Accountbindung: vzbv-Klage gegen Valve erneut abgewiesen

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7. Februar 2014 - 13:24 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Bereits einige Male haben wir darüber berichtet, dass der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) das Unternehmen Valve für das Geschäftsmodell seiner Steam-Plattform abgemahnt hat. Unter anderem betraf die Kritik des vzbv die von Valve Anfang August 2012 geänderten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien, durch die das Sammeln und die Weitergabe von Nutzerdaten legitimiert wurde. Hinsichtlich dieses Punktes konnte im Unterlassungsverfahren ein Erfolg herbeigeführt werden, da das Unternehmen in der Folge Anpassungen an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vornahm.

Ebenfalls seinerzeit abgemahnt wurde vom Bundesverband die fehlende Möglichkeit, gebrauchte Spiele über die Valve-Plattform weder in Form eines Verkaufs oder Geschenks weitergeben zu können, noch einem neuen Account zuzuweisen. Der vzbv sieht in dieser „lebenslangen Steam-Zwangsehe“ einen „klaren Wettbewerbsverstoß“. Da bei dieser Thematik jedoch keine Einigung erzielt werden konnte, reichte der Verband im Januar 2013 erneut Klage gegen Valve ein. Erfolgsaussichten versprach man sich auch aufgrund eines Grundsatzurteils des Europäischen Gerichtshofs vom 3.7.2012, das den Weiterverkauf gebrauchter Software begrüßt.

Kürzlich wurde nun durch die Anwaltskanzlei Osborne Clarke bekanntgegeben, dass das Landgericht Berlin diese Klage abgewiesen hat, wodurch der vzbv in dieser Sache zum zweiten Mal gescheitert ist. Die offizielle Begründung des Gerichts liegt zum momentanen Zeitpunkt noch nicht vor, darüber hinaus kann der Bundesverband – der bislang noch keine Stellungnahme abgegeben hat – Berufung einlegen.

Die Osborne-Clarke-Anwälte machen außerdem deutlich, dass die aktuelle Entscheidung viel diskutierte Themen des europäischen Urheberrechts berührt und sich auf die Spielebranche und den Markt der Gebrauchtspiele in den EU-Ländern auswirken kann.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21510 - 7. Februar 2014 - 13:28 #

Das Thema wird uns noch eine Weile begleiten. Mir ist bewußt, dass meine Spiele weg sind, wenn Valve zumacht. Doch würde ich es nicht als Verlust betrachten, denn nichts hält ewig. :)

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4281 - 7. Februar 2014 - 13:37 #

Das stimmt schon. Es gibt auch keine Garantie, dass ich in 20 Jahren mit meinen alten CD-ROMs noch etwas anfangen kann, wenn ich wieder mal Deus Ex oder Tomb Raider spielen möchte. Paradoxerweise könnte es allerdings sein, dass Steam dann einen Weg ermöglicht, diese Spiele noch zu spielen. Wenn die Plattform aber irgendwann hops geht, wären fast alle meine Spiele seit 2008 weg. Bei aller Einsicht in die Vergänglichkeit alles Irdischen macht mir der Gedanke schon Bauchweh.

Stalker (unregistriert) 7. Februar 2014 - 13:54 #

"Paradoxerweise könnte es allerdings sein, dass Steam dann einen Weg ermöglicht, diese Spiele noch zu spielen."

Das glaubst du doch selbst nicht. Warum sollten sie das tun? Wenn Valve dicht macht, dann stecken sie da mit Sicherheit kein Geld mehr rein.

Philley 16 Übertalent - 5356 - 8. Februar 2014 - 11:40 #

Ich denke mal, er meinte den Fall, dass es Steam in 20 Jahren noch gäbe. Dann wäre davon auszugehen, dass die Dinger noch laufen würden, denn sie würden ja auch noch verkauft werden.

(s. alte Titel wie UFO-Enemy Unknown usw.)

