Sony: Moody's zweifelt an Bonität des Unternehmens

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27. Januar 2014 - 18:18 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Der Elektronikgigant Sony muss einen herben Rückschlag verkraften. Die Rating-Agentur Moody's stufte das Unternehmen mit der neuesten Bonitätsbewertung um eine ganze Note runter, so dass eine Beteiligung an der Firma als spekulativ gilt und bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage mit Ausfällen behaftet sein könnte. Somit steht Sony auf der sogenannten Ramschliste, auf der sich auch finanzschwache Länder wie Slowenien oder die Türkei wiederfinden.

So urteilten die Ratingexperten, dass die Geschäftsführung zwar immer weitere Fortschritte und Erfolge im Konzernumbau verzeichnen könne, allerdings noch nicht so gefestigt sei, um die Ergebnisentwicklung auf Dauer zu stabilisieren. "Sonys Ertragskraft bleibt wahrscheinlich schwach und schwankungsanfällig", heißt es dabei wörtlich in dem Bewertungsprotokoll. Die größten Missstände werden in dem TV- sowie PC-Geschäft vermutet, da Kunden immer häufiger zu Konkurrenzprodukten greifen würden.

Ganz neu ist diese Situation für Sony nicht. So hatte schon die Agentur Fitch im November 2012 das Unternehmen auf Ramsch-Niveau gesetzt. Der dritte namhafte Rating-Konkurrent, Standard and Poor's, signalisierte ebenfalls schon eine Anpassung der Einstufung.

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2325 - 27. Januar 2014 - 18:26 #

Ist mir egal, um wen es geht, aber dass immer noch alle Welt auf diese inkompetenten Ratingagenturen hört, das ist unglaublich. Diese Finanz-"Profis" (im Sinne von -verbrechern) gehören in den Knast. Die haben uns jetzt (natürlich nicht alleine, aber mit gewichtiger Rolle) schon eine weltweite Finanzkrise und daraus folgend (dank Bankenrettung) eine europäische Staatsfinanzenkrise eingebrockt!

kommentarabo 14 Komm-Experte - 1944 - 27. Januar 2014 - 18:32 #

eben. schließlich sind auch die zeitungen für die schlechten nachrichten verantwortlich. ;)

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70303 - 27. Januar 2014 - 18:32 #

kreuzigt sie!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 27. Januar 2014 - 18:58 #

Das Problem ist, dass die Rating-Agenturen Mitte der 1970er ihr Geschäftsmodell geändert haben. Statt wie bisher den Käufern einer Anleihe eine Gebühr zu berechnen, ließen sie sich vom Herausgeber der Wertpapiere entlohnen. Dies ließ den Umsatz der Agenturen steigen, führte aber zu einem Interessenkonflikt. Wer einen zahlungskräftigen Kunden nicht verlieren will, stellt ihm unter Umständen ein besseres Rating aus, als dieser in Wirklichkeit verdient.

Außerdem ernannte die US-Börsenaufsicht in jener Zeit die drei größten Rating-Agenturen zu "national anerkannten statistischen Rating-Organisationen". Von dem Zeitpunkt an waren fast nur noch solche Wertpapiere für Investoren interessant, die eine Note von Standard&Poor’s, Moody’s oder Fitch hatten.

Warren Buffet, Börsengenie und zweitreichster Mann der Welt hat bereits im März 2003 behauptet, dass die neuartigen Derivate zur Übertragung von Kreditrisiken (Collateralized Debt Obligations (CDO, bzw. forderungsbesicherte Schuldverschreibungen)) "finanzielle Massenvernichtungswaffen seien". Die prognostizierte Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner pleite geht basierte bloß auf den Erfahrungen weniger Boomjahre. Des Weiteren hielt man es für unwahrscheinlich, dass die Häuserpreise überall im Land gleichzeitig fallen. Wie wir jetzt wissen hat man die stochastische Unabhängigkeit der Häuserpreise ein wenig überschätzt...

kommentarabo 14 Komm-Experte - 1944 - 27. Januar 2014 - 19:07 #

puh. mag alles sein, ändert aber nichts an meinem punkt. und ein größeres fass würd ich hier nicht aufmachen wollen. :)

