USK: Überarbeitete Leitkriterien erkennen Kunstaspekt an

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27. Januar 2014 - 13:02

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist hierzulande für die Prüfung und Altersfreigabe von Computer- und Videospielen zuständig. Das angewandte Prüfverfahren richtet sich dabei nach verschiedenen Grundsätzen, die wiederum durch Leitkriterien vervollständigt werden. Vor wenigen Tagen wurde von der USK-Geschäftsstelle eine überarbeitete Fassung dieser Leitkriterien veröffentlicht, die eigenen Angaben zufolge „nach intensiver Diskussion einstimmig auf den Weg gebracht wurde“.

Neu hinzugekommen ist demnach im entsprechenden Vorwort ein Absatz, mit dem „der künstlerische Aspekt von Computerspielen explizit gewürdigt wird“. Felix Falk, Geschäftsführer der USK, macht in diesem Zusammenhang deutlich:

Computerspiele werden immer häufiger unter dem Blickwinkel der Kunst betrachtet. Ich freue mich, dass wir diese Anerkennung des Mediums nun auch bei der USK stärker deutlich machen können.

Mit der Aufnahme dieser Thematik in die erwähnte Präambel soll ganz offiziell die Verbindung zwischen Kunst und Spielen anerkannt werden. Auf die jeweiligen Altersfreigaben der USK hat der Kunstaspekt keinen direkten Einfluss, da für die Beurteilung eines Titels immer dessen „Gesamteindruck unter Berücksichtigung der möglichen Beeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen ausschlaggebend ist“. Der neu hinzugekommene Absatz im erwähnten Vorwort lautet wie folgt:

Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur und finden auch unter künstlerischem Aspekt Beachtung. Technisch Machbares und ästhetischer Ausdruck können sich in einer Art und Weise verbinden, dass Spiele Merkmale einer Kunstform in der zeitgenössischen Unterhaltung erhalten. Durch die Chance der Interaktivität können sich Entwickler wie Spieler durch das Medium ausdrücken, sich kritisch mit Gesellschaft und ihren Prozessen auseinandersetzen und dabei Wirklichkeit, Entwicklung und Veränderung reflektieren.

Fabowski 13 Koop-Gamer - 1736 - 27. Januar 2014 - 13:05 #

Und wann erkennt die USK mal an, dass sie überflüssig sind?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 13:07 #

Überflüssig sind sie nicht, und so gnädig wie in den letzten Jahren waren sie auch noch nie. Allerdings glaube ich auch, dass sie notwendig ist, denn sonst kommen noch irgendwann Themen in Spielen zur Sprache, die keiner wirklich haben will!

Grumpy 16 Übertalent - 5284 - 27. Januar 2014 - 13:11 #

finde ich überhaupt nicht

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 27. Januar 2014 - 13:21 #

Vielleicht dann, wenn sie überflüssig wird... also nie. Der Jugendschutz ist ein wichtiger Aspekt und für geschnittene Spiele ist ja nicht die USK verantwortlich.

Hemaehn 16 Übertalent - 4577 - 27. Januar 2014 - 13:21 #

Frühestens wenn die Allgemeinheit auch mal nachdenkt, bevor sie handelt.
Nach dem Motto: "Oh, von GTA 5 hab ich schon so viel gehört, das ist bestimmt gut, das schenk ich mal meinem 4-jährigen Sohn"

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 13:23 #

Dann hilft aber kein Jugendschutz, dann muss Erwachsenenschutz her.

Hemaehn 16 Übertalent - 4577 - 27. Januar 2014 - 13:37 #

Da hilft nur Bildung, aber Bildung ist doof ... das kostet Geld und das hat keinen unmittelbaren Nutzen, sondern erst in 15-20 Jahren. Sowas will niemand. ;)
Bin schon so ein richtig verbitterter Lehramtsstudent, der keine Chancen auf einen Job sieht :D

Tassadar 17 Shapeshifter - 7786 - 27. Januar 2014 - 19:48 #

Im Gegenteil, die hat nicht nur keinen unmittelbaren Nutzen für diejenigen, die das Geld verteilen, sondern würde nachher noch dafür sorgen, dass mal eine kritische Masse erkennt, wie sie nur verarscht wird. Mangelhafte Bildung und vor allem auch Benachteiligung der unteren sozialen Schichten dabei gehört zum System, das ist genau so gewünscht.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 27. Januar 2014 - 13:41 #

Es sei denn der Erwachsene sieht beim Kauf das USK18-Siegel und merkt so, daß das Spiel wohl doch nix für den 4-jährigen sein kann.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5941 - 27. Januar 2014 - 18:23 #

Leute die soetwas machen, kaufen auch ein Bild einer X-Box bei ebay...