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6560 - 9. Februar 2014 - 10:15 #

Aber genau das ist leider nicht unbedingt der Fall. Ich habe z.B. auch ein Spiel bei Steam, dass ich auf meinen aktuellen PC's nicht mehr spielen kann, weil versucht wird, eine veraltete .Net Umgebung zu installieren.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 9. Februar 2014 - 18:59 #

Welches? Evtl lässt sich da was machen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 7. Februar 2014 - 13:55 #

Bislang sind CD/DVD/BD in der Hinsicht abwärtskompatibel. Das sollten die Chancen doch recht gut stehen. Mein Plextor-SCSI habe ich aber auch wohl nur aus Nostalgiegründen :p

blobblond 19 Megatalent - 17766 - 7. Februar 2014 - 14:13 #

CD/DVD/BD altern aber auch,die Lebendauer wurde ja bisher nur in einer Klimakammer getestet.Ob man sie auch noch in 20-30 Jahren auslesen kann bleibt wegen der alterung abzuwarten.Bei Lesefehlern,bedingt durch das altern des Materials, bring auch die beste abwärtskompatität nix.

"Die Frage, wie lange die Daten effektiv gelesen werden können, ist offen. Schätzungen schwanken zwischen 10 und 50 Jahren, wobei die Alterung sehr stark von Temperaturschwankungen abhängig ist; auch Sonnenlicht lässt die Medien sehr viel schneller altern. Sicher ist, dass Daten auf CD-ROM bedeutend kürzer als auf Papier oder Pergament halten. Man geht davon aus, dass eine optimale Lebensdauer durch Lagerung bei konstant 20 °C in absoluter Dunkelheit erreicht werden kann. Allerdings spielt auch die Produktqualität eine große Rolle, so können schlecht produzierte CDs durchaus nach einigen Jahren Leseprobleme aufweisen."
http://de.wikipedia.org/wiki/CD-ROM#Lebensdauer

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23320 - 7. Februar 2014 - 15:47 #

Wer ganz sicher gehen will, sollte sich einen M-Disc Brenner kaufen. Dann halten die DVDs und Blu-Rays angeblich 1000 Jahre:
http://en.wikipedia.org/wiki/M-DISC

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 8. Februar 2014 - 17:19 #

Meine erste CD ever wird bald 30. Läuft noch wie am ersten Tag.

Was Probleme macht sind Selbstgebrannte, die geben wohl gerne mal nach ein paar Jahren den Geist auf.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 7. Februar 2014 - 18:25 #

Ich vermute, gerade Privatkopien von Spielen ohne Kopierschutz werden nicht unbedingt die vollen 20 Jahre durchhalten. Oder Heft-CDs/-DVDs. Oder irgendwelchen anderen, billigeren Produkte.

Sonst lagere ich schon viele CDs in relativer Dunkelheit (Boxen) aber nicht bei konstanter Temperatur. Ich könnte ja mal schauen, ob meine Siedler-2-CDs noch ohne Mucken funktionieren. (Abgesehen davon, dass sie vermutlich eh zu Windows 7 inkompatibel sind.)

Buddy (unregistriert) 7. Februar 2014 - 13:38 #

Ich finde es richtig, dass versucht wird gegen Valve vorzugehen!
Wer Accountbindung duldet hat schon verloren und wenn ich immer höre wie toll doch Steam sei, blabla, fürn Arsch. Echt. So etwas sollte man nicht unterstützen, sowie seine rosarote Brille abnehmen. Ich mein, bei den neuen Konsolen wurde ja auch zurück gerudert. Versteh nicht wieso das nicht auf am PC passiert. Erst neulich hatte ich mir Battle Worlds Korons und Blackguards gekauft. Freund von mir war zu besuch und schaute sich das mal an. Am Ende sagt ich "kannst ja mal mitnehmen, installieren und gut" ^^ So etwaqs war früher selbstverständlich!!! Kann das und will das nicht nachvollziehen, wie jemand freiwillig sich beuteln läst. Blöd! ^^ Und Preise für Spiele zählen hier auch nicht, wenn ich mir zum Release ein Spiel holen möchte, zahle ich auch 40-50€

Kainchen 13 Koop-Gamer - 1370 - 7. Februar 2014 - 14:38 #

Daher Keystores, wer zum Release den Vollpreis auf einer Onlinevertriebsplattform zahlt ist selber Schuld.

