nun wirklich gemeinsam ;-)
Aber beide Genres lassen sich mmn nur schlecht vergleichen.

v3to (unregistriert) 18. März 2014 - 15:20 #

bei der news habe ich den eindruck - interessanter ansatz, aber völlig falsche rückschlüsse. sowas kommt dabei raus, wenn man sich bei seinen analysen rein auf reduktion beschränkt.

wenn ich meine sammlung anschaue, wieviele gekaufte spiele sich in der vergangenheit pro plattform angesammelt haben, komme ich etwa auf 25-30 titel. seit es die ganzen sales bei steam, xbox live, gog oder auch die indie-bundles gibt, hat sich das vervielfacht. gleichermaßen pumpte sich die spielzeit pro titel mit den jahren immer mehr auf und was man nicht unterschätzen sollte: gerade die großen titel wurden immer mehr auf das reine durchspielen konzipiert, man kann eigentlich nicht mehr sterben (jetzt mal ausnahmen, wie dark souls, super meat boy u.ä. ausgenommen). die faszination für das spiel erschöpft sich in solch einem umfeld recht leicht.

man hat also ein riesen berg spiele, den man ansatzweise bewältigt bekommt, wenn man seinen job und sonstige verpflichtungen aufgeben würde und wird in diesem zusammenhang auf das mangelnde nachhaltige storytelling reduziert. meinen glückwunsch.

könnte es vielleicht ein kleines bisschen mit damit zusammenhängen, warum selbst topseller nur von einem kleinen teil der käufer gespielt werden, weil es heutzutage normal ist, blind zu kaufen? weil durch die marketing-bezogen glattgebügelte spielkonzepte auf hohem niveau austauschbar sind? dass multiplayer games auf story weitgehend verzichten können (abwechslung in missionen sind sicher nicht schädlich), weil es in erster linie um interaktion mit anderen geht (wobei imo dieser multiplayer-pure-wahn auch so ein statistischer irrweg ist)?

Hohlfrucht 15 Kenner - 3003 - 18. März 2014 - 15:18 #

Was man bei der Diskussion vielleicht nicht vergessen sollte (mal abgesehen von der genreübergreifenden Pauschalisierung) ist, dass Filme maximal 2-4 Stunden dauern, während selbst kürzere Spiele schonmal 5-10 Stunden in Anspruch nehmen. Das letzte JRPG das ich durchgespielt habe hat mich ca. 60 Stunden, über mehrere Wochen verteilt, beschäftigt. Das ich mich da nicht mehr an jedes Story Detail erinnern kann, wie das bei einem Film der Fall ist, sollte wohl klar sein. Filme und Spiele sollte man nicht so direkt miteinander vergleichen. Das wird keinem der beiden Medien wirklich gerecht.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 15:36 #

Ergänzend: Spiele erfordern deutlich mehr Ausdauer als Filme.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 15:49 #

Außer, der Film heißt Jenseits von Afrika ^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 17:29 #

Weil der Film so lang, oder weil er so öde ist?

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 17:36 #

Der war so öde, dass er mir wie acht Stunden vorkam, auch wenn meine Uhr meinte, er wäre gar nicht so lang gewesen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 17:39 #

Mal gut, dass der Film völlig an meinem Filmgeschmack vorbei produziert wurde. Wenn ich schon den Titel des Filmes lese, habe ich schon keine Lust mehr, überhaupt die ersten fünf Minuten zu gucken^^

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 17:50 #

Ja, ähm... meine damalige Freundin wollte unbedingt...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 18. März 2014 - 17:58 #

Alles klar, ist entschuldigt! Wenn ich daran denke, was ich mir schon antun musste, weil meine damaligen Partnerinnen es unbedingt wollten ... Oh, da werden gerade üble Erinnerungen wach ...

Sparky 09 Triple-Talent - 349 - 18. März 2014 - 15:19 #

Interessant zu betrachten wäre es, wer die Nachfolger von Singleplayer-Spielen frühzeitig (bevor sie für 10€ im Steamsale verteilt werden) kauft. Sind es die 53%, die den Vorgänger schon nicht zu Ende gespielt haben, oder vielleicht doch eher die anderen 47%, die bis zum Ende vom Vorgänger gefesselt waren?

