HW-News Folge 124: Nvidia Titan Black "in time", Intel Broadwell nicht
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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15. Februar 2014 - 8:00
Erinnert sich noch jemand an die tollen Zeiten, in denen alle paar Wochen spannende neue Prozessoren mit wirklich spürbarer Mehrleistung erschienen sind? Sicher lässt es sich streiten, ob dieses Wettrüsten zwischen AMD und Intel für Gamer wirklich so praktisch war, immerhin waren sie in der Zeit um die Jahrtausendwende regelmäßig zum Upgrade ihrer Hardware "gezwungen". Aber selbst ohne regelmäßige Einkaufstouren waren die Zeiten von Athlon, Pentium 4 und später den ersten Dualcores und 64-Bit-Prozessoren einfach interessant.

Diese Zeiten sind vorbei und werden auch vorerst nicht zurückkehren. AMD plant keine weiteren Highendprozessoren, der für die FX-CPUs eingeführte AM3(+)-Sockel verwaist langsam aber sicher. APUs jedoch bieten nur den Bruchteil der CPU-Performance der ehemaligen Topmodelle. Intel hingegen sieht sich mangels Konkurrenz – wieder einmal – in der bequemen Position, den Markt nach eigenem Gusto zu regulieren. Sprich: Man nimmt sich Zeit für neue Produkte und gönnt sich den Luxus, erst einmal die Lager von Altware zu leeren, bevor neue Hardware auf den Markt kommt. Mehr dazu im Abschnitt über Intels Broadwell und seine Verspätung.

Wer nun nicht nur mit Hardware bastelt, sondern auch täglich darüber berichtet, den sucht ab und an eine gewisse Langeweile heim: 5 Prozent Mehrleistung, wow! Neue, aber erst in vielen Jahren flächendeckend genutzte Befehlssätze – gähn! Spannender sieht es da schon im neuen Gelobten Land der Hardwareentwicklung aus: Mobilprozessoren erleben eine rasante Evolution, zwar grob auf den Wegen der x86-Vorgänger, aber eben viel schneller als die CPU-Ahnen. Danach sah es beim Erscheinen des Arcorn Archimedes mit seinem in der Fachpresse bestaunten RISC-Prozessor ARM 2 allerdings noch nicht aus. Der Tablet- und Smartphone-Boom der letzten Jahre sorgt jedoch für immer kürzere Innovationszyklen und einen wahren Goldrausch bei den Chipfirmen.
Die AMD R7 265 entspricht größtenteils der Radeon HD 7850
AMD R7 265 – Radeon HD 7850 inside
Wenig innovativ zeigt sich AMD mit dieser recht lieblosen Grafikkarten-Neuauflage. Die unter dem neu klingenden Namen AMD Radeon R7 265 jüngst auf den Markt erschienene Karte ist tatsächlich nur ein alter Bekannter: Im Inneren werkelt ein Pitcairn-Chip, der schon in der 7800- und R9-270-Serie eingesetzt wird.

Um genauer zu sein: Es handelt sich um eine leicht hochgetaktete Radeon HD 7850, deren Performance entsprechend wenig überraschen dürfte. Ging die 7850 zum Release noch als gehobene Mittelklasse durch, nagt mittlerweile der Zahn der Zeit an der Hardware. So bietet AMD bei einigen neuen Chips eine vergleichsweise leistungsfähige Audio-Hardware ein. Auch Verbesserungen an der Videoengine und beim Stromverbrauch gibt es aus nachvollziehbaren Gründen keine bei der R7 265. Gegenüber der Radeon HD 7850 steigt der Energiebedarf unter Last leicht an, ein Opfer der höheren Taktraten.