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4281 - 7. Februar 2014 - 15:04 #

Warum ich Steam gerne nutze? Ganz einfach. Ich bin seit Half-Life 2 dabei, hatte nie Probleme mit Verbindung, Patches oder Aktivierung, hab einmal meine Wishlist-Topten gewonnen, habe viele Indie-Titel kennengelernt, konnte jahrelang sorglos spielen und werde das aller Voraussicht nach auch weiterhin können. Damit will ich nicht sagen, dass Steam frei von Mängeln ist, Valve uns alle lieb hat oder ich Accountbindung prinzipiell gut finde. Aber wenn ein Produkt funktioniert, dann funktioniert es halt.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61515 - 7. Februar 2014 - 17:43 #

Schnarch. Immer dieselben ausgelutschten "Argumente". Lasst euch doch mal was neues einfallen. Das hat nichts mit rosaroten Brillen zu tun, sondern einfach mit zeitgemäß bleiben. Datenträger haben auf Pcs als Spielemedium ausgedient, ob du das gutfindest oder nicht. Ich mag die Accountbindung auch nicht sonderlich, kann aber gut mit leben. Und für das verleihen, gib ihm Zugriff auf deinen Account und gut ist. Macht euch das Leben doch nicht immer selber schwer mit diesen Luxusproblemen :(

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50612 - 7. Februar 2014 - 17:48 #

leih mir doch mal deinen steam account und du bekommst ihn auch garantiert zurück ;-)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61515 - 7. Februar 2014 - 19:26 #

Es ging um unter Freunden ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 7. Februar 2014 - 19:20 #

Das hat nichts mit "zeitgemäß" zu tun, weil DRM nichts mit datenträgerlosem Spielen zu tun hat, siehe GoG. Es geht auch anders, man muss es nur wollen/ sich um Lösungen bemühen. Steam tut das kaum (zumindest nach außen), daher sind Kritik und Argumente auch immer noch berechtigt, wenngleich altbekannt.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61515 - 7. Februar 2014 - 19:31 #

Ja, mag sein. Trotzdem ist es auf Dauer langweilig immer wieder die gleichen abgedroschenen Phrasen zu lesen. Meist von Leuten die Steam nie eine echte Chance geben. Ich war auch sehr lange Vertreter dieser Gattung. Irgendwann hab ich aber eingesehen, das Steam nicht das Böse in Softwareform ist. Inzwischen möchte ich es nicht mehr missen. Ich weiß, damit bin ich ein hirnloser, dummer Kosumzombie, aber damit kann ich leben :)
Was GOG angeht, find ich gut das so ein Gegenpol existiert. Aber solange GOG seinem Namen entspricht, wird es nie eine echte Alternative zu Steam.

Kuruls Flamme (unregistriert) 7. Februar 2014 - 20:56 #

Klar, ich verleihe für ein Spiel meinen Account. Was spiele ich dann in der Zwischenzeit? Echt geniale Idee! Du brauchst gerade über ausgelutschte "Argumente" reden.

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 7. Februar 2014 - 20:57 #

Solange leiht dir dein Freund dann seinen Account. :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61515 - 7. Februar 2014 - 21:30 #

Was spielst du in der Zwischenzeit ? Dir am S....ähm Quatsch, natürlich hat der Vollblutzocker noch Ausweichmöglichkeiten wie Konsolen ;)
Im übrigen verleihe ich meinen Acc öfter mal via Family Sharing an meinen Cousin und einen Freund. Warum auch nicht, solang spiel ich halt mit meiner 360 und bau den dortigen Pile of Shame ab :)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15398 - 8. Februar 2014 - 19:07 #

Irgendeine Lösung findet sich dann sicher. Ich bin ein Freund von Spielepackungen und "Feelies", selbst wenn es Steam nicht mehr gibt, kann ich in meiner Sammlung in Erinnerungen schwelgen, und meine Enkel mit Geschichten aus dem 20. Jhdt. nerven... ;)

Loco 17 Shapeshifter - 8092 - 7. Februar 2014 - 13:36 #

Wie immer alles viel zu spät. Google, Facebook, sie alle hätte man von deutschem Recht her früher verklagen und in ihre Schranken weisen müssen, genau wie Valve und andere Anbieter. Jetzt ist es zu spät, jetzt machen sie was sie wollen und haben ihr Monopol.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 7. Februar 2014 - 19:48 #

Die klagen, seit Half Life 2 erschienen ist. Komische Vorstellung von zu spät.