Ich kann mir vorstellen, dass die Minderheit, die die Spiele zu Ende spielt finanziell viel relevanter ist, als der Rest. Jeder, der zu Release kauft, ist etwa 5 Steamsalekäufer wert. Zumindest geht es mir so, dass ich Spiele, die ich zu Release kaufe, weil ich ihnen entgegengefiebert habe, auch fast immer zu Ende spiele und mir umgekehrt von Spielen, die mich bis zum Ende gefesselt haben, auch den Nachfolger hole. (Was ich tue, ist zwar empirisch nichtssagend, aber die quantitative Analyse der Thematik würde mich mal interessieren.)

Natürlich beziehe ich mich dabei jetzt auf Spiele, die auch tendentiell von der Story leben. Rollenspiele, Actionspiele etc. Den oft total lieblosen Versuch Multiplayertitel mit Story anzureichern könnte man sich imho auch schenken. Titel wie die Witcher-Reihe, Batman AA, AC oder Skyrim hätten mich allein durch ihre Spielmechaniken aber sicher nicht hinterm Ofen vorgelockt.

Lipo 14 Komm-Experte - 2099 - 18. März 2014 - 15:27 #

Spiele die mich interessieren, spiele ich auch durch !Mass Effect 1,2 und 3 , Dragon Age 1+2 , Sacred 2 , Skyrim , habe ich alle durch gespielt . Halo 4 zum Beispiel, jedoch nicht .

kringel (unregistriert) 18. März 2014 - 15:29 #

Lieber ein gutes Spiel mit schlechter Story was viel Spaß macht, als anders herum. Also nicht so ein Nonsens wie Dear Esther oder Gone Home, bei denen man vor lauter "Story" das Spiel vergessen hat!

v3to (unregistriert) 18. März 2014 - 15:31 #

also, für dear esther und gone home wurde der vortrag sicher nicht gehalten ;) solche experimentellen dinge wird es immer wieder im kleinen geben und das ist auch gut so.

Trax 14 Komm-Experte - 2531 - 18. März 2014 - 15:54 #

Ich mag zu einer Minderheit gehören, aber mir ist vor allem eine ordentliche Geschichte sehr wichtig - vor allem bei Rollenspielen.
Allerdings mache ich mir auch nur zu sehr wenigen Spielen wirklich ausgiebige Gedanken zur Handlung aus dem einfachen Grund weil der Großteil der Spiele keine wirklich umfangreichen oder mitreißenden Handlungen mehr bietet.
Ich spiele heute bei weitem nicht mehr jedes Spiel durch. Es sei denn ein Spiel bietet mir irgendetwas an, dass mich bis zum Ende motivieren kann (was ebenfalls immer seltener vorkommt).

Scytale (unregistriert) 18. März 2014 - 16:29 #

Was ist denn das für ein Schwachsinn hier?

Britney Spears hat viele Male weltweit an der Spitze der Musikcharts gestanden, trotzdem ist sie trotz des popkulturellen Erfolges nicht mehr von Relevanz 10 Jahre danach.

Solche Analogien kann man auch zu den Titeln der Videospielindustrie ziehen, die in der Popkultur als erfolgreich gelten. Manche Reihen sind nicht erfolgreich, weil sie gut sind. Die sind erfolgreich, weil sie in der Popkultur angekommen sind, und spätestens ab Modern Warfare 2 und Fastfood wissen wir, dass nicht unbedingt gute Dinge sich durchsetzen.

So sind auch die im Artikel genannten Aussagen völlig logisch, nur eben nicht auf Hinblick der klassischen Spielerschaft, die seit 10 oder mehr Jahren mit dabei sind und sich als diese merkwürdigen Coregamer verstehen. Ist ja nicht so, dass eine starke Story sich auf die absoluten Verkaufszahlen auswirkt, unabhängig davon, wie viele sie tatsächlich durchspielen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 16:45 #

Macht ungefaehr so viel Sinn wie zu sagen: laut Umfragen wollen 66% aller Buerger keine Steuern mehr zahlen, also versuchen wir am besten, sie abzuschaffen.

- Nur weil viele AAA-Titel keine gute Story bieten, heisst es noch lange nicht, dass sie in Videospielen fehl am Platz sind.
- Nur weil viele zu hibbelig sind, um ein Spiel zu Ende zu bringen, heisst das noch lange nicht, dass wir am besten jetzt alle 10-Minuten-Epen auf Tablets bevorzugen sollten.