Der von AMD veranschlagte Preis von etwa 130 Euro ist zwar strategisch sinnvoll, dürfte aber kaum jemanden zu Jubelschreien veranlassen. Wer bereits eine flotte Grafikkarte oder gar eine HD 7850 sein Eigen nennt, braucht bei dieser Neuauflage nicht zuschlagen. Besitzer älterer Karten allerdings könnten durchaus auf ihre Kosten kommen, die meisten Spiele laufen mit der R7 265 immerhin noch recht gut in 1920x1080 Pixeln.
MediaTek mausert sich zum ernstzunehmenden Chiphersteller für Tablets

ARM in der Mittelklasse: A17-Rechenkerne und Achtkern-CPUs
Vom Erfolg der Tablets waren einige große Hardwarefirmen aber auch zahlreiche Forennutzer durchaus überrascht – aus anfänglichem „Die Dinger setzen sich nie durch, sowas braucht kein Mensch“ wurde schnell ein „Ich brauchs zwar nicht, aber hergeben mag ich mein Tablet auch nicht mehr“. Der Erfolg dieser Geräteklasse ist sogar so groß, dass es bei Mobilprozessoren deutlich mehr spannende Neuentwicklungen zu vermelden gibt als bei klassischen x86-CPUs.

Vor allem die Prozessordesigns von ARM sind beliebt. Dabei stellt ARM keine eigenen Prozessoren (oder besser: SoCs, System on a Chip – Chips mit Prozessor-, Grafik- und zahlreichen Ein- und Ausgabeinheiten) her, sondern lizenziert nur das Design und die dahinterliegende Technologie. ARMs wohl bislang erfolgreichstes Design war der Cortex A9, der sich noch immer in vielen Tablets und Smartphones findet. Doch inzwischen ist der A9 etwas in die Jahre gekommen, mit dem A15 existiert auch schon ein schneller, aber eben auch energiehungriger Nachfolger. Ebenfalls erwähnenswert ist der A7, ein auf Energiesparen getrimmtes Prozessordesign mit etwas weniger Leistung als beim A9. Tablets auf Basis des A7, zumeist mit vier Rechenkernen und durchschnittlich schneller Grafikeinheit, finden sich in Massen vor allem in der Einstiegs- und Mittelklasse. Ein prominentes Beispiel ist das Asus Memo Pad HD 7, das für seinen sehr geringen Preis eine überzeugende Leistung abliefert.

Mit dem nun vorgestellten A17-Prozessordesign will ARM auch der Mittelklasse auf die Sprünge helfen. So verspricht ARM neben einem effizienten Betrieb bis zu 60 Prozent Mehrleistung gegenüber dem Cortex A9. Neben dem Einsatz in Tablets und Smartphones sieht ARM den A17 auch als Prozessor in Fernsehern, Medienplayern und Automobil-Unterhaltungselektronik. Entsprechend können die Chiphersteller den A17 sowohl als Single-, Dual- und auch als Quadcore-Lösung einsetzen. Die Taktfrequenzen liegen zwischen 1,0 und 2,0 Gigahertz. Besonders interessant könnte der A17 in Verbindung mit dem sich abzeichnenden Trend zu preislich interessanten 8-Zoll-Tablets werden.

64-Bit-Befehle nimm der A17 nicht hingegen, der Prozessor versteht sich nur auf die 32-bittigen Befehle nach ARMv7. ARMv8 und damit 64 Bit sind weiterhin den A53- und A57-Chips vorenthalten.

