App der Woche: Threes
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Christoph Vent 123674 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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22. Februar 2014 - 14:02
Jeden Samstag findet ihr bei GamersGlobal unsere App der Woche. In vielen Fällen werden Spiele aus Apples App Store vorgestellt, wobei wir mindestens einmal im Monat bewusst eine Android-App vorstellen.

Hand aufs Herz: Wer von euch spielt auf seinem Smartphone oder Tablet 3D-Actionspiele und kann der meist umständlichen Touchsteuerung etwas abgewinnen? Die besten Spiele für iPhone und Konsorten sind und bleiben doch die speziell an die Touchscreens angepassten Titel. Neben einigen One-Touch-Hüpfspielen wie Rayman Fiesta Run (App der Woche) zählen hierzu vor allem Vertreter des Puzzle- und Rätsel-Genres. Mit Threes gibt es in Apples App Store seit kurzer Zeit einen vielversprechenden Neuzugang. In der aktuellen App der Woche wollen wir klären, ob die hohe Durchschnittswertung von derzeit 4,5 Sternen für das Zahlenpuzzle verdient ist.

Obwohl das Spielprinzip von Threes auf Zahlen basiert, müsst ihr nicht rechnen.
Auch für Mathemuffel
Game Over. Immerhin haben wir eine 192 geschafft – zu Beginn ein echtes Erfolgserlebnis!
Das Spielprinzip von Threes ist schnell erklärt: Addiere gleichwertige Zahlenblöcke miteinander und versuche, einen neuen Highscore zu erzielen. Etwas mehr ins Detail gehen müssen wir allerdings, um euch den Ablauf einer Partie Threes näherzubringen: Das Spielfeld besteht aus vier mal vier Feldern, von denen zu Beginn einige mit besagten Zahlenblöcken belegt sind. Kombinieren dürft ihr jeweils nur Blöcke, die dem gleichen Wert entsprechen. Eine Ausnahme stellen ausschließlich die farbigen Startsteine mit den Zahlen 1 und 2 dar, die ihr zu einer 3 addiert. Aus zwei Dreien erstellt ihr fortan eine Sechs, aus zwei Sechsen eine Zwölf, und so weiter. Trotz der vielen Zahlenspielereien sind aber keinerlei Rechenkünste notwendig.

Die Fusion zweier Blöcke funktioniert nur, wenn sie sich auf dem Spielbrett direkt nebeneinander befinden. Ist das der Fall, wischt ihr mit eurem Finger einfach in die gewünschte Richtung. Hier ist jedoch zu beachten, dass sich alle Steine in die angegebene Richtung bewegen, solange die Reihe oder Spalte – je nach Wischrichtung – noch nicht mit Blöcken ausgefüllt ist. Mit jedem Zug kommt zudem ein weiterer Stein hinzu. Welcher das ist, wird euch bereits vorher angezeigt, sodass ihr euren nächsten Zug planen könnt: Blau steht für eine 1, Rot für eine 2, Weiß für eine 3. Beendet ist eine Runde, sobald das Spielfeld voll ist und keine Additionen mehr möglich sind.

Rätseln ohne Zeitdruck
Was jetzt ziemlich kompliziert klingen mag, geht nicht zuletzt dank des kurzen, aber sehr guten Tutorials spätestens mit der zweiten Runde in Fleisch und Blut über. Je länger ihr spielt, desto mehr werdet ihr die taktischen Finessen in Threes kennenlernen. Immer wieder müsst ihr abwägen, ob ihr euch zuerst darum kümmert, vom Wert her kleinere Zahlenblöcke wie Dreien, Sechsen oder Zwölfer aus dem Weg zu räumen und damit Platz zu schaffen, oder aber frühzeitig auf die Kombination zweier größerer Steine zu drängen. Letzteres wird besonders dann knifflig, wenn sich die beiden Blöcke an anderen Stellen auf dem Spielfeld befinden und ihr sie durch Schiebereien zunächst zusammenführen müsst.

Das gute Tutorial bringt euch das Spiel innerhalb weniger Minuten bei.
Besonders gut gefällt uns, dass Threes ganz ohne Zeitdruck auskommt – ihr dürft euch für das Planen eurer nächsten Züge also so viel Zeit wie nötig nehmen. Dadurch, dass der Titel auf Zusatzitems jeglicher Art verzichtet, wird zudem die Zufallskomponente niedrig gehalten. Ganz ohne diese kommt Threes auf Grund des Steinenachschubs aber trotzdem nicht aus: In welcher Reihe oder Spalte der nächste Block eingefügt wird, erfahrt ihr vorher nicht, wobei sich dieses Risikopotential auch zunehmend minimiert, je mehr Steine auf dem Brett sind.

Fazit und Fakten
Schon nach wenigen Runden mit Threes entfaltet sich eine Suchtspirale wie wir sie bisher nur von wahren Klassikern wie Tetris oder Bejeweled kennen. Erscheint der Game-Over-Bildschirm, sagen wir uns immer wieder aufs neue Neue, dass die nächste die letzte Runde sein wird – und am Ende ist schon wieder eine Stunde vorbei. Dank seines ruhigen (aber fordernden) Spielprinzips eignet sich der Titel aber auch bestens für eine kurze Runde zwischendurch, da ein Spiel meist nur wenige Minuten dauert. Einen Kritikpunkt haben wir dennoch: Es gibt nur einen einzigen Spielmodus. Hier hätten wir uns beispielsweise einen zusätzlichen Herausforderungsmodus gewünscht, in dem wir innerhalb einer bestimmten Anzahl von Zügen eine vorgegebene Situation lösen müssen. Trotz alledem: Wer auf Rätselspiele steht, findet in Threes einen neuen Zeitfresser.
  • Preis am 22.2.2014: 1,79 Euro, sonst 2,69 Euro (iOS, Universal)
  • Suchterregende Zahlenspielerei ohne Zeitdruck
  • Motivierende Highscorejagd
  • 35,7 MB (iOS 6.0 oder höher, läuft nicht auf iPhone 3GS oder iPod Touch 4G)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPhone 4S
  • In-App-Käufe: Nein

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 22. Februar 2014 - 14:20 #

Hervorragendes Spiel! Die größten Probleme habe ich mit der Highscore-Zielsetzung (die ist einfach niemals vernünftig) und dem teilweise sehr sprunghaften Zufall.