Carsten 18 Doppel-Voter - 12131 - 27. Januar 2014 - 22:26 #

Ich will dir nicht komplett widersprechen, aber dass die Ratings von finanzstarken Auftragsgebern so sehr aufgehübscht werden, dass es wirklich ausschlaggebend ist, wage ich zu bezweifeln. Die Rating-Sparte von Moody's würde sich ja durch solche Praktiken in die Gefahr bringen, dass sie so häufig daneben liegen, dass sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren, ganz zu schweigen davon dass Konkurrenten des vermeintlich bevorzugten Unternehmen wiederum ihre Aufträge abziehen.

Die Rating-Agenturen verstehen sich ja allgemein auch nicht als Berater, sondern als Situationsanalysten.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 28. Januar 2014 - 0:10 #

Die CDOs hatten damals eine AAA-Bewertung, und da steckten lauter faule Papiere drin. Wenn der Kunde unzufrieden mit dem Rating ist, kann er ja noch zu den beiden anderen Agenturen gehen.

Und Standard and Poor's hat Lehmann Brothers einen Monat vor deren Kollaps noch eine AAA-Bewertung gegeben.

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2325 - 28. Januar 2014 - 14:53 #

ich verstehe deine Intention, die passt hier aber leider nicht, solange die Zeitungen nicht falsche Informationen verbreiten und damit Politik betreiben.

Moody (unregistriert) 27. Januar 2014 - 19:40 #

Stimmt! Sony ist immer noch viel zu hoch bewertet ;P

Mein Empfehlung macht den Laden endlich dicht.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 27. Januar 2014 - 20:14 #

Setz mal lieber die USA auf die Ramschliste,was zahlen eigenlich die Staaten für ihr AAA-Rating?:p

Azzi (unregistriert) 28. Januar 2014 - 10:22 #

Dumpfbackenkommentar in typischer Stammtischmanier. Die Ratingagenturen sollen das Risiko für Wertpapierkäufe einstufen und das tun sie anhand vieler Faktoren. Klar stimmen diese Einschätzungen nicht immer aber es ist ein gewichtiger Anhaltspunkt für Anleger.

Konkret bei Sony kann das schon sein. Ich meine das ist ein riesen Konzern mit vielen Sparten, von denen einige extreme Miesen machen (Sony BMG beispielsweise), da ist der Konsolenpart nur eine von vielen Sparten. Wie es im ganzen Konzern aussieht wissen wir gar nicht aber die Analysten haben da schon erheblich mehr Daten.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 28. Januar 2014 - 12:22 #

Unterlasse bitte Beleidigungen, die toleriert GG nicht. Danke.

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2325 - 28. Januar 2014 - 15:00 #

Deine Beleidigung hat leider keine argumentative Basis. Die Aufgaben der Agenturen sind klar, warum diese nicht ordentlich erledigt werden hat Green Yoshi deutlich gemacht. In meinem Kommentar ging es um die Auswirkungen ihres fehlerhaften Handelns, dass in Verbindung mit ihrer Käuflichkeit in meinen Augen verbrecherisch ist. Im Kern ging es mir darum, dass Agenturen mit dieser Vergangenheit und ohne relevante Reformen immer noch so eine gewichtige Rolle spielen. Es ging also nicht darum, dass ich ihre Einschätzung bezüglich Sony nicht teile (wie auch, lese ja nicht ständig Unternehmensbilanzen).
Also: Erst denken, dann rumpöbeln, von wegen Dumpfbackenkommentar...

Scytale (unregistriert) 27. Januar 2014 - 19:29 #

Sony hat wohl aufgehört, Moody's zu bezahlen, dass sie gut gerated werden. Vielleicht ist die PS4 deswegen so günstig (im Vergleich)

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 27. Januar 2014 - 20:57 #

Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich finde Sony hat zumindest im Gaming- und Handybereich die richtigen Schritte gesetzt. Die anderen Bereiche kann ich aber leider nicht beurteilen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 27. Januar 2014 - 21:43 #

Hört eigentlich wer auf solche Ratingfirmen? Oo Wie gut die liegen hat man ja in den vergangenen Jahren gesehen.