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10561 - 27. Januar 2014 - 21:15 #

und sagen dann "ich armer wicht wollt die doch nur für meinen 5jährigen Sohn haben!"

Rainer (unregistriert) 27. Januar 2014 - 13:43 #

So einen Bullshit kann auch nur jemand von sich geben, der selbst noch unter den Jugendschutz fällt. MMn urteilen die mittlerweile viel zu lasch. Gerne noch eine USK21 einführen, dann aber auch endlich mit der Bevormundung bzw. Eingriffe in die "Kunst" von mündigen Steuerzahlen aufhören.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 13:47 #

Ich bin für 4-Augen-Prinzip vor Freischaltung und USK 25 bei einigen Kommentaren.

Fabowski 13 Koop-Gamer - 1736 - 27. Januar 2014 - 13:49 #

Krieg mal kein Kind, Rainer. ;)
Europaweit gilt PEGI, warum also muss Deutschland an der USK festhalten? Treibt nur die Entwicklungskosten hoch und vor Amokläufer schützt die USK auch nicht.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 27. Januar 2014 - 13:51 #

Vielleicht hilft da der USK-Report weiter:
http://www.gamersglobal.de/report/die-usk-auf-dem-pruefstand

Rainer (unregistriert) 27. Januar 2014 - 14:00 #

Es reicht, wenn man Patenonkel ist und auch nur wöchentlich mitbekommt, was auf (Grund)Schulhöfen so kursiert. Natürlich sind das auch immer die Eltern schuld, aber eine USK21 ohne Zensur wäre für mich persönlich der beste Kompromiss. Dann können Eltern ihre Kids gerne weiterhin (v)erziehen wie sie wollen, aber der Jugendschutz hätte sein möglichstes getan, man könnte sich immer brüsten der strengste Jugendschutz der Welt zu sein, ohne den erwachsenen Kunstliebhabern ständig in die Werke zu pfuschen.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:11 #

Okay. Wie willst du eine USK21 ohne Zensur erschaffen? Es gibt keine staatlich verordnete Zensur in Deutschland. Die Hersteller zensieren ihre Produkte selbst, bei Filmen z.b. meist nicht aus Verbotsangst sondern aus simpler Gewinnmaximierung. Was du also forderst wäre eine USK 21 und ein staatliches Verbot an Medienunternehmen wie z.b. Publisher keine Anpassungen an den deutschen Markt vornehmen zu dürfen. Stell ich mir schwer vor das zu konzipieren. Fallen Lokalisierungen dann auch darunter? Oder nur Gewalt? Was ist mit Drogen oder Sex Szenen die man in USA oder Australien raus genommen hat in Deutschland aber einbauen könnte aber aufgrund des neuen Verbots nicht darf.

Generell fühle ich mich als inzwischen deutlich über 18 jähriger weit weniger gegängelt als es noch im Alter von 16-23 war. Cut-Spiele kaufe ich (meist) nicht, bin somit ein Wirtschaftsfaktor der gegen Cut-Spiele spricht. Ansonsten habe ich im Internet und dem netten Umland bisher noch keine Probleme gehabt irgendetwas nicht zu bekommen. Sei es Informationen oder Spiele.

Rainer (unregistriert) 27. Januar 2014 - 14:24 #

Warum sollte es verboten sein, wenn Publisher/Entwickler ihr Produkt für ein größeres Publikum runterkürzen wollen?

Als ich 16 war gab es die Problematik gar nicht. Natürlich hatte jeder "Blue Max" oder "Teacherbuster" in der Diskettenbox. Dass die indiziert waren, erfuhr man in der Regel erst Jahre später, aber damals hatten Games bei weitem nicht die Attrakivität wie heute. Und eine USK21 würde da nicht nur den Gewaltaspekt betreffen, sondern auch einen generell reflekierteren Umgang mit dem Spiele-Konsum.

Du bekommst also den Kram problemlos? Dann wäre ich Dir aufrichtig verbunden, wenn Du mir eine Quelle nennen könntest, wo ich das letzte "Wolverine" ohne Kreditkarte erstehen könnte.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 14:28 #

USK 21 ist schon deswegen Schwachsinn, da man ab 18 in Deutschland volljährig ist. Dann dürfte man auch erst den Fürhrerschein, Rauchen und Alkohol ab diesem Alter erlauben.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:37 #

Klar. Dann muss man alles hochsetzten. Wenn man sagt die allgemeine geistige Reife wächst nicht mehr so wie früher. Dann muss eben die Volljährigkeit mit der Lebenserwartung hochgestuft werden. Wenn die Spiele dann wider erwarten in 5 Jahren Brutaler werden oder die Leute noch geistig unreifer. Setzen wir halt die Volljährigkeit auf 28 hoch. Oder wir setzen sie einfach ganz aus. Dann sind wir aber wieder beim unmündigen Bürger und der Kreis geht von vorne los.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 27. Januar 2014 - 14:51 #

