HW-News Folge 121: SSD im RAM-Slot, Konsolen helfen AMD
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC XOne PS4
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Dennis Ziesecke 29630 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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25. Januar 2014 - 13:58 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Es ist Wochenende, eisige Temperaturen verleiten dazu, das Fenster zu öffnen und den Rechner etwas höher zu takten. Wobei: Die Zeit der übertakteten Monster-Rechner ist angesichts mehr als ausreichend starker Mittelklasseprozessoren mittlerweile vorbei. Hand aufs Herz: Wer spielt überhaupt noch ab und zu an seinem besten Stück, äh, PC herum? Ist das Basteln eines Rechners, das liebevolle Zusammenstellen der besten Komponenten ein aussterbendes Hobby, passend zur Firmenpleite von getgoods (zu denen unter anderem Home of Hardware gehörte) vor einigen Monaten? Oder liegt den Lesern von GamersGlobal ein kompakter Fertig-PC näher? Wird gar mit einem Notebook gespielt oder befinden sich ausschließlich Konsolen oder Tablets im Hause? Schreibt es uns in die Kommentare!

Intel NUC: Minicomputer für 130 Euro
Zu einem Preis von lediglich 130 Euro bietet Intel die aktuellste Version des NUC – Next Unit of Computing – an. Zugegeben, wir haben bei der Überschrift ein wenig Aufmerksamkeit heischend geschummelt: Zwar kostet das von Intel vertriebene Kästchen inklusive Mainboard, Netzteil und Prozessor tatsächlich nur 130 Euro, Komponenten wie RAM und Festplatte/SSD fehlen dem NUC jedoch und müssen selbst installiert werden, weshalb die Gesamtkosten nur selten unter 200 Euro liegen dürften. Eigentlich ist das dann fast die perfekte Mischung aus Komplett-Rechner und Selbstschraub-PC – nur halt ohne die Gaming-Leistung, die viele Bastler am Ende von ihrem PC erwarten.

Der aktuelle NUC ist aufgrund des 2,5"-Slots etwas höher als frühere Modelle mit mSATA-SSD
Tatsächlich fehlt es dem NUC-Winzling jedoch an Gaming-Power, der Rechenzwerg ist eher als schmaler Home-Cinema-PC (inklusive VESA-Mount, um hinter dem Fernseher montiert zu werden) oder als Office-Maschine konzipiert. Zu diesem Zwecke stattet Intel die aktuellste Inkarnation des NUC mit einem Bay-Trail-Prozessor aus. Dieser firmiert unter der Bezeichnung Celeron N2820, in seinem Herzen schlägt allerdings Atom-Technologie. Die beiden Silvermont-Rechenkerne takten mit bis zu 2,4 Gigahertz und teilen sich den Platz auf dem Chip noch mit einer integrierten Grafikeinheit. Diese jedoch eignet sich im Gegensatz zu den flotteren iGPUs der Core-Prozessoren nicht einmal für grafisch anspruchslose Spiele.
Hier im Bild: Ein NUC mit Intel Core i3-Prozessor, zwei RAM-Slots und mSATA-SSD
Das Mainboard des NUC-Kit mit der Bezeichnung DN2820FYK muss zudem noch mit einem Speichermodul bestückt werden. Intel ist in dieser Hinsicht sehr wählerisch: Nicht nur, dass es der seltene und vergleichsweise teure DDR3L-Speicher sein muss, es funktioniert zudem nicht jedes verfügbare Modul. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein Laufwerk – im Gegenzug zum DC3217BY-Kit mit i3-Prozessor lässt sich hier allerdings ein herkömmliches 2,5-Zoll-Modell nutzen.

