PSN-Check: OlliOlli
Teil der Exklusiv-Serie PSN-Check

PSVita
Bild von Dennis Hillor
Dennis Hillor 32590 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S5,C10,A10,J10
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11. März 2014 - 23:37 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Wie jeden Dienstag stellt euch auch heute unser PSN-Check wieder ein interessantes Download-Spiel aus dem PlayStation Store vor. Betreut wird die Rubrik von unseren Usern Psychofrog und Elofson.

Skateboarden ist seit jeher ein Phänomen der Extremsportarten. Für die Einen ist es das ultimative Zeichen der Rebellion, auf ihrem Brett die Stadt unsicher zu machen. Auf der anderen Seite stehen die, die aus einem Trend heraus fahren, von Veteranen und Streetskatern oft als Poser verschrien. Doch sobald beide Gruppen im Park aufeinander treffen, geht es rein um den Sport. Eben wegen dem ständig wieder aufkeimenden Kultstatus, den das Stück Holz mit vier Rollen genießt, ist es ein beliebtes Sportgenre für Videospiele. Mit OlliOlli ist nun ein Titel erschienen, der das Skate-Feeling auf eure PSVita bringen will. Ob dieses Vorhaben gelungen ist, erfahrt ihr diese Woche im PSN-Check.

Spiel ich hier mit dem Smartphone?
Beim Start des Spiels werdet ihr von einem sehr aufgeräumten Hauptmenü begrüsst. Dieses enthält lediglich die Punkte Spielen, Einstellungen und Tutorial. Durch einen Druck auf die Spielen-Schaltfläche kommt ihr in ein Levelauswahlmenü, das ebenfalls sehr simpel gehalten ist. Es gibt eine Kategorie, wie beispielsweise "Stadt", in der sich insgesamt zehn Levels befinden, von denen neun freigespielt werden müssen. Die Menüführung erinnert mehr an ein Smartphone-Game wie Angry Birds als an ein anspruchsvolles Skateboard-Spiel. Das Tutorial zeigt aber relativ schnell, dass weit mehr in dem Titel steckt. OlliOlli setzt nicht auf das genretypische 3D nebst Schulterperspektive, sondern auf eine 2D-Darstellung. Dennoch übertrifft es die Tony Hawk's Pro Skater-Reihe in der Komplexität bei Weitem.
Optisch ist der Titel etwas ttrist umgesetzt, aber doch mit Liebe zum Detail.
Bekanntes in neuem Gewand
Eure ersten Bewegungen sind schnell erlernt. Gepusht, also Schwung geholt, wird mit der X-Taste, zweimal kräftig Anschieben reicht, um auf die Maximalgeschwindigkeit zu kommen. Schnell rollt ihr auf die ersten Treppen zu, die ihr durch die Bedienung des linken Sticks überspringen müsst. Dazu haltet ihr diesen nach unten gedrückt und lasst im richtigen Moment los. Abhängig davon, in welche Richtung ihr den Knüppel bewegt, führt euer Extremsportler verschiedene Tricks aus. Doch damit nicht genug, um eine saubere Landung hin zu legen, müsst ihr kurz vor dem Boden die X-Taste betätigen. Das ist zu Beginn ungewohnt, geht aber schnell in Fleisch und Blut über und ihr erzielt nahezu nur noch perfekte Landungen. Uns erinnert das System an die Skate-Serie von EA, nur in einem simpleren grafischen Gewand.

Um zu grinden, also auf Geländern oder Kanten zu rutschen, muss der rechte Kontrollhebel kurz vor dem jeweiligen Objekt in eine Richtung gedrückt  werden. Hier entscheidet ebenfalls die Richtung des Drucks, welcher Trick vollführt wird.
Es gibt viele Tricks, die bei genauem Hinsehen auch erkannt werden können.
Kurz und knackig
Dieses relativ simple Prinzip stellt sich als fesselnder und komplexer heraus, als anfänglich vermutet. Denn obwohl es reicht, einen Level abzuschließen, ohne zu stürzen, um den nächsten freizuschalten, bietet jeder Abschnitt fünf Herausforderungen: Mindestpunktzahl, Kombo mit x Punkten, Sammelaufgaben oder ein bestimmter Trick. Von letzteren gibt es um die 120 im Spiel. Da es relativ schwierig ist, sich alle zu merken, gibt es das Trickbuch. Das listet auf, welche Bewegung des Sticks zur Ausführung des gewollten Kunststücks notwendig ist. Sobald ihr das System intus habt, landet ihr die geforderten Tricks ohne große Mühe.

