HW-News Folge 127: iPhone 6, Geforce GTX860M, AMD R9 280
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Dennis Ziesecke 29697 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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8. März 2014 - 15:25 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Vermeintlich neue Produkte mit aktuellen Bezeichnungen, denen allerdings nur alte Technik zugrunde liegt – im Grafikkartenbereich ist das schon lange kein Aufreger mehr. So überrascht auch die AMD Radeon R9 280 kaum noch negativ. Bei dieser Karte handelt es sich um eine neu gelabelte Radeon HD 7950 Boost, der 8 Megahertz GPU-Takt abhanden kam. Interessanter ist eh Nvidias Notebook-Maxwell GTX 860M, verspricht diese GPU doch etwas mehr Power als die GTX 770M bei geringerem Strombedarf.

Spannend wird es auch im Krimi Apple versus Samsung. So trennt sich Apple nun auch bei der Prozessorproduktion von Samsung. Die Großproduktion von A8-SoCs für das kommende iPhone dürfte bei TSMC allerdings viele Kapazitäten binden, die nun für die Herstellung neuer AMD- und Nvidia-Grafikchips fehlt.
Nvidias GTX860M ist vor allem für spieletaugliche Mittelklasse-Notebooks interessant. Diese könnten durch den energiesparenden Chip zudem etwas dünner ausfallen als aktuelle Modelle.
Mehr Maxwell: Nvidia GTX 860M für Notebooks
Bereits seit einigen Tagen ist die für ihre beeindruckende Energieeffizienz gerühmte Geforce GTX 750 (Ti) auf dem Markt und erfreut sich bei sparsamen Nutzern einiger Beliebtheit. Diesen Karten zugrunde liegt eine neue GPU-Architektur von Nvidia mit dem Namen Maxwell, genauer gesagt: die GM107-GPU. Auf eben diesem Grafikchip basiert der erste Notebookableger der Maxwell-Grafikkarten. Die Geforce GTX 860M entspricht in großen Teilen der Geforce GTX 750 Ti für den Desktop und soll sich mit der GTX 770M duellieren. Im Forum von Notebookreview.com ist nun ein CPU-Z-Screenshot zu sehen, der einige Angaben zur GTX 860M macht und Hinweise auf die zu erwartende Leistung gibt.

Dummerweise soll ausgerechnet das Auslesen der GPU-Taktfrequenz nicht korrekt funktioniert haben, weshalb ein unrealistisch niedriger Takt von 540 Megahertz angezeigt wird. Die restlichen Daten stimmen jedoch mit der GTX 750 Ti für den Desktop überein: 640 Shadereinheiten, 128 Bit Speicherinterface mit GDDR5-Speicher, 2506 Megahertz effektiver RAM-Takt (hier arbeitet die Desktopkarte mit 2700 Megahertz etwas schneller) sowie 16 ROPs und 40 Textureinheiten.

Der GPU-Takt dürfte beim Mobil-Ableger etwas geringer ausfallen als beim Desktop-Pendant (dort sind es 1020 Megahertz), um Energie zu sparen. Gegenüber der Desktop-Mittelklassekarte GTX 750 Ti wird die Performance also etwas geringer ausfallen, allerdings dürfte die 860M der aktuellen Notebook-Oberklasse GTX 770M genügend Paroli bieten. So sind ebenfalls Benchmark-Ergebnisse des 3DMark 11 aufgetaucht, die der 860M zumindest im Performance-Durchlauf mit 5339 Punkten etwas mehr Leistung zuschreiben als der GTX 770M mit 5023 Punkten. Abgeschlagen: die GTX 660M mit nur 2563 Punkten.

