Langer lästert: Indiekuschler [+Audiospur]
Teil der Exklusiv-Serie Langer lästert

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Jörg Langer 345074 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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19. Februar 2014 - 14:59 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Dieses Langer Lästert könnt ihr euch auch als 13minütigen Podcast anhören, siehe unten.

In der heutigen Shitstorm-Zeit muss man sich natürlich gegen Furor-Fäkalien und Wasserglas-Stürme absichern, deshalb vier Vorbemerkungen, bevor ich mit diesem Langer lästert beginne.

Erstens bitte ich jeden Indiekuschler, diese Kolumne nicht zu lesen. Da ihr Indiekuschler aber zweitens noch gar nicht wissen könnt, ob ihr euch von der Bezeichnung "Indiekuschler" angesprochen fühlen müsst (wobei die Empörungsbereiten unter euch bereits jetzt so eine bestimmte Ahnung haben dürften), helfe ich euch in etwa 30 Sekunden bei der Klärung dieser Frage. Drittens, und das ist mir wirklich wichtig, ist die Ansprache "ihr Indiekuschler" ausdrücklich kein Hinweis darauf, dass ich alle GamersGlobal-User oder auch nur alle diejenigen, die diese Zeilen lesen, für Indiekuschler halte, vielmehr bezieht sich diese Ansprache nur auf die Indiekuschler unter euch. Das ist in etwa vergleichbar damit, dass ich, wenn ich die Aussage tätige, "Die meisten Leute schalten ihren Adblocker ein, um Porno- und Streaming-Websites nutzen zu können", nicht die Mehrzahl der GamersGlobal-User meine. Viertens bezieht sich "Indiekuschler" natürlich nicht auf alle GamersGlobal-User, die Indiespiele mögen.

(Fünftens habe ich nicht vergessen, dass ich euch bei der Weihnachtsmedaillen-Aktion das Vorlesen des ersten Absatzes "ohne Luft zu holen" versprochen habe, vielmehr habe ich mir erlaubt, den ersten Absatz sehr kurz zu fassen; er geht bis "beginne".)

Der Indiekuschler-Psychotest
Um es den Empörungsbereiten unter euch leichter zu machen, sich von dieser Kolumne angesprochen und bis ins tiefste Mark beleidigt zu fühlen, biete ich euch allen einen kleinen Psychotest an. Antwortet auf die folgenden Fragen möglichst wahrheitsgemäß. Am Ende zählt ihr einfach die Ja-Antworten zusammen.

  1. Magst du Computerspiele?
  2. Findest du nicht auch, dass früher Computerspiele besser waren?
  3. Findest du Konzerne wie EA grundsätzlich scheiße?
  4. Findest du Indie-Entwickler grundsätzlich sympathisch?
  5. Kann ein Indie-Entwickler auch die älteste Idee klauen und grafisch minderwertig aufbereiten, und du findest das Resultat immer noch ziemlich gut?
  6. Darf ein Indie-Studio drei Millionen US Dollar via Kickstarter einnehmen und dennoch mäßige Qualität abliefern, und du wirst es nibelungentreu verteidigen sowie auf noch ausstehende zweite Teile oder zukünftige Patches verweisen?
  7. Sind gute Grafik und komfortable Bedienung in Wahrheit nicht ein Zeichen für üble Massenware?
  8. Gibst du lieber 20 Euro für ein Indiespiel aus, das dich 5 Stunden ganz gut unterhält, als 50 Euro für ein Triple-A-Spiel, das dich 15 Stunden begeistern könnte?
  9. Findest du, mal kurz auf die Metaebene springend, dass Spiele wie Broken Age, Shadowrun Returns, Giana Sisters Twisted Dreams oder Project Eternity Indie-Titel sind?
  10. Mal weg von Spielen, hin zu Autos: Würdest du lieber ein chinesisches Fabrikat fahren, das mehrere supercoole Ideen hat (zum Beispiel eine Kurbel zum Betrieb des MP3-Spielers und einen kleinen Käfig im Kofferraum zum Transport des Abendessens) und außerdem so richtig schön klein und retro ist, als einen deutschen Kleinwagen zum dreifachen Preis?

Auflösung: Wenn du drei oder mehr Fragen mit "ja" oder "Deus vult" beantwortet hast, bist du ein Indiekuschler und darfst nicht weiterlesen! Verboten! Njet! Iie! War natürlich nur ein Scherz, ich weiß doch, dass du weiterliest.
 
Das Persönlichkeitsprofil der Indiekuschler
Der typische Indiekuschler hält sich für einen besonders erfahrenen, besonders geschmacksicheren, besonders genussfähigen Computerspielefan. Er weiß: Spiele sind längst nicht mehr das, was sie mal waren, als man selbst noch jung war, Freunde hatte und Liebschaften pflegte. Aber das liegt nicht etwa an der eigenen Gewöhnung und narzisstischen Überdruss-Tendenz, sondern einzig und allein am bösen Militär-Spieleindustriellen Komplex, der von hinterlistigen Weltzerstörungskonzernen wie Electronic Arts, Activision Blizzard und, äh, naja, vielleicht noch Ubisoft gebildet wird. Wobei letztere als Surrender Monkeys ja eigentlich nicht so richtig dazugehören, außerdem fehlt ihnen trotz aller Versuche, aus Splinter Cell ein Action-Tötspiel zu machen, irgendwie der richtige Kriegsspielstallgeruch. Auf jeden Fall, denkt der Indiekuschler, weiß er mehr als andere über Computerspiele und erkennt ihr wahres Wesen. Er blickt hinter die Fassade von Schein und Tand, stört sich nicht an Kompromissen hier und Designmängeln da, nein, er weiß das, was Mainstream-Verdorbene als Kompromisse und Designmängel missverstehen, als das zu deuten, was sie wirklich sind: genial-subtile, jedenfalls bewusst gesetzte Akzente, in denen der große Künstler, der Indiespiel X entworfen hat, ihm, dem Indiekuschler, ein Augenzwinkern zuwirft. Connoisseure unter sich, eben.

Während ihn Triple-A-Titel regelrecht anwidern, weil sie sich nur durch die Versionsnummer hinter Titel und Engine unterscheiden, und außerdem, weil sie 100.000mal mehr Menschen Spaß machen als das durchschnittliche Indiespiel – und die Masse hat immer Unrecht –, freut er sich über die Vielfalt, den Ideenreichtum und die Ehrlichkeit von Indietiteln. Wie jeder gute Fanatiker ist es ihm wichtig, andere von seinen Vorlieben zu bekehren, und auch, gegen die Erfüllungsgehilfen des Militär-Spieleindustriellen-Komplexes, auch als Spiele-"Journalisten" bekannt (wobei der wahre Indiekuschler gerade aus Gründen des gehobenen Stils umgedrehte Schweizer Anführungszeichen verwendet hätte, um seine leise Verachtung nur hintergründig, für andere Wissende jedoch zweifelsfrei anzudeuten), ihre mannigfaltigen Versäumnisse und Charaktermängel vorzuwerfen, als da zuvorderst, aber keinesfalls erschöpfend, wären: Hass auf Indiespiele, Missachtung von Indiespielen, Bevorzugung von Mainstream-Titeln, Käuflichkeit durch den Militär-Spieleindustriellen Komplex und vor allem den schuldhaften Unwillen, unter den zirka 2.000 pro Jahr erscheinenden Indietiteln genau die zehn herauszupicken und zu testen (aber bitte genau so lang wie AAA-Titel und mit besserer Note!), die zufälligerweise der jeweilige Indiekuschler selbst gespielt hat und gut findet. Wobei er eigentlich alles gut findet, solange nur Indie draufsteht.
 
Also jetzt mal ehrlich
Ich hoffe ja sehr, dass mir die Kommentare unter dieser Kolumne helfen werden, dem Wesen des Indiekuschlers noch weiter auf die Schliche zu kommen. Vor allem interessiert mich, aus welchen Bedürfnissen und Übersprungshandlungen heraus ein mäßiges 3-Millionen-Adventure wie Broken Age oder eine 800.000-Dollar-Enttäuschung wie Shadowrun Returns eine derart geifernde Verteidigungsmeute generieren kann, die jedwede andere Meinung, als dass diese Spiele toll seien, in Grund und Boden verdammt. Aus meiner Sicht sind beides übrigens gar keine Indiespiele, aber ich wähle sie natürlich ihrer Bekanntheit und hohen Kickstarter-Summen wegen. Im Wesentlichen gelten die folgenden Ausführungen aber sicherlich auch für andere, kleinere, womöglich gar nicht "gefundete" Indiespiele.
 
Ich vermute, dem aggressiven Verhalten der Indiekuschler liegt eine Mischung aus eingebildeter Surrogatvaterschaft (#aufschrei), einer Art Stockholm-Syndrom und zudem Elitarismus zugrunde. Erstere ergibt sich natürlich aus dem Funding: Wer gnädigerweise einen enorm großen Betrag, sagen wir 25 Euro, in ein Spiel investiert hat, das dann tatsächlich fertig wird, der hat es quasi mitentwickelt, zumal dann, wenn ihm der Entwickler trickreich über sündteure Making-of-Videos und drei unterbezahlte Forenhilfskräfte suggerieren konnte, dass sein Feedback in die Entwicklung eingeflossen sei. Du greifst mein Baby an, schmutziger Spiele-"Journalist"? Nimm dies, patsch!
 
Der zweite Grund erinnert mich wirklich sehr an das in der Fachliteratur beschriebene Verhalten von Geiseln, die dazu neigen, sich mit ihren Geiselnehmern gegenüber der bösen Außenwelt (Polizei, Reporter, Politiker) zu solidarisieren. Ganz klar: Wer die ungeheure Summe von 25 oder auch 50 Euro in ein noch zu entwickelndes Spiel investiert hat, und dann wird es wirklich fertig, der muss es vor lauter Glück ja gut finden! Zudem wäre es andernfalls im Nachhinein ziemlich doof gewesen, auf gut Glück einem alternden Spieleentwickler, dessen Glanzzeit 20 Jahre zurückliegt, so viel Geld in die Tasche gesteckt zu haben! Die böse Außenwelt, das sind natürlich Neider, Zweifler, kurzum Spiele-"Journalisten" und sonstige Störer, die das Spiel nicht gebackt haben, und die es nun wagen, tatsächliche oder eingebildete Mängel daran zu kritisieren.
 
Der dritte Grund liegt unabhängig von einer Backer-Verbandelung vor. Es ist eine elitäre Grundhaltung, wie man sie auch von Geheimclubs in der Schule, (nicht-) schlagenden Verbindungen an der Uni oder Feierabend-Zirkeln (auch Squash- oder Yoga-Gruppen genannt) kennt. Es ist ja so saucool, ein Spiel toll zu finden, das zwei Programmieranfänger in vier Wochen aus eigener Kraft auf die Beine gestellt haben, und es ist ja so sauuncool, ein Spiel, an dem 300 Profis drei Jahre lang gearbeitet haben, irgendwie gut zu finden – widerlicher Kommerz-Shit!

Angeblich testen wir auf GamersGlobal kaum oder gar keine Indiespiele, und haben Vorurteile solchen Werken gegenüber. Habt ihr, werte Indiekuschler, eigentlich schon mal bemerkt, dass wir auf GamersGlobal.de seit Jahren mit Rubriken wie Arcade-Check oder App der Woche bewusst kleinere Titel vorstellen? Ach so, ist ja dann kein richtiger Test! Auch dass auf jedes Indie- oder Kickstarter-Spiel, das wir mäßig bewerten, mindestens zwei kommen, die wir gut bis sehr gut finden, ignoriert der aggressive Indiekuschler gerne. Weil er, wie alle Fanatiker, eine stark selektive Wahrnehmung hat.
 
Wo Schafer draufsteht...
Ich kann einfach nicht von Broken Age lassen. Meine Eindrücke, kurz zusammengefasst: Das ist doch kein Oldschool-Adventure, wie es Schafer versprochen hat! Der Humor zündet selten, die Geschichte tröpfelt so vor sich hin. Die Dialoge sind mal nett, mal bemüht, selten jedenfalls spontane Lachanfälle evozierend. Einen eigenen Look und eine gewisse sympathische Skurrilität will ich dem Titel jederzeit zusprechen.

Doch jetzt mal ganz ehrlich, liebe Indiekuschler der Unterkategorie "Broken-Age-Gutfinder": Würde auf diesem Spiel "EA", nein, das ist jetzt unfair, denn wo EA draufsteht, kann ja anerkanntermaßen nur der Beelzebub persönlich drin sein, aber würde auf diesem Spiel, sagen wir mal, "Daedalic" stehen und nicht "Tim Schafer", ihr würdet es maximal nur halb so gut finden! Seid ein einziges Mal ehrlich in eurem Indiekuschler-Leben! Ihr würdet nicht in die bemüht witzigen Dialoge wahre Meisterschaft hineininterpretieren oder in schlechtes Pacing eine Zwischen-den-Zeilen-Aussage. Vor allem aber, und spätestens hier müsste euch doch ein Erkenntnislichtlein aufgehen: Ihr würdet nie und nimmer einem EA- oder Daedalic-Titel ein "in dubio pro reo" angedeihen lassen! Wie oft ich in den Kommentaren unterm Test lesen musste: "Das ist ja nur der erste Teil" – fantastisch, welche apologetischen Grenzleistungen hier erbracht werden, um einen Titel in Schutz zu nehmen, den man einfach lieben will. Dieses "Aber Teil 2 wird ja so viel besser, schwieriger und oldschooliger" finde ich schlicht lächerlich.
 
Ich würde mir wünschen, liebe Indiekuschler, ihr würdet euer Sendungsbewusstsein und eure Aggressionen mal ein wenig zurückfahren. Ich lasse euch eure Vorlieben (ich selbst mag diverse Indiespiele, gerade im Strategie- und RPG-Bereich, nur binde ich das nicht jedem Menschen in meiner WWW-Reichweite ständig auf die Nase). Ich lasse euch eure Vorurteile von wegen AAA = schlecht. Aber hört mit eurem Geseiere auf, wir bei GamersGlobal würden keine Indiespiele a) testen oder b) mögen, denn beides stimmt einfach nicht. Und verlangt nicht einerseits von uns, kritisch gegenüber AAA-Titeln zu sein (was wir sind), und nehmt uns andererseits übel, wenn wir kritisch gegenüber Indiespielen sind (was ebenfalls zutrifft). 

Wärt ihr weniger in eurem pseudoelterlichen Stockholm-Elitarismus gefangen, so würdet ihr erkennen: Dass wir Indiespiele nicht mit Samthandschuhen anfassen, ist das größte Lob, das wir ihnen geben können: Wir behandeln sie schlicht genau so wie die Erzeugnisse des Militär-Spieleindustriellen Komplexes.
 
Euer Jörg Langer

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Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 19. Februar 2014 - 15:02 #

Viel Spaß beim Lesen beziehungsweise Anhören!

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 15:02 #

Und ich dachte heute wird ein ruhiger Tag. *seufz* Los gehts. ^^

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 19. Februar 2014 - 15:08 #

alternativ hätte er auch die Wir wollen Geld verdienen/Adblock vs Werbewirtschafts-News pushen können - du weisst doch: Haters gonna Hate

ich drücke dir aber, auf Modebene die Daumen das es entspannt wird/bleibt

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 19:20 #

du hast mein Mitgefühl... ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 19. Februar 2014 - 21:07 #

Ach komm du willst es doch hart lang und ausdauernd! :-)

Kirkegard 19 Megatalent - 15796 - 20. Februar 2014 - 14:05 #

Du willst es doch auch ^^

Dreadxx 10 Kommunikator - 544 - 19. Februar 2014 - 15:09 #

Sehr angenehm den Audio Stream zur Verfügung zu haben! Ich stand schon immer auf Hörbücher und finde die Idee Artikel vorgelesen zu bekommen wunderbar!

Warwick (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:16 #

Könnte Jörg doch eigentlich in Zukunft bei jedem GG-Artikel/Test machen :-)

Asderan 14 Komm-Experte - 2439 - 19. Februar 2014 - 17:03 #

Ja. Da würde ich auch mehr Tests konsumieren.

GerDirkO 14 Komm-Experte - 1856 - 19. Februar 2014 - 17:25 #

Wär schon super, noch schön die Updates einsprechen, natürlich dann wieder mit dem Ursprungstext dabei, man will ja auch dass die Tonlage immer schön gleichbleibend ist. Nicht diesen Unterschied zwischen Morgens und Abends, das muss dann alles immer komplett eingesprochen werden.
Nun, evtl. könnten die Schreiber einfach Ihren Text immer vorlesen und das dann mit einbinden - sonst kommt der gute Herr Langer ja zu gar nichts anderem mehr.
^^
Ne, aber schöne Sache bei den Lästertexten - da bitte beibehalten.

Xaridir 13 Koop-Gamer - - 1385 - 21. Februar 2014 - 5:04 #

Jepp, aber das sollte sich nicht nur auf Jörgs Artikel beschränken. :-D

meskobin 11 Forenversteher - 760 - 22. Februar 2014 - 14:17 #

Find ich auch! ;) So koennte ich die Artikel zB waehrend der Arbeit anhoeren...waere Klasse!

The Dude 13 Koop-Gamer - P - 1792 - 19. Februar 2014 - 20:29 #

Mir wäre lieber, die Redaktion würde keine Zeit dafür verschwenden, Texte sind immer noch schneller gelesen als gehört.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 20:35 #

Das war ja auch einer der Boni die durch die Weihnachtsspenden "freigeschaltet" wurden.

The Dude 13 Koop-Gamer - P - 1792 - 19. Februar 2014 - 21:12 #

Deshalb finden das ja jetzt alle gut, andernfalls wäre es im Nachhinein ziemlich doof gewesen, auf gut Glück einem alternden Spieleentwickler äh -tester, dessen Glanzzeit 20 Jahre zurückliegt, so viel Geld in die Tasche gesteckt zu haben! ;-)

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3772 - 19. Februar 2014 - 21:18 #

Hahahahaha.... Bist du FIES!

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 21:32 #

Touché :D

Mike H. 14 Komm-Experte - 2301 - 19. Februar 2014 - 15:13 #

Ich bin offenbar ein Indiekuschler und habe daher weisungsgemäß nach dem Test nicht weitergelesen.

lolaldanee 13 Koop-Gamer - 1336 - 19. Februar 2014 - 15:37 #

du kannst ja dafür weiterhören statt -lesen, wurde ja nicht verboten

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 19. Februar 2014 - 15:37 #

Mist!

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 19. Februar 2014 - 21:24 #

Imperatoren hinterlassen den Rebellen doch immer wieder Schlupflöcher ^^.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16771 - 20. Februar 2014 - 15:17 #

Standort des Schutzschildgenerators und so. ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 21. Februar 2014 - 19:34 #

Schutzschildgeneratoren außerhalb des Schutzschildes und hervorstechend in der Landschaft positioniert ^^.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16771 - 21. Februar 2014 - 23:54 #

Geniale Strategie, Stonewall Jackson.^^

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 27. Februar 2014 - 23:01 #

Ich kenn nur Stony Jackson aus Heartbreak Ridge ^^.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21899 - 19. Februar 2014 - 15:13 #

Eine Stimme im Kopf sagt, ich soll den Text jetzt gleich lesen, jedoch sagt die andere Stimme, dass ich doch eher die Aufnahme anhören sollte. Schwierig, schwierig. :)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 19. Februar 2014 - 18:09 #

Mach's doch so: Hör zu und lies dabei mit ;).

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15402 - 19. Februar 2014 - 15:14 #

Mein Tipp: 480 bis 530 Kommentare!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21899 - 19. Februar 2014 - 16:40 #

Eher 600+!

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 16:43 #

Glaub ich nicht. Viel zu harmlos, das Thema!

Name (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:26 #

Ich könnte beim Spammen helfen.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 19. Februar 2014 - 21:26 #

Da sind wir doch gut drin da helf ich bei!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21899 - 23. Februar 2014 - 12:20 #

Da hatte ich doch recht, alter Löwe. :) Sind schon fast 650 Comments.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15402 - 23. Februar 2014 - 12:50 #

Habe ich nicht mit gerechnet, bei einem doch recht überschaubaren Thema.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21899 - 24. Februar 2014 - 13:46 #

Da ich schon die Spezies kenne, die oft und gern schreiben, konnte keine andere Zahl raus kommen. :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9291 - 3. März 2014 - 11:05 #

Zieh dir mal aktuell die Leser rein, 12500 ^^

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 19:21 #

vierstellig, mit ner 1 davor.

Der gute Ano (unregistriert) 20. Februar 2014 - 0:23 #

viel zu bemüht

Keksus 21 Motivator - 25101 - 19. Februar 2014 - 15:15 #

Ich find Broken Age richtig gut, falle aber nicht unter die Kategorie Indiekuschler. Auch war mir Tim Schafer vor Broken Age nichtmal ein Begriff, auch wenn ich seine früheren Werke gespielt hatte.

Nokrahs 16 Übertalent - 5773 - 19. Februar 2014 - 15:23 #

Hmm, habe den Test nicht bestanden. Abgesehen von Punkt 1 war alles andere Quatsch.

Dennoch habe ich weiter gelesen und der Text als solcher hat mich dann erheitert. Es gibt tatsächlich genügend Hype gesteuerte Menschen da draußen und ich persönlich ertappe mich selbst hin und wieder, wenn ich dringend auf ein Release warte.

Unterschiede zwischen Indie und AAA mache ich keine. Mir geht ein AC4 Black Flag genauso gut runter wie ein Stanley Parable.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 19:22 #

bei Punkt 10 musste ich lang überlegen, ich steh auf so Retromobile, und ein mit Kurbel funktionierender MP3 Player fehlt mir noch in meiner Sammlung... ;)

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 15:22 #

Hatte nur 2 Ja's!

crackajack 11 Forenversteher - 589 - 19. Februar 2014 - 16:04 #

Bei mir gab's ein einziges Ja; da ich Spiele mag.

Name (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:27 #

same here!

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3772 - 19. Februar 2014 - 16:06 #

Ha! Ich komm auf drei. Ich bin ein Indiekuschler! Juhuuu!
Wobei man hier nochmal das Wörtchen "grundsätzlich" ausdifferenzieren müsste. Heißt "grundsätzlich" "immer und ohne Ausnahme" oder "man kann davon ausgehen, solange nicht ein Ausnahmefall eintritt"?

Und die meisten Fragen lassen sich ohnehin nicht mit ja oder nein beantworten.

Kaeseantje 14 Komm-Experte - 2460 - 19. Februar 2014 - 18:37 #

Bei mir auch. Puh, zum Glück, sonst hätte ich nicht weiterlesen (hören) dürfen :-O

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 19:28 #

Punkt 8, wenn ich den so wortwörtlich nehme, würd ich da für ja stimmen, lieber 20 Euro für garantierte 5 Stunden Spielspaß als 50 Euro für eventuell 15 Stunden Spaß (Zitat Jörg, "das dich 15 Stunden begeistern KÖNNTE").

Vermutlich wars anders gemeint, dann komm ich nur auf ein ja. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:57 #

Stimmt, das war etwas anders gemeint, also begeistern wird / möglicherweise für 15 Stunden.

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 12:26 #

Damit kann dann Call of Duty nicht gemeint sein, ein AAA-Spiel das ich nach 5 Stunden abgearbeitet hab (spiel nur Singleplayer) und das trotzdem 60€ kostet :-P

Sciron 19 Megatalent - P - 17279 - 19. Februar 2014 - 15:23 #

"Zudem wäre es andernfalls im Nachhinein ziemlich doof gewesen, auf gut Glück einem alternden Spieleentwickler, dessen Glanzzeit 20 Jahre zurückliegt, so viel Geld in die Tasche gesteckt zu haben!"

Tztz, immer auf die armen Star Citizen-Fanatiker *hust*.

Naja, mein Topspiel des letzten Jahres war "The Cat Lady", noch vor Bioshock Infinite, Tomb Raider, GTA V & Co. Bin deshalb aber nicht durchs Netz gehüpft und hab mich also hippen "Indiekuschler" feiern lassen, sondern mich einfach im stillen darüber gefreut, dass Spiele (und grade Adventures) noch so ein Erlebniss schaffen können. Da macht es auch keinen Unterschied, ob es jetzt von nem Indie-Heinz oder Daedalic rausgehauen wird.

Am Ende setzt sich Qualität einfach durch. Denn genauso, wie es aufm Indiesektor großartige Perlen gibt, findet man auch genug Nachäffer-Schrott (also ein erfolgreiches Konzept zum x-ten mal kopieren, um auf den Zug mit aufzuspringen) und anderen Käse.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20946 - 19. Februar 2014 - 16:18 #

"Zudem wäre es andernfalls im Nachhinein ziemlich doof gewesen, auf gut Glück einem alternden Spielejournalisten, dessen Glanzzeit 20 Jahre zurückliegt, so viel Geld in die Tasche gesteckt zu haben!"

- Ich weiß, das war gemein, aber ich konnte nicht widerstehen.

Ich gehöre zu den Broken Age Unterstützern und habe viele der Fragen - wenn auch mit leichtem Augenzwinkern - mit "ja" beantwortet. Das Spiel habe ich anfangs wegen seiner Andersartigkeit, die ich bei vielen Indiespielen schätze, natürlich verteidigt, muss mit einigem Abstand zur letzten Spielesession aber eingestehen, dass ich die Meinung aus dem Artikel teile. Ein Baphomets Fluch 5 oder Satinavs Ketten könnte mich wesentlich besser fesseln. Ein Deponia steckt es aber lässig in die Tasche, was an dessen braunem Gesamtbild und der schauderhaften Geräuschuntermalung liegt.

Mein Problem bei aktuellen Triple-A-Titeln ist, dass ich immer das Gefühl habe, alles schon einmal gesehen zu haben. Meine heutigen Nostalgiespiele sind die Triple-A-Titel von damals, für die ich damals von der vorherigen Zockergeneration belächelt wurde. Es waren auch nur alte Ideen in neuen Gewändern. Für mich bestand ein Großteil der Faszination darin, was die Spiele aus der Hardware herausholen konnten. Dies hat sich inzwischen grundlegend geändert.

Von daher sehe ich die Abkehr von Triple-A-Titeln als eine normale Evolution im Zockerdasein. Irgendwann setzt eine Übersättigung der immer weiter auf die Spitze getriebenen Effekthascherei ein und es muss etwas anderes her. Jedoch spiele ich dadurch auch Titel, die rückblickend eine schlechte Grafik und den beschriebenen pseudophilosophischen Ansatz haben sowie aus einer netten Idee ein komplettes Spiel machen (z.B. Braid).

@Jörg:
Welche Indie-RPGs würdest Du denn empfehlen? Ich spiele sehr gerne RPGs, verliere mich aber in den Weiten des Angebots. Eschalon finde ich beispielsweise grafisch sehr abschreckend. Ein wenig hübsch darf es bei allem Hang zum Retro ruhig sein.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 0:16 #

Meine Glanzzeit soll in meinen ersten Berufstagen gewesen sein? Wohl eher nicht. Wenn du jetzt gewitzelt hättest, "vor zehn Jahren"...

Name (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:37 #

>Am Ende setzt sich Qualität einfach durch. Denn genauso, wie es aufm Indiesektor großartige Perlen gibt, findet man auch genug Nachäffer-Schrott (also ein erfolgreiches Konzept zum x-ten mal kopieren, um auf den Zug mit aufzuspringen) und anderen Käse.

Dummerweise verhält es sich mit Indie-Spiele ähnlich wie mit Fanfiction. Sie waren so günstig oder sind - noch viel schlimmer- unter zahlreichen Entbehrungen und allein genährt von Herzblut entstanden, dass sie einfach zu zahlreich geworden sind. Früher waren das noch ein paar belächelte Ansätze mit dem RPGMaker. Heute findest du selbst auf GOG unter dem Deckmantel der Indie-Spiele und Retro-Kunst mittlerweile auch Grütze. Da lohnt sich noch nicht mal die Diskussion, weil in den Augen mancher Leute ist alles Kunst und ein Statement, was sich nicht gut verkaufen lässt.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 19. Februar 2014 - 21:26 #

> Naja, mein Topspiel des letzten Jahres war "The Cat Lady", noch vor Bioshock Infinite, Tomb Raider, GTA V & Co. Bin deshalb aber nicht durchs Netz gehüpft und hab mich also hippen "Indiekuschler" feiern lassen, sondern mich einfach im stillen darüber gefreut, dass Spiele (und grade Adventures) noch so ein Erlebniss schaffen können. Da macht es auch keinen Unterschied, ob es jetzt von nem Indie-Heinz oder Daedalic rausgehauen wird. <

Och, darauf hinweisen kann man andere Menschen ja schon - ist ja ein normaler Prozess, Spiele, die man mag, empfiehlt man gerne weiter (mach ich ja auch ganz gern in nem halboffiziellen Rahmen via Freakshow). Nur sich selbst auf irgendein Podest erheben sollte man sich nicht.

Ramirezaaaa (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:27 #

*Gähn*

Realy...Jörg?

Dehace (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:27 #

Ich verstehe immer noch nicht, warum es für den Konsumenten wichtig sein sollte, ob ein Spiel 800.000, drei Millionen oder 200 Millionen gekostet hat. Ich würde in Bezug auf Spielzeit, die Spaß gemacht hat, vielleicht noch einbeziehen, wie viel ich für mein Vergnügen bezahlt habe. Haben mir drei Stunden Broken Age gefallen, für die ich ca. 11 Euro bezahlt habe? Ja. Und da kommt ja sogar noch mehr. Hätten mir drei Stunden GTA5 gefallen, für das ich 50 Euro bezahlt habe? Vielleicht, aber gefühlt weniger.

Bei dieser ganzen Broken Age -Diskussion von Seiten der Redaktion von Gamers Global habe ich manchmal den Eindruck, als ob Jörg persönlich einen Großteil der drei Millionen gezahlt hat. Wenn dem so ist, kann ich natürlich nachvollziehen, warum er von dem Ergebnis so enttäuscht ist...

Markus 13 Koop-Gamer - 1480 - 19. Februar 2014 - 15:40 #

Das würde tatsächlich so einiges erklären! Ich hab mich ja schon lange gewundert, wer dem Schafer das ganze Geld gegeben hat..

Name1337 (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:44 #

Nur das GTA5 länger geht als 3h.

Dehace (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:04 #

Deswegen die Wahl des Konjunktivs...

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 19. Februar 2014 - 15:29 #

Tatsächlich antworte ich auf 3 Fragen mit ja, war ganz böse und habe den Text weitergelesen, und fühle mich dezent nicht angesprochen. Gerade GG ist doch realtiv freundlich Indiespielen gegenüber und bringt immer wieder Berichte. Gut, oft von User-Seite, aber das macht die Redaktion ja nicht zu "Indie-Hassern". Herr Langer, würden sie mir bitte erklären, warum ich angeblich zu den Indiekuschlern gehöre? ;)

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10717 - 20. Februar 2014 - 22:28 #

Mein drittes Ja war für das chinesische Auto, aber nur weil es nur ein Drittel des deutschen Autos kostete... :)

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 12:30 #

Hab mir ähnliches gedacht, hab mir auch vor Jahren einen gebrauchten Skoda gekauft da der ein drittel dessen gekostet hat was ein äquivalenter VW gekostet hätte. Ich find auch den Dacia Sandero nicht so verkehrt und würd eher den kaufen als einen (mehr als) doppelt so teuren VW.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 21. Februar 2014 - 12:53 #

Bei Skoda kaufst du dochVW
Bei den ganzen SongYongs würd ich dennoch die Finger lassen, wenn mir das Leben meiner Insassen was wert ist.

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 13:51 #

Klar, aber trotzdem kosten Skoda eindeutig weniger als VWs, weil sich eben dieser Irrglaube hält VW wäre irgendwie 'besser', obwohl dieselbe Technik unter der Haube steckt. VW Up, Skoda Citigo und Seat Mii sind ja ein und dasselbe Fahrzeug, trotzdem kostet VW am meisten und verkauft sich am besten. Das versteh wer will ;-)

Despair 16 Übertalent - 4901 - 21. Februar 2014 - 14:05 #

Die einzig plausible Erklärung wäre für mich der höhere Wiederverkaufswert. Eben weil VW draufsteht.

Ich würde mir schon aus dem Grund keinen VW kaufen, weil die meistens wie Schuhkartons auf Rädern aussehen. Da hat sogar mein Uralt-Fiesta mehr Style. :D

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 21. Februar 2014 - 15:28 #

Ich hab genug "Kollegen" die > 50 sind und aus Prinzip keine Autos vom Russen kaufen - komisches Weltbild - aber die Dinosaurier verabschieden sich ja eh bald

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 15:45 #

Skodas werden von Tschechen und Ukrainern gebaut. Die freuen sich nicht, wenn man sie als Russen bezeichnet.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 21. Februar 2014 - 15:50 #

Es ist nur müßig solchen Leuten die Welt zu erklären, wenn der Dreiecke Weltatlas von 1939 ist.
Diese Kollegen haben auch oft gar nicht das Interesse sich Mental zu öffnen.

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 15:56 #

Sollen sie machen. Ich fahr so lange meinen Fabia mit DSG Getriebe und freue mich über den guten Kauf.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 17:43 #

Skoda? Ne, ich habe ein paar Mal den Octavia gefahren, grausig! Da würde ich eher einen Kia Rio nehmen ...

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 17:45 #

Hab an meinem nix auszusetzen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 21:58 #

Wahrscheinlich, weil du keinen Vergleich hast ... ;)

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 22:37 #

Nein, daran liegt's nicht. Ist einfach nur ein gutes Auto das unseren Ansprüchen perfekt genügt. ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:07 #

Ne, sorry, es ist definitiv ein ziemlich klappriger Kandidat selbst im Vergleich zu einem Ford Focus oder Opel Astra.

J.C. (unregistriert) 23. Februar 2014 - 0:45 #

Peinliches Gelaber...

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 23. Februar 2014 - 0:53 #

Was hast du erwartet?
Wenn man keine Ahnung hat fantasiert man halt ne Runde rum.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 26. Februar 2014 - 1:19 #

Sorry, du sprichst da von dir.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 27. Februar 2014 - 17:51 #

Opel Astra, der Benchmark in der unteren Mittelklasse seit, genau, war er niemals.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 27. Februar 2014 - 18:09 #

Hast du mal Astra oder Octavia / Fabia gefahren? Nein? Dann halt bitte endlich mal deine Fr... du laberst in fast allen deinen Kommentaren nur Schei... Hauptsache, du kannst gegen das Establishment anstänkern.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 27. Februar 2014 - 18:26 #

Es reicht jetzt. Und Beleidigungen mit Punkten zu entschärfen bringt nichts. Weiterhin wird's hier nun zu persönlich und absolut Off-Topic. Macht das untereinander bitte per PN aus.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 26. Februar 2014 - 1:20 #

Wenn man keine Ahnung mangels Vergleichen hat sollte man keine großen Sprüche klopfen.

vicbrother (unregistriert) 21. Februar 2014 - 22:38 #

Im Porsche 911 mit 90l-Zusatztank im Frontabschnitt komme ich mir auch manchmal vor wie in einem Photonentorpedo aus Star Trek. Macht nix, Hauptsache schnell am Ziel :)

Rattenaffe (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:33 #

Dieses Portal drückt ja selber auf die Indie Tränendrüse, wenn ich mich an diese Addblocker richtig erinnere, die einmal die Woche aufploppt, falls man ihn aktiviert hat:
"Wir sind ja so unabhängig, weil keinem riesen Raubtierverlag zugehörig, bitte supportet uns underdogs!" (frei zitiert)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 19. Februar 2014 - 15:36 #

Und was genau hat dein Kommentar mit der Kolumne zu tun? Kleiner Tipp: Es geht hier nicht um Indiespiele...

Rattenaffe (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:51 #

Ihr nutzt doch das Wesen der Leute, die kleinere unabhängige Unternehmen sympathisch finden selber aus, indem ihr in der adblock-Nachricht darauf hinweist. Man könnte ja auch fragen:
1. Magst du Gaming Internetportale?
2. Findest Du Verlage wie Springer grundsätzlich scheiße?
Dann deaktiviere Deinen adblocker :D
Ist ja nicht schlimm das Davidprinzip für sich zu nutzen. Deshalb verteidigen viele auch Indieentwickler und können sich mit Mängeln eher anfreunden, als wenn sie von einem Major Unternehmen produziert werden.

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 15:55 #

Springer waren doch die die gegen den Adblocker vorgehen wollten. Zudem blockiert der Adblocker ja größtenteils Anzeigen von TripleA Titeln. Insofern ist das eher eine Mainstream als eine Indieforderung. Wenn wir uns auf Crowdfunding=Indie einigen könnte ich noch die Weihnachts und Spendemedaillen als "Indie" Vergleich verstehen. ;)

Rattenaffe (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:04 #

Es geht nicht darum welche Anzeigen blockiert werden oder um Springer, sondern um die Einnahmen durch Werbung für diese Seite. Dafür nutzt man die kritisierte Persönlichkeit der Leute aus, welche die "bösen Großunternehmen" generell ablehnen und haut extra in die Kerbe. Das wollte ich nur anmerken, wenn es einen persönlichen Vorteil bringt, sind diese Eigenschaften willkommen. ;)

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 19. Februar 2014 - 17:10 #

Gute Argumentation..

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 17:52 #

Stimmt doch nicht. Wo stellt sich Jörg den über andere Spieleseiten oder erzwingt einen Indie(gut)<->Große Böse vergleich. Das GG kleiner und damit persönlicher ist (Jörg hat seine Ersparnisse eingebracht um alles aufzubauen) ist FAKT und kein Indie-Image. Nach der Logik wäre Jörg ja ein Seitenwechsler da er ja schließlich auch schon TripleA gemacht hat als die meisten hier noch keine zwei Wörter am Stück schreiben konnten. Genausowenig habe ich eine Aufforderung gesehen andere Seite (große böse) zu blocken oder nicht für sie zu Spenden.

Auch das mit der Unabhängigkeit ist eine Unterstellung. Jörg wird dir glaube ich sagen das er zu Gamestarzeiten so unabhängig war wie hier auch. Er kann ja auch nur von sich und seinem Umfeld reden. Das hier behauptet wird die Test von GG wären deshalb so gut weil man ein kleines unauffäliges Indie-Magazin ist habe ich hier noch nicht gelesen.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 19. Februar 2014 - 18:14 #

Die "großen" Kickstarter sind hingegangen und haben von dem Geld was sie bei den Großen verdient haben während sie sich nen Namen machten ihr eigenes Studio ausgehoben, haben Lizenzen eingekauft, an Konzepten gefeilt und frühe Versionen gemacht. Dann sind sie hingegangen und ham ihre Idee publik gemacht und die Leute direkt angesprochen.
Hier seh ich ganz klar die Parallele zu GG, bei den Großen angefangen, nen eigenes Projekt gestartet und erstmal selbst Geld reingepumpt, dann hingegangen und direkt auf die Leute zugegangen.
Bei solchen "Werdegängen" brauchst du dir kein Indie auf die Fahne schreiben, das kommt von alleine, du musst nur die richtigen Dinge ansprechen. Ein "kleiner familiärer Trupp"-Image um es mal überzogen auszudrücken schaffen und sowas, sonst würde es gar nicht unter Indie laufen. Genauso ist die direkte Kommunikation, (der Eindruck) mit offenen Karten zu spielen usw sehr oft "Indie", der vermittelte Eindruck für und mit den Leuten zu arbeiten statt ner Marketingstrategie zu folgen.
Ich seh weder das GG mehr Fakt als die Kickstarter-Gurus, noch das KSler direkt andere Projekte angreifen. Bekannter Kopf an der Spitze, eigenes Konzept das nicht dem Mainstream folgt, direkte Einbeziehung der "Basis".
Unabhängig bedeutet für mich weiterhin das man seine eigenen Konzepte voll fahren kann und die Richtung halt 100%ig selbst vorgibt. Sicherlich gibt dir nen Verlag auch Leine, aber meinst du wirklich die würden niemals da reinreden und Sachen abändern?

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 18:41 #

Kickstarter ist für mich aber auch nicht wirklich "Indie". GG ist klein und persönlich. Das ist ja keine Masche, das ist so. GG schreibt aber nie das man sie lieb haben muss weil sie so klein sind. Ich finde Jörg zeigt sogar ganz oft das es ihm nicht darum geht das alle ihn lieb haben müssen. Jörg sieht seine Aufgaben und sein Verkaufsargument wohl eher in der Qualität und Transparenz und nicht im "klein und kuschelig"

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 18:43 #

Aber er ist doch so klein und kuschelig!

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 18:44 #

lol. :D

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 18:45 #

Nur nicht nass werden lassen oder nach Mitternacht füttern.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 19. Februar 2014 - 23:18 #

Mal gut, dass Jörg auch Humor hat (hoffe ich)^^

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:48 #

Kickstarter ist auch persönlich. Ich habe in den Kommentaren schon viele Diksussionen mit Feargus Urquhart, Collin McComb oder Brian Fargo erlebt. Josh Sawyer diskutiert nach jedem Update zu Project Eternity im Obsidian Forum mit den Usern. Das ist ein ganz anderer Umgang mit Feedback den es beim klassischen Modell nicht gibt.

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 18:52 #

Darum geht's hier (in dem Strang) ja nicht wirklich. Es geht darum das Behauptet wurde das GG sich besser bzw. andere schlechter Darstellt, weil man ja Indie ist. Und das sehe ich nicht so. Ob es jemandem hier besser gefällt ist ja jedermanns eigenen Entscheidung. Aber das hier andere Magazine als große Böse an die Wand gestellt werden hab ich noch nicht erlebt.

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:57 #

Da hast du natürlich Recht. Ich wollte ja auch nur, als KS Kluschler der ich bin, diese Anmerkung anfügen. ;)

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 19:04 #

Heute ist KuschlerTag auf GG :D

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 19. Februar 2014 - 19:10 #

Es ging mir nicht um KS an sich, sondern die Studios die da sammeln. Die großen Beispiele: Roberts, Weisman, Schafer, alle vermitteln dieses lockere Feeling einer kleinen aber feinen Gruppe von Leuten (oder wie du es nennst klein und kuschlig) statt einfach nur nen Label wie bei Studios, und das kommt hier auf GG imo auch gern mal auf. Wobei ich zugebe das die KS-Sammler uns seltener nen Ständchen bringen^^. Keine Pressefotos, dafür einfach normal gedrehte Videos (Behind the Scenes oder hier Redi beim Auspacken), ne Vorschlagsecke im Forum die (offiziell) nicht nur vom Praktikanten ausgemistet wird sondern die ernst genommen wird, Talkrunden mit der Com (hier bei GG über´s TS), Erläuterungen zu den Projekten (oder hier Erläuterungen warum der Test halt mal schiefgelaufen ist) und sowas. Transparenz wird bei den Studios also genauso groß geschrieben wie bei GG, vor allem bei Schafer und Roberts, aber auch SR:R hat es auf über 40 KS-Updates gebracht. Sorgt halt alles sehr stark für ne persönliche Bindung. Von Qualität spricht man da ebenso, und die liegt sicherlich im Auge des Betrachters, kann man ihnen also imo schlecht absprechen (siehe die Kommentare).
Und wichtig ist allen halt noch das Independent-Feeling, dazu aus der "Skandal, Wir wollen Geld verdienen"-Kolumne hier bei GG: "Soll es bald nur noch die Konzern-Websites geben, wo dann Newsletter der Chefredaktion kommen, man möge doch mal den Kauf dieses oder jenes Produkts in Erwägung ziehen?" Original die Kerbe die auch die Indies ansprechen, "Die", die Kons, und wir, die anderen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 1:40 #

Lustig. Du schreibst über ein Indie-Spielemagazin genau gleich wie jemand über ein Indie-Spiel.
"XY ist klein und persönlich. Das ist ja keine Masche, das ist so."
Es ist eben tatsächlich so. Indietitel füllen oft eine Nische. Und wenn du zu dieser Nische gehörst, dann bist du eben besonders froh, dass überhaupt noch jemand sowas entwickelt (Beispiel Adventures). Und meistens gefallen dir diese Spiele auch besonders gut, weil sie eben sehr genau deinen persönlichen Geschmack treffen (Beispiel Rundenkämpfe in RPGs)und gar nicht erst versuchen, es allen recht zu machen (Beispiel MMORPGs).
Für die breite Masse sind diese Spiele nichts, aber das wollen sie auch nicht sein. Diese Spiele wollen eine eher kleine Zielgruppe ansprechen und diese Zielgruppe dafür voll befriedigen. Deshalb sind diese Spiele oft besser als AAA-Produktionen. Oder willst du etwa behaupten, die beste Musik spielt in der Hitparade und der beste Musiker sei Dieter Bohlen? Es gibt selbstverständlich auch gute AAA-Titel. Aber ein Poptitan ist noch lange nicht der King of Pop.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 1:26 #

Dass Indie-Spiele kleiner und damit persönlicher sind ist auch FAKT.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 2:58 #

Verstehe ich nicht? Ehrlich gesagt, ich habe in kaum ein Spiel je tiefer eintauchen können als in Elder Scrolls, was damit zum persönlichsten Spielerlebnis wurde. Wenn ich mich Umschaue geht das vielen bei z.B. einem GTA auch recht ähnlich.

Indie Spiele zockt man doch eher mal nebenher durch und vergisst sie dann auch schnell wieder.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 20. Februar 2014 - 3:17 #

Minecraft - Indie und der absolute Zeitfresser für viele..
Auch bei SR:R hab ich schon recht hohe Zeiten gesehen, dank Communitycontent.
Star Citizen ist auch auf Langzeit ausgelegt..

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 16:58 #

Star Citizen ist kein Indie.

Ich meinte eigentlich das Spielprinzip. Ähnlich wie bei Mobilspielen locken viele Indie-Titel eben eher mal für ein paar Minuten zwischendurch.

Minecraft ist eine Ausnahmeerscheinung, ein Phänomen. Entsprechend zählt es nicht ... ^^

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 20. Februar 2014 - 18:34 #

Wieso sollte SC kein Indie sein, immerhin hat man sich ohne Publisher das Geld besorgt, und wirkt auch dem üblichen Trend entgegen mit dem Spiel (oder wan hast du die nächste SpaceSim rauskommen sehen?). Ich werd jetzt hier nicht Wiki zitieren, aber ca genau das ist die Definition da. Nebenher natürlich keine Low-Budget-Produktion, aber das ist ja hier nicht der springende Punkt..
Und Minecraft ist genau so eine Ausnahmeerscheinung wie Skyrim und GTA5, 5h Spielzeit bei den AAA´s ist doch mittlerweile Standard, und diene Beispiele sind halt löbliche Ausnahmen. Terraria und Starbound sind btw genauso Zeitfresser bei den Indies. Ich denke im Großen und Ganzen tun sich beide "Seiten" bei der Spielzeit jetzt nicht allzu viel.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 19:06 #

SC ist die übelste Ausgeburt an Pay2Pay(sic) wie sie sich selbst ein EA nicht hätte besser ausdenken können. (Bzw. EA hätte man dafür ausgelacht und gelyncht.) Keine Ahnung was am Ende dabei raus kommt, bislang ist es eine teure, hochprofessionell organisierte Marketingkampagne ohne erkennbare Substanz. Das eingenommene Geld wird doch zum großen Teil zum Verlängern und Ausbauen der Kampagne verwendet und dann noch Mikrotrankaktionen für hunderte von $$$ so weit das Auge reicht. Wenn man das noch Indie nennt verkommt der Begriff wirklich nur noch zur lächerlichen Worthülse.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 20. Februar 2014 - 19:32 #

Das man Skins und Schiffe jetzt Ordern kann ist im MMO-Bereich doch nun wirklich nix neues, und genau für den Bereich verkauft auch SC, nur das du die Monatsgebühr hier sparst. Nichtsdesdotrotz verkaufen auch EA und Activision mit den Mappacks bei Shootern bspw Waffen. Kartensysteme basieren komplett auf dem System das du Ingame Pakete kaufst, schau dir bspw doch mal Battleforge an, das _ist_ EA. Auch bei Eve kann ich Spielzeit für Echtgeld gekauft dann Ingame verbimmeln und dafür dann Teile/Schiffe einkaufen.
Wer nur SP mag ist bei SC mit der Hälfte eines Vollpreistitels dabei und bekommt hinterher ebenso updates.
Was jetzt daran falsch ist wenn die Leute auf der einen Seite für großzügige Spenden was bekommen und auf der anderen das Geld wieder in das _Spiel_ fließt anstatt den Aktionären den nächsten Elfenbeinrückenkratzer zu finanzieren kann ich grad nicht erkennen.
Ich will jetzt hier aber auch nicht SC ausdiskutieren, so lange da nix raus ist ist das alles doch eh nur Spekulation. Wichtig ist ob es Indie ist, und da schau dir mal die Definition an und dann sag mir welcher Punkt da nun _nicht_ mit Indie übereinstimmt.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 19:34 #

Welche *Definition*?

