Minecraft: Kickstarter-Aktion zu Fan-Film abgebrochen

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10. Februar 2014 - 15:42 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Mit Minecraft hat Markus Persson, auch bekannt als Notch, ein Phänomen dieser Videospielgeneration geschaffen. Bereits in der Beta verkaufte sich das Spiel millionenfach, die Umsetzungen für mobile Geräte sowie Xbox 360 und PS3 sind nicht minder erfolgreich.

Mittels Kickstarter startete Brandon Laatsch eine Kampagne, mit der er Geld sammeln wollte, das in die Erstellung eines Minecraft-Films fließen sollte. Um das typische Klötzchen-Feeling umzusetzen, sollten bei der Erstellung von Birth of Man - A Minecraft Feature Film diverse Effekte und Techniken, wie beispielsweise Live-Action und die originale Spielegrafik zum Einsatz kommen. Damit seine Vision Wirklichkeit werden kann, gab Laatsch ein Ziel von 600.000 US-Dollar an. Nun wurde die Kampagne aber vorzeitig beim Stand von 64.000 US-Dollar gestoppt. In einem Twitter-Posting gab Persson an:

Wir erlauben keine Kickstarter-Kampagnen, die den Umfang einer halben Million US-Dollar haben und auf unserer IP basieren, ohne dass irgendwelche Deals abgeschlossen werden.

Das Statement schloß er mit einem ":/". Interessant ist der Schritt zur Sperrung der Finanzierung deshalb, weil Laatsch in der Kampagne angab, er wisse, dass Minecraft das intellektuelle Eigentum von Notchs Entwicklerstudio Mojang sei, er aber daran glaube, verschiedene kreative Lizenzen mit der IP (Intellectual Property, geistiges Eigentum) zu vermischen, wie es andere bereits zuvor getan hatten.

Minecraft ist ein Spiel, das von Mojang entwickelt wurde und ihnen gehört. [...] Ihren Signalen nach sahen wir eine Möglichkeit, auf den Plan zu treten und etwas zu erschaffen, von dem wir hoffen, dass es ein unverwechselbarer und unglaublich epischer Film wird.

Erscheinen sollte Birth of Man später in diesem Jahr. Die Kollegen von Polygon haben sowohl bei Persson als auch bei Laatsch nach Statements angefragt.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 10. Februar 2014 - 11:12 #

Verständlich!

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32406 - 10. Februar 2014 - 11:13 #

Schade. Hat interessant ausgeschaut.
Hoffentlich finden die eine Einigung

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 10. Februar 2014 - 11:24 #

Eigentlich könnte sich Notch zurücklehnen und mal zuschauen. Aber bei dem Geldumfang will er natürlich auch daran verdienen.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 10. Februar 2014 - 11:41 #

Ne, das ist sicherlich eher ne Vorsichtsmaßnahme. IP-Recht-Gedöns ist ziemlich tricky. Wenn man da einmal was so großes durchlässt, dann kann das die ganze IP in Gefahr bringen. Die Filmmacher hätten einfach vorher mal mit Mojang reden müssen. Hätte ja sogar sein können, dass die denen das finanzieren...

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 10. Februar 2014 - 11:51 #

Ist nicht auf Gorny1 bezogen

Schon wieder lustig ,bei King.com und deren Recht-Gedöns zu "Saga" entbrennt ein kleiner Shitstorm ,hier ist auf einmal ist es verständlich...

Verstehe einer die Gamer...

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Februar 2014 - 12:00 #

Da ist aber noch ein feiner Unterschied. Der Beweggrund (Schutz der IP) mag bei beiden derselbe sein, aber wenn ich wie King.com versuche, alltägliche Begriffe wie 'Candy' oder 'Saga' schützen zu lassen, muss ich mich nicht wundern, wenn es Ärger gibt.

Hier wurde ja wirklich versucht, mit dem Namen 'Minecraft' Geld zu verdienen.

blondchen (unregistriert) 10. Februar 2014 - 12:14 #

Es ist halt ein Unterschied, ob ich hier einen völlig aus der Luft gegriffen Zusammenhang über ein Wort herstelle, oder ob ich eine komplette Marke 1:1 in einem Projekt verwurste.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10032 - 10. Februar 2014 - 12:22 #

So schauts aus

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 14:14 #

Na, da wird das Vorgehen von king.com aber auch etwas verzerrt dargestellt. Da ging es nicht darum "alltägliche Begriffe" irgendwie rechtliche abzusichern, sondern im Rahmen des Markenrechts für Videospiele Kopien von "Candy Crush Saga" zu verhindern - es war noch nichtmal ausgemacht, dass king.com dann auch anderen Studies verboten hätte, ihre Spiele "Xyz Candy" oder "Saga of zyx" zu nennen. (Bei dem Streit mit Stoic ging es um die Eintragung der Marke "Banner Saga".)