Just my two cents 16 Übertalent - 4363 - 7. Februar 2014 - 14:02 #

Gut so.

Auch wenn Accountbindung natürlich ihre Nachteile hat, hat sie den aktuellen PC Spielemarkt erst ermöglicht. Ich behaupte mal ganz dreist, dass wir ohne Accountbindung die aktuelle Situation eines lebendigen PC Marktes nicht mehr hätten.

Und die vielen Sales hätten sich für Deutschland mit Sicherheit erledigt wenn die Verbraucherzentrale damit durchgekommen wäre...

Bruchpilot 11 Forenversteher - 730 - 7. Februar 2014 - 14:10 #

"Ich behaupte mal ganz dreist, dass wir ohne Accountbindung die aktuelle Situation eines lebendigen PC Marktes nicht mehr hätten."

Würde mich über eine Begründung dieser Aussage freuen. Darf auch gerne dreist sein. :P

Just my two cents 16 Übertalent - 4363 - 7. Februar 2014 - 14:29 #

Schau Dir die Situation vor Steam und heute an. Dass Entwickler Titel tatsächlich konsolenexclusiv entwickeln ist mittlerweile wieder selten und nicht mehr fast die Regel. Bei fast allen Spielern dürfte sich die Zahl der gekauften Spiele in den letzten Jahren verzigfacht haben, Giveaways, Bundleangebote, Vorbestellangebote inklusive Vorgänger, ein schneller Preisverfall für Spiele, Indieentwickler haben durch Steam ihre bevorzugte Plattform gefunden Spiele auch ohne Publisher zu veröffentlichten

RaC 08 Versteher - 186 - 7. Februar 2014 - 18:27 #

Gut für den Kunden ja, aber auch gut für den Publisher/Entwickler und damit auch auf Lange Sicht für den Kunden? Mag ich bezweifeln. Gabs nicht erst letztens auf GG einen Bericht wo ein Publisher/Entwickler meinte, dass die ganzen Steam Sales, trotz größerer Verkaufszahlen, mehr schaden als helfen. Viele Publisher sehen sich genötigt bei den Sales mitzumachen und die Spiele zu verramschen.
Die Folgen sieht man ja bereits. Bei vielen guten bis mittelmmäßigen Spielen liest man immer wieder Kommentare wie "sieht gut aus, aber das hol ich mir erst wenns mal im Sale ist". Ob damit auf Lange sicht etwas gewonnen ist lässt sich bezweifeln.
Wo ich dir Recht gebe sind die ganzen Indie Entwickler, die damit eine Platform haben ihre Spiele zu verkaufen.

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 7. Februar 2014 - 18:48 #

Ja, das meinte ein Entwickler. Andere Entwickler dagegen haben gesagt, dass sie in einem Sale nochmal soviel eingenommen haben wie im ganzen Jahr zuvor. Gibt also beide Seiten der Medaille. Und dazu, dass viele bei guten oder mittelmäßigen Spielen sagen, dass sie sich die erst im Sale holen: Das gab es vorher auch schon. Da hat man sich solche Spiele halt in der Pyramide oder von Green Pepper geholt. Dass man bei manchen Spielen wartet, bis sie günstiger sind, gab es schon immer und wird es immer geben. Und mit teilweise bugverseuchten Spielen oder DLC-Ankündigungen schon vor Release sind die Publisher auch ein wenig selber Schuld, dass manche Leute lieber warten.
Naja, wo das mit den Sales und Bundles hinführt, da müssen wir einfach mal abwarten.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 8. Februar 2014 - 17:28 #

"Auch wenn Accountbindung natürlich ihre Nachteile hat, hat sie den aktuellen PC Spielemarkt erst ermöglicht. Ich behaupte mal ganz dreist, dass wir ohne Accountbindung die aktuelle Situation eines lebendigen PC Marktes nicht mehr hätten. "

Behauptest du! Ich behaupte das Gegenteil, und nun?