Selbst eingebaut, aber nicht zusätzlich erworben werden muss die beiliegende WLAN-Karte 7260-n, die zudem Bluetooth bereitstellt. Antennen sind im NUC bereits verlegt. Weiterhin verfügt der Mini-PC über Gigabit-LAN, USB 3.0 und HDMI sowie einen Header für Infrarot-Adapter. Gekühlt wird der Rechner über einen kleinen Radiallüfter, ein passiver Betrieb ist von Intel trotz extrem sparsam arbeitendem 7,5-Watt-Prozessor nicht vorgesehen. Das beiliegende externe Netzteil ist hingegen mit 65 Watt klar überdimensioniert.
Die Custom-Design-Chips für PS4 und XBox One sorgen zumindest kurzzeitig für Gewinne bei AMD
Konsolen machen AMDs Quartalszahlen positiv
Das in den letzten Jahren stark gebeutelte Unternehmen AMD verbucht erstmals seit einiger Zeit wieder Gewinne in einem dennoch turbulenten Quartal. So stieg der Umsatz von AMD im Jahresvergleich um gleich 38 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Dabei verblieb ein Gewinn von 86 Millionen US-Dollar bei AMD – ein Segen, nach den vielen verlustreichen Quartalen mit nur seltenen Gewinnen zuvor. So stand im Vorjahresquartal ein Verlust von 473 Millionen US-Dollar an.

Verantwortlich für den kleinen Gewinn und den damit verbundenen Hoffnungsschimmer für AMD sind die jüngst erschienenen Spielekonsolen von Sony und Microsoft. In beiden Konsolen steckt ein SoC von AMD – gleichermaßen mit Jaguar-Rechenkernen und GCN-Grafikeinheit bestückt. Da allerdings der PC-Markt dennoch schwächelt und AMD im Notebookbereich so gut wie nicht mehr existent ist, schwankt der Firmenumsatz nun mit dem Verkauf von Konsolen: Für den Januar diesen Jahres gab AMD bereits einen deutlich geringeren Umsatz zu erwarten.

Trotz immer neuer APUs hat AMDs Prozessorsparte die Verlustzone auch im vergangenen Quartal nicht verlassen. Immerhin schrumpfte der operative Verlust dieser Sparte von 323 Millionen auf nur noch 7 Millionen US-Dollar. Gewinne darf sich hingegen der Bereich „Graphics and Visual Solutions“ in die Bücher schreiben – zu dieser Sparte zählt auch der Semi-Custom-Bereich, in dessen Verantwortung die Konsolen-Chips fallen. So stieg in dieser Sparte der operative Gewinn von 22 Millionen auf 121 Millionen US-Dollar. Der Kauf der ATI-Grafiksparte dürfte sich für AMD durchaus gelohnt haben.
Schaut aus wie ein RAM-Riegel, ist aber eine SSD - nur leider (noch?) nicht für normale PCs
SSD für den RAM-Steckplatz – ULLtraDIMM
Hersteller flotter SSDs haben ein Problem: Die SATA-Schnittstelle ist zu langsam. Was lange niemand für möglich gehalten hat (Festplatten evolutionieren ja doch eher gemächlich vor sich hin), ist mit dem Trend zur schnellen SSD eingetreten. Um vor allem im Serversegment noch niedrigere Latenzen und höhere Datentransferraten anbieten zu können, greift ein Tochterunternehmen von Sandisk nun zu ungewöhnlichen Mitteln.

Die von Smart Storage Systems entwickelten SSDs finden ihren Platz im DDR3-Steckplatz von Servern und sind damit direkt mit der CPU verbunden. So entfallen einige Latenz kostende Flaschenhälse und die Flash-Speicherriegel können Transferraten von mehr als einem Gigabyte pro Sekunde erreichen. Der Nachteil: Speicher-Controller und BIOS/UEFI des Rechners müssen mit dem ULLtraDIMM (kein Schreibfehler, ULL steht für Ultra-Low Latency) erst einmal umgehen können. Bislang bietet vorerst nur IBM ein Serversystem mit den neuen Speichern an. Dabei darf auf ein Drittel der Speicherslots eine SSD sitzen, was für insgesamt 1,2 Terabyte schnellen SSD-Speichers ausreicht.