Die geistige Reife wächst in der Tat nicht mehr so wie früher. Früher war man nämlich erst mit 21 volljährig. Und dieses "Früher" ist gar nicht so furchtbar lange her. Ich wage mal zu bezweifeln, dass sich in den letzten zwei Generationen ein dermaßener Entwicklungssprung vollzogen hat, dass der Mensch auf einmal drei Jahre schneller heranwächst.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:58 #

Nein. Siehe meinen Kommentar weiter unten. Das Führerschein, Rauchen, Alkohol und so weiter am liebsten von den jeweiligen Lobbys ab 15-16 erlaubt werden sollen verfolgt natürlich nur wirtschaftliche Interessen. Trotzdem kann man eben auch bei 21 keine vollständige geistige Reife voraussetzen. Persönlich würde ich aktuelle vielleicht 30 vorschlagen. Ist immer so ne Sache. Wie will man da eine Grenze finden. Wo macht man sie fest und warum?

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:35 #

Du hast doch von USK21 und Ende der Zensur gesprochen. Ersteres ist Entscheidung des Staates zweites ist nur Entscheidung der Publisher. Darauf wollte ich hinaus.

Kreditkarten sind nunmal in den Ländern mit den ungeschnittenen Spielen das primäre Verkaufsmittel. Ich selbst bekam vor nem halben Jahr als Student mit nicht grade bester Kreditwürdigkeit eine Pre-Paid-Kreditkarte von meiner Bank aufgezwungen. Hab sie nicht einmal benutzt. Daher ist das ein merkwürdiges Argument, als Hindernis um an Spiele zu kommen.

Rainer (unregistriert) 27. Januar 2014 - 14:50 #

Es ist natürlich nicht nur Entscheidung der Publisher. Ich glaube schon, dass die "Dead Rising 2", "Dead Island" oder eben "Wolverine" hierzulande schon gerne veröffentlicht hätten, wenn der Staat da nicht sein wachendes Auge hätte. Mein deutsches L4D2 habe ich vielleicht'ne halbe Stunde gespielt - sinnlos. Das laste ich in erster Linie Deutschland an und nicht Valve.

Und wäre es immer noch ein merkwürdiges Argument, wenn man im Internet nicht mit Kredit- bzw. Bank-Daten um sich schmeissen möchte? Was betreffen mich daher Deine Erfahrungen mit Deiner Bank?

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 15:09 #

1. ZENSUR IST ENTSCHEIDUNG DER PUBLISHER!
2. Dead Rising 2, Dead Island und Wolverine wurden nicht beschnitten und hätten beim Versuch der Veröffentlichung entweder ihren Platz auf dem Index bekommen (=>WERBEVERBOT). Bei Dead Island und Dead Rising sind sie ja sogar auf dem Index. Natürlich ist es günstiger auf einen Release in D zu verzichten wenn das Spiel produziert und beworben wird und alles nach 2 wochen wieder abgeblasen werden muss. Verkauft werden die Spiele trotz Index oder Releaseverzicht in D. Nur eben direkt über die Umwege und ohne unnötige Kosten.
3. Wer Punkt 2 nicht will (So wie Valve bei L4D oder HL2) schneidet seine eigenen Spiele eben soweit, dass das Spiel nicht mehr zu beanstanden ist. So kann man dann das Spiel weiter in D vertreiben und kann beruhigt das Spiel rausbringen. Wer es ungeschnitten will muss auf die Umwege zurückgreifen die am Ende bei beiden Wegen nötig gewesen wären.
4. Habe ich bei allen den von dir genannten Spielen keine Probleme gehabt diese Ungeschnitten zu bekommen. Eines war im Humble Bundle, eines gab es bei Microsoft in der GamesforGoldAktion für Nichtdeutsche Kunden geschenkt. (VPN-Tunnel *wink*) Left4Dead lässt man sich von netten Steamusern bei GG die nicht in Deutschland wohnen giften.

PrePaidKreditkarten werfen nicht mehr Bankdaten in Umlauf als eine Internetbestellung auf Rechnung. Aber wenn, dass die große Hürde für dich ist ein ungeschnittenes Videospiel zu erwerben. Man kann auch mit einem Fernbus nach Holland oder Polen fahren und das Spiel dort in Bar kaufen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9825 - 27. Januar 2014 - 15:58 #

Top-Antwort!