Und hier geht es darum, dass Leute Minecraft als Inspiration für einen Film nehmen. Das ist vollkommen legitim - wieso auch nicht. Nur hätten sie vielleicht nicht so offensiv den Markennamen verwenden sollen.

Andererseits... vielleicht sollte Notch bzw. Mojang mal etwas ruhig sein, was so IP-Kram angeht. Der Entwickler von Infiniminer war es schließlich auch.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Februar 2014 - 14:38 #

Nunja, King.com hat immerhin Copyright-Eintragungen von 'Candy' und 'Saga' beantragt. Interessanterweise haben sie das für 'Crush' noch nicht versucht ;-) .

Bei dem Streit mit Stoic ging es um die Marke 'The Banner Saga', das stimmt. Wobei die Begründung von King.com abenteuerlich ist. Die werden sich auch einigen, ist nur ein wenig ärgerlich, dass ein kleines Studio wie Stoic sich nun mit Anwaltskosten rumschlagen muss weil das Urheberrecht solchen Nonsens zulässt.

Ich glaube nicht, dass Mojang etwas gegen Fanfilme hat. Wenn die $50,000 gewollt hätten, wäre wohl auch nix passiert. Aber $500,000 ist eine vollkommen andere Dimension.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 14:46 #

In Europa (in der EU?) hat king.com das Markenrecht für "Candy" schon erhalten. Ich will diese Firma auch gar nicht verteidigen, da ich auch dieses Vorgehen zutiefst verabscheue. Da geht es nur um die Sicherung der eigenen Pfründe, die wiederum selbst nur durch Kopieren von anderen Spielideen entstanden sind. Das eine (Kopieren) ist okay, das andere jedoch dreist und unverschämt.

Wieso king.com mit ihrem Vorhaben erfolreich sein konnte - das kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich gab es schon zig "Candy"-Spiele (auch einen älteren Match-3-Titel) die existierten, als "Candy Crush Saga" nichtmal eine Codezeile hatten. Für "Saga" gilt dies umso mehr.

Zum Fanfilm:
Nuja, wenn die Kosten des Filmes (und nur um die Kosten geht es ja bei Kickstarter) $600k betragen, betragen sie eben genau so viel. Mit dem Funding sollen ja diese Kosten gedeckt werden, Gewinn soll damit nicht gemacht werden. Und der Film wäre kostenlos veröffentlich worden - ich sehe da kein kommerzielles Interesse.
Daher finde ich das Vorgehen von Mojang/Notch nun umso verwerflicher. Da wird mit dieser bekloppten "intellectual property"-Begründung ein nicht-kommerzielles Projekt gestoppt. Warum?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Februar 2014 - 14:52 #

Ich sehe das Problem in Kickstarter selbst. Es gibt einfach zuviele Eventualitäten. Ja, in der Kampagne wird angegeben, dass der Film nicht-kommerziell ist. Aber wird er das auch bleiben? Was, wenn die Kampagne erfolgreich ist und der Film nie erscheint (gibt ja keine Rückzahlung bei Kickstarter)? Was ist, wenn die Kampagne deutlich mehr Geld einnimmt, also im Endeffekt doch Profit abwirft? Außerdem:

Durch das geltende Recht (über Sinn und besonders Unsinn kann man gerne reden ;-) ). kann Mojang es sich nicht leisten, einen Präzedenzfall zu erzeugen. Wenn sie hier nix sagen, nehmen sie sich das Recht, in anderen Fällen etwas zu sagen.

Ich verstehe den Initiator der Kampagne einfach nicht. Wenn er ein so großes Projekt anschieben kann und entsprechende Erfahrungen hat, hätte er vorher mit Mojang reden müssen. In einer Zeit, in der es regelmäßig IP-Streitereien gibt, ist das Verhalten einfach nur dumm.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 16:38 #

Ja gut, diese Kickstarter-Probleme sind auf jeden Fall vorhanden. Das ist aber - wie du sagst - eher eine generelle Kickstarter-Problematik.