Ein wenig wandelt sich das Bild in hohen Auflösungen und damit im Extreme-Preset des 3DMark 11. Hier erreicht die GTX 860M 1662 Punkte, während die GTX 770M auf 1747 Punkte kommt. Die GTX 660M liegt abgeschlagen bei 774 Punkten.
Hersteller wie Sapphire müssen eigentlich nur den Schriftzug und das BIOS der Karte anpassen um aus einer HD 7950 eine R9 280 zu zaubern. Praktisch.
AMD R9 280 ist umbenannte Radeon HD 7950 Boost
Seit einiger Zeit stellt AMD seine Grafikkarten-Bezeichnungen um. Aus Radeon HD wurde so Radeon R xxx – allerdings nur in seltenen Fällen mit neuen GPUs unter der Haube. So ergeht es auch der beliebten Radeon HD 7950 Boost, die nun als R9 280 weitergeführt wird. Neuerungen am Chip oder den unterstützten Features gibt es nicht, der Takt der R9-Karte liegt sogar ein wenig unter dem ihres  Vorgängers. An der Menge der Shader-Einheiten (1792 an der Zahl), der Breite des Speicherinterfaces (384 Bit) und der Speichergeschwindigkeit (2500 Megahertz) ändert sich nichts.

Neu ist hingegen, dass es von der R9 280 auch ein Modell mit 6 Gigabyte VRAM geben soll – für den Durchschnittsgamer dürfte ein solcher Speicherausbau aber nur wenig Sinn ergeben. Ärgerlich: Der Preis der R9 280 wird mit einer UVP von 279 US-Dollar angegeben, also etwa 200 Euro, die Radeon HD 7950 (allerdings das etwas langsamere Modell ohne Boost) war zwischenzeitlich bereits für unter 200 Euro erhältlich.
Apple lässt den A8-SoC des iPhone 6 bei TSMC fertigen. 
Apple iPhone 6: CPU von TSMC, kein Gorilla-Glas?

Die Gerüchteküche zum iPhone 6 brodelt – wie immer, wenn es neue Hinweise auf ein kommendes iPhone gibt. Zwar sind noch keine Informationen zu ernsthaft beeindruckenden Neuerungen bekannt (wobei die Konkurrenz sich, siehe Galaxy S5, mit solchen ja auch vornehm zurückhält), ein paar technische Informationen scheinen aber bereits durchzusickern. So soll der Chiphersteller TSMC (bei dem AMD und Nvidia ihre GPUs herstellen lassen) bereits mit der Produktion des neuen A8-SoC für Apple begonnen haben.

Gefertigt wird der 64-Bit-Prozessor angeblich im modernen 20nm-Verfahren, was bei TSMC die meisten Kapazitäten für 20nm-Chips binden dürfte – schlechte Nachrichten also für AMD- und Nvidia-GPUs in 20nm. Samsung dürfte als Fertigungspartner für den Prozessor nicht nur aufgrund der bislang nicht sehr überzeugenden 20-nm-Ausbeute gewechselt worden sein. Bereits im vergangenen Jahr, zur Zeit der Prozesse Samsung gegen Apple, war TSMC als Fertigungspartner für Apple ins Gespräch gekommen – das Verhältnis zwischen Samsung und Apple ist seit geraumer Zeit nicht unbedingt das beste.

Das Smartphone soll erneut von Foxconn gefertigt werden. Laut Informationen der Commercial Times gab Apple beim taiwanesischen Unternehmen 90 Millionen Stück für dieses Jahr in Auftrag.

Das Display des iPhone 6 soll Gerüchten zufolge nicht mehr von Cornings Gorilla-Glas geschützt werden, sondern könnte das Konkurrenzprodukt Saphirglas nutzen. Corning zeigt sich, welch Wunder, nicht sonderlich zufrieden mit der Konkurrenz: Saphirglas sei gegenüber Gorilla-Glas schwerer, teurer, weniger lichtdurchlässig und belaste zudem die Umwelt stärker. Im Gegenzug ist das bei teuren Luxussmartphones und Armbanduhren eingesetzte Saphirglas aber auch deutlich weniger anfällig für Kratzer als das bisher verwendete Glas. Und sogar Corning-Manager mussten jüngst zugeben: Der Name Saphirglas klingt sexy – was man von Gorilla-Glas wohl nur schwer behaupten kann.
blobblond 19 Megatalent - 18306 - 8. März 2014 - 16:10 #

"Saphirglas sei gegenüber Gorilla-Glas weniger lichtdurchlässig"

Corning kriegt das muffensausen.