Ob diese Technologie auch ihren Weg in normale Gamer-PCs finden wird, ist unwahrscheinlich. Die ULLtraDIMMs dürften nicht sonderlich preiswert sein und der Performancegewinn durch noch schnellere SSDs rechtfertigt nur selten einen entsprechenden Aufpreis.
Drapondur 25 Platin-Gamer - - 58116 - 25. Januar 2014 - 14:12 #

Dieses Jahr werde ich mir (nach fünf Jahren) mal einen neuen Rechner zulegen. Aber zum selber zusammenstellen/bauen habe ich irgendwie keinen Bock mehr, da müsste ich mich erstmal wieder einlesen was die Komponenten betrifft und was aktuell ist. Deshalb werde ich wohl zu einem Komplettsystem, so wie sich die Redaktion zu Weihnachten eins zugelegt hat, greifen. Sollte ausreichend sein für die nächsten Jahre?!

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 25. Januar 2014 - 14:28 #

Wie immer Daumen Hoch für die Hardware-News :-)

Meinen nächsten PC werde ich mir wieder selbst zusammenbauen. Eigentlich wollte ich das schon letztes Jahr machen, aber da es einfach noch keine Spiele gibt, für die meine alte Kiste zu langsam wäre, habe ich es sein lassen. Mal schauen, wie es dann bei Witcher 3, Star Citizen u.a. aussieht. Und eine neue Generation an CPUs und Grakas könnte ich dann eigentlich auch noch abwarten.

Laziara 16 Übertalent - P - 4140 - 25. Januar 2014 - 14:36 #

so gehts mir iwie auch, wollt mein ollen q6600 auch mal in Rente schicken...aber noch packt er alles.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15758 - 25. Januar 2014 - 15:08 #

Danke für die HW News, es ist praktisch immer was interessantes dabei für mich!

SpecialAgentDaleCooper 15 Kenner - 3716 - 25. Januar 2014 - 16:16 #

Immer sehr lesenswert diese Hardware News. Daumen hoch.
Meinen aktuellen PC habe ich Anfang 2010 zusammengebaut, nach 4 Jahren läuft immernoch alles, was ich so spiele. Ein bisschen aufgerüstet habe ich die Maschine natürlich, aber lediglich Mainboard, Gehäuse und Festplatte (SSD), also nichts, was direkten Einfluss auf die Spieleleistung hätte.
Der nächste PC wird mit Sicherheit auch wieder aus Einzelteilen zusasmmengebaut, aber erst dann, wenn es wirklich nötig ist bzw. wenn Star Citizen erscheint.

Olipool 15 Kenner - 3972 - 25. Januar 2014 - 16:28 #

Grad neulich Teile bestellt. Morgen wird geschraubt:)
Grund ist eigentlich der, dass man kaum Mittelklasse-PCs von der Stange findet, die ne SSD drin haben und auch keine extra GraKa haben.
Ich mach das zwar selten, und bin auch immer wieder abgeschreckt mich tagelang durch die Neuheiten und Benchmarks zu wühlen aber letztlich macht es doch Spaß, auch wenn man in der Praxis ja kaum Performanceunterschiede merken würde, wenn man statt Komponente X Komponente Y nimmt (für den Alltagsgebrauch).

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49186 - 25. Januar 2014 - 18:19 #

Wenn das Geld da wäre, würde ich mir auch gerne mal wieder einen neuen Rechner zusammenstellen. Bin vor knapp einem Jahr von einem 2004er Desktop-PC auf ein Notebook umgestiegen. Aber so richtig Leistung hat das natürlich auch nicht.

MicBass 19 Megatalent - 14401 - 25. Januar 2014 - 19:15 #

Mein aktueller ist jetzt ungefähr ein Jahr alt, damals gute Mittelklasse. Selbst geschraubt. Musste mich auch wieder ziemlich einlesen (Wie, es gibt keinen IDE-Anschluss mehr? Was mach ich denn dann mit dem alten Brenner?) aber macht immer wieder Spaß.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 25. Januar 2014 - 22:47 #

Das mit dem SSD RAM hört sich sehr gut an.
Die Mainboards könnten dann mit einer APU auf PCIe Slots und einige Controller verzichten, das wäre das Ende von latenzen.
Das Main-Board bräuchte nur noch platz für die APU Speicher Slots und den Speichercontroller, wäre somit sehr kompakt.
OpenWorld Spiele könnten dann ohne Probleme wie das Spiel mit der besten Grafik aussehen.
Jetzt kommt es nur noch auf die Preisentwicklung drauf an.