Und es ist nachvollziehbar, dass Mojang so reagiert, um die eigene Marke zu schützen - das heißt ja nicht, dass ich es auch gut finden muss.

Zum letzten: Es wäre vermutlich wesentlich klüger gewesen, vorher Rücksprache mit Notch und Mojang zu halten. Gerade weil diese ganze "Kultur" rund um die IP-Steitigkeiten so groß und florierend ist. So oder so sehe ich diesen Fall weiter als Symptom dafür, dass mit den ganzen Regelungen und Gesetzen zum sogenannten "geistigen Eigentum" etwas ganz gewaltig schief läuft.

blondchen (unregistriert) 10. Februar 2014 - 17:59 #

Welche Kosten denn? Davon steht auf der Kickstarter nichts, ausser:

"To us, $600K is a budget that we are comfortable working with to make an epic feature"

Was passiert, wenn sie mehr einnehmen oder wenn Geld übrig bleibt? Steht auch nix dazu im Kickstarter.

Hier zieht Mojang/Notch völlig zurecht den Stecker. Ich sehe da nichts verwerfliches. Zumal es schon tausende Fan-Filme von Minecraft auf YouTube gibt. Von den Ganzen Let's Plays, Musik-Videos, etc. will ich noch nicht mal anfangen. Da habe sich schon eine Menge Leute goldene Nasen verdient. So kulant müßen manch andere Firmen erstmal sein.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 18:40 #

Ach, was heißt schon verwerflich? Im Rahmen der geltenden Markenrechte etc. ist Mojangs Verhalten ja nachvollziehbar.

Ich finde es halt problematisch, dass dadurch ein kreatives, unkommerzielles Projekte unmöglich gemacht wird. Ob die Leute, die dann den Film drehen, noch etwas mehr Geld verdienen, ist mir auch gleich - so reich wie Notch/Mojang werden die dadurch schon nicht.

Und allgemein ist Minecraft nicht der Innovationshaufen schlechthin, sondern basiert auf anderen Spielideen, die teilweise nur kopiert bzw. neu zusammengestellt wurden - was ja völlig okay ist. Nicht okay finde ich es hingegen, Kreativität mit Verweis auf dieses kaputte Markenrecht zu unterbinden.

Anonhans (unregistriert) 10. Februar 2014 - 19:03 #

Wenn es um ne halbe Million geht, ist es meiner Meinung nach schwer, zu argumentieren, dass das Projekt unkommerziell ist. Selbst wenn da am Ende wirklich nichts von der Kickstarter-Kohle bei den Produzenten hängenbleibt, sollte davon sicherlich während der Produktion der Lebensunterhalt von dem ein oder anderen Beteiligten finanziert werden. Und nur weil der Film am Ende "kostenlos" zu Verfügung gestellt werden sollte, heißt das ja nicht, dass man nicht zB durch Youtube noch ne ganze Stange Geld damit hätte verdienen können.
Bei so viel Geld hört der Spaß halt auch irgendwie einfach mal auf. Da sollte ne Mail an Mojang eigentlich das mindeste sein, was man erwarten kann, um ein Projekt solcher Größenordnung rechtlich abzusichern. Die beteiligten Leute scheinen ja auch nich komplett unbekannt zu sein und wenn das ganze wirklich so unkommerziell geplant war, hätte man sich da sicherlich auch mit den Mädels und Jungs bei Mojang einigen können.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 19:27 #

Ich finde es auch nicht gerade professionell, ein so großes Projekt ohne jegliche Rücksprache zu machen. Da können sich die Filmemacher*innen tatsächlich nicht so einfach rausreden, denn fragen kostet bekanntlich nichts.

Und naja, was heißt "unkommerziell". Selbstverständlich wollen die Leute während des Drehs und der Arbeit nicht ohne Lohn dort arbeiten - aber der fertige Film wäre kostenlos veröffentlicht worden. Ob da dann noch irgendwie Werbegeld kommt, ist eher zweitrangig. Es stand keine Gewinnabsicht hinter dem Projekt, was so auch aus dem Text auf der Kickstarterseite rauskam.