Ich bin es langsam leid anhören zu müssen, dass man bestimmte Spiele nicht bekommt. Das ist schlicht und einfach Blödsinn. Natürlich ist der Aufwand etwas höher, als einfach bei Steam zu kaufen und mit Paypal oder ähnlichem zu bezahlen. Dennoch geht es im Prinzip immer noch vom Schreibtisch aus. Man muss es nur wollen.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 27. Januar 2014 - 16:46 #

1. Dead Rising 1 und 2 sind beschlagnahmt, war das eine Entscheidung der Publisher? Left4 Dead 2 genauso. Wie bringst du denn diese Spiele in D raus?
2. Yo klar, nachdem der erste Teil schon beschlagnahmt war, hätte man natürlich auch locker den 2. auflegen können, kann halt nur hässliche Konsequenzen haben.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 17:02 #

Zensur ist Entscheidung der Publisher. Beschlagnahmung kommt äußerst selten vor und verbietet nicht den Ankauf oder Besitz in Deutschland. Ich schrieb doch schon, dass man in Fällen (wie z.b. Beschlagnahmung des Vorgängers) aus wirtschaftlichen Gründen drauf verzichtet.

Ändert aber nichts an der Tatsache das man als Erwachsener auch an beschlagnahmte Spiele kommt. Sicherlich schwieriger (wie aber gesagt wurde nicht unmöglich und den meisten Ärger machen Vertriebsplattformen). Aber es soll ja auch für schwierig sein. Das ist der Sinn von Jugendschutz. Ich muss ja auch ggf. beim Alk-Kauf meinen Perso zeigen. Ist auch Erwachsenengängelung wenn man den so möchte. Macht es eben für alle Schwieriger. Aber für Erwachsene nicht unmöglich an Dinge zu kommen.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 27. Januar 2014 - 18:02 #

Nachzensur ist ebenfalls Zensur. Und nein man verzichtet nicht aus wirtchaftlichen Gründen, sondern aus strafrechtlichen, denn die Verbreitung von solchen 131er Titeln ist *strafbar*. Würdest du dich als Firmenchef (evtl. vorsätzlich) strafbar machen, weil: könnte ja gut gehen?

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 18:09 #

Ja. Trotzdem ist es Selbstzensur um wirtschaftliche Interessen zu wahren. Die Alternative zu "Ich bringe einen in Deutschland strafrechtlich relevanten Film über Nazi-Nonnen im Sexrausch raus." ist a) "Ich bringe einfach keinen Film über Nazi-Nonnen im Sexrausch in Deutschland raus" b) "Ich bringe den Film in Deutschland raus verzichte aber auf die Sexsüchtigen Nazinonnen."
c) "Ich bringe den Film raus und mache mich bzw. die Händler die ihn vertreiben strafbar"

Klar fällt c) weg. a) bringt dir kein Geld und ein Werbeverbot in Deutschland ein und b) ist Selbstzensur mit wirtschaftlichem Interesse.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 27. Januar 2014 - 18:34 #

"Bei der Vorzensur müssen Medien (Filme, Bücher, Zeitschriften usw.) vor Veröffentlichung entsprechenden Institutionen zur Prüfung vorgelegt werden, die dann gegebenenfalls Abänderungen fordern oder das Werk indizieren."

http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)#Unterscheidungen

Dadurch dass die USK faktisch darüber entscheidet, ob ein Spiel in Deutschland erscheinen darf (die großen Händler wie Saturn/MediaMarkt nehmen keine Spiele ohne USK-Logo in ihr Sortiment auf), kann man da schon von einer Vorzensur sprechen. Der Kunde kann das Spiel natürlich auch problemlos auf ausländischen Websites kaufen, aber davon hat ja die deutsche Niederlassung des Publishers nichts (außer sie ist auch noch für andere europäische Länder verantwortlich).

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 27. Januar 2014 - 15:21 #

Die Publisher haben sich dazu entschieden das Spiel nicht in DE zu veröffentlichen. Hätten sie es ungeschnitten veröffentlicht, wäre das Spiel indiziert worden. Index heißt aber für volljährige Spieler nichts weiter als ein Werbeverbot. Als volljähriger Spieler darfst du das Spiel weiterhin kaufen und spielen, so einfach so gut. Das die Publisher das nicht tun ist einzig und allein ihre Entscheidung. Spiele werden immer nur aufgrund der wirtschaftlichen Interessen der Publisher geschnitten. Keiner zwingt den Publisher eine geschnittene Version auf den Markt zu bringen, nur müssen sie dann auf zusätzliche Einnahmen verzichten. Das die meisten Publisher darauf allerdings nicht verzichten wollen, ist nicht die Schuld von Deutschland. Ich empfehle dazu mal die Lektüre des JuSchG.

