The Walking Dead: Norweger unterrichtet Ethik mittels Videospiel

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20. Januar 2014 - 11:18
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Im norwegischen Bergen setzt ein Lehrer neue Maßstäbe in Sachen Unterricht. Tobias Staaby, seines Zeichens Pädagoge an der Nordahl Grieg Upper Secondary Schule in Bergen, spielt mit seiner Religionsklasse das Episodenspiel The Walking Dead, um so Diskussionen im Bereich Ethik zu unterstützen. In einem Interview sagt Staaby:

The Walking Dead präsentiert den Schülern einige Dilemmas, auf die sie selbst nicht kommen würden. Das macht ihre eigenen Antworten genauer und umfangreicher. Ich brauchte einen guten Katalysator für ethische Theorien und Dilemmas. Dieses Spiel stattet die Schüler mit einem gedanklichen Freiraum aus, in dem sie ausprobieren und diskutieren können.

Die Idee kommt anscheinend gut an und generiert durchweg gute Presse. Ganz neu ist sie allerdings nicht. So wurden unter vielen anderen schon das Kerbal Space Program sowie Minecraft im Unterricht als unterstützende Lehrmittel genutzt. Allerdings ist The Walking Dead wohl das erste Horror-Adventure. Im angehängten Video seht ihr einen aktuellen Fernsehbericht zu diesem Thema, allerdings auf norwegisch.

Video:

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 19. Januar 2014 - 21:05 #

Auch wenn das Video auf norwegisch ist, schaut mal rein. Ist ganz interessant.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 20. Januar 2014 - 20:53 #

Ach kein Problem, ich habe mal einen Schnellkurs in Norwegisch absolviert und so ziemlich alles verstanden. :-) - Aber warum der jetzt zusammen mit den "Elchen des Ostens" seine "ethischen Video-Zombies" mit "totem Lachs" dekoriert, verstehe, wer will.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 21:34 #

Genau das hab ich auch nicht kapiert.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 20. Januar 2014 - 21:40 #

Oh, ich hatte "Skjoervje oeksen schmoebroed" versehentlich mit "Elche des Ostens uebersetzt" statt "Elche des Suedwestens". Jetzt ist alles klar.

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 19. Januar 2014 - 21:13 #

Wirklich sehr interessant! Finde das ne absolut geile Methode "spielerisch" zu lernen! Es bietet sich auf jeden Fall dazu an und bietet bestimmt echt ne Menge Diskussionsbedarf

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 0:55 #

Der Unterricht sieht da aber auch sehr modern und praktisch orientiert aus: Jeder Schüler mit Notebook, der Lehrer hat Spielsituationen schon vorher mit Fragestellungen vorbereitet, das Spiel scheint auch gemeinsam gespielt zu werden. In Deutschland dürfte das schon an der Ausstattung scheitern.

Noodles 21 Motivator - P - 30133 - 20. Januar 2014 - 2:19 #

Und am Jugendschutz.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 12:03 #

Die sehen da alle recht Erwachsen aus.

Noodles 21 Motivator - P - 30133 - 20. Januar 2014 - 15:19 #

Naja, aber bei uns macht man mit 18/19 Jahren das Abitur und The Walking Dead ist ab 18 Jahren freigegeben, also könnte man es höchstens in der letzten Jahrgangsstufe als Unterrichtsmaterial verwenden, obwohl es wahrscheinlich schon vorher sinnvoller wäre, aber das würde der Jugendschutz dann bestimmt nicht erlauben.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 20. Januar 2014 - 12:13 #

Bei Oberstufenschülern könnte man ja Ausnahmen machen. Aber das passt wohl nicht zu unserem Jugendschutz aus dem letzten Jahrtausend.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2014 - 21:13 #

Kerbal Space Programm als Unterrichtsmaterial? Im Test lautet dann die Antwort auf jede Frage "Mehr Booster und Streben!"

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 19. Januar 2014 - 21:51 #

:D
Darauf wirds wohl hinauslaufen.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 20. Januar 2014 - 8:35 #

Vielleicht mit Teilevorgaben. Und im Karrieremodus hat man am Anfang noch keine Streben ;)

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70262 - 19. Januar 2014 - 21:39 #

Klingt interessant. Hätte es sowas damals bei uns gegeben, hätte ich Religion gar nicht abgewählt. Aber ein Vorschlag in der Richtung hätte wohl ohnehin ein "kreuziget ihn" hervorgerufen...abgesehen davon, dass die technischen Voraussetzungen in den 80ern weder in der Schule, noch bei den Schülern gegeben war.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 0:56 #

Der Religionsunterricht in Deutschland schafft es ja noch nicht mal, den Kindern den Unterschied von Kirche und Religion den Schülern zu vermitteln. Bin da immer wieder erstaunt.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 19. Januar 2014 - 23:32 #

Hab auch das Gefühl das die skandinavischen Länder auch viel offener für solche Dinge sind, sowas wäre in Deutschland nur schwer vorstellbar. Ruckzuck würds nen Aufstand geben, ähnlich der Sache was derzeit in B-W abläuft...

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 0:59 #

Die Skandinavischen Länder sind ja auch ganz anders aufgestellt und haben eine homogene Bevölkerung.

In BW ergreifen Bürger ihr Recht auf Meinungsäusserung: Ich finde es eher traurig, wenn Magazine wie der Spiegel dann von "Hetze" reden, nur weil jemand anderer Meinung ist. Man sollte lieber einen Kompromiss suchen zwischen den Positionen der Befürworter und Gegner.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 20. Januar 2014 - 7:25 #

Norweger haben eine homogene Bevölkerung? Kein Pluralismus? Echt?

Und zweitens sollte man Hetze benennen, wenn es Hetze ist.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 10:20 #

Im Vergleich zu Deutschland: Ja. Die Bevölkerungsstruktur ist ganz anders aufgebaut als bei uns. Einwandern tun dort vor allem gutausgebildete Menschen, während bei uns Helmut Schmidt erst vor kurzen vor den Menschen warnte, die in Ostanatolien mit einem maximal Grundschulbildungsniveau auf den gepackten Koffern nach Deutschland sitzen. Ich erinnere dich da auch noch an die politischen Diskussionen um die Parallelgesellschaften in unserer Republik (und damit waren nicht die Sachsen, Hamburger und Bayern gemeint).

Wer spricht von Pluralismus? Ich habe nicht gesagt, dass alle gleiche Interessen haben.