Wie bereits gesagt, ich finde es problematisch, dass so ein kreatives Projekt gehen muss, weil die rechtliche Situation so ist, wie sie ist. Die heutige Gesetzeslage (ist ja auch international unterschiedlich) erstickt Kreativität eher als sie zu fördern.

Anonhans (unregistriert) 10. Februar 2014 - 20:09 #

Natürlich ist die Gesetzeslage, wenn es um Copyright und Urheberrechte usw geht, nicht optimal. Und sicherlich wird dadurch auch ne Menge Kreativität erstickt. Aber in diesem Fall hätte es halt echt nicht so laufen müssen. Grade bei nem Laden wie Mojang lässt sich sicherlich über vieles reden. Aber wenn man einfach ohne zu fragen loslegt und ne halbe Million sammeln möchte, um ein Minecraft-Projekt zu starten, finde ich persönlich das schon reichlich dreist. Notch hat sicherlich nicht ohne Grund "half a million" in seinem Tweet erwähnt. Das ist einfach ne Größenordnung, wo es denn wirklich ernst wird. Was ist, wenn sich der Typ mit der Kohle vom Acker gemacht hätte? Denn wäre das Geheule groß gewesen und man hätte sich gefragt, wieso Mojang da nicht schon von vornherein was gegen das Projekt unternommen hat, wenn das ganze nicht mit ihnen abgesprochen war. Und wenn die rechtlichen Probleme erst in Angriff genommen worden wären, nachdem das Projekt erfolgreich gefundet wurde, wäre das ganze richtig eklig geworden.
Es ist was völlig anderes, wenn jemand zB auf eigene Faust nen unkommerzielles Fan-Remake macht und dann irgendwann vom Rechteinhaber gestoppt wird. Da besteht in der Regel nicht die Gefahr, dass irgendwer betrogen wird o.ä. Da geht es ganz allein um den Schutz der eigenen Marke. Das ist in den meißten Fällen ziemlich lächerlich. Aber in diesem Fall wollte jemand Kohle haben, um ein Kickstarter-Projekt zu starten, bei dem die Gefahr besteht, dass am Ende Leute um ne halbe Million Dollar betrogen werden. Wenn ich das als Mojang sehen würde und wüsste, dass da keinerlei Anstalten gemacht wurden, Rechte zu klären, einfach mal Kontakt aufzunehmen und nachzufragen, würde ich auch befürchten, dass da die Gefahr besteht, dass das ganze nicht ganz koscher ist. Das ist halt unprofessionell und bei der Summe ist es viel zu gefährlich, sowas durchgehen zu lassen. Allein schon um sich tausende von Hate-Tweets zu ersparen, die sicherlich bei Mojang gelandet wären, wenn da mit nem Projekt solcher Größenordnung was schief gelaufen wäre ^^

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 22:17 #

Joa, da sind wir uns ja einig. Ich sehe da auch Fehler auf der Seite der Filmleute - aber die Risiken wären ja auch nicht getilgt gewesen, wenn Mojang das Einverständnis gegeben hätte. Und in einem solchen Falle wäre ein Scam noch viel mehr auf sie zurückgefallen.

Dass Mojang sowas vermeiden will, ist völlig legitim.

Und ja, vielleicht hätte der ganze Krams mit mehr Kommunikation (sowas wirkt manchmal Wunder) vermieden werden können und wir müssten hier nicht die Kommentare vollschreiben ;).

blondchen (unregistriert) 10. Februar 2014 - 20:12 #

"Selbstverständlich wollen die Leute während des Drehs und der Arbeit nicht ohne Lohn dort arbeiten..."

Wenn sie davon ihren "Lohn/Lebensunterhalt" finanzieren, dann ist es kommerziell.

"Ob da dann noch irgendwie Werbegeld kommt, ist eher zweitrangig."

Ist es eben nicht! Es sind zusätzliche Einnahmen, also Gewinn und damit kommerziell.

"Es stand keine Gewinnabsicht hinter dem Projekt"

Wenn sie ihren Lebensunterhalt während des Drehs damit finanzieren, dann ist das ein Gewinn, also kommerziell.

Nicht kommerziell wäre, wenn sie das Geld rein für Materialkosten aufwenden würden, und alles was darüber hinausgeht einem guten Zweck spenden. Sobald sie, aber auch nur einen Cent in die eigene Tasche schieben, dann ist es kommerziell.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 22:21 #

Ehm, dann haben wir beide wohl eine unterschiedliche Definition von "kommerziell" - und ich glaube, meine liegt eher näher an der Gesetzeslage.

