Wochenend-Lesetipps KW11: Spielejournalisten, Google Glass
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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Johannes 32523 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S3,A8,J10
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14. März 2014 - 15:56 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Früher waren Fachzeitschriften der wesentliche Informationszugang für interessierte Spieler, die bei neuen Gaming-Themen am Ball bleiben wollten. Jedoch gibt es inzwischen unzählige Blogs, (Online-) Magazine und Social-Media-Seiten, die einen ähnlichen Service leisten. Die heutigen Wochenend-Lesetipps beschäftigen sich mit der Frage, wie sich diese Entwicklung auf den Beruf des Spielejournalisten auswirkt. Zudem geht es noch um Google Glass, um einen persönlichen Rückblick auf die vergangenen Spiele-Jahre und um den Mann, der vielleicht das eine oder andere Mal zu viel versprochen hat: Peter Molyneux.

"Der Computer im Gesicht - eine Befreiung?"
Faz.net am 10. März, Morten Freidel

Google Glass werde uns davon befreien, ständig aufs Smartphone hinabschauen zu müssen und gebe uns wieder die Möglichkeit, die Welt um uns herum wahrzunehmen – so pries ein Google-Mitarbeiter die Vorzüge des Geräts auf der CeBIT an. Morten Freidel von faz.net hält dagegen: "Das klingt wie Befreiung. Als wolle uns Google erlösen von der Last der Daten, die wir täglich verarbeiten müssen, und uns einen Teil der Kontrolle zurückgeben. Ist nicht eher das Gegenteil der Fall, wenn unsere Computer mit unseren Gesichtern verschmelzen, nämlich dass sie dann überall sind, statt nirgendwo?"

"Meine besonderen Momente der 7. Generation"
Couchcastle.de am 11. März, Piet

In diesem Blogpost blickt Piet von couchcastle.de auf seine liebsten Erinnerungen an die letzte Konsolengeneration zurück. Er berichtet unter anderem von seinem Lieblings-Indiespiel, seinem intensivsten Kampf und der Hassliebe, die ihn mit Demon's Souls und Dark Souls verbindet: "Es ist ja nicht ganz so, dass ich keine Lernbereitschaft mitbringe, doch das Gefühl an entsprechender Stelle einen ganzen Abend in den Sand gesetzt zu haben, wiegt für mich dann zeitweise wieder den Spielspaß auf."

"The Man Who Promised Too Much"
Kotaku.com am 11. März, Jason Schreier (Englisch)

Wie kein anderer Spiele-Designer ist Peter Molyneux dafür bekannt, seine Spiele vor der Veröffentlichung in höchsten Tönen anzupreisen und Features zu versprechen, die es am Ende nicht oder nur bedingt ins Spiel schaffen. Ein Phänomen, das natürlich in diesem Portrait über seine Person auf Kotaku.com zum Tragen kommt. Molyneux wird dabei wie folgt zitiert: "Das Problem ist, ich bin ein schrecklicher PR-Mann. Ich bin jemand, der liebt was er tut, ich liebe es einfach. Wenn man so jemanden wie mich trifft, der das, was er tut, so sehr liebt, kommt er natürlich enthusiastisch dabei rüber."

"Über den Beruf des Spieleredakteurs"
Broadmark.de am 10. März, Fabian Siegismund

Wie sich der Beruf des Spieletesters im Lauf der Jahre gewandelt hat, erläutert der ehemalige GameStar-Redakteur Fabian Siegismund in seinem Artikel auf broadmark.de. Er schreibt: "Was sich dafür aber stark geändert hat, ist die Anforderung an den Spieleredakteur. Der muss meiner Meinung nach heutzutage gleichzeitig auch ein Entertainer sein. Ein detaillierter Test ist ne feine Sache, aber im Zweifel hat das Online-Fan-Magazin noch viel mehr Details. Doch nicht jeder Schreiberling ist gleichzeitig auch unterhaltsam, und da liegen heute die Chancen für einen guten Redakteur."

"Die nächsten Mitbewerber im Konsolen-Krieg?"
T-online.de am 12. März, Heinrich Lenhardt

Die Steam Machines werden sich gegen PS4 und Xbox One nicht ohne weiteres durchsetzen können, meint Spieleveteran Heinrich Lenhardt. So birgt die Aufrüstbarkeit der Geräte gewisse Risiken: "Der Kunde hat dadurch mehr Auswahl und Flexibilität – aber auch mehr Risiken als der Käufer einer herkömmlichen Spielkonsole. Denn wer heute eine PS4 oder Xbox One erwirbt, macht eine relativ zukunftssichere Investition. Auch in fünf Jahren wird es noch neue Spiele für diese geschlossenen Systeme geben. Vor allem kann der Spieler beruhigt schlafen, weil seine Konsole von heute auch dann noch technisch in der Lage sein wird, die neue Software tadellos abzuspielen."

Im heutigen Video: ein Homerun.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar! Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern Admiral Anger und Old Lion!