Als einer der ersten Hersteller kündigt MediaTek den Cortex A17 im MT6595 an. Neben vier A17-Kernen integriert der aufstrebende Hersteller auch vier A7-Kerne. Die Recheneinheiten können dank Heterogeneous Multi-Processing auch gleichzeitig genutzt werden, sodass sich der Chip wie ein Octacore verhält, zumindest wenn die Rechenleistung gefordert ist. Ansonsten lassen sich die Recheneinheiten abschalten, um Energie zu sparen. Für die Grafikausgabe zeichnet im MT6595 eine GPU von Imagination Technologies verantwortlich: Die PowerVR Series 6 verbaut unter anderem Apple im aktuellen A7-SoC des aktuellen iPhone und im iPad Air. Der eine oder andere Leser dürfte sich eventuell noch an die seinerzeit stark umstrittenen Kyro-Grafikkarten erinnern – die Kyro-GPU stammte ebenfalls von PowerVR und machte einst der Geforce 2MX starke Konkurrenz. Im Desktopmarkt sah man bei PowerVR allerdings keine Zukunft, so dass man sich auf mobile Grafiklösungen konzentrierte. Keine schlechte Entscheidung offenbar, AMD ging den entgegengesetzten Weg und verkaufte sein Knowhow in diesem Bereich (für im Rückblick viel zu wenig Geld) an Qualcomm, die mit dem Adreno (tatsächlich ein Annagramm von Radeon) große Erfolge feiern.
Diese noch etwas ältere Roadmap sieht noch optimistisch in die Zukunft 
Intel Broadwell: Haswell-Nachfolger verspätet sich
Bei Intel hingegen sieht man sich offenbar nicht zu schnellen Innovationszyklen genötigt. Im Prozessorbereich fehlt es an Konkurrenz, AMD macht im Jahr gerade einmal so viel Umsatz, wie Intel an Gewinn erwirtschaftet, und konzentriert sich zudem auf eher langsame Mittelklasse-APUs, die nur mit ihrer Grafikleistung punkten können, nicht aber im CPU-Bereich.

Broadwell soll als nächster Entwicklungsschritt bei Intel die aktuellen Haswell-Prozessoren beerben und die Chiparchitektur in die Fertigung mit nur 14 nm Strukturbreite führen. Intels Tick-Tock-Strategie besteht darin, auf eine neue CPU-Architektur einen Shrink auf eine schmalere Fertigungsstruktur folgen zu lassen. So muss sich eine bewährte Architektur in der neuen Struktur bewähren während neue Architekturen erst einmal im gut beherrschbaren Fertigungsprozess erscheinen. Entsprechend ist von einem Prozessorshrink aber keine bahnbrechende Innovationsleistung bei den Recheneinheiten zu erwarten, Intel hat bei einem Shrink die Wahl zwischen energiesparenderen aber gegenüber den Vorgängern nicht schnelleren CPUs oder etwas Mehrleistung bei stagnierendem Energiebedarf. Selbstverständlich sind auch Mischformen möglich, so dass es in den meisten Fällen auf „etwas mehr Leistung bei etwas weniger Energiebedarf“ hinausläuft.

Statt im dritten Quartal soll Broadwell nun erst im vierten Quartal diesen Jahres starten. Beginnen wird Intel voraussichtlich mit der Auslieferung der energiesparenden U- und Y-Modelle, welche für Ultrabooks und Windows-Tablets geeignet sind – hier dürfte die 14-nm-Fertigung sich sehr positiv auf die Akkulaufzeit auswirken. Anfang 2015 sollen dann die Pentium- und Celeron-Modelle für preiswerte Computer folgen. Ob und wann dann Desktop-Versionen von Broadwell folgen werden, ist bislang noch nicht bekannt.
Neue teure Spitzenklasse: Geforce GTX Titan Black (Bildquelle: Videocardz.com)
Nvidias Gigant wird schwarz –
GTX Titan Black Edition bestätigt

Zuerst war es nur ein Hinweis im Prozessoranalyse-Tool CPU-Z: Mit der GTX Titan Black soll Nvidia ein leistungsfähiges Highend-Modell in der Pipeline haben. Vermutet wird, unter anderem von der aktuell sehr gut informierten Webseite videocardz.com ein Vollausbau der Top-GPU GK110 mit 2880 Shadereinheiten und sechs Gigabyte GDDR5-RAM, angebunden mit 384 Bit.

