App der Woche: Rymdkapsel
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Florian Pfeffer 25273 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C4,A10,J10
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1. Februar 2014 - 9:00 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Jeden Samstag findet ihr bei GamersGlobal unsere App der Woche. In den meisten Fällen werden Spiele aus Apples App Store vorgestellt, wobei wir auch einmal im Monat bewusst eine Android-App vorstellen.

Das Spiel, dem wir uns in dieser Woche widmen wollen, erfüllt zumindest eines unserer selbstgesteckten Kriterien für eine App der Woche nicht so ganz, nämlich die Aktualität. Es ist nämlich schon seit einem Dreivierteljahr, genauer gesagt seit dem 7. Mai 2013, für die beiden wichtigsten mobilen Plattformen Android und iOS erhältlich. Allerdings wurde es vorgestern erstmals auf Steam für den PC veröffentlicht, was wir zum Anlass nehmen, es euch ein wenig näher zu bringen. Die Rede ist vom schwedischen Spiel Rymdkapsel, das schon bei unseren User-Android-Favoriten 2013 den ersten Platz belegen konnte und auch der eine oder andere unter den Lesern schon einmal gespielt haben dürfte.
Der erste Monolith ist zugänglich und kann erforscht werden. Die Minions vermehren sich in den orangenen Räumen, was in dieser Phase wichtig ist.
Fast lautlos im Weltraum
Rymdkapsel wird auf der eigenen Internetseite als „meditative Weltraumstrategie“ beworben. Dieser Charakterisierung können wir uns nur bedingt anschließen, wird das Spiel doch besonders zum Ende hin recht hektisch und so spannend, dass „meditativ“ eine ziemliche Untertreibung wäre. Doch der Reihe nach – worum geht es überhaupt? Ihr müsst im Weltraum (schwedisch „rymd“) eine Raumstation („kapsel“) aufbauen. Dabei habt ihr verschiedene Typen von Räumen zur Verfügung, aus denen ihr frei wählen könnt, darunter Mannschaftsquartiere, Reaktor- oder Verteidigungsräume. Ihr finanziert die Station durch drei verschiedene Arten von Ressourcen, von denen eine im Weltraum abgebaut werden kann und die anderen beiden auf der Station selbst produziert werden müssen.

Soweit nichts leichter als das, doch leider könnt ihr nicht lange ungestört im All vor euch hin werkeln: Nach einem fest definierten Zeitabschnitt kommt unabwendbar eine Welle von Feinden, die im Verlauf des Spiels immer stärker und zahlreicher werden. Ihr könnt die Zeit bis zur nächsten Welle an einem roten Balken ablesen, der unten mitläuft und werdet einige Sekunden vorher sogar per akustischen Signal gewarnt. Sobald die Feinde im Anflug sind, braucht ihr Verteidigungsräume, in die sich eure Arbeiter zurückziehen können. Nur von dort aus dürfen sie die Angreifer auch abballern, überall anders sind sie schutzlos. Dadurch bekommt das harmlose Aufbauspiel einen kräftigen Tower-Defense-Beigeschmack. Solange Ruhe herrscht, können sich die Arbeiter anderen Dingen widmen wie neue Räume bauen, Ressourcen transportieren oder einen der vier Monolithen erforschen, die sich in den Tiefen des Alls verbergen.