NedTed 18 Doppel-Voter - P - 11767 - 26. Januar 2014 - 1:29 #

Ist alles eine Geldfrage. Um Kosten zu sparen habe ich meinen Hoferrechner (=Aldirechner) mit SSD, Netzteil und neuer Grafikkarte aufgerüstet. Damit laufen nun die meisten Spiele flüssig. Für die meisten Spiele reicht das allemal.
Heuer wird dann eine PS4 (da passt das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu einem neuen PC) gekauft und in 3-5 Jahren folgt dann die Steambox die dann die Next-Gen-Konsolen überflügeln wird.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29630 - 26. Januar 2014 - 2:31 #

Ich selbst bastel ja eigentlich auch recht gerne an Rechnern herum, habe es allerdings (aufgrund überzogener Erwartungshaltungen) aufgegeben, es für Freunde und Bekannte zu machen. Preis und Leistung fallen besser aus, man muss sich allerdings deutlich mehr Gedanken vor dem Kauf machen. Andererseits: Muss man das nicht auch beim Kauf eines Komplettsystems? Ob GG/Jörg sich keine Gedanken vor dem Kauf des Weinachts-Systems gemacht hat? Wohl schon. Dafür entfällt bei einem Komplettsystem der Stress mit inkompatibler Hardware, Spulenfiepen (hat mich bei einem Gigabyte-Board arg genervt) und anderem - man hat einfach Garantie/Gewährleistung auf das komplette System.

Viel für und wieder.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 36014 - 26. Januar 2014 - 4:23 #

Darum habe ich mir meinen Rechner bei Alternate zusammenbauen lassen. Und sie haben ihn sogar mit einem Alpenföhn-Kühler verschickt was der ein oder andere Shop nicht machen wollte.

volcatius (unregistriert) 26. Januar 2014 - 11:56 #

Bei mir muss inzwischen mit gestiegenen Ansprüchen alles passen - Qualität, Preis, Leistung, Komponenten, Design, Lautstärke. Bei einer Investition von 1000 Euro, die bei intensiver Nutzung 5 Jahre überstehen soll, beschäftige ich mich damit gerne mal einen Tag lang.
Bei Komplettrechnern gibt es immer irgendetwas, was mich stört.

Laziara 16 Übertalent - P - 4140 - 26. Januar 2014 - 14:24 #

da gefällt mir ganz gut die Lösung die ultraforce mit ihren Aufrüstkits bietet.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 94238 - 26. Januar 2014 - 3:13 #

- Nur weil man nicht mehr übertaktet, bzw. nicht mehr zum OC genötigt wird, schliesst das ja das Zusammenstellen des eigenen Rechners aus Einzelkomponenten nicht aus.

- ULLtraDIMMs sind schon ziemlich interessant, könnte mir vorstellen, dass sie es doch irgendwann, vielleicht in veränderter Form, in den Privat-PC schaffen.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34197 - 27. Januar 2014 - 10:10 #

Bei den ULLtraDIMMs bin ich auch mal gespannt. Wobei mir die jetzige SSD-Geschwindigkeit eigentlich ausreicht. Aber man weiß ja nie...

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 26. Januar 2014 - 18:08 #

Hoffentlich kommen mit den Steammachines noch ein paar gute mini-HTPCs raus. Genügend Leistung fürs Streamen und Indietitel und dann aus dem Big Picture Mode direkt zu XBMC wechseln, das hat was.

MagicK 16 Übertalent - P - 4932 - 26. Januar 2014 - 19:39 #

Super spannend. - Bitte mehr davon. :-)

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