Synthetische farblose Saphire haben eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit und Lichtbrechung.Und es ist wesentlich Kratzsicher als Gorilla-Glas,bei Gorilla-Glas muss man wenn man keine Kratzer haben will immer noch eine Displayschutzfolie aufkleben,was die angebliche lichtdurchlässig wieder zunichte macht.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 8. März 2014 - 16:31 #

Ich hab ein iPhone und brauchte noch nie eine Schutzhülle um keine Kratzer auf dem Glas zu haben.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 8. März 2014 - 16:38 #

Ich kapier den Hype um Kratzer auch nicht ( wer meint sein Hausschlüssel muss mit dem Handy in der selben Tasche schmusen ist selber schuld :D ), statt sich um so einen Bockmist zu kümmern, sollte man lieber mal wieder Wechselfronten anbieten um bei einem viel häufigeren Glasbruch nicht 150€ für ganze Displays zu bezahlen, obwohl nur ein 10€ teil kaputt ist.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5540 - 8. März 2014 - 19:16 #

Was muss man denn anstellen, um Kratzer in Gorillaglas zu bekommen? Ich hab mein iPhone seit über zwei Jahren ohne jeden Schutz in der Tasche und da ist nicht ein Kratzer auf dem Glas.

Unter normalen Umständen braucht kein Mensch eine Schutzfolie. Das war zu Zeiten der Plastikdisplays vielleicht noch sinnvoll, aber bei den heutigen Glasscheiben muss man es schon in eine Tüte Sand oder Diamanten stecken. :-)

Das einzige Problem ist ein Sturz aus größerer Höhe. Aber da rettet eine Folie das Display auch nicht mehr.

Kopa 12 Trollwächter - 837 - 8. März 2014 - 17:56 #

Gibt es schon Infos wann Notebooks mit der GTX 860M in den Handel kommen ?

Ich suche grad nach einem spielefähigen Laptop, würde aber auch abwarten wenn die neuere Generation bald erhältlich ist.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 8. März 2014 - 18:01 #

Ein Freund hat ein Acer Aspire Timeline für 270€ bekommen und ist mehr als zufrieden.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 34666 - 8. März 2014 - 22:30 #

Spielefähiger Laptop für 270 Euro??? Wo gibts den denn so günstig?

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 8. März 2014 - 22:37 #

Gebraucht

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 8. März 2014 - 23:16 #

Jeder hat andere Ansprüche an ein "Gaming"-Notebook. Der eine würde auch ein aktuelles Timeline nie als gamingtauglich bezeichnen und akzeptiert nichts unter GTX770M als halbwegs tauglich für Spiele, der andere ist auch zufrieden, wenn ältere Spiele auf moderaten Einstellungen halbwegs flüssig laufen. Ist ja auch ok, wenn man selbst damit zufrieden ist passt es ja.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 9. März 2014 - 0:56 #

Ja, so ist es ja im Grunde mit allem. Aber er hat ein Laptop gesucht, dass im Grunde alles kann, aber so wenig wie möglich gebraucht kostet und das war für ihn wohl der beste Kompromiss. Das Laptop hat zwei Grafikchips drinnen, so dass bei einfache Aufgaben nicht der Leistungsstärkere beansprucht wird und das finde ich persönlich ganz cool. Erst letztens Thief und Diablo 3 drauf gesehen und find den Preis von 270€ für ein Laptop, dass darüberhinaus noch relativ schmal und von 2011 ist, ganz faszinierend. Darüberhinaus hat er vom Fachhändler sogar noch ein Jahr Garantie. Die GTX 540M ist vielleicht nicht mehr die schnellste Karte, aber er kann damit alles auf mindestens Mittel spielen, halt so dass es noch schön aussieht - nicht zu vergleichen mit der Intel HD 4000 die meine Mutter in ihrem Macbook Pro hat. Ich bin mit meinem Vaio auch zufrieden aber hätte ich im Nachhinein die Wahl, würde ich zu dem Timeline greifen. Wir reden hier von grob 250€ und das ist für ein all Round Notebook das grade mal 2 KG wiegt und einen Akku von 8 Stunden hat ordentlich. Besser geht immer, aber das kostet dem entsprechend auch.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 10. März 2014 - 15:38 #

Ich habe vor zwei, drei Jahren ein Asus Notebook mit eben diesem Grafikchip gekauft. Bei 14 Zoll und 720p Auflösung reicht mir das tatsächlich. Falls ich wirklich mal drauf zocke, lief auch alles problemlos.