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 20. Februar 2014 - 20:11 #

Wie oben schon geschrieben, Independend bei Wikipedia. Oder du hast halt ne andere Quelle die nicht mit "also in meinen Augen.." oder so beginnt..

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 19:54 #

Welche Mirkotransaktionen bei SC denn?
Das sind eindeutig Makrotransaktionen ;).

Aber nein, ich finde den Hype um SC auch äußerst bedenklich. Wie soll das Spiel denn den ganzen Erwartungen denn gerecht werden. Und dann auch noch als MMO? Welches MMO seit WoW hat denn nicht enttäuscht?
Klar, es kann sich auch alles zum Guten wenden, aber ich bleibe doch äußerst skeptisch.

P.S.:
"Indie" ist es schon, wenn als Definition dafür "wirtschaftliche Unabhängigkeit" stehen soll.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 19:58 #

"Indie" bedeutet für mich "unabhängig" von großen Verlagen, Netzwerken etc. Und das trifft auf Star Citizen und das Team zu (soweit ich weiß), auch wenn ich deiner inhaltlichen Kritik zustimme. "Indie" bedeutet für mich nicht, dass das Spiel besonders ehrenvoll oder moralisch einwandfrei sein muss^^

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:31 #

Ne, aber aber halbwegs klein sollte es sein um der Bezeichnung gerecht zu werden. Kein 100 Mann Team mit eigenem MoCap Studio und perfekt durchgeplanter Marketingkampagne. Das ist reines AAA, wenn man diese Abgrenzung schon machen will. Wenn man nur die Unabhängigkeit von Publishern zugrunde legt müsste man auch noch alle Projekte hinzuzählen bei denen die Publisher keinen Einfluss in die Entwicklung hatten. Das dürften dann einige sein. Und alle in house Produkte von Valve, Bethesda und Rockstar wären dann auch Indie, oder?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 20:33 #

Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum es kein Indie-AAA geben sollte, vorausgesetzt, das Geld ist da (ist es bei Star Citizen offensichtlich).

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:42 #

Das soll mir ganz recht sein. Ich brauch dann nur einen anderen Begriff für diese kleinen Spiele wie World of Goo, Starbound, Minecraft, Frozen Synapse, Banner Saga, Journey, Dear Esther, Hotline Miami usw.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 20:51 #

Wie hast du denn kleinere Spiele früher genannt? Es sind doch einfach nicht-AAA-Titel, oder?^^

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:58 #

Hmm, früher - vor langer Zeit - waren alle Spiele so, dann wuchs der Spielemarkt und damit die Investitionsvolumina. Das kam erst mit World of Goo und Steam groß zurück so wie ich das mitkriege. Diese neuen Spiele waren für mich "Indie": Rein digitaler Vertrieb, kleines, unbekanntes Team, fokussiertes Gameplay und pointierte Präsentation.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 21:12 #

Dem würde ich gern widersprechen. Es gibt doch schon sehr lange große und kleine Spiele. Gigantische Projekte wie GTA V sind sicherlich ein recht neues Phänomen, aber dennoch konnte man auch früher sehr aufwändige RPGs o.ä. (Civ, Might & Magic, die dazugehörigen Heroes, ...) kaufen oder auch simpel gehaltene Spiele kleinerer Genres bekommen (Blobby Volley wurde ja hier irgendwo schon erwähnt, dann gab es so Spielchen wie Little Fighter, Worms, Lemmings usw.)

Natürlich haben diese kleinen Spiele heute bessere Vertriebschancen, aber das kann ja hier eigentlich kein Kriterium sein.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 21:30 #

Ne natürlich nicht, aber erst dann bin ich auf diese Spiele aufmerksam geworden und nenne das alles seitdem Indie. ^^
Für mich ist Baldur's Gate auch der Inbegriff des klassischen cRPG nur weil ich damit bekehrt wurde.
Wie auch immer, mir geht es nur um die eigene Klassifizierung.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 10:23 #

Schade für dich, aber dann hast du einfach nicht verstanden, dass "indie" nur die Abk. für "Independent" ist und das auf Deutsch "unabhängig" bedeutet. ;)

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 10:39 #

Das hat nichts mit Verständnis der englischen Sprache zu tun. Mein Punkt war nur, dass Leute die von Indiespielen reden in der Regel nicht GTA5, Skyrim oder Half Life meinen. Sonst macht die Kolumne auch nur wenig Sinn, oder?

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 9:46 #

Nein. Wenn wir dem Begriff Indie treu bleiben wollen und die Definition aus dem Musik- und Filmbusiness entlehnen bedeutet es nur, nicht abhängig von den großen Majorlabels zu sein. Dass viel Indie-Kram im kleinen Team low budget-produziert ist ist nur eine Auswirkung der Indie-Definition, aber kein Teil der Definition selbst. Indie macht sich weder an irgendeinem Vertriebskonzept noch an Teamgröße, Budget oder Popularität fest, sondern nur an der Tatsache, unabhängig (independant) von den großen Labels zu sein.

Viele große und weltbekannte Bands und Künstler sind z.B. Indie, weil sie inzwischen im Eigenvertrieb arbeiten... nimm z.B. Nine Inch Nails. Kein Majorlabel => Independant. Trotzdem eine wertige, teure Produktion mit eigenem Studio, weltweite bekanntheit und Vertrieb und Millionenumsätze.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:07 #

Mag angehen, dass NiN keinem großen Label angehört aber sorry, die als Indie zu bezeichnen ist ein Witz!

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 17:05 #

Wieso eigentlich nicht - Nine Inch Nails besteht ausserhalb von Liveauftritten genau aus einer Person, Trent Reznor, der sein Label soweit ich weiss in kompletter Eigenregie mit seiner Frau betreibt und den großteil seiner Musik sogar über Internet verkauft, statt ihn über die klassischen Vertriebskanäle zu verteilen. Er erklärt sich sogar öffentlich damit einverstanden, seine Musik zu kopieren und bei Gefallen halt doch mal zu Spenden (was für ihn natürlich mit einigen Mio Umsatz auf diesem Wege hervorragend funktionierte). Was ist daran also nicht "Independant"? Unabhängiger von von dritten Profiteuren auferlegten Zwängen kann ein Künstler eigentlich nicht mehr sein, oder?

Indie bedeutet nur "unabhängig, nicht von einem großen Label zu steuern". Keiner sagt, dass Indie nicht kommerziell sein darf.

Das kleine, charmante, amateurhafte und nicht-kommerzielle, das viele in Indie-Produktionen sehen kommt nur daher, dass diese kleinen, charmanten, amateurhaften und gänzlich passionieren Produzenten einen Teil der Indie-Szene ausmachen. Dieser Teil der Szene ist es wieder, der Indie für viele so attraktiv macht, weil wir sind ja alle so unkommerziell und voll alternativ drauf, weit weg vom Mainstream. Das ist so ein bischen das Selbstverständnis-Ding, das sich die Indie-Fans gerne anziehen, das Licht in dem sie sich gern sehen. Hat allerdings mit der Aussage und dem Ursprung des Wortes nur insofern zu tun, das man eben nicht fremdgesteuert ist durch einen großen Publisher, sondern selbst bestimmt, wie kommerziell man nun sein möchte. Daher kann es überhaupt Indie-Labels geben - die machen auch nichts anderes, als ein großer Publisher, nur quatschen sie ihren Schützlingen im Optimalfall nicht rein.

Für mich persönlich sind das alles "Medien". Gefällts mir wird es konsumiert, gefällt es mir nicht lasse ichs sein. Ob da Sony Music, Glitterhouse Records, Ubisoft oder Mohjangg draufsteht ist mir doch zunächst mal völlig egal, solange mir das Produkt Spaß macht. Warum sollte ich mich künstlich selbst einschränken indem ich sage "Ich mag das nicht, weil das ist kein Indie"? Diese Indie-Szene, vom idealistischen Produzenten der das nur aus Liebe zu seinem Medium mahct ist doch nur eine kleine Teilgruppe des ganzen, die man als Aussenstehender eh kaum ausmachen kann.

v3to (unregistriert) 21. Februar 2014 - 17:11 #

bei musik hört der vergleich imo spätestens dort auf, wo eine gema-mitgliedschaft dranhängt.

Bastro 15 Kenner - 3550 - 21. Februar 2014 - 17:28 #

Es freut mich, dass in diesem Umfeld jemand Glitterhouse überhaupt kennt ;-)

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 20:45 #

Mein Musikgeschmack ist vielfältiger, als man annehmen mag. ;-)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 17:46 #

Indie hat immer auch was von "nicht kommerziell". Und NiN ist absolut kommerziell.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 21. Februar 2014 - 17:47 #

Ich glaub, dass keiner Indie-irgendwas sich sträubt, wenn man ihm Geld für sein Werk nachwirft.

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 20:22 #

Indie bedeutet nur leider absolut nicht "nicht kommerziell". Das ist das, was viele hineininterpretieren wollen, weil sich ja jeder vom Mainstream abheben will und bloß nicht so sein wie "alle anderen" das Problem ist, dass Indie quasi zum zweiten Mainstream wird, weil wenn ich ein großer Teil abheben will sind auch diese Leute nur wieder genauso wie alle anderen, die sich mit ihnen abheben wollen.

Fast ALLE bekannteren Indie-Bands, wenn wir gerade bei Musik sind, haben Manager, PR-Agenturen etc. bei der Hand, die ironischerweise zum Teil genau darauf achten, dass die Band als Indie und möglichst kommerziell wahrgenommen wird, obwohl sie damit zumindest genauso viel Geld verdienen wie in einem "normalen" Mainstream-Job. (Ich gönne das den Leuten, was mit nicht einleuchtet, ist dass es so viele eigentlich Intelligente Menschen nicht verstehen.)

Nur wieder zur Begriffsklärung - kommerziell bedeutet "mit Gewinnerzielungsabsicht".

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 22:03 #

Sehe ich anders. Schandmaul mag einem kleinem Label angehören aber das sind Berufsmusiker, also kein Indie. Illegal 2001 (kennt die noch wer?) haben nach ihrem Erfolg Mitte der 90er etliche große Plattendeals abgelehnt, weil sie "ihre" Musik machen wollten. Die geben noch heute regelmäßig Konzerte, auch größere, allerdings eben in der Freizeit, und haben alle noch "normale" Jobs. Das ist Indie!

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 22:32 #

Das ist zweifellos Indie. Ich mag mich jetzt aber auch nicht zum fünften Mal wiederholen, ich hab den Eindruck du liest einfach nicht was man schreibt.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 10:20 #

Warum nicht? Auch ein größerer Mittelständler mit 100-200 Leuten kann "indie" sein, weil er unabhängig sein kann. Weil er eigene Entscheidungen treffen kann ohne auf die Entscheidungsträger eines Publishers/Verlags etc. Rücksicht nehmen zu müssen.

DICE wäre bspw. schon indie, wenn sie nicht unterm Dach von EA arbeiten würden, sondern die Spiele auf eigene Faust machen und veröffentlichen würden. Bohemia ist für mich schon ein Indie-Studio und Valve ist das Paradebeispiel. Der Laden braucht sich doch um gar nichts zu kümmern. Alleine die Steam-Plattform sorgt dafür, dass die Entwickler von Valve komplett eigenständige Entscheidungen treffen können.

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 13:24 #

Das einzige was natürlich noch zu tun wäre ist, die Majors zu bestimmen. :) EA, AcBlizz und Ubi sind wohl eindeutig. Bei Valve könnte man glaub ich schon diskutieren, ob sie nicht selbst schon ein Major sind - ich empfinde sie zwar nicht als solcher, könnte mir aber durchaus andere valide Meinungen dazu vorstellen.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 23. Februar 2014 - 9:54 #

Hu, das wird ja komplizierter. :) Da muss man wohl nochmal differenzieren. Bei Eigenentwicklungen von Blizzard, Ubisoft oder EA muss man sie wohl als Indie bezeichnen, weil sie im Prinzip nur innerhalb der Firma irgendwelche Leute haben, die reinreden können. ;)

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 28. Februar 2014 - 12:45 #

Trotzdem bleiben sie finanziell von einem Major abhängig... von sich selbst. :) Damit wäre dieses kleine Paradoxon auch aufgelöst. :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:15 #

""Indie" bedeutet für mich "unabhängig" von großen Verlagen, Netzwerken etc. Und das trifft auf Star Citizen und das Team zu (soweit ich weiß)"

Wenn das Team dahinter millionenschwer ist, dann ist es doch kein Indie mehr. Denn dann wäre jeder Publisher der selbst Spiele entwickelt Indie, einschließlich EA, Ubisoft oder Valve.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 21. Februar 2014 - 2:33 #

Ist es nicht gerade die Millionenschwere, die es unabhängiger macht als jeden anderen? Ist Mojang plötzlich nicht mehr Indie, weil sie jetzt Erfolg haben?

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 9:47 #

Siehe direkt über dir. Indie = Independant = unabhängig von Majorlables und den Einflüßen großer Publisher. Nix anderes.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:08 #

Ja, aber dann ist Valve eben auch Indie, oder EA. Denn wenn man Geld hat, ist man doch automatisch selbst ein Großer ...

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 14:12 #

EA nicht, denn die sind ja selbst keine Entwickler.

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 20:27 #

Jetzt verstehst du langsam was ich sagen will, glaub ich... Indie ist nur eine Frage der Definition, was man als "Major Label" definiert. Das ist zumindest in der ursprünglichen Bedeutung das EINZIGE valide Kriterium, um zu bestimmen ob ein Medienproduzent Indie ist oder nicht. Alle anderen Kriterien ist dazugedichtetes Geschwurbel von Fans.

EA ist ein reiner Publisher, also KEIN Hersteller. Damit fallen die schonmal unter Generalverdacht, ein Major zu sein. Aber wie gesagt, das muss definiert werden und ist bei den Games nicht ganz so leicht zu machen wie in der Musik.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 22:05 #

Das größte valide Kriterium was Indie ist oder nicht ist, dass es hobbymäßig und nicht professionell geschieht. Sobald es professionell wird, ist es aus mit Indie, auch wenn sich viele gerne noch so nennen, weil das gut fürs Image ist.

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 22:33 #

Und diese von dir getroffene Definition ist die einzig richtige, weil sie weder mit der wörtlichen Bedeutung des Begriffs noch mit der ursprünglichen Verwendung und Bedeutung etwas zu tun hat? Na, dann ist alles klar.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:09 #

Indie ist halt nicht kommerziell.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 23. Februar 2014 - 0:14 #

Also kommen für dich nur Bettler in Frage?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 11. März 2014 - 21:12 #

Zugegeben, ich bin jetzt etwas spät dran, aber das wird nicht zur allgemeingültigen Wahrheit, egal, wie oft du deine persönliche Meinung noch wiederholst ^^

Objektiv gesehen hat der Begriff mit der Kommerzialität eines Produktes überhaupt nichts zu tun.

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 21. Februar 2014 - 14:03 #

Es geht bei Indie nicht alleine um die Unabhängigkeit von der finanziellen Seite sondern auch um die unabhängigkeit der Idee. Man kann walten und schalten wie man will und kann spezielle Spiele machen die ein großer Publisher nicht unterstützten würde.

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 20:47 #

Ich würde sogar sagen, es geht bei Indie fast ausschließlich um die Unabhängigkeit der künstlerischen Seite... die man zumeist nur hat, wenn man auch wirtschaftlich unabhängig ist, denn wer die Kohle zur Verfügung stellt schafft an.

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 22. Februar 2014 - 18:52 #

Ja das eine geht mit dem anderen natürlich Hand in Hand. Aber wenn den Begriff "Indie" definiern will dann würde ich sagen das die geistige Freiheit Auschlag gebend ist und nicht die wieviele Mille man zur Verfügung hat.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 22. Februar 2014 - 13:31 #

Das Problem mit der Worthülse hast Du ab just dem Moment nicht mehr, in dem Du Dir klar machst, dass unabhängig zu sein nicht zwingend damit einhergehen muss, klein zu sein. Wieso denn auch?
SC erfüllt alle Kriterien einer definitionsgetreuen Indie-Produktion. Dass dessen Maßstab so viel monströser ist als der eines Durchschnitts-Indies, ändert daran rein gar nichts. Eine Garagenfirma zu sein, ist keine Voraussetzung dafür, frei von Publishereinfluss zu sein. Und letzteres ist letztendlich der einzig ausschlaggebende Punkt, der entscheidet, ob es sich um einen Indie handelt oder nicht.
Der ganze sonstige Kram, mit dem Indies von den fanatischeren unter ihren Liebhabern assoziiert werden, ist reine Design-Ideologie und hat keinen Anker in der Wirklichkeit.

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 14:55 #

Ich finde es nur nicht wirklich praktisch alle GTAs, Skyrims und World of Goos in eine Schublade zu stecken. Warum müsst ihr so ein Drama veranstalten weil ich Indie als Begriff für kleine Spiele verwende so wie fast jeder andere auch. Niemand bezeichnet GTA5 als ein Indiespiel! Nach der pedantischen Definition müsste man es aber tun. Ich finde die Aufregung etwas albern - vor allem diese ganzen Ideologie und Moralunterstellungen. Ich will nur einen Begriff für die ganzen kleinen Spiele haben. Dieser Begriff IST aktuell "Indiegame".

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 3:24 #

"Indie Spiele zockt man doch eher mal nebenher durch und vergisst sie dann auch schnell wieder."
Da verwechselst du Indie-Spiel mit dem Genre des Spiels. Es ist richtig, dass viele Indie-Spiele eher Genres bedienen, auf die das zutreffen mag, aber das ist nicht grundsätzlich und nicht bei allen so.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 16:59 #

Es gibt immer und überall Ausnahmen. Wenn ich solche Aussagen tätige meine ich aber schon "im Allgemeinen".

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 19:22 #

GTA und Elder Scrolls sind aber auch Ausnahmen :p

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:13 #

Inwiefern? Spiele, die man sehr lange zockt gibt es doch nun wirklich etliche. Jedes Onlinespiel etwa.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 21. Februar 2014 - 2:34 #

Dennoch sind Skyrim und GTA 5 natürlich Ausnahmeerscheinungen, nicht umsonst sind sie derart bekannt und gern geliebt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:09 #

Und?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 11. März 2014 - 21:09 #

Und deshalb fällt dein ursprünglicher Einwurf leider in sich zusammen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:20 #

Ach, also, mit Blick auf die Indie-Top10 bei Steam:

1. Banished - Aufbaustrategie, sicher nichts für Zwischendurch und kurze Sessions.
2. DayZ - MP-Survival, auch kein "Spielchen" für Nebenbei, gibt sehr viele Möglichkeiten und sehr hoher Wiederspielwert.
3. RUST - MP-Survival, siehe oben
4. Plague Inc. - uh, sone Brettspielumsetzung oder so. Kenn ich nicht.
5. ORION: Dino Horde - Okay, ich weiß nicht wieso, aber das ist halt ein mieser MP-Shooter mit Dinos.
6. Starbound - Sandbox-Construction-Titel mit verschiedenen Planeten, Crafting, Charakterentwicklung, verschiedenen Zivilisationen und und und; reicht ne Feature-Liste?
7. Garry's Mod - Das Meta-Spiel schlechthin, möglicher Zeiteinsatz: unendlich. Also wirklich, das ist zwar kein Spiel, sondern ein Baukasten, aber es gibt so viele Sachen für GM, das fand ich faszinierend.
8. 7 Days to Die - Coop-Zombie-Survival. Was soll ich dazu noch sagen?
9. Space Engineers - Sandbox-Construction-Titel im Weltraum, siehe oben
10. Insurgency - MP-Deathmatch, ich kenns zwar quasi nicht, aber das ist doch auch kein Puzzle-Platformer für 3 Stunden.

So, alle diese Titel würde ich nicht als "kleine Titel" für Zwischendurch bezeichnen. Und auch, wenn hier gerade nicht die große Genre-Vielfalt zelebriert wird, wäre deine Aussage, die umfangreicheren Indie-Titel wären Ausnahmen, widerlegt.

lis (unregistriert) 22. Februar 2014 - 1:30 #

Zu 5: Kostet die Woche nur einen Euro und man kanns in der Zeit probespielen. Ohne wäre es jetzt wohl nicht da. :>

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 1:23 #

Danke für diesen Kommentar. Jetzt muss ich das selbst nicht mehr schreiben.
An anderer Stelle wäre diese Kolumne einfach eine Kolumne. Hier auf GG aber ist es eine Ohrfeige an all die Indie-Schreiber, die hier ohne Entgelt und aus reiner Leidenschaft Artikel schreiben, die teils viel besser sind als alles von der Redaktion. Dass nicht alles gut ist, was von Userseite her kommt, ist klar. Aber es ist auch lange nicht alles Redaktionelle gelungen. Wäre GG nicht die einzige Seite, die Indie-Schreibern eine Plattform bietet, wäre ich längst nicht mehr hier. Redaktionelle Beiträge sind andernorts nämlich besser.

Bayonetta. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:37 #

Das Problem was die Presse mit den Indie-Spielen hat ist, dass sie von deren Machern nicht so hofiert und gepudert wird wie von den großen Publishern. Es gibt keine tollen Pressereisen, keine schönen Buffets und niemand der 24/7 auf E-Mail Anfragen reagiert. Und das schlimmste: Der exklusive Vorteil das fertige Spiel als Pressevertreter schon Wochen vorher zu spielen, fehlt oft. Man fühlt sich plötzlich unwichtig und als ganz normaler Spieler. Im schlimmsten Fall gibt es noch nicht mal einen Review-Code und man muss das Spiel tatsächlich kaufen!

Für die Vita gibt es unzählige tolle Indie-Spiele, in den Mainstream-Medien wird die Konsole hingegen totgeredet weil die AAA-Spiele fehlen. Dabei kann man mit dem Gerät durchaus Spaß haben, wenn es nicht immer die großen Spiele sein müssen.

Ob ein Spiel/Film/Musikalbum gut oder schlecht ist, hängt nicht vom Budget ab. Ein Album von Justin Bieber kostet Millionen in der Produktion und im Marketing, aber das macht es nicht automatisch besser als das Debütalbum einer Indie-Band.

GamersGlobal hat Spiele wie Papers,Please, Antichamber und The Stanley Parable nicht getestet, weil diese Spiele zu schlecht wären, sondern weil die Spiele zum Release noch nicht so populär waren wie ein AAA-Game, bei dem eine geölte Marketing-Maschinerie den Hype bis zum Launchtag maximiert.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 19. Februar 2014 - 15:41 #

So als kleiner Reality-Check für dich:

- "tolle" Pressereisen hatte ich genau zwei in meiner in Kürze 20jährigen Karriere.

- "Schöne Buffets"? Das ist jetzt im Ernst für dich der Gipfel der korrumpierenden Dekadenz? Ach Gottle...

- "24/7 auf Anfragen reagiert" --> Also Indie-Entwickler und die von ihnen mittlerweile oft betrauten PR-Agenturen (das dürfte dich jetzt überraschen, gelle?) antworten meiner Erfahrung nach eher schneller. 24/7 wirst du von einer Publisher-PR niemals bekommen.

- "Der exklusive Vorteil das fertige Spiel als Pressevertreter schon Wochen vorher zu spielen," --> hängt ganz vom Indie-Entwickler ab, die wenigsten haben ein Problem damit, vorab der Presse ein Muster zukommen zu lassen, ganz im Gegenteil. Kickstarter-Projekte sind halt teils aus Glaubwürdigkeitsgründen gezwungen, das zu unterlassen, wenn sie ihren Backern exklusive Vorabzugriffsrechte versprochen haben.

- "Im schlimmsten Fall gibt es noch nicht mal einen Review-Code und man muss das Spiel tatsächlich kaufen!" --> Genau, und dann kaufen wir uns das Spiel, wie übrigens auch immer wieder bei AAA-Titeln. Zum Glück sind Indiespiele billiger!

Da ich schon zu deinem ersten Absatz so viele Korrekturen schreiben muss, lese ich mir die nächsten gar nicht erst durch...

Skeptiker (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:12 #

Für mich zählt ein kostenloser Flug nach London schon als eine tolle Pressereise, selbst wenn man wirklich nur den Flughafen sieht und nur ein paar Minuten Zeit hat, sich im Buchladen mit neuen Büchern und Zeitschriften einzudecken und ein paar der leckeren Sandwiches bei Pret-A-Manger zu verdrücken.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 19. Februar 2014 - 23:31 #

Und wer bezahlt den Flug? In der Regel doch der Verlag und nicht der Spielepublisher.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 19. Februar 2014 - 23:56 #

Echt? Vielleicht beim ersten Mal und vielleicht beim zweiten Mal. Aber mal ganz ehrlich: Nach London fliegen ist zum Kotzen, wie es auch die meisten anderen Reisen sind. Lebenszeitverlust und Stress, wegen mir dürfte jeder einzelne Industrieevent gerne in München in einem unterirdischen Verhau ohne Fenster stattfinden. Ist mein voller Ernst.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 20. Februar 2014 - 0:03 #

wegen mir dürfte jeder einzelne Industrieevent gerne in München in einem unterirdischen Verhau ohne Fenster stattfinden. Ist mein voller Ernst.

Ich finde, dass das auch generel auf die Münchener Wohnsituation zutrifft ;-)

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 20. Februar 2014 - 8:39 #

Ehrlich? Die meisten Arbeitsreisen sind rein aus dem Reise-Aspekt heraus zum kotzen. Das findet man am Anfang cool oder stellt es sich am Anfang cool vor, wenn man selbst keinen Job mit Reiseanteil hat. Spätestens wenn man zum 3. Mal in einem Monat in der früh um halb 6 Aufsteht, um pünktlich am Flughafen zu sein, damit man nicht die Veranstalltung um 10 Uhr verpasst, die irgendein Honk in maximalem Abstand zum Flughafen ausrichtet und Abends völlig übernächtigt und müde in irgendein Hotezimmer absteigt, das irgendein Honk vom Business-Travel-Service in maximaler Distanz zum Veranstaltungsort besorgt hat, statt sich Abends gemütlich daheim auf die Couch zu setzen oder mit Freunden irgendwo n Bierchen schlürfen zu gehen hat man davon sowas von die Schnauze voll... ganz abgesehen davon, dass das Privatleben extrem drunter leidet und die Nummer einfach depressiv macht... die ersten Paar mal ist man noch versucht, sich die Stadt anzuschauen, irgendwann gehts einem gerade bei nah-Reisen nur noch am A... vorbei. Die ganzen Hotelbars sind abends voll von frustrierten Geschäftsreisenden, die sich einen zu viel hinter die Binde kippen um das überhaupt zu ertragen.

So, kurzer Rant... muss sein, wenn ich irgendwo was von "coolen Businessreisen" lese.

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:37 #

Stadt anschauen... lustig. Man fliegt hin, hat einen vollen Terminplan und wenn man so gut ist und schneller zurückkommt, dann darf man da auch gleich wieder am nächsten Tag antanzen...

Punisher 19 Megatalent - P - 15823 - 21. Februar 2014 - 20:52 #

Naja, die Stadt anschauen hab ich tatsächlich meistens vor gehabt, zumindest wenn ich mit Übernachtung gereist bin. Das das meistens dann bei "einmal ums Hotel schleichen und dann doch im nächsten Pub hängenbleiben" zu tun hatte ist ein anderes Thema. Ich kenn auch tatsächlich ein paar Kollegen, die sich teilweise den Rückflug extra spät gelegt haben, um noch irgendwas anschauen zu können. KANN also schon passieren, dass die tatsächliche Umsetzung eher selten ist... da kann ich dir nicht widersprechen.

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11947 - 19. Februar 2014 - 16:05 #

"Es gibt keine tollen Pressereisen, keine schönen Buffets und niemand der 24/7 auf E-Mail Anfragen reagiert."

Eigentlich hab ich den richtigen Job, aber wenn ich das lese, muss ich den falschen Job haben. Oder Bayonetta hat zu viele Gecko-Lollis genascht ... wer weiß, wer weiß ...

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6310 - 19. Februar 2014 - 16:12 #

"GamersGlobal hat Spiele wie Papers,Please, Antichamber und The Stanley Parable nicht getestet, weil diese Spiele zu schlecht wären, sondern weil die Spiele zum Release noch nicht so populär waren wie ein AAA-Game, bei dem eine geölte Marketing-Maschinerie den Hype bis zum Launchtag maximiert."
Ja, du hast aber vergessen dass viele Spieler und Besucher dieser Seite die Titel auch nicht kannten. Und dass ist das Problem: es gibt so viele Indie-Titel, von denen locker 2/3 nichts neues bieten. Unter der schieren Masse die paar Perlen rauspicken ist sehr viel Arbeit, die kein großes Spielemagazin macht oder erst, nachdem des Spiel eh schon jeder kennt und das lohnt sich dann auch nicht mehr. Es hat schon seinen Grund warum Tests am Releasetag rauskommen, zwei Wochen später interessiert das keinen mehr.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 0:49 #

Es ist immer schön, eine professionelle Vorauswahl zu haben, bevor ich mich durch irgendwelche Foren oder den Steam-Client oder die Desura-Webseite quäle, um passable Indietitel zu finden. (Die dann gerne auch schon als Alpha verkauft werden und dementsprechend unfertig sind.)

Und ich sehe es als riesen Problem, Tests möglichst früh rauszuhauen und Spiele danach wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen. Danz im Gegenteil würde ich mir eher wünschen, dass eine Beschäftigung mit Spielen auch längerfristig nach Release weitergeht. Die PC Action hatte sowas früher mal für ein paar Titel, nannte sich "Spieleforum" (im Heft) und war sehr interessant, da dort auch Mods etc. vorgestellt wurden.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20946 - 19. Februar 2014 - 16:22 #

> GamersGlobal hat Spiele wie Papers,Please, Antichamber und The Stanley Parable nicht getestet,...

Mach' mit. Schreib' Tests. Wenn hier kein Test zu den Spielen vorhanden ist, liegt das nicht allein an der GG-Redaktion.

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 16:25 #

Zudem bin ich auch ohne Test zu den Titel durch die GG-Community darauf aufmerksam geworden. :)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 19:38 #

ich komm immer öfter durch Youtube Videos von Let's Playern auf interessante Titel, meist so 2-3 Wochen bevor ich hier was lese. Papers Please hab ich durch Scott Manley(Kerbal Space Program Let's Plays) entdeckt.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10830 - 19. Februar 2014 - 17:49 #

Naja, zu Papers, Please gibt es hier einen sehr guten User-Artikel, der mich auf das Spiel aufmerksam gemacht hat.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 19. Februar 2014 - 17:15 #

Ich zahl doch GG nicht die fette Kohle dafür, das dann über so Randgruppenspiele für PC-Waldorfer berichtet wird!

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 17:38 #

Hrhrhr, made my day.....PC-Waldorfer...kicher....

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 18:00 #

Aber ohne Joypad, das ist das wichtigste!

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16771 - 20. Februar 2014 - 15:23 #

"Joypad" klingt aber auch arg schmutzig! Als müsste man das bei Beathe Use kaufen, geprüft von Theresa Orlowski *stamp*.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 19. Februar 2014 - 18:13 #

"GamersGlobal hat Spiele wie Papers,Please, Antichamber und The Stanley Parable nicht getestet..."

Ich sag's jetzt mal plump: GG hat auch nicht die Kapazitäten aber auch wirklich jeden Indie-Scheiß (was jetzt nicht für die genannten Spiele per se gilt) zu testen, geschweige denn auf eigene Kosten zu kaufen, wie die anderen Magazine, die noch einen Verlag im Rücken haben.

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:15 #

Wenn's nicht so gemeint ist, muss man es ja auch nicht so sagen, gell?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 19. Februar 2014 - 18:18 #

Es gibt nunmal viel Indie-Scheiß da draußen. Wir ging es darum ihm zu verklickern, daß bei der Flut die besseren davon nicht sofort auszumachen sind und GG für solche Tests (auf Verdacht mal zehn kaufen oder so) schlichtweg die Mittel dafür fehlen.

Ist nunmal so, du, ich und alle anderen können uns auch nicht um jeden Scheiß kümmern ;). Darauf läuft's hinaus und so war's im Kontext gemeint.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 18:21 #

Wenn man sich die Spiele aus dem Zitat "Spiele wie [...]" ansieht, ist aber von "Indie-Scheiß" überhaupt nicht die Rede.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 19. Februar 2014 - 18:22 #

Herrje, versteht mich nur weiter falsch...

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 11. März 2014 - 21:35 #

Ich verstehe dich nicht falsch. Du willst sagen, dass man den ganzen Indie-Scheiß doch nicht testen kann, ja. Dummerweise, und das wollte ich ausdrücken, war hier von diesem Scheiß gar nie die Rede, sondern von herausragenden und einzigartigen Werken, die zu würdigen lohnenswert ist. Daher passt dein Einwurf da einfach nicht. Den "ganzen Scheiß" will von den Usern auch niemand hier sehen :p

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 12. März 2014 - 13:36 #

Und ich sprach davon, daß man gar nicht wissen kann, wo bei der Flut an Indie-Spielen es sich um herausragende und einzigartige Werke handelt, wenn man sie nicht selbst getestet/gespielt hat. Also muß man quasi quer durchs Beet den ganzen Scheiß testen, um diese Perlen erstmal zu finden ;). Und dafür hat GG nunmal die Kapazitäten nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 12. März 2014 - 17:33 #

Natürlich kann man das wissen, meinst du wir, die wir hier über Indie-Spiele sprechen, haben uns zuvor durch den ganzen Müll gespielt?^^ Und da bei Indie-Spielen wohl auch niemand auf einen pre-Release-Test pocht, gibt's da auch kein Problem, so einen Bericht zu machen, sobald eine Perle aufgetaucht ist.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 12. März 2014 - 17:41 #

Das könnt ihr auch nur, wenn ihr euch Berichte/Tests o.ä. auf anderen Spielewebseiten lest oder YouTube-Videos anschaut. Das wiederum von Redaktionen/Leuten, die es bereits gespielt haben. Soll das GG jetzt auch machen? Bei anderen "abkucken", was die so von den angeblichen Perlen halten und sich da welche rauspicken? Was übrigens auch wieder Zeit und Arbeit, ergo Kapazitäten, kostet. Niemand kann Hellsehen und sagen, das ist eine Perle, ich weiß Bescheid, ohne es gespielt zu haben.

Wenn ihr übrigen schon woanders eure Perlen-Infos herholt, warum soll sich GG dann noch die Arbeit machen? ;)

Ist jetzt auch egal. Das wochenalte Thema hier ist für mich persönlich durch.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 12. März 2014 - 18:03 #

"Das könnt ihr auch nur, wenn ihr euch Berichte/Tests o.ä. auf anderen Spielewebseiten lest oder YouTube-Videos anschaut."
Nö, zur Vorauswahl reichen schon die GG-Kommentare. Tests dazu lese ich dann meist erst (Wenn überhaupt, das kommt nur sehr selten vor), wenn ich schon anderswo gelesen habe, dass das lohnenswert ist. Denn mit dem ganzen Müll will ich auch nichts zu tun haben :D
Andere informieren sich sicher auch über andere Quellen, mir reicht das hier. Oder ich klicke mal ein paar Minuten durch neue Spiele bei diversen Händlern, wo jedes Spiel dann etwa 5-10 Sekunden Zeit hat, mein Interesse zu wecken – Bei dem meisten kann man dann schon erkennen, dass es die nähere Betrachtung nicht lohnt.

Aber ja, ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn GG über ausgewählte Projekte berichtet, über die man aus GG-Kommentaren aufmerksam wird. Warum auch? Die großen AAA-Titel werden auch nur getestet, weil die Industrie(!) einen Hype erzeugt und sagt "Hey, hier, schaut mal, wir haben hier gerade was ganz tolles am Laufen". Wenn da also irgendwo etwas verwerflich ist, dann wohl eher das (Aber nein, der Meinung bin ich nicht).

Es darf sich dann bei solchen Titeln auch gern mal herausstellen, dass GG sie nicht für eine Perle hält. Muss ja nicht jeder "Papers, please!" lieben.

Warum dieses Thema eine zeitlich eng begrenzte Relevanz hat, die dazu führt, dass es einige Tage später plötzlich "egal" wird, verstehe ich nicht :)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 12. März 2014 - 18:46 #

Weil ich auch nicht gerne eine Zeitung von gestern lese ;). Man kann auch was totdiskutieren, oder im Kreis, oder rauf und runter etc. nur des dikutierens Willen. Der Typ bin ich aber nicht. Wenn ich ein Thema abhake, hake ich es nunmal ab und tracke alte Themen nicht. Meine Zeit setze ich dann doch lieber effektiver und woanders ein. Das war jetzt auch nur Mod-bedingt auf aktuelle Kommentare, die ich zumindest alle überfliegen muß ;).

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 12. März 2014 - 18:55 #

Bisher drehten wir uns noch nicht im Kreis

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 10:28 #

"Ist nunmal so, du, ich und alle anderen können uns auch nicht um jeden Scheiß kümmern ;)."

Eben deswegen lesen wir Zeitungen oder Spielemagazine, damit jene, die sich professionel damit beschäftigen, uns, die den ganzen Tag mit anderem Kram zu tun haben, eine Auswahl geben. Sie filtern die Perlen (oder nicht Perlen) aus der Masse heraus. Das ist halt, naja, ihr Job.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 21. Februar 2014 - 13:25 #

Wenn sie die Kapazitäten dafür hätten, all das abzudecken, was euch so vorschwebt, würde ich dir zustimmen. Die hat aber GG nunmal nicht. Der Tag hat auch bei ihnen nur 24 Stunden und vierteilen können sie sich auch nicht. Du hast auf Arbeit doch auch eine gewisse Auslastungsgrenze. Dafür können ja die User einspringen. Wem das nicht professionell genug ist, schade. Das ist aber das Konzept einer "Mitmach-Seite". Meckern kann jeder, aber etwas dagegen tun, ja das machen die wenigsten bis keiner.

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 21. Februar 2014 - 14:21 #

Kritikfähig seid ihr ja eher weniger. Wenn hier etwas schlecht ist dann sollte man es verbessern. Was intressieren einen Standard-User Ausreden wie "Wir sind so arm deswegen...".
Ihr wollt doch die Klicks ich kann auch woanders hin.
Klingt jetzt härter als ich es persönlich meine.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 21. Februar 2014 - 23:54 #

Ich bin nicht "Wir". Ich bin nicht bei GG angestellt. Das hat übrigens nichts mit Kritikfähigkeit zu tun, Fakten aufzuzeigen, daß GG nunmal eine kleine Redaktion ist und somit begrenzte Kapazitäten und Ressourcen hat.

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 22. Februar 2014 - 19:02 #

Na ja wenn du so Partei ergreifst als wärst dazu mit dem Titel "Community-Moderator".
Natürlich ist es ein Fakt, ich glaube das schon, aber es ist als Entschuldigung gemeint und dafür kann sich halt keiner was kaufen in der bösen, harten Welt der Klicks...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 22. Februar 2014 - 20:33 #

Sich in die Lage anderer versetzen zu können, heißt nicht automatisch Partei zu ergreifen. Ich wünsche mir auch hin und wieder einen Test oder Preview von Spiel A oder B, verstehe aber auch, daß das eben aus genannten Gründen nicht immer möglich ist. Und weil ich das verstehe, mache ich auch nicht - wie andere hier auf GG - deswegen ein Faß auf.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 23. Februar 2014 - 10:14 #

Eben, weil sie eine Mitmachseite sind haben sie die Kapazitäten ja potentiell. Damit liegt der Ball übrigens auch bei den Usern. ;)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 23. Februar 2014 - 12:02 #

Quasi ja. Also nicht immer den falschen Baum anbellen (Redaktion), sondern sich auch mal selbst an die Nase fassen (Userschaft, zu der du übrigens auch gehörst) ;). Und das meinte ich mit meckern kann jeder, aber selbst etwas dagegen tun wollen sie nichts ;).

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 19. Februar 2014 - 18:59 #

"geschweige denn auf eigene Kosten zu kaufen, wie die anderen Magazine, die noch einen Verlag im Rücken haben."

Ach bitte, als ob der Kauf zu den Problemen von GG gehören würde, wo es doch einzelne Personen im Internet hinbekommen eine "Testversion" für eine Review zu erhalten - einfach weil sie mal nett angefragt haben.

Natürlich setzt dies voraus, dass das Spiel dann nicht schon lange lange vorher rausgekommen ist.

Roland 18 Doppel-Voter - 10893 - 19. Februar 2014 - 18:33 #

Dafür habe ich den User-Artikel zu Papers,Please geschrieben - da GG ein Portal ist das auf Partizipation setzt und die Redaktion das letzte Wort bei einem USer-Artikel hat, wurde es quasi getestet. Quasi deshalb, da ich es als Laie mit besten Wissen und Gewissen gemacht habe. Ich weiß nicht ob es dir bei GG bewußt ist mit den User-Artikeln und Papers, Please, daher mein gut gemeinter Hinweis :)

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 15:44 #

So. Gegenrubrik "McSpain lästert zurück" :P

Bin eigentlich kein Indiekuschler. Hatte letzte Jahr mit GTAV und Bioshock Infinite meine Lieblingstitel durchaus im Mainstream. Dennoch stehe ich laut Moby-Games als Indie(mit)entwickler (Eigentlich ja nur Tester, aber irgendwer Tippt da wohl die Spielecredits ab) auf der Grenzlinie zwischen Indie und Mainstream-Kuschler.

Aber ich muss jetzt auch nochmal zum Thema Broken Age gegenlästern:

Es ist kein perfektes Spiel. Es ist was Rätsel angeht mager. Für mich persönlich (ohne Schönsaufen oder Schäferverehrung) eine 8. Gut, aber kein Pflichttitel den man gespielt haben muss. Wenn man Spiele dieser Art mag, sollte man es Spielen.

Der GG-Test und seine Note inklusive der Verteidigung selbiger hakt es bei mir aber an einem großen Punkt: Immer wieder wird auf das versprochene Spiel (Klassisches Point&Click) und das große Budget eingegangen. Beides sind für mich Rahmenbedingungen die in einem objektiven Test nichts zu suchen haben und doch bei diesem Titel immer wieder aus der Schrank geholt werden. Sicher ist es ein Faktor der erwähnt gehört und "getäuschte" Backer aufregen könnte. (Davon ab, dass eben die wenigsten Backer oder nachträglichen Käufer wirklich ein Problem damit haben ein "modernes" Adventure statt eines "klassischen" zu bekommen.

Man hat aber bei dem Test den Eindruck, dass er eben nicht so fair ist, wie man es sonst von GG zu recht gewohnt ist. Wird ein WatchDogs etwa auch demnächst Abzüge bekommen wenn es dem Hype nicht gerecht wird? Oder Elemente aus dem Trailer falsche Versprechungen erzeugt haben?

Ich mag auch Telltale-Spiele die keine großen Abzüge für ihre simplen Rätsel erhalten. (Und hier im gleichen Genre gehalten werden). Auch technisch ist Broken Age nicht Schlechter. Man denke an die (noch in der SdK "vorgeführten") Animationen bei TWD2. Ich sehe da (vermutlich in meinem Wahn und meiner Unkenntnis oder Verblendung) kein so großes Gefälle. Auch sind Telltale wie vorallem Deadalic groß darin ihre Bugs nicht in den Griff zu kriegen. Deadalicspiele von vor 10 Jahren haben noch Plotstopper-Bugs die sich nur mit Savegames vom Entwickler überwinden lassen.

Daher bin ich zwar kein Freund von Indiekuschlern muss mich nach diesem Rundumschlag aber wohl oder übel mit ihnen auf eine Seite stellen (lassen). ;)

crux 13 Koop-Gamer - 1778 - 19. Februar 2014 - 16:13 #

Bin auch versucht, eine Gegenrubrik ueber "AAA-Geblendete" zu schreiben, die jeden Marketing-Hype zu Grossproduktionen glauben und alle Aspekte dieser Spiele toll finden.

Bei Broken Age wird auf einem storyrelevanten Minispiel herumgehackt, das vielleicht eine Minute des Spielers in Anspruch nimmt. Der AAA-Geblendete nimmt aber nicht wahr, dass er bei Deus Ex HR ueber weite Strecken mit dem recht hirnlosen Hacking-Minispiel beschaeftigt ist, statt interessantere Aufgaben zu loesen. Der AAA-Geblendete hoert etwas ueber Megatexturen und sieht daher bei Rage "knackscharfe, extrem detaillierte Texturen" (vergl. meine Bildergalerie) und lamentiert bei Grimrock, wo wirklich jedes Pixel zu den Details beitraegt, ein "altbackenes" Aussehen. Miserable KI, nichtfunktionierendes Multiplayer und duennes Spieldesign bei Civilization V ist eine 8.0 wert, da ja schliesslich Sid Meier draufsteht. Und vielleicht auch, weil ein Spiel ja nicht zuviel fordern darf, schliesslich sind in manchen vom AAA-Geblendeten bevorzugten Titeln die grossen Herausforderungen ja dadurch zu loesen, dass man die Taste "W" gefolgt von der Taste "A" drueckt. Er liebt die beworbene grosse Welt in Skyrim, ohne wahrzunehmen, wie eintoenig sie ist, wieviele Bugs das Weiterspielen verhindern, oder wie absurd der Schwierigkeitsgrad ohne Vorwarnung variiert, und wie bescheuert das Benutzinterface ist.

Und "geifernde Verteidigung"? Ist das nicht der normale Modus Operandi eines gewissen Chefredakteurs, der ein Spiel nicht mal selbst gespielt haben muss, um zu wissen, dass seine Tester recht haben?

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 16:15 #

Aber die haben doch so schöne, grosse Werbebudgets.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 19. Februar 2014 - 21:35 #

Hast du die riesigen Werbeplakate von Battlefield 4 gesehen? Das Spiel MUSS einfach gut sein, sonst gebe es ja kein so großes Plakat!

[Vorsicht: Verdacht auf Ironie]

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:49 #

Guter Kommentar, dem schliesse ich mich an.

