App der Woche: Joe Danger Infinity
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Christoph Vent 132160 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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25. Januar 2014 - 17:09 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Jeden Samstag findet ihr bei GamersGlobal unsere App der Woche. In den meisten Fällen – wie auch heute – werden Spiele aus Apples App Store vorgestellt, wobei wir auch einmal im Monat bewusst eine Android-App vorstellen.

Joe Danger ist zurück: Fast auf den Tag genau ein Jahr nach seiner App-Store-Premiere mit Joe Danger Touch kehrt der tollkühne Motorradfahrer nun auf Apples Mobilgeräte und Tablets zurück. In Joe Danger Infinity ist es erneut eure Aufgabe, auf dem Feuerstuhl mit allerlei Fallen und Hindernissen gespickte Parcours zu bestehen. Wer sich bei Motorrädern und Hindernisparcours gleich auf ein Spiel im Stil von Trials Evolution (GG-Test: 9.0) freut, sollte vorher unbedingt die folgenden Zeilen lesen. Anders als die beliebte Ubisoft-Reihe verfolgt das Spiel von Hello Games nämlich nicht mal im Ansatz einen realistischen Ansatz. Statt Geschick beim Ausbalancieren eures Gefährts stehen hier vor allem schnelle Reaktionen im Fokus. Dass es hier zudem noch weniger ernst als in der Trials-Reihe zugeht, beweist neben der Comicgrafik auch das Szenario: Joe ist seinem letzten Spiel anscheinend auf Miniaturformat geschrumpft und rast nun durch Küche, Hobbykeller und Kinderzimmer.

Lüfter – warum auch immer in der Küche – ermöglichen Joe, mit dem Motorrad zu schweben und dabei massig Münzen einzusammeln.
Herausfordernder Reaktionstest
Das Spielprinzip von Joe Danger Infinity könnte simpler nicht sein. Fahrt mit dem Motorrad unbeschadet eine Strecke von A nach B. Ganz so einfach machen es euch die Entwickler aber nicht und legen euch stattdessen diverse Fallen in den Weg. Über kleine Nagelbretter zu springen, ist hier noch die einfachste Aufgabe. Zusätzlich müsst ihr euch ducken, um durch Röhren zu fahren, zum Wheelie ansetzen, um Tempo aufzunehmen, oder während eines Sprungs Stunts ausführen. Die Lernkurve ist steil, aber immer fair: Schafft ihr die ersten Kurse teilweise auch, ohne nach dem Start überhaupt mal den Touchscreen berühren zu müssen, folgen schon bald die ersten Totalschäden: Die Abstände zwischen den Hindernissen werden immer kürzer, sodass euch teils nur wenige Zehntelsekunden zum Reagieren bleiben.


Die Entwickler gaben sich sichtlich Mühe, die Kontrolle über Joe Danger nicht zu komplex geraten zu lassen. Gesteuert wird euer Held über simple Toucheingaben und Wischgesten. Haltet ihr euren Finger aufs Display, duckt sich Joe – lasst ihr los, setzt er zum Sprung an. Mit einem Wisch nach links reißt er die Vorderachse zum Wheelie hoch. Das ist besonders dann wichtig, wenn sich vor ihm eine Ölspur aus Milch oder anderen Flüssigkeiten befindet, deren Spritzer euch ansonsten für wenige Sekunden die Sicht rauben würden. Dass sich euch kurz darauf meistens ein fieses Hindernis in den Weg stellt, versteht sich von selbst. Über Gas und Bremse müsst ihr euch indes keine Gedanken machen: Nach dem Start fährt Joe automatisch in 2,5D-Perspektive von links nach rechts.

Wer hier nicht rechtzeitig die Spur wechselt, landet in einer Sackgasse und darf den Abschnitt von vorne beginnen.
Panzer im Looping
Als wäre es im späteren Spielverlauf nicht schon hektisch genug, überhaupt die Zielflagge zu sehen, gilt es auf jedem der etwa 100 Kurse auch noch die ein oder andere Bonusaufgabe zu erfüllen. Mal reicht es, wenn ihr unterwegs alle Münzen einsammelt, ein anderes Mal müsst ihr unterwegs mit eurem Finger die Buchstaben D, A, N, G, E und R aufsammeln. Der Schwierigkeitsgrad steigt hierdurch erneut an. Zwar sind die Bonusziele optional, doch müsst ihr alle paar Kurse die nächste Tour (lies: Etappe) mit Medaillen freischalten. Die wiederum gibt es ausschließlich als Belohnung für das Bestehen der Strecken sowie erfüllten Bonusmissionen. Anfangs hinderte uns das System kaum am Weiterkommen, doch nach knapp 40 Strecken mussten auch wir das erste Mal Kurse wiederholen, um Medaillen zu sammeln.