Zum Thema Bankdaten:

Viele Spieleläden abseits von Gamestop und co. habe einen Index-Raum oder du kannst zumindest indizierten Kram aus Österreich oder UK bestellen. Ganz ohne Bankdaten im Internet zu verteilen. Davon ab kannst du bei vielen Webseiten auch per PayPal zahlen.

Rainer (unregistriert) 27. Januar 2014 - 15:36 #

"Keiner zwingt den Publisher eine geschnittene Version auf den Markt zu bringen, nur müssen sie dann auf zusätzliche Einnahmen verzichten."

Aha. Und darum geht's doch, wenn dem nicht so wäre, hätte ich längst mein unkastriertes L4D. Dabei ist die Prozedur vollkommen wurst. Fakt ist, dass Deutschland den Machern vorschreibt - bzw. "empfiehlt" -, wie das Spiel hierzulande auszusehen hat. Und damit auch mir und ich persönlich empfinde das als jahrzehntelanger Steuerzahler wie eine anmaßende Bevormundung. Natürlich bekomme ich meinen Uncut-Kram auch über Keyshops, das ändert aber nichts an der Situation, dass ich dafür Importe bemühen muss, evt. sogar VPNs und sonstige Maßnahmen, die einfach lästig und z.T. sogar halbseiden sind. Daher meine Ansicht, USK21 und dafür weg mit den Gängelungen.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 27. Januar 2014 - 15:50 #

"Dabei ist die Prozedur vollkommen wurst. Fakt ist, dass Deutschland den Machern vorschreibt - bzw. "empfiehlt" -, wie das Spiel hierzulande auszusehen hat."

Nope, tun sie immernoch nicht. Sie sagen bloß "Dürft ihr bewerben" oder "Dürft ihr nicht bewerben". Es ist und bleibt eine Entscheidung der Publisher, die rein aufgrund wirtschaftlicher Interessen getroffen wird.

Dann hast du bei den falschen "Keyshops" geschaut.

USK 21 wird nichts ändern. Es geht nicht darum, dass 18 jährige das nicht spielen sollen, sondern das es nicht beworben werden darf. Daran wird USK 21 nichts ändern, weil die Werbung betrifft immernoch auch jüngere Menschen. Index ist keine Bevormundung, sondern eine Werbeverbot. Die Gängelungen sind Entscheidung der Publisher, nach wie vor.

Scytale (unregistriert) 27. Januar 2014 - 16:16 #

Der Staat schreibt nichts vor. Der sagt nur, wenn ein Produkt jugendgefährdend ist und somit öffentlich nicht beworben werden darf. Sie als voll geschäftsfähige Privatperson können sämtliche beschlagnahmte und indizierte Titel privat erwerben und besitzen. Wenn der Publisher gewisse technische Hürden (wie im genannten Falle Valve und L4D) einbaut (oder eben nicht beseitigt), dann hat das wahrscheinlich Gründe ( wie eben bloße Unwirtschaftlichkeit).

Das Ende der Geschichte ist, dass Sie sich nicht über den Staat beschweren sollten, sondern über die Vertriebsplattformen, die mit dem sehr guten (aber strengen) System der USK nicht kundengerecht umgehen. Das ist eben auch einer der Nachteile der Accountgebundenen Produktaktivierungen über solche Platformen wie Steam oder Origin. Dann sollte man den Mist nicht unterstützen sondern eben Spiele bevorzugen, die importiert werden können und eben nur eine CD brauchen, um zu laufen.

The 51th State (unregistriert) 27. Januar 2014 - 17:30 #

Alkohol und Zigaretten sind auch jugendgefährdend und dürfen dennoch öffentlich beworben werden. Aber von Videospielen geht eine größere Gefahr aus? Das ist doch Unsinn. Es geht einzig darum die Jugend vor dem angeblichen Einfluss der amerikanisch-jüdischen Unterhaltungswelt zu schützen. Viele Nazis haben nach dem Krieg einfach nahtlos weitergemacht, gehängt wurden nur die großen Tiere.

Mit Jugendschutz hat das überhaupt nichts zu tun, die USK 18 Freigabe verhindert bereits, dass Jugendliche bestimmte Spiele einfach so kaufen können.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 17:32 #

Äh, ....WAT?

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 17:33 #

Die Bewerbung von Alkohol und Zigaretten ist aber stark reglementiert. Vielleicht sind dir zudem die großen Aufkleber auf den Packungen aufgefallen. Ganz wird Alkohol und Zigaretten nicht verbannt weil die Lobbys großen Einfluss haben und (grade an den Zigaretten) gut vom Staat verdient wird.

Auf die Aluhut-würdige Naziverschwörung gehe ich mal lieber nicht ein.