Das aktuelle Topmodell GTX 780 Ti weist bis auf die Speichermenge eine identische Ausstattung auf, setzt aber auf nur 3 Gigabyte Speicher. Den Aufpreis von bis zu 300 US-Dollar will Nvidia mit der höheren Doube-Precision-Leistung der Titan Black rechtfertigen: Diese für wissenschaftliche Anwendungen wichtige Leistung wurde bei der 780 Ti stark eingeschränkt, die Titan Black hingegen soll in diesem Punkt die volle Leistung erbringen. Gegen größere Taktsteigerungen bei der Titan Black spricht die unveränderte TDP von 250 Watt. Bei Spielern dürfte Nvidia damit den Aufpreis gegenüber der GTX 780 Ti nicht rechtfertigen können. Immerhin liegt die Preisempfehlung Nvidias bei der GTX 780 Ti bei 699 US-Dollar, bei der GTX Titan Black aber bei 999 US-Dollar.

Vorgestellt werden soll die Geforce GTX Titan Black am 18. Februar, zeitgleich mit der ersten Maxwell-Grafiklösung namens Geforce GTX 750. Diese setzt wohl auf deutlich weniger Shadereinheiten, als in der letzten Woche spekuliert, was auch den niedrigen Energiebedarf von nur 75 Watt erklären dürfte. Aufgrund der Maxwell-Optimierungen im Chip soll die Leistung jedoch trotz geringerer Shadermenge nicht schlechter ausfallen als bei den Vorgängermodellen mit Kepler-Innenleben.
MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6324 - 15. Februar 2014 - 10:59 #

Auch wenn man die damaligen PC-Aufrüst-Orgien (alle 1-2 Jahre) durchaus negativ sehen kann, muss ich auch sagen, dass sie mir fehlen.
Damals habe ich mich immer auf die neue und schnellere Hardware gefreut und war gespannt was die Software daraus machen wird.

Mein letzter PC hat 5 Jahre gehalten und mein aktueller wird wohl erst nach 6 Jahren Dienst ersetzt werden, wenn irgendwann 2015 Intels Skylake und Nvidias Volta Architekturen verfügbar sind.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 15. Februar 2014 - 13:46 #

So siehts aus. Mein i5 2500k (3 Jahre alt) wird Ende 2015 wahrscheinlich aufgerüstet. Ich mach mir nichtmal die Gedanken immo aufzurüsten Oo Ivy Bridge, Haswell, Broadwell - nur minimal mehr Frames als Sandy...
Ebenso mit der GTX 770. Ich seh außer Star Citizen nix am Horizont das die Hardware nur Ansatzweise ausreizt :/

volcatius (unregistriert) 16. Februar 2014 - 13:37 #

Ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr alle 2 Jahre einen komplett neuen Rechner für 2000 DM kaufen muss. Da ist der geringere technische Fortschritt das kleinere Übel.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6324 - 16. Februar 2014 - 20:56 #

Das sehe ich anders: Ich würde zu meinen Lebzeiten gerne noch ein Holodeck ausprobieren!
Aber mit eurer Fortschrittsfeindlichkeit wird das wohl nix...
;-)

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 17. Februar 2014 - 7:54 #

Aye ;) Technikbremsen! Will noch das Holodeck und das Hoverauto/Skateboard! Mimimi mit Fortschritt. Sind nimma im 19. Jahrhundert!!!111 :P

mik 12 Trollwächter - 938 - 17. Februar 2014 - 19:42 #

Nur weil neue Technologie vorhanden ist muss man diese doch nicht gleich kaufen!

Ich versteh solche Leute nicht, die meinen "besser nix neues, damit meins nicht alt ist"!
Mit so einer Einstellung gibt es nie einen Fortschritt bzw. dieser ist minimal und dazu noch teuer

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Februar 2014 - 8:48 #

"Mein letzter PC hat 5 Jahre gehalten und mein aktueller wird wohl erst nach 6 Jahren Dienst ersetzt werden, wenn irgendwann 2015 Intels Skylake und Nvidias Volta Architekturen verfügbar sind."