Nordwin 14 Komm-Experte - 2300 - 19. Februar 2014 - 19:11 #

Ich kann mich dem auch nur anschließen und eine Gegenrubrik, wie von dir vorgeschlagen, wäre auch mal nicht schlecht. ;)

DocRock 13 Koop-Gamer - 1332 - 19. Februar 2014 - 19:18 #

+1

Hab absolut kein Problem mit AAA Titeln, spiele selber sehr viele sehr gerne (Fifa, Wow, WoT, Xcom, Fire Emblem.. Um mal ein paar zu nennen). Aber die Bewertungsdifferenzen hier zwischen Großes_Budget und Indie sind leider sehr auffällig und stören mich auch massiv.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 19. Februar 2014 - 23:36 #

Nenne mal ein paar Beispiele für ungerechtfertigte Wertungsdifferenzen!

Kulin 13 Koop-Gamer - P - 1551 - 19. Februar 2014 - 19:27 #

Gegenrubrik ja, aber dann bitte mit nachvollziehbarem Inhalt!

Stephan Petersen Redakteur - 4105 - 19. Februar 2014 - 16:16 #

"Immer wieder wird auf das versprochene Spiel (Klassisches Point&Click) und das große Budget eingegangen."

Ich wusste im Vorfeld, dass ich kein typisches Lucas-Arts-Adventure erwarten durfte. Von daher hat das bei der Bewertung keine Rolle gespielt. Genauso wenig hatte das Budget eine Auswirkung auf die Bewertung. Übrigens findest du auch in anderen GG-Artikeln zu "Kickstarter"-Spielen solche Angaben (z.B. Legends of Eisenwald und The Banner Saga). Man kann natürlich darüber diskutieren, ob man solche Angaben nicht komplett weglassen sollte.

Bezüglich Telltale-Spiele: Der Vergleich hinkt, weil The Walking Dead und The Wolf Among Us in ihrer Inszenierung völlig anders sind. Spielerisch dünn finde ich die allerdings auch.

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 16:21 #

Danke für die Antwort. :)

Gronka 12 Trollwächter - 912 - 19. Februar 2014 - 16:40 #

Allein die Tatsache, dass für Indie-Titel die Rubrik Arcade-Check oder App der Woche existieren, ist doch schon eine deutliche Trennung zwischen AAA und Indie. Warum nicht alles gleichwertig in einem normalen Test behandeln. Alleine durch die Kategorisierung entstehen doch schon Vorurteile (egal ob nun zutreffend oder nicht). Wenn man hier mit der Maßgabe "alles wird gleich behandelt" hausieren geht, sollte das auch so gehandhabt werden (sowohl inhaltlich wie auch strukturell).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 19. Februar 2014 - 23:47 #

Wenn man wirklich gleich behandelt, dann haben Indiegames aber extrem schlechte Karten! Alleine grafisch stinken sie nun einmal gegen große Titel ab, können also in der Gesamtnote dann nie mithalten.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 10:34 #

Ein grafisch abstinkendes Spiel muss aber nicht schlecht sein, zumal sich ein finanziell gut ausgestattetes Indiestudio auch ordentliche Grafiker leisten kann. Im Gegenteil: Ein Spiel, das nur grafisch glänzt aber in seinen Kernkompetenzen versagt, ist schlecht. Ein Spiel, das grafisch nicht glänzt, dessen innere Werte aber stimmen - also gutes Design - ist gut.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:11 #

Ein tolles Spiel mit schlechter Grafik ist schlechter als ein identisches, tolles Spiel mit guter Grafik und muss entsprechend niedriger gewertet werden. Was ist daran nicht zu verstehen?

Oder anders ausgedrückt, ein tolles Spiel mit schlechter Grafik könnte mit guter Grafik noch viel toller sein!

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 21. Februar 2014 - 14:33 #

Wenn etwas besser ist, ist es nunmal besser. ;)
Aber gute Grafik ist ein riesen Aufwand im Gegensatz zu anderen Spielinhalten. Ich habe lieber ein 2D Spiel mit gutem Inhalt und Umfang als einen Grafikblender bei dem man die Seele für gutes Aussehen geopfert hat.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 15:44 #

Sicher, aber schaue dir Dragon's Crown an, so kann gutes 2D mit tollem Artstyle aussehen.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 23. Februar 2014 - 10:18 #

Objektiv mag die Grafik besser sein, wenn es dem Spiel mit der schlechteren Grafik jedoch möglich ist, eine gleich gute Stimmung zu erzeugen, dann sehe ich nicht ein, weswegen das schlechter bewertet werden sollte. Bei der Steuerung mag das wieder anders sein.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 0:23 #

evtl wären bei einigen titeln etwas größere tests angemessen, jedoch gleicher wertungs-maßstab... hm... bei 4players, wo ich es an sich sehr schätze, wie umfassend sich die tester mit den kleinen spielen auseinandersetzen - spätestens bei der wertung geht das ganze öfter mal in die hose.

da kommt dann u.u. ein seltsames gefälle von einer einzigartigen idee auf der einen seite und fastfood-bombast auf der anderen seite zusammen und das ganze soll dann noch vergleichbar sein.

wo ich auch ein problem sehe, bzw in der hinsicht hat spiritogre schon recht, was zb grafik angeht: man müsste sich eigentlich davon lösen, präsentation selbst zu wichten. zwar halte ich das 'schlechte grafik' argument eher überzogen, denn stilisierte grafik, wie sie vorrangig im 2d-bereich vorkommt, ist ja nicht per se schlecht.

nur versuch mal alleine die an sich stilvolle pixelgrafik eines superbrothers neben tomb raider zu stellen. unmöglich. das funktioniert einfach nicht. auch dann nicht, wenn man versucht, sich auf überzeugende atmosphäre oder ähnliches zu reduzieren...

wo imo durchaus mal bewegung angesagt wäre, sind die spiel des jahres wichtungen nach kategorie. da hab ich hier bei gg hin und wieder schon den eindruck, dass heraushalten von indie-games aus den rankings der sache nicht ganz gerecht wird.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15897 - 19. Februar 2014 - 20:08 #

eine 8 für Broken Age? Du bist ja sowas von Mainstream...siehe Userwertung. :P

Weepel 16 Übertalent - 4275 - 19. Februar 2014 - 15:44 #

Ich bin wohl ein Doppelkuschler. Spiele sowohl AAA- als auch Indie-Titel. Ich brauche nicht das eine oder andere rechtfertigen oder besser finden und Grütze gibt es eh in beiden Lagern. Zocke ich doch lieber weiter Skyrim, Last of Us, Bioshock, FTL, Binding of Isaac und Stanley Parable und freue mich noch mehr darüber, dass ich immer mehr Auswahl habe.

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1275 - 19. Februar 2014 - 15:52 #

Blick in meine kranke Psyche: tatsächlich bin ich der festen Meinung, dass bei GG Production Values in die Spielspaßwertung einfließen, weswegen ihr einem Indie-Spiel, und mag es auch noch soviel Spaß machen, höhere Wertungsehren stets verwehrt, die aber jeden grenzdebilen Shooter zuteil werden. Klar gibt es auch grottige Indie-Werke, aber hier stechen die richtig guten nicht heraus wie anderswo.
Ich mache auch keinen großen Unterschied zwischen AAA und Indie, Hauptsache, es beschert mir eine gute Zeit. Diese Einstellung sprech ich euch komplett ab.
Punkt 8 beim Psychotest find ich ziemlich amüsant, da er suggeriert, dass ein längeres Spiel ein besseres sei. So ein Unsinn! Ich bin jedenfalls mittlerweile überglücklich über jedes Werk, das mir die Gelegenheit gibt, es bei meiner knapp bemessenen Zeit auch durchzuspielen, wobei ich Zeitfresser nicht per se schlechter finde.

Teclab (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:57 #

Kann ih so unterschreiben.

Gerade Punkt 8 ist bei Jörg mir schon öfters aufgefallen (siehe seine Kommentare zu Portal) und er liegt damit imho daneben.

Dehace (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:01 #

Das fällt mir leider bei Gamers Global auch unangenehm auf. Ein 9.5 für Gone Home und ein 5.0 für das neue Final Fantasy - so gewertet bei Gamespot (nur Beispiele!) - wird es in vergleichbarerweise wohl bei GamersGlobal nie geben.

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 16:53 #

Hm, müssen denn "alle" die Spiele genau gleichbewerten???

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:52 #

Nein, sie sollten die Spiele neutral bewerten.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 19. Februar 2014 - 23:54 #

Die Wertungen sind vertauscht oder? Ansonsten sind sie nämlich hochgradig lächerlich! Das sind reine Populismus-Noten.

Gone Home ist ein tolles Erlebnis, keine Frage. Aber 9.5? Als Spiel gewertet könnte es vielleicht mit Ach und Krach eine 7 kassieren, aber auch nur notfalls. Aber eigentlich ist es ja nicht mal ein Spiel. Es entzieht sich daher einer Spielspaßwertung. Man kann es als Buch werten, dann ist die Story aber wiederum zu schwach. Als Gesamtpaket liefert es ein tolles (kurzes) Erlebnis aber weder Grafik noch Story noch "Spiel" an sich sind in ihren Einzelteilen auch nur annähernd wirklich gut.

Das neue FF kriegt auch nur so eine niedrige Wertung, weil es so viele Hater gibt. Mit Objektivität hat so eine Wertung genau Null zu tun!

Sciron 19 Megatalent - P - 17279 - 20. Februar 2014 - 1:46 #

Mit Objektivität hat so ziemlich gar kein Spieletest was zu tun ;).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 2:28 #

Sicher, alle Tests sind grundsätzlich subjektiv. Spielspaß ist subjektiv.

Aber man kann durchaus anhand eines Wertungsschemas, innerhalb dieses, Spiele miteinander vergleichen. Bei den oben angegebenen Gamespot Wertungen ist dies jedoch nicht möglich, da sie, wie schon angemerkt, reiner Populismus sind und mit den Spielen an sich genau Null zu tun haben.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 10:39 #

Korrekt. Dann ist die Nachvollziehbarkeit einer Beurteilung aber umso wichtiger.

Warwick (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:43 #

Ich bin selber kein riesiger Indie-Freund, aber das mit den Production Values ist mir auch schon aufgefallen, zuletzt bei dem Kurztest von BG2:EE (ok, kein wirkliches Indie-Spiel).

Hier habe ich das Gefühl, dass GG nicht so recht weiß, was jetzt eigentlich am Ende bewertet werden soll: das Spiel an sich oder explizit die Zusätze der EE und die Frage, ob sich die Anschaffung der EE für Spielbesitzer lohnt.

Am Ende läuft es auf letzteres hinaus, denn das Spiel sucht Seinesgleichen, ist riesig, episch, umfangreich, fordernd und komplex, bekommt aber mit einer 7.0 eine eher nüchternere Bewertung. Es ist also erst mal wurscht, ob das ein megatolles Spiel ist, denn es ist technisch veraltet und es fehlen Komfortfunktionen und die Neuerungen in der EE konnten nicht so recht überzeugen. Hmm.

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:54 #

Man bewertet den unfassbaren weit auslegbaren Spielspass. Da kann man kaum daneben liegen.

Mich würde aber interessieren, in wie weit das Design der Entwickler bewertet wird.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 2:46 #

Blick in meine kranke Psyche:
Vielerorts wird versucht, eine Objektivität beim Testen vorzugaukeln, die es schlicht nicht gibt. Das beginnt schon bei der Notenskala 1-10. Es ist ja völlig anmassend, einen Unterschied zu machen zwischen sagen wir 4 und 5. 1-5 Sterne würden völlig reichen und diese 1-10 Skala kann man runterbrechen auf:
1-6 = Schrott
7 = Durchschnitt
8 = Gut
9 = Sehr Gut
10 = Legendär

Wir haben also quasi bereits eine versteckte 1-5 Sterne Skala. 5 soll Durchschnitt sein, wie kann man sowas nur ernsthaft behaupten? Das ist allerdings nichts Neues.
Da man sich anscheinend nicht auf das subjektive Empfinden verlassen will, sucht man eben nach objektiven Anhaltspunkten. Das sind dann Dinge wie Budget, Manpower, Entwicklungszeit usw. Ein Spiel mit 10 grossen Explosionen ist dann eben besser als eines mit nur 2 kleinen, eine grosse Stadt ist grundsätzlich besser als eine kleine usw. Und Backtracking ist kein Mittel der Dramaturgie mehr, sondern eine billige Methode, das Spiel in die Länge zu ziehen. Und wenn Bioware tonnenweise schlechte Dialoge schreibt ist das eben quantitativ gesehen immer noch besser als wenn jemand seine Sache auf den Punkt bringt, in wenigen knackigen Sätzen. Ein dickes Buch ist ja bekanntlich auch besser als ein dünnes.
Ich bin gespannt, wo uns die Quantifizierung des Lebens noch hinführen wird. Es soll ja jetzt schon Leute geben, die in Egoshootern die Anzahl der dynamischen Lichtquellen zählen und bei Texturen die Pixeldichte messen. Sogenannte objektive Tests werden bald hinfällig werden. Am Ende gibt man einfach dem erfolgreichsten Titel eine 10, dem zweiterfolgreichsten eine 9 usw. Wenn der Tester glaubt, dass ein Spiel gut ankommt bei den Konsumenten, dann kriegt es vielleicht eine 8. Wenn nicht, dann nur eine 6. Vielleicht ist das die "objektifizierte Subjektivität" von der Jörg Langer spricht und das ist mehr als nur ein Unwort.
Der Test zu Broken Age hat mir gefallen, auch wenn ich komplett anderer Meinung bin. Hätte man diesen Artikel ganz klar als subjektive Meinung des Testers gekennzeichnet, wäre der Shitstorm nie entstanden. Wenn jedoch so getan wird, als wäre die Note 6 eine objektive Tatsache, muss man sich nicht wundern, wenn Leute protestieren.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 15:40 #

Diese Wertungsverschiebung ist mir auch bekannt. Alles unter 7.0 aka 70% ist doch in den Augen der meisten nur noch Schrott. Das stellt du damit sehr gut dar.

Ich halte Zahlenbewertungen bei Spielen auch für völlig unpassend. Da werden unvergleichbare Dinge miteinander in Relation gestellt, die eine Objektivität (die unmöglich ist) und eine Vergleichbarkeit suggeriert, die nicht vorhanden ist.

Bei der Bewertung aka Rezension von Spielen sollte ausschließlich den subjektive Eindruck eine Rolle spielen: Macht das Spiel Spaß? Welche Gefühle löst es aus? Was nervt mich? Was ist interessant? Werde ich weiterspielen?
Sowas hilft mir noch beim Lesen viel mehr als das Abgetippe von irgenwelchen Feature-Listen.

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:42 #

Unter 7.0 ist es ja auch oft nicht mehr spielbar, dafür sind unsere Ansprüche zu hoch und die verfügbaren Techniken zu weit entwickelt.

Wir leben nicht mehr in der Zeit, in der man um jedes Byte rang. Wir leben nicht mehr in der Zeit, in der Grafik oder Sound ein Wunder waren. Wir leben in der Zeit, wo einfache Hobbyentwickler tolle Spiele zaubern können. Die Wertungsskala daher als Gleichverteiltung darzustellen ist daher unsinnig, das beweist ja auch die Verteilung der Wertungen insgesamt.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:31 #

es sei denn, man testet auch den ganzen verfügbaren schrott, der nach wie vor existiert. alles nur definitionssache. bei 7=durchschnitt wäre es an sich mal angesagt, den schnitt mehr nach unten als nach oben zu korrigieren. man diskutiert nur noch über 30% des spektrums... wie gaga ist das eigentlich?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 21:29 #

daran ist eigentlich nichts gaga. über den anderen teil der spielelandschaft wollen sich weder tester mit beschäftigen, noch leser darüber informiert werden. ist in anderen medienbereichen ja genauso.
die unteren wertungskategorien benötigt man dennoch, schließlich sollen auch vermeintlich gute spiele die im vorfeld gehyped wurden ggf schlecht bewertet werden können.

v3to (unregistriert) 22. Februar 2014 - 1:19 #

es ist schlicht absurd, mit einem 100% spektrum zu agieren, wenn davon nur ein drittel relevant sein soll. bzw an sich könnte man doch gleich auf ein 30-punkte-system umschwenken.

grundsätzlich ist es eine definitionsfrage und an sich kein unterschied, ob man die traditionelle 'für fans' kategorie bei 60% ansiedeln, oder wie zb gamestar ca 10-15% höher... nur das ganze auf irgendein schema festzuschreiben, weil sich das metacritic, ohne auf solche dinge rücksicht zu nehmen, gewichtet nach zeitschriftenrelevanz zurechtrechnet - das ist lediglich anbiedern ans marketingkonzept der hersteller. nichts weiter.

bzw umgekehrt, wenn die schlechten spiele so wenig relevanz haben, wäre da nicht schon fast sinnvoller, wenn man für die guten titel mehr abstufungen zur verfügung hätte??

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 22. Februar 2014 - 1:44 #

dafür gibts ja dann kommazahlen oder eben prozentpunkte. da hat man doch genügend abstufungen. eigentlich nach weitläufiger meinung sogar mehr, als man eigentlich objektiv nutzen kann.
hier wertungsbereiche unterschiedlich zu skalieren verwirrt jedenfalls nur. ganz zu schweigen eben von der erwähnten vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen zeitschriften und seiten.

v3to (unregistriert) 22. Februar 2014 - 1:49 #

nur mal kurz drauf hingewiesen, dass die 50% als durchschnitt hierzulande ewige tradition hat und nach wie vor verbreitet ist. mich hat jedenfalls das aktuelle wertungssystem der gamestar mehr verwirrt, weil es nicht linear ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 22. Februar 2014 - 12:18 #

ich sehe nicht inwiefern diese nicht linear wäre. was hingegen nonlinear ist, ist die aus den wertungen resultierende eingeschätzte relevanz und die verteilung der wertungen. das ist ja wie gesagt auch klar, berichtet man nicht nur bei der gamestar eben überwiegend über durchschnittlich bis sehr gute spiele.
die wertungsmitte ist halt 50%, der wertungsdurchschnitt liegt aber etwa bei 70%. sehe da nicht den grund, wieso man deswegen am wertungssystem was ändern müsste.

v3to (unregistriert) 22. Februar 2014 - 12:42 #

es ist nicht linear, wenn gamestar die einzelnen wertungsabschnitte in sofern verteilt, dass die einzelnen abstufungen wie gut, sehr gut, herausragend in 10%-schritten erfolgt, der einschätzung mangelhaft dagegen 40% des wertungsspektrums zugewiesen wurde. verglichen mit dem klassischen '50% ist mittelmaß' (was die gamestar bis irgendwann 2004 auch hatte) zieht das die wertungen in dem spektrum um eine ganze ecke nach oben. wenn ein gamestar-test inhaltlich und der einschätzung des testers entsprechend mit - sagen wir mal gamersglobal (wo der durchschnitt bei 5.5 liegt) wäre der punktwert bei gs um einen ordentlichen abstand höher.

jetzt erzähl mir mal, was in einem wertungsvergleich wie zb bei metacritic beim leser von diesen unterschiedlichen philosophien noch ankommt? das meine ich mit anbiederung an die publisher, weil die wertungen auf dem wege künstlich hochgepuscht werden.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 12. März 2014 - 14:43 #

Weil es schlicht und einfach nicht stimmt, dass die meisten getesteten und bewerteten Spiele überdurchschnittlich sind.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 4:31 #

Dadurch wird alles noch viel schlimmer.
Da Spiele nicht absolut gleich und nur in größerem Rahmen überhaupt vergleichbar sind (ähnlich wie Filme oder Bücher), machen Unterschiede zwischen 88% und 89% einfach gar keinen Sinn.
Welches ist denn das bessere Spiel? Das ist selbst innerhalb von Genres und Sub-Genres bei so marginalen Unterschieden nicht klar zu sagen. Dieses eine Prozent sagt nur aus, welches Spiel der Reaktion besser gefällt, mehr nicht. Und das ist eben völlig subjektiv. Und das braucht auch kein Mensch.

P.S.: Die Unterschiede zwischen 79% und 80% sind übrigens größer als innerhalb einer Zehnergruppe. Und über 70% spielen die einzelnen Prozente überhaupt eine Rolle, ob ein Spiel nun 52% oder 55% hat, ist völlig egal, während 82% oder 85% schon einen deutlichen Unterschied ausmachen.
De facto existiert also schon eine Art verschobene Skala, sie wird nur nicht in den Zahlen ausgedrückt.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 22. Februar 2014 - 5:39 #

Viel besser bei all diesen Versuchen das Spiel mit einer Nummer zusammenzufassen find ich das jeder auch nen anderen Schwerpunkt hat. Gerade bei Online-Tests wünschte ich mir das man da einfach mal neue Wege probiert. Die Gee (das Mag) hat es für mich damals sehr gut angefangen indem man zwar ein "Gee liebt mich" vergab wenn man klarmachen wollte das das Spiel als Gesamtpaket einfach die Tester überzeugte, man aber keine Wertung verteilte. Klar kann ich hier die Wertung auch abschalten, der Artikel an sich muss aber die Wertung immer rechtfertigen (können), was ihm imo gern eine gewisse Schwere verleiht, anstatt das der Autor rel frei über das schreibt was ihm beim Spielen halt durch den Sinn geht.
Gerade online hätte ich doch als gereggter (und spielerfahrener) User die Möglichkeit anzugeben was ich mag und wichtig finde, bspw nen Regler der drei oder fünf Positionen kennt, die Mitte bevorzugt halt kein Extrem. Und dann halt so Sachen wie Simulation vs Arcade (für Shooter, Rennspiele..), simple Minispielchen vs Hardcoreknobeleien bei Adventures usw, online vs offline ect. Dazu "wie wichtig ist mir": Grafik, Sound, Story, Präsentation, KI, GummibandKI, Herausforderung, Tutorial, Zugänglichkeit, Tiefe, Spielzeit, und halt so Zusatzpunkte wie "alles, nur nicht wie CoD", Indiekuschler, Experimentierfreudig usw.. und vllt noch so was wie "ich mag eher schnelle oder gemächliche Spiele". Dazu entsprechende Beispiele damit man sich selbst ein wenig einordnen kann. Gerade hier kann man aus den Kommentaren doch oft sehr gut ableiten was viele die mit der Wertung bzw Ansicht nicht einverstanden sind denn nu stört, und sowas aufnehmen. Für die die sich nicht so spezifisch einordnen können machst nen Fragenkatalog und wo sich der rote Faden durchzieht setzt du die Punkte, und präsentierst ihm das hinterher.
Der Tester kann dann freier über das Spiel schreiben, und anstatt hinterher ne Wertung für alle festlegen zu müssen und diese halt unbedingt rechtzufertigen, ordnet er das Spiel halt ein, und gibt anhand _seiner_ Schwerpunkte ne Note für Gäste und unentschlossene, die auch gleich sehen können was ihm denn da so wichtig war, und inwieweit es für sie passt. Damit hat man imo den großen Vorteil die Note von der Meinung des Testers stärker zu entkoppeln, Dinge die man selbst gut einordnen kann gehen über die Note, und der Eindruck des Spiels, also der eher subjektive Teil, wird über den Artikel ausgedrückt. Für den Shooterspieler der CoD-Klone dann nicht leiden kann, auf KI und Herausforderung steht und dem Story viel wichtiger ist als Bombast-präsentation ist CoD dann halt nur ne 65, passt doch viel eher als die aktuelle "eine Zahl muss für alle passen"-Bewertung, und man kann als User die Spiele gleich ganz anders nebeneinanderstellen. Fänd ich als Ansatz mal echt interessant, aber wäre natürlich extrem aufwändig sowas erstmal umzusetzen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 23. Februar 2014 - 16:16 #

Ich finde deinen Ansatz interessant und diskutierenswert, aber im Endeffekt etwas zu kompliziert.

Ich will mal einer Alternative darlegen.

Wieso immer mit Zahlen bewerten?
In der alten PCPowerplay (R.I.P.) gab es neben diesen ganzen Zahlenwertungen auch immer eine Box, in der es zwei Listen gab. Etwa wie "Könnte Euch gefallen, wenn ihr ..." oder "Lasst besser die Finger davon, falls ...". Das ließe sich für Spiele auch ganz einfach machen und zeigt auf einen Blick, ob ein Spiel mit dem eigenen Geschmack übereinstimmt.
"CoD16:Blacker Super Ops Iraq könnte euch gefallen, wenn ihr auf eine bombatische Inszenierung steht." oder "Call of Honour: Peacefighter ist nichts für euch, wenn ihr Schlauchlevel und Killstreaks hasst."

Und daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten. Etwa vergleichbare Spiele anzeigen. Wer einen Titel davon kennt, kann sich dann daran orientieren.
"Ähnlich wie Quake 5: Doom4, Doom4.5, Doom4.6, Doom 4.7 Apocalypse Hell Edition"

Zu guter Letzt wäre es noch möglich, direkte Vergleiche zu ähnlichen Spielen anzustellen, um zu wissen, ob ein Spiel "besser" oder "schlechter" im direkten Vergleich ist - gerne auch unter Angabe von Gründen.
"Total War: World War ist besser als Total War: Stone Age, aber ein wenig schlechter als Homeworld 3."

vicbrother (unregistriert) 21. Februar 2014 - 22:42 #

Man weiss aber erst ob es Schrott ist, wenn man es getestet hat. Dann kann man auch einen Kurztest bringen und sagen, dass es Schrott ist.

v3to (unregistriert) 22. Februar 2014 - 1:13 #

grundsätzlich stimmt das wohl. wobei - wenn man sich in erster linie an größere produktionen hält, gibt es normal mehrfach die möglichkeit sich vor veröffentlichung ein grobes bild zu machen. geht schon beim feedback seitens lesern bei ersten ankündigungen los und gerne gehen da monate bis jahre vorbei, wo irgendwann auch spielbare vorabversionen kommen. denke mal, dass gerade kleinere redaktionen sowas gerne zur vorauswahl nehmen und weitgehend danach selektiv testen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:12 #

Aber warum dann überhaupt eine Skala, die bis 10 geht und bei 1 anfängt, wenn alles unter 7 unspielbar ist. Wieso nicht alles von 1-6 zu der "neuen" 1 machen -> Schrott. (8 wird zu 2, 9 zu 3, 10 zu 4, mehr wird ja offenbar nicht gebraucht.)

Das würde die Regeln der alten Wertungsskala erfüllen und zur noch ließe sich dann zwischen den anderen Wertungen auch besser differenzieren. Aber allgemein halte ich Zahlenbewertungen von Kulturgütern für Murks. Ich kann solche Bewertungen auch gar nicht abgeben.

Teclab (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:46 #

Ich liebe Indiespiele und rümpfe bei vielen AAA-Titeln die Nase, trotzdem kann ich die Kolumne nicht nachvollziehen und beantworte Jörgs Fragen fast alle "falsch"...

Indiegames sind für mich wie Programmkino und Autorenfilme, mit Ecken und Kanten und mit ganz viel Herz. Das kommt bei großen Titeln imho deutlich weniger vor. Transformes oder Battlefield haben für mich nicht das gleiche Niveau wie ein Mullholand Drive oder Kentucky Route Zero. Daran ist nichts schlimmes. Jeder das was er mag.

:-)

Aber Jörg ist auch derjenige der Portal 1 wegen seines Umfangs nicht "Spiel des Jahres" nennen wollte (zu hören in einem der alten Spieleveteranenpodcasts). Nein mit ihm bin ich wohl selten einer Meinung.

jqy01 15 Kenner - 3290 - 19. Februar 2014 - 17:15 #

Indiegames sind nicht grundsätzlich Programmkino oder per Defintion kleine Nischenspiele. Die guten und kreativen Indies gibt es natürlich und stellen ohne Frage eine Bereicherung des Spielemarkts da.

Aber und dafür werde ich wohl nun wieder zerfleischt werden: Beinahe die Hälfte der Spiele sind weder kreativ noch gut, sondern einfach nur Schund und billige Nachäfferei von erfolgreichen Genres oder Spielideen. Dabei stört mich weniger, wenn sich an Klassikern orientiert oder diese neu aufgewärmt werden, oftmals läuft es aber leider so, dass ein erfolgreiches (Indie)Konzept gnadenlos kopiert werden. Beispiele gefällig: Diese ganzen Zombie/Survival/Open-World-Spiele, die es in den verschiedensten Mischungen gibt, oder ganz allgemein nur Zombiegeballere oder um ein weiteres Fass aufzumachen die gefühlten 10.000 Horrorspiele.

Ich widerspreche auch, dass bei den letztgenannten Beispielen unbedingt soviel Herz vorhanden ist. Letztlich ist es doch der Versuch z.B. auf dem Zombiehype mitzuschwimmen und schnell Kohle zu machen. Und dass das wiederum so gut klappt, liegt an dem wunderbaren Indiebonus, wo es genug Leute gibt, die, ohne eine konkrete zugesicherte Gegenleistung oder Mitspracherecht, den Entwicklern auf Grund von möglichst blumigen Produkt- Featurebeschreibungen ihr Geld hinterherwerfen. Denn das sind ja Indieentwickler, die muss man ja unterstützen. Wo das endet kann man ja aktuell an Molyneuxs Godus sehen, wo seit einem halben Jahr im Prinzip nichts mehr am Spiel gemacht wurde.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 19:25 #

Er hat nicht behauptet, dass alles gut ist, was Indie ist.
Was du hier aufzählst gilt zudem für AAA genau so.
Beim Zombie-Hype stimme ich dir vollkommen zu. Auf Steam schiessen diese Early-Zombie-Access-Titel wie Pilze aus dem Boden. Aber gilt das nicht auch für Battlefield und COD?

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 17:42 #

Programmkino und Autorenfilme....brrrrrrr

Da kann ich mir ja direkt Birkenstock-Latschen umschnallen und Yogitee aus biologisch abbaubaren und somit glücklichen Holzschalen saufen.

Hrgs...sorry, aber der musste sein.

:-))))

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 18:01 #

Dafür muss man sein Gehirn dann nicht am Eingang abgeben (die, die noch eines haben) um die Grenzdiblen Tripple A Filme überhaupt noch durchzuhalten. :)

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 19:15 #

Och, solange ich das danach wieder abholen kann ist doch alles in Ordnung. :-)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 0:01 #

Ich kann mit diesem Pseudo-Philosophischen Krams nichts anfangen. Das ist hochgradig lächerlich, stinklangweilig und nur gemacht, damit sich einige als elitäre Intellektuelle fühlen dürfen obwohl der Gehalt dieser (Mach-)Werke eigentlich gegen Null geht. Dann lieber hirnloses Actionkino und zwei Stunden Spaß pur.

SimSinn 14 Komm-Experte - P - 2429 - 20. Februar 2014 - 10:19 #

Der Kommentar erklärt auf jeden Fall, warum du Gone Home doof fandest... ;-)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 17:03 #

Ich fand Gone Home super!

Das heißt aber noch lange nicht, dass es ein gutes Spiel ist. Es war ein interessantes und ungewöhnliches Erlebnis.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 20. Februar 2014 - 16:20 #

Das erklärt mir jetzt auch vieles.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 17:09 #

Ach?

Das Ding ist halt, ich hatte vor 20 Jahren auch mal so eine "spezielle" Phase, wo ich intellektuelles Geschwurbel ganz toll und elitär fand. Irgendwann habe ich dann durchschaut, dass das ALLES nur Show ist! Das bei 99 Prozent aller anspruchsvollen, künstlerisch wertvollen, ach so philosophischen Ergüsse nichts weiter dahinter steckt als heiße Luft und Binsenweisheiten, nur halt entsprechend verpackt. Seither langweilt mich der Kram nur noch.

Mit Ausnahmen, z.B. David Lynch und David Cronenberg Filme können auch so gut unterhalten.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 20. Februar 2014 - 18:40 #

Mich langweilen ganz andere Dinge viel mehr.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 19:41 #

Dann hast du diese Filme nicht verstanden. Vielleicht bist du zuwenig elitär?
Dummheit scheint in Mode zu sein. Intellektuellenbashing sowieso. Du kannst gerne dazu stehen, hirnlose Unterhaltung zu mögen. Das geht mir genau so. Aber es gibt intelligenteres und niveauvolleres Zeugs als ein Jungelcamp. Vielleicht ist dir das zu anstrengend oder du verstehst es einfach nicht, aber alles Philosophische als Pseudo-Philosophie zu betrachten ist ausgesprochen unreif. Es soll auch Leute geben, die The Matrix für einen reinen Actionstreifen halten.

Sciron 19 Megatalent - P - 17279 - 20. Februar 2014 - 20:09 #

Dschungelcamp scheisse zu finden, zeichnet den wahren Intellektuellen erst aus. Wenn er die Sendung aber mal kucken und dann im Optimalfall noch verstehen würde, dürfte das Fazit eventuell anders ausfallen ;).

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:46 #

Schon Popper fand heraus, dass viele Philosophen nur verkomplizierten um ihre eigene Leistung unverständlicher und damit größer zu machen.

Popper lesen bildet.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:19 #

Du, ich schaue seit über 10 Jahren kein TV mehr. Ich gehe auch berufsbedingt auf viele kulturelle Veranstaltungen.
Und nein, das ist mir alles nicht zu kompliziert. Im Gegenteil ich durchschaue es einfach zu einfach.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 19:52 #

ALLES nur Show? Sry, bei so Verallgemeinerungen reagiere ich gerne mal empfindlich.

Es gibt sicher auch im künstlerischen Bereich "Blendwerke", aber Tiefgang vermisse ich bei Hollywood-Produktionen bzw. AAA-Spielen eigentlich immer.

Und "intellektuelles Geschwurbel" kann auch inhaltsleer sein, muss es aber nicht. Das auf Binsenweisheiten runterzubrechen ist meist falsch. Sonst wären die meisten Geisteswissenschaften ja auch völlig überflüssig und alle könnten mit eben diesen Weisheiten durchs Leben laufen und nichts merken.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:20 #

Viele Geisteswissenschaften sind überflüssig, weil sie einfach keine sonderlich spannenden neuen Erkenntnisse schaffen sondern einfach nur triviales möglichst kompliziert verpacken.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 11:04 #

Aber deswegen sind diese Wissenschaften doch nicht überflüssig.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:15 #

Soe kosten - oft der Allgemeinheit - Geld, denn irgendwie bzw. irgendwer muss sie ja bezahlen, bringen letztlich aber häufig keinen Mehrwert, da keine neuen Erkenntnisse. "Berufe" die sich nicht selbst finanzieren können sind zu oft faktisch überflüssig und werden nur aus kulturellen Gründen durchgeschleift.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 21:35 #

impliziert das kultur keinen gesellschaftlichen (ganz zu schweigen einen wirtschaftlichen) mehrwert hätte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 22:11 #

Na ja, wirtschaftlich interessant in so fern, als das Kunst sich gut von der Steuer absetzen lässt und gleichzeitig gut fürs Image ist ...

Gesellschaftlich? In Maßen. Es kommt auf die Art der Kultur an, wenn Millionen-Förderungen aus Steuern in irgendwelche Theaterstücke fließen, die sich letztlich nur ganz, ganz wenige Leute überhaupt anschauen, womöglich gar nur welche aus den oberen 10.0000, dann kann man trefflich darüber streiten, wie sinnig das sein mag.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 27. Februar 2014 - 21:04 #

Na logo kosten sie die Allgemeinheit Geld, die Unis arbeiten ja nicht für umsonst und Drittmittel sind in diesen Bereichen wahrscheinlich nicht so üppig.

Grundsätzlich bedienen sie die menschliche Neugier und das ist meines Erachtens genug Rechtfertigung dafür, sie zu unterhalten. U.a. das nämlich unterscheidet uns vom Tier. Zum Verständnis von der Welt gehören nicht nur naturwissenschaftliche Zusammenhänge sondern eben auch jene des menschlichen Zusammenlebens. Und die sind oft wesentlich komplexer.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:12 #

Okay, wow, das seh ich halt ganz anders.

Aber wir leben halt in einem naturwissenschaftlichen Zeitalter, wo diese Wissenschaften wesentlich mehr akzeptiert sind und eine enorm hohe Autorität besitzen, ganz im Gegensatz zu den Geisteswissenschaften. (Halte ich übrigens auch für gefährlich, so eine Überhöhung der Naturwissenschaften.)

Und zu den Kosten:
Ob wir Milliarden dafür brauchen, dass irgendwelche Leute irgendwelche Nano-Teilchen aufeinander schießen, das sei mal dahingestellt. Dann lieber ein paar Millionen für Philosoph*innen ausgeben. Nutzt - in meinen Augen - der Gsellschaft wesentlich mehr.

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 0:34 #

Ich denke wir leben in einer Gesellschaft in der es zT sogar als charmant gilt keine lineare Gleichung lösen zu können oder Newtonsche Gesetze nicht zu verstehen, es vollkommen ok ist den Zusammenhang zwischen Genen und Proteinen nicht zu kennen, aber verpönt ist wenn man mit Goethe, Wagner oder Heidegger nichts anzufangen weiß. Und so sehr ich klassische Philosophie schätze (zB Kant), so sehr kotzen mich moderne "analytische" Philosophen an die vollkommen planlos von Quantenbewusstsein und freiem Willen quacksalbern. Geisteswissenschafen und Naturwissenschaften sollten getrennt da stehen und niemals Gegeneinander aufgewogen werden. Das sind keine Dinge die sich aneinander messen lassen.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 27. Februar 2014 - 21:22 #

Danke für den letzten Satz.

Ich bin zwar selbst kein Geisteswissenschaftler, dafür aber Sozialwissenschaftler. Die Ignoranz gegenüber naturwissenschaftlichen Zusammenhängen halte ich aber für problematisch, weil sie eben auch ein Verständnis der Welt ermöglichen. Man muss sich aber nicht wundern. Im Matheunterricht wird ja oft gefragt, wozu man das später denn mal braucht. Das kommt halt einfach von der bekloppten Vermittlung des Stoffes.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 19:20 #

Interessant. Das ist genau das Bild, das früher alle von den Grünen hatten. Heute sind sie eine politische Macht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:17 #

Du meinst, seitdem sie sich von Pädophilie distanzieren und dafür Homosexuelle als Zielgruppe gefunden haben? ;P

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 1:12 #

Ach, "Mulholland Drive" ist für Lynch-Verhältnisse doch noch Mainstream. ;) Erst so Perlen (also, dreckige Schlammklumpen, die sich kaum in die Hand nehmen lassen) wie "Eraserhead" sind cool. (Mein ich ernst.)

Aber ich mag allgemein Filme, die ich beim ersten Mal nicht verstehe. (Hallo, "Primer"!) Geht mir bei Texten auch genauso.
Was nicht heißen soll, dass ich nicht auch gerne mal so Action-Popcorn-Kino schaue. Ja, aber abgesehen von dem ganzen Gerummse find ich es halt dann doch etwas langweilig.

P.S.: Und ich spiele ja auch plumpe Mobile-Games zum Zeitvertreib auffem Klo oder so - da gibts auch keinen Anspruch.

Just my two cents 16 Übertalent - 4761 - 20. Februar 2014 - 13:45 #

Als jemand, der oft in einem Programmkino ist - der Vergleich hinkt.

Auch Programmkino ist heute technisch professionell gemacht, hat tolle Schauspieler, eine professionelle Ausstattung - sonst ist es Abicht und ist handwerklich absolut sauber. Der einzige Unterschied sind die Themen und Storys die behandelt werden.
Hier geht es um handwerkliche Fehler und müde Storyabklatsche die man Indiespielen vorwirft. Ein Arthousefilm mit abgeklatschter Story und technischen Mängeln hat heute auch im Programmkino keine Chance...

Krusk 15 Kenner - 2729 - 19. Februar 2014 - 15:48 #

Ich weiss ja, dass Star Citizen definitiv nicht unter Indiespiele fällt, aber mir fehlt hier das Draufhauen auf die Leute die vierstellige Summen in ein produkt investiert haben und bisher nur in einem Hangar sich 3D-Modelle anschauen können.

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:56 #

Gutes Stichwort: Gibt es da was neues? Bei wievielen Millionen stehen sie jetzt?

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 19:05 #

Knapp vor den 40 Mio $, nicht schlecht!

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 20:48 #

Scheint der Schwung hat nachgelassen...

Sollte der Dogfight nicht schon raus sein?

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 21:02 #

Dogfight-Modul wurde verschoben, hatte ich ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet. Ich war eher überrascht das das Hangar Modul "in Time" erschien.

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 22:17 #

Es sollte doch schon aber vor Weihnachten erscheinen, mittlerweile gibt es schon Osterhasen im Supermarkt zu kaufen...

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 19:06 #

$ 38,845,144

McSpain 21 Motivator - 27510 - 19. Februar 2014 - 19:07 #

Ich glaube Jörg kritisiert hier ja die Leute die sich und ihren Spielegeschmack über andere (Mainstream) stellen. Diese StarCitizen-Leute sind vielleicht sehr finanzstark und willensschwach, aber das sie groß auf anderen Spielen/Spielern rumhacken hab ich bisher wenig mitbekommen.

Red Dox 16 Übertalent - 4296 - 19. Februar 2014 - 19:39 #

Gibts bestimmt auch zur Genüge. SInd letzten Endes auch nur Menschen. Ich meine mich sogar erinnern zu können das ein ganzes Topic MWO alleine gewidmet war ;)

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 20:11 #

Aber die Elite steht doch ÜBER den anderen. Sonst wäre sie nicht die Elite.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 231398 - 19. Februar 2014 - 15:50 #

Gleich mal reinhören. :=)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 19. Februar 2014 - 15:54 #

Über Budgets kann sich nur aufgeregt werde, wenn die Summen auch bekannt sind. Bei Kickstarter tanzen die Zahlen ja direkt vor den eigenen Augen rum. Wüßten wir das Budget für Broken Age nicht, was wäre dann?

furzklemmer 15 Kenner - 3173 - 19. Februar 2014 - 15:57 #

Haha, diese Kolumne hat sich nach dem letzten Veteranen-Podcast schon angedeutet. Jörgs Rundumschlag.

In der Tat müsste man die Definition von Indie mittlerweile etwas anpassen. Der Begriff kommt doch ursprünglich von independent von jeglichen Publishern und sonstigen bösen Dritten, oder? Zwar könnte man sagen, dass Obsidian und Schafer derzeit auch unabhängig sind, aber als Indie würde ich die Jungs trotzdem nicht bezeichnen. Zumal sie ja gewissermaßen von der Crowd abhängig sind, auch wenn sie auf diese vielleicht nicht hören.

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 20. Februar 2014 - 21:12 #

Am Ende ist ja jeder, der davon lebt, etwas zu produzieren, dass sich nur bei massenhaften Absatz/ Konsum rechnet, von eben diesen Massen abhängig. Bei Crowdfunding wird der Idee nach dieser Zeitpunkt nur etwas vorverlegt, so dass die Masse schon vor Beendigung durch finanzielle Beteiligung darüber entscheidet, ob das Produkt die Fertigstellung erreicht oder eben nicht. Diese Spitzfindigkeit also als Unterscheidungskriterium zu nutzen, halte ich für ein wenig verfehlt ...

Skeptiker (unregistriert) 19. Februar 2014 - 15:58 #

Ist das Indiekuscheln ein bewusster oder unbewusster Vorgang?

In christlichen Ländern gibt es ja parallel zum Beispiel diesen erschreckenden Kult um den Alkohol, obwohl doch jedem bewusst sein sollte, dass Alkohol auf der Liste krebserregender Stoffe steht und jeder sollte wissen, dass es keine Untergrenze gibt, um ein Embryo permanent zu schädigen.
Warum also kuscheln wir mit alkoholischen Getränken und warum ist der Ausschank an Frauen erlaubt, die ja ohne es zu wissen schon schwanger sein könnten? Wo sind die Ekelbilder auf Bierflaschen? Warum soll es schlimm sein, dass jetzt endlich mal ein paar Kneipen zu machen, wenn auch aus den falschen Gründen (Rauchverbot)?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 16:34 #

Alles gut?

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3772 - 19. Februar 2014 - 16:38 #

Ich fürchte nicht. Er sollte sich mal einen tiefen Schluck genehmigen. Das entspannt.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15402 - 19. Februar 2014 - 16:40 #

Vielleicht auch mal einen Schluck auslassen ;)

Gronka 12 Trollwächter - 912 - 19. Februar 2014 - 16:00 #

"...Kompromisse und Designmängel missverstehen, als das zu deuten, was sie wirklich sind: genial-subtile, jedenfalls bewusst gesetzte Akzente, in denen der große Künstler, der Indiespiel X entworfen hat, ihm, dem Indiekuschler, ein Augenzwinkern zuwirft."

Jetzt wird X (Rebirth) schon als Indiespiel beschrieben? ;)

jguillemont 21 Motivator - P - 30797 - 19. Februar 2014 - 22:37 #

Der war gut!

Sancta 15 Kenner - 3168 - 19. Februar 2014 - 16:00 #

Wirkt irgendwie wie der Unterschied zwischen E und U-Musik. Bei beiden gibt es Gutes und Schlechtes. Wer eines von beiden verteufelt und das andere in den Himmel hebt, war mir schon immer suspekt. Ich dachte allerdings bisher immer, dass Indy Spiele von Vielen grundsätzlich nicht ernst genommen werden und habe im Freundeskreis deshalb eher Werbung für gute Indies machen müssen. Ähnlich wie für kleine und feine Kinofilme, die von vielen Menschen schlichtweg ignoriert werden. Deshalb ist dieser Artikel zwar ok schlägt aber in offene Wunden. GG wirkt auf mich sowieso tendenziell Indy-feindlich, oder netter ausgedrückt, man nimmt sie nicht so ernst. Bezeichnend fand ich hierzu den damaligen Videovorbericht über PS4 Games, in denen Resogun als kleiner Indy Shooter, der eher was für die PS3 sei, abgetan wurde. Ein paar Wochen später war selbiger Redakteur von dem Spiel begeistert. Wäre das Spiel auf US Seiten nicht dermaßen gut bewertet worden, hätte man es hier wohl weiter ignoriert. Versteht mich nicht falsch. Indykuschler gibt es aber die machen doch nur einen Bruchteil der Spieler aus. Die Mehrheit ist eher Indy-Ignorierer oder -Belächler. Die Arroganz der Hardcore Blockbuster Fans wäre auch ein Langer lästert wert.

Despair 16 Übertalent - 4901 - 19. Februar 2014 - 18:28 #

Ich bitte darum, Indiana Jones aus dieser Diskussion herauszuhalten.

;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 18:37 #

Seit dem 4. Teil ist der Artenschutz aufgehoben. ;)

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:37 #

Welcher 4. Teil???

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 18:40 #

Genau der!

Despair 16 Übertalent - 4901 - 19. Februar 2014 - 18:43 #

Der ist doch Triple-A! ^^

Red Dox 16 Übertalent - 4296 - 19. Februar 2014 - 19:41 #

Fate of Atlantis!

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 20:58 #

Das Spiel war (jedenfalls in meiner Erinnerung) sehr gut und kein Vergleich zu dem äääähhh nicht existenten 4. Teil der Filmserie. ;)

Lorin 16 Übertalent - P - 4041 - 19. Februar 2014 - 16:06 #

Der Test funktioniert nicht! Hatte 3 x "ja" und bin trotzdem kein Indie-Kuschler.
Jetzt bin ich zu verwirrt um weiter zu lesen.

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6310 - 19. Februar 2014 - 16:17 #

Wenn du dreimal Ja hattest bist du Indie-Kuschler, keine Widerrede bitte!