Meine Frau hatte damals ein Timeline X, allerdings ohne zweite Grafikkarte, das war sehr gut verarbeitet und eine richtige Arbeitsmaschine. Insbesondere der Akku, du schriebst ja selbst, 8 Stunden, hatte mich damals ziemlich begeistert.

Für 270 Euro kann man also auf keinen Fall meckern!

Lacerator 16 Übertalent - 4277 - 9. März 2014 - 16:04 #

Meiner Meinung nach sind Notebooks grundsätzlich nicht gamingtauglich. :)

Ich bin allerdings auch jemand, dem es zuwider ist, nicht alle Grafikregler auf Anschlag zu stellen. Auf Kantenglättung kann ich gleich gar nicht verzichten.

Kopa 12 Trollwächter - 837 - 9. März 2014 - 22:40 #

Ich würde auch lieber weiter am PC zocken. Nur geht das demnächst beruflich einfach nicht mehr, also muss ein Laptop her der zumindest so schnell wie mein jetziger PC ist ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 9. März 2014 - 22:49 #

So schlimm sind Notebooks gar nicht. Zwar sind die GPUs der "gehobenen" Klassen nur bestenfalls Desktop-Mittelklasse, für 1920x1080 in hohen Details reicht es aber trotzdem fast immer. So eine GTX780M reißt auch Metro Last Light flüssig.

Spannend finde ich da ja das Konzept von Lenovo: Die verbauen bei einem aktuellen Gerät (15,6 Zoll) eine GT 550M, also eine GPU der Notebook-Mittelklasse. Allerdings gibts dazu eine zweite 550M, die sich anstelle des DVD-Laufwerkes in den Wechselschacht einbauen lässt. Optional gibts dafür auch einen Akku, Laufwerk oder eine zweite Festplatte. Mit der GPU bestückt hat man also ein SLI-System mit etwa der Leistung einer GTX765M, mit nem Akku einen Rechner, der dank Optimus bis zu 8 Stunden durchhält.

Habe ja auch schon einige Gamer-Books getestet, meistens waren sie mir halt nicht zu langsam sondern zu schwer und unhandlich. Der Trend geht aber ja offenbar weg vom sperrigen Monster mit Blingbling und so. Nach Razers Blade hat nun auch Medion (also wieder Lenovo) ein flaches Gamer-Book mit guten Komponenten auf dem Markt. Genug Leistung für so gut wie alle aktuellen Spiele aber eben trotzdem transportabel und nicht zu hässlich für den Alltag - so sollte das sein.

Jadiger 16 Übertalent - 5274 - 10. März 2014 - 0:09 #

Voraus gesetzt Sli funktioniert, inzwischen ist es zwar ausgereift aber eine einzelne dicke Gpu ist immer noch besser.
Ich denke das es durch Maxwell und den 20nm Prozess bestimmt einiges kommt was deutlich was bringen wird. Weil High-End Notebooks haben meist eine Akkulaufzeit von 1,5 bis 3 Stunden was mich immer abgeschreckt hat natürlich unterm Zocken.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 10. März 2014 - 0:15 #

Haswell und Optimus sei Dank: Gamerbooks haben zwar beim Gaming eine miese Laufzeit (meist doch eher nur etwa eine Stunde), liegt aber wenig Last an, rutscht die Laufzeit schnell auch mal in Bereiche um 5-6 Stunden. Ein Gamer mit 1,5 Stunden Laufzeit ohne Volllast ist veraltet. Und mit 6 Stunden kann man gut leben, dass beim Zocken die Laufzeit stark sinkt sollte jedem klar sein. Ich hatte gerade das LG G Pad 8.3 hier (Test bei Gamestar), das packt unter Last auch nur 2,5 Stunden - als Tablet und nicht als Gamerbook ;) .

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 11. März 2014 - 8:46 #

Auf der CeBIT hat MSI gerade das GS70 Ghost Pro und das GS60 Ghost Pro vorgestellt - dort soll die "neueste Nvidia GTX-Grafik" zum Einsatz kommen, was wohl auf die 860M hinweisen dürfte. Das GS70 erscheint in wenigen Tagen, das GS60 kommt Ende März.

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