Das ist auch mein Plan. Wobei ich eher mit Anfang 2016 rechne. Dann hätte meine Kiste auch 6 Jahre lang ihren Dienst verrichtet. Früher habe ich in dem Zeitraum drei Rechner verbraten. Die zudem doppelt soviel gekostet haben.

Aber zugegeben, mich juckts auch schon seit letztem Jahr in den Fingern, mir einen neuen PC zusammenzustellen. Was ich virtuell auch ab und zu mache. Aber solange alles problemlos läuft, ist ein Neukauf einfach Blödsinn.

Chefkoch13 12 Trollwächter - 899 - 15. Februar 2014 - 11:11 #

Tjaja... Das kommt den Konsolenherstellern natürlich sehr entgegen. Man stelle sich vor, wie PS4 und co. einen rasanten Anstieg der Rechenleistung im PC-Markt à la 2000er verkraften würden? Natürlich kann man aus deren Hardware noch was rausholen, wenn man die Spiele darauf optimiert. In den vergangenen Generationen ging es ja auch. Allerdings war die Konsolenhardware damals PC-Hardware voraus. Die aktuellen Konsolen arbeiten quasi mit den oben genannten AMD Radeon R7 260 (XBONE) und 265 (PS4) Grafikchips. Einzig die PS4 kann da mit GDDR5 noch punkten.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 15. Februar 2014 - 12:39 #

Umgekehrt: Weil die Mehrzahl der Menschen auf Konsolen spielt, lohnt es sich nicht, viel Geld in die Entwicklung neuer PC-Hardware zu stecken. Wer soll das Zeug denn nachher kaufen? Wer sich jetzt einen i5 oder Xeon holt, ist damit auf Jahre versorgt, weil die fordernde Software fehlt.

Und da kann man jetzt natürlich traurig schauen, was AMD da macht, aber eigentlich ist es logisch: Warum teuere FX-Prozessoren entwickeln, die dann überall gescholten werden, wenn die APUs den meisten Leuten (selbst Spielern) genügend Leistung liefern und Synergie-Effekte zu anderen Bereichen des Portfolios haben...?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Februar 2014 - 13:07 #

Wobei Gamer ja schon immer nur ein sehr kleiner Teil der Hardwarekundschaft waren (auch wenn Gamer das nur sehr ungern zugeben). Es ist doch eher Fakt, dass seit etwa 5 Jahren selbst Notebookhardware schnell genug für so gut wie alle Anwendungen im Alltag ist. Früher gabs Anreize zum Aufrüsten - eine neue Videokamera, so dass der alte Rechner nicht für tauglich für den Schnitt war, eine neue Digicam, für deren Fotos man gerne mehr Leistung hätte, das neue Buchhaltungstool, das auf der alten Kiste nur sehr zäh lief.

Seit etwa dem Erscheinen der Core2Duo-Prozessoren allerdings wars das. Prozessorpower war seitdem kein Problem. Selbst heute reicht ein C2Q immer noch locker für die meisten Anwendungszwecke aus. Für Office reicht sogar ein mobiler C2D von 2009 oder so. Warum neu kaufen? Und: warum dann noch entwickeln wenns keiner kauft?

Bei Grafikkarten gäbe es vielleicht noch Anreize - aber hier sind tatsächlich die "last-gen"-Konsolen schuld, warum sollte man seine GPU aufrüsten wenn die Spiele auf dem PC eh nur lieblos konvertiert sind. Warum sollte man aufrüsten, wenn eine betagte GTX 460 immer noch für fast alle Titel in FullHD reicht? Hat ja seit vier bis fünf Jahren keinen wirklichen Sprung in der Grafikqualität gegeben. Ich finde ja sogar gehypte Spiele wie Battlefield oder Bioshock Infinite viel hässlicher als sie beschrieben werden. Und vor allem reizen sie die Hardware beiweitem nicht aus, da wäre viel mehr drin.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 15. Februar 2014 - 11:50 #