Vielleicht sollten sich die Herrschaften mal ueberlegen, wie man den Anreiz schaffen kann, Spieler bei Laune zu halten und storytechnisch so gut zu unterhalten, dass sie bloed waeren, ein Spiel unbeendet ad Acta zu legen.
Wer ein Batman Arkham Asylum, The Last of Us, Bioshock (Infinite) oder Metro Last Light nicht bis zum bitteren Ende der Story durchzockt, tut mir, ehrlich gesagt, nur leid und sollte von den Publishern weniger ernstgenommen werden, als jemand, der seine Titel liebt und ihnen die verdiente Aufmerksamkeit schenkt.

Neben gutem Gameplay ist die Handlung das Einzige, was einen bei der Stange haelt und am Ende darueber entscheiden mag, ob man ueber eventuelle andere Schwaechen eines Titels hinwegsehen kann, eben WEIL man mit dem Geschehen EMOTIONAL involviert ist.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 17:14 #

"Nur weil viele zu hibbelig sind, um ein Spiel zu Ende zu bringen, heisst das noch lange nicht, dass wir am besten jetzt alle 10-Minuten-Epen auf Tablets bevorzugen sollten."

Definitiv nicht, aber Spiele haben eine optimale Länge basierend auf der Länge ihrer häufigsten Teilspannungsbögen. Ein Spiel, das nur aus kurzen solcher "Arcs" besteht, sollte insgesamt nicht allzu lange Dauern, sonst wird es seine Spieler unterwegs verlieren. Andere Spiele wiederum MÜSSEN möglicherweise sehr lang sein, um ihren "Arcs" gerecht zu werden und letztlich zu befriedigen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35921 - 18. März 2014 - 16:55 #

Also mir ist eine (gute) Story in Spielen schon sehr wichtig. Es gibt zwar Genres, in denen ich auf eine Story verzichten kann und es auf das Gameplay ankommt, aber eine gute Story finde ich schon sehr motivierend. Und gute Geschichten bleiben auch bei Spielen in Erinnerung. Es gibt nun mal bei Spielen viele belanglos Storys, die nicht einmal B-Movie-Niveau erreichen und da ist klar, dass man die schnell wieder vergisst. Aber ein Gegenbeispiel ist Mafia, das ist mein absolutes Lieblingsspiel und das auch zu einem großen Teil wegen der großartigen Story. Und an die kann ich mich sehr gut erinnern, selbst viele Jahre nachdem ich es zuletzt gespielt habe.

Oddjob (unregistriert) 18. März 2014 - 17:10 #

Hmm, ich weiß ja nicht so recht, ob ich mich der Interpretation dieser Ergebnisse anschließen möchte. Allerdings kenne ich auch den ein oder anderen, dem die Geschichte drumherum vollkomen egal ist und der einfach alles wegklickt, was nicht relevant ist. Würde mich z.B. mal interessieren, wie viel % sich bspsw. diese Grammophon-Nachrichten in Bioshock Infinite angehört haben.
Ich kann mir also gut vorstellen, dass für viele Spieler die Geschichte tatsächlich nicht so interessant ist (was ich schon irgendwie etwas schade finde), glaube aber durchaus, dass das Medium Computerspiel sich hervorragend dafür eignet, emotionale Geschichten zu erzählen.
Anders als in Filmen oder Serien steht für viele Spieler in Spielen aber nun einmal das Gameplay im Mittelpunkt, wogegen ja erst einmal nichts zu sagen ist. Als inzwischen erwachsener Spieler hoffe ich allerdings, dass es neben diesen Spielen aber auch weiterhin Spiele (oder sogar vermehrt) geben wird, die es sich zur Aufgabe machen, eine interessante Geschichte zu erzählen. Ich weigere mich einfach zu glauben, dass es dafür keinen Markt geben soll.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 17:18 #

Grundsätzlich müssen wir wegkommen von der Idee, mit Spielen lineare Autorengeschichten erzählen zu wollen, wie es Filme tun. Dazu taugen Spiele einfach nicht. (http://www.gamersglobal.de/user-artikel/spiele-als-geschichtenerzaehlendes-medium)

Daraus folgt auch gleich, dass das Erinnern an spezifische Handlungsstränge vollkommen irrelevant für ein Spiel ist. Es ist eine grundlegend andere (weil interaktive) Erfahrung und wird daher auch fundamental anders im Gehirn verankert als eine ganzheitlich (inklusive Pacing, Cinematohraphie und anderen Dingen, die in Spielen ZWANGSLÄUFIG leiden) durchdachte Filmhandlung. Der Bewertungsmaßstab ist also schon völlig falsch gewählt.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 17:53 #