Diese Monolithen gewähren euch gewisse Boni wie schnellere Bewegungsgeschwindigkeit oder effizienteren Ressourcenabbau. Wichtig ist es auch, den Stein zu erforschen, der die Feindwellen langsamer anbranden lässt. In der Praxis werdet ihr anfangs viel Zeit mit dem Aufbau eurer Station verbringen, um den Nachschub an Ressourcen sicherzustellen. Später, wenn die Feinde häufiger kommen und ihr die Crew immer öfter in die Verteidigungsräume schicken müsst, sind kurze Laufwege für den Erfolg essentiell. Ihr solltet also frühzeitig darauf achten, die Räumlichkeiten effektiv anzuordnen, denn später kosten jede überflüssige Hin- und Herbewegung unnötige Sekunden. Als taktisches Element kommt dabei noch hinzu, dass die Form der Räume den Bausteinen von Tetris nachempfunden ist und ihr sie daher quasi wie bei einer Art 2D-Tetris anordnen könnt.
Es geht dem Ende zu: Werden wir diese massive Welle überleben können?
Fazit und Fakten
Die minimalistische Präsentation des Spiels von Martin Jonasson ist zusammen mit den sphärischen Klängen von Niklas Ström ein echtes Erlebnis. Mehr als die pixelige Strichgrafik ist auch nicht vonnöten, um grandiose Spannung aufkommen zu lassen und spätestens ab Welle zwanzig wird euer Puls sich endgültig in ungeahnte Höhen begeben. Das taktische Element ist nicht zu vernachlässigen: Soll man zuerst ganz auf die schnelle Erforschung der Monolithen-Boni setzen oder doch lieber Einheiten produzieren und diese unter Waffen setzen? Mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Forscherdrang und kompaktem Basisbau werdet ihr zumindest schon mal weit kommen.

Auch durch die einfache Steuerung kann Rymdkapsel Pluspunkte sammeln. Selbst in der größten Hektik geht nie durch einen falsch abgegebenen Befehl etwas schief. Da stören uns schon eher die KI, die teilweise ein wenig intelligenter agieren könnte und der geringe Umfang – es gibt lediglich einen einzigen Sandbox-Level, in dem die Ressourcen immer gleich verteilt sind. Dennoch ist Rymdkapsel ein Zeitfresser allererster Güte und spätestens mit der soeben erschienenen PC-Version lohnt sich definitiv ein Ausflug in die weiten des „tetrisierten“ Weltalls.

  • Preise am 01.02.2014: 3,59 Euro (iOS, Universal), 3,59 Euro (Android), 6,99 Euro (PC/Steam), 3,99 Dollar (PlayStation Vita)
  • Geniale Mischung aus Aufbau und Tower Defense
  • Beginnt harmlos und endet mit Spannung pur
  • ca. 30-100 MB (iOS 5.0 oder höher, Android 2.3.3 oder höher)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPad 2
  • In-App-Käufe: Nein
Walking in Clouds (unregistriert) 1. Februar 2014 - 13:38 #

Super Artikel zu einem sehr schönen Spiel!

Ich hätte da aber noch ein paar Ergänzungen:
Das Spiel ist auch für den Mac & Linux erhältlich. Im Humble Store gibt es neben dem Steam-Key auch eine DRM-Freie Version, und ist günstiger als bei Steam, wobei auch 10% für Charity enthalten sind.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11329 - 1. Februar 2014 - 14:23 #

Mir ist das Spiel persönlich leider zu Simpel. Für zwischen durch aber ganz nett.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15392 - 1. Februar 2014 - 14:34 #

Danke für den Artikel, das Spiel ging irgendwie an mir vorbei.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 85955 - 1. Februar 2014 - 14:43 #

Yeees! rymdkapsel! :)

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 1. Februar 2014 - 17:47 #

Nettes und innovatives Spiel. Allerdings war die Luft bei mir nach wenigen Stunden raus, da es mir nicht so erschien, als sei noch viel mehr Tiefe vorhanden. Die optimale Strategie war zu offensichtlich und schnell gefunden. Dann ging es nur noch um das rechtzeitige anhalten des Zeitvorspulens. (Nebenbei: Jedes Spiel, in dem man die Zeit vorspulen kann, hat ernsthafte Schwachstellen im Design. Es sei denn, Zeitmanipulation ist selbst der Kernmechanismus.)

Scythe 12 Trollwächter - 852 - 2. Februar 2014 - 11:40 #

Ja, dem kann ich mich anschließen. Es ist wirklich ein tolles Spiel, aber viel Zeit musste ich nicht investieren, um die 3 "Missionen", die man eigentlich in einem Durchgang erledigen könnte, wenn das Spiel das zulassen würde, zu absolvieren. Danach gabs irgendwie keine Motivation mehr das Spiel nochmal zu starten.

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