Ohne politische Diskussion die Erziehung der Kinder mit großer Eile in ein grüneres Weltbild (die Forderungen nach Lockerung des Umganges von Sex mit Kindern arbeitet man dort gerade auf) zu ändern, ist frech und schürt Ängste. Es ist daher falsch, den Angsthabenden hetze vorzuwerfen, während gleichzeitig dieser Gruppe nun durch alle Medien verunglimpft und feindselig gerichtet wird. Das ist nämlich Hetze.

blobblond 19 Megatalent - 17757 - 20. Januar 2014 - 8:02 #

"Der Bildungsplan reflektiere nicht die "negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils" - aufgezählt werden Suizide, Drogen, HIV und psychische Erkrankungen."
Ist also keine Hetze?
Und wenn ich jetzt schreiben würde:
"Der Bildungsplan reflektiere nicht die "negativen Begleiterscheinungen eines katholischen Lebensstils" - aufgezählt werden Suizide, Drogen, HIV ,pädophilie Neigungen und psychische Erkrankungen."
Wäre demnach auch keine Hetze.

Die erste Version der Petition enthielt noch:
"Feindbilder und Umerziehungskampagne

Die LSBTTIQ-Vertreter verfolgen eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemein bildenden Schulen. Werden LSBTTIQ-Menschen nicht in allem positiv anerkannt, wird dies von den Lobbygruppen kategorisch als „diskriminierend“ oder „homophob“ bezeichnet. Dagegen wollen sie vorgehen und leiten daraus das Anrecht einer Kampagne zur Umerziehung von Schülerinnen und Schülern ab, die im Bildungsplan 2015 mit der sexualpädagogischen Politik dieser Lobbygruppen konfrontiert werden sollen."
https://www.openpetition.de/petition/blog/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

Wobei Suizide, Drogen, HIV und psychische Erkrankungen auch negative Begleiterscheinungen eines heterosexuellen Lebensstil sind.
Hiv, man muss sich die neuerkrankungen in Afrika ansehen die gerade durch die No-Go-Haltung der katholischen Kirche zu Kondomen begünstigt werden.

Das Recht auf Meinungsäusserung decken auch Morddrohungen ab,die bei openpetition zu hauft in Kommentaren vorkommen und openpetition die löschen muss?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 10:04 #

""Der Bildungsplan reflektiere nicht die "negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils" - aufgezählt werden Suizide, Drogen, HIV und psychische Erkrankungen."
Ist also keine Hetze?" ~blobblond

Nein, es ist eine Forderung nach einer differenzierten Betrachtung der Lebensstile und eine Warnung vor der Verschweigung der Probleme eines solchen Lebensstils sowie des Eingriffs der Schule in die sexuelle Entwicklung Schutzbefohlener. Des weiteren zitierst du selbst, dass die Wortwahl auf Ängsten beruht und der Mobilisierung dienen sollte, aber auch selbsttätig korrigiert wurde. Wo ist da die Hetze?

HIV, katholische Kirche, Religion, Sexualität, Afrika - da scheint bei dir jetzt viel durcheinander zu gehen. In BW regiert nicht die Kirche, sondern die Grünen.

Bei den Grünen wurde beispielsweise nicht nur die Pädophilie lange Zeit als Form der Sexualität akzeptiert, sondern auch vor kurzem diskutiert, von der Ehe abzurücken und rechtlich die Möglichkeit zu schaffen, sich von einem Tag auf den anderen sich von seinem Lebenspartner scheiden lassen zu können. Konfliktfähigkeit, Diskussionskultur, Vertrauen, Sicherheit benötigt es dann nicht mehr, aber die Gesellschaft von morgen wird dann wohl nur noch auf Lustbeziehungen aufbauen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 20. Januar 2014 - 12:10 #

Nur weil einige Grüne bei dem Thema eine falsche Einstellung hatten, kann man nicht den Grünen als ganzes dieses Weltbild andichten. Aber die Fakten interessieren in dieser Diskussion leider nur die wenigsten...

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 12:19 #

Es waren vielleicht einige, aber die Duldung erfolgte durch viele. Aber gut, dass es aufgearbeitet wird, gerade zu Beginn von Parteien sind eben viele seltsame Elemente dabei, seltsame Inhalte zu positionieren (vgl Piratenpartei, AfD).

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 20. Januar 2014 - 12:13 #

"Nein, es ist eine Forderung nach einer differenzierten Betrachtung der Lebensstile und eine Warnung vor der Verschweigung der Probleme eines solchen Lebensstils sowie des Eingriffs der Schule in die sexuelle Entwicklung Schutzbefohlener." (vicbrother)

Ein homosexueller Lebensstil beruht nicht auf bumsen und Drogen bis der Arzt kommt. Das kommt bei Heterosexuellen Personen auch vor. Und inwiefern ist die Auseinandersetzung mit Homosexualität in der Schule ein Eingriff in die sexuelle Entwicklung Schutzbefohlener? Zur Homosexualität kann man nicht erzogen werden. Das ist man. Aber man hat Linkshändigkeit früher in der Schule auch abtrainiert.

"Bei den Grünen wurde beispielsweise nicht nur die Pädophilie lange Zeit als Form der Sexualität akzeptiert..."

Belege bitte.

"...sondern auch vor kurzem diskutiert, von der Ehe abzurücken und rechtlich die Möglichkeit zu schaffen, sich von einem Tag auf den anderen sich von seinem Lebenspartner scheiden lassen zu können. Konfliktfähigkeit, Diskussionskultur, Vertrauen, Sicherheit benötigt es dann nicht mehr, aber die Gesellschaft von morgen wird dann wohl nur noch auf Lustbeziehungen aufbauen."

Und? Jahrhundertelang beruhten Ehen auf wirtschaftlicher Abhängigkeit. Zwangsverheiratung ist nämlich kein Phänomen muslimischer Gesellschaften. Ansonsten steht es niemandem zu, Menschen die Entscheidung abzunehmen, ob sie noch zusammensein wollen oder nicht.

Mir wäre es auch lieber, die Menschen würden sich arrangieren anstatt Konflikten aus dem Weg zu gehen. Aber man kann das nicht gesetzlich erzwingen. Das beweist aber nur wieder mal, dass nicht die Grünen die Verbotspartei sind, sondern die christlich-konservativen Kräfte den Leuten bis ins Schlafzimmer hinein Vorschriften machen wollen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 12:42 #

Hast du die Debatte der Grünen und die Erkenntnisse von Herrn Walter verpasst? http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie-Debatte_(B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen)
Ablehnung sieht anders aus.

Die Jahrhunderte der Zwangsverheiratung sind hoffentlich vorbei - und gerade weil wir das überwunden haben, wollen wir doch niemanden Vorschriften machen oder Dinge vorstellen, die Kinder vielleicht noch gar nicht einordnen können. Wer nimmt da Rücksicht auf die Entwicklung des einzelnen Kindes? Seiner Religion oder seinen Wertevorstellungen? Doch kein Stundenplan. Der differenziert maximal nach Jahrgängen.