Video:

Noodles 21 Motivator - P - 30107 - 14. März 2014 - 16:05 #

Die Tipps kommen genau richtig, hatte grad Langeweile, aber jetzt hab ich ja was zum Lesen. ;) Also danke für die Zusammenstellung. :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28905 - 14. März 2014 - 16:34 #

Prima Auswahl - hab mich gleich festgelesen :-)

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 14. März 2014 - 17:03 #

Der Fabian holt ja teilweise schon aus. Gegen PC Games, gegen die Spieleveteranen. Passt mir jetzt nicht so als jemand, der heute immer noch gerne liest und eben mit dem ganzen Youtube-Gedöns gar nichts anfangen an.
Dafür, dass er selbst immer Let's Play als "Uninteressant" abgetan hat, steckt er auch ganz schön tief drin und hyped den Youtube-Kram bezüglich Spiele plötzlich in den Himmel.
Dass die Youtuber dagegen alles umsonst kriegen und mittlerweile starke Unterstützung von Herstellern/Publishern erhalten sehe ich übrigens als Gefahr. Das Magazin hat einen Ruf zu verlieren, Youtuber freuen sich über den Ruhm, die Einnahmen, das Kostenlose und markiert werden Produktplatzierungen dort sicherlich auch nicht immer.

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6385 - 14. März 2014 - 17:05 #

Und widerspricht sich selbst: Lästert gegen die "Spieleveteranen", deren Zeit abgelaufen ist und fordert, dass Redakteure Videos machen müssen. Das machen Teile der Veteranen ja sogar mit eigenem Konzept. Und ist es nicht auch einer der Veteranen, der ein erfolgreiches Konzept entwickelt hat, "jeden" einen Videospiele Journalisten sein zu lassen?

Kookser 12 Trollwächter - 1064 - 14. März 2014 - 23:37 #

Wo widerspricht er sich denn da? Er kritisiert doch ausdrücklich und imo auch vollkommen zurecht, die "handwerklich" grausigen Videos, die uns Heini und Jörg immer wieder präsentieren. ("[...] und produzieren entsetzliche Greenscreen-Videos, die sie damals ihren Redaktionspraktikanten um die Ohren gehauen hätten.")
Dafür punkten sie auf inhaltlicher Ebene und unterhalten vorzüglich.

Dieses Konzept ist doch auch kein wirkliche Alternative, welcher nicht-angestellte GG-Schreiberling verdient denn auch nur ansatzweise Geld mit GG? Die VG Wort wird ja wohl kaum mit Geld um sich werfen. Schlussendlich ist der Verdienst entscheidend, ohne Verdienst bleibt es ein zeit-intensives Hobby.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 14. März 2014 - 23:41 #

Hmm. Ich bin, unter anderem dank GG, mittlerweile in Vollzeit als Autor für diverse Magazine und Seiten tätig. Nur um mal ein Beispiel zu bringen ;) .

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6385 - 14. März 2014 - 23:53 #

"Dafür punkten sie auf inhaltlicher Ebene und unterhalten vorzüglich."

Ihre Zeit ist vorbei und das müssen sie einsehen. Damit widerspricht er sich meiner Meinung. Die handwerkliche Qualität der Videos ist vllt nicht die Beste, aber wie du schon sagst erfüllen sie die anderen Kriterien eines Herrn Siegismund. Oder ist die Technik das wichtigste? Müssen sie nun akzeptieren, dass ihre Zeit vorbei ist oder nicht?

Und am Ende spricht er davon, dass dank YT nun jeder Spielejournalist werden kann. Das kann ich halt dank GG auch. Oder verdiene ich bei YT ad hoc mehr? Und wer ist nochmal Betreiber von GG? Ach ja...der Dino, der niemanden mehr beeindruckt und einsehen sollte, dass seine Zeit um ist.

Im Grunde bin ich erschrocken, was der Her Siegismund da abliefert. Ich hatte ihn bisher sehr geschätzt, aber dieser Artikel ist wirklich sehr undifferenziert.

Kookser 12 Trollwächter - 1064 - 15. März 2014 - 1:19 #

Zunächst: Ich bin nicht unbedingt einer Meinung mit dem Fabian Siegismund.

Ein PS4-Spiel mit der grafischen Qualität von Final Fantasy 7 ist nicht zeitgemäß. Ein Video, dass so aussieht als wäre es ursprünglich auf Schellack erschienen (und somit nicht für das menschliche Auge gedacht), ist auch nicht zeitgemäß. Da ist der Inhalt für viele schon einmal egal, die suchen sich dann ein anderes Video/Spiel aus, das besser aussieht.
Die Spieleveteranen sind einfach nicht mehr zeitgemäß, was nicht heißt, dass sie schlechter geworden sind als früher, der Markt hat sich nur verändert. David Hain beschreibt das auch sehr treffend im Gespräch mit den Rocketbeans: Die Leute wollen unterhalten und nicht informiert werden und dass möglichst in kürzester Zeit, weil sie sich nicht länger als 32 sek konzentrieren können und Texte liest ohnehin... tl;dr
Sie werden wohl keine siebenstelligen Auflagen geschweige denn Kontostände mehr produzieren können.
Kool Savas meint: "Aber wo ist jetzt der Diss, ich peils nicht mal?"
Jörg Langer wird wohl selbst klar sein, dass die fetten Jahre voller Kokain, illegaler Hundekämpfe und Nutten demnächst auch für ihn vorbei sein werden.
Einen 16-jährigen interessiert es wohl wirklich nicht, dass Jörg Langer wohl mal ein ganz Großer (hihihi) war, für den ist das nur der "XBOOOOOOOOX G-E-H-E Z-U XY, XY!!!!111" Typ, der sich in seinen Lets plays nie die hilfreichen Hinweistexte durchliest. Schlimmstenfalls verwechselt er Langer, Jörg noch mit dem Luibl, Jörg und macht sich über seine Stilblüten und den Pferdeschwanz lustig.
Gamersglobal ist einfach ein Nischenprodukt und noch dazu in einer nicht sonderlich gesunden Branche. Es ist keine eierlegende Wollmilchsau, und Jörg Langer verdient nur einen Bruchteil von dem, was er als Chef-Redakteur der Gamestar vor ein paar Jahren noch hätte verdienen können. Außerdem ist die Powerplay(?) vor kurzem eingestellt worden.
Wirklich erfolgreich scheint mir von den Veteranen einzig und alleine der Boris zu sein, der sich komplett vom Spielejournalismus abgewandt hat. Das ist aber auch egal, da GG und die Veteranen allesamt eine loyale Fanbase haben, die sie wohl bis ans Ende begleiten werden. Den Spieleveteranen geht es auch nicht um das richtig große Geld, die wollen nur das machen was ihnen und uns allen Spaß macht: Spiele spielen und sich darüber unterhalten. Meiner Meinung nach können sie zumindest letzteres sehr gut.