Das sind glaub die ersten Hardware-News, die ich lese und da wollte ich nur mal kurz fragen, ob die Überschrift immer unter dem Bild kommt? Ich war mehr als verwirrt, als ich einen Text gelesen und anschließend ein "unpassendes" Bild gesehen habe. Wäre die Zuordnung nicht einfacher, wenn zuerst die Überschrift und dann das passende Bild kommt? Aber sonst ne tolle Sache ;-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Februar 2014 - 11:53 #

Vielleicht gehts besser, wenn du die HW-News als "viele kleine News hintereinander und mit Einleitung" siehst. Bei einer normalen News ist das Teaserbild ja auch über dem Newstext und nicht darunter.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 23. Februar 2014 - 11:20 #

Sorry, ich hab die Antwort erst jetzt gesehen... Dein Argument stimmt schon, aber da ist ja auch immer die Überschrift über dem Bild ;-)

Aber trotzdem ein toller Überblick!

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 15. Februar 2014 - 13:13 #

Mein Intel i7 2600K reicht scheinbar noch ne ganze Zeit.

Die Titan Black im SLI könnte allerdings vielleicht meine 580 GTX im SLI ersetzen... auch wenn meine Grafikkarte mit 12 GB RAM dann fast soviel hätte wie mein PC mit 16 :D.

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 15. Februar 2014 - 15:21 #

Und was treibst du mit deinem Rechner so, das eine derartige Leistung nötig macht? Oder bereitest du dich schonmal auf den Dauerbetrieb von Star Citizen auf einem 40"-Monitor vor? :)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Februar 2014 - 16:47 #

Ich weiß schon gar nicht mehr, welchen Vierkerner ich verbaut habe :)

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 15. Februar 2014 - 14:44 #

Wieso sind leistungsstarke Grafikkarten eigentlich immer noch so extrem fett & lang? Irgendwie gehts da nicht voran in der Entwicklung. Sie werden immer nur schneller & grösser!

Dabei ist doch mit der Zeit alles kleiner geworden. CPUs, Soundkarten, Festplatten...alles wurde/wird immer kleiner. Nur bei Grafikkarten herrscht Stillstand.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 15. Februar 2014 - 15:15 #

Dir ist aber schon klar, dass vieles bei der CPU einfach aufs Mobo ausgelagert ist? Das geht bei einer Graka aus Performance- , Latenz- und Platzgründen nicht.
Überleg mal wieviel deine CPU + Kühlung + RAM + Spannungswandler + (Kram den ich vergessen hab) an Platz verbraucht. Grafikkarten sind inzwischen nun mal Computer in deinem Computer und ihre Leistung steigt und stagniert nicht wie bei CPUs und Konsorten. Irgendwo muss man halt einen Kompromiss eingehen und der wird bei Grakas eben bei der Grösse gemacht. Schau dir mal Bilder der Voodoo 5 6000 an, dagegen sind die Titans doch noch niedlich :D

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 15. Februar 2014 - 15:20 #

Joaa aber is halt krass...es ist ja auch irgendwie keine Entwicklung bekannt das ein Hersteller mal versucht die Dinger kleiner zu machen oder? Irgendwie scheint es keinen zu stören. Wieso kann man nicht auch etwas von der Grafikkarte aufs Mobo auslagern oder sonst was tun? Oder liegts einzig und allein an der Hitze und der nötigen Kühlung?