(Gemeinnützige) Vereine dürfen nämlich bspw. auch keine (großen) Gewinne einfahren - sie dürfen aber sehr wohl Angestellten ihren Lohn auszahlen - dadurch wird das nicht "kommerziell". Und für meine ehrenamtliche Tätigkeit (auch Vereinsrahmen) bekomme ich sogar eine Aufwandsentschädigung auf Honorarbasis. Kommerziell? Nein.
(Bei Stiftungen läuft es übrigens ähnlich, bei Hilfsorganisationen auch.)

Und Geld für Lohnarbeit zum Überleben zu bekommen, sehe ich nicht in diesem Sinne als "kommerziell" an. Gewinn aka Profit ist es erst dann, wenn ein Überschuss nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Und gewerbliche Unternehmungen müssen in Deutschland sogar explizit zu diesem Zweck gegründet werden. Entscheidend ist hier der Zweck, nicht der Erfolg.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 10. Februar 2014 - 11:52 #

Ich verstehe die Problematik sehr wohl, doch hat man in den letzten Jahren eher den Einduck gewonnen, dass es den IP-Inhaber nur um die maximal möglichen Einnahmen geht. Ich kenne kein Positivbeispiel.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47887 - 10. Februar 2014 - 11:40 #

Schade, aber irgendwie verständlich.

Baumkuchen 15 Kenner - 2794 - 10. Februar 2014 - 12:21 #

Im Zweifelsfall, so heißt es doch, hätte man einfach nur mal fragen brauchen.
Dann hätte man über solch ein Projekt eventuell ja noch verhandeln können. Alternativ wäre die Anfrage eben schon im Vorfeld negativ beantwortet worden und man hätte sich Arbeit für die Konzeptphase etc. gespart.

Sicher lässt Mojang einiges durchgehen, was andere Firmen auf Anhieb nicht erlaubt hätten, aber wie so oft wird einem der kleine Finger geboten und man nimmt dann gleich die ganze Hand.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 10. Februar 2014 - 12:26 #

Das mit den zuerst fragen fällt den meisten nie ein,so habe ich das gefühl.
Siehe Motor Rock aka Rock 'n' Roll Racing
http://www.gamersglobal.de/news/80075/motor-rock-blizzard-duldet-klon-von-rnr-racing

Es gib gerade in der Mod-Community soviele beispiele für "Erstmal machen und hinterher vielleicht mal fragen ob wir das dürfen".

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2014 - 14:48 #

Es wäre auch umso schlimmer, wenn "Klone" (game-design-mäßig) untersagt werden könnten. Das rechtliche Problem bei "Motor Rock" war ja eher, dass sie Assets genutzt haben, die im Blizzard-Original vorkamen.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Februar 2014 - 14:53 #

Das, und sie haben dazu in ihren Foren immer offen gesagt, dass dies Rock'n'Roll Racing 3D sein soll. Selbst die ausführbare Datei heißt rrr3d.exe.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15397 - 10. Februar 2014 - 15:20 #

Ich finde es nachvollziehbar. So ne Anfrage wäre das mindeste gewesen.

IhrName (unregistriert) 10. Februar 2014 - 16:12 #

Jaha der Notch ist jetzt auch böse geworden. Genau vom selben Schlag wie EA, Activison, King und Konsorten.

Vaedian (unregistriert) 10. Februar 2014 - 16:16 #

Ich wäre auch sauer, wenn einfach jemand meine Arbeit für sich selbst monetarisieren will, ohne mich überhaupt zu fragen. Hier geht's nicht um Candy oder Saga. Wenn der Film geflopt oder sonst irgendwie anstößig geworden wäre, hätte das drastische Folgen für Minecraft haben können.

Riecht mir verdammt nach Scam.

Barkeeper 16 Übertalent - 4226 - 10. Februar 2014 - 18:12 #

Wie oben erwähnt ist IP-Recht tricky.

Verteigt man seine Marke nicht gegen Nachahmer, geht nämlich in einigen Länder der Gesetzgeber davon aus das diese ja nicht mehr benötigt wird/schutzwürdig ist und mehr oder weniger Allgemeingut ist. Dann kann jeder die Marke nutzen und gut.
Das kann sogar bis zur Löschung gehen.