Cohen 16 Übertalent - 4451 - 22. Februar 2014 - 14:25 #

Ich habs gestern auch gekauft... die einfachsten Ideen sind oft die besten, wenn sie gut umgesetzt werde.

Traurig allerdings, dass die GameCenter-Highscores durch Cheats/Hacks wieder ad absurdum geführt werden.

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 14:40 #

Spielt NICHT dieses Spiel!!

So ein ätzender Suchkram... noch eine Runde, ah noch eine, yeah 384!, noch eine.... grauenvoll!

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 22. Februar 2014 - 14:49 #

Etwas genauer betrachtet lassen sich hier durchaus Ähnlichkeiten zu Spielautomaten bzw. einer Skinner-Box ausmachen. Single-Player-Spiele brauchen Zufallsgenerierung, um auf Dauer interessant zu bleiben. Kombiniert mit einem "Schaffe den höchsten Score ALLER ZEITEN"-Ziel bedeutet dies allerdings, dass theoretisch jeder Durchgang mit JEDEM anderen fair vergleichbar sein müssten. Dann (und NUR dann) würde man tatsächlich allein auf die Verbesserungen der eigenen Fähigkeiten hin spielen. Da dies allerdings bei nicht vernachlässigenswert geringem Zufall (der dann ja wieder sein Ziel verfehlen würde) nicht möglich sein wird, kommt folgender Aspekt ins Spiel: Du HOFFST in jedem Durchgang auf einen netten Zufallsgenerator. Dadurch kommt die Glücksspielkomponente rein. Wie in der Skinner-Box die Maus permanent den Hebel drückt, da sie nicht GENAU weiß, wann sie Futter bekommt, so drücken wir permanent auf "erneut spielen", da wir nicht GENAU wissen, wann endlich der Durchgang kommt, in dem wir einen "guten Zufall" bekommen und somit einen Highscore.

Deshalb gilt meines Erachtens: "Erreiche einen Highscore" ist NIEMALS ein vernünftiges Ziel für ein Single-Player-Spiel.

Wenn man das im Hinterkopf behält, ist Threes trotzdem ziemlich gut!

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 15:04 #

Ah, Quark. Gesetz der großen Zahl, immer und immer wieder spielen dann passt das! ;)

Aber ganz ehrlich. So schlimm ist die Zufallskomponente hier nicht, da man angezeigt bekommt was als nächstes kommt. Klar, hin und wieder hat man Pech und bekommt 5 rote in Folge aber das sind seltene Ereignisse.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 22. Februar 2014 - 15:10 #

"Ah, Quark. Gesetz der großen Zahl, immer und immer wieder spielen dann passt das! ;)"

Genau. Eben. :P

Insbesondere, da die optimale Strategie weitgehend gelöst erscheint (es gibt schon eine KI, die besser spielt als 90% der User), spielt der Zufall doch eine zunehmend große Rolle.

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 15:17 #

Ja, durch den Zufall ist es recht aufwändig neue Strategien manuell zu testen.

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 14:42 #

Mein Highscore 7.731

Wer hat mehr zu bieten?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 22. Februar 2014 - 23:21 #

"läuft nicht auf iPhone 3GS oder iPod Touch 4G" <-- das ist nicht ganz richtig. Leider lässt sich das Spiel auf einem iPod Touch 4G kaufen, und wenn man viel Glück hat startet es auch und läuft. Das ist bei meinem 4G ca. jeden 3ten Start der Fall :-( .

Der Appstore bietet die Möglichkeit, Spiele einzuschränken und zu sagen, dass ein Spiel nicht auf dem vorhandenen Gerät läuft. Leider haben die Entwickler von Threes das verschlafen. Dazu kommt noch, dass nicht in meinen Kopf will, wo die hohen Hardwareanforderungen überhaupt herkommen.

Cohen 16 Übertalent - 4451 - 23. Februar 2014 - 1:46 #

Läuft es denn stabiler oder startet es öfter, wenn du im Menü auf "conserve battery" stellst? Dann läuft es mit 30 statt 60 fps, was vollkommen ausreicht.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 23. Februar 2014 - 11:35 #

Das habe ich ausprobiert, das hat leider keinerlei Auswirkung auf die Stabilität. Inzwischen ist auch ein drittes Verhalten hinzugekommen, dass ich vorher noch nicht beobachtet hatte. Das Spiel startet, aber läuft dann mit gefühlten 2 fps ist natürlich auch unspielbar.

Eventuell schiebt der Entwickler irgendwann einen Patch nach. Bis dahin ist es erstmal wieder vom iPod geflogen.

Florian Pfeffer Freier Redakteur - 25273 - 24. Februar 2014 - 13:44 #

Im Test wurde die geniale Hintergrundmusik gar nicht erwähnt. Hab ich immer noch im Ohr...

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Sirvo
Sirvo
06.02.2014
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