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2493 - 19. Februar 2014 - 16:11 #

Wieder ein sehr amüsantes Langer lästert, kann Jörgs Meinung dazu sehr gut nachvollziehen.

Übrigens: Vote für mehr Hörbuch Artikel! ^^

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 19. Februar 2014 - 16:16 #

Dieser Bekehrungswille ist nicht nur ein Problem der Indieliebhaber, sondern ein Massenphänomen wenns um Videospiele geht. Wie schön wäre es, wenn sich unter jeder News nur die Liebhaber des jeweiligen Spiels austauschen würden, zusammen mit denen, die noch Fragen haben. Vielleicht ja auch noch solche, die vom Spiel enttäuscht sind, die dann aber einfach nur sagen müssten: "Das ist nix für mich.".

Aber nein, da wird getrollt und gehated, jedem Befürworter des jeweiligen Spiels muss man explizit auf die Nase binden, dass er keine Ahnung hat und in mannigfaltiger Weise darlegen, was schlecht am jeweiligen Spiel ist. Immer und immer wieder.

Ich persönlich spiele selten Indietitel, ich finde auch Kickstarter überbewertet, bis jetzt haben viele Entwickler viel Geld eingesammelt, aber Produkte, die das Geld auch in ein entsprechendes Spiel von angemessener Qualität umsetzten sind für mich noch nicht dabei entstanden (obwohl ich natürlich auch auf Star Citizen und Kingdom Come gespannt bin). Sollte es den Indiekuschler, wie hier beschrieben, wirklich geben, so soll er viel Spaß am Hipstertum des Spielesektors haben, so lange er mich damit nicht behelligt.

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:21 #

"aber Produkte, die das Geld auch in ein entsprechendes Spiel von angemessener Qualität umsetzten sind für mich noch nicht dabei entstanden"?

FTL war Kickstarter, Baphomets Fluch 5 ebenso, der bisherige erste Teil davon ist richtig gut, was ist mit Battle Worlds: Kronos? Ebenfalls gut. Was mit The Banner Saga?

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 19. Februar 2014 - 19:00 #

Das ist ja schön, dass dir das alles gefällt...mir persönlich nicht, und ich kenne auch keinen Indietitel der mich mehr als ein paar Stündchen unterhalten kann. Indiespiele haben ihre Daseinsberechtigung, viele Leute haben ihren Spaß damit, das sei ihnen auch gegönnt, mich sprechen sie nur selten an.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 16:21 #

Das langweiligst LL was ich bislang gelesen habe und selbst das viel mir schon schwer weil es er langatmig und langweilig ist.
Ist schon seltsam das bei "Indies" immer auf das Budget und die Länge eingegangen wird. Bei AAA Titeln heisst es dann ja immer das es am Spielspass und nicht der Länge oder des Budgets (inklusive sehr hohem Werbeetat) geht.
Ich frage mich ja immer noch warum die Filmindustrie nicht so intelligent ist und jedes Jahr den gleichen Film mit minimalsten Änderungen (2013er Version) rausbringt und so leicht verdientes Geld einnimmt. Das funktioniert aber anscheinend nur bei den "doofen" Gamern.

Edit: Zudem wäre mir das Interview mit D. Braben heute auch noch viel lieber gewesen!

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 17:24 #

Das macht die Filmindustrie doch. Die Story ist halt immer anders. Wie bei der CoD-Reihe und anderen Spielen auch. Ok, zugegeben, sie kommen nicht jedes Jahr damit an. Das liegt aber wohl eher daran, dass die Produktion länger dauert.

Herr der Ringe/Der Hobbit (die Filme kamen/kommen übrigends sogar jedes Jahr, solange die Trilogie läuft)
Batman-Trilogie
Spiderman-Trilogie
Iron Man-Filme
Hangover-Filme
Ich - Einfach unverbesserlich
Rambo
Star Wars
Rocky

usw. usw.

Ich halt (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:17 #

LL --> Langer langweilt

Luebke 12 Trollwächter - 1032 - 19. Februar 2014 - 16:21 #

"Militär-Spieleindustriellen Komplex" ist mein neuer Lieblingsausdruck. Bei Spielen ist mir herzlich egal was die Entwicklung gekostet hat und welche Firma dahinter steht. Wenn aus meiner Sicht das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt wird es gekauft/gespielt und wenn nicht dann nicht. Ich hab mich auch schon über den ein oder anderen Fehlkauf geärgert, aber damit hat es sich dann auch. Für alles andere ist mir meine Lebenszeit zu schade.

Kulin 13 Koop-Gamer - P - 1551 - 19. Februar 2014 - 16:25 #

Na Na Na! Anscheinend bin ich zwar ein Indiekuschler, aber mich deswegen in ein Fanboy-Boot mit Shadowrun-Returns und Broken Age Anhängern zu stecken ist dennoch zu viel. Wobei, Shadowrun fand ich ganz nett. Hab da immerhin an die 100 Stunden in Steam - dank der Mods.

Ja, ich hab Spiele wie Battle Isle 2, Jagged Alliance 1+2, Fallout 1+2, Thief 1+2, Baldurs Gate 1+2, Morrowind, Ultima 7, Lands of Lore, Freelancer, Elite und so weiter verschlungen. Und ja: ich habe den starken Eindruck, dass die heutige Spieleindustrie nur noch selten in der Lage ist, diese Spielkonzepte neu aufzulegen. Marktforschungs-Ergebnisse sind wichtiger wie jede Kreativität und Innovation. Jedes mal wird alles derart simplifiziert und casualisiert, dass dabei einfach nix auch nur halb so interessantes dabei raus kommt.

Ich kenne einfach nur noch sehr wenige, moderne Spiele, für die ich so viel Begeisterung aufbringen kann, wie für eines dieser alten Teile. Liegt das wirklich nur an mir? Weil ich eine narzistische Überdruss-Tendenz hege und vor lauter Gewöhnung an so viele Spiele über die Jahre hinweg irgendeine Form von Elitarismus entwickelt habe, die mich auf diese Spiele von weit oben herablächeln oder noch besser -spucken lässt? Mag schon teilweise sein.

Mein einfacher Gegenbeweis ist jedoch: kommt dann wirklich mal etwas raus, dass an diese alten Spiele anknüpfen kann, stürz ich mich mit Inbrunst rein und hör gar nicht mehr auf zu spielen(Skyrim, Mass Effect, Fallout 3 u. NV, usw.). Mein Zwischenfazit: Jörg liegt falsch. Nichts mit Gewöhnung oder Überdruss-Tendenz. Es liegt wirklich daran, dass ich viele neue Spiele einfach scheisse finde. Gibt einfach nur noch alle Schaltjahre was, dass an die genannten Spiele wirklich gut rankommt.

Oder fallen dir Spiele ein, die da noch mithalten können:

-Fallout hatte ein paar gute Nachfolger. Das gebe ich gerne zu.
-Jagged Alliance? Nur versimpelter Mist.
-Battle Isle 2? Für mich unerreicht in Sachen Taktik-Rundenstrategie.
-Baldurs Gate? Äh.. Vielleicht noch die Mass Effect-Reihe und Dragon Age(1!).
-Thief? Hmm. Nope. Bisher noch nicht. Warten wir mal das Ende des Monats ab. Dieser 10 Stunden Kracher voller Quicktime Events und mit der Möglichkeit einfach alle Wachen im offenen Kampf zu töten, statt zu schleichen, sieht zumindest mal nicht SO übel aus.
-Morrowind? Skyrim! Bethesda hats wie bei Fallout immer noch drauf, wenn auch hier viel versimpelt wurde.
-Freelancer? Totale Ebbe im Nicht-Indie-Markt(Ja, für mich ist Star Citizen Indie). Höchstens noch die X Reihe. Aber Freelancer und Privateer schlägt dann doch in eine etwas andere Kerbe, als X.
-Lands of Lore? Phew. Irgendwas nicht Indie-Mäßiges?
-Ultima? Irgendwas, dass nicht von nem Indie-Studio oder Bethesda kommt?

Bin ich Elitär, weil ich diese alten Gurken mochte und gerne einen mit AAA-Mitteln produzierten Nachfolger hätte? Und bin ich ein Opfer der "Narzistischen Überdruss-Tendenz", weil ich nachdem ich Thief gespielt hab, für Spiele-Murks wie Assassins Creed nur noch Spott erübrigen kann? Mir auch egal, wenn du das so siehst.

Und ja, kann schon sein, dass nach einem Jahrzehnt, wo all diese "Gelüste" nur noch eher selten befriedigt wurden, der ein oder andere Fanboy auf der Bildfläche auftaucht, wenn ein Indie-Game kommt, dass scheinbar all seine Träume erfüllen will. Wer will ihm sein hirnloses, rosarote-Brille Gezeter verübeln, nachdem er von Markt-dominierenden Firmen wie EA ewig vernachlässigt wurde und statt dessen mit Ergüssen wie dem neuesten Dungeon Keeper für Tablets beglückt wurde?

Kann schon sein, dass diese Leute von euch fordern, dass ihr bei euren Tests bei den "Kleinen Indies" ein Auge zudrücken sollt. Und kannst du das nicht wenigstens ein bisschen nachvollziehen? Man glaubt fest daran, dass ein Baldurs Gate 2 auch heute noch Erfolg hätte. Und dann kommt die Presse(Achtung: der Versinnbildlichung wegen übertriebenes Beispiel incoming!) und zieht 10 Punkte wegen sperriger Bedienung, 10 wegen zu komplexer Spielmechaniken ohne Tutorial, 10 wegen hässlicher Grafik und 10 wegen fehlender Vertonung und rauschendem Audiogeklimper ab. Dann bekommt das Spiel eine Metascore von 50, wird dank den lieblichen Freunden von der Presse ein totaler Flop, und der Indiekuschler darf sich endgültig von der Idee verabschieden, dass sich in den nächsten 100 Jahren nochmal jemand an eine Neuauflage von Baldurs Gate wagt.

Da finde ich es irgendwie durchaus nachvollziehbar, dass die Indiekuschler Aggro werden, wenn ihr einen Titel mit einem Mini-Budget mit einem Multi-Millionen Euro Spiel in einem Topf werft und in jeder Hinsicht die gleichen Maßstäbe ansetzt.

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 19. Februar 2014 - 16:43 #

Ich kann deine Meinung gut verstehen, ich denke aber eher, dass es ein Generationenproblem ist...ich tippe mal drauf, dass du auch älter als 25 bist und einfach in einer anderen Zeit der Computerspiele groß geworden bist. Aber anscheinend ist man mit dieser Haltung schon ein Dinosaurier :)

Ramirezaaaa (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:45 #

Kommentarkudos!

Auch wenn ich weiß das es bei Jörg´s "Rant" nur umd Aufmerksamkeit geht und um den Beweiß das er als jung gebliebener, hipper 40jähriger die "neuen" Spiele voll und ganz versteht er sich im Gegensatz zu den ganzen ewig gestrigen weiter entwickelt hat was Computer und Videospiele angeht.

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:04 #

Wenn er 60 wird wird er erst richtig böse ;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 19:07 #

Da wird die Altersmilde schon dagegenstehen.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 19. Februar 2014 - 17:41 #

Sehr schön zusammengefasst..

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:48 #

Dein Punkt mit der Bewertung ist ein wichtiger. Es sollte dabei ausschließlich auf den Spielspaß ankommen und der kann durchaus ziemlich unabhängig von den production values sein. Wenn diese aber auch oder gar hauptsächlich zur Bewertung herangezogen werden, sehen Indie-Spiele immer schlecht gegenüber AAA-Titeln aus, selbst wenn sie eigentlich den größeren Spielspaß bieten. Selbstverständlich kann und sollte man da nicht die gleichen Maßstäbe anlegen, es sei denn man möchte nur für die Menschen schreiben, denen nur die oberflächlichen Merkmale eines Spiels wie Grafik und Sound wichtig sind.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 0:00 #

Der Spielspaß ergibt sich aus vielen Faktoren, dazu gehören auch die Produktionswerte. Alles andere ist Indiekuschling...

Wenn ich das schon höre: "Oberflächliche Merkmale"! Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan, selbstverständlich will dieses Organ von einem Spiel verwöhnt werden.

Ebenso selbstverständlich kann es Spaß machen, in Rogue einzutauchen und aus Zeichensatzgrafik mit der Zeit einen Dungeon entstehen zu sehen vor dem inneren Auge. Aber das heißt doch nicht, dass Grafik und Co. per se unwichtig wären.

Ich kenne zudem kein Magazin, dass "hauptsächlich" auf die Production values achtet. Das ist nur so ein weiterer verblendeter Wichtigtuer-Spruch von elitären Leuten, die glauben, ihr Geschmack sei besonders hochwertig.

Kulin 13 Koop-Gamer - P - 1551 - 20. Februar 2014 - 1:16 #

Mag ja stimmen. Aber dieses Sinnesorgan kann man nunmal mit mehr als hochauflösenden Texturen, Bump Maps und toller Beleuchtung reizen. Stichwort Kunst. Da gehört eben etwas mehr dazu, als Fotorealismus.

Auch ein Starbound kann da zum Beispiel einen gewissen Charme entwickeln, ohne gleich mit technischer Großartigkeit zu glänzen.

Dennoch wird es in vielen Testsystemen abgewertet werden, weil es nicht mit aktueller Technik protzen kann.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 1:25 #

Ja und Nein.
Produktionswerte sind mMn nämlich nichts, was sich in "Dollar" oder "Euro" messen lässt. Ein Spiel kann auch die allerbeste Unreal-Engine haben, aber trotzdem seelenlos und unatmosphärisch wirken.
Dagegen kann ein kleiner Indietitel (von mir aus auch mit Pixelgrafik) vor Charme und Atmosphäre nur so sprühen. Da macht es mir dann auch nichts aus, wenn die Texturen nicht ganz so hoch aufgelöst sind wie bei dem Top-Titel, der aber langweilig ist.

Kein Mensch wird behaupten, dass Grafik per se unwichtig ist (naja, vielleicht einige), aber der technische Aspekt von Grafik ist eben nicht alles, sondern auch der künstlerische. Sonst würden die Leute auch über Picasso meckern, dass er ja alles "falsch" und eben nicht "fotorealistisch" gezeichnet hat.
Grafik muss für mich stimmig sein. Wie sie diese Stimmigkeit erreicht, ist den Künstler*innen des Studios überlassen. Und selbstverständlich ist das Geschmackssache.

Und klar fallen mir bei manchen Engine-Präsentationen die Augen aus dem Kopf. Aber das heißt nicht, dass mir die entsprechenden Spiele auch mehr Spaß machen. Ich mochte sogar den Stil von "A Valley Without Wind", was ja alle deswegen gedisst haben. Worauf ich hinauswill: Ob Spiele Spaß machen, ist Geschmackssache und keine technische Errungenschaft wird daran signifikant was ändern.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:39 #

"aber der technische Aspekt von Grafik ist eben nicht alles, sondern auch der künstlerische"

Da stimme ich dir zu, und man muss darüber hinaus gar nicht mal die Kunst bemühen: Mir ist eine nicht so tolle Engine, die aber ein stimmiges Szenario zaubert, lieber, als irgendein Effektfeuerwerk, wo nichts zusammenpasst.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Februar 2014 - 18:29 #

Du sprichst mir aus der Seele. Während Triple-A-Titel (abgesehen von gelegentlichen Ausreißern) im Prinzip immer nur dasselbe Peng-Bumm in Actionschläuchen oder diesselbe Öde in der Open-World liefern, so begeistern mich auch Indie"perlen" wenig bis garnicht, da sich diese zumeist aus Kostengründen an Spiele(mechanike)n von vor 20 Jahren bedienen, ohne deren spielerische Klasse zu erreichen.

Aber wie schon in jemand über mir schrieb, ist das wahrscheinlich ein Generationsproblem: Zu alt, zuviele Spieleideen kommen (und gehen) sehen, zu satt, zu müde und zu gelangweilt, um dem xten Mario-Aufguß oder dem yten aufgebohrten Elite-Klon (Hallo Star Citizen, auf Wiedersehen X-Rebirth!) noch etwas abzugewinnen.

Natürlich kann ich den Langer verstehen, das dieser auf seiner Webseite Indie- und Großproduktion nicht mit zweierlei Maß messen möchte; ein gewisser Standard/Messlatte dient ja auch der Glaubwürdigkeit. Dennoch wird ein Indietitel nie einen derartigen Grafikbombast abfeiern oder ein derart audiophiles Erlebnis bieten wie ein Call of Modern Weiß-der-Geier-was. Und Spielspass ? Den kann man leider nicht wirklich bewerten, dazu sind die Geschmäcker zu verschieden - und das ist gut so!

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:02 #

Mit der Aufzählung deiner Spiele und der Beobachtung des Marktes dürfte jeder erkennen, dass Fortsetzungen ein sehr großer Faktor in der Spieleindustrie geworden sind. Von daher gilt es das Alte weiterzuentwickeln.

Indies sind oftmal die Konzentration auf bestimmte Spielmechanismen und das finde ich ok.

Eckraumgeisel (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:55 #

Sehr guter Kommentar!

Viele der genannten Oldies krame ich regelmäßig raus und wenn man sein Gehirn erstmal wieder im 16-Bit-Modus hat und die 640x480-Pixelgrafik nicht mehr wahrnimmt, was zugegeben ein bisschen dauert, dann machen die Spiele genauso viel Spaß wie damals. Und schlagen dabei eben in Sachen Spielspaß und Tiefgang die meisten aktuellen AAA-Titel. Bei neuen, aktuellen Spielen bemerke ich oft, dass ganz viele Elemente einfach fehlen. Weggelassen wurden. Seien es mehrere Basen/das Inventar bei X-Com, den anspruchsvollen Wirtschaftsteil in Jagged Alliance, veränderbares Terrain in Strategiespielen wie damals in Populous.

Indie-Entwickler legen den Focus gerne auf solche komplexen Strukturen im Hintergrund des Spiels und sparen dafür an vordergründigen Dingen wie Grafik und Sound. Oberflächlich betrachtet sind die Indies dann hässlich und altmodisch, kompliziert und schwer. Um den Wert zu erkennen, muss man bei Indies lange buddeln und nicht immer findet man im Kern wirklich Gold. Aber manchmal schon :)

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 20:57 #

Die alten Spiele werden entweder verkomplext und der Spielspaß genommen oder vercasualisiert und für eine große Masse an Spielern vereinfacht.

Ich spiele heute noch wie damals Master of Magic - das Spiel kann mich trotz der 640x480 Pixel noch begeistern, gerade weil die Einheiten nicht hochdetailliert die Fantasie rauben, sondern sehr passende Figuren (zB das geniale Feuerelementar oder den Feuerteufel) sind und die Effekte ebenso gut durchdacht wurden. Erador ist ein modernes, abschreckendes Beispiel einer bunten Grafik ohne den Wunsch, die Phantasie des Spielers anzuregen.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 19. Februar 2014 - 22:49 #

Es sind sogar nur 320x200.

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:48 #

CGA? Nee... das ist VGA :)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 20. Februar 2014 - 20:57 #

Ja, aber VGA im Modus 13h.

Sonst hättest du keine 256 Farben.

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 19. Februar 2014 - 21:17 #

Amen, Bruder XD

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 0:25 #

Mir geht es genau andersrum. Spiele jetzt auch schon weit über 25 Jahre Computerspiele und ich kann den alten Krams nicht mehr sehen. Ich finde die heutigen Spiele um so vieles besser als die Teile damals. Wenn ich nur den alten Kram mit vielleicht aktueller Grafik spielen müsste, dann hätte ich Spielen schon längst aufgehört. Stattdessen kommen mir gerade die von vielen Hardcore-Gamern gehasste Casualisierung und Vereinfachung sehr zu gute. Ich spiele Games weniger wegen der Herausforderung sondern wegen dem Spaß.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 0:42 #

will jetzt nicht verallgemeinern. sowas wie die jüngeren spiele von telltale machen mir enorm viel spaß, wobei die eigentlich das gegenteil von herausforderung darstellen.

bei action-titeln empfinde ich es dagegen als pure langeweile, wenn man zb ständig mit horden von gegnern zu tun hat, es aber ohne besondere hürden irgendwie immer weiter geht. das hat mir beispielsweise gears of war 3 komplett versaut.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 2:39 #

Ich gestehe, ich spiele inzwischen nur noch wenige Actiontitel. Die letzten waren Remember me, Lollipo Chainsaw (auch beinahe ja schon "Indie" ... ) DMC und Bayonetta. Und ich wüsste da z.B. nicht, was da in diesem Bereich an Oldschool bzw. Indiegames irgendwie mithalten könnte!?

Meist zocke ich RPGs, gelegentlich auch MMORPGs und Adventures.
Und wenn ich da die Wahl zwischen einem Legend of Grimrock oder Skyrim habe, dann weiß ich, dass mir das moderne Skyrim 1000 Mal besser gefällt.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 3:22 #

naja, was heißt mithalten. die diskussion hatten wir schonmal. es würde mir auch nicht einfallen, dmc oder bayonetta (gehören auch in meine favoriten-riege) mit indies direkt zu vergleichen.

da läuft ja oft auch die motivation auf einer völlig anderen ebene ab. auf der einen seite steh ich halt auch auf 2d-games und da findet man im aaa-bereich kaum was (wenn man von mario & donkey kong übersättigt ist, wird's schwierig) und im indie-sektor gibt es dafür jede menge gut designtes material :).
genauso diese eher experimentellen projekte, die sich imo mehr an klassischem spielzeug oder sonstwelche unterhaltung orientieren. sowas wie minecraft, wo ich wie früher mit lego an meinem virtuellen haus rumbastel. oder diese reinen laufspiele, wie dear esther oder stanley parable, bei denen ich das gefühl habe, dass sowas schon von der art her eigentlich mit dem lesen eines buches oder einem hörspiel zu vergleichen ist.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 17:13 #

Ich gebe zu, ich war eher der Playmobil Spieler, habe zwar auch Lego gezockt aber das andere war mir lieber. Mir geht es also mehr um das Erlebnis, um die Story als um das eigene Tüfteln. Deswegen kann ich z.B. auch mit Minecraft so absolut gar nichts anfangen.

Und ja, ich spiele halt eben seit C64 Zeiten, meine 2D Hochphase war sicherlich Anfang der 90er mit dem SNES. Tatsächlich kann ich mit 2D Titeln inzwischen einfach eher weniger anfangen. Ist immer mal wieder nett für ein paar Minuten aber nichts, womit ich mich einen ganzen Abend mit beschäftigen würde.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 19:25 #

Das Erlebnis muss bei Minecraft eben in deinem Kopf stattfinden :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:22 #

Dann spiele ich lieber Elder Scrolls.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 21. Februar 2014 - 2:34 #

Andere mögen Tetris.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:18 #

Andere mögen auch Schlammschlachten ...

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:25 #

Korrektur: Findest du nicht auch, das früher -> +s

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6310 - 19. Februar 2014 - 16:28 #

Ein wenig eine Wiederholung der alten Kolumne zum "Indie Märchen", vor allem aufgehängt am aktuellen Beispiel Broken Age.
Broken Age war für mich schon immer eine suspekte Geschichte. Wer schmeißt einem Entwickler der einfach sagt "Ich bin Tim Schafer, ich hab irgendwann mal Monkey Island gemacht und seitdem nur Mittelmäßiges. Ich will wieder sowas wie Monkey Island machen, gebt mir Geld!" (gut nur dass dann bei John Romeros Versuch im gleichen Stil so erbärmlich gescheitert ist). Dann sagen sie "wir machen das für 300k$", bekommen 3Mio und schaffen nichtmal die Hälfte (trotz Kickstarter Gebühren und Rewards dürfte deutlich mehr als die ursprünglich angepeilte Summe bei Double Fine angekommen sein). Erinnert mich stark an den Report in der aktuellen GameStar über EA (den ich gerne zitiere vor allem vor denjenigen, die EA-Spiele automatisch verteufeln): EA hat ein erfolgreiches Studio gekauft, hat ihnen viel Geld für ein neues Spiel gegeben, der Entwickler kann auf einmal alle seine (halbgaren) Ideen umsetzten, es kommt ein schlechtes Spiel mit großer Verzögerung heraus und alle hacken auf EA ein sie würden "kreativität vernichten" und "Entwickler gegen die Wand fahren" - dabei sind es die Entwickler selber, die schlicht nicht mit Geld umgehen können. Oder jede ihrer Idee für pures Gold halten. Oder beides.
Ich hatte nur ein Ja im Test oben und hatte das auch so erwartet. Ich mag Tripe-A Spiele und Indie-Spiele gleichermaßen, vor allem weil ich gute Spiele mag. Es gibt sehr gute Tripel-A Spiele und genauso grandiose Indie-Spiele, auf der andererseits aber auch sehr viel Mist in beiden Kategorien. Dass die Indie-Kuschler auf der einen Seite die großen (und kleineren) Publisher für alles oder gar pauschal kritisieren und gleichzeitig ein kleines Indie-Team immer in Schutz nehmen erinnert ich an die Diskussion hier um Dark Souls. Oh mein Gott, Indie-Kuschler sind die neuen Dark-Souls-Jünger!

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20946 - 19. Februar 2014 - 17:19 #

Weitestgehend stimme ich mit Dir überein, aber Du solltest bei den Fakten bleiben:

> wir machen das für 300k$"

$400k waren angepeilt.

> bekommen 3Mio und schaffen nichtmal die Hälfte

Versprochen hatten sie 30 Minuten. Die wurden durchaus erreicht.

Interessant fand ich an dem Gamestar-Artikel vor allem, welche Spiele die aufgekauften Studios nach dem Aufkauf durch EA veröffentlich hatten. Da kamen etliche gute Spiele wie beispielsweise ein Dungeon Keeper.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 16:44 #

Ich bin Indie-Uber-Kuschler! Hatte 12 Ja's (2 Punkte musste ich mit JaJa beantworten).

Vielleicht sollte man ein "Läster"-Thema machen über:
AAA-Müde

Ich kann die ganzen glatt polierten, zum x.Mal aufgelegten (sogar im Namen) AAA-Games nicht mehr sehen.

Griswald Meistersuppe 18 Doppel-Voter - 11939 - 19. Februar 2014 - 16:44 #

Und noch ein Indiekuschler, aber ich höre mal trotzdem die Kolumne bis zum Ende an...

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 16:46 #

*Gääääähn* Schon wieder der Langer gegen die Indiespiele bzw. gegen Leute, die sie besonders mögen. Wie langweilig, wie wäre es mal mit einer neuen Leier? Btw. dreimal "Ja" in dem "Indiekuschler-Psychotest" sind wohl ein paar "Ja" zu wenig, so gehören viel zu viele zu den "Indiekuschlern".

"Angeblich testen wir auf GamersGlobal kaum oder gar keine Indiespiele, und haben Vorurteile solchen Werken gegenüber."

Diese Behauptung würde ich nicht treffen, ihr lasst aber immer noch zu viele Perlen (ja, echte Perlen auch ohne Indie-Sympathie-Bonus) aus und eure Arcade-Checks usw. sind in der Tat meist zu kurz in dem Sinne, dass sie wichtige Teile der Spiele in der Beschreibung gar nicht beachten oder den Eindruck erwecken, dass die Spiele gar nicht länger als eine Stunde gespielt wurden.

Was die Aufrechnung der Spielzeit gegen den Preis angeht: Fast immer bieten die GUTEN Indie-Spiele diesbezüglich ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als AAA-Titel (ich rede nur von Singleplayer-Spielen, Multiplayer interessiert mich nicht) und was man nun auch nicht völlig unter den Tisch fallen lassen muss, auch wenn man es natürlich anders sehen kann: Die AAA-Titel werden sowieso von Massen von Menschen gekauft, wenn ich also mal angenommen gleich viel Spielspaß pro Euro von einem Indie-Spiel gegenüber einem AAA-Titel bekommen kann, wähle ich immer das Indie-Spiel, da mein Geld dort einfach mehr positiven Einfluss nimmt.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 17:27 #

Sorry, aber wirkliche "Indie-Perlen" gibt es kaum. Die Einzige, die mir spontan einfällt, wäre Limbo.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 17:31 #

Musst nicht Sorry sein, es gibt doch genug wirkliche Indie-Perlen, wie z.B. Minecraft (Ist meine Meinung!).
Vielleicht merkst du, dass es auch eine Frage des Geschmacks ist.

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:49 #

Ist das Ironie?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 18:07 #

Warum sollte es? Mal ganz ehrlich: Die "Perlen" müssen Klickzahlen liefern, sonst lohnt sich ein Test nicht.

Wieviele massentaugliche Indiespiele gibt es denn schon? Ich sage ja nicht, dass es keine gibt (Minecraft ist ja quasi das Paradebeispiel für ein erfolgreiches Indiespiel). Aber wirklich viele gibt es nicht. Nenn doch einfach mal ein paar "Perlen". Wie gesagt, Limbo sehe ich als eine an, Minecraft auch, Terraria ebenfalls. Und selbst diese drei sind nicht für jeden etwas.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 18:25 #

Das ist dann aber eine andere Aussage als die von eben. Eine "Perle" deutet doch erst mal nur ein (sehr) gutes Spiel an, egal ob massentauglich oder nicht. Ist es nicht sogar ein Kennzeichen von Perlen, dass sie etwas versteckt sind und nicht offen vor einem liegen?

Mir würden spontan noch The Swapper, Amnesia: Dark Descent, The Stanley Parable, Slenderman, Dear Esther, Antichamber, Trine (+2), Papers, please und Braid einfallen. Wenn ich mir jetzt eine Liste der bekannten Indiespiele der letzten Jahre angucke, werden das bestimmt noch viel mehr ^^

v3to (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:27 #

paper's please ist für mich irgendwie das neue tetris oder match-3 geworden. unfassbar, was dieses monotone daten-vergleichen für einen sucht-effekt haben kann...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 18:48 #

Naja gut, da ist natürlich die Frage, was man unter Perle versteht. Sind gute Spiele nicht immer auch Massentauglich?

Denn sonst kommt es ja wirklich nur auf den Geschmack an. Die von dir genannten Spiele finde ich alle insgesamt nicht gut (auch wenn manche Spiele interessante Ansätze haben), hingegen ein Hearts of Iron 2 (kein Indiespiel, schon klar) super. Nur ist das auch nicht massentauglich.

Wenn man das unter Perlen versteht, dann klar, hat jeder irgendwo seine Perlen. Und es gibt dann bestimmt für viele auch welche im Indiebereich.

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:55 #

"Sind gute Spiele nicht immer auch Massentauglich?"

Warum sollten sie?

"Denn sonst kommt es ja wirklich nur auf den Geschmack an."

Was heißt "nur"? Kommt es für die Einzelperson nicht immer "nur" auf ihren Geschmack an?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 19:15 #

"Sind gute Spiele nicht immer auch Massentauglich?"
Definitiv nicht. Ob ein Spiel gut ist, entscheidet sich ja beim Spielen. Ob ein Spiel massentauglich ist, entscheidet sich an Werbung, Hype und so Zeug. Und da gibt es Themen, die bei der Masse nicht ziehen, selbst wenn das Spiel das beste der Welt wäre. Gerade Spiele, die auf den ersten Blick öde, langweilig oder aus anderem Grund abschreckend wirken und erst im Laufe der Spielerfahrung ihre Faszination entwickeln, haben es dann natürlich sehr schwer. Und davon gibt's ja nicht wenige.

"Perle" würde ich in jedem Fall nicht mit finanziellem Erfolg assoziieren, sondern mit inhaltlicher Güte. Da finde ich beispielsweise Dear Esther persönlich auch nicht interessant, erkenne aber an, was es zu einer Perle für manche Spieler macht.

Auffa Arbeit (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:50 #

"Sind gute Spiele nicht immer auch Massentauglich?"

War also doch Ironie.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 22:53 #

Troll weniger rum, sondern nimm entweder Stellung zu meiner Aussage, oder poste einfach nichts.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 20. Februar 2014 - 16:25 #

Das war nun wirklich kein getrolle. Deine Aussage ist doch genau das worauf die Werbung der AAA-Titel hinaus will, und das kann niemals was richtig gutes werden. Der Grund für die Vereinfachung der simpelesten Dinge ist es doch warum sich viele langweilen bei den grossen Titeln. Ich persönlich brauche keine Spiele die jährlich rauskommen und dadurch im Normalfall wenige oder keine Neuerungen haben.

Und darum bin ich froh das es auch diese Nischenprodukte gibt. Und selbst da gibt es "grosse" Produktionen z.B. XCom und Civ, weil sie mit der Rundenstrategie eine Nische bedienen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 20. Februar 2014 - 18:07 #

Ich weiß, es ist hart zu akzeptieren: CoD etc. sind schlicht und einfach gute Spiele. Auch wenn sie dir nicht gefallen. Und gerade bei Spielen wie CoD, die im regelmäßigen Zyklus herauskommen, macht die Werbung viel weniger aus. Bei einem GTA 5 ist sie z.B. wichtiger (übrigends ist GTA 5 auch ein super Spiel).

Natürlich soll jeder seinen Spaß finden. Aber wie Jörg ja auch ironisch schrieb: "Die Masse hat immer Unrecht". Je mehr Kommentare ich hier lese, umso eher sehe ich auch, warum er kritisiert.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 20. Februar 2014 - 18:38 #

Du findest Cod gut, was auch in Ordnung ist. Ob es ein gutes Spiel ist steht auf einem anderen Blatt.
Ich spiele keinen Multiplayer und unsäglich schlechte Storys mit viel BumBum brauche ich persönlich nicht, das langweilt mich.
Ich glaube der Marketingaufwand ist gleich den Entwicklungskosten, was ich dann doch eher als hoch ansehe.
Siehste und GTA gefällt mir auch, nur ist das zum Glück auch nicht durch ein jährliches erscheinen verwässert.
Dann sage ich mal ironisch, auf die kleine draufkloppen ist auch die einfachste Art sich beliebt zu machen. :)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 20. Februar 2014 - 19:13 #

Die Verkaufszahlen von CoD sind allesamt gut, die Metacritic ist auch gut (mit dem letzten Teil gehts nun etwas runter) und CoDs gehören zu den beliebtesten Multiplayer-Titeln auf Konsolen (meist sind mehrere unter den Top-10).

Du findest nicht, dass es ein gutes Spiel ist. Viele jedoch schon.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 21. Februar 2014 - 13:20 #

Und manchmal bezieht man sich eben doch drauf, dass die Masse nicht zwangsweise immer recht hat... Wie es halt gerade reinpasst.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 1:46 #

"Denn sonst kommt es ja wirklich nur auf den Geschmack an."
Auf was kommt es denn sonst an???

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 20. Februar 2014 - 10:48 #

Och da wären wir dann bei dem Thema, was Christian Schmidt einmal im Spiegel angesprochen hat. Wie sollen letztendlich Bewertungen aussehen? Sollen objektive Kriterien verwendet werden, wie sie jedes Spiele-Magazin nutzt oder sollen Spiele eher auf einer Metaebene diskutiert werden, wo subjektive Eindrücke wesentlich mehr ausmachen?

Du sagst in so einer kleinen Frage, aber da steckt so viel hinter. Wobei es, glaube ich, hier ganz gut hin passt. Wie bewertet man denn Indiespiele? Wenn man nach objektiven Kriterien wie Grafik, Umfang etc. geht, wird man diesen Spielen womöglich nicht gerecht.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 19. Februar 2014 - 19:00 #

Und Limbo gehört für mich zu den recht schwachen Titeln da draußen. Nicht viel andres gespielt..?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 21:50 #

kam mir auch der gedanke. mir fällt da auf anhieb einen haufen indie-perlen ein. der indie-bereich existiert ja auch nicht erst seit dem letzten jahr.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 21. Februar 2014 - 23:07 #

Dann nennt sie doch endlich mal...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 23:35 #

gibt etliche top-indie-listen welche du einfach per google erreichen kannst. sehe jetzt keinen anlass meine persönlichen favoriten mitzuteilen, die du dann ggf. als für dich öde abschmetterst um bei deiner meinung bleiben zu können, dass es keine oder nur sehr wenige perlen gibt.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 1:18 #

Wenn du dich so zierst, dann nenne ich halt ein paar meiner Favoriten aus meiner Steam-Bibliothek:

-Banished
-Bastion
-Beat Hazard
-The Binding of Isaac
-Brothers: A Tale of Two Sons
-Democracy 2+3
-Don't Starve
-Evoland
-FTL
-Game Dev Tycoon
-Gnomoria
-Gunpoint
-Hotline Miami
-Kerbal Space Program
-Legend of Grimrock
-Mark of the Ninja
-Miasmata
-Papers, Please
-Plants VS Zombies
-Prison Architect
-Reus
-Starbound
-Terraria
-To the Moon
-Trine 1+2
-World of Goo

Ob jetzt alles "Perlen" sind, kann man natürlich endlos drüber streiten, ausgesiebt habe ich dabei auch schon, aber nicht unbedingt nach Schund, sondern eher bei Schwierigkeiten der Kategorisierung als "Indie", z.B. Fallen Enchantress, Orcs Must Die oder Endless Space.

Die meisten würde ich, genreübergreifend, schon gleichwertig mit LIMBO bewerten.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 22. Februar 2014 - 1:26 #

PvZ, Trine und Brothers würde ich jetzt nicht als Indie bezeichnen.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 1:33 #

Abstufungen sind halt schwer und auch definitionsabhängig. Für mich können auch gepublishte Spiele "Indie" sein, sofern Publisher und Studio gänzlich unbekannt sind. Starbound zum Beispiel hat mit Chucklefish auch einen Publisher, wird aber dennoch, auch von dir, zur Indie-Sparte zugelassen.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 22. Februar 2014 - 2:11 #

die anderen Titel hab ich nicht aussortiert, weil ich sie - größtenteils nicht kenne

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 2:27 #

Das ist krass...

Scheinbar haben wir ja einen komplett anderen Fokus auf dem Spielemarkt. Eigentlich spiele ich solche Spiele nur noch, zusätzlich garniert mit ein paar Paradox-Spielen und Civ, wobei mir große Spiele nicht verborgen bleiben, nur leider selten Interesse wecken. Übrigens auch ein Grund, weshalb ich GamersGlobal nur noch recht selten aufsuche, "meine" Spiele kommen mir viel zu kurz.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sonst dazu soll. Ich bin schockiert... Wie kann man soviele davon nicht kennen? Aber du kannst ja mal googeln, sind wirklich einige gute Sachen dabei.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 22. Februar 2014 - 11:16 #

Problem ist einfach meine Zeit. Ich hab 2 Kinder und 1 Frau - arbeite in der Regel 6 Tage zu fast immer 12 Stunden. Die wenige, wirklich private Freizeit (wo alles hier schläft) verbringe ich dann quasi mit den "Safevideospielen".

D.h.: ich setzte mittlerweile bewusst auf Massentaugliche Kost und bin, ganz ehrlich bei manchen Titeln über den geringeren Schwierigkeitsgrad zu früher nicht böse. Das gibt mir die Möglichkeit den Titel zu schaffen und mir den nächsten anzugucken.

Ich bin mir sicher das auch bei den Indietiteln einiges, für mich brauchbares dabei ist - jedoch ist mir das Risiko enttäuscht zu werden meine Zeit nicht Wert. Deßhalb kaufe ich bewußt ein CoD weil ich weiß was mich 3-5h erwartet ;-)

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 13:33 #

Na ja, im Action-Genre wird man auch keine besseren Titel finden. Aber wenn man, wie ich, nicht auf Shooter steht, dann muss man sich schon umgucken. Ich kann auch sehr bei großen Titeln enttäuscht werden.

Außerdem gefällt mir dein Ansatz nicht besonders. Ich kann zwar gut verstehen, dass du aus Zeitmangel nicht mehr so zum Spielen kommst, aber warum du deswegen bei einem Spiel schon vorher wissen willst, was dich erwartet, verstehe ich keineswegs. Ein wenig Überraschung ist doch gerade die Würze im Spielen.

Ich kaufe aber ja auch nicht ins Blaue hinein, sondern bin meist sehr gut informiert, was ich mir da zulege. Nur muss man dann halt eher auf anderen Seiten schauen als GamersGlobal, da hier, natürlich mit Ausnahmen, recht wenig Indie stattfindet bzw. auf die größeren Indies beschränkt ist.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 22. Februar 2014 - 14:02 #

Mal interessehalber: Kannst Du mir eine Seite empfehlen, die sich vermehrt auf Indies konzentriert, am Besten vorrangig auf Konsolen?

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 16:19 #

Kann ich nicht wirklich, leider. Rockpapershotgun macht mich auf vieles aufmerksam, aber häufig durchforste ich auch Steam und google dann interessante Titel nach Reviews und Spielerkommentaren. Aber meine größte Quelle dürfte wohl das Civforum sein.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 22. Februar 2014 - 15:19 #

Ich meinte damit auch nicht den kompletten Plott. Aber wenn ich jetzt die "Produktbeschreibung" von Dont Starve lese und daneben die von CoD weiss ich was mich bei dem einen erwartet.

Innerhalb des Produkts darf ich mich gern von Handlung und CHarakteren überraschen lassen. Ich hab auf der Playstation auch Uncharted geliebt. Aber so spiele wie Chathrine bewusst nicht mitgenommen, da wa mir das Risiko zu groß. Ich hoffe du kannst an dem Beispiel verstehen wie ichs meine. Ich komme dann zu den "Indietiteln" wenn die damm im Mainstream gelandet sind. Wie bei Inazuma Eleven zum Beispiel

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 16:20 #

Vom Plot rede ich auch nicht, sondern von Spielmechaniken und Steuerung, aber haupsächlich von den Mechaniken. Shooter spielen sich im Allgemeinen alle gleich, das stößt mir zumindest sauer auf bzw. erreicht eine schnelle Langeweile (neben meinem allgemeinem Desinteresse an solchen reinen Ballerkram).

Ich verstehe dein Beispiel, aber ich hätte dann eher Uncharted nicht mitgenommen (sofern ich einen ähnlichen Titel schon gepielt habe) und stattdessen Catherine gespielt.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 22. Februar 2014 - 16:55 #

tja und da ich bei Uncharted halt wusste was ich bekomme, nämlich eine schöne filmreiche Inzenierung eines Actiontitels und bei Catherine noch ??? da waren hab ich mich dafür entschieden.

Aber im Sommer is ja meist Luft, da kann ich dann die "Randgruppentitel" nachholen

v3to (unregistriert) 22. Februar 2014 - 1:42 #

naja, bei trine ist die grenze sicher fließend. frozen byte ist nun nicht unbedingt das, was man als großes studio ansehen würde. imo ist alles indie, wo der hersteller auch das spiel selbst vermarktet. nur meistens passt es dann nicht mehr, sobald es richtung konsole geht, weil dann ja offenbar ein publisher wieder hochgradig wichtig wird...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 22. Februar 2014 - 12:49 #

Ah danke für die Antwort. Habe sogar 10 davon gespielt. Also ist nicht so, als würde ich es nicht probieren.

Und ist ja auch nicht so, als wären das alle schlechte Spiele. Nur die wenigsten können längerfristig motivieren oder sind so knackig, dass das einmalige Durchspielen richtig gut war. Und andere halten mich keine 30 Minuten.

Einem World of Goo, Binding of Isaac oder auch Dustforce, Super Meat Boy, Gnomoria würde ich halt keinen großartigen Testplatz einräumen, auch wenn manche der Spiele durchaus beliebt sind.

Ich bleib dabei: Es sind Nischenspiele und bekommen daher zurecht einen nischige Aufmerksamkeit.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 22. Februar 2014 - 13:23 #

Ich weiß ja nicht, ich halte es für zu einfach ein Spiel in eine Nische zu reden, obwohl es großes Potential für eine Vielzahl von Spielern hat. Was ist denn nicht nischig? Call of Duty, zum Beispiel, besetzt in meinen Augen die Nische von Shooter-MP. Battlefield in der gleichen Nische mit Fahrzeugen. SimCity = Städtesimulator. Last of Us = Action-Adventure. Diablo = Action-RPG.

Ich setze Nische eigentlich mit Genre gleich. Einen Shooter würde ich mir nie angucken, aber wer zum Beispiel auf Spiele wie Sim City steht, der wird mit dem gerade veröffentlichtem Banished viel Freude haben. Ähnlich bei Minecraft. Wer das mag, der kann auch sehr viel Zeit in Terraria und Starbound aufwenden.

Aber wir können ja auch mal von PC-Spielen weggehen und uns Handyspiele ansehen. Angry Birds ist megaerfolgreich. Sind Katapultspiele deswegen jetzt massentauglich?

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 22. Februar 2014 - 14:04 #

Sagen wir es mal so:

Es gibt sympathische Nischenspiele, die - zu Recht oder Unrecht - wenig Beachtung finden.
Dann gibt es Spiele, die überall präsent sind - in Kinowerbung, auf SPON, in der Computerbild, im Empfehlungshoriziont eines MediaMarkt-Verkäufers, auf den Top-10-Plakaten überm Spieleregal beim Saturn, in den Gesprächen mit Kollegen in der Mittagspause, etc. etc. - nennen wir sie mal GTA oder CoD.

Der typische Gamer muss also keine Anstrengung unternehmen, um über solche Titel Informationen zu bekommen. Er wird überall damit konfrontiert, und hat im Grunde sogar als CoD-Nichtspieler mehr Infos über dieses Spiel, als über eingangs genannte Games. Denn hier muss er zunächst von deren Existenz erfahren, wird dann vielleicht vergeblich beim Saturn danach fragen...

Ein Leitmedium für Zocker (wie z.B. GamersGlobal) könnte nun:

A:
Diese Situation aufgreifen und dadurch verstärken, ebenfalls die bereits jedem bekannten AAA-Titel nochmal - sicherlich aus einer eigenen Perspektive - zu betrachten und darüber zu berichten.

B:
Den Fokus gerade auf Spiele legen, die eben nicht allein durch einen Saturnbesuch oder das Blättern in der Compi-Bild entdeckt werden können, und damit Gamern einen vollständigeren Einblick in die Welt der Computer- und Videospiele geben.

...meine Meinung ist:
Ich brauche keinen GTA V-Test lesen, denn da weiß ich was mich erwartet. Ich würde mir aber wünschen, mehr zu lesen, was mich wirklich überrascht, auf Neues stößt, etc.

Ich sehe Gamersglobal als Medium von "Spiele-Experten". Manchmal ist es schade, wenn letztlich diese ganze Expertise in das Berichten über Dinge mündet, die man so oder ähnlich überall anders auch lesen kann...

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 23. Februar 2014 - 16:16 #

Ich will ja nicht pedantisch sein, aber ;).

Wir haben dort eine Liste mit 26 Spielen, wo du behauptest, die meisten (>50%) würden nicht längerfristig motivieren. Das kann ja durchaus sein und hängt selbstverständlich vom persönlichen Geschmack ab, aber ich will mal ganz genau sein und schauen, wie tiefgängig diese Spiele eigentlich sind oder obs wirklich nur "Häppchen" für Zwischendurch sind.

Erstmal will ich die Titel aufzählen, die mMn eindeutig und unstreitbar nicht für kurze Spielsessions geeignet sind.
Das wären: Banished, Brothers: A Tale of Two Sons, Democracy 2+3, Game Dev Tycoon, Gnomoria, Kerbal Space Program, Legend of Grimrock, Prison Architect, Reus, Starbound und Terraria. (11 Titel, bleiben noch 15.)