Ich habe nie gesagt, woraus der Lebenstil homosexueller aus Sex und Drogen besteht. Aber möchtest du ausklammern, dass das Fehlen eines biologischen Vaters/Mutter zu Problemen in der Orientierung der Kinder führen kann? Dass eine - ich nenne es einfach mal - lustbetonte Gesellschaft weniger Kinder hervorbringt und damit auch ein gesellschaftliches Umdenken erfordert?

Linkshändigkeit aberziehen? Ich habe in einem Antiquariat vor kurzem ein Buch - ich glaub es hiess "Der Hausarzt" - aus den 60ern angelesen, da waren schon harte Tipps drin (auch gegen Homosexualität). Aber das haben wir ja zum Glück überwunden.

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:01 #

Ich möchte sehr wohl ausklammern, dass das Fehlen eines biologischen Vaters/Mutter zu Problemen führen kann. Bei mir hat sogar ein Elternteil (von Anfang an alleinerziehende Mutter) gereicht. Mehr als genug Liebe, vernünftige Werte und Normen, Vorbild für nen respektvollen Umgang mit Mitmenschen und vieles mehr...war eigentlich alles vorhanden, was man nem Kind so mitgeben sollte. Wenn nun statt einer Mutter zwei Mütter dagewesen wären, die sich beide liebend um mich gekümmert hätten und mir das was nötig ist, mitgegeben hätten, wäre aus mir sicherlich auch kein schlechterer Mensch geworden.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:01 #

Ich sprach von Orientierung, nicht von schlechten Menschen. Orientierung ist, wenn man als Kind gleich- und gegengeschlechtliche Verhaltensweisen an den Eltern studieren kann.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:05 #

Ah. Gegengeschlechtliche Verhaltensweisen lernt das Kind nicht mehr. Macht ja Sinn. Weil Lesben z.b. nur mit weiblichen Handwerken reden oder am Supermarkt nur zu den Verkäuferinnen gehen. Und das Kind natürlich an eine Schule nur mit Lehrerinnen gehen muss. Hatte ich ja ganz vergessen.

Oder meinst du mit gegengeschlechtigen Verhaltensweisen sowas wie "Häusliche Gewalt"? ^^

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:23 #

Nur weil das andere Geschlecht in der Öffentlichkeit zu sehen ist, hat man damit keine zu den Eltern vergleichbare Vertrauensbeziehung.

Aber du disqualifizierst dich bei diesem Thema leider selbst, wenn du mit "häuslicher Gewalt" argumentierst.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:33 #

Onkel? Tante? Oma? Opa? Freunde? ExMann? ExFrau? Sorry, aber du musst mal schauen welche Umwege elterliche Vertrauensbeziehungensfiguren in aktuellen Patchwork-Familien in der Regel nehmen.

Ja. Ich weiß. Diese Form des Galgenhumors versteht man in deiner Zeitzone noch nicht. Aber deine Kinder werden da voll drauf abgehen.

Spaß beiseite: Ich meinte diesen Zynismus sogar teilweise Ernst. Wie so oft gibt es genug Beispiele in denen eine heterogenes Elternpaar genauso schlechte oder fehlende Werte vermitteln kann.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:05 #

Sicher gibt es auch schlechte Eltern. Darum geht es aber nicht. Es geht um Venus und Mars, um es mit meiner Römischen Zeitzone zu sagen.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 15:15 #

Und jetzt komm ich gar nicht mehr mit!

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 21. Januar 2014 - 6:42 #

Dann schick deine Kinder auf ein katholisches Internat und zwing nicht anderen dein Weltbild auf.

vicbrother (unregistriert) 21. Januar 2014 - 10:12 #

Wem zwinge ich was auf? Ich stelle nur meine Ansicht dar, ob du sich ihr anschliesst oder darüber nachdenkst ist deine Sache.

Wie kommst du jetzt auf katholische Internate? Ich glaube nicht, dass die mein Weltbild von Freiheit und Liberalität oder den Schutz von Kindern teilen...

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:28 #

Ich habe die ersten 10 Jahre meines Lebens nur mit Frauen zusammen gelebt. Zusammen mit alleinerziehenden Freundinnen meiner Mutter und deren Töchtern. Dazu noch eine Schwester. Die meißten Erwachsenen Menschen bei denen ich mir damals etwas hätte abgucken können, waren weiblich (selbst die meißten meiner Grunschullehrer waren Lehrerinnen). Es gab sogar ein lesbisches Pärchen im Freundeskreis o_O
Was auch immer deiner Meinung nach "Probleme in der Orientierung" sind; bei mir ist zumindest nichts dergleichen aufgetreten und ich hab auch kein Problem mit gegengeschlechtlichen Verhaltensweisen. Genauso wenig sind aus den anderen Kindern oder meiner Schwester Lesben geworden und soweit ich das beurteilen kann, haben die auch alle ein gesundes Verhältnis zu ihrer Sexualität und dem anderen Geschlecht.
Ach ja...wir haben doch kurze Zeit im gleichen Haus mit nem gegengeschlechtlichen Ehepaar gewohnt. Der Mann hat gerne mal besoffen seine Frau und soweit ich mich erinnern kann auch die Kinder vermöbelt. In meinem Beisein. Ich hoffe ich hab mir dort nicht unbewusst gegengeschlechtliche Verhaltensweisen abgeschaut.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:36 #

Ich werfe dir nichts vor, verstehe deine Reaktion daher nicht.

Bist du jetzt wirklich nicht in der Lage mein Argument zu verstehen, dass unterschiedliche Geschlechter unterschiedliche Lösungsstrategien entwerfen? Du nennst deine Gewaltbeobachtung bei einem Mann und stellst diese als typisch männlich dar, damit behauptest du ja selbst, dass es stereotypische Verhaltensweisen gibt. Warum soll ein Kind nicht von diesen profitieren (muss ja nicht gleich ein Gewaltextrem sein)?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 13:48 #

"Dass eine - ich nenne es einfach mal - lustbetonte Gesellschaft weniger Kinder hervorbringt und damit auch ein gesellschaftliches Umdenken erfordert?"

Was doch schon längst passiert ist. Ob mit oder ohne Verbot oder Erlaubnis von "Homoehen" oder "Homosexualität" in den Schulen. Aber die Frage ist doch da auch eher wie kann man ein Land so umgestallten das es mehr Anreize gibt Kinder zu zeugen bzw. ordentlich aufzuziehen. Mit knallharter Homotabusierung und Abhängigkeitsehen wie früher? "Zeit zurückdrehen" und "Finger in die Ohren" stecken sind alles wenig aufgeklärte und vielversprechende Lösungsansätze.