Wer Videos machen möchte, kann diese unkompliziert auf YT hochladen.
Wer schreiben möchte, kann dies auf tumblr, in Foren oder bei irgendwelchen Bloghostern machen. Wer gerne Podcasts macht, kann diese bei Itunes zur Verfügung stellen. Wer das ganze "professioneller" machen möchte, kann sich als Praktikant/Trainee bei Verlag XY ausbeuten lassen. Niemand braucht Gamersglobal um über Spiele berichten zu können, allerdings ist es wohl nützlich, von Profis die Basics und allgemein das Schreiben beigebracht zu bekommmen und den "Müll" erst einmal auszusortieren, daher ist Gamersglobal wichtig. Ohne (semi-)professionellen Spielejournalismus leidet die Qualität der Berichterstattung. Deswegen ist GG stets YT und irgendwelchen Blogs vorzuziehen. Wer allerdings reich und berühmt werden möchte wie Gronkh, Ray William Johnson und LeFloid, müsste um GG in der Tat auf absehbare Zeit einen großen Bogen machen. So what?

Ich glaube sogar, dass dem Fabian GG sehr gefallen würde, scheint es ja nicht anders zu sein als broadmark (nur qualitativ hochwertiger und auf Spiele bezogen). Dieser Artikel ist in der Tat undifferenziert. Ich frage mich, wie/ob Fabian seine Aussagen im Gespräch mit David noch einmal konkretisiert/relativiert hat, die Runde muss ich mir nämlich noch antun.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61241 - 14. März 2014 - 18:07 #

Och, das ausholen und Dünnpfiff schreiben beherschen andere auch. Mein Favorit: http://www.texturmatsch.de/2009/05/warum-gamers-global-keiner-braucht/

Decius 14 Komm-Experte - P - 1970 - 14. März 2014 - 18:36 #

Wow, dem ist aber der Hass hochgekommen, hoffentlich hat der seinen Arbeitsplatz nach diesem Brechdurchfall wieder sauber bekommen. Ist dem Jörg mal über die Füße gefahren?

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6385 - 14. März 2014 - 19:00 #

"GamersGlobal wird, und da könnt ihr mir in einem Jahr gerne auf den Sack hauen wenn es anders kommen sollte, innerhalb kürzester Zeit zu einer News-Wiederkau-Maschine mutieren, bei der unzählige Hobbyschreiberlinge einen möglichst hohen Output tagesaktueller Gaming-Unwichtigkeiten zum Besten geben werden,"

Diesen Kritikpunkt teile ich allerdings, auch wenn ich es weniger drastisch ausdrücken würde und es auch nicht ganz sooo dramatisch sehe. Ich habe aber (vorsicht: ganz subjektiv) den Eindruck, dass es Zeiten gab, in denen GG mehr von Usern generierte News hatte, die eher aus Leidenschaft und nicht aus "ich nehme den Vorschlag aus der Matrix und bekomme vllt ne Top News" Motivation geschrieben waren und somit für mich fundierter wirkten.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61241 - 14. März 2014 - 22:05 #

Das einzige was mich bei News stört ist wenn das xte mal über das gleiche Thema berichtet wird. Mein derzeitiges rotes Tuch sind "News" zu GTA 5 PC. Wilde Spekulationen sind nunmal alles andere als News. Auch News über irgendwelche "Nimm 3 zahl 2 Aktionen" von Amazon und Co sind eigentlich total überflüssig, da der Kram trotzdem meist noch zu teuer im Vergleich ist.

Decius 14 Komm-Experte - P - 1970 - 14. März 2014 - 18:12 #

Also ich finde ja viel schlimmer das mir da ein Typ 10min lang, in langen Abschweifungen und wechselnden Stimmungen, zwischen es ist doch ganz gut aber doch ganz Scheiße, erklärt das Spieleredakteur kein Hobby sondern Beruf ist. Alles wäre ganz toll, wenn da nicht Dienstreisen keine Urlaube wären, wenn nicht Spiele testen keine Unterhaltung wäre oder wenn nicht Redaktionen mit dem erstellten Content, oh Schreck, Geld verdienen müssten. Man könnte sein Hobby zum Beruf machen wenn ja wenn das dann nicht Beruf wäre.