Nee, muessen wir gar nicht. Wir (sprich: DU) muessen wegkommen von der Idee, dass man Spiel-Gehalte auf eine einzige Mechanik/Ausdrucksform reduzieren kann oder sollte, anstatt die Pluralitaet der Moeglichkeiten zuzulassen und wertzuschaetzen, die sich ueber die letzten 20-30 Jahre hinweg herausgebildet haben. Es wird immer SP und MP geben. Es wird immer kurze und lange Spiele geben, lineare und verzweigte Stories, 5-Minuten-Thrills und 100 Stunden RPG-Epen, 2D und 3D, Fokus auf Spielmechanik oder auf Story, Quick-Time-Events oder ausgefeilte Action-Mechanics etc. - Jedem das Seine, Nachtfischer, DAS ist das Wundervolle an der Entwicklung - und wenn du nicht zum grossen Diktator des Spielphilosophie entarten willst, wirst du lernen muessen, dass die verschiedensten Vorlieben der verschiedensten SpielerInnen ihre Berechtigung haben. (Wieder mal:) Punkt!

InsertName (unregistriert) 18. März 2014 - 20:00 #

Nehmt Euch ein Zimmer :)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 21:13 #

lol - ja, hatte ich mir auch schon gedacht. :-)))

InsertName (unregistriert) 19. März 2014 - 0:07 #

Und sie schauten aus dem Fenster in ihrem Zimmer in die Welt. Und siehe, es war dieselbe! ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 20:01 #

immer wieder schoen ;P

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 18. März 2014 - 20:52 #

kann ich dir nur zustimmen. ich selbst spiele auch alle möglichen arten von videogames und bin froh darüber, dass solch eine vielfalt in dem medium existiert.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 21:29 #

Du verstehst wirklich gar nichts. Ich habe nie einem der von dir hier angesprochenen Punkte widersprochen...

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 21:50 #

Na in dem Fall: Koenntest du mir den Gefallen tun, deine Zustimmung einfach klarer zu artikulieren. Ein simples: "Ja, Freylis, du bist suuuuper und du hast ja sooooo recht" untermauert von einem glueckstrunkenen Kopfnicken wuerde ja schon genuegen. ;P

Okay, koennen wir uns jetzt gemeinsam besaufen und die Sache ad Acta legen? Ich bezahle auch gern. Es ist schliesslich Saint Patricks Day. :]

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 18. März 2014 - 22:36 #

Ich bin Antialkoholiker. Kannst mir ne Cola ausgeben! :P

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 18. März 2014 - 22:40 #

Jaja, und sogar eine Tuete Chips und lecker Schokokrossies. Ist gebongt. :)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. März 2014 - 23:23 #

Siehste, das isses: Nachfischer säuft zu wenig :-)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 14:32 #

Das kriegen wir schon geregelt. Nach ein paar Flaschen Bier spielt der mit mir sogar noch Call of Duty - und das wuerde ICH normal nicht mal anruehren. ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 19. März 2014 - 15:49 #

Das ist sicher alles nicht falsch, aber andererseits auch doch.

Ich will nicht gegen eine Pluralität argumentieren, aber Spiele werden niemals so gut lineare Geschichten (und das sind die meisten) erzählen können wir Filme, Bücher oder Hörspiele. (Ebensowenig werden Bücher so gut visuelle Reize bieten können wie Filme.)

Das heißt nicht, dass es nicht auch storylastige Spiele geben kann, aber sie werden eben immer so halbgare Kompromisse sein. Spiele müssen auf eine andere Art Geschichten erzählen. Ich würde mir Geschichten wünschen, die sich durch die individuelle Interaktion mit dem Gameplay ergeben, Erfahrungen eben. Und welche Geschichte ist besser als eine, die mensch selbst erlebt hat?

lis (unregistriert) 19. März 2014 - 17:42 #

Selbst wenn Spiele das niemals so gut können sollten wie andere Medien, sehe ich es nicht als Akt der Förderung der Vielfalt an, anderer Leute Kompromisse nebenbei durch "halbgar" abzuwerten und zu fordern, dass Spiele das anders machen müssen. Jedenfalls nicht, wenn es die Alternativen eh schon gibt und Nachtfischer-Spiele sind ja sowieso Spielspaß-Perpetuum-Mobiles. ;)

Lorin 15 Kenner - P - 3764 - 18. März 2014 - 17:29 #

Ich denke auch, dass diese Ergebnisse falsch interpretiert werden.
Wenn ich ein Spiel nicht durchspiele liegt das in den allermeisten Fällen an 2 Dingen die auch ineinandergreifen:
Hauptgrund: Das Gameplay ist schlecht/unmotivierend
Nebengrund: Das Gameplay ist nur durchschnittlich und ein besserer Titel lockt.
Aber ich muss auch dazu sagen, dass mich gutes Gameplay über eine schlechte Story hinwegsehen lässt.
Eine gute Story tröstet mich aber nicht zwangsläufig über massive Fehler im Spieldesign/Gameplay hinweg.