Und die ungewollten Kinder die homosexuelle Paare adoptieren wollen? Achja. Da lassen wir die Kinder lieber im Heim aufwachsen wo sie von 4 Erzieherinnen betreut werden, statt in einer Familie mit 2 Müttern.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:38 #

Wer fordert Homotabuisierung?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:42 #

Kinder sollen in der Schule nicht über Homosexualität aufgeklärt werden. Über Heterosexualität werden sie bereits aufgeklärt. Daher findet eine Tabuisierung statt bzw. wird sie gefördert bzw. gefordert.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:57 #

Wo findet da eine Tabuisierung statt?

wtff1 (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:12 #

mit der hiv/afrika/kondomverbot misere hat der blonde blob schon recht,viel mehr gehts bei dir durcheinander wenn du den zusammenhang nicht verstehst....

desweiteren hoffe ich doch stark dass pädophilie für dich nicht als aktzeptabel gilt :O

inwiefern sexualkunde die entwicklung von kindern negativ beeinflussen sollte erschliesst sich mir nicht.naja vielleicht solltet ihr deutschen es so machen wie die kids in kolumbien mit den eseln ^^ VICE doku,ich war fassungslos als ich das sah.

kommen die "homophoben spinner"(says greenyoshi :P) etwa aus der neokreationistischen/evangelikalen ecke.hab dieses thema bis jetzt nicht verfolgt.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:34 #

hiv/afrika/kondomverbot/kirche - darüber reden wir doch aber gar nicht. Es geht hier nicht um Weltpolitik, Religion, Medizin oder Geschichte. Wir reden über Sorgen und Ängste von Menschen, die dafür Hohn und Spott ernten und als Hetzer gebrandmarkt werden.

Pädophilie ist nicht akzeptabel - es ist eine grausame Straftat.

Sexualkunde ist doch m.W. ein Thema in Biologie - was hat das jetzt mit der Lebensgestaltung und Lustgewinnung zu tun?

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:03 #

Sexuelle Vielfalt hat sehr wohl was mit Biologie und vor allem Sexualkunde zu tun. Aber was genau hat das ganze Thema mit "Lustgewinnung" zu tun? Du hast weiter oben auch schon etwas von einer "lustbetonten Gesellschaft" erzählt. Kannst du mir irgendwelche Quellen verlinken, in denen steht, dass es die Reformen irgendwie Lustgewinung oder eine noch lustbetontere Gesellschaft zum Ziel haben?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:30 #

Ich meine: Sexualität hat sich in unserer Gesellschaft doch schon sehr lange - spätestens mit der Pille - von der reinen Arterhaltung zur Lustgewinnung gewandelt.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 14:32 #

Ok, ab jetzt wird es lächerlich.

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:11 #

Stichwörter: "Das älteste Gewerbe der Welt" und Bonobos. Sex macht halt Spaß. Das war nie anders. Das spricht doch aber nicht gegen eine umfangreiche sexuelle Aufklärung von Kindern. Ganz im Gegenteil. Grade weil es so interessant ist und so viel Spaß macht, ist es wichtig, Kindern rechtzeitig zu erklären, was es damit auf sich hat.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:16 #

Ok, das wird in Biologie schon gelehrt.

Aber was sollen die anderen Formen von Sexualität dann im Unterricht? Warnung vor der evolutionären Sackgasse und den enttäuschten Erwartungen auf ein mit Kindern erfülltes Leben? Bekehrung auf den rechten Weg? ;)

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 15:18 #

Liest du eigentlich wirklich selbst was du da schreibst?

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 17:06 #

Warnung? Bekehrung? Niemand sucht sich seine Sexualität aus. Es wird nicht mehr (oder weniger) homosexuelle Menschen geben, nur weil man Kinder darüber aufklärt, dass Homosexualität genauso normal ist wie Heterosexualität.
Mach dir mal keine Gedanken um irgendwelche evolutionären Sackgassen. Es werden täglich mehr als genug Menschen geboren. Ich sehe da das Fortbestehen der Menschheit nicht bedroht. Und auch die Deutschen werden so schnell nicht aussterben. Wir haben schöne Freizügigkeitsabkommen und offene Grenzen in der EU und relativ vernünftige Einbürgerungsgesetze in Deutschland ;P

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 21. Januar 2014 - 6:59 #

Der Lehrer, der die Petition gegen die "Ideologie des Regenbogens" startete, kommt aus einer evangelikalen Freikirche. Es geht ihm also nur um die Durchsetzung seines Weltbildes.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 20. Januar 2014 - 12:01 #

Homophobe Spinner, die sich missverstanden fühlen. Köstlich.
Die Diskussion ist sowieso absurd, die Kinder können sich via Wikipedia in Sekunden selber schlau machen. Also warum es im Sexualunterricht verschweigen?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 12:21 #

Es geht ja nicht um das Verschweigen, sondern um die mögliche Bewerbung und eindimensionale Darstellung des Themas. Das ist ein sensibles Thema.

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 12:37 #

Wovor hast du Angst? Was passiert mit den Kindern, wenn in der Schule Homosexualität "beworben" wird? Man kann weder Heterosexuellen Homosexualität anerziehen, noch Homosexualität Homusexuellen aberziehen. So funktioniert das einfach nicht.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 12:51 #

Ich habe keine Angst, ich möchte aber eine sensible und differenzierte Darstellung in der Schule. Welcher - der oft überalterten - Lehrer soll die Bereiche der Sexualität vermitteln?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 20. Januar 2014 - 12:55 #

Das Alter der Lehrer spielt doch keine Rolle. Es gibt auch junge Lehrer die stockkonservativ sind. Und die Schüler aufzuklären, daß es neben der Heterosexualität auch Homosexualität und Transsexualität gibt, ist doch keine "Bewerbung", sondern schlichtweg normal. Wir wollen doch die Kids nicht dumm sterben lassen.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 12:58 #

nee, das schaffen die ganz von alleine!

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:07 #

Die Kids lassen wir nicht dumm sterben, aber wir sollten ihnen auch Freiheiten zur Erkundung der Welt lassen und ihnen nicht alles ala Monty Python vormachen ;)

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:09 #

Bist du wirklich der Meinung, dass Kinder bzw. Jugendliche schwul/lesbisch werden, wenn sie das "vorgemacht" bzw. vorgelebt bekommen?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:25 #

Ich wäre froh, wenn die Kinder so stark und intelligent wären, wenn sie nicht alles nachmachen würden: Aber YouTube und die Medien zeigen mir, dass es da oft leider keine Grenze gibt.

Ansonsten bin ich für einen thematisch differenzierten, sensiblen und individuell angepassten Unterricht, glaube aber, dass das aber nicht nur wegen der genannten unmöglich ist, sondern weil es auch kein Patentrezept zur Lebensgestaltung gibt. Jeder soll machen können was er denkt, solange er andere damit nicht negativ beeinträchtigt.