Daher vollkommen ok und verständlich. Die hätten einfach vorher mit Mojang reden sollen. Fertig.

Punisher 19 Megatalent - P - 13381 - 11. Februar 2014 - 2:14 #

Er sagt doch selbst, dass es ihm um die Menge an Geld geht... die Gefahr für die Marke währe bei einer anderen Summe nicht geringer oder größer, denoch beruft er sich auf die Höhe der Kampagne.

Was meint wohl Notch, wenn er von "reden" spricht? Wenn es ihm nur um die Kommunikation oder um den Schutz seiner Marke im Sinne von Rufbewahrung ginge wäre es eine Möglichkeit gewesen, mit den Leuten in Kontakt zu treten, statt gleich das Projekt zu stoppen - wie gesagt, die Gefahr für seine Markte ist gleich groß, egal ob das Projekt 600, 6000 oder 600000 Euro kosten soll.

Er ist ja nun selbst nicht gerade ein Musterbeispiel, wenn es um eigene Ideen geht, Stichwort "Infiniminer", wo sogar Namensbestandteile den Namen seines Produkts inspiriert haben... kurz, er will Geld sehen. Fertig.

Und warum wird hier (jetzt nicht von dir) die Aussage angezweifelt, dass die Jungs den Film nicht kommerziell vertreiben wollen? Nach dieser Logik müsste man jeder derartigen Aktion bei KS das selbe unterstellen. Das ist einfach wieder diese Doppelmoral bei Spielefirmen - untersagt EA einen Fanfilm sind sie böse böse kapitalistische Monster, tut es Notch ist es völlig verständlich und es wird nach Gründen gesucht, warum er Recht hat.

Anonhans (unregistriert) 10. Februar 2014 - 18:19 #

Hätte man die Sache nicht einfach mit einem Quake 3 1on1 regeln können?
Naja, es ist schon verständlich, dass man bei ner halben Million etwas allergisch reagiert. Eigentlich sollte man von einem Projekt, das so viel Geld haben möchte, auch erwarten können, dass die Hausaufgaben im Vorfeld gemacht wurden und zumindest die grundlegendsten rechtlichen Grundlagen geregelt wurden. Verdammt unprofessionell, wenn da wirklich nichts abgesprochen wurde, bevor man versucht hat so verdammt viel Kohle zu sammeln.

Funatic 14 Komm-Experte - P - 2271 - 10. Februar 2014 - 20:06 #

ich weiss das mich viele dafür steinigen werden aber ich finde minecraft weiterhnin das unsinnigste und gehypteste spiel des jahrhunderts! am besten finde ich die leute die mit dem finger auf Wii-spieler zeigen und über die casualhandygamer lästern und dann stunden mit klötzchen bauen verbringen.

Steinewerfer (unregistriert) 10. Februar 2014 - 20:26 #

*Stein werf*

Spielst du eigentlich Minecraft? Minecraft ist viel mehr als "nur" bauen. Spiele doch z.B. mal eine Runde "Hunger Games" in Minecraft, oder MineZ (Minecraft DayZ)? Die "Hunger Games" in Minecraft sind eh einzigartig. Mir ist zumindest kein anderes Spiel bekannt, in dem man "Hunger Games" spielen könnte.

Mit den ganzen Mods, kannst du eigentlich so ziemlich jedes andere Genre abdecken. Es gibt sogar RPG Mods, ein Waffen-Mod, es gibt Arenen, Eisenbahnen, Luftschiffe, Fantasy, Industrie, uvvm. Es gibt eigentlich nichts, was nicht geht. Das einzige Limit in einem Sandbox-Spiel ist deine Vorstellungskraft.

Larnak 21 Motivator - P - 25571 - 10. Februar 2014 - 21:09 #

*mitwerf*
Und selbst, wenn es für einige (mich :D )"nur bauen" ist, mit "Casual" hat das in vielen Fällen wirklich so absolut gar nichts mehr zu tun.

In dem Zusammenhang wirkt die vollmundige Bekundung, das Spiel nicht zu mögen (was allein ja völlig in Ordnung wäre), mit dem offensichtlichen Eingeständnis, gar keine Ahnung davon zu haben, gepaart mit dem Versuch, die Spieler zu diskreditieren, eher nach einem Schrei nach Aufmerksamkeit.