Puh. Da ist aber jemand wirklich frustriert…

Cassis (unregistriert) 15. März 2014 - 0:07 #

Wer nimmt denn bitte Fabian Siegismund nach der peinlichen Schlammschlacht mit Regine Pfeiffer noch ernst? Der hat von Journalismus so viel Ahnung wie Angela Merkel von Fußball. ;-)

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 16. März 2014 - 19:46 #

Ich fand ihn schon damals einen eher zweitklassigen Redakteur und mochte seine Texte nicht so. Dieser Text war auch eher dürftig. Die reine Sachebene hat er ja noch einigermaßen beschrieben, aber ich habe auch das Gefühl, dass er da irgendeine alte Sache begleichen muß.

Die Spieleveteranen richten sich ja auch nicht an irgendwelche 16jährigen Youtube Kiddies, sondern eher an Leute wie mich (34jähriges Youtube-Kiddie *g*). Ich glaube nicht, dass irgendeiner von denen denkt, dass das ihre Zielgruppe sei. Die haben von den Spielen über die die Veteranen diskutieren doch noch nie auch nur etwas gehört...

Kookser 12 Trollwächter - 1064 - 15. März 2014 - 0:08 #

Fabian macht doch selbst seit einer Weile Lets play, arbeitet für Pro7Sat1 und ist dort verantwortlich für Projekte wie Last Man Standing, Lets Play Poker bzw. allgemein dafür, dass Gronkh, PietSmiet, die Rocketbeans und andere Youtuber regelmäßig bei myvideo sind/waren.
Es wäre von ihm ja schon ziemlich kontraproduktiv, sich negativ über Lets play zu äußern.

Ich behaupte einfach mal, dass es da den ein oder anderen Vertreter gibt, der eine sehr merkwürdige Auffassung von objektiver, neutraler Berichterstattung hat bzw. dies gar nicht erst als sein Ziel sieht, da nehmen sich Youtuber und Spieleredakteure nichts, wenn das ganze auffliegt, dürfte es mit der Karriere bei beiden gleichermaßen vorbei sein.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. März 2014 - 3:24 #

Wobei die meisten bei YT kaum auf "schlechte" Spiele eingehen. Wen ein Spiel nicht gefällt, spielt man es einfach nicht. Es gibt zwar spezielle "Disser", aber bisher ist mir eher aufgefallen, dass die YTer sehr ehrlich mit ihrer Meinung sind, gerade bei PlayMassiv ( Gronkh etc), wo auch öffentlich im Video Kritik zu SimCity und DLC oder BF4 und den Bugs geäußert wird. Zudem wird einiges auch Live gefilmt (LPT auf MyVideo), wo es schwer wird Macken bewusst zu kaschieren.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32743 - 14. März 2014 - 17:05 #

Vielen Dank für deine Zusammenstellung.

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 17:28 #

Bin ich eigentlich der einzige Mensch, der immer noch nicht versteht, warum sich jemand Let's Play-Videos anschauen sollte statt selbst zu spielen? Ok, es ist billiger, aber dafür fällt auch der komplette Gameplay-Part, das Spiel weg. Und ganz ehrlich, ohne diesen Teil kann man sich doch von speziell auf den passiven Genuss ausgelegten Filmen und Serien viel besser unterhalten lassen.

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 14. März 2014 - 17:57 #

Nein. Geht mir auch so. Verstehe aber das Meiste auf Youtube nicht. Bin allerdings auch schon über 12, vielleicht liegt es ganz einfach daran.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61241 - 14. März 2014 - 18:03 #

Nein, du bist nicht allein, ich leiste dir gerne Gesellschaft. Ich kann Lets plays auch nicht viel abgewinnen. :)

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70252 - 14. März 2014 - 18:08 #

"Bin ich eigentlich der einzige Mensch, der immer noch nicht versteht, warum sich jemand Let's Play-Videos anschauen sollte statt selbst zu spielen?"

Ich frage mich immer, weshalb bei dieser Diskussion von den LP-Ablehnern immer nur die Frage gestellt wird "LP anschauen STATT selbst spielen". Ich schaue gerne LPs von einigen wenigen ausgesuchten LPern (leider sind die meisten nahezu unerträglich). Das ist für mich ein Unterhaltungsformat wie andere auch und ich finde es interessant, wie der Spieler auf bestimmte Stellen im Spiel reagiert. Aber nur von Spielen, die ich zuvor selbst gespielt habe und die mir entsprechend gut gefallen haben, oder eher selten von Spielen, die ich mit Sicherheit nicht selbst spielen würde, bei denen ein LP aber aus anderen Gründen interessant ist..