Anonhans (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:49 #

Darum geht es doch. Grundlagen schaffen, damit in Zukunft niemand mehr seine Sexualität (teilweise sogar vor sich selbst) verleugnen und unterdrücken muss, weil ein großer Teil der Gesellschaft nicht akzeptieren kann, dass Heterosexualität nicht das Maß aller Dinge ist.
Menschen sollen sich frei ausleben können (was du ja hier im Thread auch mehrmals betonst). Das funktioniert aber nur in einer Gesellschaft, in der man keine Angst haben muss, wegen seiner Hautfarbe, Religion oder Sexualität ausgegrenzt und benachteiligt zu werden.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:55 #

Wir sind schon weiter als du denkst, da sehe ich ein weiteres Problem des Lehransatzes. Wer wird denn heute noch wegen seiner Sexualität oder Religion in Deutschland ausgegrenzt? Das ist doch nur beim Arbeitgeber Kirche der Fall.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 14:00 #

Äh.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 20. Januar 2014 - 14:00 #

Das erklärt, warum so ein riesiges Bohei um das Outing eines homosexuellen ehemaligen Fußballers gemacht wurde.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:05 #

Das verstand ich auch nicht, und insbesondere den Zeitpunkt erst nach der aktiven Karriere. Aber vielleicht liegt es daran, dass er Bayer ist und in Bayern die Aufklärung durch die CSU erfolgt. In SH, HH, Bremen wäre das kein Problem gewesen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:08 #

Dann kann ich dir mal was erklären: Das Bohei wurde gemacht, weil es im Breiten Sport "Fußball" eben noch ein TABU ist. Das haben Anfeindungen in den Sozialen Netzwerken nach dem "Outing" leider gezeigt. Und auch die Tatsache, dass sich noch nie jemand getraut hat diese Tatsache am Anfang oder Höhepunkt seiner Karriere zu tun, zeigt das unser "Volkssport" noch von sehr unaufgeklärter Homophobie bzw. Intolleranz geprägt ist.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 20. Januar 2014 - 14:10 #

Möglicherweise liegt es daran, dass es auch heute noch Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft gibt.

Und dein zweiter Satz ist so lachhaft, dass ich ihn nicht weiter kommentieren werde.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:25 #

Das Weltbild der CSU ist doch nun auf den Erhalt der Ehe als einzige staatlich akzeptierte Form der Lebenspartnerschaft ausgerichtet. Aber ich bin kein Bayer und kenne deren aktuelles Programm nicht.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 20. Januar 2014 - 15:17 #

Aha, und weil das das Weltbild der CSU ist, ist das das Weltbild aller Leute in Bayern? Die können nicht andere Werte vermittelt bekommen? Weil die CSU in jede Familie hinein geht und sagt "Dies ist das richtige Weltbild, richtet euch danach"? Wie vorurteilsbelastet bist du bitte?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:39 #

Die CSU und ihr Weltbild prägen doch den ländlichen Raum - sonst würde es wohl kaum diese große Zustimmung zur CSU bei Wahlen geben. Entsprechend sind viele öffentliche Positionen mit CSU-Mitgliedern besetzt und multiplizieren das Weltbild der CSU. Ist das nicht logisch?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 15:45 #

Ach. Die Partei sagt etwas und dann richten alle ihr Weltbild nach der Partei? Und ich Trottel dachte immer die Partei richtet ihre Aussagen nach der Mehrheit der Landbevölkerung um sich deren Stimmen zu sichern. Ach und nochwas hat sich seit den 50ern geändert: Es gibt viele Nichtwähler deren Weltbild sich aus ihrer Sicht in keiner Partei wiederfindet.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:50 #

Parteien sind das A und O der Demokratie. Sie prägen die Meinung, sie dienen der Meinungsbildung. Aber für die Aufklärung brauchst du mir nicht zu danken, ich bin immer froh wenn ich zu neuen Erkenntnisse verhelfen kann.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 15:58 #

Auch die Demokratie bildet keine Meinungen sondern hilft die Meinungen der Mehrheit in der Führung abzubilden.

Deinen Dank kannst du dir bitte dahin schieben wo die Sonne nicht scheint (Skandinavien). Ansonsten bin ich schon froh wenn nicht genug kluge, weltoffene und aufgeklärte Menschen beim Lesen deiner Beiträge heute diverse Tischplatten oder Schädeldecken beschädigt haben. Da bin ich sehr bescheiden.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:03 #

"Wer wird denn heute noch wegen seiner Sexualität oder Religion in Deutschland ausgegrenzt?"

Niemand! Solange die Antworten "Hetero" und "Christentum" sind. *thumpsup*

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 20. Januar 2014 - 13:05 #

Die Nichtbehandlung der Homosexualität ist eine eindimensionale Darstellung eines vielseitigen Themas. Und was meinst du mit Bewerbung?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:17 #

Homosexualität wird doch schon seit Jahrzehnten in Griechisch, Geschichte und Biologie (zB der Ethologie) behandelt. Eindimensional würde ich das nicht nennen.

Bewerbung ist, wenn man andere dazu anregt und ermuntert. Das ist doch der Knackpunkt: Unerfahrene und undifferenzierte Kinder werden ungeachtet des individuellen Entwicklungsstandes mit einem sehr intimen und sensiblen Thema konfrontiert. Ich bin da skeptisch, dass das erfolgreich funktioniert.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 13:30 #

Wie viel Schulen bzw. Schulformen haben den Griechisch? Und Ethologie hatte ich in Biologie auch nicht. Obwohl ich in den 90ern noch 13 Jahre Abi gemacht habe. Beim aktuellen Turbo bzw. Zentralabi wird da mit sicherheit nicht mehr drüber geredet werden als bei mir seinerzeits.

Geschichte. Ja.. nur geht es ja um Homo/Trans/Heterosexualität HEUTE. Und wenn wir schon nicht eigene Fächer für Gesellschaft und Umgang einführen dann müssen diese Themen in den Sexualkundeunterricht. Du bist doch der Mensch der sonst so laut für die Aufklärung, Bildung und Humanismus schreit. Im Sinne genau dieser Aufklärung MUSS ermöglicht sein, dass in den Schulen über legale Sexualität geredet wird. Eigentlich auch über illegale Sexualität. Wie sonst sollen Kinder später zwischen diesen Dingen unterscheiden können? (Was ja den Älteren unter uns bis heute nicht gelingt.)

Zudem: Ich hab in der Schule viel über Katholiken, Islam, Nazis, Terror, Pharaos und Bäume gelernt. Bin aber weder Katholik, Moslem, Nazi, Terrorist, Pharao oder Baum geworden. Obwohl bei allem auch die Chance besteht es im Unterricht "Einseitig" darzustellen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:44 #

An humanistischen Schulen mit Niveau und Tradition ist Griechisch normal wählbar. Wie sonst kannst du Platon lesen? Mir ist keine gute Übersetzung bekannt.