Danach die Titel, die mMn nach auch in kürzeren Sessions spielbar sind oder allgemein eher kurz sind, aber einen groooßen Wiederspielwert besitzen können. (Oder die ich oben vergessen habe.)
Das wären: "Bastion, The Binding of Isaac, Don't Starve, Evoland, FTL, Mark of the Ninja, Miasmata, Papers, Please, To The Moon und Trine 1+2. (Auch 10 Titel, bleiben noch 5.)

Zuletzt die Titel, die übrig bleiben, und die ich im Bereich "kurze Sessions", auch gut für Zwischendurch und nicht unbedingt für länger.
Das sind dann noch: Beat Hazard, Gunpoint, Hotline Miami, Plants Vs Zombies und World of Goo. (Die letzten 5 Titel halt.)

Selbstverständlich reden wir hier über meine persönliche Meinung und die ist nicht die Wahrheit(tm), aber ich finde, dass ein Großteil der aufgezählten Titel eben schon eine längerfristige Motivation bieten kann und Menschen sehr lange beschäftigen kann.

Hackt0r 09 Triple-Talent - 297 - 19. Februar 2014 - 16:46 #

Ein Glück, dass ich diese Seite prinzipiell nur mit AdBlock ansurfe. :schwitz:

Loco 17 Shapeshifter - 8572 - 19. Februar 2014 - 16:47 #

Tolle Kolumne Jörg!

Toxe 21 Motivator - P - 29997 - 19. Februar 2014 - 16:52 #

Haha, ja ist doch eine schöne Kolumne geworden. :-)

Ich schließe mich dann mal ganz langweilig Jörgs Meinung an. Es gibt auf beiden Seiten des Zauns gute (und schlechte) Spiele und nur ein Depp würde eine Seite davon kategorisch ausschließen.

Oder um mal Musik als Beispiel zu nehmen: Wer sagt, daß Musik eines bestimmten Genres oder Stils automatisch schlecht ist, ist ein Depp. Es kommt immer auf den Einzelfall an und es mag in jedem Genre oder von jedem Künstler Musik geben, die einem gefällt.

So, und ich denke damit ziehe ich mich jetzt mal hier aus der Kommentarsektion zurück, da das ja auf Dauer nur in Blut, Tränen und Dramen enden kann. ;-)

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 17:03 #

Lass mich raten, du hast die Welt in 2 Lager eingeteilt: Deppen und nicht-Deppen.
Und alle, die nicht deiner Meinung sind, sind Deppen.

Toxe 21 Motivator - P - 29997 - 19. Februar 2014 - 17:08 #

Herzlichen Glückwunsch, Du wolltest es unbedingt falsch verstehen und hast es auch geschafft. :-)

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 17:03 #

Ich schliesse mich der Meinung des alten Jörgs auch an.

Habe noch nie verstanden warum alle die ganzen Indiespiele immer derart über den Klee loben.
Ja, es mag welche geben die gut sind. Aber mich persönlich sprechen Großproduktionen einfach mehr an.
Habe leider eh schon (aufgrund von Familie) nicht so viel Zeit zu spielen, und in der knappen Zeit will ich es ordentlich rummsen lassen. Und das bieten mir Spiele wie GTA5, das neue Tomb Raider oder gerne auch mal ein CoD einfach mehr als so kleines Indie-Gekrösel.

Achja, und um mich noch vollends als ignoranter Schnösel zu outen...ich spiele nur auf KONSOLE!!!!! Wenn man sich so manche Foren durchliest, scheint das ja eh der Grund für alles Übel auf dieser und mindestens 10 weitere Welten zu sein.

Aber, jedem das seine und mir das beste....oder so...

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 17:08 #

Es behauptet keiner, dass man nur das eine (Indie-Spiele) oder das andere (Konsolenspiele) machen muss. Man spielt, weil man Spaß haben möchte, darin sollten sich wohl alle einig sein. Und wenn vielen Indie-Spiele Spaß machen, dann ist es doch ok und hat sogar den Vorteil, dass im Gegensatz zu meist teuren Konsolenspielen, man dafür wenig Geld ausgibt. Letztendlich wird Angebot und Nachfrage das Ganze automatisch regulieren.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 17:34 #

Indiegekrösel, sowas kann auch nur von einem verblendeten Konsolero kommen. ;)

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 17:39 #

Ja, ich werde mich heute abend auch mal wieder ordentlich geisseln...wird mal wieder Zeit.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 17:40 #

Oh. Hier wird die erste Platitüde gedroschen.

BigBS 15 Kenner - 3115 - 19. Februar 2014 - 17:44 #

OK, hier ...den hab ich noch....

PC-BONZE!!!!

Ha, und jetzt kommt ihr.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12750 - 19. Februar 2014 - 17:12 #

Bin wohl auch Indie-Kuschler wobei ich die Spiele nicht automatisch besser finde, gibt da einige Mistgames die ich gekauft habe.
Fakt ist aber aus der Indie Szene kommen die mutigeren Projekte und sie sind auch deutlich mehr durchdacht.

AAA Titel schön und gut dennoch sind davon die meisten Effektblasen die trotz Kaboom seicht dahinplätschern und die Tiefe/komplexität einer Pfütze haben.

Und wenn dann so Perlen wie aktuell Banished raus kommen, ein 1 Mann Projekt was für mich jetzt schon eines der besten Aufbauspiele der letzten Jahre ist, dann vergesse ich auch gerne die 6 Mist-Indiegames die ich davor gekauft habe.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36204 - 19. Februar 2014 - 17:15 #

Also ich mag beides, AAA-Titel und Indie-Spiele, bei einem Spiel ist mir nur wichtig, dass es mir Spaß macht, egal, ob da nun ein großer Publisher hinter steht oder ein kleiner Indie-Entwickler. Aber ich muss auch sagen, dass es in letzter Zeit dann doch mehr Indie-Spiele gab, mit denen ich viel Spaß hatte und die auch mal was Neues ausprobiert haben und AAA-Titel sich meistens nur wiederholen und mich darum langweilen. Aber klar gibt es im Indie-Bereich auch sehr viel Schrott, genauso wie es im AAA-Bereich auch noch Perlen gibt. Darum: Scheiß auf die Kategorisierung, der Spaß ist das Wichtigste! :D

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 20. Februar 2014 - 0:25 #

Ich nehm jetzt mal Deinen Kommentar exemplarisch für viele andere: Warum wird eigentlich nur noch zwischen "Indie" und "AAA" unterschieden? Zeigt nicht gerade letztere Bezeichnung, dass es auch AA und A gibt? B und C? Ich finde es nicht so schön, dass solche Debatten sich immer auf Extreme beschränken müssen.

Mal davon abgesehen, kann ich Deine Aussage voll unterschreiben. Es gibt viele Perlen, sowohl im Indie- als auch im Nicht-Indie-Bereich. "Nier" z.B., eines der bis heute besten Spiele auf der PS3 (natürlich nur meine persönliche Meinung).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 2:50 #

Nier habe ich mir endlich, endlich auch mal gegönnt. Nur noch nicht gespielt.

Mir fallen z.B. Katherine und Lollipop Chainsaw ein, beides sind merkliche Low Budget Produktionen, sie könnten schon fast als Indie durchgehen. Dennoch finde ich sie einfach um so viel besser als 99 Prozent aller Indie Games, weil die Entwickler da wirklich technisch und inhaltlich mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln alles rausgeholt haben was ging, dass man schon fast gar nicht merkt, dass es Low Budget Spiele sind.

Und das geht vielen Indie Produktionen einfach ab, da merkt man, da war kein Geld für einen vernünftigen Grafikdesigner, also wird da irgendwelche Müllgrafik hingerotzt und dann als "wir hatten halt keine besseren Mittel, also lebt damit" verkauft, siehe etwa Shadowrun Returns, und die Indie-Fans fressen das und verteidigen das bis aufs Blut. Dass das eben nicht so sein muss, dafür gibt es viele Beispiele, u.a. die beiden oben genannten.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 20. Februar 2014 - 3:38 #

Mit Nier wirst Du eine Menge Spaß haben, denke ich. Es ist keine Hochglanz-Produktion von technischer Seite her, aber man merkt ähnlich wie bei Catherine, dass mit viel Herzblut gearbeitet wurde. Die Spielwelt hat eine stimmige Atmosphäre, die Musik ist stellenweise genial, die Charaktere sehr gut und mit Ecken und Kanten gezeichnet und zwischendurch hatten die Entwickler ein paar witzige Einfälle.
Mit Wertungen zwischen 50 und 70% wurde das Spiel damals völlig zu Unrecht abgestraft und die meisten Tester haben damit unisono "zugegeben", dass ohne Top-Graphik keine sehr guten Wertungen möglich sein können. Dabei ist es tatsächlich die technische Brillianz, die ich als zweit- oder drittrangig bezeichnen würde (wenngleich ich graphische Toptitel auch sehr zu schätzen weiß).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 17:25 #

Immerhin hat GG Nier damals eine 85 gegeben: http://www.gamersglobal.de/test/nier und die M! Games vergab eine 82, wobei eben die Grafikwertung von 6 den Schnitt ordentlich nach unten trieb.

Aber du hast Recht, es mag Tester geben, die "modernster Technik" einen gewissen Bonus geben und ein Spiel mit einem nicht ganz so hohen Budget hat dort dann einfach automatisch schlechte Karten.

Das Wertungen und Test nicht immer unbedingt zusammen zu passen scheinen, weil die Wertung nach "objektiven Kriterien" erfolgt, ist mir kürzlich beim Angry Joe Lollipop Chainsaw Test aufgefallen: http://www.youtube.com/watch?v=-e6XQMCeXqY
Wenn man das Video schaut, dann hat man das Gefühl, der Titel würde am Ende bestimmt eine 9 oder gar 10 als Wertung kriegen, weil Joe so begeistert ist, Pustekuchen! Es hat eine 6 bekommen!

Ich denke also, man muss klar zwischen eigenem subjektivem Spielspaß und objektiv sichtbaren Macken unterscheiden, wenn man solche Wertungen bedenkt. Viele Indie Fans können das nicht, die sehen nur eine niedrige Wertung und gehen auf die Barrikaden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 20. Februar 2014 - 23:30 #

Dein Punkt im letzten Absatz ist sehr wichtig. Tests beschränken sich sehr oft auf die objektiv messbaren Aspekte eines Titels, die subjektiven Teile hingegen werden zwar nicht völlig vergessen, nehmen aber einen viel geringeren Stellenwert in der Endwertung ein. Ich persönlich kann mit den (oftmals bemüht) objektiven Analysen einfach nicht mehr viel anfangen. Was nützt mir denn die ultrastarke Graphik-Engine, wenn mir das Artdesign zuwider ist? Was nützt mir der glasklareste 7.1-Surround-Klang, wenn ich schon den Soundtrack grottig und unhörbar finde?
Ich finde, Tester sollten sich mehr trauen, zu ihrer Subjektivität zu stehen, denn die Zahl am Ende eines Tests ist ohnehin nie gänzlich objektiv. Klar, dann muss ich mir eben Redakteure suchen, die meinem eigenen Spielgeschmack entsprechen, aber dafür bekomme ich dann auch Testberichte geliefert, mit denen ich was anfangen kann.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:29 #

Das ist ja das Dilemma, wenn man wirklich subjektiv bewerten möchte. Egal ob Gone Home oder Lollipop Chainsaw. Nach "normalen" objektiven Wertungskriterien können sie nicht wirklich in hohe Wertungsregionen kommen. Dennoch können sie für viele Spieler so manchen anderen 90er hinter sich lassen. Nur, das ist eben völlig subjektiv und d.h. ein Test wäre immer nur ein Abbild des Geschmacks des Testers. Damit schließt man aber jeden aus, der nicht diesen Geschmack hat, denn der wird mit dem Test nichts anfangen können bzw. fehlgeleitet werden und den Tester anschließend verdammen, weil er ihm "so einen Dreck" empfohlen hat.

D.h. ein Testmedium hat die Wahl mit rein objektiven Tests eine möglichst breite Schicht anzusprechen oder mit rein subjektiven Tests nur die wesentlich kleinere Gruppe der jeweiligen "Fanboys" oder "Hater" während man gleichzeitig die jeweils andere Gruppe vergrätzt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 21. Februar 2014 - 12:11 #

Ich denke nicht, dass zwangsweise jeder ausgeschlossen wird, der den Geschmack des Testers nicht teilt. Man muss nur bei diesen Testern anders an die Berichte herangehen. Wenn ich einen solchen Bericht lesen würde und der Tester sagt "Die ganzen Schlauchlevels kotzen mich so richtig an" und ich wiederum der Meinung bin "Schlauchlevels? Mir egal, solange dadurch die Story actionreich und stringent erzählt wird", dann sehe ich ja schon, ob ein Spiel interessant ist, oder nicht und das obwohl ich mit der Endwertung nicht übereinstimme. Ich muss eben nur wissen, ob ich den Geschmack des Testers grundsätzlich teile oder nicht (und gleichzeitig den Respekt haben, den Redakteur nicht gleich anzuflamen á la "Ey, Du Penner, wie kann man nur Schlauchlevels scheiße finden? Die sind doch voll geil, boah!").

Das funktioniert aber meiner Meinung nach nicht so gut bei Reviews, wie sie heute gang und gäbe sind. Da befasst sich die endgültige "Spielspaß-Wertung " viel zu sehr mit technischen Dingen wie Graphik und Sound, während alles andere unter "Sonstiges" abgestempelt wird. Im Grunde kann man das nicht Spielspaß-Wertung nennen, da es sich eher um eine Wertung der Produktions-Qualität handelt.

Im Grunde habe ich ja nix gegen das heute übliche System, Spiele zu bewerten. Ich würde mir nur wünschen, dass die Spielspaß-Wertung wirklich subjektiv und somit unabhängig von technisch-objektiven Einzelwertungen zu Graphik und Sound bleibt, denn Spielspaß ist nunmal subjektiv und brauch deswegen nicht anhand von technischen Merkmalen festgemacht werden. Dass diese den Spielspaß allerdings durchaus beeinflussen KÖNNEN, möchte ich nicht abstreiten, denn ständige Einbrüche in der Framerate beispielsweise können einem schon gehörig die Suppe versalzen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:29 #

Die Vorstellung, dass jemand einen Test zu einem Spiel liest, dass dem Tester überhaupt nicht gefällt aber dem Leser ist ein wenig optimistisch. Ich denke, das klappt ein, zwei Mal, dann werden sich die Leser Tests suchen, die ihnen mehr zusagen, weil ja klar ist, dass der Tester einen anderen Geschmack hat.

Ich denke schon, dass viele technische Aspekte dem Spielspaß zuträglich sind, ihn verbessern. Das fängt bei schöner Musik an, geht über gute Sprachausgabe (die ist ja immer ein sehr kontroverses Thema) bis hin, du sagst es selbst, der Grafik. Eine schöne Textur, viele Polygone, eine stabile Bildrate sind alles Dinge, die dem Spielspaß zuträglich sind. Es gibt nicht wenige Spiele, die fast ausschließlich davon leben. Ein Crysis etwa wäre mit mieser Grafik nicht halb so gut.

Das heißt nicht, dass ein Spiel mit simpler Technik nicht extrem viel Spaß machen kann. Allerdings muss es sich die Frage gefallen lassen, ob es nicht mit besserer Technik nicht noch mehr Spaß machen würde!?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:13 #

Hier stehe ich vor einem großen Problem, denn die Dinge, die du aufführst, sind eben nicht rein technisch-objektiv.

"Schöne Musik"? Geschmackssache. "Gute Sprachausgabe"? Auch Geschmackssache (zu einem gewissen Grad). "Schöne Grafik"? Ebenfalls Geschmackssache, auch wenn hier der technische Aspekt wohl am präsentesten ist.
Ein paar verwaschene Texturen trüben (haha) bei mir nicht unbedingt den Spielspaß, solange das Gesamtbild stimmig ist. Und das kann eben auch bei technischer Perfektion öde, langweilig und seelenlos wirken.

Es gibt definitiv technische Aspekte, die den Spielspaß beeinflussen, etwa Stabilität oder Bildrate usw.. Diese Dinge können auch objektiver bewertet und benannt werden und sollten auch erwähnt werden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:22 #

Musik kann auch an der Qualität und nicht anhand der Stilrichtung bewertet werden. Hat jemand die Bontempi Orgel angeschmissen oder spielt ein Orchester die Musik ein. Ist die Musik sehr einfach komponiert oder schon komplexer und vielfältiger.

Das kann man alles durchaus unabhängig vom eigenen Geschmack bewerten.

Dazu zählt auch, ob die schönen Texturen stimmig zusammenpassen oder wie ein Flickenteppich aussehen.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 23. Februar 2014 - 0:29 #

Ne Bontempi wirst du seit C64er Zeiten nicht mehr gehört haben. Und selbst von einem Orchester eingespielte Musik muss nicht zwangsläufig gut sein.
Und natürlich geht es um den eigenen Geschmack, aber ernsthaft, mir fällt kein Spiel ein das ich gespielt habe das durch ein realen Orchestereinsatz besser gewesen wäre.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 28. Februar 2014 - 0:08 #

Warum gibt es hier keine Ignorierfunktion, damit man penetrante Indiekuschler wie dich ausblenden kann? Was du immer ablässt ist einfach zu erbärmlich.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 28. Februar 2014 - 1:12 #

"Warum gibt es hier keine Ignorierfunktion..."

Die gibt es: Nicht auf "Antwort" klicken.

Und nun ist bitte gut mit dem Gezicke hier.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 22. Februar 2014 - 0:30 #

Auf jeden Fall gibt es technische Aspekte, die dem Spielspaß zuträglich sind! Das wurde in meinen ersten Kommentaren vermutlich nicht deutlich, daher habe ich ja zuletzt direkt selbst ein Beispiel dafür genannt.

An einigen Punkten möchte ich dennoch einhaken:
Du schreibst "schöne Musik". Ich gehe mal davon aus, dass Du damit meinst, dass die Kompositionen gut klingen, schöne Melodien haben. Das ist doch kein technischer Aspekt. Hier wird künstlerische Arbeit geliefert, genauso wie das Design einer (beispielsweise Fantasy-)Spielwelt ein künstlerischer Aspekt ist. Technisch wird es beim Soundtrack, wenn es um Fragen wie "Ist die Lautstärke gut abgemischt?" oder "Passt sich die Musik dem Spielgeschehen (ruhig <-> actionreich) an?" geht. Vielleicht hast Du genau das gemeint, in dem Fall wären wir einer Meinung.
Schöne Texturen und viele Polygone fördern keinen Spielspaß. Okay, darüber lässt sich streiten und ich will nun auch niemandem vorschreiben, was ihm gefälligst in einem Videospiel wichtig zu sein hat. Aber bei mir sorgen knackscharfe Texturen und höhere Polygonzahlen lediglich für einen positiven Ersteindruck beim Spielen und für Bewunderung gegenüber dem Entwicklerstudio und ihrer technischen Kompetenz. Da Texturen und Polygone aber keinen direkten Einfluss auf mein Spielen haben, kann ich daraus auch keinen Spielspaß ziehen. Die stabile Bildrate jedoch, die wir beide nannten, hat direkten Einfluss auf mein Spielen. Wenn es zu arg ruckelt, kann ich nicht mehr adäquat auf Spielsituationen reagieren. Daher ist dies ein technischer Aspekt, der den Spielspaß beeinflusst.

Sicher gibt es Spiele, die sich vor allem auf ihre technischen und hier zumeist graphischen Qualitäten ausruhen. Und genau diese Spiele tragen völlig zu Recht den nicht gerade ehrenhaften Graphikblender-Titel, denn sie versuchen mit ihrer tollen Graphik dröges Gameplay oder mieses Leveldesign zu kaschieren und das sind echte Spielspaßzentren. Bei vielen Spielern funktioniert diese Blenderei, finde ich auch nicht schlimm. Wenn jemand ein Crysis für ein total supertolles Spiel hält, nur weil die Graphik über jeden Zweifel erhaben ist, dann kann ich das nicht nachvollziehen, aber ich möchte mich auch nicht elitär über diesen Menschen stellen. Nur reicht mir die schöne Graphik nicht, um ein Spiel interessant zu finden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:25 #

Gegenfrage, Skyrim ist ein exzellentes Spiel und sieht dazu noch gut aus, richtig!? Trotzdem gibt es unglaublich viele Mods, die die Grafik ordentlich aufblasen. Und viele Spieler installieren sie und sind begeistert davon. Warum? Wenn es keine Rolle spielt, da das Spiel ohnehin toll ist. Weil es eben doch den Spielspaß weiter aufwertet.

Allerdings kommt es da auch aufs Genre an. Bei einem Tetris ist die Grafik relativ egal ...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 23. Februar 2014 - 2:06 #

Nein, die Mods werden installiert, weil das Spiel ... damit schöner aussieht. Ganz einfach. Ein schöneres Spiel bedeutet aber nunmal nicht mehr Spielspaß, denn dafür müsste das Gameplay verändert werden oder es müssten technische Mängel ausgemerzt werden, die den Spielspaß direkt beeinflussen, wie eben die Stabilität der Bildrate.
Wäre es so, wie Du meinst, dann hätten Text-Adventures niemals Spaß machen dürfen oder zumindest nur sehr wenig. Tatsache ist aber, dass die Spiele aus der eigenen Kindheit damals genau soviel Spaß gemacht haben, wie die Spiele von heute.

Deinen Ansatz verstehe ich aber auch, der vermutlich in etwa so lautet: Die schönere Graphik lässt mich staunend die Spielwelt erkunden, also erhöht sich der Spielspaß. Das ist eine völlig legitime Sichtweise, finde ich. Nur teile ich sie nicht :)

Indiekuschler (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:25 #

Sehe ich eigentlich auch so, das AAA für Top-Qualität stehen sollte. Nur hat das AAA nichts, aber auch rein garnichts, mit der Qualität des Spieles zu tun, sondern nur wieviel Geld in das Spiel geflossen. Weil viel Geld bedeutet gleich Top-Qualität. Wurde mir mehrmals auf GG von den Leuten hier so erklärt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 20. Februar 2014 - 23:38 #

Tatsächlich sehe ich das ganz genauso. Der Status AAA, AA, A usw. bezieht sich für mich auch ausschließlich auf die Finanzstärke des Projektes. Genau deshalb bedeutet AAA aber für mich eben NICHT, dass ich es gleich mit Top-Qualität zu tun bekomme, denn auch mit massig Kohle in der Hinterhand kann am Ende totale Grütze entstehen.

v3to (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:21 #

ach wie schön. ein schwarz-weiß-kommentar... wenn es einen grundsätzlichen denkfehler in dieser kolumne gibt, dann diesen: das baby der backer ist an sich auch bereits ein baby einer fangemeinde. in sofern kann jede haltung gegenüber den unterstützern nur falsch sein ;)

im umgekehrten fall habe ich bei broken age den eindruck, dass jeder, der das spiel nicht unterstützt hat, erstmal nur die drei millionen dollar sieht und jeder, der da im vorfeld geld bei kickstarter hat rüberwachsen lassen, dass legende tim schafer überhaupt ein point and click adventure erstellt. koste es, was es wolle...

ich will jetzt nicht broken age besser machen, als es ist. warum sich mr schafer ausgerechnet eher an mittel-modernen flash adventures wie samorost orientiert hat, wird vermutlich sein geheimnis bleiben. vielleicht war die inspirationsquelle auch loom, bei dem ich auch bis heute nicht verstehe, wieso ausgerechnet die deutsche kritikerlandschaft dessen qualitäten nicht erkannt hat.

was mich derweil immer wieder erstaunt, wieso man überhaupt solch sture pro und contra-haltungen heraufbeschwören kann. als ob die werte leserschaft nicht in der lage wäre, aufwand und größenordnungen der produktion zu differenzieren. wer jemals sich die mühe gemacht hat, mal bei xbox live zu stöbern, weiß eh, wieviel schrott auch in der indie-ecke herausgebracht wird. genauso, wie sich gerne auch die großen publisher beim wettrüsten um den totalen massengeschmack in ihren marktforschungs-konzepten zuweilen verrennen (und da kann man sagen, was man will - in der beziehung waren insbesondere ea und capcom die letzten jahre ganz vorne mit dabei... bei millionen kunden wird da logischerweise auch der shitstorm etwas größer).

btw - wenn man ehrlich ist, stellt man bei indie-titeln auch schnell fest, dass die wirklich erfolgreichen spiele schon durch eine gewisse massenkompatiblität hinsichtlich zugänglichkeit und komfort auffallen...

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 19. Februar 2014 - 17:16 #

Ich fand Shadowrun ganz nett, hab es günstig bekommen also kein Beinbruch.. aber nicht der erhoffte Knaller.

Broken Age hab ich mir beim Gronkh im lets play angeschaut und freue mich das ich es nicht gekauft habe. Die Rätsel sind ja quasi nicht vorhanden. ;)

Endamon 15 Kenner - 3900 - 19. Februar 2014 - 17:19 #

Schöner Artikel den ich weitgehend zustimmen kann. Das Problem ist nicht die Qualität der Spiele sondern immer noch die selektive Wahrnehmung. Eine Ganzeinheitliche Formel für DEN Objektiven Wertungsmaßstab kann es auch gar nicht geben. Im Grunde genommen wird hier die Meta-Ebene betrachtet die sowieso bei Kontroversen leider viel zu oft anschlägt.

JackoBoxo 17 Shapeshifter - P - 6878 - 19. Februar 2014 - 17:23 #

Wow - 90 Kommentare in 2:30h - Respekt!

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:25 #

Soll doch einfach jeder zocken, hypen oder bashen was er will. Ein Test ist (auch auf GG) nur die Meinung weniger Einzelpersonen ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 19. Februar 2014 - 17:29 #

Und warum sollte man dann Tests lesen bzw. die Wertung/das Fazit?

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:34 #

Vielleicht weil man weiß, dass der Tester einen ähnlichen Geschmack hat wie man selbst? Oder zur reinen Unterhaltung? Oder weil man eine andere Sichtweise lesen will? Keine Ahnung, ich lese so gut wie keine Tests mehr. Eher schaue ich Video Reviews um mir einen Eindruck zu verschaffen.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15402 - 19. Februar 2014 - 17:32 #

Sollte man? Oder lieber doch nicht?

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 17:33 #

Deswegen sind ja Tests/Wertungen oft umstritten. Und wäre ich nach Tests gegangen, dann hätte ich manche Spieleperlen (für mich) nie gespielt.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 19. Februar 2014 - 17:32 #

100% Zustimmung.
Du hast es perfekt zum Ausdruck gebracht!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 19. Februar 2014 - 17:46 #

Wer Double Fine und Tim Schafer als Indieentwickler bezeichnet, hat keine Ahnung was Indiespiele sind. Ratet mal wer der Publisher von Double Fines letzten Retailspiel war. Genau, es war EA (Brütal Legend). Der gemeine Indiekuschler würde so ein Studio nicht verteidigen. Nicht nur weil ihre Spiele relativ viel kosten, sondern weil sie nicht wirklich unabhängig sind. Double Fine hat ja auch relativ viele Spiele für Kinect gemacht, nicht gerade das Lieblingsgericht der Spielefeinschmecker. Lobhudelei erhält da schon eher ein Minecraft, das dem Indiekuschler zeigt, dass auch ohne die bösen Publisher und DRM ein erfolgreiches Spiel möglich ist. Insgeheim wünscht sich der Indiekuschler nämlich schon, dass sein Spiel nicht total bedeutungslos bleibt, sondern am Besten zeigt, was die Leute wirklich wollen und was die blöden Publisher nicht kapieren, weil deren Manager nicht wissen wie die Spieler ticken.

Tim Schafer kann man eher mit einem Rockstar der 80er-Jahre vergleichen, der jetzt noch mal eine Revival-Tour macht. Er hat lange Zeit bei LucasArts gearbeitet (George Lucas, mehr Mainstream geht nicht) und mit EA und Microsoft zusammengearbeitet die letzten Jahre.

Auch die Tatsache, dass in Broken Age Hollywood-Schauspieler wie Elijah Wood als Synchronsprecher agieren, spricht gegen den Indiestatus. Daedalic, die keinen großen Publisher im Rücken haben, und mit wenig Geld gute Adventures rausbringen, würde ich da schon eher als Indieentwickler bezeichnen. Deren Spiele haben öfters mal einige handwerkliche Schnitzer und nicht jede Pointe zündet, aber Fans und Kritiker behandeln die Spiele fast immer sehr wohlwollend. Wenn jemand die Animationen kritisiert, wird er sofort liebevoll auf das geringe Budget des Spiels hingewiesen und wie nischig das Genre sei.

Klar, Broken Age wurde per Crowdfunding finanziert. Aber das ist ja nicht gerade das Alleinstellungsmerkmal eines Indiespiels. Die gab es schon lange vor Kickstarter.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 18:05 #

"Wer Double Fine und Tim Schafer als Indieentwickler bezeichnet, hat keine Ahnung was Indiespiele sind."
Oder er legt den Begriff einfach etwas anders aus :)

Last Unicorn (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:21 #

Aber nur weil sonst die ganze Argumentation der Kolummne in sich zusammenbrechen würde. Tim Schafer hat alleine mit seinem Namen und ohne einen einzigen Screenshot 3 Millionen Dollar eingenommen. Davon träumt ein Indieentwickler noch nicht mal. Phil Fish hätte für FEZ auf Kickstarter vielleicht 10.000 Dollar bekommen. Letztens gab es hier mal ein gutes Interview auf GamersGlobal mit einem deutschen Indie-Entwickler, der hat nach über einen Monat noch nicht mal 400 Euro erreicht.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 18:24 #

"Aber nur weil sonst die ganze Argumentation der Kolummne in sich zusammenbrechen würde."
Nö, die Argumentation da oben ist mir ziemlich egal und ich lege es trotzdem anders aus :) Dass unbekannte Indie-Entwickler es schwer haben, stimmt natürlich trotzdem

Justmy2Cents@work (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:30 #

Du "wirfst" Double Fine vor, vor Jahren mal ein Spiel mit EA als Publisher rausgebracht zu haben und bringst dann Daedalic als Gegenbeispiel. Wer war nochmal Publisher für Satinavs Ketten und Memoria? Deep Silver - jetzt nicht unbedingt einer der "Kleinen".

Was mich persönlich an Deadalic stört ist deren Kundenpolitik. Sie sind geradezu bekannt dafür, heftige Bugs über Monate nicht oder auch nie zu fixen und jeden Vorteil des Regional Pricing mitzunehmen und deutsche Kunden auszunehmen wie die Weihnachtsgänse. Die Idee Deponia 3 bei GOG im Gegensatz zu den Vorgängern auf einmal ohne deutschen Ton zu veröffentlichen habe ich den Hamburgern wirklich übel genommen. Die sind seitdem als erster Entwickler auf meiner "kauf ich generell nicht mehr" liste. Hat mich nun schon das Geld für Deponia 3, deren Humble Sale und Blackguards eingespart...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 19. Februar 2014 - 18:44 #

Zwischen Deep Silver, einem deutschen Publisher, und EA, die bis zur Fusion von Activision und Blizzard der größte Publisher der Welt waren, besteht schon ein Unterschied. Außerdem publishen sie ja die Mehrzahl ihrer Spiele selber. Die Preise für Adventures sind im Keller, daher muss man im Ausland eine andere Preispolitik fahren. Würde man die Spiele hierzulande genauso günstig anbieten, könnte man wohl nicht mehr vernünftig wirtschaften.

Justmy2Cents@work (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:05 #

Meint "vernünftig wirtschaften" unbezahlte Praktikanten als reguläre Arbeitskräfte auszubeuten - auch etwas wofür Daedalic bekannt ist und was eigentlich böse ist...

Fun Fact: King Art macht sowas nicht und bietet Spiele auch auf GOG in deutsch zu internationalen Preisen an - irgendwie wirtschaften die aber auch vernünftig...

Indiekuschler (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:27 #

"Tim Schafer kann man eher mit einem Rockstar der 80er-Jahre vergleichen, der jetzt noch mal eine Revival-Tour macht."

+1 :D

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 19. Februar 2014 - 17:39 #

Ich kuschel einfach mit guten Spielen. Kuschelt ihr weiter mit einer Wertungszahl am Ende eines Tests beim nächsten Hollywood Egoshooter ;)

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1275 - 19. Februar 2014 - 17:40 #

Die Audiospur-Geschichte is übrigens super.

Griswald Meistersuppe 18 Doppel-Voter - 11939 - 19. Februar 2014 - 17:50 #

Stimmt. Gerne öfters. :)

XKQWBWM (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:46 #

5x JA

XKQWBWM (unregistriert) 19. Februar 2014 - 17:46 #

Wo kann ich nun meinen Preis abholen?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 19. Februar 2014 - 17:51 #

Preise gibt es nur für außergewöhnliche Leistungen. Ja-Sager kann jeder!

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 20. Februar 2014 - 21:00 #

Da hat er aber zumindest auch 5mal ein "Nein" hin bekommen. Wenn er das alles getanzt hätte, hätte es in einer Waldorfschule bestimmt für einen Preis gelangt :)

Azzi (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:08 #

Naja Indiespieler sind am PC doch schon längst keine elitäre Minderheit mehr wie uns das der Artikel ein bisschen suggeriert, sondern ein Massenphänomen. Muss man nurmal auf die Steam Topseller schauen, da sind in den Top10 acht Indiespiele und irgendwann hinten noch CS und South Park. Spiele wie DayZ, Rust oder jetzt Banished haben sich extrem gut verkauft.

AAA-Spiele sind heute oft vergleichbar mit Kino: 3/4 ist uninspirierte Scheisse ohne Ecken und Kanten oder auch nur ansatzweise neu, halt ein Erlebnis. Klar man kann in den Standart-Hollywood-Film gehn oder viele AAA Spiele spielen und wird irgendwie über die Zeit gebracht. Aber ich denke immer seltener "Wow, das war ein cooles Erlebnis" oder "das ist interessant".

Bei Kino weichen halt immer mehr Leute auf Serien aus, die in Erzählweise, Spannung und Ideen mittlerweile dem typischen Hollywoodstreifen meist weit voraus sind. Bei Spielen sind das Equivalent halt die Indiespiele.

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:14 #

"Naja Indiespieler sind am PC doch schon längst keine elitäre Minderheit mehr wie uns das der Artikel ein bisschen suggeriert, sondern ein Massenphänomen."

So ist es. Erinnert mich ein bisschen an die frühen 2000er als "Alternativ" Mode wurde. ^^

Skeptiker (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:33 #

Ich gehe gar nicht mehr ins Kino und gucke mir AAA-Filme nur noch an, wenn sie im Free-TV laufen. Während Action-Szenen gehe ich immer in die Küche oder auf Klo und gucke dann wieder, wenn die Geschichte weitergeht ...

Ich glaube so ähnlich geht es mir auch mit AAA-Spielen ...

J.C. (unregistriert) 19. Februar 2014 - 18:10 #

Es geht doch im Grunde nicht um AAA vs Indie im Sinne ideologischer Anschauung. AAA bedeutet sehr hohe Produktionskosten. Damit geht einher, dass ein großes Publikum erreicht werden muss. Sowas kann hervorragend umgesetzt sein wie bei Last of Us oder eben ein Spiel ruinieren wie bei Dragon Age 2. Kleinere Spiele (aka Indies oder vorfinanzierte KS Projekte) können sich mehr spezifische Eigenheiten erlauben. Ein Spiel wie Banner Saga würde wahrscheinlich mit Publisher so nicht klappen, da ohne Sprachausgabe tabu ist und mit Sprachausgabe zu teuer. Klar, es gibt auch Publisher wie Paradox, aber das klassische Modell ist eben EA. Da sitzen nun mal keine Gamer und Designer am Hebel, sondern Vertreiber von Unterhaltungsprodukten. Die können auch viel Spaß machen (viele tun das!), sind aber nun mal selten mehr als reine Konsumgüter und jährlich aktualisierte Wegwerfprodukte. Bei kleineren Projekten bekomme ich dafür öfter Sachen die mir lange in Erinnerung bleiben oder die besonderen Charakter haben. Ich denke es ist viel Raum für Koexistenz von AAA und Indie.

Oddjob (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:06 #

Du sprichst hier einen wichtigen Punkt an. Spiele, die aktuellen Anforderungen an Grafik gerecht werden sollen, verschlingen eine Unsumme an Geld, die einen kommerziellen Erfolg absolut notwendig machen und entsprechend für die Masse produziert werden müssen. Ich will diese "Blockbuster", um hier mal einen Vergleich zu Hollywood zu ziehen, jedenfalls nicht missen wollen.
Was ich mir allerdings wünschen würde, wäre, dass große Studios wie EA mehr Mut zur Nische zeigen würde. Ein paar Millionen Euro, die manche Spiele auf Kickstarter benötigen, sind doch für solch ein Unternehmen ein Witz. Warum nicht neben den AAA-Titeln noch ein paar Nischenprodukte für einen Bruchteil des Geldes (und damit auch ein überschaubares finanzielles Risiko)produzieren, jeder weiß, EA könnte von einem eventuellen Imagegewinn nur profitieren.
Denn zahlreiche Kickstarter Erfolge (damit meine ich das gespendete Geld, nicht die Qualität des abschließenden Spiels) zeigen doch, dass da durchaus geschäftliches Potentiel liegt.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 20:59 #

Ubisoft versucht das jetzt ja mal mit Might&Magic X. Ich hoffe mal das das funktionieren wird.

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 19. Februar 2014 - 18:31 #

Schöner Stil, Jörg kann das fortan immer lesen, ich bezahl auch dafür! ;)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9291 - 19. Februar 2014 - 18:37 #

Cooles Langer Lästert.

Schön das du dich nochmal hinreissen lassen hast alles vorzulesen ^^

Gibt echt viel was gut auf den Punkt gebracht ist.

Und Militär-Spieleindustriellen Komplexes ist natürlich bombe ;D

Despair 16 Übertalent - 4901 - 19. Februar 2014 - 19:08 #

Zuerst einmal: Ich kuschle nur mit Indiespiele-Entwicklerinnen. Leider kenne ich keine persönlich. ;)

Ich bin froh, dass es Indiespiele gibt, da sie oftmals neue Spielerfahrungen/-konzepte liefern, die bei den profitorientierten Big Playern im Spielebusiness keine Chance hätten. Manche Spiele werden durch ihre Ecken und Kanten doch erst richtig gut - womit ich jetzt keine fummelige Bedienung oder technische Macken meine, sondern den Mut zum Anderssein, sowohl spielmechanisch als auch inhaltlich. Ist klar, dass da nicht immer etwas Geniales bei rauskommen kann.

Ich bin genauso froh, dass es Triple-A-Titel gibt, da bekannte Spielmechaniken verfeinert, ausgebaut und von Ecken und Kanten befreit werden. Leider manchmal auch von den Ecken und Kanten, die zum Spielspaß beigetragen haben (man könnte jetzt das Skillsystem von Diablo 3 als Beispiel anführen ;)).

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Ich picke mir aus beiden Bereichen die für mich relevanten Rosinen raus. In letzter Zeit kommen die vermehrt aus dem Indie-Bereich, aber das muss ja nicht ewig so bleiben.

Ach ja: Independent hat nix mit Esoterik, Ökos und Waldorfschulen zu tun. Eher im Gegenteil. Indiekram ist oftmals viel fieser als glattpolierter Mainstream-Kram. ;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 19:10 #

Das verstehen die Triple A Fanatiker nur nicht. ;)

vicbrother (unregistriert) 19. Februar 2014 - 19:10 #

Vor kurzem gab es doch die Artikel zum "Wir wollen Geld verdienen". Ich glaube GG hätte einen großen Mehrwert, wenn sie mehr über Kickstarter und Indieprojekte schreiben würden.

Politician 12 Trollwächter - 1160 - 19. Februar 2014 - 19:48 #

Tja die Meinung von Herrn Langer ist nicht meine. Ich bin jedenfalls gern Indiekuschler und habe weiterhin mehr Spass mit Indyspielen als mit AAA Produkten. Das ist dann auch der Grund, warum GG mir bei Tests nicht zusagt und ich auf andere Seiten Vertraue. Das alles ist für mich kein großes Problem.

Die Verve mit der Herr Langer aber Klicks generiert indem er Teile der eigenen Leserschaft angreift, geht mir langsam aber sich sehr auf den Nerv und macht mir GG schon ein wenig madig. Vorallem da die vorgertragene Argumentation nicht neu ist und gerade nach dem Broken Age Test bis zum Erbrechen wiederholt wird. Kurzfristig mag es sich lohnen durch diese künstliche Kontroversen Leser zu verlieren. Ob sich das für GG langfristig rechnet, weiß ich nicht. Ich jedenfalls lese hier mehr wegen dem guten Newessystem und weniger wegen der Qualität von Tests und redaktioneller Arbeit.

Nordwin 14 Komm-Experte - 2300 - 19. Februar 2014 - 19:57 #

Sehe ich sehr ähnlich, ich bin eigentlich auch nur wegen dem News-System hier. Jörgs Art und Weise nervt mich immer mehr und das trübt den Spaß den man hier auf GG haben könnte doch sehr.

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 21. Februar 2014 - 0:24 #

Das Problem ist: egal, ob es nervt oder nicht, die Leute machen mit. Zu Ende gedacht sind wir alle, die unter anderem unter dieser Kolumne posten, diejenigen, die den Erfolg erst generieren. Da könnte man noch so oft in das gleiche Horn blasen, am Ende sind die Dinger wieder mit 400+ Comments gesegnet. Je kontroverser also, um so besser anscheinend.

Unter dieser Prämisse wäre es für den Seitenbetreiber mehr als schwachsinnig, die Strategie zu ändern. Zumal sie ja offensichtlich schon das ein oder andere Jahr funktioniert. Es scheint dann doch das zu sein, was die meisten Besucher dieser Seite wollen.

Skeptiker (unregistriert) 19. Februar 2014 - 20:35 #

"3 Millionen und mäßige Qualität"

Ist damit etwa Broken Age gemeint?

Also an der Qualität dieses Kinderspiels habe ich eigentlich nix auszusetzen. Da ist vieles falsch gelaufen, aber Qualitätsmängel kann ich beim Endprodukt nicht erkennen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 0:47 #

Für 3 Millionen hätte aber schon mehr bei raus kommen können. Ein deutsches Studio hätte mit einem sechstel des Geldes in der Hälfte der Zeit das komplette Spiel gemacht ...

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 1:00 #

schonmal in der deutschen spieleindustrie gearbeitet? ein blick auf die gehälter erklärt vieles...

aber schon enorm... hab gerade die credits gecheckt. alleine 18 leute für die grafik. sieben leute für den sound. 6 coder. 6 leute, die irgendwas managen. und 3 leute, die was mit dem design zu tun hatten. tester und sonstige beisitzer nicht mitgerechnet. keine fragen mehr, wieso sich das projekt finanziell so aufgebläht hat.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 20. Februar 2014 - 2:53 #

Das heißt exakt genau, dass Schafer ein schlechter Firmenchef ist und nicht mit Geld umgehen kann.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 3:32 #

mir kommt das team auch überdimensioniert vor (wobei ich nicht wissen will, wieviel geld bei aaa projekten so nebenbei verbrannt wird).

dennoch ist deutschland allgemein ein schlechter vergleich. hier ist kein besonders attraktiver standort für die games-industrie und entsprechend schaut das auch mit der vergütung und den arbeitszeiten aus. es gibt geregelte bereiche, wo die bilanz passt und entsprechend familienfreundliche bedingungen existieren. nur das ist definitiv nicht standard.

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:51 #

Die deutsche Industrie zahlt doch gute Gehälter?

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:50 #

nicht in der spielebranche. coder und management können noch ganz gut verdienen, in den anderen bereichen schaut das eher schlecht aus.

bei der gelegenheit fällt mir grad diese url ein ;)
http://i.imgur.com/JsBRt.png

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 2:32 #

Deswegen sind die meisten guten Programmierer (zumindest in meinem Bekanntenkreis) auch alle selbstständig. Die verdienen da schon sehr ordentlich.

vicbrother (unregistriert) 21. Februar 2014 - 22:46 #

Ordentlich heisst? Man muss ja auch Sozialversicherung etc davon bezahlen. Letztlich glaube ich, dass gerade freie Programmierer das 20 Jahre machen können und dann spätestens zu alt und teuer für den Markt sind.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 23. Februar 2014 - 12:12 #

Spieleproduktion ist aber nicht wirklich Industrie, sondern Handwerk. Der Industriebegriff meint auch eher die Produktion materieller Güter.

Abgesehen davon bezahlt die klassische deutsche Industrie natürlich sehr gut. Aber die hatten auch mal starke Gewerkschaften.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 19. Februar 2014 - 20:38 #

Dieser Autovergleich ist absolut lächerlich... beim Rest stimme ich einigen grundlegenden Aussagen zu.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36204 - 19. Februar 2014 - 20:39 #

Aber Autovergleiche sind doch immer so beliebt!

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 19. Februar 2014 - 20:40 #

Finde ich auch! Besser als Obst!

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 19. Februar 2014 - 20:51 #

Generell sind Autovergleiche OK, aber der hier ist lächerlich. Glorifizierend Mainstreamspiele und das urkonservative Bild von "deutscher Auto-Wertarbeit" gleichzusetzen, halte ich für verfehlt. Oder besser: für keine positive Aussage - und so sollte sie aber gemeint sein. Ob ein spannendes, gut inszeniertes Game jetzt zuallererst an den stinklangweiligen Audi A3 vor der Reihenhausgarage erinnert, wage ich jedenfalls zu bezweifeln....

Diese Uniformierung der Spieler halte ich auch für völlig unpassend. Ich kenne weder Leute, die nur Indiespiele spielen, noch Leute, die sie kategorisch ablehnen. Der Durchschnittszocker kauft, was er spielen möchte, meist kommerzielle Spiele, weil sie eben über Amazon und Saturn eher zu haben sind. Steam zeigt gut, dass Indietitel, wenn sie den Leuten angeboten werden, ebenso konsumiert werden.
Genauso gibt es anspruchsvolle - "indielike" - Vollpreistitel wie z.B. "Virtues Last Reward", die bei den Spielern nicht ankommen.

Das hat nichts mit Indie oder Nicht-Indie zu tun, sondern hat den gleichen Grund, aus dem 90% der Menschen lieber einen seichten Till-Schwaiger-Film sehen, als Arthaus-Kino.
Jetzt auch noch hinzugehen, und aus der Mainstream-Position heraus die Arthaus-Gucker anzufeinden, ist völlig daneben.

Oder andersrum: Ihr Call-of-Duty-Zocker (hier: Du, Jörg!) seid doch eh die Mehrheit, die bestimmende Fraktion, die Lobby der Games-Branche. Lasst doch die paar Indiefans in Ruhe, sie schaffen es sowieso nicht, die Branche zu ändern. Leider!

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 19. Februar 2014 - 20:57 #

Wie wahr!

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 19. Februar 2014 - 21:04 #

Nimmst du das so ernst, was Jörg hier kolumnisiert? Er zockt doch auch Indie- wie AAA-Spiele und hebt auch einmal persönliche Perlen in seinem Spielemonat vor.

Mir gefällt der Tante-Emma-Laden hier so wie er ist. Alles Lebensnotwendige ist vorhanden und will ich etwas spezielleres, muss ich halt in die Stadt fahren und es mir dort besorgen. ;D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 0:10 #

Danke für den ersten Absatz...

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 2:03 #

Ja klar. Alles im Nachhinein ins Lächerliche und Ironische ziehen. Sorry, aber dafür ist mir dieser Beitrag dann doch nicht lustig genug.