Ripley (unregistriert) 27. Januar 2014 - 17:49 #

Also ich sehe in der Öffentllichkeit deutlich mehr Alkohlwerbung als Werbung zu USK 18 Spielen. Auf alkoholischen Getränken sind mir noch nie Aufkleber aufgefallen, nur bei Zigratten, Filmen und Spielen.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 18:04 #

Alkohol hat nicht nur ne Starke Lobby sondern eine "Tradition" die sie von der Politik schützt. Aufkleber sind Winzig. Aber die meisten haben diese "Trink Verantwortungsbewußt"-Stempelchen. Zudem ist Alkohol mit dem Holzhammer zwischen leicht und schwer alkholisch getrennt mit Altersfreigabe versehen. Insofern kann man es nur gut finden das Spiele nochmal differenzierter eingeteilt werden und nicht einfach alles ab 18 ist. USK 18 Werbung ist natürlich nicht verboten. Die siehst du nur selten weil die Zielgruppe dafür nicht über Werbebanden und Haltestellenhäuschen erreicht wird sondern eher und effizienter im Internet. (Ist euch mal aufgefallen das im TV z.b. nur F2P-Quatsch beworben wird? Auch da ist die Zielgruppe eher im Internet oder Print anzusprechen als in der alten Flimmerkiste) Zudem landet Alkohol nicht auf dem Index. Wohl aber andere Drogen. Sich da jetzt über für und wieder zu unterhalten dreht sich nur seit Jahrzehnten im Kreis.

Und dafür kommen dann die Nazi/Juden/Alienverschwörer aus irgendwelchen dunklen faktenfreien löchern. Daher werde ich die Diskussion glaub ich erstmal wieder ruhen lassen.

The 51th State (unregistriert) 27. Januar 2014 - 18:09 #

Danke. Leute wie Du sind immer die beste Motivation in der kalten Jahreszeit auf Anti-Nazi Demos zu gehen. Wer bei den Verbrechen des NSA-Trios einen rechtsextremen Hintergrund vermutet hat, galt ja auch ein Jahrzehnt als Aluhut-Verschwörer.

Aber vielleicht irre ich mich ja und in den 80er-Jahren ging von einem River Raid fürs C64 wirklich mehr Gefahr aus als von einer Flasche Whisky. ^^

Halte es aber dennoch wahrscheinlicher, dass verknöcherte CSU-ler das als Propaganda für die pösen Amis hielten und es daher verschwinden musste.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2391 - 27. Januar 2014 - 17:34 #

haha. etwas überzeichnet, aber: ja, so ist es wohl. gut gesagt.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 17:36 #

Ich klink mich jetzt aus, die Dummheit hält Einzug!

Prince of Bel Air (unregistriert) 27. Januar 2014 - 17:55 #

Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, ich bezweifle dass die Mehrzahl der Nazis nach dem Krieg so ein schönes Leben hatte.

Die anderen 28 EU-Länder haben einfach nicht so hohe moralische Standards wie wir. Deswegen sind wir das einzige Land in der EU, in dem Spiele wie Dead Island nicht einfach so im Laden stehen.

Verstehe das Geheule der Spieler auch nicht ganz, die Anzahl Indizierungen pro Jahr ist echt lächerlich gering. Schaut mal in die Filmwelt, da werden jeden Monat so viele Filme indiziert wie Spiele im ganzen Jahr.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2391 - 27. Januar 2014 - 17:59 #

tja, neben personellen gibts natürlich auch mentale kontinuitäten. die ansicht, ausgerechnet deutschland hätte in der eu die höchsten moralischen standards, könnte man da z.b. als indiz heranziehen. :>

DomKing 18 Doppel-Voter - 9825 - 27. Januar 2014 - 20:05 #

Es gibt sowohl auf Alkohol, als auch auf Tabakwaren zum Teil erhebliche Besteuerung. Oder fändest du es gut, wenn ein Videospiel mal eben das doppelte kostet?

Es ist einfach eine andere Art von Jugendschutz, aufgrund der erwähnten Lobbies.

Scytale (unregistriert) 27. Januar 2014 - 20:34 #

Man wird aber nicht besoffen, wenn man eine Flasche Jacky anschaut.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 27. Januar 2014 - 16:17 #

Wir haben auch heute schon den schärften Jugendschutz der Welt. Ein USK-21 Siegel würde nur helfen, wenn die meisten Eltern der Kinder auf dem Grundschulhof zwischen 18 und 21 Jahren alt sind.

Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres ist man volljährig, viele studieren oder arbeiten schon in dem Alter. Da fehlt die rechtliche Grundlage ihnen den Kauf von bestimmten Spielen vorzuenthalten. Außerdem herrscht in der EU freier Warenverkehr. Deutschland müsste aus der EU austreten und wieder Zollkontrollen durchführen, damit sich der 19-Jährige das böse USK-21 Spiel nicht einfach in Österreich ordert. Ein bisschen viel Aufwand.