Insofern kann ich also sagen, dass das Gameplay doch auf Platz 1 steht, aber die Story nur knapp dahinter. Ist ja auch logisch. Wenn ich auf einem Nagelbrett sitzen muss während ich "Der Hobbit" schaue werde ich den Film nicht zuende schauen egal wie gut er sein mag. Wenn ich bequem sitze schau ich mir auch den Film an. Aber wenn er eine schlechte Geschichte hat sehe ich ihn mir auch nicht zuende an.

Gutes Gameplay/Spieldesign ist sozusagen das Grundbedürfnis das erstmal befriedigt sein möchte. Eine gute Story ist das Luxusgut, das erst benötigt wird wenn das Grundbedürfnis befriedigt ist.

Oder eine weitere Metapher: Primär muss ich etwas essen wenn ich Hunger habe bzw nicht verhungern will. Sekundär sollte es auch lecker schmecken.

FPS-Player (unregistriert) 18. März 2014 - 18:07 #

FPS: Abernathy und Rouse werden überbewertet.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12717 - 18. März 2014 - 18:15 #

Ja und warum bleibt den Spieler die Handlung nicht im Gedächtnis?
Weil sie zu 80% ne 0815 Schrottgeschichte ist.

volcatius (unregistriert) 18. März 2014 - 19:17 #

Ich kann mich eigentlich ziemlich gut an Handlungen und Charaktere erinnern, sofern darauf auch Zeit und Mühe verwendet wurde wie z.B. in RPGs; bei Baldur's Gate z.B. sogar noch an die Porträts und Stimmen.
Wenn man bei der Spielentwicklung vor allem auf Action, Eyecandy und Alibi-Singleplayer setzt, ist es natürlich kein Wunder, dass die erinnerungswürdigen Momente seltener werden.

Oddjob (unregistriert) 18. März 2014 - 20:15 #

Geht mir ähnlich, ich finde z.B. auch so Spiele toll, die erst ihre richtige Faszination entfalten, wenn man sich tatsächlich Zeit nimmt, tiefer in sie einzutauchen. Gibt da unzählige Beispiele, Deus Ex z.B. oder auch Dragon Age hat viel mehr zu bieten an Hintergrundgeschichte als der doch eher banale Hauptplot vermuten lässt.
Da sehe ich allerdings auch das Problem, wie viel % der Spieler nehmen sich denn tatsächlich dafür die Zeit.
Hier findet man viele Kommentare, die sich darüber beschweren, dass viele Spiele eben nur eine sehr langweilige Alibigeschichte bieten, das ist zweifellos richtig. Was hier mMn aber gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass das viele Spieler nicht im geringsten stört. Für viele Spieler geht es tatsächlich hauptsächlich darum, schnellen Spaß mit einem Computerspiel zu haben. Spieler, die sich tatsächlich eine anspruchsvolle Geschichte wünschen und auch bereit sind, sich mit einer solchen auseinanderzusetzen, könnten tatsächlich eher eine Minderheit sein.

Sancta 15 Kenner - 3168 - 18. März 2014 - 20:09 #

Leider ist die Story bei einigen Spielen besser als das Gameplay. Wenn ich Story will, schaue ich einen Kinofilm oder lese ein Buch. Das Gameplay steht bei mir an erster Stelle. Wenn dann die Story noch gut ist, gerne. Aber ohne gutes Gameplay interessiert mich die Story nicht. Leider beschränken sich die Spielemechaniken heutzutage zum Teil nur auf ein paar Shooterelemente und das Aufsammeln von Gegenständen. Durch das Spiel kann man sich durchsterben, weil Skill nicht vorausgesetzt werden kann. Wenn Spiele bewusst das umgehen wollen, wie z B. Knack, wird es kritisiert, weil man nicht alle 5 Sekunden speichern kann. Ich habe zur Zeit großen Spaß mit Dead Nation. Wen interessiert da die Story ;-)

PS: Ich muss zugeben, ich mag nicht repräsentativ sein. Ich habe bei WoW die Questtexte fast nie ganz gelesen und lese die dünne Story bei Zelda Titeln auch nicht durch. Japanische Rollenspiele breche ich ab, wenn man erst 15 Minuten Texttafeln durchskippen muss, bevor es losgeht.