Leser 14 Komm-Experte - P - 1964 - 27. Januar 2014 - 22:15 #

In ein paar Tagen gibt es Quartalszahlen. Hier will wohl vor den Zahlen jemand nochmal für billigere Einstiegskurse sorgen.

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1937 - 28. Januar 2014 - 9:42 #

Egal, was man jetzt von Ratingagenturen hält, aber hier haben sie ja mal nicht unrecht: Dass Sony seit Jahren kurz vor dem Kollaps steht, ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis.

Insbesondere der TV-Sektor, der früher mal eine absolute CashCow war (erinnert sich noch jemand an die Triniton-Fernseher? Mit denen konnte Sony im Hochpreissegment richtig punkten), ist momentan mit Riesenverlusten nur noch ein riesen Klotz am Bein. Das gleiche gilt zwar für so gut wie jeden anderen TV-Hersteller auch (selbst der grosse Marktführer Samsung hält die Sparte wohl mit Quersubventionen am laufen). Das Elend der anderen nützt Sony aber auch nichts.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 28. Januar 2014 - 12:29 #

Sony hat in den 90er-Jahren und Anfang der 2000er-Jahre so viel Gewinn gemacht, dass das eigentlich reichen müsste, um die aktuelle Schwächephase zu überstehen. Mit TVs lässt sich in der Tat kein Geld mehr machen, Phillips hat seine TV-Sparte bereist verkauft, aber mit Smartphones, Tablets und der Playstation 4 sollte sich viel Umsatz generieren lassen. Schade, dass die Vita nicht so gut läuft wie die PSP, aber den meisten Leuten reicht wohl ihr Smartphone und sie wollen nicht noch zusätzlich ein Handheld mitschleppen.

PlayStation Now könnte in den nächsten zehn Jahren ziemlich erfolgreich werden, wenn Sony das ganze richtig angeht.

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1006 - 28. Januar 2014 - 12:43 #

pfff Moodys!

Ich erinnere an Enron, da merkten die auch erst Jahre später was als der Lügen Berg eh schon von selbst in sich zusammengestürzt wäre...

Rating Agenturen wissen garnichts, genau wie John Snow!

Down Under (unregistriert) 30. Januar 2014 - 9:54 #

Richtig, und was sagt dir das über dir Firmen/Banken/Staaten/etc, die ihnen diesen Mist glauben/abkaufen?

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86471 - 28. Januar 2014 - 20:29 #

Die News gibts doch schon! Wer war denn da erster? Doppelnews-Alarm!!!! WWIIIIIUUUUUUUIIIIIUUUUUUIIIIIIUUUUUUU!!! :)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 28. Januar 2014 - 21:39 #

Die Frage kannst du dir leicht selbst beantworten, wenn du einfach auf das Datum der beiden News schaust.

Wunderheiler 19 Megatalent - 18967 - 29. Januar 2014 - 0:30 #

Bleibt die Frage, warum nicht diese News befördert wurde, sondern eine neue geschrieben wurde (böse Zungen würden sagen, weil die Redaktion die User-News nicht aufmerksam genug liest...)?!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 29. Januar 2014 - 12:27 #

Die bösen Zungen könnten aber auch mal in sich gehen und sich vorstellen, daß das nicht Absicht ist, sondern schlichtweg übersehen wurde. Fehler passieren nunmal und die Redaktion kann schon aus Zeitgründen auch nicht über jede einzelne News gehen.

Bully3 15 Kenner - 2726 - 29. Januar 2014 - 13:47 #

scheinbar kümmert sich die redaktion aber auch nicht um die kommentare, denn in der anderen news wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es das thema bereits gab.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 29. Januar 2014 - 16:53 #

Ist das jetzt so ein Beinbruch, daß man da wieder aus einer Mücke einen Elefant machen muß? Offensichtlich für einige hier schon. Mei, laßt doch auch mal stecken.

Ditze 13 Koop-Gamer - 1254 - 28. Januar 2014 - 23:23 #

Moody´s, da glaube ich lieber dem ADAC.

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