Einfach im ersten Monat der 1. und 5. Klasse einen Infoabend für Eltern abhalten, um mit ihnen über Jugendschutz (Alkohol, Tabak, Pornographie, Filme, Internet, Musik, Computerspiele) zu reden.

blobblond 19 Megatalent - 18350 - 27. Januar 2014 - 17:25 #

Naja einige Games die ein PEGI18 kriegen,bekommen von der USK ein ab16 ,also sogut ist PEGI nun auch nicht.
The Elder Scrolls 5 - Skyrim ungeschnitten USK16 ,dafür aber ein PEGI18,das gleiche bei der Mass Effec Reihe.
http://www.gamersglobal.de/news/43445/the-elder-scrolls-5-skyrim-pegi-vergibt-18er-freigabe

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 17:31 #

Man trifft sich halt in der Mitte. Daher bewertet die PEGI nach "gesamteuropäischen" "Normen". Die 18 bei PEGI beruhen bei Mass Effect und Skyrim da jeweils auf Sex bzw. "gleichgeschlechtliche Liebe". Hier ist ja alles was damit zu tun hat okay, dafür Gewalt böse. Siehe auch die Strengen Verbote in Australien wenn jemand "Drogen" nimmt oder verkauft.

Daher ist die Frage ob USK ja oder nein auch immer die: Wollen wir ne gemeinsame Basis dafür finden was gut ist und was nicht oder bleiben wir bei unserer deutschen Ansicht das Blut und Morde bäh sind, der Rest aber okay für Kinder/Jugendliche.

Maddino 16 Übertalent - P - 5245 - 27. Januar 2014 - 22:37 #

Für Überflüssig halte ich die USK auch nicht wirklich. Sinnvoller Jugendschutz ist eine gute Sache, solange gewährleistet bleibt, dass Erwachsene dadurch nicht ausgebremst werden (so lange wir von legalen Inhalten reden. Irgendwelche japanischen Vergewaltigungsspiele, bei denen die Protagonistinnen jetzt auch 14 Jahre alt sein könnten, meine ich da ganz ausdrücklich nicht).

Die USK hat zuletzt ja auch durchaus sinnvoll agiert. Meinen Respekt gewonnen hatte sie, als sie sich massiv gegen die Politik, die eine Inidizierung (im Lichte der "Amoktaten förderndern Killerspiele") von Counterstrike gefordert hatte, durchgesetzt hat.

Wenn die USK auf diesem Niveau weitermacht, kann ich damit gut leben, auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass die elterliche Verantwortung nicht außen vor gelassen werden sollte.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 23:11 #

Das war aber die BPjM nicht die USK.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 13:24 #

Kunstaspekt. Warum glaube ich eher daran das bald Gemälde Altersfreigaben bekommen, bevor das wirklich bei Spielen jemand ernst nimmt?

Egal. USK ist inzwischen tatsächlich etwas Realistischer in den Wertung als noch vor 4-5 Jahren. Aber irgendwie wünschte ich mir trotzdem wir würden uns auch an der PEGI beteiligen statt eigenes Süppchen zu kochen.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69006 - 27. Januar 2014 - 13:25 #

Aber Suppe für alle heisst doch Einheitsbrei, oder?

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 13:29 #

Solang der Einheitsbrei transparenter ist und ein gutes Pictrogramm-System hat was bei der Einschätzung hilft ziehe ich ihn der indiviuellen Ruccula-Käse-Creme vor. :)

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 27. Januar 2014 - 14:43 #

Weil das bei Spielen auch die Entwickler nicht ernst nehmen. Wer Bilder malt, der schickt ja auch nicht erst die Leinwand in die Open Beta bevor er seinen Namen drunterschreibt. Und vor allem mal er dann nicht beim nächsten Mal haargenau dasselbe Bild nochmal, bloß mit frischer Farbe, neuen Pinseln, und aktuellster Leinwandtechnologie.

Um Kunst zu sein, braucht es eine künstlerische Vision. Bei Spielen fehlt die so gut wie immer, und wo sie doch existiert, wird sie von den PR- und Marketingabteilungen totgeprügelt bevor das Spiel auch nur im Ansatz bei der USK ist.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:50 #

Guter Punkt. Klar sind Spiele anders als Gemälde ein primär wirtschaftliches Produkt. Ich glaube persönlich auch das die "Lockerheit" der USK in letzten Jahren eher aus wirtschaftlichem Druck enstanden ist (Spiele die gar nicht erst hier Vertrieben werden wollen werden eben im Ausland gekauft -> Verluste für deutsche Wirtschaft; Internet und aktuelle Spieler haben bessere Informations und Beschaffungsquellen -> Nationale Abschottung eh nicht möglich oder effizient) und nicht wie immer behauptet wird, weil Spiele ja jetzt plötzlich künstlerischer oder aktzeptierter geworden sind. Oder die Spieler/Jugend "reifer" im Umgang damit.