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32786 - 15. Februar 2014 - 15:31 #

Die nicht ganz so Leistungsfähigen sind doch recht klein (da gab es früher auch mal passiv gekühlte von) , wenn ich mir da so dir R7 265 ansehe. ;)

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 15. Februar 2014 - 15:50 #

http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/25462-test-nvidia-geforce-gtx-titan-im-3-way-sli.html?start=4
Hier hast du eine bebilderte Auflistung, was auf so einer Titan verbaut ist.
Den Ram kannst du aus Performancegründen nicht auslagern. Die Spannungsversorgung, nun da ist jede Grafikkarte unterschiedlich und es gäbe hunderte verschiedener Mainboards für die verschiedenen Grafikkartentypen - nicht besonders praktikabel. Bleiben noch die zusätzlichen Stromanschlüsse - da gibt es auch keinen Grund die aufs Mobo auszulagern, wenn man sie direkt dahin setzen kann wo sie gebraucht werden. Dann bleibt schon nicht mehr viel, wo du Platz sparen kannst. Die kleineren Karten sparen halt Platz bei: der grösse der eigentlichen GPU (dem DIE)-> weniger Leistung, benötigt weniger Speicher und Speicheranbindung (wäre ja sonst verschwendetes Geld)-> 2x Platz gespart Dazu benötigen sie weniger Energie -> Weniger verbaute Phasen und Anschlüsse -> Platz gespart. Dazu werden dann auch weniger Leitungen auf der Platine benötigt -> kleineres Design möglich. Und zu guter letzt: weniger Leistungsaufnahme -> weniger abwärme -> kleinere Kühlung.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Februar 2014 - 17:37 #

Du wirst lachen: Viele Sachen vom Mainboard sind inzwischen IN DIE CPU gewandert. Onboardgrafik, Speichercontroller, Schnittstellen, bei Intel sogar die Spannungswandler. Wenns danach ginge, müssten CPUs deutlich größer sein. Aber darum gehts ja nicht, das Große bei einer Grafikkarte ist ja gar nicht der Chip selbst sondern die Kühlung.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 15. Februar 2014 - 18:20 #

Ich wollte darauf hinaus: bei einer "GPU" sieht man sofort den Platzbedarf der ganzen "Einheit", bei einer "CPU" (die ja auch Teile ausserhalb benötigt) ist das wesentlich weniger offensichtlich. Hoffe, ich hab mich jetzt besser ausgedrückt. :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Februar 2014 - 18:38 #

Joa jetzt :) . Aber es ist schon faszinierend, wie viele zusätzliche Bauteile inzwischen auf der CPU gelandet sind. Bei Intels Iris Pro ja sogar ein vergleichsweise großer Speicher noch zusätzlich zur Grafikeinheit. Und die Integration der Spannungswandler in die Haswell-CPUs (sorgt natürlich für Hitze, weshalb die Leute aus den Hardwareforen schmollen, dass sich Haswell so schlecht kühlen lässt) bringt laut Intel sogar noch Performance für die integrierte Grafikeinheit - spannende Effekte die sie da nutzen. Und AMD bastelt mittlerweile mehr Shadereinheiten zusätzlich in die APUs, dass selbst gar nicht sooo alte Grafikkarten fast alt aussehen.

Wenn man so drüber nachdenkt, der Hardwaremarkt ist schon spannend geblieben, auch wenn die Innovationszyklen weiter auseinander rutschen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 15. Februar 2014 - 20:35 #

Jep. Ich hoffe auf nen guten Leistungssprung der Skylake iGPU (Iris Pro Nachfolger). Wenn das dann in ein Surface 3 verbaut wird... junge, junge ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Februar 2014 - 20:41 #

Naja, die schnellsten Varianten haben ja bislang auch noch keinen Weg ins Surface gefunden. Da würde ja auch eine Iris Pro schon reichen - aber die braucht eben wieder mehr Strom und die Akkulaufzeiten des Surface Pro sind eh schon in der Kritik.

Aber über kurz oder lang kommt auf jeden Fall mehr Grafikleistung ins Tablet. Ich sehe ja durch Tablets mit Keyboarddock schon die Ultrabooks komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wer braucht schon ein Notebook in der Größenordnung bis 12-13 Zoll, wenns auch flexible Lösungen gibt, die man nach Feierabend auch mit aufs Sofa nehmen kann.