Spielerisch machen die vielen Charaktere keinen Unterschied aus, dafür aber bei der Punktevergabe.
Um auf einigen Strecken überhaupt antreten zu dürfen, sind spezielle Fahrzeuge nötig. Der Fuhrpark in Joe Danger Infinity besteht aus 17 Gefährten, die sich auf Motorräder, Autos und Flugzeuge, aber auch ungewöhnliche Transportmittel wie Raketen, Panzer oder Gummiente mit Reifen verteilen. Das Fahrverhalten unterscheidet sich von Fall zu Fall, wenn auch nur leicht – Einarbeitung in ein neues Gefährt ist jedenfalls kaum nötig. Allerdings gibt jeder Bolide einen unterschiedlich hohen Punktebonus am Ende der Runde, weswegen es sich letzten Endes doch lohnt, regelmäßig einen Blick in die Garage zu werfen.

Die Fahrzeuge schalten sich mit der Zeit automatisch frei, müssen dann aber trotzdem noch gegen ein geringe Gebühr in Ingamewährung gekauft werden. Wer sofort zu Beginn mit einer bestimmten Karre losheizen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Über Inapp-Käufe kauft ihr euch das Spielgeld, die meisten Wagen kosten dann umgerechnet 2,69 Euro. Unangenehm sind uns die Mikrotransaktionen aber nicht aufgefallen, zumal sie für das Bestehen des Spiels absolut irrelevant sind. Neben den Fahrzeugen dürft ihr auch noch den spielbaren Charakter wechseln, wobei auch hier der größte Unterschied im Punktebonus nach jedem Rennen liegt.

Im Normalfall seid ihr alleine auf der Strecke unterwegs. Vereinzelt müsst ihr aber auch mal gegen einen KI-Fahrer antreten.
Nichts für Wurstfinger
Optisch hinterlässt Joe Danger Infinity einen hübschen Eindruck, wobei die Grafik relativ detailarm ausfällt und nur wenige Objekte am Streckenrand die Kurse auflockern. Doch können wir euch eins versprechen: Davon werdet ihr kaum etwas mitkriegen. Auf dem iPhone 4S, auf dem wir die meiste Zeit gespielt haben, läuft das Geschehen bis auf ganz wenige Ausnahmen wunderbar flüssig über den Touchscreen. Allerdings verdeckt ihr euch auf dem kleinen Bildschirm auch automatisch die Sicht, da ihr fast durchgängig auf dem Bildschirm umhertippt. Wer kein iPad (Mini) zur Hand hat, sollte daher zumindest den Sound einschalten, da die nächste Aktion, ob nun Sprung, Ducken oder Spurwechsel (auf Englisch), angesagt wird.

Fazit
Wie schon der Vorgänger ist auch Joe Danger Infinity ein überaus kurzweiliger Zeitvertreib. Die kurzen Strecken, die meist nicht länger als 30 Sekunden dauern, bieten sich zudem ideal für eine kurze Runde unterwegs an. Fühlten wir uns zu Beginn noch unterfordert, stießen wir schon nach etwa einer Stunde Spielzeit an unsere ersten Grenzen. Dennoch schafft es das Spiel, uns jedes Mal zu einem neuen Versuch zu motivieren. Vom eigentlichn Spielprinzip lässt sich der Titel daher sogar mit Rayman - Fiesta Run (App der Woche) vergleichen, wobei auch Einflüsse des Temple Run-Prinzips zu erkennen sind.
  • Preise am 25.1.2014: 0,99 Euro, normalerweise 2,69 Euro (iOS, Universal)
  • Mischung aus Motorrad- und Reaktionsspiel
  • Knapp 100 Strecken, viele freischaltbare Fahrzeuge und Charaktere
  • ca. 92 MB (iOS 7.0 oder höher)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPhone 4S
  • In-App-Käufe: Ja (Items ab 0,89 €, Ingame-Währung ab 2,69 €)
CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23779 - 25. Januar 2014 - 20:33 #

Ich hoffe die Entwickler können, trotz der ganzen "In-App Nein Danke"-Rufe doch einiges zusammen Raffen und ihren Wasserschaden ausgleichen.

Auf das noch viel mehr kommt, die Jungs sind - als Entwickler sehr sympatisch

McGressive 19 Megatalent - 13872 - 25. Januar 2014 - 21:27 #

"iOS 7.0 oder höher"

Meh -.-'
Dann muss ich wohl auf 'nen Android Release hoffen, denn JD würde ich mir in der portablen Variante sofort kaufen. Ich liebe die Games einfach :)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15792 - 26. Januar 2014 - 16:24 #

nette Grafik, 99 Cent wars dann aber doch nicht wert.

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