FPS-Player (unregistriert) 27. Januar 2014 - 13:36 #

Ok, sie erkennen den Kunstaspekt an, der sich aber nicht in der Wertung widerspiegelt... Wozu dann also das ganze?

Hemaehn 16 Übertalent - 4577 - 27. Januar 2014 - 13:39 #

Weil auch die Gewalt beispielsweise in 300 eine kunstvolle Gewalt ist, was aber nichts dran ändert, dass es nicht unbedingt was für Kinder ist. Oder? :)
Ist doch gut, dass sie es reinpacken.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15048 - 27. Januar 2014 - 15:03 #

Eben, kann ich auch nur begrüßen. 300 ist zwar ein Film, aber vielleicht trotzdem ein gutes Beispiel.
Ich könnte mir vorstellen, dass das Kunstkriterium in Zukunft einigen Titeln helfen könnte eine USK18/keine JF zu kriegen anstatt direkt auf den Index zu wandern. Nicht für reine Gewaltorgien wie bei Manhunt oder Bulletstorm, aber falls es außer mir noch jemand gespielt hat: Mad World auf der Wii. Nur als Beispiel, das hat auch so schon einen 18er Stempel bekommen. ;)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37108 - 27. Januar 2014 - 15:34 #

MadWorld hat gar keine USK-Freigabe und wurde irgendwann auch indiziert, meine ich.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15048 - 29. Januar 2014 - 14:58 #

Stimmt, hab grad nochmal aufs Cover geguckt. Hat nur ein Pegi-Siegel 18+. Konnte es aber trotzdem hier in Deutschland im Laden kaufen, glaube es war bei Gamestop.

True Grit (unregistriert) 27. Januar 2014 - 17:12 #

Mad World hat wie andere Wii-Spiele, die für die Publisher keinen großen finanziellen Gewinn versprachen (Dead Space: Extraction, House of the Dead: Overkill, Scarface, Der Pate, Resident Evil: The Umbrella Chronicles) das Schicksal der Indizierung ereilt. So ein Splatter-Festival wie Ryse: Son of Rome war für die USK hingegen kein Problem. Bei so viel Korruption wird selbst den Griechen schlecht. ;-)

PatStone99 16 Übertalent - 4112 - 27. Januar 2014 - 14:10 #

Vielleicht kann die USK als erste Maßnahme die Politiker davon überzeugen, dass die Größe der USK-Flatschen aus künstlerischer Sicht äußerst fragwürdig ist ;)

McSpain 21 Motivator - 27487 - 27. Januar 2014 - 14:12 #

Hey. Diese Entscheidung hat der deutschen Wendecoverindustrie eine enorme Monopolstellung beschert.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35837 - 27. Januar 2014 - 17:03 #

Ist doch ne gute Sache, dass die USK jetzt anerkannt, dass Spiele Kunst sein können. Und ich finde, die USK ist in den letzten Jahren sowieso viel gnädiger geworden. Was die mittlerweile alles ungeschnitten durchwinken, wäre vor einigen Jahren unvorstellbar gewesen.

True Grit (unregistriert) 27. Januar 2014 - 17:22 #

Wahrscheinlich weil Spiele eine größere finanzielle Bedeutung haben als zu PS2-Zeiten. Ein "The Mark of Kri" hat Sony vielleicht eine Millionen Dollar gekostet, aktuelle Spiele wie "God of War III" hingegen über 40 Millionen Dollar. Da fällt es mir schwer an eine milde Gnade zu glauben, vor allem weil Spiele wie Ryse: Son of Rome viel brutaler als die PS2-Spiele sind, denen damals die Freigabe verweigert wurde. Und bei Dead Rising 3 (Capcom ist Publisher, die haben kein Geld zu verschenken) wurde ja die Freigabe verweigert, obwohl die Gegner dort anders als in Ryse Zombies und keine Menschen sind und der satirische Unterton unverkennbar ist.

Die können froh sein, dass im Bundestag niemand mit Ahnung von dem Thema sitzt. Sonst wäre die USK bald Geschichte. Wäre wahrscheinlich auch besser so. Eine Selbstkontrolle kann nicht funktionieren.

joker0222 28 Endgamer - P - 99341 - 29. Januar 2014 - 5:00 #

na ja, mal sehen, was das zukünftig für auswirkungen hat.

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