PSN-Check: Tiny Brains
Teil der Exklusiv-Serie PSN-Check

PS3 PS4
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Dennis Hillor 32931 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S5,C10,A10,J10
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21. Januar 2014 - 14:49 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Wie jeden Dienstag stellt euch auch heute unser PSN-Check wieder ein interessantes Download-Spiel aus dem PlayStation Store vor. Betreut wird die Rubrik von unseren Usern Psychofrog und Elofson.

In Zeiten des Internets und den damit verbundenen Möglichkeiten für Online-Spielmodi haben lokale Koopvarianten, bei denen man gemeinsam vor PC oder Konsole sitzend dramatische Schlachten erlebt epische oder gemeinsam euren Hirnschmalz bemühen müsst, oft das Nachsehen. Statt lokalen Treffen zu zweit oder zu viert, kommt es online zunehmend zu Massenbegegnungen. Tiny Brains von Spearhead Games ist da anders. Den optisch knuffige Arcade-Puzzler könnt ihr allein, aber auch gemeinsam mit bis zu drei Mitspielern auf der Wohnzimmercouch erleben. Unser PSN-Check verrät, ob das Spiel sein Geld wert ist.
Jeder dieser vier Wesen ist natürlich etwas ganz Besonderes.
Vier Freunde müsst ihr sein
In Tiny Brains könnt ihr in die Rollen von vier verschiedenen Spielfiguren schlüpfen. Genauer gesagt handelt es sich um Tiere, die irgendein Wissenschaftler mutiert und so mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet hat. Warum er die Tiny Brains getauft hat (also etwa "Kleinhirne"), ist nicht ganz klar. Aber der Gesichtsausdruck der Wesen spricht zumindest manchmal dafür, dass sich manche Teile ihres Körpers im Rahmen der Mutation nicht vor- sondern zurückentwickelt haben. Da wäre etwa Kaninchen Stew, das verschiedene Objekte zu sich heranziehen kann. Hamster Minsc erschafft Eisplattformen, die ihr bei Bedarf auch in die Luft jagen könnt, um euch zu euch höher gelegenen Stellen zu katapultieren. Maus Pad wiederum kann mit ihrer Kraft den eigenen Standort mit dem von Gegnern oder Gegenständen wechseln, während ihr mit Fledermaus Dax die Feinde einfach wegpustet.

Die vier Tierchen müssen, ihr habt es euch wahrscheinlich bereits gedacht, ihre Fähigkeiten im Spiel im Zusammenspiel einsetzen, um die Levels erfolgreich zu überstehen. Das könnt ihr entweder online in einem öffentlichen Spiel oder auch in einer privaten Partie mit bis zu drei Freunden tun. Wer komplett allein spielen will, wechselt per Steuerkreuz zwischen den Protagonisten hin und her.

Das Runde muss ins Runde
Tiny Brains führt euch gemächlich ins Spiel ein. Ihr lernt nach und nach die Fähigkeiten der Spielfiguren und ihre Einsatzmöglichkeiten kennen. Müsst ihr beispielsweise an einen Würfel kommen, der auf einer erhöhten Plattform liegt, ist die Lösung noch simpel: Ihr erschafft mit Minsc einen Eisblock, stellt euch drauf und lasst ihn explodieren, um euch damit auf die höchste Ebene zu befördern. Mit Dax könnt ihr den Würfel dann einfach herunterpusten. Das ist aber bloß ein kleiner Vorgeschmack darauf, dass die Spielfiguren in Tiny Brains ein ausgewogenes und sich ergänzendes Team darstellen.