Daher nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 19:55 #

Der Unterhaltungszweck würde sich mir nur erschließen, wenn ein Entwickler sein eigenes Spiel für ein Let's Play durchspielen würde. Eine Art Videokommentar mit Hintergrundwissen zu jedem Element des Spiels, für Hardcore-Fans, die wirklich ALLES zu ihren Lieblingsspielen wissen wollen. Ansonsten erfüllt ein speziell mit vorgefertigten Kommmentaren aus Spielszenen zusammengeschnittenes Video den Unterhaltungszweck meiner Meinung nach bedeutend besser. Und ja, ich weiß, dass einige "Letsplayer" ihre spielerischen oder kommentatorischen Downtimes rauschneiden, aber durch den Vollständigkeitsanspruch geht das halt auch nur bedingt und es muss zwangsläufig viel Filler-Kommentar drinbleiben.
Das mit den Reaktionen anderer Spieler auf bestimmte Situationen kann ich bedingt verstehen. Wenn ein Pewdiepie bei einem Horrorspielchen theatralisch in die Kamera schreit, dann geht mir das gehörig auf die Nerven. Aber ich hab tatsächlich selbst nach dem Ende von The Walking Dead die jeweils letzte Folge verschiedener Let's Plays zu dem Spiel angesehen. Das ist allerdings auch das einzige Mal, dass ich das getan habe.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. März 2014 - 3:14 #

Das Problem von Lets Play ist, es wird irgendwie nur auf Gronkh und Co reduziert.

Ich gucke bzw höre sehr viel LPs nebenbei quasi als Podcast beim surfen, weil TV Programm für mich seit Jahren tot ist.
Leider gibt es wenige, die so schön und lange reden können wie Gregor :D

https://www.youtube.com/user/rpgheaven/playlists?view=50&shelf_id=27&sort=dd

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 15. März 2014 - 16:26 #

Macht Sinn. Der Mensch von heute muss sich ja auch immer berieseln lassen. Hauptsache nicht filtern oder gar konkret etwas aussuchen. Immer schön alles laufen lassen. TV, Computer, Telefon, Freunde auch noch in der Wohnung *Kopf Schüttel* ich kann Menschen einfach nicht mehr verstehen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16663 - 15. März 2014 - 18:17 #

Naja, bin mir nicht sicher, ob das wirklich was mit dem "Mensch von heute" zu tun hat. Ich bezweifle arg, dass früher so Sachen wie MTV oder Viva etc. aktiv geguckt wurden, das lief auch eher so nebenher. Dito wahrscheinlich mit Frühstücksfernsehen. ;)

Name1 (unregistriert) 14. März 2014 - 19:04 #

Ich denke mal, es gibt verschiedene Gründe:
1. Preis. Wie du schon gesagt hast, nicht jeder hat das Geld, jedes Spiel zu kaufen, das rauskommt oder seinen Computer aufzurüsten. Und so bekommt man zumindest die Möglichkeit, es live zu erleben, statt zusammengeschnitten oder in Textform.
2. Preview. Ich denke auch, dass viele "nur mal reinschaun" statt sich das komplette LP anzusehen - und bei Gefallen vielleicht doch noch kaufen. In Zeiten, in denen Demos rar sind durchaus legitim.
2. Unterhaltung. Wenn ein LP gut gemacht ist, mit humorvollen oder fachkundigen Kommentaren, ist es einfach sowas wie eine Show oder eine Serie, da ist dann das Spiel vielleicht gar nicht so wichtig.
3. Bequemlichkeit. Man braucht nicht überall das Spiel, den (auzurüstenden) Computer, die Konsole dabeizuhaben um die neuesten Spiele zu erleben.
4. Lernen, genießen, Wettberwerb. Warum schaut man sich ein Fußball oder Tennisspiel an und spielt nicht selber? Abgesehen davon, dass es nicht bedeutet, dass man nicht selber auch mal kickt, gefällt einem einfach der Sport. Wenn man sich länger mit einer Sache beschäftigt, weiß man auch, was einen guten Spieler auszeichnet, eventuell lernt man noch was dabei. Zumindest kann man es wertschätzen, wenn gute Spieler gut spielen (Ok, das geht jetzt schon mehr in Richtung "warum live streams?" aber das gehört ja doch irgendwie zusammen) Einem Messi beim kicken zuzusehen oder einem Daigo bei Street Fighter lässt einem, bei etwas Kenntnis der Materie, einfach mit der Zunge schnalzen ;)
Dazu kommen noch die Turniere, die gestreamt werden. Auch da kann man Parallelen zu Sport-Veranstaltungen ziehen. Da kommt dann der Hype, es spielen die Besten gegeneinander, man kennt vielleicht den ein oder andern Spieler, nur einer bleibt übrig am Ende etc.

Und mal ehrlich, bin ich der einzige Mensch, der als Kind bei Freunden war und ihnen genauso gern beim Spielen zugeschaut hat wie selber zu spielen? ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 14. März 2014 - 19:47 #

Bist du nicht. Wenn wir uns früher zum "zocken" getroffen haben, hat eine Person gespielt und der Rest schaute zu. Mit so 2-3 Leuten war das recht üblich. Manchmal wurde auch abgewechselt. Aber Zuschauen war auch für mich niemals das Problem.

Sonst sprichst du schon viele Punkte an, die ich ähnlich sehe. (Würde aber so Turnier- und eSport-Streams von LetsPlays deutlich abgrenzen, denn da geht es um was anderes.)

Ich schaue gerne öfter mal LetsPlays oder, ich will sie mal so nennen, LetsPlay-Hybride. Letztere sind teilweise einfach Reviews im LetsPlay-Stil, wie etwa TotalBiscuit sie macht. Oder so Mod-Vorstellungen für Minecraft sind oft in LetsPlay-Form. (Allgemein Minecraft, ich habe das sehr viel gespielt und schaue heute noch gerne LetsPlays von irgendwelchen Special-Sachen, wenn zB irgendwelche seltsamen Mobs in einer Arena gegeneinander kämpfen.)