Punisher 19 Megatalent - P - 14035 - 16. Februar 2014 - 12:58 #

Richtig, vor allem der letzte Teil. Bevor ich mir ein Windows-Ultrabook kaufen würde zur Zeit wäre das auch eher ein Surface.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 16. Februar 2014 - 14:46 #

Die Surfaces habe ich ja mittlerweile schon alle getestet, das Surface Pro 2 ist schon nett. Bekomme aber demnächst für einen Vergleichstest einer nicht unbekannten Hardware-Seite eine ganze Menge alternativer Win8-Tablets und bin schon sehr gespannt wie die sich schlagen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 16. Februar 2014 - 14:53 #

Da bin ich mal gespannt. Muss auch sagen, das ich erst ein Ultrabook kaufen wollte und bin dann doch "nur" am Surface 2 hängengeblieben. Bin dann doch auf ein Surface 3 Pro gespannt oder dergleichen mit eben einem Iris Pro Nachfolger.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 16. Februar 2014 - 15:07 #

Geplant ist eine Übersicht mit sechs verschiedenen Win8-Tablets. Bin selbst gespannt, wie sich der Rest so schlägt.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 16. Februar 2014 - 15:38 #

Da bin ich auch gespannt :) Bitte dafür Werbung auf GG machen, sonst verpasse ich das wieder :p

Spitter 12 Trollwächter - 1180 - 15. Februar 2014 - 22:16 #

Hab vor kurzem meine alte GTX 285 gegen eine 760 getauscht. Die 285 war fast Doppelt so lang und Kitzelte schon die Festplatten :) .

Ich finde die sind wieder kürzer geworden. Wobei es auch nur ne 760 ist ^^.

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 15. Februar 2014 - 14:49 #

Mein Bankkonto ist überglücklich, dass der PC-Aufrüst-Wahn zum erliegen gekommen ist.
Ich betreibe noch einen i7 920 der ersten Generationen. Mittlerweile habe ich diesen auf 3,5Ghz übertaktet. Bisher habe ich noch keinen Grund gefunden, mir in absehbarer Zeit eine neue Plattform zuzulegen.

mik 12 Trollwächter - 938 - 17. Februar 2014 - 19:45 #

Niemand wird gezwungen was neues zu kaufen!
Besser man hat die Wahl was neues zu kaufen auch wenn man es nicht tut, als man bleibt beim bisherigen weil man nicht mal die Wahl hat!

Vaedian (unregistriert) 15. Februar 2014 - 16:19 #

Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass Intel sich Zeit lässt. Hab ich doch gerade erst im Herbst nen Haswell i4770K gekauft. Bei meiner Grafikkarte ärgert mich schon wieder, dass meine 660Ti kurz danach veraltet war. Die Wettrüstzeit ist/war spannend, aber eben auch teuer.

Nur die Wissenschaft hat das Nachsehen. Ray Kurzweil wird sich wohl doch einfrieren lassen müssen, um unsterblich zu werden.

Allen PC-Spielern bleibt der Trost, dass die NextGen-Konsolen schon hoffnungslos veraltet sind. Jedesmal wenn ich was von 30FPS oder geringerer Auflösung als 1080p lese, bekommt mein PC eine Streicheleinheit. :)

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 15. Februar 2014 - 20:51 #

Übrigens danke für die Zusammenstellung der Hardware News. Das war (ganz)früher in der Gamestar eine meiner Lieblingsteile. Ich lese zwar auch andere mehr Hardware orientierte Seiten, aber ich fand das auf GG immer etwas unterrepräsentiert. Und als PC-Spieler finde ich, das gehört dazu.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 16. Februar 2014 - 14:48 #

Ich hab ja gedacht, dass in dem Jahr HW-News-Pause 2013 ein paar andere User den Mut finden, sich an Hardwarenews zu trauen. Vereinzelt gab es ja auch was aber "unterrepräsentiert" passt schon irgendwie :D .

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