Im weiteren Spielverlauf bleibt die eigentliche Zielvorgabe zwar einfach, die daran geknüpften Rätsel werden jedoch variantenreicher, anspruchsvoller und auch umfangreicher. Um etwa Blöcke zielgenau in dafür vorgesehenen Sockeln zu versenken oder eine Kugel durch ein Labyrinth zu führen, müsst ihr die Fähigkeiten mit Bedacht einsetzen. Welchen Charakter ihr in letzterem Fall benutzt, bleibt euch überlassen. Stürzt die Kugel aber ab, beginnt der Spielabschnitt von vorne. Zum Level-Repertoire zählen auch Aufgaben, die an Tower-Defense-Spiele erinnern. Dort gilt es zum Beispiel, ein kleines rosa Küken zu beschützen, indem ihr mit Minsc Eisplattformen erschafft und diese beherzt mit Dax auf den Feind schleudert. Über mangelnde Abwechslung können wir uns beim Angebot von Tiny Brains jedenfalls nicht beklagen.
In Tiny Brains gilt es nicht nur Rätsel zu lösen. In diesem Abschnitt müsst ihr zum Beispiel ein rosafarbenes Küken vor den fiesen Angreifern beschützen.
Humorvoll verpackt
Wie bereits erwähnt, sind die tierischen Genossen lediglich das Ergebnis eines wissenschaftlichen Experiments -- und das ist noch im Gange. Das Areal, durch das ihr die Spielfiguren leitet, ist deshalb wie ein riesiger Komplex aus High-Tech-Hamsterkäfigen aufgebaut. Durch Laufrohre erreicht ihr den nächsten Bereich und immer wieder erspähen wir den Erschaffer der Tiny Brains, der im gelben Strahlenschutzanzug das Geschehen aus dem Hintergrund heraus beobachtet. Der Gute erinnert uns entfernt an glaDOS aus Portal, da er es sich nach jedem bestandenen Level nicht nehmen lässt, in Form abfälliger und überheblicher Sprüche seine Verwunderung zum Ausdruck zu bringen. Eigentlich sollte ihn die Leistung seiner Schöpfung im Parcours wohl mit Stolz erfüllen, statt zu höhnischen Kommentaren anzustacheln. Aber auch wenn sein Verhalten in der Hinsicht nicht so recht passen mag, trägt der aus eurer Sicht riesige Nebencharakter einen wesentlichen Teil zur witzigen Atmosphäre des Spiels bei. Dafür trägt indes nicht nur seine lockere Zunge bei, sondern etwa auch Details wie seine To-Do-Liste, die ihr an einer Stelle im Spiel einsehen könnt.

Dubstep-Comic
Die Grafik ist in einem wunderbar liebevollen Comic-Stil gehalten, der sehr gut mit dem gesamten Spielkonzept harmoniert. Auch die vier Tiere sind uns ans Herz gewachsen, obwohl oder vielleicht gerade weil ihnen deutlich anzusehen ist, dass sie nach dem Experiment einigen Schaden davongetragen haben. Neben Verfärbungen und einigen Extra-Antennen hat jedes Tiny Brain einen leicht irren Ausdruck im Blick. Aufgrund der festen Kameraperspektive, die das Geschehen schräg von oben einfängt, könnt ihr die kleinen Protagonisten allerdings nicht genauer ansehen. Vor allem aber birgt die Ansicht auch spielerische Nachteile in Form von Übersichtsproblemen. So kommt es immer wieder mal vor, dass der gespielte Charakter plötzlich nicht mehr sichtbar hinter einer Wand verschwindet. Das ist besonders ärgerlich, weil uns dieses Phänomen an vielen Stellen vermeidbar erschien. Die Musik treibt das Geschehen ordentlich an und deckt ein weites Feld des elektronischen Genres ab. Es gibt viel Dubstep, aber auch Minimal und klassischen Elektro. So passend uns die akustische Untermalung erscheint, jedermanns Geschmack dürfte sie wohl nicht treffen.
Gemeinsam, nicht gegeneinander
Fazit
Tiny Brains ist ein klassischer Koop-Titel, der auch genau dort seine Stärken hat. Nur, wenn ihr das Spiel mit mindestens einem Freund zusammen anpackt, entfaltet es sein volles Potenzial. Dann gilt es sich abzusprechen, taktisch zu planen und die Fähigkeiten geschickt einzusetzen, was einen unglaublichen Spaß macht. Über den schrägen Humor lacht es sich zu mehreren ebenfalls umso besser. Das Fazit für reine Solisten fällt aus diesem Grund vergleichsweise mager aus, allein gespielt ist Tiny Brains allenfalls nett. Falls ihr jedoch nach einem guten Koop-Spiel sucht, könnte Tiny Brains genau euer Kandidat sein.
  • (Koop)-Puzzle-Rätsel-Action-Titel
  • Solospiel / Online-, Lokal-Multiplayer
  • Anspruch: Einsteiger bis Profis
  • Preis am 21.1.2014: 19,99 Euro
  • In einem Satz: Versuchstiersimulator mit Freunden.
Cohen 16 Übertalent - 4511 - 21. Januar 2014 - 15:19 #

Welche Version habt ihr denn gespielt? PS3 oder PS4?

Handelt es sich um einen Cross-Buy-Titel?

Erlaubt der Online-MP auch Cross-Play zwischen PS3- und PS4-Spielern?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35921 - 21. Januar 2014 - 16:44 #

Danke für den Check. Da werde ich mir vielleicht irgendwann mal mit meinem Bruder die PC-Version holen, damit wir das dann gemeinsam spielen können. Hatten schon mit Portal 2 zusammen ne Menge Spaß. :)

cdr_tofino 13 Koop-Gamer - 1409 - 22. Januar 2014 - 12:08 #

Ich würde darauf wetten, dass wir das Spiel demnächst bei PS+ sehen!

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32931 - 22. Januar 2014 - 14:01 #

Nachdem für die PS4 die Auswahl ziemlich eingeschränkt ist könntest du recht haben ;)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 223124 - 22. Januar 2014 - 14:56 #

Guter Check, danke für die Arbeit. :)

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