Und manche Spiele sind auch echt gut zum Zuschauen. Auf Dominions 3 wäre ich ohne geschriebene Spielberichte und dann LetsPlays auch nicht aufmerksam geworden. Und selber spielen kann ich es dann ja immernoch. Distant Worlds ist auch nett zum zusehen. Bei manchen Spielen müsste ich mich erstmal etwas reinfuchsen, um ordentlich spielen zu können - bei LetsPlays kann ich schonmal so reinschauen und Gameplay sehen, was ich mir sonst erarbeiten müsste.

Aber gut, die deutschsprachigen LetsPlays von diesen Leute wie Gronkh oder Sarazar schaue ich mir auch nicht an, das finde ich eher nervig. Manche Leute labern halt dabei auch nur blöden Mist, der nicht mehr lustig ist. Dabei verlange ich gar nicht, dass immer alles zum Spiel gehört, aber es muss halt nicht so stumpf und blöde sein. Und ein Adventure würde ich mir vermutlich auch nicht anschauen - außer ich habe es schon selbst gespielt, aber dann ist es auch nicht wirklich spannend.

Name1 (unregistriert) 14. März 2014 - 20:14 #

hmm ok ich wollte die Streams halt noch mit drinhaben, weil die Frage "Warum nicht selber spielen?" bei Streams genausoft vorgetragen wird, und einige LPs mittlerweile schon gestreamt werden(und später eventuell auf youtube landen).

Jo, abwechselnd spielen war auch mal drin. Oder falls möglich, MP an einem Computer (pre-Internet Zeit, klar). Aber bei Einzelspieler-Rollenspielen zum Beispiel konnte man genausogut zuschauen, mitfiebern oder Vorschläge machen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28905 - 14. März 2014 - 20:12 #

Klingt doch arg so wie: Wenn du kein Geld für's Restaurant hast, dann schau den anderen beim Essen zu.
Also mich macht das nicht satt...

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 20:18 #

1. Nur kann man sich im Internet wie gesagt auch massenweise Filme und Serien kostenlos ansehen, die qualitativ deutlich über praktisch jeder Spielhandlung stehen.
2. Dafür fände ich ein Let's Play aber eher hinderlich, weil halt über das Spiel drübergequatscht wird. Da würde ich mir eher einen Video-Walkthrough (das Vorgängerformat der Let's Plays) oder ein First-15-Video ansehen.
3. Wie eine Show mag es bei den besseren Let's Plays sein, aber das unterstreicht eigentlich nur mein Qualitätsargument. Und wie eine Serie ist es mit Sicherheit nicht.
4. Nur sind 99% der "Letsplayer" entweder Spieler wie ich und vermutlich auch du, also von mehr oder weniger durchschnittlichem Skill, oder Rage-Quit-Idioten, die auf normal spielen, aber einen Super-Easy-Mode erwarten. Das verbleibende 1%, die Pro-Gamer, haben allerdings ganz sicher einen Unterhaltungswert. Es gibt aber einen Grund, warum es im Sportfernsehen eigene Kommentatoren gibt und der Kommentar nicht von den Spielern kommt. Der Unterhaltungswert und die Spieler sind auf diese Weise noch besser.

Und zu deinem Freunde-Argument: Das ist etwas ganz, ganz anderes. Mit Freunden zu spielen ist wie zusammen im Auto zu fahren, während man bei Let's Plays anderen Leuten beim Fahren zusieht.

Name1 (unregistriert) 14. März 2014 - 21:16 #

Ok, ich muss zugeben, ich hab unter LetsPlay auch eine Art Video-Walkthrough, bei dem kommentiert wird, verstanden. Was ist genau der Unterschied?
Als was würdest du die Stunde der Kritiker, zumindest aber das Uncut, bezeichnen?

Ich find den Vorgang eigentlich ganz normal: Ein Spiel, das für einen persönlich kein "must-have" ist, auf das man aber aufmerksam wird und das interessant sein könnte, schaut man sich als Video an, um sich ein besseres Bild machen zu können. Klar, ob es dann gleich ein LP (oder Walkthrough) sein muss, ist die Frage, aber ich denke schon, dass man sich so einen besseren Eindruck verschaffen kann.

Und wenn man ein Spiel, das auf PvP ausgerichtet ist, länger spielt, kann man durchaus auch Spaß am Zuschauen besserer Spieler haben - wie beim Sport. Auch ganz banal.
Übrigens find ich die Kommentatoren, zumindest beim Fußball, im Fernsehen meist ziemlich nervig. Andersrum sind die meisten Online-Turniere meist kommentiert (dass auch nicht unbedingt besser, sei dahingestellt ;))

Mit den Freunden-Argument meint ich schon mehr zuschauen als spielen. Also Stuhl neben Stuhl deines Kumpels und in den Bildschirm geschaut. Klar, die soziale Komponente fehlt, aber das ist doch den jüngeren Generationen gar nicht mehr so bewusst, denke ich. Im Gegenteil kann ich mir vorstellen, das Dinge wie chats während eines Streams oder comments unter einem Video durchaus als soziale Interaktion angesehen werden. Siehe natürlich auch soziale Netzwerke.