Habt ihr alle Herausforderungen einer Stage absolviert, wird der Pro-Mode freigeschaltet. In diesem ändert sich die Umgebung jedes Mal, wenn ihr neu startet, und die Aufgaben sind deutlich schwieriger. Solltet ihr die insgesamt 250 Challenges abgeschlossen haben, gibt es noch den "Daily Grind". Das ist pro Tag ein Spot, bei dem ihr eine möglichst hohe Punktzahl erreichen müsst. Diese wird dann ins Internet gestellt und ihr könnt euch mit anderen Spielern vergleichen. Der Clou bei diesem Modus ist, dass ihr für den gewerteten Trick nur eine Chance habt. Ihr könnt zwar beliebig oft üben, aber der gewertete Durchgang kann nur einmal angegangen werden.
Schlechtes Timing bedeutet Freiflug...
Elektronisches 2D
Wie oben bereits beschrieben, erinnert OlliOlli grafisch eher an einen Smartphone-Titel als ein ernstzunehmendes Skateboard-Spiel. Die 2D-Optik ist aber sehr liebevoll gestaltet und durchaus hübsch anzusehen. Sie ist sogar so detailliert, dass ihr den einen oder anderen Trick tatsächlich erkennen könnt, wenn ihr ihn kennt und genau hin seht. Allerdings ist die Farbpalette vor allem im tristen Grau-Bereich angesiedelt. Echte Innenstädte sind bunter!

Ein weiterer Wehrmutstropfen ist die musikalische Untermalung. Die Skateboard-Szene ist tief mit dem Punk und Hip-Hop verbunden, was sich bei anderen Genrevertretern, wie der Skate-Reihe, auch im Soundtrack deutlich bemerkbar macht. Bei OlliOlli beschränkt sich diese auf entspannte Electro-Funk/Jazz-Stücke, gelgentlich auch einen Dubstep-Titel. Im Allgemeinen ist die Musik also sehr elektronisch, was nicht jedem gefallen dürfte.

Fazit
Ist OlliOlli ein typische Skateboard-Spiel? Definitiv nein. Ist es deshalb ein schlechtes Skateboard-Spiel? Ebenfalls nein! Durch die verwendete Steuerungsmechanik, bei der durch die Kontrolle des Analog-Sticks bestimmte Tricks ausgelöst werden, wird ein ähnliches Spielgefühl wie bei Skate erzeugt, das bei Fans des Rollbrettsports als die realistischste Umsetzung gefeiert wird. Durch die kleine Levelgröße ist OlliOlli ein perfektes Spiel für eine schnelle Runde zwischendurch, und die Herausforderungen spornen immer wieder aufs Neue an. Für Freunde des Skateboardens unbedingt empfehlenswert, aber auch Fans von auf Timing ausgelegten Geschicklichkeitsspielen können einen Blick riskieren!
  • 2D-Skateboard-Simulation
  • Einzelspieler, Online-Punktevergleich
  • Anspruch: Einsteiger bis Profis
  • Preis am 11 März: 9,99 Euro
  • In einem Satz: Unscheinbare Skateboard-Sim, komplexer als die "großen" 3D-Titel.
Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 48869 - 11. März 2014 - 23:56 #

Soll das Spiel nicht demnächst über Steam auch für den PC erscheinen?

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 9740 - 12. März 2014 - 0:32 #

Ja, das hab ich auch gelesen. Leider finde ich jetzt net mehr wo.

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 9740 - 12. März 2014 - 0:35 #

"geht rein um den Sport."

Da fehlt ein "es".

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22566 - 12. März 2014 - 5:28 #

Guck ich mir definitiv an. Falls sich einer für Skateboarding interessiert: Downtown and the Z-Boys ist da definitiv ein feiner Film. Der die Anfänge der US-Skateboardszene in den 70ern sehr gut beleuchtet

Schöner Check

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32590 - 12. März 2014 - 7:50 #

Ist wirklich erstaunlich gut, eben wie beschrieben durch die Skate-ähnliche Steuerung.
Danke!

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 12. März 2014 - 8:43 #

Stand schon lange ganz weit oben auf meiner WennichirgendwannmaleineVitahabekaufeichmirdasbestimmt-Liste ;)
Scheint echt 'ne kleine Perle zu sein. Danke für den Check.

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32590 - 12. März 2014 - 8:46 #

Hat tatsächlich das "suchtpotential" von so einem kleinen, feinen Smartphone-Game

Alex Kreitner 09 Triple-Talent - 333 - 12. März 2014 - 10:56 #

Vielleicht wird es ja so erfolgreich wie Flappy Bird? :P
Gute News dazu.

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