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 2:15 #

Nicht jede Ironie ist zwangsläufig zum Schreien komisch :p

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 20. Februar 2014 - 20:14 #

Zumal die Aussage des Artikels keinen Sinn macht, wenn sie denn ironisch gemeint wäre. Ist natürlich ein tolles Stilmittel, provokante Behauptungen zu streuen, und sich an Ende noch über kritische Kommentare belustigen, weil der "Artikel an sich ja eigentlich gar Nicht ernst gemeint war..."

Ist das die gute alte Journalistenschule, die den Unterschied zum Hobbyblogger macht...?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 20:44 #

Der Text ist inhaltlich offensichtlich bis an den Rand des Albernen überzogen. Daher vielleicht keine Ironie (Wobei ich jetzt nicht alles genau danach abgesucht habe :p ), aber eben trotzdem nicht absolut ernst. Oder willst du mir erklären, du wärst der Meinung, dass Jörg diesen klar einseitigen und tendentiösen Psycho-Test todernst meinen würde?

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 20. Februar 2014 - 21:51 #

Der überzogene Psychotest ist ein Stilmittel, welches sicherlich nicht ganz ernst gemeint ist. Darin stecken aber Ansichten, die durchaus ernst zu nehmen sind.
Und natürlich darf Jörg seine eigene Kolumne nutzen,um eine Meinung zu vertreten, auch wenn sie noch so einseitig ist. Aber es muss sie ja nicht jeder teilen.
Sich unter Berufung auf Ironie/Albernheit aus der Diskussion zu stehlen, und Gegenmeinungen damit automatisch als "bierernste Spielverderber" hinzustellen, ist aber auch kein Stil und noch dazu völlig unnötig.

Im Subtext vonJörgs Kolumne sind Indie-Fans pseudo-intellektuelle Schnösel, die sich wahre Spieleperlen aus Prinzip entgehen lassen und Mainstream-Spieler aus ihrem elitären Selbstbild heraus belächeln.
Mag sein,dass es solche Leute gibt.

Aaaaber: Welchen Schaden richten sie an? Die von Jörg verteidigten AAA-Titel haben doch so wie so eine große Lobby, die würden auch noch gekauft, wenn Gamersglobal sie ignorierte. Indietitel jedoch leben davon, dass nicht auch noch Stimmung gegen sie gemacht wird. Mag sein, dass dort (auch) nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber ohne Titel wie Limbo oder Gone Home würden wir bald nur noch den siebzehnten Aufguss von Call of Duty spielen.

Daher: lasst den schnöseligen Arthaus-Spielern ihren Spaß und fördert eher, dass auch mal der CoD-Fan von etwas exotischeren Games erfährt. Den Weg zum Saturn-Top-10-Regal findet er auch ohne Euch...

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 22:18 #

"Im Subtext vonJörgs Kolumne sind Indie-Fans pseudo-intellektuelle Schnösel, die sich wahre Spieleperlen aus Prinzip entgehen lassen und Mainstream-Spieler aus ihrem elitären Selbstbild heraus belächeln.
Mag sein,dass es solche Leute gibt."
Adressaten sind nicht Indie-Fans allgemein, sondern nur die, auf die das zutrifft. Also genau auf die, von denen du schreibst, dass es möglich ist, dass es sie gibt. Normale Indie-Fans sind nicht betroffen :) Jörg schreibt doch extra, dass er auch Indie-Spiele mag. Da würde er sich ja quasi selbst angreifen ...

"Sich unter Berufung auf Ironie/Albernheit aus der Diskussion zu stehlen, und Gegenmeinungen damit automatisch als "bierernste Spielverderber" hinzustellen [...]"
Nur weil Jörg sich bei jemandem bedankt, der schreibt, dass das nicht alles todernst gemeint ist (weil du seinen Beitrag eben genau so starr verstanden hast, wie er nicht gemeint sein kann), stiehlt er sich doch nicht aus der Diskussion. Wollte er sich aus der Diskussion stehlen, schriebe er einfach gar nichts mehr in den Kommentaren, so wie das die meisten anderen Journalisten tun, wenn sie irgendwo eine Meinung posten/ senden.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 8848 - 23. Februar 2014 - 12:14 #

Das nennt man gemeinhin Trollen... :p

Skeptiker (unregistriert) 19. Februar 2014 - 20:43 #

Was sagt eigentlich Roland Austinat zu Broken Age, der in den Credits aufgeführt ist, also mindestens 100 Dollar gezahlt hat.
Kuschelt es sich mit den analogen Beigaben (T-Shirt, Poster, DVD-Box) noch besser als mit der unterkühlten digitalen Ausgabe?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 19. Februar 2014 - 20:45 #

Das kann man im letzten Spieleveteranenpodcast nachhören :)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7236 - 19. Februar 2014 - 21:06 #

Ich habe jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen, aber ich kann Jörg nur applaudieren. Bravo, Bravo, Bravo. Ganz aktiv ist der Indiekuschler ja auf Seiten wie Gamestar, wo natürlich alle scheiße ist, was die Mehrheit gut findet, weil Fliegen und Scheiße und so - sowie anderer Mainstream wie Arbeit, Beziehungen zu Frauen oder Auto fahren (das ist sowieso böse, weil Amerikaner, Öl und so). Und natürlich spielt diese Elite schon Spiele, die ich aufgrund meiner späten Geburt noch nicht kennen kann, wobei ich dafür noch spielen darf, wenn genannte Personen bereits selber als Spielplattform für die Würmer dienen und als Oldschoolplattform nur noch eine ausgeleierte Harfe dient - oder 40 Jungfrauen, die wohl nicht für alle Ewigkeiten ausreichen.

Früher ärgerte mich diese Arroganz, weil ich ja zu dieser "Community" dazugehören wollte. Heute spiele ich nach Feierabend - ich weiß, Arbeit und Fliegen und so - mit Freude mein Assassin's Creed 4, Zelda-keine Ahnung wie viel oder Civilization "Ist doch eh nicht so toll wie Teil 4" 5. Warum diese Lockerheit? Weil es keine Community mehr gibt. Es gibt Fans von Spiel a oder b, so wie es Fans von Serie c oder d oder Musiker e oder f gibt, aber DIE Community ist mindestens seit Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr vorhanden. Außerdem: Wer würde sich im realen Leben nach Feierabend vom kleinen Teenie im Supermarkt auf ein Flameduell einlassen, dass Ehrmann so voll scheiße und Kommerz ist, dagegen "Regionale Kleinstmolkerei einfügen" so toller und viel hipper ist? Richtig, niemand. Warum dies also bei einem seiner Hobbys machen lassen?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:02 #

klingt nicht wirklich danach, dass du teil der gamestar-community wärst. denn dann wüsstest du, dass sich regelmäßig auch über ganz normale mainstream-dinge unterhalten wird, wie etwa beruf, beziehungen oder autos ;)
mir scheint eher, dass für dich der kommentarbereich in den news dort die community wäre. da kann ich dir nur sagen, dass dieser hauptsächlich zum trollen verwendet wird. mit der community, die du im forum findest, hat das nicht viel zu tun.

Eckraumgeisel (unregistriert) 19. Februar 2014 - 21:07 #

HILFE! Ich weiss nicht, ob ich ein Indie-Kuschler bin!?

1. Magst du Computerspiele?
Ja

2. Findest du nicht auch, das früher Computerspiele besser waren?
Jein. Es gibt ein paar Untergenres wie z.B. Rundentaktik, wo Spiele gefühlte 2 Jahrzehnte lang immer schlechter wurden und dank Indie/Kickstarter nun an die Qualität von damals angeknüpft wird.

3. Findest du Konzerne wie EA grundsätzlich scheiße?
Nein

4. Findest du Indie-Entwickler grundsätzlich sympathisch?
Tendenziell ist mir ein Indie-Entwickler, der sein persönliches Herzensspiel umsetzt, lieber als ein Konzern, der das programmieren lässt, von dem die Marketingabteilung sich die größten Absatzchancen ausrechnet.

5. Kann ein Indie-Entwickler auch die älteste Idee klauen und grafisch minderwertig aufbereiten, und du findest das Resultat immer noch ziemlich gut?
Wenn die Idee wirklich gut ist, die Spielmechanik stimmt, es derzeit nichts vergleichbares auf dem Markt gibt und die minderwertige Grafik den Spielspaß nicht stört: Ja, aber sicher!

6a. Darf ein Indie-Studio drei Millionen US Dollar via Kickstarter einnehmen und dennoch mäßige Qualität abliefern?
Ja, ein Indie-Studio darf gern 3 Mio einnehmen. Ja, auch via Kickstarter. Ja, es darf mäßige Qualität abliefern, das hat ja nix mit dem Budget zu tun, denn auch ein 100 Mio Spiel kann mäßig sein.

6b. .. und du wirst es nibelungentreu verteidigen sowie auf noch ausstehende zweite Teile oder zukünftige Patches verweisen?
Nein. Verteidigen tue ich ein Spiel dann, wenn es nicht für die Zielgruppe bewertet wird, für die es gemacht wurde, sondern für eine imaginäre "Durchschnitsmasse". Wenn ein Indie-Entwickler das perfekte Spiel gemacht hat für eine Nischenzielgruppe, die genau das haben wollte, dann sollten im Test nicht massig Punkte abgezogen werden, weil das Spiel nicht dem Massengeschmack/Genre-Standard entspricht.

7. Sind gute Grafik und komfortable Bedienung in Wahrheit nicht ein Zeichen für üble Massenware?
Gute Grafik und z.T. auch ein gutes UI kosten viel Geld in der Entwicklung. Das bedingt zwingend hohe Verkaufszahlen. Das wiederum zwingt die Desginer, einen massentauglichen Markt anzupeilen. Massentauglich bedeutet oft weniger komplex, weniger schwer, weniger tief - was ich persönlich übel finde. Gute Grafik und UI sind daher ein Indiz für ein möglicherweise übles Massenprodukt. Ein Indiz ja, aber kein Beweis.

8. Gibst du lieber 20 Euro für ein Indiespiel aus, das dich 5 Stunden ganz gut unterhält, als 50 Euro für ein Triple-A-Spiel, das dich 15 Stunden begeistern könnte?
Ich gebe lieber 20 Euro aus für ein Indie-Spiel, dass mich 50 Stunden blendend unterhält, als 50 Euro für ein Triple-A, was ich nach 5 Stunden durch habe.

9. Findest du, mal kurz auf die Metaebene springend, dass Spiele wie Broken Age, Shadowrun Returns, Giana Sisters Twisted Dreams oder Project Eternity Indie-Titel sind?
Nein, Ja, Ja, Nein.

10. Mal weg von Spielen, hin zu Autos: Würdest du lieber ein chinesisches Fabrikat fahren, das mehrere supercoole Ideen hat (zum Beispiel eine Kurbel zum Betrieb des MP3-Spielers und einen kleinen Käfig im Kofferraum zum Transport des Abendessens) und außerdem so richtig schön klein und retro ist, als einen deutschen Kleinwagen zum dreifachen Preis?
Ich fahre einen metallicblauen SLK V6 und keinen silbernen Golf, den ich auf dem Parkplatz vorm Supermarkt nur anhand des Nummernschilds als "mein Auto" identifizieren kann. Für den Roadster-Fahrspaß nehme ich gerne in Kauf, dass ich keine praktische Rückbank habe, keinen großen Kofferraum, harte Sportfedern und hohen Spritverbrauch. Und ich fände es nicht richtig, wenn der ADAC meinen Roadster als mittelmäßiges Auto darstellt, nur weil er die Golfklasse-Standards nicht erfüllt! Beides sind gute Autos, jedes für seine Zielgruppe!

Bin ich nun ein Indie-Kuschler?

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 19. Februar 2014 - 21:40 #

Wenn du das jemand anderen fragen musst, damit er das für Dich entscheiden kann: NEIN !

Dann bist Du selbst einfach nicht "indie" genug XD

Novachen 19 Megatalent - 13063 - 19. Februar 2014 - 21:29 #

"sonstige Störer, die das Spiel nicht gebackt haben, und die es nun wagen, tatsächliche oder eingebildete Mängel daran zu kritisieren."

Klingt so als hätte jemand das Star Citizen Forum gemeint. Da werden Leute die nicht gebackt haben von vielen Leuten ziemlich doof angemacht und nicht wirklich ernst genommen. Man hat ja für diese Leute sogar schon eigene Bezeichnungen...

Interessant ist ja eigentlich viel mehr, die wenigsten "Indie"-Spiele sind aus der Definition heraus in Zeiten von Kickstarter noch Indie-Spiele. Eigentlich ist der Begriff total verwässert worden.
Indie-Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass ein Spiel mit vollkommen eigenen Mitteln finanziert und entwickelt wurde. Ein Portal 2 ist genauso ein Indie-Spiel wie ein X-Rebirth. Ein Broken Age hat allerdings eigentlich gar nicht mehr mit einem Indie-Spiel zu tun, denn das wurde nämlich nicht aus eigenen Mitteln entwickelt. Eigentlich übernehmen die Backer auch nur die Rolle von Activision oder EA. Denn zu denen kann man auch gehen um sie um Geld für ein Spieleprojekt zu bitten. Der einzige Unterschied liegt eigentlich nur darin, Activision und EA gewähren das eben nur unter speziellen Bedingungen. Gewinnbeteiligung bei verkauften Einheiten etc.. Der Backer will dagegen eigentlich am Ende nur sein fertiges Spiel haben, egal wie lang es bis dahin dauert und der Entwickler kann halt die ganzen sonstigen Gewinne für sich einstreichen. Oder eben quasi folgenlos eine weitere Kampagne starten um die Leute für noch mehr Geld anzupumpen, falls man sich irgendwie dann doch verkalkuliert hat. Macht das ganze mal bei EA oder Activision ^^.

Aber ich weiß nicht ob dieses Verfechten nicht irgendwie bei jedem Spiel ist. Dieses "Verteidigen" ist ja schließlich auch eine Art des Fantums... oder im zwischenmenschlichen Sinne eine Form von Liebe ^^.

Kaeseantje 14 Komm-Experte - 2460 - 19. Februar 2014 - 21:40 #

"Der Backer will dagegen eigentlich am Ende nur sein fertiges Spiel haben, egal wie lang es bis dahin dauert"
Also das würde ich in Frage stellen. Egal, wie lange es dauert, ist es keinesfalls. Die Entwickler werben schließlich neben der Featureliste mit einem Zeitplan. Wenn dieser Zeitplan überschritten wird, ist das noch nicht tragisch aber ewig ins Blaue hineinbasteln dürfen sie auch nicht, sonst steigen ihnen die Backer aufs Dach.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:49 #

Ich finde schon, dass die allermeisten Kickstarter-gebackten Spiele immer noch "Indie" sind, denn über welche Summen reden wir denn da? Meist liegen die im fünfstelligen, oft sogar nur im vierstelligen Bereich. Das ist dann wirklich nichts, wo du ein Profiteam zwei Jahre mit durchfüttern und dir eine Engine leisten kannst.

gnoarch 11 Forenversteher - 744 - 24. Februar 2014 - 9:20 #

Der Vergleich hinkt gewaltig denn als backer gibt man das Geld bedingungslos und ohne Gewinn Beteiligung oder auch nur Mitsprache recht zu bekommen.
Wenn du Roberts Geld gibst kann er morgen sagen "hier ist das Spiel gl hf" und fertig.

Ein EA hat neben dem Gewinn auch sehr weitgehendes Mitsprache recht und in jedem Vertrag mit denen steht garantiert eine Klausel, dass EA bestimmt wann das Spiel fertig ist etc.

Deshalb wäre ja ein komplett von kickstarter finanziertes Spiel 100% indie da eben unabhängig von Leutendie reinreden wollen und dürfen.

Zottel 16 Übertalent - 4312 - 19. Februar 2014 - 21:41 #

Super, ich habe den Test größtenteils bestanden und darf mich daher wohl als Indiekuschler bezeichnen. Na zum Glück auch, bei den anderen Tests, mit den Bezeichnungen "Einheitsbrei-Fresser" und "Grafikhure" wäre ich wohl durchgefallen. Herzlichen Glückwunsch schonmal an alle, die diese Tests bestehen werden.

Achja, würde mich über ne Medaille in meinem Profil freuen "Indiekuschler - Auszeichnung für den bestandenen Test und 50+ Indietitel in der Spiele Bibliothek"

Tand 16 Übertalent - 4454 - 19. Februar 2014 - 21:44 #

"Er blickt hinter die Fassade von Schein und Tand, ..."

Wieso ausgerechnet hinter meine Fassade?
(Ach ja, ich mag meinen Nutzernamen)

Necromanus 16 Übertalent - P - 4630 - 19. Februar 2014 - 21:59 #

Tolles Langer Lästert und sehr lustige Kommentare :-D

volcatius (unregistriert) 19. Februar 2014 - 22:22 #

Naja.

IhrName (unregistriert) 19. Februar 2014 - 22:29 #

Versteh' die Aufregung nicht. Jeder hat das Recht egal was auch immer gut zu finden und dafür zu argumentieren das es gut ist. Ob Triple-A oder Indie ist doch scheiß egal. Worum geht's denn hier überhaupt? Es macht irgendwie garkeinen Sinn darüber zu diskutieren.

vicbrother (unregistriert) 20. Februar 2014 - 20:56 #

Es geht um Page Impressions.

cl3ave 15 Kenner - 2797 - 19. Februar 2014 - 22:47 #

Hmm, ich weiß nicht, ob ich ein Indiekuschler bin oder nicht. Bei den Fragen bin ich bei "so um die drei", weil ich nicht alle Fragen pauschal mit ja oder nein beantworten würde.
Broken Age und Shadowrun (letzteres habe ich nicht gebackt) haben mir gefallen. Es waren nicht die besten Spiele, die ich jemals gespielt habe, aber ich fand sie gut und ihr Geld wert. Wenn andere das nicht so sehen, habe ich aber kein Problem damit, muss ja nicht jedem gefallen.

PS: Diese Folge LL hat auch etwas von einer Fortsetzung der Diskussion zwischen Heinrich und Jörg aus dem letzten Spieleveteranen Podcast.

Anonymous (unregistriert) 19. Februar 2014 - 22:55 #

Also gut, bin dann mal ehrlich: Das schlechteste Werk das jemals von Schafer stammte, ist immer noch um Welten besser, als das Beste das jemals von Langer kam.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7236 - 19. Februar 2014 - 23:04 #

Und dafür stehst du mit einem beliebigen Namen :D Husch, husch, ab ins GSPB, da gilt Indie, Indie, über alles, über alles in der Spielewelt.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 101046 - 19. Februar 2014 - 23:06 #

Jetzt hast du es ihm aber gegeben!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 19. Februar 2014 - 23:02 #

Bevor ich mir jetzt die ganzen Kommentare so far durchlese:
Danke Jörg!

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 19. Februar 2014 - 23:09 #

95 von 100 Spielern kaufen sich ein Spiel, zocken es mit Freude und haben Spaß dabei.

Die restlichen 5 befassen sich haarklein mit den Motiven der anderen Spieler, Spiel X gut zu finden, analysieren die Branche, informieren sich, ob Entwickler X ein Minus von YZ gemacht hat, vergleichen Firmenstrategien, ordnen Spieler in Kategorien ein, etc.

Solche Spieler nennen sich dann "Community", manche "Profi-Spieler" oder sogar "Core-Gamer".

Manchmal belächeln sie die Leute, die sich einfach ein Spiel kaufen und es spielen. Wenn sie mitbekommen, dass Menschen mit Browserspielen oder Free2Play Spaß haben, rümpfen Sie die Nase und sehnen sich zurück in eine Zeit, in der die geringe Verbreitung von Heimcomputern ihr "Hobby" zu etwas Exklusivem machte.

Um diese Exklusivität ein wenig zu erhalten, bilden Sie innerhalb ihrer "Community" gewisse Regularien heraus, mit denen sich "richtige Spieler" von "Spielern" unterscheiden lassen. Das sind dann neben anderem auch solche Banalitäten, ob die Qualität eines Spiels vom Finanzierungsmodell während seiner Entwicklung abhängt. Würde man die eingangs genannten 95% der Spieler nach solchen Dingen befragen, würden sie wohl kopfschüttelnd abwinken und mit ihrem CoD/Fifa/GTA in der Hand weiter zur Saturn-Kasse gehen.
Und abends zuhause ein paar spaßige Stunden vor ihrer Konsole verbringen, während die "richtigen Spieler" sich noch in Internetforen herumtreiben, um die neuen Quartalsgewinne des japanischen Entwicklers YZ zu checken und dabei ein paar nette Kommentare unter die persönliche Meinung eines anderen "richtigen Spielers" zu tippen...

...und ja, ich weiß, ich tippe dies gerade auch ;-) aber jetzt wende ich mich wieder Lightning Returns zu :-)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16771 - 20. Februar 2014 - 15:49 #

'Solche Spieler nennen sich dann "Community", manche "Profi-Spieler" oder sogar "Core-Gamer".'

:D Kann ich mir fast bildlich vorstellen, wie da einer sitzt und einen Kommentar verfasst, der mit "Also ich als Community..." beginnt. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:07 #

ist doch auch nicht anders wie mit anderen bereichen etwa sport-fans. während die laien höchstens mal länder-spiele gucken, diskutieren die richtigen nerds das ganze jahr über vereinsstrategien und die letzten lokal-spiele. entsprechend ist da auch der konsum anders. weder bedeutet dies, dass laien unwissende banausen sind, noch, dass die extremen fans dies nur tun um sich abzugrenzen und nicht etwa weil es schlicht ihre leidenschaft ist.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 22. Februar 2014 - 14:13 #

Und genauso wenig gern würden diese Fans in einer "XY lästert"-Kolumne von ihresgleichen lesen, dass sie nerven...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 22. Februar 2014 - 14:31 #

ist ja auch unsinnig. schließlich gehören diejenigen die sich nerven lassen ebenfalls zu den nerds. die normalen konsumenten diskutieren nämlich erst gar nicht darüber in speziellen foren.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 19. Februar 2014 - 23:09 #

Für mich ist die Unterscheidung zwischen Indie und AAA (in Ermangelung eines passenderen Antonyms) genauso wenig hilfreich wie die zwischen Core und Casual. In jeder dieser Kategorien gibt es Spiele, die ich sehr mag und dann noch gefühlt 90% Mist. Ich versuche da keine Vorurteile zu haben und würde mir das auch von Redakteuren und in geringerem Maße auch von Kommentatoren wünschen. Vor allem, da man sich anscheinend oft nicht einmal über die Begrifflichkeiten einig zu sein scheint, wie man teilweise in den Kommenatren sieht. Ist Star Citizen Indie? Was ist mit X - Rebirth? Oder mit Broken Age? Daher wäre meine (zusätzlich auch noch einen Punkt aus Kommentaren aufgreifende) Frage folgende: Was ist die höchste GamersGlobal-Wertung für ein Spiel, dass ihr als "Indie" bezeichnen würdet?

Wenn ich Wolf Among Us (Wertungsprognose: 9) und To the Moon (Wertung: ♥) außen vor lasse, wäre es für mich wohl die 8.5 (Fez, Limbo und andere).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 0:08 #

Wolf Among Us ist eher kein Indiespiel, würde ich sagen, aber vergiss mal nicht die 9.0 für Journey, das zwar nicht von einem echten Indiestudio stammt (wiederum: aus meiner Sicht), wohl aber ein echtes Indiespiel ist.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 20. Februar 2014 - 21:24 #

Danke für die Antwort, genau das meine ich. :-)

Ich seh das nämlich genau andersherum: Für mich ist Wolf Among Us gefühlt ganz klar ein Indiespiel. Warum auch nicht? Das Studio ist unabhängig und das Spiel ist selbt finanziert. Vielleicht weil es Lizenzspiel ist? Weil Telltale inzwischen schon etliche Spiele gemacht und über 100 Mitarbeiter hat? Oder weil das Gameplay nicht experimenell oder innovativ genug ist? Umgekehrt kann (für mich) ein Prestigeprojekt von Sony wie Journey doch nie und nimmer ein Indiespiel sein, auch wenn man es "artsy" daherkommt und Thatgamecompany (für mich) wiederum auch ein Indiestudio ist.

Aber wie gesagt find ich diese unterschiedlichen Sichtweisen ja interessant. Würde mich freuen, wenn noch andere ihre beitragen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 20. Februar 2014 - 23:56 #

Na, dann will ich auch mal meinen bescheidenen Beitrag leisten :)

Ich habe eine Sichtweise zum Begriff "Indie", die wohl ziemlich ungewöhnlich ist. "Indie" sagt für mich nämlich schlicht aus, wie ungewöhnlich ein Titel inhaltlich (also "unabhängig" von klassischen Standards) ist und bezieht somit einen völlig anderen Blickwinkel als die Klassifizierung zwischen AAA, AA und A usw. usf. Da geht es für mich nämlich nur um die Finanzstärke eines Projektes.
Für mich hat jedes Spiel einen Indie-Wert und somit ist es für mich theoretisch möglich, auch im AAA-Segment ein Indie-Spiel zu entdecken. Als Beispiel nenne ich einfach mal "Deus Ex: Human Revolution". Das ist sicher kein Spiel, den man als Indie im klassischen Sinne bezeichnen würde. Für mich persönlich war das Spiel aber schon ziemlich "indie", denn sowohl das düster-melancholische Cyberpunk-Settting als auch das Stealth-Gameplay werden aktuell kaum verwendet. Dadurch schlug meine persönliche Indie-Wertungsskala ziemlich weit nach oben aus

monkeyboobs 13 Koop-Gamer - 1464 - 19. Februar 2014 - 23:23 #

1. Gelegentlich.
2. Nein.
3. Nein.
4. Begriffsproblematik. Für mich ist Indie eine Worthülse. Aber grundsätzlich finde ich grundsätzlich recht wenig. Außer zum Beispiel Nazis sch***e. Also eher nein.
5. Begriffsproblematik, siehe oben. Aber nein.
6. Die Frage lässt sich von mir nicht beantworten, da der Autor offenbar eine andere Vorstellung von Qualität hat als ich. (Angenommen, das Produkt wäre tatsächlich mangelhaft, würde ich wohl zu "nein" tendieren.) Hinzu kommt wieder die Begriffsproblematik. Grundsätzlich (gähn) wäre ich jedoch bereit, das Produkt eines Studios (minus Worthülse-Affix) gegen m.M.n haltlose und unfaire Kritik zu verteidigen, wenn ich von seiner Qualität und der schlechten Absicht des Kritikers überzeugt bin.
7. Nein.
8. Begriffsproblematik. Ansonsten: Kommt aufs Spiel an.
9. Spiele sind Spiele sind Spiele und keine Worthülsen.
10. Weder noch.
11. Und meine Meinung zum Artikel selbst? Die Trolle wurden schon in grauer Vorzeit erschlagen. Doch bisweilen, so wird berichtet, wenn das Wetter grau und mau ist, kann es vorkommen, dass einzelne Streuner aus ihrem Unterholz kriechen, um Schabernack zu treiben.

KoffeinJunkie (unregistriert) 19. Februar 2014 - 23:37 #

Würden die AAA Titel nicht seit einiger Zeit auf der Stelle treten, hätten wir nicht diesen Indihype.
AAA bedeutet heutzutage irgendwie grafisch aufwendiger Shooter mit mehr oder weniger Storyelementen.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 19. Februar 2014 - 23:44 #

Boah Jörg,
jetzt bist Du echt zu weit gegangen!

Nicht nur, daß Du in gemeinster Art und Weise auf einer harmlosen Untergruppe der Gamer herumhackst, Du klaust sogar aus deren quartalsmäßig erscheinendem Fachblatt 'The INDIEpendent Schmoozer' und glaubst, nach ein bißchen Umformulieren merkt das keiner.

Ich darf einmal den echten Psychotest aus der Ausgabe 6/2013 des 'The INDIEpendent Schmoozer' zitieren, der dreist von Jörg ohne Quellenangabe benutzt und umformuliert wurde.

Zitat:
'Der Spiele"Journalisten"-Psychotest

Um es dem Empörungsbereiten unter Euch leichter zu machen, sich von dieser Kolumne angesprochen und bis ins tiefste Mark beleidigt zu fühlen, bieten wir Euch allen einen kleinen Psychotest an. Antwortet auf die folgenden Fragen möglichst wahrheitsgemäß, auch wenn sich Wahrhaftigkeit nicht unbedingt in den TopTen eurer Lieblingstugenden befindet. Am Ende zählt ihr einfach die Ja-Antworten zusammen.

1. Magst Du Geld?

2. Findest Du nicht auch, daß früher Geld genauso geil war wie heute?

3. Findest Du Konzerne wie EA grundsätzlich super?

4. Findest Du Indie-Entwickler grundsätzlich unsympathisch?

5. Kann ein großer Publisher auch die älteste Idee klauen und grafisch bombastisch aufbereiten, und Du findest das Resultat immer noch ziemlich erfrischend und innovativ?

6. Darf ein großes Studio dreißig Millionen US Dollar für TV Werbespots raushauen aber nur ein mäßiges Spiel abliefern, und Du wirst es nibelungentreu verteidigen sowie auf das tolle Intro oder 'die scharfe Alte in dem roten Kleid im dritten Spot' verweisen?

7. Sind gutes Gameplay und hoher Wiederspielwert in Wahrheit nicht ein Zeichen für üblen Indie-Trash?

8. Gibst du lieber 60 Euro für ein Triple-A-Spiel aus, um den Besitz Deiner 100 Terrabyte Festplatte zu rechtfertigen, als 15 Euro für ein Indie-Spiel, das dich 50 Stunden begeistern könnte?

9. Findest Du, mal kurz auf die Metaebene springend, dass Spiele wie Medal of Duty 12, Field of Assassins 8, Ritalin Alfredo 11 und The really really really ancient Maps sich WIRKLICH von Medal of Duty 11, Field of Assassins 7, Ritalin Alfredo 10 und The kinda/sorta old but not actually ancient Maps unterscheiden?

10. Mal weg von Spielen, hin zu Autos: Ist ein Ferrari geiler als das achte Ende von Fallout? Na? Isser? Isser? Na siehste!

Auflösung: Wenn du drei oder mehr Fragen mit "Ach, leck mich doch am Arsch, Besucherpöbel" oder "Oderint dum metuant" beantwortet hast, bist Du Jörg Langer und darfst nicht weiterlesen! Verboten! Njet! Iie! War natürlich nur ein Scherz, ich weiß doch, dass Du weiterlesen möchtest. Um Dich zu ärgern, gibt's aber nichts mehr zu lesen und der Artikel endet hier. Ätsch!'
Zitatende.

So, nun kann sich ja jeder selbst Gedanken darüber machen, mit welch mafiösen Gangstermethoden hier auf GG gearbeitet wird. :D

ps: Wer sich bei einem quartalsmäßig erscheinendem Fachblatt über die Nummerierung '6/2013' wundert: Gut beobachtet! Respekt! Du bist ein aufmerksamer Leser. Das ist allerdings kein Typo. Vielmehr ist es so, daß ALLE Ausgaben des 'The INDIEpendent Schmoozer' die Nummer '6/2013' tragen. Ist so'n Indie-Ding, soll wohl irgendwie hip und innovativ, sich über geltende Nummerierungskonventionen hinwegzusetzen ... oder so. Ganz kapiert habe ich es auch nie.

pps: Alle Firmennamen, Spielenamen, Namen ganz allgemein (außer "Jörg Langer"), sind mehr oder weniger frei erfunden und {insert some legal gibberish here}.

ppps: Es heißt natürlich "Civ" und nicht "Civi". Nur mal so, um endgültig irgendwo ein Faß zum Überlaufen zu bringen.

pppps: Okay, einer noch. Muß sein! Niemand, aber auch wirklich GAR KEINER ÜBERHAUPT NIX NIEMAND, benutzt einen Adblocker, wenn er eine Pornoseite besucht. Zwischen den Spielesessions würge ich gerne mal vor'm Rechner den Lurch und kenne mich bestens mit Porno aus. Der Adblocker zerschießt einem nämlich dauernd die Eingabefelder für die Kreditkartennummer und die Captchas etc. Das ist tooootal kontraproduktiv. Das ist so als ob Du in den Supermarkt gehst, ein riesiges Vorhängeschloß an die Tür der Tiefkühltruhe machst, den Schlüssel wegschmeißt und dich DANN beim Geschäftsführer beschwerst, weil du nicht an das Frischfleisch kommst. Von daher gilt die alte Weisheit: Wenn du zum Weibe gehst, vergiß nicht den Adblocker auszuschalten!

Zottel 16 Übertalent - 4312 - 19. Februar 2014 - 23:56 #

Hach schön :-) , im Gegensatz zum Artikel bekommst du Kudos von mir.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 0:05 #

Mir ist dein sicherlich lustiges Geschreibsel gerade zu lang, aber da ich nicht ganz weiß, ob du das Instrument der Ironie richtig beherrscht, stelle ich zur Sicherheit fest: Ich habe den Psychotest nirgends abgeschrieben oder auf irgendeiner Grundlage umformuliert.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 20. Februar 2014 - 0:55 #

Ich wußte bis gerade nicht einmal, wie Ironie buchstabiert wird. Ich glaube wirklich, diesen 'Schmoozer' gelesen zu haben. Letzen Vollmond ist mir ein Paar mächtiger Flügel aus dem Rücken gewachsen, ich bin um das Haus geflogen, um die Körner aus der Rinne zu picken, und als ich zurückkam, steckte dieses Magazin im Briefkasten. True story! Keine Spur von Ironie. Hand auf's Herz. Ganz, ganz ehrlich.

On a more serious note: Es ist schon spät. War ein 'Langer Tag' (Oh, Wortwitz! Eine Spur von Ironie?). Nach einer geruhsamen Nacht und einem guten Frühstück, wirst Du vielleicht doch mein zu langes Geschreibsel (ich bitte um Erlaubnis, mir diesen Ausdruck in zwei Jahren mal für den Kommentarbereich unter Deinem Civilization VI Test ausleihen zu dürfen) noch mal lesen und feststellen, daß es recht Pro-Langer war.

Ich habe nur im Vorgriff der geifernden Meute den Spiegel vorhalten wollen, die jetzt wieder ein Faß 'GG basht/ignoriert Indies, GG hypet AAA-Titel, blablabla' über uns ausleeren wird. Habe nicht bemerkt, daß ich mich sooo subtil ausgedrückt habe.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:47 #

Siehst du, mein Kommentar war auch gar nicht ironisch gemeint, sondern einfach eine ehrliche Nachfrage. Darüber hinaus glaube ich, dass du dich für wahnsinnig schlau hältst. Habe ich Recht?

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 20. Februar 2014 - 12:04 #

Offenbar verfügst Du über eine gute Portion Menschenkenntnis.
Wahnsinnig schlau wäre ich zwar erst mit 25 IQ Punkten weniger, aber tatsächlich ist die Überschätzung meiner Intelligenz mein einziger echter charakterlicher Mangel (na gut, neben einer ins Absurde übersteigerten Bescheidenheit).

Übrigens: Kommt'n Indiekuschler beim Arzt ... ach, den erzähle ich Dir mal bei einem Heißgetränk meiner Wahl.

Gadreel 11 Forenversteher - 747 - 20. Februar 2014 - 0:17 #

Soll das witzig sein oder so?

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 20. Februar 2014 - 0:56 #

Aber unbedingt!

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 20. Februar 2014 - 16:31 #

Ist es doch.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36204 - 20. Februar 2014 - 16:33 #

Ich fands auch witzig. :D

Deep Thought 15 Kenner - 3159 - 21. Februar 2014 - 0:42 #

YMMD XD. Wirklich einer der witzigsten User-Kommentare, den ich seit Jahren gelesen habe. Da merkt man, dass sich einer wirklich Mühe gegeben hat ...

Lexx 15 Kenner - 3586 - 27. Februar 2014 - 23:46 #

Also ich fand's sehr mäßig und übertrieben.

Neronomicon 10 Kommunikator - 419 - 20. Februar 2014 - 1:17 #

Logisch musste Jörg so eine Kolumne schreiben. Alles was die Finanzierung dieser Seite behindert, und dazu zählt nun mal alles was Indie, oder generell den hauch von Indie hat ist böööse.
Indie Entwickler schalten keine Werbung! Nur darauf kommt es an. Irgendwelche Rotz Entwicker und deren Anhänger sind nur ein Ärgernis. Wer will den diese ganzen Doof Spiele testen uund darüber schreiben + diese auch noch vorher kaufen. Es gibt ja keinen big Publisher der einen sowas testen lässt.
Nur die BIG Player, und deren AAA Titel sind überhaupt testenswert und erwähnenswert für diese Seite! Das diese auch fett Werbung schalten lassen und mein Job sichern ist toll und ich preise sie for ever, ever, ever..... Deswegen bin ich auch nicht käuflich.
Ich mache die Kohle und die anderen Deppen schreiben umsonst Artikel.. hihi.
---------
Nicht vergessen, in jedem Märchen steckt auch ein Körnchen wahrheit(...^^)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:41 #

Daraus, dass die Indie-Publisher keine Werbung schalten (wie übrigens auch die F2P- und MMO-Anbieter), habe ich doch noch nie einen Hehl gemacht, und auch nicht, dass wir allein deshalb immer mehr über AAA berichten werden. Vielmehr habe ich das bereits mehrfach geschrieben (und vermutlich auch in Podcasts gesagt). Nur heißt das im Umkehrschuss doch nicht, dass uns Indie unwichtig wäre.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 15:43 #

Hm, Du gibst hier zu, dass die Werbung, die ihr schaltet, einen Einfluss auf die Menge des Contents hat, über den ihr berichtet. Das heißt nicht, dass ihr AAA-Titeln bessere Wertungen gebt, noch dass sie anders bevorzugt werden als durch die bloße Menge.

Findest Du das nicht problematisch? Ich weiß, GG ist auf eine Finanzierung angewiesen, und wenn die Werbung nunmal zu mehr Berichterstattung über AAA-Titel (und zu mehr 'Page Impressions') führt, dann ist das legitim - aber es ist ein Einfluss auf den Content, den ihr produziert, oder nicht?

Sähe der redaktionelle Content denn bei einer werbe-unabhängigen Finanzierung anders aus?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 15:56 #

Was soll daran problematisch sein? Wir berichten ja nicht z.B. innerhalb des Genres AAA bevorzugt über die Publisher, die Anzeigen schalten, sondern wir sagen: F2P, Brettspiele und Kartoffelsuppen sind Genres, bei denen wir nicht mit Anzeigenschaltungen rechnen können. Also richten wir unsere Themenvielfalt so aus, dass F2P, Brettspiele und Kartoffelsuppen nicht im Zentrum der Berichterstattung stehen. Wenn wir aber ein F2P-Spiel spannend finden, berichten wir natürlich dennoch drüber.

Der redaktionelle Content wäre ohne Werbung zudem im Wesentlichen gleich, da F2P z.B. uns nicht sonderlich interessiert. Ich glaube auch nicht, dass wir plötzlich nur noch oder überwiegend über Indiespiele schreiben würden. Vielleicht etwas mehr als jetzt, das ist schon denkbar. Wobei ja die Community bei uns jede Möglichkeit hat, das Thema Indie ihrerseits zu pushen.

v3to (unregistriert) 20. Februar 2014 - 17:09 #

denke, problematisch wird es erst dann, wenn wertungen rücksicht auf den werbekunden nehmen müssen...

sonst ist, denke ich, alles okay. die community-tests sind auch eine sehr gute ergänzung. vielleicht wäre es mal was, wenn da zb in den checks hin und wieder einer der gg-redakteure einen meinungskasten einbringt?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 20. Februar 2014 - 19:45 #

Na, wenn Du sagst, ihr würdet mehr (und sei es nur ein wenig mehr) über Indie-Titel berichten, wenn ihr nicht mehr so von den Anzeigen abhängig wärt, dann meine ich, dass das bedeutet, dass ihr (als GG) den redaktionellen Content nicht völlig unabhängig von den Anzeigeneinnahmen plant/produziert.

Das ist auch das, was ich mit meiner Frage nach "Findest Du das nicht problematisch?" meine.

Ich persönlich würde mich über mehr Indie-Berichterstattung freuen, denn es ist manchmal wirklich extrem schwierig, die Goldstücke, die es durchaus gibt, aus dem großen Misthaufen herauszupicken.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 22:36 #

Aber natürlich planen wir nicht unabhängig von den Anzeigeneinnahmen, das habe ich doch gerade erläutert. Du gehst nur falschrum an die Sache dran und denkst, dir würde quasi etwas weggenommen. Aber so ist das nicht: Die Entscheidung, welche Genres wir wie stark vorstellen, ist eine konzeptionelle.

Ein Magazin über Indiespiele würde sich nicht finanzieren, ergo würdest du dann gar nichts über Indiespiele lesen. Indem wir vor allem über A-Titel schreiben, zu denen es teils Anzeigenschaltungen gibt, können wir auch über Indiespiele berichten.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:39 #

Du meinst in der jetzigen Form würde es sich nicht finanzieren? Rockpapershotgun.com lebt immerhin auch schon eine Weile.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 23:27 #

Über die Erlösmodelle amerikanischer Websites kann ich nichts sagen. Beachte aber, dass deren potenzielle Zielgruppe generell viel größer ist aufgrund der Universalsprache Englisch. Wir könnten uns mit Indiespielen jedenfalls nicht über Wasser halten. Wobei Rockpapershotgun keinesfalls nur Indiespiele vorstellt, wie du sicher weißt.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 23:31 #

Mit der Spache hast einen guten Punkt. Das hatte ich nicht bedacht.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:13 #

Ich sehe das Dilemma, was du beschreibst. Wie schlecht sich so Indie-Magazine finanzieren, kann ich ja selbst sehen - es gibt fast keine.

Andererseits wäre so ein Magazin dringend nötig, denn allein auf Desura gibt es so viele Neuerscheinungen, dazu kommt die Greenlight-Halde und und und. Da kann ich auch nicht mehr durchsehen und entscheiden, welches dieser Spiele spielenswert ist und muss ins Blaue hinein raten. Da hätte ich gern öfters professionelle Hilfe ;).

Kurz noch zu RPS:
Die sind ja total "New Games Journalism", was ich bewundere und verehre, würde mir das in der deutschsprachrigen Spiele-Presselandschaft auch mal wünschen. (Übrigens keine amerikanische, sondern eine britische Seite.) Und dort habe ich oft mal sehr viele spannende Indie-Empfehlungen bekommen, da postet halt mal irgendwer vom Hivemind ne persönliche Sache und das hilft mir auch weiter.

P.S.:
Wenn ichs mal schaffe, werde ich auch gerne anfangen, selber Artikel (oder User-Tests) zu Indie-Spielen (die kein Mensch kennt) schreiben.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 1:07 #

Kommt mir so vor als würde hier jemand versuchen, die Musik von Britney Spears gegenüber Jazzliebhabern zu verteidigen.
Es gibt immer Leute, die eben besser wissen, was gut ist und was nicht, das gilt bei Spielen genauso wie bei der Musik. Meistens hat es einfach mit dem Anspruch zu tun. Gamefreaks wie ich haben eben höhere Ansprüche als der Mainstream, das ist unausweichlich. Je mehr man sich mit einer Materie befasst, desto mehr weiss man eben darüber.
Und hier kommt jetzt also Jörg Langer und schreit für einmal nicht "Indie ist geiler!" Er schreit stattdessen: "Mainstream ist cooler!"
Selbstverständlich darf hier jeder seine Meinung haben, das gilt auch für Gamekritiker. Wenn JL unbedingt für den Mainstream einstehen will, dann soll er das tun. Ich finde es nur etwas komisch, dass er das auf einer Webseite schreibt, die auch von Indie-Schreibern lebt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:44 #

Ich finde, dein Kommentar schöpft unser aller kognitives Potenzial nicht genügend aus. Ich "schreie" nicht "Mainstream ist cooler!", ich treffe überhaupt keine Aussage dazu, ob ich AAA oder Indie besser finde. Die einzige Aussage im Text, bei der ich mich zu meinen Vorlieben äußere, besagt, dass ich selbst viele Indie-Titel mag, insbesondere aus dem Strategie- und RPG-Bereich.

Diese Kolumne dreht sich nicht um Indie oder AAA, sondern sie dreht sich um fanatische Indie-Befürworter, die glauben, was Besseres zu sein. Etwas weggezoomt, behandelt die Kolumne das Thema Intoleranz.

Intoleranz (unregistriert) 20. Februar 2014 - 16:21 #

Die Intoleranz ist messbar an den divesen gelöschten Kommentaren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 16:44 #

Genau, weswegen dieser dein Kommentar ja auch stehenbleibt, richtig?

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 20. Februar 2014 - 12:19 #

Mit dem Unterschied, daß sich ein Jazzliebhaber niemals über die Musik von Britney Spears erheben würde, weil ihm klar wäre, daß Musik in erster Linie mal was mit persönlichem Geschmack denn mit Anspruch zu tun hat.

Wenn ich Jazz spielen will, setzte mich ans Klavier und lege einfach los. Müßte ich einen Song für Britney schreiben, bräuchte ich erstmal ein Blatt Papier und ein bißchen Zeit zum Überlegen. Von mir aus mag es vielleicht sogar sein, daß da ein Unterschied im Anspruch besteht. In welcher Richtung der verläuft ... da bin ich mir nicht so sicher.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 11. März 2014 - 20:32 #

"Wenn ich Jazz spielen will, setzte mich ans Klavier und lege einfach los."

Ich bin zwar kein Musiker, aber du scheinst noch weniger Ahnung von Jazz zu haben als ich.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 11. März 2014 - 22:47 #

Ich bin auch kein Musiker, aber bei typischen Jam-Sessions beim Jazz geht es ums Improvisieren, soweit ich weiß. Daher ist Rashims Formulierung gar nicht so abwegig.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 12. März 2014 - 2:01 #

Klar geht es ums Improvisieren. Aber bis du das drauf hast, hat Britney Spears drei mal geheiratet.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 16. März 2014 - 23:20 #

Hab garnicht mibekommen das Britney Spears ihr Musikreservoir um Free-Jazz erweitert hat. ;)

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 20. Februar 2014 - 1:13 #

Ein schöner Kommentar zu der ganzen (verklärten) Sicht der Indie Anhänger. Für mich wirkte die Kolumne schon fast wie eine Rechtfertigung, die in meinen Augen, aber keinen falls nötig war. Ich habe mich sehr auf Brocken Age gefreut und habe es sogar mit 100$ gebacked, dennoch bin ich wie die meisten enttäuscht. Man kann es weder als gutes, gar Old School, Click & Point bezeichnen, noch als Indie-Titel. Gerade mit diesem Vergleich spricht man den wenig guten Indie Entwicklern ihr Können (mit wenig Geld, viele gute oder zumindest neue Ideen zu erschaffen) ab.

knallfix 14 Komm-Experte - 1843 - 20. Februar 2014 - 2:29 #

Indiekuschler sind doch harmlose Zeitgenossen.
Früher war alles besser und Reboots sind der Teufel-Heuchler sind viel schlimmer.
Aktuell bei Thief sehr schön zu sehen.
Aber anderes Thema.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 100252 - 20. Februar 2014 - 4:20 #

Klasse! :)

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - 7624 - 20. Februar 2014 - 8:25 #

Erstens: Es sind nicht "Firmen wie EA", sondern "die Firma EA". Beispiel gefällig? Sie haben letztes Jahr die Server von Battleforge abgeschaltet. Das erste Spiel in meiner Laufbahn als PC-Spieler, das ich nie wieder spielen kann, obwohl ich nicht wenig Geld dafür ausgegeben habe. Wenn sich der Betrieb nicht mehr rechnet und abgeschaltet werden muss ist klar, aber wo wäre das Problem gewesen, die Server-Software frei zugänglich zu machen?