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 21:42 #

Ein Video-Walkthrough ist genau das. Jemand spielt das Spiel durch und nimmt es auf. Ohne Kommentar.
Ich hab 2011 mit nem Kumpel Zelda Skyward Sword durchgespielt, immer abwechselnd, und wer gerade nicht aktiv beteiligt war, hat den Co-Piloten gemacht. Also Vorschläge, Ratschläge, Blödeleien, Zelda-Fachwissen, Gameplay-Analyse, ab und zu auch mal Internet-Recherche und wenn einer nicht weiter- oder etwas nicht hinbekam, übernahm der andere. Und zwischendurch haben wir zur Auflockerung SSBB und Mario Kart gezockt und natürlich auch über anderen Kram aus unserem Leben geredet. Das kannst man nicht mal ansatzweise mit einem Let's Play vergleichen, selbst wenn einer von uns NUR den Co-Piloten gemacht hätte.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 14. März 2014 - 22:27 #

Ergänzend zu Grinzerator:

Bei Let's Plays wird ein Spiel ohne jegliche Vorahnung (und somit meist planlos) mit Kommentar durchgespielt und i.d.R. in 15-Minuten-Happen serviert. Meist wird einfach irgendwas (zur Unterhaltung) erzählt und die wenigsten liefern stattdessen dabei echte Infos zum Spiel.

Ein Walkthrough ist ein Lösungsweg/Hilfestellung und dient dazu, Leuten weiterzuhelfen, die an einer Stelle im Spiel nicht weiter kommen oder z.B. spezielle Dinge suchen oder ein bestimmtes Achievement möchten. Diese sind i.d.R. ohne Kommentar, eher mit ggf. Texteinblendungen, und diejenigen, die so einen Walkthrough machen, bereiten sich darauf vor und spielten das Spiel bereits (mehrfach) durch. Meist werden die Videos auch entsprechend auf das Wesentliche zusammengeschnitten (z.B. bei Achievements), außer man möchte z.B. ganze Missionen zeigen, um den Hilfesuchenden da durch zu führen (I walk you through). Ergo, bei einem Walkthrough weiß derjenige - im Gegensatz zu einem Let's Play - ganz genau was er macht.

Ein Playthrough ist sowas wie ein Let's Play, jedoch ohne Kommentar.

Leider vermischen sich die Bezeichnungen mittlerweile auf YouTube, meist mit Absicht, um mehr Klicks zu bekommen. Bedeutet: Nicht immer wo heutzutage z.B. Walkthrough dransteht ist auch wirklich ein klassischer Walkthrough zu sehen.

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 22:39 #

Ah, ok, die begriffliche Unterscheidung zwischen Walkthrough und Playthrough kannte ich auch noch nicht. Macht aber natürlich Sinn. Die Vermischung ist mir aber auch schon aufgefallen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 19. März 2014 - 22:07 #

Das ist so, zumindest meines Wissens nach, nicht ganz richtig - was die Definition von "LetsPlay" angeht.

Denn LetsPlays sind nunmal nicht eben diese planlosen Videokommentare zu skill-losen Playthroughs. Soweit ich weiß, werden LetsPlays ohne Vorerfahrung mit dem Spiel "blind" genannt. Meist haben die LetsPlayer*innen also das genannte Spiel schon ausreichend gezockt, um mit der Mechanik vertraut zu sein und nicht ein permanentes Scheitern als Video abzuliefern.

Ja, bei LetsPlays wird wenig geschnitten, das ist richtig, aber das funktioniert vor allem dann gut, wenn das Spiel ohne große Schwierigkeit gespielt wird. Wenn ich 63mal an einer Stelle scheitere, dann werden auch die Hardcore-Fans nach 5-6 Folgen mit denselben Szenen abschalten.

Viele LetsPlays, die ich gerne schaue, basieren darauf, dass nicht vollkommene Neulinge die entsprechenden (Strategie-)Titel spielen. Denn ohne Kenntnis/Erfahrung würde das alles nicht so gut funktionieren.
Ein Dominions3-LetsPlay blind? Nein danke. Und es wurde hier oben schon gesagt, LetsPlays werden viel zu oft auf Leute wie Gronkh oder PewDiePie reduziert. Und die sind zwar populär, mMn aber nicht die besten LetsPlayer*innen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 20. März 2014 - 13:03 #

"Soweit ich weiß, werden LetsPlays ohne Vorerfahrung mit dem Spiel "blind" genannt. Meist haben die LetsPlayer*innen also das genannte Spiel schon ausreichend gezockt, um mit der Mechanik vertraut zu sein und nicht ein permanentes Scheitern als Video abzuliefern."

Nee. "Blind" ist eigentlich der englische Begriff für ein Let's Play, blind in ein Spiel und somit ohne Vorahnung reinzugehen. Der Begriff Let's Play ist quasi auf deutschsprachigem Mist gewachsen und hat sich hier bei uns so eingebürgert. In den USA z.B. würde man den Begriff Let's Play nicht verwenden, sondern eben "Blind", weil die ein "Let's Play" nicht kennen.