Seit es viele Games auf PC nur noch mit Steam-Bindung gibt, gebe ich für PC Spiele quasi kein Geld mehr aus. Ich warte und kriege tonnenweise Games auch auf Zeitschrift oder gar als Aktion irgendwie umsonst. Von meinen 13 Steam Games habe ich genau für eines Geld gezahlt - und das läuft auch ohne Steam.

Stattdessen wandert praktisch mein gesamtes Spielebudget in Konsolengames!

Und du liest es doch hier immer wieder. Die meisten Steam-Fans kaufen NICHT Vollpreis sondern quasi ausschließlich bei Aktionen. Damit ruiniert Steam also eher den PC Spielemarkt!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61515 - 8. Februar 2014 - 17:39 #

Glaub ich kaum. Da Steam dies nun seit Jahren durchzieht, und der Markt statt tot eher lebendiger denn je ist. Genauso könnte ich in die Spiele Publisher Kerbe hauen von wegen Gebrauchtspiele ruinieren den Markt. Du zahlst sicher auch net immer für jedes Konsolengame den Vollpreis sondern kaufst ebenso Gebrauchte. Und verkaufst sicher auch wieder welche. Ergo bist du auch nicht besser wie der Steam Sale Nutzer sondern das pure Böse für die Hersteller. OMG, der Konsolen Markt wird sterben. ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 8. Februar 2014 - 18:36 #

Und ich behaupte was ganz anderes: Steam hat massiv zum aktuellen PC-Spiele-Markt beigetragen und vieles (den Aufschwung der Indies) erst ermöglicht. Accountbindung ist da eher ein notwendiges Übel, DRM hängt mMn nicht kausal mit dem Aufschwung zusammen.

Ich glaube nämlich, dass ein System wie Steam auch ohne rigide DRM-Politik (Accountbindung ist das falsche Wort, schließlich sind die Spiele bei GOG auch an den Account gebunden - nur eben nicht technisch) erfolgreich gewesen wäre. Entscheidend für Steam (von Seite der Kund*innen) ist nämlich nicht das DRM, sondern die Zugänglichkeit, alle Spiele an einem Ort zu haben, automatische Patches, integrierte Community, integrierte Mods, bla blub, etc..

Ich behaupte auch, dass digitale Distribution die Zukunft der Videospiele (ja, auch die Konsolen werden davon nicht verschont bleiben) sein wird. Wenn irgendwann die Bedeutung des Retail-Marktes in den einstelligen Prozentbereich rutscht (und das wird sie irgendwann), dann werden mehr und mehr Spiele nur noch digital erscheinen - Pappboxen mit DVDs, Making-Ofs gibts dann für Sammler*innen, die sowas unbedingt haben wollen - aber eben nicht mehr im großen Stil in den Regalen der Elektrofachmärkte.
(Viele Spiele sind auch heute schon quasi nur über den digitalen Vertriebsweg erhältlich - finde ich nicht schlimm.)

Welche Form diese "digitale Zukunft" (hoho) annehmen wird, ist aber noch nicht ausgemacht. Sie kann DRM-verseucht, aber auch eben kund*innenfreundlich sein. Oder vielleicht gibt es irgendwann eine Wahl: Spiel mit oder ohne Accountbindung/DRM - die freie Variante kostet dann 5 Euro mehr. Damit könnte ich auch leben.

Sonst:
Was die Sales angeht, sehe ich die Gefahr einer Blase, die platzen könnte, wenn sich diese Sales irgendwann nicht mehr lohnen. Aber dann haben alle erstmal so enorme Backlogs angehäuft, dass das vollkommen gleich ist.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 7. Februar 2014 - 14:26 #

Schade :(.

Aber eigentlich müsste man fairerweise nicht nur gegen Steam vorgehen, sondern quasi gegen alle Anbieter die irgendwie Accountgebunden ohne Rückgaberecht hantieren. Aber nur weil etwas zum Normalfall verkommen ist, heißt es weder, dass man sich damit abfinden muss noch das man nicht dagegen vorgehen sollte.