Zweitens: Was ist mit FTL? Soweit ich weiß das erste fertiggestellte Kickstarter-Spiel. Hat mich länger gefesselt als mancher AAA-Titel und besitzt einen Metascore von 84, aber einen Test auf GG suche ich vergebens. Aber geschenkt, auf einen Test von "Brothers: A Tale of Two Sons" (Metascrore 90!) warte ich auch schon länger.

Achja: Ich hatte vier Punkte im Test. Die beiden Spiele, die mich im letzten Jahr am meisten gefesselt haben, waren aber Dishonored und Tomb Raider.

Unregistrierbar (unregistriert) 20. Februar 2014 - 8:30 #

Mei, jetzt nimm doch diesen ganzen Telespiele-Kram nicht so ernst.
Ist doch ganz einfach: Spiele sollen Spass machen, mehr nicht. Und das trifft bei Indiespielen eben öfter zu als bei AAA-Titeln.
Und wenn das jetzt bei Dir total anders ist, dann find ich das echt total okay für Dich, Du!

cyberman67 12 Trollwächter - 1103 - 20. Februar 2014 - 9:25 #

Oh Dear. Da zündet der Jörg Langer eine ironische Silvesterrakete und plötzlich brennt der ganze Wald lichterloh. Nicht das das Augenzwinkern im Text hier und da zu lesen gewesen wäre. Oder das ein wenig Nachdenken vor manchem Kommentar geholfen hätte.
Freunde der entspannten Abendunterhaltung: Wir sprechen über SPIELE. Hier geht es nicht um die Unabhängigkeitserklärung eines Staates, der seine Bürger in Demokratie und Freiheit führen will. Spiele sind im Wesentlichen kleine Pixel, die von einem hochgezüchteten Taschenrechner von a nach b bewegt werden und beim Spieler in der Regel eine Reaktion auslösen. Das kann Freude, Spaß, Frust sein. Spiel können motivieren, nerven oder schlicht besch... sein. Man kann sich stundenlang über Spiele unterhalten, auf Hochschul- oder Stammtisch-Niveau. Man darf über sie lästern, lachen, Spaß damit haben, darf sie zusammen genießen oder auch alleine. Man darf sogar Nintendo Wii U Fan sein und trotzdem den PC oder die PS4 mögen. Und man darf - nein soll! - Spiele-Journalist sein und eine eigene Meinung vertreten dürfen.
Vor allem aber habe ich aus viele Jahren Video- und Computerspielen eines gelernt: Ich darf Fan-Boy sein, mich wie ein kleines Kind über meine Lieblingsspiele freuen. Ich darf über Kleinigkeiten mosern, die mich stören weil wer beim Design eines Spieles gepennt hat. Ich darf wie damals auf dem ST "Dungeon Master" heute "Legends of Grimrock" weltklasse finden. Aber ich sollte nicht erwarten, dass alle Welt meine Meinung teilt. Wenn ich Spiele gut finde, die von unabängigen Spiele-Machern programmiert werden, dann ist das super. Wenn ich der Pixelpracht vergangener Tage hinterher trauere und deshalb ein "Spelunky" liebe, klasse! Wenn ich für mich entschieden habe, das ich eben nicht auf "Ruf der Pflicht - Moderne Kriegsführung" oder "Schlachtfeld 4" stehe, mir "Ansässiges Böses" zu profan ist die "Affeninsel" zu altbacken: Es gibt genug Alternativen aus der Ecke der unabhänigen Macher.
Freunde, ich kenne etliche indie-Spiele die mir Spaß machten weil sie eben nicht die tolle Achterbahnfahrt bieten sondern eher einem beschaulichen Theaterabend ähnlich sind. Und ich kenne ebenso viele AAA-Titel mit denen ich mich prächtigst amüsiert habe weil sie "nur" Schiessbude auf niedrigstem Niveau waren und genau das boten, was ich in der vorhandenen Zeit spielen konnte. Manchmal muss es einfach Frittenbude sein, weil nicht mehr geht - und manchmal sind frittierte Wachtelzüngchen ok.
Im Übrigen bin ich der Meinung, das dem ganzen Themenkomplex um die "Indie-Spiele" und "Kickstarter" nur dann Genüge getan werden kann, wenn er von allen Seiten beleuchtet wird. Das kann ja auch eine Aufgabe der indie-Spiele-Fans sein, die hier bei GamersGlobal sicher die eine oder andere Möglichkeit finden könnten, über ihre Sicht zu schreiben.

Ernie76 12 Trollwächter - 986 - 20. Februar 2014 - 9:44 #

Hmmmmm die Frage ob Giana Sisters - Twisted Dreams ein indie titel ist, stelle ich mir seit es bei GOG mal so eingestzft wurde. Aber irgendwie wirkt das game kein stück wie indie.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 9:45 #

Zumal es fast fertig war, als es bei Kickstarter noch einen Extraschub bekommen hat.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7555 - 20. Februar 2014 - 9:54 #

Keine Zeit für Metadiskussionen, muss mit Indiegames kuscheln :) Ist schön warm hier unter der Decke, der Redaktionsalltag scheint mir ein wenig kalt zu sein ;)

gamer76 (unregistriert) 20. Februar 2014 - 10:48 #

Geht´s noch? Hier rollt es einen regelrecht die Zehennägel auf bei so manchen Kommentaren.
Es ist doch völlig Egal aus welchem Lager ein Spiel Kommt, Hauptsache es macht Spas!
Ob es jetzt ein tripple AAA, ein Indie game, oder in Zukunft ein von Eskimos produziertes
Spiel ist, ist doch wircklich blunz´n.
Hier wird nichts anderes als Haarspalterei betrieben.
Viele spielen seit der sogenannten Goldenen Ära. Das da für so manchen der lack ab ist,
ist doch verständlich. Aber dan so dermassen mit dem Nietenzählen zu beginnen alles bis ins
kleinste Detail zu sezieren, fördert mit Sicherheit nicht den Spas am Hobby.
Alleine die Aussagen: ich bin ein Indikuschler! Hilfe ich weiss nicht ob ich ein Indiekuschler
bin!
Da frage ich mich wirklich ob ich es Hier mit Erwachsenen Menschen zu tun habe,
oder ich nicht doch versehentlich im Spieleforum des örtlichen Kindergartens gelandet bin.
Macht ein Spiel wirklich mehr Spas weil sich mancher plötzlich als Kuschler bezeichnen darf?
Pinguinkuschler(linux User), Fenstergucker(Win User), egal welche bezeichnungen man auch
verpasst, deswegen wird nichts besser,schlechter oder macht mehr spas. Egal um was es geht!

Mirko (unregistriert) 20. Februar 2014 - 11:04 #

Schöner Beitrag, ist soweit alles nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz könntet ihr ruhig kritischer gegenüber AAA-Produktionen sein (Stichwort Battlefield) :).

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 20. Februar 2014 - 11:16 #

Danke für den Lesespaß.* Aber das war nun hoffentlich die wirklich letzte Rechtfertigung für die "Broken Age"-Testnote.

(*So gelungen giftig wie die Anfeindung, "Broken Age" sei für Homosexuelle konzipiert worden, ist der Vorwurf der Indiekuschlerei zwar nicht geraten, aber die Formulierungen hieven den Text in die Höhen der Schmunzelluft.)

Unregistrierbar (unregistriert) 20. Februar 2014 - 11:35 #

die Homo-Geschichte ist nicht gelungen giftig, sondern einfach nur dumm. Aber Bushido darf natürlich auch seine Meinung zu Telespielen haben, klar. Und sicher ist das noch besser als die Beurteilung aus der Nazi-Ecke - dort mämlich, da bin ich mir sicher, fällt das "Broken Age"-Grafikkonzept unter "entartete Kunst".
So, und alle anderen, die noch einen Rest Hirn unter der Schädeldecke haben, dürfen mir gerne erklären, wieso der Hyperrealismus-Versuch (VERSUCH!) bei 3D-Shootern künstlerisch gehaltvoller sein soll als Broken Age.

monkeypunch1987 (unregistriert) 20. Februar 2014 - 11:31 #

Warum wird eigentlich so sehr auf Kickstarter eingegangen? Die Plattform ist zwar ganz nett und stellt für viele Spiele auch die erste Einnahmequelle dar, zusätzlich zur Werbung. Aber grundsätzlich ist der Indie-Bereich doch um einiges größer, z.B mit den Chucklefish-Spielen oder Pandora und noch viele mehr, die sich nicht haben "backen" lassen.

Was anderes:
Es wurde häufig geschrieben, dass man die Perlen zwischen dem ganzen Indie-Schrott nicht finden könne und GG sich gerade deshalb im Bezug auf die Klickzahlen auf die größeren Titel stürzen müsse. Wäre es da nicht sinnvoll, die Community bei der Auswahl der Indie-Tests mit einzubinden in Form von Umfragen und Sammelthreads? Ich hatte dies zum Beispiel mal bei Stardew Valley vorgeschlagen.

Viele Perlen gehen doch an GamersGlobal einfach vorüber ohne nennenswerte Erwähnung oder gar einem Kurztest. Zum Beispiel scheint "Banished", welches am 18.2. sehr erfolgreich gestartet ist, komplett ignoriert zu werden, obwohl sicher ein annehmbarer Erfolg absehbar war. Auf einen Starbound-Test warte ich auch noch.^^

Natürlich wird gerne darauf verwiesen, dass die User auch den Test selber schreiben können, dies dann aber leider erst nach Release und so beliebt scheint es auch nicht zu sein. Da dürfte es eine Seite wie GamersGlobal bei vielen Entwicklern einfacher haben an Vorabversionen zu kommen um halbwegs Release-nahe Tests zu veröffentlichen.

Auch scheint mir ein wenig der Trend zum "Early Access" verpennt zu werden. Man kann davon ja halten was man will, aber dass dies vermehrt auftritt, sollte man nicht ignorieren und sich darauf einstellen. Warum nicht ein paar ausgesuchte Indie-Titel mit Tests begleiten? Zum Beispiel Prison Architect oder, ich erwähne es nochmal, Starbound? Teilweise ist es doch schon zu spät auf die fertige Version zu warten um dann vielleicht einen Test zu veröffentlichen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 14:52 #

Ich finde, dass du da einige gute Ideen äußerst.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 21. Februar 2014 - 14:37 #

Das freut mich natürlich, wenn einige meiner Ideen bei dir Anklang finden. Kann man denn in Zukunft etwas in der Richtung erwarten? Ihr habt doch bestimmt schon ähnliche Ideen mal irgendwann besprochen. Warum wurden sie von euch verworfen bzw. auf vielleicht später verschoben?

Mir hat zum Beispiel diese Aktion zu Weihnachten/Neujahr sehr gut gefallen, in der ihr die Userschaft nach einem Wunschartikel gefragt habt. Dies könnte man ja zu einer festen Institution entwickeln, entweder allgemein, also mit größeren Titeln, oder nur auf Indie-Titel. Mir persönlich würde die speziellere Variante mit dem Fokus auf die Indie-Titel besser gefallen, da ihr hier von der Aufmerksamkeit der Community profitieren könntet. Die größeren Titel habt ihr ja selber gut im Blick.

DER Indiekuschler (unregistriert) 20. Februar 2014 - 22:39 #

Stimmt, auf GG wird viel verpennt. Zu Linux/SteamOS gibt es auch kaum Spiele-News, und wenn dann kommt meistens nur von den Usern.

Es gibt noch nicht mal Tags für Mac & Linux/SteamOS in den Spielsteckbriefen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 23:32 #

Klingt, als solltest du dich anmelden und aktiv werden... Vielleicht lässt du dann beim nächsten Kommentar auch die Fehleinschätzung sein, irgendetwas käme "nur" von Usern.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 3:37 #

Für Linux / Steam OS gibt es mehr als nur Ports oller Windows Kamellen, die eigentlich niemanden mehr interessieren? *duck und weg*

SNAFU77 (unregistriert) 20. Februar 2014 - 12:15 #

Sowohl der Psychotest als auch die Beweggründe des Kuschlers,
sind rein emotional gehalten.
In der Trolldialektik wird dies "Gefühls-Disclaimer" genannt.
Angenommen jemand argumentiert "Manchmal habe ich das Gefühl,
das Nintendo alle Spiele Redakteure mit Sushi besticht",
so kann bei Widerlegung der Behauptung, immer noch gesagt werden,
"Ich hab doch nur gesagt was ich fühle, warum fühlst du dich angesprochen?"
Da Gefühle rein subjektive sind, entziehen sie sich
einer objektiven Betrachtung und einer argumentativen Auseinandersetzung.
Spielspass entsteht im Auge des Betrachters und
über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Oder eben doch – „Was ? Mein Lieblingsspiel
bekommt nur eine 6.5 ? Seit Ihr denn verrückt?“
Da es eben um Spass geht (Spiele!), kann zwar jeder
seine Meinung dazu haben, die Meinungen anderer
argumentative zu entkräften führt nur zu
Reibungsverlustung.

WizKid 14 Komm-Experte - 2563 - 20. Februar 2014 - 14:00 #

Also der preisliche Faktor in Bezug auf Nutzen hält sich bei mir die Waage. Es gibt Indiespiele die hab ich wirklich nur ein paar Stunden gezockt und gleiches kann ich aber auch über AAA Titel sagen, wo dafür der Frust um so größer war, Geld verbrannt zu haben.

Sicherlich ist Punkt 8 provokativ gemeint aber ich bin mir sicher, daß es viele Spieler gibt, die so ähnlich denken.

Die meiste Zeit hab ich letztes Jahr mit FTL (Faster Than Light) verbracht und das kostete mich ca ein Zehner bei GoG.
Im letzten Jahr war also ein Indietitel der Sieger.

Ich supporte jedenfalls viel lieber kleine Studios die auch mal was neues wagen, als sehr viel Geld für die X-te Auflage von Battlefield zu zahlen, wo neue Features mit der Lupe zu suchen sind und dennoch von Version zu Version verbuggter rauskommen.

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 12726 - 20. Februar 2014 - 15:30 #

Eigentlich eine ganz schöne Kolumne Jörg. Aber ich finde es könnte noch etwas mehr Blut und Gift heraustropfen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12884 - 20. Februar 2014 - 15:42 #

Finde die Kolumne sehr amüsant und kann das gut nachvollziehen. Vor zig Jahren (noch in meiner Schulzeit) gab es mal einen kleinen Hype um das Spiel "Blobby Volley" (erinnert sich noch wer?). Da haben auch alle gesagt das ist toll, weil es (angeblich) irgendein einziger 17jähriger entwickelt hat. Ich habe da schon gesagt, na und? Selbst wenn es ein blinder an seiner Schreibmaschine entwickelt hätte, wäre es zwar eine gute Leistung, aber das macht doch das Spiel nicht besser! Ich erwarte schon von Gaming Websites genauso hart mit Indies umzugehen wie mit anderen Titeln - schließlich muss ich das Geld für Indies genauso erarbeiten wie für AAA-Titel.

Und die rosarote Brille, die manche Indiekuschler (tolles Wort) da haben, zeigt sich doch am besten bei den sogenannten "early-access" Versionen, in denen tausende ihre Lebenszeit mit völlig unfertigem, verbuggten, hässlichem Zeugs investieren. Das wäre ja nicht schlimm, nur habe ich das Gefühl, dass es dieselben sind, die groß aufschreien, wenn es bei Battlefield 4 ein Problem gibt...

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36204 - 20. Februar 2014 - 16:23 #

Blobby Volley war doch super, das haben wir manchmal heimlich im Informatik-Unterricht gespielt. :D

lolaldanee 13 Koop-Gamer - 1336 - 20. Februar 2014 - 18:10 #

heimlich hat das bei uns keiner gespielt ;)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16771 - 20. Februar 2014 - 18:11 #

Wer nicht? ;)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 20. Februar 2014 - 18:24 #

Bei uns war auch ein Tron-Artiges-Spiel mit vier Cybermotorrädern sehr beliebt, wo alle an einer Tastatur daddeln konnten und sich so kleine Grüppchen um die PCs bildeten. Weiß den Titel aber nicht mehr.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:13 #

wie öde. wir haben quake3 und counter-strike gespielt in den pausen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36204 - 23. Februar 2014 - 2:40 #

Für sowas waren unsere Rechner in der Schule nicht gut genug. :D

SimSinn 14 Komm-Experte - P - 2429 - 20. Februar 2014 - 16:23 #

Ich seh' das grundsätzlich so wie du. Auch mir sind die Rahmenbedingungen, wie ein Spiel entstanden ist, relativ egal. Wenn es gut gemacht ist, finde ich es gut und wenn nicht, dann nicht und zwar egal aus welchen Gründen.

Deinem zweiten Absatz muss ich aber widersprechen. Der Unterschied zwischen einer early access Version und BF4 ist doch, dass mir bei ersterem vom Entwickler kommuniziert wird "Das Spiel ist noch nicht fertig und enthält viele Bugs!" und viele early access Spiele zudem günstiger sind, wenn man sie bereits in diesem frühen Stadium kauft. Bei einem offiziell "fertigen" Spiel wie BF4 hingegen, sollte es auch wirklich vollständig sein und (im Idealfall) keine Bugs enthalten.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12884 - 21. Februar 2014 - 1:31 #

Es stimmt natürlich, dass es da vorher kommuniziert wird und die Erwartungshaltung eine andere ist. Ich meine nur, wenn jemand leidensfähig genug ist, sich freiwillig ein völlig unfertiges Spiel anzutun, sich aber gleichzeitig über vergleichsweise kleine Bugs in einem AAA-Titel aufregt, wird mit zweierlei Maß gemessen. Bei Indies wird alles hingenommen und bei AAA ist schon der Clipping-Fehler oder ein Absturz "unspielbar". Und meist wird ja schon bei kostenlosen Betas gemotzt, aber für das early-access noch zahlen... tz.

akoehn@work (unregistriert) 20. Februar 2014 - 18:33 #

Blobby Volley wurde auch an unserer Schule im Informatikunterricht (vor ~10 Jahren) gespielt. Dass es gut ist sieht man daran, dass es noch immer gespielt wird; gerade Samstag haben sich im Bus zwei Jugendliche über Blobby Volley unterhalten. Ein sehr langer "hype" also.

Und ja: auch mir ist schnuppe, wer es entwickelt hat.

Gigaset (unregistriert) 20. Februar 2014 - 17:00 #

Schon traurig zu sehen, das GG es nötig hat, unnötig zu provozieren, damit hier etwas Leben drinne ist.
Würde bestimmt auch mit anderen weniger drastischen Mitteln funktionieren, als hier auf "Indiekuschler" einzudreschen und sie damit zu vergraulen.
Der Schuss wird wohl noch sehr schmerzhaft sein..

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 19:35 #

Weil es so schmerzhaft ist, macht Jörg das ja seit 2 Jahren.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 21. Februar 2014 - 10:04 #

Wenn allein du endlich verschwinden würdest, wäre das ein Erfolg für die aktuelle LL

frechheit (unregistriert) 20. Februar 2014 - 17:16 #

Bin ich der einzige hier, der sich verarscht fühlt. Da spende ich ne Menge Kohle, damit Jörg den ersten Absatz ohne Pause liest und dann ist das gerade mal ein läppischer Satz???

In der nächsten Weihnachtsaktion sollte das doch bitte geregelt werden.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 20. Februar 2014 - 18:21 #

Ganz bestimmt hast du als Unregistrierter eine Menge Kohle gespendet, jaja.

En attendant ses pas (unregistriert) 20. Februar 2014 - 18:56 #

Ich finde die Kolumne unfair gegenüber den Broken Age-Fans. Auf Metacritic geht keine der 58 professionellen Rezensionen unter 7.0. Die internationale Fachpresse ist sich also relativ einig. Wenn jetzt ein Spiel eines großen Publishers wie beispielsweise Dark Souls 2 oder Titanfall nur mit 5.0 bewertet würde auf GG, gäbe es doch mindestens genauso viel Kritik an GG. Oder würden die Leute dann sagen "Der Test zu Titanfall ist zwar hochgradig unfair weil er in jedem zweiten Satz die fehlende Singleplayer-Kampagne ankreidet, aber da EA die Inkarnation des Bösen ist und wahrscheinlich auch Katzen-Babies tötet, behalte ich mich meine Kritik für mich". Die Verfechter der AAA-Games sind doch noch um einiges schlimmer als die Indiekuschler, die nur aufmucken, wenn sie das Gefühl haben, dass hier ein Exempel statuiert werden sollte und kein fairer Test.

Tomate79 16 Übertalent - P - 4941 - 20. Februar 2014 - 20:16 #

Warum ist diese Kolumne unfair gegenüber den Broken Age-Fans? Nur weil Metacritic darlegt, dass überwiegend professionellen Rezensionen positiv eingestellt sind muss das für die Einzelperson "Jörg" nicht zutreffen. Warum sollte Jörg sein Denken und Handeln einer Mehrheit unterwerfen? Broken Age trifft nun mal nicht seinen Geschmack.
Ich glaube eher, dass unserem Lästerer das aggressiven Verhalten der Fans gegen den Strich geht. Lass ihm doch seine Meinung.
Dieser Kolumne ist eher ein Spiel mit dem Leser - die Wortwahl von Jörg ist doch köstlich - findest du nicht?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:19 #

du musst da auch die lokalen unterschiede beachten. bei metacritic werden als quelle ja eigentlich ausschließlich englischssprachige reviews hergenommen. und gerade in den USA sind ja klassische adventures nicht mal als nische zu bezeichnen sondern eher als mythos. da sind wir in good old europe ganz andere sachen gewöhnt. entsprechend wirst du auf spezialiserten adventure-seiten auch weitaus nüchternere reviews vorfinden zu dem spiel.

Tomate79 16 Übertalent - P - 4941 - 20. Februar 2014 - 19:55 #

Diese Audio-Sendung hörte sich sehr nach "Das Wort zum Mittwoch" (oder so ähnlich) an... Ich habe mich köstlich amüsiert; durchaus ein ernster Hintergrund, jedoch leicht überzogen witzig, eben ein Aufreger! Danke Jörg.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. Februar 2014 - 20:28 #

Bei den Diskussionen hier wird einmal mehr klar, dass es einem Menschen grundsätzlich nicht gestattet ist, innerlich (intellektuell) elitär zu sein. Äusserlich ist das kein Problem, alle wollen reich sein und zur finanziellen Elite gehören. Niemand kommt auf die Idee, den Reichen vorzuwerfen, sie würden nur so tun als wären sie reich.
Bei der geistigen Elite ist das ganz anders. Es wird behauptet, es gäbe sie gar nicht. Das sei alles nur Show. Fazit: In der äusseren Welt unterscheiden wir zwischen unten und oben, in der inneren (geistigen) Welt sind wir anscheinend alle gleich und tun nur so, als gäbe es Unterschiede. Über unsichtbare Dinge kann man eben alles Mögliche behaupten.
Dass die Elite den Mainstream von oben betrachtet, liegt in der Natur der Sache. Die Reichen betrachten das Proletariat auch von oben. Es soll ja niemand intelligent sein, der das nicht will. Aber zu behaupten, es gäbe keine intellektuelle Elite ist ein Zeichen von Dummheit. Ich frage mich, wer diesen Streit begonnen hat: Die Elite, der die Dummen zu dumm sind oder die Dummen, denen die Elite zu intelligent ist. Ich frage mich auch, weshalb die Dummen die Elite ablehnen: Finden sie Intelligenz zum Kotzen oder sind einfach nur zu dumm?

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 20. Februar 2014 - 20:43 #

Das Problem ist doch eher, dass es keinen Grund gibt, warum ein Indiekuschler (um mal bei Jörgs Formulierung zu bleiben) in irgendeiner Form intellektuell über einem Mainstream-Fan stehen sollte. Wenn ich mir so manche gefeierte Indie-Projekte angucke, da schlag ich die Hände über'm Kopf zusammen, so langweilig, altbekannt und intellektuell anspruchslos ist das Spielprinzip (oft, weil das Genre nun mal ein intellektuell anspruchsloses ist). Andere sind dann wieder richtig toll. Aber nur, weil es ein paar intellektuell anregende/ anspruchsvolle Indie-Spiele gibt und jemand die mag, ist er doch keine intellektuelle Elite, die über dem intellektuellen Mainstream steht, nur weil der sich abends gern mit Battlefield entspannt. Andersherum ist jemand nicht intellektuell dumm, weil ich Antichamber nicht mag, gleichzeitig aber jeden Tag 8 Stunden blätterweise Formeln der theoretischen Physik herunterrattert und dafür einen Nobelpreis bekommen hat ^^

Darüber hinaus ist der Streitpunkt meiner Meinung nach auch nicht, in irgendeiner Form elitär zu sein, sei das nun geistig besonders klug oder materiell besonders reich, sondern eher, das in Besonderem Maß nach außen zu tragen. "Hey, schaut mal, ich bin *so* unfassbar reich!" finde ich in jedem Fall nicht weniger ekelhaft als "Hey, schaut mal, ich bin *so* unfassbar k l u k, ich spiele sogar Indiespiele, du mit deinem Mainstream-Battlefield kannst mir mal gar nix" ^^

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 20. Februar 2014 - 23:21 #

Jeder kann (in der Theorie) reich werden, aber aus einem dummen Menschen wird niemals ein Intellektueller.

J.C. (unregistriert) 20. Februar 2014 - 23:26 #

Als ob es keine dummen Intellektuellen gäbe.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 21. Februar 2014 - 1:41 #

Nur weil jemand behauptet ein Intellektueller zu sein (Hallo, Til Schweiger), ist er noch lange keiner. Oder nehmen wir Matthias Matussek.

"Nach seinem Diplom an der Deutschen Journalistenschule begann Matthias Matussek 1977 seine journalistische Karriere als Kulturredakteur beim Berliner Abend. Später arbeitete er für den „Stern“ und ging 1987 zum „Spiegel". Er war Sonderkorrespondent in Ostberlin und leitete die Büros in New York, Rio de Janeiro und London. In New York war er ebenfalls für amerikanische Medien tätig. 2014 wechselte er zu der „Welt“."

Ein aktueller Artikel von ihm:

"Worum es in Baden-Württemberg (und auch in den Millionenmärschen in Paris) geht? Um das hier: Mir ist heute eine „Handreichung für Lehrkräfte“ zugeschickt worden, mit dem Titel „Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg. In einem „heterosexuellen Fragebogen“ für Siebtklässler, also pubertierende 13- bis 14-Jährige wird diese Gewissenserforschung betrieben:

Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?
Wann und warum hast Du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?
Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen gleichen Geschlechts kommt?

Und ist es möglich, dass da ein paar schlechtgelaunte bärtige Sandalenträger in selbstgestrickten Pullovern ebenso selbstgestrickte Kulturstrategien ausknobeln, die zwischen Unverschämtheit und Klippschusterwissen hin und herpendeln, um den „neuen Menschen“ zu erziehen?

Was soll ein 13-Jähriger auf die Frage antworten, woher seine Heterosexualität kommt? Und was, ob diese eine Phase ist? Ganz nebenbei wird hier übrigens insinuiert, dass Homosexualität kein genetisches Schicksal ist, sondern eine frei zu entscheidende Wahl. Ihr müsst euch mal langsam entscheiden, Leute! Um die pubertierenden 14-Jährigen völlig verrückt zu machen, wird ihnen die beliebte Vermutung, dass die Normalen, die man „Heterosexuelle“ nennt, eine „neurotische Angst vor Menschen gleichen Geschlechts“ hätten, in eine Frage gegossen – sind die noch zu retten?

Doch damit nicht genug. Während Homosexualität offenbar als genetisch bedingt angesehen wird, wird nun die Heterosexualität zu einer Variablen; zu einer Wahl, die sich ändern lässt.

Denn Frage 11 – und jetzt kommt‘s – lautet: „Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschock-Therapie zu machen?“

Das steht da tatsächlich! Das haben sich diese Frankensteins tatsächlich aus ihren wirren Schädeln qualmen lassen.

Nun wundere ich mich, dass in Baden-Württemberg nur 200.000 auf der Straße sind. Dieser aufdringliche Fragenkatalog ist das Dümmste und Seichteste an versuchter Gehirnwäsche und Erziehung zum „Neuen Menschen“, das ich seit Jahren gelesen habe.""

http://www.theeuropean.de/matthias-matussek/8042-homosexualitaet-als-fehler-der-natur

Ich hingegen wundere mich wie man ohne ein Mindestmaß an Lesekompetenz eine derartige Karriere hinlegen kann...

Larnak 21 Motivator - P - 26056 - 21. Februar 2014 - 2:40 #

Naja, wenn man seinen Artikel "Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so" für die Welt liest, gibt es da noch ganz andere Probleme ...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 3:49 #

Dieser Fragenkatalog ist ja wohl der letzte Rotz! Finde ich krank so etwas Schüler zu fragen!

Habe den Artikel nur kurz überflogen aber stimme dem eigentlich soweit zu. Dieses Gendermainstreaming und diese Political Correctness ist einfach nur zum Würgen. Jeder soll gefälligst nach seiner Fa­çon glücklich werden. Aber gerade Jugendliche in eine Ecke zu erziehen, aus einer extremistischen Grundhaltung heraus, das geht einfach nicht.

PraetorCreech 15 Kenner - P - 3866 - 21. Februar 2014 - 11:18 #

Jetzt übertreibst Du aber. Als einflussreich auf meine Jugend würde ich Eltern, Klassenkameraden und Lehrer bezeichnen, aber sicher nicht ein Stück Papier. Hier wird keiner in eine bestimmte Ecke erzogen, die Macht hat die Schule noch nicht mal, wenn die Eltern ihren Job einigermaßen richtig machen. So wie ich den "Fragenkatalog" verstehe soll er zum Nachdenken bewegen. Gut so. Den Mist, der da drin steht, mussten sich Homosexuelle jahrelang anhören. Die Elektroschocktherapien wurden angewandt. Wenn es mittlerweile gesellschaftlicher Konsens ist, dass Homosexualität gleichberechtigt neben der Heterosexualität steht, dann dürfen sich die Kinder auch mal vorstellen mit ähnlichen Maßnahmen angegangen zu werden, nur weil sie hetero sind.
Jetzt schreibe ich auch schon "Kinder". Mit 13 oder 14 Jahren sind die genau in dem richtigen Alter um diese Erfahrung einmal im geschützten Rahmen der Schule unter pädagogischer Führung zu erleben. Natürlich ist das ein heikles Thema und der Lehrer muss sich gescheit verhalten, nur weil dem vielleicht nicht alle Lehrkräfte gerecht werden, darf es aber nicht unversucht bleiben.
Einer meiner Lehrer wollte mich ethisch herausfordern mit der Frage, ob ich mit meiner zukünftigen Frau zusammen bleiben würde, wenn sie wegen Krebs eine Brust verlöre. Mein erster Gedanke war "Hä? Warum denn nicht?", nach ein wenig nachdenken fielen mir erst die Probleme auf, die auf solch eine Veränderung folgen. Ich habe meine Meinung seit dem ersten Gedanken nicht geändert, ich habe diese Meinung nun aber für mich abgesichert und mit Überlegungen unterfüttert. Mich hat das weiter gebracht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:41 #

Eigentlich haben die Eltern spätestens ab der weiterführenden Schule so gut wie keinen Einfluss mehr. Den übernimmt die Peer-Group bzw. zum Teil eben auch die Schule, also die Lehrer.

Ich hatte z.B. jahrelang eine Lehrerin, die Jungs nicht leiden konnte und die Mädchen auch bei den Noten eindeutig bevorzugte. Was habe ich mich mit der gestritten, weil ich mir das nicht gefallen lassen wollte. Seither bin ich bei "Emanzen" immer erst mal sehr skeptisch. Was ich damit sagen will, die Balance zu finden, etwas zum wirklich positiven zu drehen, ist sehr wichtig und sehr schwer.
Nehmen wir das Beispiel mit den Elektroschocks, was ist, wenn heterosexuelle Jugendliche sich durch so eine Frage angegriffen fühlen und, je nach Veranlagung, entweder Depressionen aufgrund ihrer Sexualität bekommen oder anders herum entsprechend austeilen?

Akzeptanz und Toleranz ist sehr wichtig. Aber die darf man doch nicht mit dem Holzhammer einprügeln wollen!

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 11:25 #

Meine Vermutung wäre ja, dass die Fragen den Schülern klar machen sollen wie man mit Homosexuellen umgeht. Der Spieß wird hier einfach umgedreht - als didaktisches Mittel. Vielleicht verstehe ich das auch nur falsch...?

Despair 16 Übertalent - 4901 - 21. Februar 2014 - 14:14 #

Ich verstehe es genauso. Es wäre interessant zu hören, wie die Schüler das auffassen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:33 #

Das Problem dabei ist, so wie es hier dargestellt wird, es kann auch nach hinten losgehen und Intoleranz und Abneigung fördern.

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 14:42 #

Ah, da traue ich Schülern schon mehr zu.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 14:44 #

Es kommt dennoch darauf an, WIE es ihnen vermittelt wird. Den Fragenkatalog halte ich weiterhin für absolut Kontraproduktiv.

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 15:14 #

Ok, auch den Lehrern traue ich mehr zu.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 17:57 #

Lehrer sind auch nur Menschen. Und ich habe einige im Bekanntenkreis. Nein, ehrlich gesagt, ich traue denen da nicht mehr zu.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 21. Februar 2014 - 15:06 #

Der Fragenkatalog soll einfach mit Vorurteilen zum Thema Homosexualität aufräumen. Es gab da auch letztens mal eine gute Sendung zum Thema, wo sie die Passanten erst gefragt haben, wann sie sich entschieden hätten heterosexuell zu werden. Und als sie geantwortet haben das wäre keine bewusste Entscheidung gewesen, hat man sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnten ob für Homosexuelle das selbe gilt.

Niemand wird danach denken, dass Heterosexualität eine Krankheit oder unnormal wäre. Schließlich ist das die Norm, der man im Alltag und in den Medien begegnet.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 17:56 #

Das Problem dabei ist, wenn man gewisse Personen im Bereich "Gender Mainstreaming" hört, dass diese eben behaupten, solche Dinge sind "anerzogen" und nicht angeboren.

Dazu kommt, dass Homosexualität in gewissen Kreisen ja schon als "chic" gilt und der Heterosexuelle in eine Ecke gedrängt wird, Heterosexualität fast als etwas "böses" dargestellt wird. Bzw. jedem, der Heterosexualität als das "normale" verteidigt sofort mit der Nazikeule gekommen wird.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:13 #

Jawoll, so isses.
Nicht.

Keinem Menschen wird die eigene Heterosexualität vorgeworfen, das habe ich noch nie erlebt, dass sowas ernsthaft passiert wäre.

Was hingegen passiert, ist die ewige Wiederholung von dem ewiggleichen Unsinn der "Gefährung der Ehe" und der "Zerstörung der Familie", nur weil Homosexuelle auch Ehen schließen wollen und Familien gründen. Diese Steinzeit-Konservativen, die es ja leider zu sehr vielen noch gibt, kommen mit der gesellschaftlichen Realität einfach nicht klar und klammern sich nun an die Privilegien, die sie noch haben.

Aber in ein paar Jahren wird sich das schon ändern. Einerseits, weil das BVerfG da schon seine Linie der Gleichstellung weiterfahren wird. Andererseits werden die konservativen Parteien Homosexuelle irgendwann als potentielle Wähler*innen entdecken. Denn zwischen eigener Sexualität und politischer Einstellung gibt es keinen zwingenden Zusammenhang.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:39 #

Es wird vielleicht nicht die Heterosexualität direkt angegriffen aber Heterosexuelle, sobald sie sagen, dass Thema Homosexualität interessiert sie nicht und sie wollen auch nicht damit belästigt werden, sofort in die Rechte Ecke gedrängt werden, obwohl sie gar nichts dagegen haben und es sie grundsätzlich auch nicht stört.
Stattdessen ist es die teilweise penetrante (Medien-) Präsenz, die "normale" Menschen irgendwann einfach als lästig empfinden, wenn immer und überall jedem der es hören will oder nicht eingetrichtert wird, wie normal Homosexualität ist. "Ja , danke, wir haben es verstanden, und jetzt bitte mal eine neue Leier". Ansonsten entstehen nämlich diese Trotzreaktionen, die scheinbar wohl in einigen extrem konservativen Kreisen inzwischen aufzutreten scheinen. Und das kann dann irgendwann vielleicht überschwingen.

Denn mir ist sowieso aufgefallen, das nach der sexuellen Revolution ab den späten 60ern, die über die 70er und bis etwa Mitte / Ende der 80er für viel Freiheit und Offenheit gesorgt hat, durchaus wahrscheinlich auch durch das AIDS-Drama, die Menschen seither wieder konservativer werden, zumindest in der Öffentlichkeit oder wenn es nicht um "gesellschaftlich nicht genormte Standardpraktiken" geht.

Inso 15 Kenner - P - 3797 - 23. Februar 2014 - 7:10 #

Für mich fehlt bei eurer Diskussion ne Unterscheidung.
Auf der einen Seite lernte ich jem kennen, und mitten im Gespräch sprach dann ne Frau von ihrer Frau oder nen Mann von seinem Partner, man war kurz verdutzt, bekam etwas Richtung "ja, ich bin nicht hetero" gesagt, und danach war das einfach gegessen und selbst eher konservative Naturen sind da gar nicht drauf eingegangen. Man hat es so auch absolut nicht gemerkt, einfach völlig "normale" Leute die einem das echt sagen mussten.
Auf der anderen Seite gibts die "Tucken" und "Hardcore-Lesben", Menschen die einfach nen Hass auf das andere Geschlecht mit sich rumtragen und/oder um jeden Preis auffallen müssen indem sie anders sind, und das den Heteros auch unbedingt stecken müssen, und damit auch immer nen Konfliktthema haben.
So wie ich das kennengelernt hab merkt man der ersten Gruppe kaum an wie sie orientiert ist, und ihnen ist die zweite Gruppe tendentiell peinlich. Sie hat nicht das Bedürfnis um jeden Preis aufzufallen, sondern ist einfach glücklich mit ihrer Art der Beziehung. Das ist für mich die Art die es schon immer gab, und die diesen Trend auch "überleben wird". Zweiteres sind imo einfach kaputte Leute die auf den "anders sein und damit anderen auf den Sack gehen"-Zug aufgesprungen sind. Die sind weg sobald das Thema gleichgeschlechtliche Beziehungen bei der Masse als "mir doch egal" gilt, dann sind sie halt gegen Klonforschung, Analogkäse oder weiss der Geier was dann gerade "in" ist - die üblichen Spinner halt.

my 2 cents (und bevor jetzt irgend nen Schlaumeier da was reininterpretiert, nein ich bin hetero, und wärs anders wär´s genau so ok^^)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 23. Februar 2014 - 16:16 #

Ich antworte jetzt mal auf euch beide und will dann diese Diskussion hier beenden, weil 1. Offtopic ist und 2. ein Reizthema meinerseits.

@Spiritorge
Ich weiß, was du meinst und ich höre diesen Vorwurf sehr, sehr oft.
Was ich aber zu bedenken geben will, ist, dass Homosexualität im Verhältnis in den Medien überhaupt gar nicht, kein bisschen, überrepräsentiert ist. Ganz im Gegenteil.
Nur weil sich alle Jubeljahre ein paar Leute "outen", heißt das nicht, dass dieses Thema überpräsent ist.

Nur mal so als Gegenbeispiel:
Heten "outen" sich immer und überall permanent (naja, manche könnten auch bi sein, aber lassen wir das mal), wenn sie mit Partner*in auftreten oder heiraten. Und das ist wesentlich präsenter in ALLEN Berreichen der Gesellschaft, sei es in den Medien, auf der Straße, im Job, in der Werbung, im Netz, überall.
Dagegen sind die paar "Outings" harmlos.

@Inso
Es schlägt bei dir etwa in dieselbe Kerbe.

Andererseits können die Leute auch gerne ihre Sexualität nach außen tragen, das machen manche Heteros ja auch.

Wo ich dir aber widersprechen möchte, ist die Sache mit dem Trend. Die eigene Sexualität ist keine Sache, die mensch sich aussucht und die nach einer "Phase" wieder vorbei ist. Wenn irgendwer schwul ist, wird sich das nicht ändern, egal wie die gesellschaftliche Stimmung dazu ist.
Genausowenig können sich Leute anstrengen, homosexuell zu werden, nur um "in" zu sein. Das funktioniert einfach nicht. Entweder die Leute sind es - oder eben nicht.

Irgendwas nettes, abschließendes, wollte ich auch noch sagen, habs aber jetzt vergessen ;).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 26. Februar 2014 - 1:35 #

Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Solange irgendwer sich outet, insbesondere in den Medien, ist das ja scheinbar nicht in der Normalität angekommen. Erst wenn die Medien gar nicht mehr über irgendwelche "Celebritiy-Outings" berichten "müssen", weil es zu trivial ist, ist eigentlich alles in Ordnung.
Wie kann man da also mehr "Präsenz" wollen?

v3to (unregistriert) 27. Februar 2014 - 18:24 #

an sich sehe ich öffentliche outings vergleichbar mit scheidungsdramen irgendwelcher promis. gesprächsstoff für kaffeeklatsch oder friseurbesuch...

nur ist da schon ein unterschied. in der bevölkerung wird ziemlich oft normalität mit ignoranz verwechselt. so lange man es nicht sieht, muss man sich auch nicht damit auseinandersetzen. das wurde beim presse- und leserecho nach dem fußballerouting vor ein paar wochen doch sehr deutlich. kaum ging die diskussion los, kam gleich eine welle von leuten, die eine pornoinvasion fürchten. da frage ich mich ernsthaft, ob der nervfaktor nicht eher durch dieses gezeter von schräglinks entsteht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 28. Februar 2014 - 0:15 #

Der letzte Satz ist eben das, was mich am meisten stört. Ich kann mit Weltverbesserern, die glauben selbst auf dem hohen moralischen und damit einzig richtigen Ross zu sitzen absolut nicht.

Klar, wenn ein "Celebrity" irgendwas macht, dann wird die Regenbogenpresse immer darüber berichten. Da ich mich absolut nicht für Fußball interessiere und auch solche "Homo-Skandale" mich absolut nicht tangieren, ist das Thema zum Glück ziemlich an mir vorbei gegangen. Aber ich musste es durchaus schon aktiv ausblenden / ignorieren, denn penetrant im Vordergrund stand es leider scheinbar schon. Wer das nicht so ausblenden kann, wenn er Medien konsumiert, den kann das dann eben durchaus nerven.

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 10:51 #

Aber genau das meine ich doch: ob jemand Intellektueller ist oder nicht liegt im Auge der Betrachter.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 23. Februar 2014 - 12:12 #

Meine Meinung zu dem Thema habe ich schon einmal unter einem anderen Artikel ausführlicher beschrieben:

http://www.gamersglobal.de/news/78915/feminist-frequency-video-zum-ms-male-character#comment-999704

Am nächsten Samstag findet in Stuttgart wieder eine Demonstration gegen den neuen Bildungsplan der Landesregierung statt!

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 11. März 2014 - 20:12 #

Das stimmt ganz klar nicht.
Das ist der Amerikanische Traum und den gab es nie.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12884 - 21. Februar 2014 - 1:36 #

Indikuschler haben doch nichts mit intellektuellem Elitarismus zu tun. Es geht eher um Elitarismus in dem Sinne, sich von der (Meinung der) Masse abzuheben - aus Prinzip, ganz egal, ob das nun jeweils sinnvoll ist oder nicht.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9875 - 21. Februar 2014 - 11:04 #

Kurze Frage: Was verstehst du unter intellektuell?
Und was hat das mit Indie-Spielen zu tun? Wo ist der Bezug?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:25 #

ich denke das ist überhaupt der falsche ansatz für diese diskussion. es liegt in der natur von spielen, dass diese (bis auf wenige künstlerische experimente) keinen intellektuellen anspruch haben. da schneiden sich die geister eher daran, ob ein spiel spaß macht, weil es schwierig ist und herausforderungen bietet die zu lösen befriedigend sind, oder es einfach nur ein einfach zu meisterndes erlebnis bietet was einen in eine andere welt eintauchen lässt.

Imbazilla 15 Kenner - 3065 - 20. Februar 2014 - 22:31 #

"Kann ein Indie-Entwickler auch die älteste Idee klauen und grafisch minderwertig aufbereiten, und du findest das Resultat immer noch ziemlich gut?"

Zwar nicht generell, aber bitte mehr alte Ideen remaken/reimaginen(enen)! Ich hab bis heute keinen Shooter, der mir das gleiche Oldschoolfeeling wie Duke Nukem 3D, Doom und Shadow Warrior geben. Hard Reset habe ich kurz angespielt und war immens gelangweilt, das neue Shadow Warrior sieht mir zu neuartig aus, da hat tatsächlich Duke Nukem Forever noch den besten Job gemacht (wenn auch nicht konsequent genug).

Ich mags schnell, kleine Arenawelten, viele Geheimnisse, Fallen und Rätsel, Powerups, Munitionspakete und Healthpacks - ohne hohe Konzentration auf Zielen, gescriptete Sequenzen und ohne Schläuchen (und vorallem kein "Töte alle Gegner um eine Tür zu öffnen" wie bspw. in dem trotzdem sehr spaßigen Painkiller).

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 21. Februar 2014 - 22:28 #

DN3D hat wohl auch noch ne community, aber da kenn ich mich net so aus. bzgl DOOM kann ich aber sagen, dass die community dank youtube und populärer mods sogar größer geworden ist in den letzten jahren. da werden massig geniale gameplay-mods und kampagnen erstellt. also fallste lust auf oldschool fps action hast mit komplexen levels und straightem gameplay, schau mal bei doomworld vorbei.

Imbazilla 15 Kenner - 3065 - 23. Februar 2014 - 15:15 #

Ja, Mods spiel ich auch sehr viele.
Aber es gibt eben doch einen (Nischen)markt für solche Shooter, aber der wird leider viel zu wenig (sogar von Indies) bedient! Von daher wäre ich sogar sehr froh, man würde wieder mehr von alten Spielen "leihen".

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 22. Februar 2014 - 0:14 #

Schonmal "Wrack" angeschaut? Das sieht sehr old-schoolig aus und soll in die Richtung gehen. Gibts bei Steam im Early Access, ist auch modbar und hat nen Level-Editor.
Und kostet auch wesentlich weniger als die meisten AAA-Shooter.

Imbazilla 15 Kenner - 3065 - 23. Februar 2014 - 15:13 #

Das werd ich definitiv mal im Auge behalten, danke dafür!

ronnymiller 12 Trollwächter - 891 - 21. Februar 2014 - 10:34 #

Ich bin Indiekuschler und Broken Age ist trotzdem SCHWACH

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6827 - 21. Februar 2014 - 10:42 #

Komischer Test:

Magst du Computerspiele?
Natürlich, sonst wäre ich ja nicht hier.

Findest du nicht auch, dass früher Computerspiele besser waren?
Neee, natürlich nicht.

Findest du Konzerne wie EA grundsätzlich scheiße?
Ja, wegen der drakonischen AGB's.

Findest du Indie-Entwickler grundsätzlich sympathisch?
Nein, gibt ziemliche Arschlöcher unter ihnen.