Oddjob (unregistriert) 18. März 2014 - 20:19 #

Meine Einschätzung, allerdings ist das reines Bauchgefühl: Du magst hier (oder allgemein auf einer Spieleseite) vielleicht in der Minderheit sein, stehst aber wahrscheinlich für die große Mehrehit der Spieler.

Namen (unregistriert) 18. März 2014 - 20:39 #

mir ist kein spiel bekannt dass von der story her auch nur annaehernd an gutes erzaehlkino oder ein buch rankommt.
eine ausnahme bildet da da am ehesten noch half life.
ich find das aber auch gar nicht schlimm.
es braucht keine gute story damit mich ein spiel fesselt (ich spiel aber auch keine adventures)
viel wichtiger sind design, interaktion, setting usw
finde kopfkino bei spielen weit reizender.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. März 2014 - 20:41 #

Wenn ich ein gutes Spiel spiele, dann nicht wegen der Story, sondern wegen eines fesselnden Gameplays, den Artworks, wegen der Atmosphäre. Mich halten sogar diese erzählerischen Unterbrechungen ob nun Cut-Scenes oder noch schlimmer die QTEs von Spielen ab, auf jeden Fall halten sie mich davon ab, ein Spiel ein zweites mal zu spielen, wenn man sie nicht überspringen kann und das passiert immer häufiger.
Nein, für eine Story schaue ich einen Film oder lese ein Buch, ein Spiel ist zum spielen da, wie der Name schon sagt.

eksirf 15 Kenner - P - 3071 - 18. März 2014 - 23:06 #

So unterschiedlich sind die Menschen. Solo Spiele, die keine gute Story haben "ziehen" bei mir nicht. Beispiel die Arena Spiele: morrowind habe ich gespielt und hatte wirklich Spaß. Aber nach einer Pause zieht mich das Spiel nicht mehr rein - ich habe die Story tatsächlich schlichtweg vergessen und zuvor schon verloren (in all den vielen anderen kleinen und größeren quests).
Shooter spielte ich nur sehr selten durch bis sie zumindest halbwegs interessante Storys bekamen. Oder so kurz wurden und eine kinoreife Inszenierung bekamen wie bei Call of Duty.
Zugegeben: auch ich Spiele einige Titel ohne Story häufig und vergleichsweise lange (civilisation z. b.) da reicht mir dann tatsächlich nur die Mechanik des Spiels.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. März 2014 - 10:37 #

Wie gesagt: Ich mag intelligente Stories, von denen es auch in der Filmbranche nicht viele gibt. Aber diese kann ich besser im Film oder Buch verfolgen. Wenn ich spiele, will ich spielen.
Ich muss das auch näher erläutern: Früher, als Single, konnte ich mal ein Wochenende durchspielen, kaum Nahrung, kaum Schlaf. Da konnte die Story gerne ausschweifend sein.

Heute, mit Familie, eigener Firma, Sport, Hobby und Haus spiele ich abends mal 1-2 Stunden, manchmal sogar nur eine halbe. Diese Zeit will ich intensiv versinken, im Gameplay, ohne Unterbrechungen. Zumal man nach längeren Spielunterbrechungen eh die Story wieder vergessen hat, das Gameplay aber immer noch funktioniert.

Larnak 21 Motivator - P - 26034 - 18. März 2014 - 21:25 #

Und genau deshalb ist die intensive Analyse-Möglichkeit des Spielerverhaltens, die es heute gibt, ein Hindernis für wirklich gute Produkte, weil hier nicht mehr danach geguckt wird, was "gut" ist, sondern danach, was die Spieler benutzen. Und dass das nicht identisch ist, wissen wir spätestens seit der Bild-Zeitung ;D

eksirf 15 Kenner - P - 3071 - 18. März 2014 - 22:55 #

Das ist ungefähr so gut wie Entwickler, die Spielern "jeden" Wunsch erfüllen. Das gibt häufig auch nur leidlich gute Spiele.

eksirf 15 Kenner - P - 3071 - 18. März 2014 - 22:49 #

Ob da schon mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass zumindest ein gewisser Prozentsatz die Spiele nicht zu Ende bringt, eben weil die Story nicht gut ist?