Aber trotzdem immer wieder bedauerlich, dass es nur einzelne sind, die aktiv gegen solche Ungerechtigkeiten vorgehen.

Wenn statt einem Kläger gleich 100.000 vors Gericht ziehen, würden vielleicht auch mehr Leute aufwachen, die halt irgendwie blind und taub zunehmende Einschränkungen hinnehmen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 7. Februar 2014 - 16:12 #

"Blind und taub" ist die absolut korrekte Beschreibung.

Und es geht sogar noch schlimmer: In einem SimCity - Forum hat tatsächlich mal jemand gesagt, er verstehe nicht, warum die Leute über das unfertige Spiel meckern - sie sollten doch lieber froh sein, dass EA sich Mühe gibt, es zu verbessern...

Da bleibt einem dann wirklich sie Spucke weg :(

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 7. Februar 2014 - 15:06 #

Es wäre schon gut, wenn es bei Steam oder auch bei anderen Plattformen wie Origin oder Uplay eine Funktion zum Wiederverkauf von gebrauchten Spielen gäbe, aber ich würde sie nicht unbedingt brauchen. In meiner langen Zeit als Spieler hab ich bisher nur sehr sehr wenige Spiele wieder verkauft, die Anzahl dürfte im einstelligen Bereich liegen und bei Steam kriegt man die Spiele bei den Sales oder durch Bundles usw. so günstig, da kann ich auch auf das Weiterverkaufen verzichten. Und ich glaube auch nicht, dass Valve in naher Zukunft dicht macht und dadurch alle meine Spiele verloren wären. Wobei es da dann auch hauptsächlich um die ungespielten Titel schade wäre, ich spiele selten ein Spiel mehrmals, dafür gibt es zu viele Spiele, die ich spielen will. ;)

Calmon 13 Koop-Gamer - 1217 - 7. Februar 2014 - 15:36 #

Fast jedes neue Spiel ist nach wenigen Wochen/Monaten irgendwo im Angebot. Ich kann das mit dem Gebrauchtspielen nicht mehr ganz nachvollziehen. Das ist doch ok wenn der Preis über Monate/Jahre hoch ist, aber in der heutigen Zeit ist das meines Wissens nur noch bei Nischenprodukten (Wargames) der Fall, wo es auch Berechtigung hat. Ich spreche hier vom PC Markt (nicht Konsole)

Auffa Arbeit (unregistriert) 7. Februar 2014 - 15:55 #

Schade. Bleibt mir nur mein daran angepasstes Kaufverhalten weiter durchzuführen: Spiele mit Accountbindung nur zum absoluten Schnäppchenpreis.

Kuruls Flamme (unregistriert) 7. Februar 2014 - 17:06 #

So ist es. Abos zum Schnäppchenpreis. Mehr ist die Accountbinderei nicht wert.

was is hier los^^ (unregistriert) 7. Februar 2014 - 18:42 #

Ich investiere auch kaum Geld in Steam hinein, ich kann mir nämlich nicht vorstellen was mal werden soll wenn die Pleite gehen oder wenn ich wirklich meinen Account verkaufen sollte, wer kauft so einen Account schon mit einer random Ansammlung von Spielen.

Punisher 19 Megatalent - P - 14044 - 7. Februar 2014 - 18:46 #

Ja, und bei Steam bekommst du genau das, wenn du nicht unbedingt zum Release kaufen musst. Der Punkt ist - in meinen Augen bedingen sich hier "Schnäppchenpreis" und "Accountbindung" gegenseitig, da der Gebrauchtmarkt ausgeschaltet wird. Ein Spiel zum Schnapperlpreis verkaufen ist eine Sache, wird aber schwieriger, wenn ich davon ausgehen muss, dass es danach noch 1-2 mal verkauft wird, ohne dass ich auch nur einen Euro dran verdiene.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86555 - 7. Februar 2014 - 19:01 #

Na dann warten wir mal die Begründung ab...

matthias 13 Koop-Gamer - 1250 - 7. Februar 2014 - 22:21 #

die dürfte ziemlich einfach sein, es gibt auf steam keine gebrauchtspiele und wer seine lizenzen veräußern will, muss halt seinen account verkaufen.

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