Mit deinem letzten Absatz nimmst du deinem Kommentar den thematisch notwendigen Ernst.

Ja, ich bin für Bildung, Aufklärung und Humanismus. Aber auch für die Freiheit. Man muss Kindern nicht die Selbstentdeckung nehmen, dafür ist das Thema Lebensgestaltung viel zu vielschichtig. Wie ich weiterhin mehrfach betonte bezweifle ich, dass ein solch intimes und sensibles Thema ohne Berücksichtigung der individuellen Entwicklung der Kinder sinnvoll behandelt werden kann. Die Kinder sollten sowas lieber je nach eigener Entwicklung mit den Eltern oder im vertrauensvollem Einzelgespräch mit einem Lehrer besprechen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 20. Januar 2014 - 13:51 #

"An humanistischen Schulen mit Niveau und Tradition ist Griechisch normal wählbar."

Super, die Zahl dieser Schulen ist aber recht überschaubar im Vergleich zu Haupt- und Realschulen. Das ist ein recht schwaches Argument dafür, dass man doch genug über Homosexualität lernen würde.

Ganz davon abgesehen ist das kein Thema, das man im Griechisch-Unterricht vermittelt bekommt. Höchstens mal ganz am Rande angemerkt ("Manche Männer hatten damals andere Männer oder sogar Knaben als Liebhaber"), und nicht mal daran kann ich mich erinnern. Und das ist der Thematik heute wohl kaum angemessen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:01 #

Eigentlich finde ich meinen letzten Absatz ganz gut so. Außer mit Galgenhumor komm ich mit deinem Weltbild nicht mehr wirklich klar.

Humanistische Schulen mit Niveau und Tradition? Danke. Besser hätte ich den Umstand, dass dein Weltbild in den 50ern stecken geblieben ist nicht beschreiben können. Wie viele Kinder meinst du schicken wir jedes Jahr auf eine Schule wo sie Zeit haben Griechisch zu lernen um Platon im Original zu lesen? Und wie viele Kinder haben wir ohne große Bildung und Erziehung, denen durch die Debatte allein klar gemacht wird: Homosexualität ist nicht "normal" und so schlimm das man nicht mal in der Schule drüber reden darf.

"Man muss Kindern nicht die Selbstentdeckung nehmen, dafür ist das Thema Lebensgestaltung viel zu vielschichtig." Also sollten die Kinder alle erstmal homosexuelle Erfahrungen machen bevor sie darüber etwas lernen sollen? So weit würde ich jetzt nicht gehen. Aber wenn du meinst.

Im Ernst: Kinder sehen heutzutage Zwangsläufig Harte oder Softe Pornographie noch VOR ihrer Pubertät. Die Zeit und Freiheit die du den Kinderchen lassen willst ist schon längst genommen worden. Nicht von Schulen die die kleinen mit zuviel Information versorgen sondern von Internet, Fernsehen, Radio dass sie mit zuviel Falschinformationen regelrecht bombadiert.

Aber ganz ehrlich. Bei dir hab ich das Gefühl mit jemandem zu schreiben der 80 Jahre in einer Schlafkapsel steckte. Vielleicht einfach mal in eine aktuelle Hauptschule gehen und sich mit den Kindern unterhalten. Oder mit einer Migrantenfamilie in einem Wohnbunker sprechen. Elfenbeinturm Gespräche unter Akademikern beim Gläschen Rotwein ÜBER diese Menschen zählen nicht. Wirkt eigentlich immer wunder.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:19 #

Mein Weltbild ist doch nun wirklich liberal und betone die Humanität, die Individualität, die Freiheit und Bildung über alles. Womit hast du da Probleme?

Ich denke eine Menge Kinder gehen auf Schulen, auf denen Philosophie unterrichtet wird. Wenn man Griechisch wählt, liest man - wie auch in Latein - auch Texte aus der Zeit, wer liegt da näher als Platon?

Mit Übertreibungen zu argumentieren geht selten gut, denn warum soll ein Kind sich vor ein Auto werfen? Es weiss ob es das will oder nicht. Du erklärst das Kind per se für unmündig, du willst ihm das Internet, Fernsehen und Radio nehmen, die Eltern von Erziehungsaufgaben entbinden. Ich betone seine Freiheit, seine Individualität, die Notwendigkeit der Sensibilität und der Differenzierung des Themas. Wie ich schrieb tausche ich mich jede Woche mehrfach mit Menschen aus, die Lehrer an den verschiedensten Schulformen sind. Wenn das das Weltbild der 50er war...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:27 #

"Mein Weltbild ist doch nun wirklich liberal und betone die Humanität, die Individualität, die Freiheit und Bildung über alles. Womit hast du da Probleme?" Vermutlich ist dein Problem das du dein Weltbild für wirklich für das Obengenannte hältst.

"Ich denke eine Menge Kinder gehen auf Schulen, auf denen Philosophie unterrichtet wird. Wenn man Griechisch wählt, liest man - wie auch in Latein - auch Texte aus der Zeit, wer liegt da näher als Platon?" Klar. Nur habe ich auf einem Gymnasium weder Philosophie noch Griechisch gehabt. Daher würde ich von Haupt/Gesamt/Realschulen dazugerechnet mit einem minimal kleinen Teil an Kindern ausgehen die Griechisch lernen. Sexualität hat definitiv eine höhere Quote, als Griechischunterricht.

"Mit Übertreibungen zu argumentieren geht selten gut, denn warum soll ein Kind sich vor ein Auto werfen?" Häh? Wo?

"Es weiss ob es das will oder nicht. Du erklärst das Kind per se für unmündig, du willst ihm das Internet, Fernsehen und Radio nehmen, die Eltern von Erziehungsaufgaben entbinden." Habe ich nirgends gefordert. Ich habe vom "Ist-Zustand" gesprochen. Dem kann man Begegnen indem man das Kind davon Abschottet ODER es frühzeitig mit den nötigen Informationen versorgt um damit angemessen umgehen zu können.

"Wie ich schrieb tausche ich mich jede Woche mehrfach mit Menschen aus, die Lehrer an den verschiedensten Schulformen sind. Wenn das das Weltbild der 50er war..."
Siehe Kommentar davor: "Elfenbeinturm Gespräche unter Akademikern beim Gläschen Rotwein ÜBER diese Menschen zählen nicht."

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 14:56 #

Du warst auf einem Gymnasium ohne Philosophie und Griechisch? Letzteres kann ja sein, aber ohne Philosophie? Seltsam. Warst du in einer kirchlichen Schule?