Für den hier präsentierten logik-Schluss, das Story-(Enden) nicht wichtig sind, weil nur ein geringer Anteil die Spiele durchspielt hätten mir meine Lehrer eine glatte 6 gegeben. Zu viele andere Variablen spielen da noch eine Rolle. Wenn man dieser Logik folgen würde, bräuchte man ja gar kein Spiel mehr zu beenden. Spielt ja eh niemand.

Larnak 21 Motivator - P - 26034 - 18. März 2014 - 23:01 #

Einfach bei 60% Spielfortschritt das Bild langsam ausblenden ;)

eksirf 15 Kenner - P - 3071 - 19. März 2014 - 0:05 #

Wenn ich so darüber nachdenke: Sind wir da nicht schon - Episodenspiele?

Larnak 21 Motivator - P - 26034 - 19. März 2014 - 1:32 #

Auch wahr. Und die Spielzeit der üblichen AAA-Titel ist auch längst gesunken. Andererseits ist es bei f2p-Titeln genau anders herum: Wer da zu spielen aufhört, ist als Kunde verloren.

Grinzerator (unregistriert) 18. März 2014 - 23:23 #

Spiele sollten ihre Handlung auch und gerade durchs Gameplay erzählen. Außerdem wären ein paar mehr vernünftige Schreiberlinge in der Branche nötig.
Im Prinzip habe ich aber auch nichts gegen reduzierte Spielehandlungen, sofern das Gameplay und die Atmosphäre das Spiel allein tragen können. Gibt ja auch genug Beispiele dafür.
Was ich aber gar nicht leiden kann, sind schlecht geschriebene Geschichten, die mir trotzdem ständig vor die Nase gehalten werden als sei es der heißeste Scheiß. Aktuell spiele ich Bravely Default und das Spiel kann in dieser Hinsicht nur als abschreckendes Beispiel bezeichnet werden. Aber immerhin kann man die Story-Sequenzen skippen.

Unregistrierbar (unregistriert) 19. März 2014 - 0:06 #

Ich kenne nicht ein Computerspiel, dessen Hintergrundgeschichte für mehr als einen B-Movie getaugt hätte. Das Besondere an Geschichten ist die Subjektivität des Autors, der - wenn er gut ist - es schafft, mich zu führen.

Bei einem Spiel will ich führen und weil es zehntausende anderer Spieler mit eigenen Vorlieben gibt, muss die Story eines Spiels so lauwarm gehalten werden, dass sie jede Möglichkeit zulässt.

Das geht dann aber wieder zulasten der Story, die dann in einem mittelmässigen anything-goes-Szenario endet. Stichwort Skyrim. Kannst dich irgendwie mit jedem und allem gegen jeden und alles verbünden. Macht ne Weile Spass, zu zocken, aber als Roman taugt es gerade mal, die Grillkohle anzufächer - bevor man ihn darin verfeuert.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. März 2014 - 10:41 #

Die Story von Outcast könnte einen guten Film ergeben, etwas angepasst, aber die Schrulligkeit und Gutmütigkeit der Talaner auf Adelpha und die Coolness von Cutter würde sicher beim Publikum gut ankommen. Eine Liebesgeschichte dazu, die Intrigen der Herrscher.
Hier ist weit mehr Stoff als in Avatar, aber mindestens die gleiche Exotik. Und Avatar war ein Mega-Erfolg.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21744 - 19. März 2014 - 16:26 #

"Ich kenne nicht ein Computerspiel, dessen Hintergrundgeschichte für mehr als einen B-Movie getaugt hätte."
Schoen, dass du ein neues Hobby hast. Melde dich doch wieder, wenn du mehr als ein Videospiel gespielt hast, dann reden wir weiter.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 16:31 #

Naja, viele gibt es nicht. Heavy Rain, Beyond, Last of Us. Evtl. The Walking Dead. Aber damit hat es sich auch eigentlich. Und das SIND eigentlich alles eher Filme. :D

Warwick 17 Shapeshifter - 6481 - 19. März 2014 - 18:01 #

Planescape Torment! Wobei: das ist eigentlich eher ein Buch ;-)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5495 - 19. März 2014 - 18:13 #

Stimmt. Und stimmt. Das Kampfsystem ist einfach schlimm.

lis (unregistriert) 19. März 2014 - 18:06 #

Dass alles, was diesen ...Standard nicht erreicht, zu keinem Film > B-Movie taugen soll, halte ich für keine faire Darstellung. So doll ist der Film als ganzes nicht. :>

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11423 - 20. März 2014 - 8:50 #

die kategorie B-movie richtet sich aber auch eher nach dem budget und nicht dem geistigen anspruch der story. insofern fallen mir nämlich relativ viele spiele ein, deren story sich gut als film umsetzen ließen. bei diesen interaktiven film-spielen brauch man das doch auch erst gar nicht, das sind ja eben schon eigentlich filme.