Kann ein Indie-Entwickler auch die älteste Idee klauen und grafisch minderwertig aufbereiten, und du findest das Resultat immer noch ziemlich gut?
Ähh, nein.

Darf ein Indie-Studio drei Millionen US Dollar via Kickstarter einnehmen und dennoch mäßige Qualität abliefern, und du wirst es nibelungentreu verteidigen sowie auf noch ausstehende zweite Teile oder zukünftige Patches verweisen?
Ist mir bisher nicht passiert, aber diese Frage könnte man gleich mit "Findest du Broken Age gut" ersetzen. Also: Nein.

Sind gute Grafik und komfortable Bedienung in Wahrheit nicht ein Zeichen für üble Massenware?
Lol, wenn ich mal an die vielen schlechten Konsolen->PC Umsetzungen denke, würde ich eine schwammige und schlechte Bedienung eher als Zeichen für Massenware werten als für Indies.

Gibst du lieber 20 Euro für ein Indiespiel aus, das dich 5 Stunden ganz gut unterhält, als 50 Euro für ein Triple-A-Spiel, das dich 15 Stunden begeistern könnte?
Wenn man das vorher wüsste... Aber: Ja. Ich spiele lieber drei interessante Indiespiele für 60 Euro als ein Triple-A-Spiel für 15 Stunden. Einfach weil ich die Abwechslung liebe.

Findest du, mal kurz auf die Metaebene springend, dass Spiele wie Broken Age, Shadowrun Returns, Giana Sisters Twisted Dreams oder Project Eternity Indie-Titel sind?
Ja, denn meine Definition von Indie ist eben "Independend" und nicht "kleiner unerfahrener Entwickler den keine Sau kennt und kein Geld von Publishern bekommt).

Mal weg von Spielen, hin zu Autos: Würdest du lieber ein chinesisches Fabrikat fahren, das mehrere supercoole Ideen hat (zum Beispiel eine Kurbel zum Betrieb des MP3-Spielers und einen kleinen Käfig im Kofferraum zum Transport des Abendessens) und außerdem so richtig schön klein und retro ist, als einen deutschen Kleinwagen zum dreifachen Preis?
Definitiv, weil ich eigentlich gar kein Auto habe/brauche. Und außerdem: Womit würde man besser Frauen abschleppen können? Mit dem lustigen unterhaltsamen Charm-Mobil oder dem drögen langweiligen Golf?

Ergebnis: 5x Ja, ich bin aber sowas von ein Indiekuschler das ich schon ganz wund bin ;)

Aber mal zum restlichen Artikel: Ich erkenne einige Wahrheiten darin. Ich mag diesen fanatischen "Indies sind gut" auch nicht. Ich bin aber seit Minecraft extrem davon überzeugt, das Grafik nicht alles ist, die Spielidee dafür aber extrem wichtig. Und außerdem bin ich vom Einheitsbrei der großen Games gelangweilt. Allerdings gibt es leider bei den Indies auch so viel Schrott... Der Vorteil ist allerdings, dass man sich aus diesem gigantischen Berg genau die Titel herauspicken kann, die einem wirklich gefallen. Auf die ganzen Puzzle, Jump & Run und Point & Click Spiele kann ich gerne verzichten.

Allerdings mag ich auch AAA Titel, aber da bin ich einfach vorsichtiger geworden was die Kaufentscheidung angeht. Denn wenn ich da einen Griff ins Klo mache (wie letztens bei X-Rebirth), dann tut das schon weh.

ThokRah 14 Komm-Experte - P - 2245 - 21. Februar 2014 - 11:01 #

Wie du hast nach dem Test weiter gelesen? Das hättest du nicht tun dürfen! ^^

Aber ich denke, das man, wie schon weiter oben heftig getan, über den Begriff "Indiespiel" diskutieren kann. Erst wenn man eine einheitliche Definition des Begriffs hat, lässt sich sinnvoll diskutieren.

Für mich sind Indieentwickler auch eher Spieleschmiede, die nicht an einem großen Publisher hängen. Und somit gibt es eigentlich mehr Indiespiele als mancher glaubt zu wissen.

Allerdings kann man, wie auch bereits oben erwähnt, den Spieß umdrehen. Mich nerven nicht nur die "Indiekuschler", sondern genauso die "AAA-Kuschler". Jeder hat einen anderen Spielegeschmack und auch seine eigene Meinung. Über Spiele kann man streiten/diskutieren, über Geschmack eher schlecht. Also lasst einfach andere Meinungen zu. Wie gesagt, diskutieren kann man ja trotzdem.

PraetorCreech 15 Kenner - P - 3866 - 21. Februar 2014 - 11:25 #

"Spieleschmieden, die nicht an einem großen Publisher hängen"? Valve? :D
OK, der Vergleich war schwach, er drängte sich mir aber so auf, dass ich nicht widerstehen konnte ;)

ThokRah 14 Komm-Experte - P - 2245 - 21. Februar 2014 - 15:47 #

Wie weiter oben in den Comments schon erwähnt: Ja, Valve könnte man demnach auch zu den Indie-Entwicklern zählen. Nur weil es ein Millionenschweres (oder sogar Milliardenschweres) Unternehmen ist, heißt das nicht automatisch, dass es nicht auch ein Indie-Entwickler sein kann.
Aber wie ich sagte: zuerst muss man eine einheitliche Definition des Begriffs "Indie" bzw. Indie-Entwickler finden. ^^

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 17:59 #

Für mich ist es in dem Augenblick, wo es zu kommerziell wird, vorbei mit Indie.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6532 - 21. Februar 2014 - 13:18 #

Yippieh, mal wieder gelangerlästert. Lustig, danke.

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 13:44 #

AAA-Kuschler:

8,0 für Homefront (nein, ich werde nie drüber aufhören darüber zu lästern :D) - kein Kommentar
9,0 für Brink - ein Multiplayer-Only Shooter der zwar nette Ideen hatte, aber zum Launch nichtmal richtig funktionierte, dank zahlreicher Grafik- und Soundbugs, und nach spätestens 3 Matches hatte ich einen disconnect. Kam mir mehr vor wie ein Indie-Titel (hrhr). Hätte lieber ein paar 20 Euro-Titel mit je 5h Spielzeit kaufen sollen.
9,0 für Killzone 3 - ein auf hochglanz polierter Shooter ohne allzu viel Inhalt, während das phantastische Vanquish mit einer 8 auskommen musste.
9,5 für Uncharted 3 - Drake's Deception. Uncharted 2 war fantastisch und den Höhepunkt der Serie (bekam hier eine 9), der dritte Teil war jedoch mehr schein als sein, ein klassischer Grafikblender bei dem man als Spieler nur dann eingeladen ist wenn man sich ans Drehbuch hält. Schießen fühlte sich seltsam an (die Rückstoß-Mechanik wurde vom 2. auf den 3. Teil verändert und IMHO komplett verwurstet) und im Gegensatz zum 2. Teil hat man gemerkt das Naughty Dog zuerst die coolen Set-Pieces zusammengestellt hat und sich erst im Nachhinein überlegt hat wie man die wohl verbinden könnte. Das der 3. Teil höher bewertet wurde ist daher für mich absolut nicht nachvollziehbar. Typisches AAA-Kuschlertum :-P

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 21. Februar 2014 - 13:57 #

Sorry, aber du beschreibst Fehlwertungen (aus deiner Sicht) innerhalb des AAA-Genres, was hat das mit unterstelltem AAA-Kuschlertum zu tun?

Mike H. 14 Komm-Experte - 2301 - 21. Februar 2014 - 15:11 #

So ziemlich exakt genauso viel wie das Kritisieren einer GG-Fehlwertung innerhalb des Indies-Genres mit dem unterstellten Indie-Kuschlertum zu tun hat!

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 15:29 #

Genau :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 21. Februar 2014 - 15:40 #

Nur, dass es keine Fehlwertung war :-) Und dass es darum auch nicht geht in meiner Kolumne, aber ich weiß, dass das für Indiekuschler schwer zu begreifen sein mag. Aber als Abonnent bist du ja außerdem noch GG-Kuschler, also ist alles in Ordnung.

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 15:54 #

Jedes Spiel das mehr als 7 bekommen hat, aber nicht besser ist als Dark Souls ist eine Fehlwertung, ergo gibts jede Menge Fehlwertungen da Dark Souls nunmal das beste Spiel überhaupt ist ;-)

Ich find das ganze Gerangel um Wertungen immer wieder erheiternd, als ob eine Zahl zwischen 1 und 10 unumstößlich festlegen könnte wie gut oder schlecht ein Spiel ist. Und btw. vom Qualitätsmerkmal her war Brink mit 9,0 definitiv überbewertet, da es die ersten paar Wochen schlicht und ergreifend nicht richtig funktioniert hat. Danach hab ich es nicht mehr versucht, aber ehrlich gesagt ist mir nach fast 10 Stunden Ärgernis über alle möglichen Bugs und unzulänglichkeiten die Lust vergangen. Da haben selbst viele "early-access" Titel auf Steam weniger Macken. Wenn man sich auf das einlässt weiß man zumindest das man Alpha oder Beta-Tester ist, bei Brink ging ich eigentlich schon davon aus das ich ein fertiges Produkt erhalte. So kann man sich irren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 21. Februar 2014 - 16:00 #

Brink war natürlich im Nachhinein zu hoch bewertet. Aber auf unserem Kenntnisstand hat die Wertung gepasst zum Release, Brink war mal eben kein Schema-F-Multiplayer-Shooter.

Das Problem von Brink war doch in Wahrheit, dass es von den Multiplayer-Actionfans überhaupt nicht angenommen wurde, weil es die meisten auch nicht kapiert haben. In der Folge blieben fast von Beginn an die Server ziemlich leer, und es wurde für den Hersteller relativ schnell absehbar, dass extensives Feintuning und Fehlerjagen gutes Geld dem schlechten hinterhergeworfen bedeuten würde.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69315 - 21. Februar 2014 - 17:37 #

Brink, Brink, Brink?? Ich grübel mal.

J.C. (unregistriert) 21. Februar 2014 - 14:16 #

Jörg Langer, was ist die genaue Definition von Indie in der Branche? Gibt es die überhaupt?

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 15:41 #

Mich würd auch wundern was genau ein AAA-Spiel ausmacht. Ist z.B. Civilization ein AAA-Spiel? Was ist mit Leuten die gern Sachen spielen die nicht unbedingt AAA-Blockbuster sind, aber auch nicht grad von einem 2-Personen-Garagen-Indieteam erstellt wurden, wie z.B. Dark Souls oder das letzte Call of Juarez?

Sind das AA Spiele? Oder A? Wohin fällt z.B. Rayman Origins/Legends, das zwar auch von Ubisoft kommt aber wohl nur mit einem Bruchteil des Budgets und der Manpower von Assassins Creed auskommen muss? Ist Double Fine ein AA, A oder B-Level Developer?

Despair 16 Übertalent - 4901 - 21. Februar 2014 - 18:36 #

Triple A-Spiele definiere ich als meist sehr teure Mainstream-Produktionen (nicht negativ gemeint), die neben den Produktionskosten noch ein paar zusätzliche Milliönchen Gewinn bringen sollen und dementsprechend auf die breite Masse abzielen. Das Äquivalent im Filmbereich wären die Hollywood-Blockbuster von Spielberg, Cameron und Co.

Als klassische Indietitel würde ich tatsächlich die Garagenproduktionen sehen, die von den Entwicklern aus eigenen Mitteln finanziert werden. Eventuell noch die Werke der Modder, die aus einem bereits existenten Spiel ihr eigenes Ding machen. Es werden heutzutage aber auch Produktionen von kleinen Entwicklerstudios als Indie angepriesen (zwecks Sympathiebonus?), die diese Bezeichnung vielleicht nicht so richtig verdient haben. Ist z. B. ein DayZ wirklich noch Indie, wenn Bohemia Interactive mitmischt? Für mich ist Indie inzwischen eher ein Genre, das kleine Produktionen mit ungewöhnlichen Spielideen, Experimente und neue Aufbereitungen alter Ideen beinhaltet - gerne auch im Retro-Look.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 15:55 #

Für mich ist Indie der - durchaus auch unabhängig agierende - kleine "Garagenentwickler", der in den eigenen vier Wänden, alleine oder mit ein paar Kumpels, programmiert. Der muss im übrigen nicht unabhängig sein, in dem Augenblick, in dem z.B. ein Kredit bei einer Bank zur Finanzierung eines Projekts läuft ist er das ja auch nicht mehr.

Sobald das in den Bereich mit einem halben Dutzend Angestellten und eigenen Büros geht ist das für mich kein Indie mehr sondern schon eine Firma, also ein richtiges Entwicklerstudio, unabhängig davon, ob die nur (finanzielle) B-Ware produzieren oder schon in seichten A Regionen wildern.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37544 - 21. Februar 2014 - 15:13 #

Ich hab nur eine Frage: Was sind Surrender Monkeys?

Makariel 19 Megatalent - P - 14099 - 21. Februar 2014 - 15:33 #

Abfällige Bezeichnung für Franzosen bzw. die französische Armee im 2. Weltkrieg, besonders gern verwendet von US-Amerikanern am rechten Rand. Hat seinen Ursprung aber lustigerweise in einer Simpsons-Episode und ist dann in den Fox-News Sprachgebrauch gewandert.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37544 - 21. Februar 2014 - 21:57 #

Ah, faszinierend. Wieder was gelernt. :-)

Mingan (unregistriert) 21. Februar 2014 - 15:31 #

Bezüglich der fünften Frage, nur damit ich das auch richtig verstehe: Es ist sonderbar oder gar verwerflich, wenn man Gefallen daran findet, dass ein Indie-Entwickler eine altbackene Idee aufgreift und ein Spiel fertigt, dass grafisch nicht auf der Höhe ist.
Als Beispiel bietet sich hier ja Legend of Grimrock an: Almost Human Games ist ein Indie-Studio, als alte Idee muss das sträflich vernachlässigte Dungeoncrawler-Genre herhalten und im SdK-Video hat der Chef sinngemäß zum Ausdruck gebracht, wie grafisch minderwertig das Spiel aufbereitet wurde.

Auf der anderen Seite hat man dann aber Gearbox Software, die mit Duke Nukem Forever eine altbackene Idee aufgreifen, es zu einem 08/15 Konsolenshooter mit veralteter Grafik verwursten und das ist dann nicht nur okay, sondern reicht um zu den Top10 Spielen des Jahres zu zählen.
Wäre jemand vielleicht so freundlich und kann mir diese Logik bitte einmal kurz erklären? Danke.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23872 - 21. Februar 2014 - 15:36 #

Vielicht liegt die Teilnahme der Top 10 auch daran, wer gefragt wurde.
Oder es handelt sich dabei ebenfalls um eine Sarkassmusskonzentration, wie der damalige Test zu DNF von Jo Hesse

@Topic:

Kauft doch was ihr wollt und habt damit Spaß, nur erklärt mir nicht das euer "Produkt" definitiv besser ist, als dass was ich mir ausgesucht habe. ICH habe recht, weil ich die Jeweilige Kaufentscheidung so getroffen haben - und das darf jeder gerne so sehen, denn unterm Strich haben grundsäztlich alle anderen keine Ahnung von der Materie und sind entweder gekaufte Stümper (Hallo Redaktionen) weiße Vollpfosten aus der Bildungselite (CoD-Käufer) oder verpickelte Pseudointeligenzbestien die aufm Pausenhof von 4 Klässlern verhauen werden (Indizocker)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 21. Februar 2014 - 15:45 #

Erstens glaube ich, dass du den Psychotest zu ernst nimmst.

Zweitens ist nichts verwerflich, was sich im Bereich des persönlichen Geschmacks bewegt, und anderen nicht schadet oder sie belästigt.

Drittens folgt aus Erstens, dass dir das Rausgreifen beliebiger Beispiele, wie etwa des grafisch sterilen Dungeon-Master-Abklatsches Legends of Grimrock oder des grafisch sicherlich mauen, aber abwechslungsreichen und vor Witz übersprühenden Oldschool-Kleinods Duke Nukem Forever, keinen weiteren Erkenntnisgewinn verschaffen wird.

v3to (unregistriert) 21. Februar 2014 - 16:25 #

mal das empfinden auf links gedreht und die welt ist in ordnung ;)

so irgendwie erinnern mich solche aussagen and diese schulhof-diskussionen aus den 80ern, welche sich jahrzehntelang innerhalb der retro-szene ping-pong-artig bis zu heute fortsetzen.
'omg - sie haben dungeon master geklont...'
'aber das ist doch eine hommage'
'aber schau mal, wie dauerbraun und steif die grafik rüberkommt'
'sei doch froh, dass die macher dieses zeitlose genre wieder ausgegraben haben'
'hat schon seinen grund, wieso das in vergessenheit geraten ist'
usw... usw...

Mingan (unregistriert) 21. Februar 2014 - 16:49 #

Erstmal danke für die zügige Rückmeldung.

Unabhängig davon ob man den Test nun ernst nehmen sollte oder nicht bleibt die Frage, warum ein Spiel mit veralteter Technik und "geklauter" Idee in einem Fall als billiger Abklatsch abgewunken und in einem anderen Fall gerade deswegen als klassisch Oldschool gefeiert wird. Mir erscheint das widersprüchlich und inkonsequent.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 21. Februar 2014 - 18:45 #

Würden wir nach festen Wertungs-Checklisten vorgehen, die auch ein Schimpanse oder Roboter abhaken könnte, hättest du vermutlich Recht. Wir versuchen aber schon, die Einzelfälle zu sehen. Du darfst auch nicht übersehen, dass Duke Nukem Forever bei sich selbst, also der Originalserie klaut, das ist dann unter Umständen noch mal etwas anderes als wenn von Leuten, die Dungeon Master vielleicht nie gespielt haben damals, das doch sehr ähnliche Legends of Grimrock als Erleuchtung wahrgenommen wird. Aber jedem das Seine, ich kann wirklich verstehen, wenn man Grimrock liebt und Duke Nukem Forever für Mist hält.

Mingan (unregistriert) 21. Februar 2014 - 20:41 #

Ich kann es auch verstehen, wenn jemand DNF liebt und LoG für Mist hält. :-) Mir geht es ja auch keinesfalls darum zu sagen, dass eines der Spiele das andere übertrifft. Diese Entscheidung soll jeder für sich selbst treffen.

Nur aus den genannten Gründen (und auch nur aus diesen) mutet es mir seltsam an, wenn man einen Titel lobt und den anderen deswegen abstraft. Da vermisse ich einen nachvollziehbaren, roten Faden bei der Spielbeurteilung. Etwas Spielraum ist okay, aber mal hü, mal hott kann es auch nicht sein, wenn man sich Objektivität auf die Brust geschrieben hat. :-/

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 21. Februar 2014 - 22:20 #

Im Zweifel kann man eben in jedem Fall die objektiven Dinge, sprich die Technik werten. Natürlich nur im Vergleich innerhalb eines Genres.

Despair 16 Übertalent - 4901 - 21. Februar 2014 - 22:46 #

Das klingt jetzt so, als ob die Technik das Wichtigste am ganzen Spiel sei. Mir ist es wichtiger, dass ein Spiel mit einer mitreißenden Story und gelungener Atmosphäre glänzt. Ist das der Fall, kann ich über technische Mängel eher hinwegsehen. Eine technisch perfekt dargebotene 08/15-Story langweilt mich hingegen schnell. Wobei das natürlich stark auf das Genre ankommt. Steht die Spielmechanik im Vordergrund, kann ein technischer Mangel schwerer wiegen als bei storybasierten Spielen (z. B. Steuerungsmacken bei einem Jump'n'Run).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11998 - 23. Februar 2014 - 0:41 #

Sehe ich absolut auch so.

Mikaele Makrele (unregistriert) 21. Februar 2014 - 20:32 #

Ich weiss, in der Kolumne geht es nicht um Indie vs. AAA. Es geht um Akzeptanz und Toleranz. Doch um letzteres zu analysieren, muss man mit ersterem anfangen:

Ich habe mit Open-XCOM dreimal so viel Zeit verbracht wie mit XCOM:Enemy Unknown, teilweise habe ich beide parallel gespielt. Legend of Grimrock habe ich in einem Rutsch durchgespielt und fand es bis zum Ende spannend, das Ende von Skyrim hab ich aber (nach immerhin auch 50+ Stunden) nie gesehen. An die Story von Shadowrun oder Eschalon erinnere ich mich lebhafter und lieber als an die vom Witcher. Das letzte TotalWar habe ich gelangweilt ob der erschreckend schwachen KI nach einer halben Kampagne abgebrochen, mit Eador, Conquistadores und Kronos habe ich hunderte spannende Stunden verbracht.

Da wirft es natürlich Fragen auf, wenn Spiele, mit denen man selbst viel Zeit mit viel Spaß verbracht hat, tendenziell niedrigere "Spielspaßwertungen" bekommen, als hochgelobte Triple-A-Games, die weit weniger anhaltende Eindrücke bei mir hinterlassen haben. Die eigentliche Note ist dabei eigentlich egal. Es geht ums Verhältnis zueinander und die Wertmaßstäbe dahinter! Wie kommt es zu so unterschiedlicher Wahrnehmung, was diesen ominösen "Spielspaß" ausmacht? Woran liegt das?

Bei der Ursachenforschung kommt man unweigerlich zum Schluss, im direkten Vergleich sind die Indies oft weniger hübsch. Oft wird mit Genre-Standards z.B. beim Interface gebrochen oder experimentiert, was höhere Einarbeitungszeit erfordert. Liebgewonnene Komfort-Features (Tutorials, freies Speichern) werden weggelassen, was Indiegames oft sperriger macht als es auf den ersten Blick notwendig erscheint. Um Entwicklungskosten und Kaufpreis niedrig zu halten, wird auf viel Drumherum (jeder Grashalm interaktiv) verzichtet. Das sind typische Kritikpunkte und damit Wertungskiller bei Indiegames.

"Objektiv" betrachtet ist das auch alles berechtigt. Aber hat das alles wirklich Auswirkungen auf den Spielspaß? Wäre ein Spiel wirklich besser, wenn die ganzen Kritikpunkte geändert würden?

Über das "Anders-" oder auch mal "Unkomfortabel-"Sein kann man sich ärgern und es kritisieren. Man kann es aber auch als Teil der Spannung begreifen! Ja, das geht! Und beides sind absolut akzeptable Standpunkte! Wenn es um die Bewertung "besser"/"spaßiger" geht, wird man darüber in jedem Fall diskutieren müssen und dürfen. Zusammenhänge wie "je hübscher, desto besser" oder "je komfortabler, desto spaßiger" sind Dogmen, die von vielen Leuten, auch Testern, vielleicht etwas ZU leichtfertig als "allgemein wahr" akzeptiert werden. Genauso gut und durchaus richtig kann man argumentieren, je symbolhafter (pixeliger) die Grafik wird, desto mehr Phantasie braucht der Spieler dafür. Je sperriger eine Aufgabe, desto befriedigender kann das Lösen sein. Ich denke nicht, dass es dabei allgemeine Wahrheiten gibt, nur Einzelfallentscheidungen.

Warum tue ich mir als Indie-Kuschler nun "häßliche, unkomfortable" Spiele an? Warum verteidige ich die Existenz solcher Spiele? Weil ich mich für intellektuell oder gar "etwas Besseres" halte? Das ist kompletter Unsinn! Ich sitze vor meinem PC und spiele das, was mir am meisten Spaß macht, so einfach ist das. So wie es ein AAA-Fan mit seinen Lieblingsspielen genauso tut.

Die "aggressiven Indiekuschler, die nibelungentreu verteidigen" sind ein Widerspruch in sich. Wer sich verteidigt, der WURDE angegriffen. Und ja, die Indiekuschler verteidigen die Existenz "ihrer" häßlichen, unkomfortablen Spiele gegenüber AAA-Wertmaßstäben und Dogmen, die ihnen oktroyiert werden. Umgekehrt würde nämlich niemals ein echter Indie-Kuschler (ungleich Troll!) einem AAA-Fan sein MassEffect, Skyrim, CoD oder Battlefield ernsthaft die Existenzberechtigung absprechen wollen! Im Gegenteil, die meisten Indie-Kuschler spielen alle diese (sehr guten) Triple-A ja auch selbst. Alles, was Indiekuschler wollen, ist zu sagen "ja, uns gibt es zu Recht und vielen Menschen machen unsere Art von Games sogar mehr Spaß als AAA, akzeptiert das!". Das ist nicht aggressiv.

Umgekehrt ist die Toleranz und Akzeptanz weit wenige stark ausgeprägt. Die reinen Triple-A-Fans scheinen irgendwie in Sorge u sein, dass es bald kein Triple-A mehr gibt, wenn Kickstarter & Co. Erfolge feiern. Als wäre das irgendeine Seuche, die man möglichst kleinhalten muss. Wo man penibelst jede kleine Ecke und Kante als Kritikpunkt rausstellen muss und "gnädig" erklärt wie man das Produkt viel massentauglicher machen könnte. Hat je ein Indiekuschler von Skyrim verlangt, schlechtere Grafik einzubauen? Wohl kaum...

Ich kann daher nur jedem AAA-Fan sagen: Ihr habt unendlich viel Auswahl an ähnlich aussehenden, ähnlich funktionierenden, ähnlich bedienbaren Games - nehmt eins davon! Ihr braucht nicht NOCH eins davon. Und lasst die Indiegames bitte einfach so sein, wie sie sind, mit allen Ecken und Kanten.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 22. Februar 2014 - 15:36 #

Du darfst ja spielen, was dir am meisten Spaß macht. Nur sollst du dann nicht denken, du seist was Besseres oder deine Meinung wäre mehr wert als die anderer Spielefans, die auch oder nur Profiproduktionen spielen.

Wir bewerten bei Spielen immer den Spielspaß, und nicht, wie du suggerierst, irgendwelche Sekundärtugenden. Aber natürlich fließen diese Sekundärtugenden oftmals in den Spielspaß ein, wobei es auch Genres gibt, wo das weniger bis kaum der Fall ist. Rogue-Klon? Grafik unwichtig. Strategie? Grafik weniger wichtig als bei einem 3D-Actionspiel. Und so weiter.

Wenn du nun aber immer wieder auf dem Gegensatz "hässlich/Spielspaß" gegen "poliert/immer dasselbe" herumreitest, bewegst du dich genau auf dem gedanklichen Pfad der Indiekuschler, die glauben, "das Wahre" in Spielen zu entdecken, und anderen vorwerfen, sich von Äußerem blenden zu lassen. Davon zeugt auch deine, sorry, extrem arrogante Aussage, AAA-Fans bräuchten nur ein einziges Spiel kaufen. Meine Güte, was für ein Stuss.

Und nein, aggressive Indiekuschler sind kein Widerspruch, sondern eine traurige Realität hier auf GamersGlobal, ich sauge mir ja diese Kolumnen nicht aus den Fingern. Ich glaube, dass die allermeisten Spieler, die sich auf GamersGlobal herumtreiben, offen für beides sind, AAA wie Indie, und alles dazwischen. Nur erlebe ich selten "AAA-Fans", die -- wie du als sicherlich gemäßigter, aber nichtsdestotrotz Indiekuschler -- andere schlechter aussehen lassen wollen.

Mikaele Makrele (unregistriert) 22. Februar 2014 - 18:27 #

Lies mein Posting bitte nochmal, Jörg.

Bei der Ursachenforschung und dem "hässlich/Spielspaß" habe ich Gamersglobal oder Dich gar nicht erwähnt! Ich sprach von "vielen Leuten, auch Testern". Warum ziehst du dir den Schuh so bereitwillig an? Deine Relation zwischen Grafik-ist-wichtig und Genre Rogue-Strategie-Shooter teile ich völlig! Also kannst Du gar nicht gemeint gewesen sein.

Auch die Aussage mit dem "nur ein Spiel" hast du vollkommen fehlinterpretiert! Nochmal zum besseren Verständnis: es gibt 100 Skyrim-artige Spiele. Wenn dann ein Might&Magic X kommt, brauchen AAA-Fans nicht meckern, dass es kein 101. Skyrim ist! Wer Skyrim spielen will, soll eins von den 100 vorhandenen, sehr ähnlichen Spielen spielen (von mir aus auch alle!), aber sie brauchen nicht NOCH ein Skyrim. Der Indiekuschler hingegen, der braucht dieses EINE Might & Magic X, weil wir haben eben nicht 100 andere Might & Magic Xs, aus denen wir auswählen könnten.

Jetzt verstanden? Die Aussage ist weder arrogant, noch Stuss! Es ist Realität (guck nur in den Test zu MMX), auch ich sauge mir das hier nicht aus den Fingern.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 22. Februar 2014 - 21:00 #

Ich möchte dich nicht missverstehen, aber deine Aussage "Ich kann daher nur jedem AAA-Fan sagen: Ihr habt unendlich viel Auswahl an ähnlich aussehenden, ähnlich funktionierenden, ähnlich bedienbaren Games - nehmt eins davon! Ihr braucht nicht NOCH eins davon." kann ich immer noch nur so interpretieren, dass du meinst: Hast du ein AAA-Spiel, kennst du alle. Jetzt korrigierst du, was du gemeint hast, und dieser neuen Interpretation kann ich zustimmen.

Ich unterstelle dir auch nicht, explizit nur GamersGlobal oder GG-User oder mich zu meinen.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3230 - 22. Februar 2014 - 22:35 #

Ich verstehe diese Aussage so, dass der Markt an hochwertigen AAA-Games so überfüllt ist, dass jeder Spieler zu jeder Zeit im Elektrogroßhandel seiner Wahl nur einen Titel aus den Top 10 kaufen muss, und gute Chancen hat, ein Spiel zu kaufen, was ihn lange unterhält.

Diesen Menschen schadet GG nicht, wenn mal ein AAA-Titel "vergessen" würde, oder zumindest weniger ausführlich behandelt wird. Dank Computerbild und dem freundlichen Saturn-"Berater" werden AAA-Fans immer etwas passendes finden.

Andersherum aber: Wenn GG - immerhin Leitmedium vieler Gamer - einen unbekannten Indietitel ignoriert, stehen die Chancen gut, dass er deshalb einer Menge Spieler durch die Lappen geht, weil sie vielleicht nie davon erfahren werden. Zumindest nicht, indem sie sich vor das Top-10-Regal im Saturn stellen...

Ich sehe das genau so: GTA V habe ich mir sowieso gekauft, dafür brauchte ich zuvor keinen Test irgendwo lesen. Von einem Gone Home zu erfahren, war hingegen gar nicht so leicht.

Die meisten Gamer würde sicherlich durchaus mal etwas anderes als GTA spielen wollen, nur erfahren sie nicht davon, weil 90% der Leute eben nicht den ganzen Tag auf exotischen Szeneseiten nach unbekannten Perlen suchen...

Eine etablierte Spieleseite sollte aber vielleicht den Gamern gerade in diese Richtung professionelle Beratung geben, denn ein GTA kaufen sie sich - wie gesagt - auch von allein.

Und zu Jörgs Aussage "Nur erlebe ich selten "AAA-Fans", die -- wie du als sicherlich gemäßigter, aber nichtsdestotrotz Indiekuschler -- andere schlechter aussehen lassen wollen." muss ich kurz schmunzeln. Wie oft liest man in den Kommentaren hier solche Bezeichnungen wie "Pseudo-Intellektuelle" oder "Elitäre Schnösel", sobald jemand sich outet, von den Jahrescharts weniger als die Hälfte der Titel gut zu finden?

J.C. (unregistriert) 22. Februar 2014 - 22:39 #

Aber GTA ist doch nach allgemeiner Auffassung ein Indiespiel! ;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 22. Februar 2014 - 22:43 #

Jep, mir kommen da auch so der ein oder andere Kommentar zu "Nachtfischers Spielejahr 2013" in den Sinn.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 23. Februar 2014 - 16:16 #

So, ich stimme dir vollkommen zu.

Denn es gibt genug Indie-Titel, über die kein Mensch etwas weiß und Leute tappen vollkommen im Dunkeln.
Bei einem CoD oder einem GTA n brauche ich den Test auch nicht zu lesen, da weiß ich, was mich erwartet und die PR ist so omnipräsent, dass ich mich dem kaum entziehen kann.

Aber wer hat "OreSome" schonmal gespielt oder davon gehört? "Voyage to Farland"? "Siege of Turtle Enclave"? Na gut, vielleicht sollte ich ein wenig mehr Richtung Mainstream gehen. "Tower of Guns"? "Fancy Skulls"? Immernoch zu underground? "Race The Sun"! Ich hoffe, das kennen die Leute jetzt.

Wenn ich mich über solche Spiele informieren will, geht das fast nirgendwo, ich bin eigentlich auf Youtube und irgendwelche Fans und Kommentare angewiesen.
Vielleicht brauchen wir ja auch eine viel breitere Kultur der "Game Reviews", denn auch LetsPlays können das nicht immer bieten, auch wenn sie im Falle obskurer Indie-Games hilfreich sein können.

maxdome 09 Triple-Talent - 283 - 21. Februar 2014 - 21:45 #

Danke für den Audiospur!

Right Said Fred (unregistriert) 22. Februar 2014 - 15:05 #

Die Kolumne wirkt so, als verstünde er nicht, warum Leute im Gegensatz zu ihm z.B. Broken Age gut finden, und er nun eine Ausrede dafür sucht (die haben dafür ja bezahlt!).

Ich bin mir nur nicht sicher, ob er das wirklich so meint oder ob er das nur schreibt, um möglichst viele Klicks zu generieren. Peinlich finde ich es so oder.

Die Fragen sind armselig, weil sie tendenziös sind und er uns seine persönliche Meinung (3 mio Kickstarterspiel = mittelmäßig) aufdrückt, anstatt die Wertung rauszulassen, denn die darf ja wohl jeder selber fällen. "Findest du Game X geil, obwohl es schlecht ist, nur weil es ein geringes Produktionsbudget hatte?" ist eine so dämlich formulierte Frage, ich verstehe nicht, wieso sich die Leute im Kommentarbereich auf sowas einlassen.

Das ist so schlechte journalistische Qualität, dass ich kaum drüber hinwegsehen kann. Das ist schlicht Boulevard-Zeitungs-Niveau und hebt sich kaum von Post von Wagner ab.

Er differenziert nicht, er redet von oben herab und er drückt dem Leser seine Meinung auf und lässt wenig Spielraum für alternative Ansichten.

Wer Probleme mit pseudo-intellektuellen Schrott hat (was es definitiv häufig gibt unter den Indies) darf die Spiele gern beim Namen nennen. Wer jedoch wie Langer derart pauschal auf Indies einschlägt, ist halt nicht mehr als eine billige Aufmerksamkeitshure. Wer's braucht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 22. Februar 2014 - 15:29 #

Dein Kommentar wirkt so, als verstündest du nicht nur die Kolumne nicht, sondern generell das Wesen einer Kolumne. So oder so, ich finde ihn peinlich.

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 22. Februar 2014 - 16:06 #

Ist es nicht herrlich? :D

Mike H. 14 Komm-Experte - 2301 - 22. Februar 2014 - 15:43 #

Kudos, Du hast die Motivation für Jörgs Artikel und den Inhalt vollkommen richtig analysiert! Diese ganze Geschichte ist einem "Spielemagazin für Erwachsene" durch und durch unwürdig.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 22. Februar 2014 - 16:45 #

Hallo Psycho-Doktor! Du scheinst zu glauben, kraft deines GG-Abos a) in meine Psyche schauen und b) jeden Unsinn behaupten zu können.

Falsch :-)

Mike H. 14 Komm-Experte - 2301 - 22. Februar 2014 - 18:35 #

Überschätze bitte nicht die Komplexität Deiner Psyche, Jörg! Einige Podcasts und Artikel reichen da locker aus, um die zu durchschauen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345074 - 22. Februar 2014 - 19:55 #

Wenn du es sagst. Aber nur für Geistesgrößen wie dich. Ich sage es ja, und meine das wirklich anerkennend, nein, ehrfürchtig: Bist ein Psycho-Doktor!

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Februar 2014 - 16:44 #

In der Kolumne wird auf überspitzte Weise dazu aufgerufen, sog. "Indie-Spiele" losgelöst von dem Wissen über die geringeren Entwicklungskosten, die eventuell sympathischen Entwickler und die eventuell widrigen Entwicklungsbedingungen zu bewerten. Das ist eine Aussage, der ich voll zustimmen kann und die eigentlich nicht zu einem solchen Aufschrei führen sollte.

Mike H. 14 Komm-Experte - 2301 - 22. Februar 2014 - 18:39 #

Falsch! Die Kolumne ist einzig und alleine eine erweiterte Rechtfertigung des lächerlichen GG-Tests zu "Broken Age" und Jörgs absolute Unfähigkeit, mit der berechtigten Kritik daran klarzukommen. Alles andere darin ist nur Blendwerk, dem ja auch offenbar genügend Poster auf den Leim gegangen sind.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Februar 2014 - 19:24 #

Wie willst du entscheiden, was in dem Artikel Blendwerk und was verborgene Intention ist?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 22. Februar 2014 - 20:11 #

Weil das in Mikes Realität nunmal so ist. Gibt ja die Theorie von Paralleluniversen, da kann es bestimmt auch parallele Realitäten geben.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 22. Februar 2014 - 20:15 #

In der Kolumne geht es fast ausschließlich um die Gruppe innerhalb der Indie-Sympathisanten, die fanatisch-extreme Verhaltensweisen aufzeigen und sich für so viel cooler als die doofen anderen Gamer halten. Das hat Jörg bereits mehrfach in ähnlicher Form erklärt und es ist wirklich traurig, dass er das trotz der Offensichtlichkeit tatsächlich noch erklären muss.
Aber schon klar, Du bist der Checker!^^

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39322 - 23. Februar 2014 - 0:59 #

Es kann aber schon nerven wenn einem in vielen Tests erklärt wird das die Spieldauer unabhängig vom Preis ist, ich aber häufig bei Kickstarter-Projekten lesen muss was die mit dem Geld gemacht haben und das deutsche Entwickler das mit viel weniger dann doch viel besser hinbekommen hätten.
Ich halte es da nämlich wie bei den "grossen" Spielen, die Kosten sollten nichts mit dem Spielspass zu tun haben.

Und da es von X-Rebirth ja immer noch keinen Test gibt würde ich doch mal gerne wissen wie viele Million man noch reinpumpen müsste um den Spielspass etwas zu erhöhen? ;)

kzgkzgg (unregistriert) 23. Februar 2014 - 3:48 #

1. Der Großteil aller Videospiele ist scheisse.
2. Die verbleibenden herausragenden Titel sind sowohl im Indie- wie auch im AAA-Bereich anzutreffen.
3. Broken Age ist eine rießige Enttäuschung.

J.C. (unregistriert) 23. Februar 2014 - 8:49 #

Aber du sollst doch nicht annonym posten, Jörg! :p

xaan. (unregistriert) 23. Februar 2014 - 13:36 #

Zitat: "Vor allem interessiert mich, aus welchen Bedürfnissen und Übersprungshandlungen heraus ein mäßiges 3-Millionen-Adventure wie Broken Age oder eine 800.000-Dollar-Enttäuschung wie Shadowrun Returns eine derart geifernde Verteidigungsmeute generieren kann, die jedwede andere Meinung, als dass diese Spiele toll seien, in Grund und Boden verdammt."

Das ist kein typisches Indiekuschler-Merkmal, sondern kann praktisch auf jedes Spiel angewendet werden. Was Herrn Langer viel mehr interessiert als eine Erklärung für dieses Phänomen sind möglichchst viele Kommentare, die auf eine offensichtliche Provokation antworten und der Seite somit hohe Besucherzahlen bescheren.

Despair 16 Übertalent - 4901 - 23. Februar 2014 - 14:56 #

Provokation in einer "Langer lästert"-Kolumne - das geht nun wirklich nicht. Ich verlange, dass die Kolumne in "Langer kuschelt" umbenannt wird!

J.C. (unregistriert) 23. Februar 2014 - 15:25 #

Das wär mal eine Herausforderung!

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 23. Februar 2014 - 15:32 #

-Langer kuschelt-
sanft!
mild!
besonders schonend!
wärmend!
plüschweich!

Nein danke.

xaan. (unregistriert) 23. Februar 2014 - 16:11 #

Ich habe absolut nichts gegen eine ordentliche Kommentardiskussion. Aber nciht wenn ich so offensichtlich hineinmanipuliert werde und es dem Provokateur dabei eigentlich um was ganz anders geht. Daher ist dies hier auch mein letzter Kommentar unter dieser News.

Anonymous (unregistriert) 27. Februar 2014 - 19:47 #

Also die Langerkuschler sind hier echt stark vertreten, die absolut alles verteidigen was er schreibt und nie um Ausreden verlegen sind, warum das trotzdem okay und toll sein soll.

Betroffener (unregistriert) 23. Februar 2014 - 16:57 #

Die neue heilige Kuh aller Indiekuschler: Banished. Wehe dem, der es wagt, in den entsprechenden Foren/Threads ein negatives Wort darüber zu verlieren. Das geht allenfalls mit dem obligatorischen Hinweis, dass dahinter ja nur ein Mann steht und ähnliche Verweise auf mangelnde Ressourcen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11538 - 23. Februar 2014 - 18:49 #

hinter rollercoaster tycoon und manch anderes spiel stand ja auch nur ein mann. das ändert ja nichts am spielspaß. und von banished hab ich jetzt überwiegend auch positives gehört.

Cat Toaster (unregistriert) 1. März 2014 - 17:17 #

Hab´s tatsächlich diese Woche schon auf meine Wunschliste gesetzt! :)

Eilebeute-Raubebald (unregistriert) 23. Februar 2014 - 23:03 #

Es gibt auch die andere Seite die grundsätzlich alle Indie Spiele Scheiße finden. Fakt ist, dass große Hersteller nicht besonders oft und gerne, Risiken eingehen wie neue Spielkonzepte oder gewagte grafische Aufmachung und Designs. Aus gutem Grund, da man das Spiel so konzipiert, dass es möglichst viele Menschen anspricht. Indie Entwickler müssen ihr Spiel hingegen so konzipieren, dass es möglichst extrem aus der Masse herausstricht. Muss man deswegen ein schlechtes geklautes Konzept schlucken ? Nein sicher nicht. Aber wenn wir über geklaute Konzepte sprechen, können wir ja mal zu den Big Playern schielen die sich ständig gegenseitig bestehlen. Es kommt einen so vor als gäbe es nur noch 4-5 Genre die jeder Big Player hat von dem er jedes Jahr einen neuen Ableger veröffentlicht. Das man diesen repetitiven Misst, auch wenn er technisch gut gemacht ist, irgendwann nicht mehr sehen kann, liegt in der Natur des Menschen... des denkenden Menschen. Trotzdem gilt, dass man ein Spiel nicht nach dem finanziellen und organisatorischen Hintergrund bewerten sollte. Das sollte allerdings auch jeden denken Menschen klar sein. In den letzten 10 Jahren, hab ich jedenfalls die interessanten und aufregenden Konzepte bei den Indies gesehen und nicht etwa bei den Big Playern... mit wenigen Ausnahmen. Ihr solltet euch lieber mal selbst hinterfragen ob das Xte CoD ernsthaft eine 9.0 verdient hat oder ob es nicht einen Punktabzug geben sollte für den Enormen Einfallsreichtum der Entwickler.... oh ja, jetzt auch mit Hund. Wenn ich einen Test lese, erwarte ich mindestens mal eine Stellungnahme dazu, ob es wirklich was neues ist was einen fordert oder wieder nur der Einheitsbrei.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24260 - 26. Februar 2014 - 3:27 #

Muuuuuaaaaahhh, ich. Bin. Der. Teufel! Ich hab den 666sten Kommentar abgegeben! Kniet nieder und küsst mir meine Hufen!

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6532 - 26. Februar 2014 - 19:14 #

Bekommt man 1 EXP pro Kommentar? kann ich 2221 Kommentare abgegeben haben? Oh Gott, ich entschuldige mich hiermit bei allen...! ;)

Taggerd 10 Kommunikator - 404 - 27. Februar 2014 - 22:49 #

Update?

Lexx 15 Kenner - 3586 - 27. Februar 2014 - 23:37 #

Ist mir alles so extrem egal. Ich kaufe die Spiele die mir gefallen und scheiße drauf, ob Indie oder AAAAAA+++ whatev.

Cat Toaster (unregistriert) 1. März 2014 - 17:18 #

So! Weil +1 um einfache Zustimmung zu signalisieren hier ja nicht erwünscht ist.

gg-grinder 08 Versteher - 203 - 28. Februar 2014 - 19:49 #

Voll-Tests für Indiespiele sind einfach unrealistisch. Wie schon mehrfach angemerkt sind die Kapazitäten einfach nicht gegeben um alle oder auch nur einen sinnvollen Anteil davon zu testen.
Also müsste man zwangsläufig hergehen, und bereits vorher filtern, welche Indie-Spiele im Internet mehrheitlich als gelungen gefeiert werden, was im Umkehrschluss den ganzen Test-Prozess sinnlos macht.
Der soll ja nicht dazu dienen, damit sich Leute darin bestätigt sehen, was sie ohnehin schon vorher wussten(!), sondern dazu die Meinung des Testers aufzuzeigen ob und für wen sich ein Kauf lohnen könnte.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7009 - 1. März 2014 - 0:19 #

Na, das lässt sich aber auch über AAA-Titel sagen. Da ist es ja noch einfacher, zu filtern, welche Titel dem Hype entsprechen und welche doch eher nur blenden. Und bei der ganzen PR-Maschinerie und den exklusiven und ausführlichen Vor- und Vor-Vorberichtersttatunngen reichen für viele Titel doch bloß Kurztests, die ausführen, welche Unterschiede es zum Vorgänger aus der Serie gibt.

Oder hinkt die Argumentation etwas?

Sicher, die Leute, die sich für Indiespiele intewelche dort bekannt sind uressieren, kriegen schon früh mit, nd recherchieren auf eigene Faust, sind vielleicht schon im 'Early Access' dabei und brauchen dann keinen Test mehr. Das wird aber nur eine Minderheit der Leser*innen betreffen. Für den Rest sind auch Volltests von Indie-Spielen total sinnvoll, weil die meisten eben nur die AAA-PR abbekommen und sich nicht jede Neuerscheinung auf Desura anschauen oder noch tiefer graben.

gg-grinder 08 Versteher - 203 - 1. März 2014 - 16:03 #

Was sollen die Magazine denn machen wenn die Ressourcen schlicht nicht reichen Indie-Spiele flächendeckend einzubeziehen?

Ich sag dir, Spiele-Tests sind heutzutage für viele Spieler ohnehin mehr Unterhaltung als Informations-Quelle. Je älter man wird, desto besser lernt man anhand von Vorabinformationen einzuschätzen ob einem ein Spiel gefällt oder nicht, da man auch sich selber besser einschätzen kann (und man lernt das Marketing Blabla auszublenden).

Letztendlich sind Geschmäcker dann ohnehin zu verschieden um eine Note ohne Kontext (den man sich selbst erarbeitet, eigene Vorlieben und Vorlieben der Tester/Magazine mit einbeziehend) als Kaufempfehlung (oder eben auch nicht) zu nehmen.

vicbrother (unregistriert) 3. März 2014 - 11:00 #

Die Magazine könnten z.B. mit den Let's Players, den Entwicklern und den anderen Spielern zusammenarbeiten?

sixfeetandi 14 Komm-Experte - P - 2487 - 26. Juni 2014 - 14:57 #

Meine Meinung: Gekauft wird was gefällt. Der Markt wird's schon richten :-)

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