Du scheinst mir nicht folgen zu können, weder bei der beispielhaften Widerlegung deines Extrembeispiels (obwohl deine Antwort darauf genau die Reaktion wäre, die man auch auf dein Beispiel haben könnte) noch bei deiner IST-Zustands-Beschreibung mit den Lösungsansätzen Abschottung oder den abstrakte Informationen für Kinder. Deine Erklärung, dass du alles Wissen für nichtig hälst, welches nicht selbst gemacht wurde, widerspricht der Wissenschaft und auch dem Thema: Die Schulbehörde, die die Lehrpläne erlässt, ist politisch bestimmt und verlässt sich auf die gleichen Berichtsquellen wie die von mir genannten.
Schade, so wird das nichts mit unserem gemeinsamen Rotweinabend.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 15:26 #

Staatliches Gymnasium im Ruhrgebiet. Nix für Elitenbildung aber gut für die allgemeine Weltoffenheit.

"Deine Erklärung, dass du alles Wissen für nichtig hälst, welches nicht selbst gemacht wurde, widerspricht der Wissenschaft und auch dem Thema" Und das Widerspricht nicht deiner Aussage wonach Sexualität nicht wissenschaftlichen in Schulen thematisiert werden sollte damit Kinder sie erst für sich Entdecken können?

Davon mal ab, dass ich als Akademiker sehr wohl die Wissenschaft schätze. Aber als Lebenspartner einer Akademikerin in der politschen Bildung von Jugendlichen kann ich eben sehen, dass vieles in unserer Gesellschaft schief läuft, weil Akademiker wie du sich nur noch gegenseitig Selbstbeweihräuchern und damit eine immer größer werdende Lücke zwischen wissenschaftlichen Theorien und gelebter Lebenswelt entsteht. Gefährlich wird es dann wenn solche Realitätsverluste eben in die echte Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eingreifen wollen.

"[Zeug zum Thema]"

Ganz ehrlich. Ich schnall kein bisschen mehr was für komische Dinge du aus meinem Kommentar da ziehen willst. Daher fasse ich meinen Standpunkt nochmal zusammen:

Kinder bekommen heute durch (diverse) Medien schon sehr sehr früh mit Pornographie oder pornographieähnlichen Inhalten in Kontakt. Gleiches gilt auch für Homosexualität. Soweit der IST-Zustand. Das Ganze kann man nur dadurch auffangen indem den Kindern frühzeitige Aufklärung gegeben wird. Wichtig und daher schon praktiziert wird das ganze um Dinge wie den Unterschied zwischen Liebe und Sex, Verhütung und HIV zu thematisieren. Eine Aufklärung über Homosexualität (idealerweise auch Transsexualität) hilft weiter dabei Missverständnisse, Vorurteile und Ausgrenzung zu minimieren.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 15:45 #

Meine Position habe ich ja schon mehrfach geschildert: Die Schule kann nicht alles unterrichten, einige Themen sind hierfür zu sensibel und müssen individuell in einer Vertrauensbeziehung erkundet werden.

Aber was ich nicht gar nicht verstehe:
Warum siehst du was in der Gesellschaft schief läuft, wenn dir deine Lebenspartnerin davon berichtet, während die Berichte von Freunden und Bekannten Lehrern bei mir nicht zählen sollen?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 15:52 #

Dann sollten wir jedem Kind eine staatlich ausgebildete Vertrauensperson zur Verfügung stellen die kein verschrobenes Weltbild hat. Großartiger Plan.

Weil wir nicht beim Gläschen Rotwein darüber reden sondern ich sie auch bei ihrer Arbeit begleite? Und politische Bildung beschäftigt sich meist mit den Jugendlichen die Lehrer bereits aufgegeben haben, bzw. mit den Themen die für Jugendliche Wichtig sind, aber Lehrer und Eltern nicht ausreichend Zeit oder Kompetenz haben. Medienkompetenz, Umgang mit Randgruppen, Umgang mit Andersartigkeit. Wenn du erwartest, dass das alles von Vertrauenspersonen in der Mars-Venus-Familie kommen soll.. Viel Spaß meine Kritik an dem AkademikerElfenbeinturm zu widerlegen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 17:18 #

Ich habe deinen Beitrag nicht verstanden: Lehnst du jetzt ab, das sich jemand aus der Auseinandersetzung mit Betroffenen eine Meinung bildet oder behauptest du, das Wissensquellen keinen Wert haben (und damit auch die Presse, Wahlen, Wissenschaft und Schulen...) oder dass du recht haben musst, weil du mit Jugendlichen zu tun hast?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 20. Januar 2014 - 17:56 #

"Man muss Kindern nicht die Selbstentdeckung nehmen, dafür ist das Thema Lebensgestaltung viel zu vielschichtig."

Die Aufklärung hat doch keinerlei Einfluß auf die Selbstentdeckung. Auch mit/ohne sie weiß man, welche sexuelle Orientierung man selbst hat. Die trichert einem doch damit keiner ein.

Oder soll man jetzt im Erdkundeunterricht nur noch einen Kontinent aufzeigen, damit die Kinder später die anderen Kontinente selbst entdecken sollen?

Irgendwann solltest du die Kirche dann doch mal im Dorf lassen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 18:09 #

Wenn es eh unveränderlich ist, dann braucht man es ja nicht zu unterrichten. Das man Randgruppen toleriert und respektiert, sollte normal und schon in der Grundschule unterrichtet worden sein.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 20. Januar 2014 - 18:11 #

Na, wenn du die schon als Randgruppen bezeichnest, ist es mit Toleranz und Respekt nicht weit her bei dir.

Erneut wieder die Erkenntnis, weitere Diskussion mit dir überflüssig.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 18:20 #

Ich bezog mich nicht auf Erdkunde, sondern auf die sexuelle Orientierung. Dein Erdkundebeispiel ist unpassend, weil es Wissen (die Kontinente sind fakt) mit Glauben (über die sexuelle Orientierung) vergleicht.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 18:24 #

Zu welcher Religion gehört denn der Glaube? Zur Kirche der heiligen Vagina?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 19:34 #

Glauben und Religion sind nicht identisch, für die Religion braucht man ihn aber notwendigerweise.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 20. Januar 2014 - 18:41 #

Ich bezog mich ebenfalls auf die sexuelle Orientierung. Und das sind nunmal eben keine Randgruppen. Ebenso ist die sexuelle Orientierung kein Glaube (wer hat dir denn den Floh ins Ohr gesetzt?). Aber wenn du das so "bewerbend" siehst, daß man im Unterricht den Kindern erklärt, daß es auch andere sexuelle Orientierungen gibt, als "nur die eine wahre", dann ist das für dich so - für uns andere halt nicht.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 19:33 #

Wenn 95% Hetero sind, sind die restlichen 5% eine Randgruppe. Wo ist denn jetzt da dein Problem? Der Begriff?