Funatic 14 Komm-Experte - P - 2271 - 11. Februar 2014 - 12:19 #

hab das spiel tatsächlich ca. 10 stunden gespielt als es ziemlich frisch am markt war. mit den ganzen mods kenn ich mich also nicht aus. für mich war es halt nichts weiter als ein grosser baukasten. einen wirklichen spielsinn oder ganr eine faszination hat sich mir nicht erschlossen. aber das kann auch ganz einfach geschmackssache sein. im gegensatz zu wirklich komplexen spielen ist, zumindest das grundspiel, aber doch sehr casual.

Larnak 21 Motivator - P - 25571 - 11. Februar 2014 - 17:26 #

Natürlich ist das Geschmackssache. Ich störe mich auch nicht daran, dass du das Spiel nicht magst, sondern an der Art, wie du das oben geäußert hast. Fast alle guten Spiele haben auf den ersten Blick eine einfache Mechanik und entwickeln erst im Spielverlauf durch Kombiantion verschiedener Elemente an Tiefe (Wobei man bei den meisten Shootern nicht von Tiefe reden kann :p ). Das Beispiel Redstone wurde ja schon genannt. Worin sich Minecraft von den anderen üblichen Verdächtigen unterscheidet, ist nur, dass Minecraft dir überhaupt nicht sagt, was du als nächstes tun sollst. Das mag man oder mag man nicht, aber mit Casual hat das nichts zu tun.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 11. Februar 2014 - 0:25 #

Auf Wii-Spieler-zeigen finde ich auch nicht gut. Da gabs nämlich einige coole Core-Games, wie Metroid, Dead Space und Red Steel 2.

Aber über Casualhandygamer lästern und Minecraft als Coregamer spielen ist überhaupt kein Problem. Oberflächlich betrachtet oder wenn man nur das Bauen betrachtet mag Minecraft wirklich nur Klötzchen bauen sein (wobei auch das, wenn man sich mal im RL Lego-Großprojekte anschaut, schon ziemlich ausarten kann, ganz zu schweigen von so Minecraft Projekten wie Peking im 18 Jahrhundert 1zu1 nachgebaut oder Mittelerde nachgebaut), aber wenn man wirklich was erreichen will muss man sich mit Redstone beschäftigen und das ist echte Informatik der grundlegendsten Stufe. Ganz zu schweigen von zig Mods, die noch einiges an Wissenschaft oder Mystik hinzufügen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 11. Februar 2014 - 6:34 #

Abgesehen vom rechtlichen Hintergrund wirkt die Summe auf mich arg überdimensioniert für nen schnöden Fanfilm.

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1006 - 11. Februar 2014 - 11:45 #

halb Youtube ist zugeschmissen mit Minecraft Filmchen, wer braucht da noch eins?

manche Leute sollten echt mal arbeiten gehen anstatt sich einzubilden aus jedem Hirn Furz Geld raus zuleiern können nur weil man ein bisschen Fraps und Adobe Premiere oder so beherrscht...

ich finds einfach nur dreißt!

wenn er klug wäre dann macht er halt Episoden und stellt die online, für jedes geklickte Videok bekommt er doch dann auch Knete für die geschaltete Werbungen... (vorausgesetzt seine Klötzchen Geschichten sind interessant) ähnlich wie die ganze Let's Player

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 11. Februar 2014 - 15:17 #

Ich finds auch hammer dreist, wenn Leute Geld für ihre Arbeit und ihre Zeit verlangen und das Ergebnis dann auch noch kostenlos allen zur Verfügung stellen.

Was fällt denen ein?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 11. Februar 2014 - 16:54 #

Naja, wenn sie den Content wenigstens selbst programmiert hätten...

Aber das Thema hatten wir hier schonmal, daß man mit fremden Content - auch wenn man da Zeit und "Arbeit" reinsteckt - Geld verdient.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 12. Februar 2014 - 2:13 #

So wie Notch mit seiner erweiterten Kopie von Infiniminer? Ups...

Aber wir drehen uns hier im Kreis, und da kommen wir auf keinen grünen Zweig. Die rechtliche Lage steht eindeutig auf den Seiten der großen Rechteinhaber*innen, die ihr Copyright meist bis zum St. Nimmerleinstag verlängern können.
Aber ich halte diese (rechtliche) Situation für zutiefst falsch.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86475 - 15. Februar 2014 - 14:50 #

logisch.

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