Aber wie gesagt, die Bezeichnungen vermischen sich, weil es so gesehen halt keine feste Regel gibt. Da kann einer einen Walkthrough machen (mit Vorahnung) und nennt es trotzdem Let's Play, weil's mehr Klicks bringt.

tailssnake 12 Trollwächter - 1093 - 14. März 2014 - 23:06 #

Du spricht den Punkt an, warum man so etwas tun kann.
Das Gameplay, wenn mir das nicht gefällt, aber wissen will wie die Story ist kann ich mir es einfach ansehen und bin von der nervigen Komponente befreit.

Grinzerator (unregistriert) 14. März 2014 - 23:32 #

1. Das Gameplay ist manchmal ein Element der Erzählung.
2. Sind Spielhandlungen für sich allein stehend praktisch nie so gut wie Filme oder Serien. Warum also nicht lieber ein Medium mit besseren Geschichten und beim passiven Konsum höherem Unterhaltungswert gucken?
3. Außerdem hast du im Let's Play einen Kommentator, der dir reinlabert und du hast lange Downtimes, wenn das Gameplay stattfindet. Ein Zusammenschnitt der Handlung ohne Kommentar würde dem besagten Zweck also viel besser dienen als ein Let's Play und kostet auch nicht annähernd soviel Zeit.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6901 - 15. März 2014 - 21:41 #

gute Frage, hab Harald Fränkel mal bei DayZ spielen zugeschaut zusammen mit Trinity (huhu) daraufhin hat mich auch die DayZ Sucht befallen, wobei DayZ ja sowieso immer unterschiedlich ausfällt da man ja selber die Welt gestaltet bwz ja keine Story hat.
Ansonsten interessieren mich Lets Play auch herzlich wenig eigentlich nur bei Open World Titel wo nichts von der Story gespoilert wird. Wenn ich ein Spiel dann durch hab interessieren mich auch die Lets Plays nicht mehr.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 15. März 2014 - 22:00 #

Huhu :).

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 16. März 2014 - 21:09 #

Geht mir auch so. Ich finde nichts langweiliger als anderen Menschen beim Spielen zuzusehen. Hab noch nie ein Let's Play geschaut.

volcatius (unregistriert) 14. März 2014 - 20:22 #

"Ich [Fabian Siegismund] kann mich an einen meiner Tests erinnern, der dem Publisher so missfiel, dass er für die Folgemonate alle Anzeigen stornierte. Damals konnte GameStar (mit 300.000 Käufern im Rücken) darüber lässig mit den Schultern zucken, heute hat so eine Drohung sicherlich mehr Gewicht."

Interessante Aussage, die so manche Befürchtung bestätigt.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 14. März 2014 - 20:44 #

Vielleicht bin ich ja zu naiv gewesen, aber an so direkt gekaufte Wertungen habe ich nie geglaubt - und tue es jetzt auch noch nicht.

Aber solche Aussagen lassen mich an der Integrität mancher Magazine doch arg zweifeln. Von wegen "Anzeigenabteilung und Redaktion sind vollständig getrennt" blub. Sicher, wenn das eigene Geld stimmt, dann kann es sich ein Medium auch leisten, unabhängig zu bleiben - aber sollte journalistische Unabhängigkeit vom Geld abhängen?

P.S.: Bei so professionellen Youtube-Channels sieht die Situation übrigens nicht besser aus. Da gibt es manchmal schmale Grade zwischen Promotion und Kritik.

tailssnake 12 Trollwächter - 1093 - 14. März 2014 - 23:09 #

Zumindest bei den YT Channeln wo mich die Meinung wirklich interessiert und deren Hauptteil Reviews sind, bin ich mir recht sicher das sie(totalbiscuit und Angry Joe) sagen was sie denken.

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 15. März 2014 - 16:30 #

Da wäre ich mir nicht so sicher, denn gerade in Amerika ist virales Marketing, also Marketing was nicht als solches erkennbar ist, gaaaaaanz hoch im Kurs. Und da Youtuber meist Meinungen machen, statt ein klares Statement abzugeben, lohnt sich das durchaus. Und da Schleichwerbung in Videos auch nicht unbedingt nachweisbar ist, wird da sicherlich kaum etwas von wegen Produktplatzierung, Sponsored Video und Co erwähnt.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. März 2014 - 3:47 #

Ich seh das so, als Lets Player hast du ja keine "Verträge" mit den Firmen und du spielst bzw zeigst was dir gefällt. LPs sind ja nicht direkt mit Testberichten zu vergleichen es gibt auch keine Wertungsskala. Man sieht einfach nur, was macht der da und macht es ihm Spaß bzw würde mir das auch Spaß machen. Da bringen selbst 5 Mio € Bestechung nichts, wenn ich ja selber sehe, das macht mir keinen Spaß.

In einem Test kann ich schreiben, geile Grafik und hau nen Photoshop Screenshot dazu, das geht bei einem LP nicht.

Acclaim Forever! (unregistriert) 15. März 2014 - 0:11 #

Eine Idee von welchem Test er spricht?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. März 2014 - 3:41 #

https://www.youtube.com/watch?v=AhhTca-_7zk

Eidos war der Publisher von diesem Werk
http://en.wikipedia.org/wiki/Shellshock:_Nam_%2767

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 14. März 2014 - 20:24 #

Danke für die Lesetipps!

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166038 - 14. März 2014 - 23:53 #

Wieder mal eine tolle Zusammenstellung. :)

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