Unregistrierbar (unregistriert) 20. März 2014 - 10:42 #

Ihr dürft nicht vergessen, dass Ihr die Storys, von denen Ihr redet, während eines persönlichen Spielerlebnisses konsumiert habt.

Da wirkt dann jede Autoverfolgungsjagd oder Schiesserei natürlich spannend, weil es das eigene Bildschirmleben ist, das gefährdet ist.

Aber einfach so, ohne persönliches Spielerlebnis, als Zuschauer, ist das bestenfalls amüsant.

Sonst würden Menschen sich ja mit dem Zuschauen alleine zufrieden geben. Soweit ich weiss, gibt es aber noch keine Kinos, die Longplays im Programm haben.

Ach, und bevor jemand jetzt mit Lets-Plays kommt... die leben einerseits von den Kommentaren der Spielenden und andererseits davon, dass man sie als Lösungs- oder Kaufentscheidungshilfe braucht. Ganz bestimmt aber nicht von der dargebotenen Story.

Larnak 21 Motivator - P - 26034 - 20. März 2014 - 14:20 #

"Ganz bestimmt aber nicht von der dargebotenen Story."
Woher die Sicherheit? Sicherlich leben sie nicht nur von der Story, aber trotzdem gibt's viele, die LPs wegen der Story gucken.

Unregistrierbar (unregistriert) 20. März 2014 - 15:39 #

Die Frage ist doch, ob sie LPs -nur- wegen der Story angucken. Denn dann könnte man von einer Gleichwertigkeit zu Roman und Film sprechen. Kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen - Leute, die sagen: "jetzt zieh ich mir endlich mal wieder eine richtig gute Story rein" und dann ein LP schauen? Nee.

Larnak 21 Motivator - P - 26034 - 20. März 2014 - 20:22 #

Nun, der Vergleich ist natürlich schwierig. Vor allem deshalb, weil Spiele eben die Gameplay-Phasen haben, die beim Zuschauen oft relativ nichtssagend sind, da trägt natürlich die Story als Zuschauer dann nicht sehr und es sind die Kommentare der Spieler, die tragen müssen. Würde man sich aber diese Gameplay-Sequenzen weg oder zumindest hinreichend kurz denken, würde das schon funktionieren, denke ich. Die meisten LPs, die ich gucke (ok, das sind nicht wahnsinnig viele, aber immerhin) gucke ich, weil mich die Story der Spiele interessiert, ich aber aus verschiedensten Gründen die Spiele nicht selbst spielen kann oder will.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 20. März 2014 - 20:29 #

Es gibt ja auch zur Genüge welche, wo das für die Story unwichtige Gameplay rausgeschnitten wurde. Das funktioniert ganz gut.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98113 - 19. März 2014 - 3:08 #

Da mögen sie zum Teil recht haben, ich würde das aber nicht pauschal unterschreiben. Ich selbst spiele die meisten Spiele nicht zu Ende, aber aus den verschiedensten Gründen. Manchmal auch weil gerade der Schluss handlungstechnisch total abflacht. Also nicht jeder Entwickler steckt da viel Arbeit rein, schön wärs.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 19. März 2014 - 12:43 #

Kommt bei mir aufs Genre und die Präsentation an.
Z.B. in Shootern, wo die Geschichte alle paar Minuten durch Scripts fortgesetzt wird und man mitten drin ist, nehme ich die Story relativ gut mit.
Bei Strategiespielen, wo man nach einer kurzen Szene wieder lange Zeit von der Story losgelöst vor sich hin spielt, ist das schon deutlich schwieriger.
In MMOs gehen Storys völlig an mir vorbei, wenn man 20 Quests, jede mit ihrere eigenen "epischen" Story gleichzeitig im Log hat.

Endamon 15 Kenner - 3900 - 19. März 2014 - 17:01 #

Der Artikel fasst es für mich zusammen. Sehe ich auch so.

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