Selbstverständlich ist es Glaube, wenn die Schule etwas erzählt was nicht mit wissenschaftlichen Fakten zu unterlegen ist. Wie kann sie Kindern etwas erzählen, die sich in einer Orientierungsphase befinden? Jeder hat vermutlich einmal homoerotische Gedanken, die Schule kann da eine Menge Verwirrung bei den Kindern stiften und ihnen die eigene Orientierung nehmen. Das Thema muss daher wirklich sehr sensibel angegangen werden aber damit wiederhole ich mich hier immer wieder.

Maximilian John Community-Event-Team - 9880 - 20. Januar 2014 - 19:59 #

Es ist wissenschaftlicher Fakt, dass es Homosexualität gibt. Was hat das also bitte mit Glauben zu tun? Die Evolutionstheorie wird auch gelehrt, obwohl dem viele Gläubige widersprechen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 20:49 #

Die Evolutionstheorie ist eben eine Theorie.

Die Schule glaubt etwas zu wissen, was sie nicht wissen kann: Deine sexuelle Orientierung. Das halte ich für falsch und gefährlich. Ich hoffe es damit klarer ausgedrückt zu haben.

Maximilian John Community-Event-Team - 9880 - 20. Januar 2014 - 21:03 #

"Die Evolutionstheorie ist eben eine Theorie."

http://www.youtube.com/watch?v=uxWh-xg5YYU -> wird alles zu diesem Satz gesagt.

Zum Rest: Ja, du hast dich deutlich ausgedrückt, es ändert aber nichts daran, dass es totaler Unsinn ist. Es gibt verschiedene sexuelle Orientierungen und darauf im Unterricht einzugehen hat absolut NICHTS mit der sexuellen Orientierung der Schüler zu tun. Selbst wenn keiner der Schüler homosexuell wäre, ist es immer noch wichtig, dass Toleranz gelehrt wird. Es gibt keine rationalen Argumente gegen eine rein wissenschaftliche Behandlung des Themas. Und homophobe bzw. religös-verblendete Menschen sollten dort nicht das Sagen haben. Mit deiner Argumentation könnte man auch ein Verbot der Sexualkunde generell erteilen. Und bei Sexualität hört das nicht auf. Warum andere Kulturen lehrern? Oder Toleranz gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe?

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 21:20 #

Selbstverständlich ist Sexualkunde ein wichtiger Bereich von Biologie und darf natürlich nicht verboten werden. Wie kommst du darauf, dass ich das möchte?

Aber:
Toleranz zu unterrichten halte ich für eine Selbstverständlichkeit und erfolgt in SH und HH in jedem Fach, aber warum muss das in einem - wie man auch hier sieht - sehr sensiblen und leicht misszuverstehendem Kontext explizit unterrichtet werden? Das scheint mir dann eher ein lokales Problem von Baden-Würtemberg zu sein...

immerwütend 21 Motivator - P - 28914 - 21. Januar 2014 - 18:15 #

"Die Evolutionstheorie ist eben eine Theorie."

Das ist der Lieblingsspruch von allen, die nicht die geringste Ahnung von Wissenschaft haben (wollen).
Besser kräftig glauben, das ist auch nicht so anstrengend wie wissenschaftliche Arbeit...

vicbrother (unregistriert) 21. Januar 2014 - 20:53 #

Ich verstehe zwar nicht was du sagen möchtest, aber Popper sagt dazu: Es ist alles unbeweisbar, bis der Gegenbeweis gefunden ist. Daher ist auch die Evolutionstheorie nur eine Theorie.

immerwütend 21 Motivator - P - 28914 - 21. Januar 2014 - 20:58 #

Ja, das ist die Standardantwort aller Fundamentalisten...

vicbrother (unregistriert) 22. Januar 2014 - 10:43 #

Du meinst Popper war ein Fundamentalist, weil er kritisch-rationalistisch die Sache betrachtet? Dann müsste ich ja auch einer sein...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 20. Januar 2014 - 20:18 #

Du kannst aufhören mich bekehren zu wollen, ich bin schon längst im 21. Jahrhundert angekommen und glaube nicht an das Märchen, daß so eine Aufklärung, daß es außer Äpfel auch Birnen auf der Welt gibt, die Kinder verwirrt. Es sagt ja keiner - außer deiner offensichtlichen Befürchtung - wer Äpfel mag, muß nun auch Birnen essen. Und wer Menschen in Randgruppen steckt, egal wieviele Prozent es davon gibt, sieht die Menschen nicht als das was sie sind: Menschen.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 20:59 #

Wer Äpfel isst und ab und an an Birnen denkt, der ist nicht unbedingt ein Birnenesser. Die Verwirrung ist doch dann, wenn das Kind in der Selbstfindung steckt und es mit Dingen konfrontiert wird, die es nicht einordnen kann, aber in Ordnung sind. Oder am konkreten Beispiel: Wenn ein Kind im Sportunterricht einen Klassenkameraden wegen seinem starken Körper bewundert, dann wird es von der Schule in den Konflikt gedrängt sich fragen zu müssen, ob es nun homosexuell oder heterosexuell ist. Das ist kontraproduktiv und daher - ich wiederhole es nochmals - sollte die Schule das Thema sehr sensibel und individuell angehen (was nicht funktioniert, da die Schule in Klassen unterrichtet).

Hier geht es um eine mengenmässige Verteilung von Vorlieben und da ist der Begriff Randgruppe verwendbar. Menschen bleiben damit Menschen. Aber auch du unterteilst sie: In Freunde, Bekannte, Verwandte usw. - und das sind doch auch Menschen oder?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 23:02 #

Bei dir klingt es als wolle jemand in den Schulen Sitzplatzkarten verteilen auf denen Hetero und Homoehe steht.

Zudem werden die Kinder von Medien und anderen Kindern viel eher vor diese Entscheidung gestellt als du denkst bzw es in deiner Zeit war. Daher geht es ja auch einzig und allein darum Kindern die Normalität der Sexuellen Verwirrung, Findung und späteren Entscheidung zu vermitteln.

vicbrother (unregistriert) 22. Januar 2014 - 12:53 #

Spätere Entscheidung? Es wurde doch hier von mehreren gesagt, dass man seine sexuelle Gesinnung nicht lernen kann?!

Für dich mag das Thema witzig sein, ich mache mir da wirklich ernste Gedanken - die Qualität der Schulpädagogik im Bezug auf Sexualität sieht man an der bedenklichen Zunahme von jungen Menschen, die sich heute abmagern, Operationen im Intim/Brustbereich vornehmen lassen oder sich die Schambehaarung entfernen, weil sie selbst nicht ihren eigenen Erwartungen erfüllen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 22. Januar 2014 - 14:23 #

Das hat wenig mit Sexualkunde als mit Gesellschaft zu tun. Bedenklich für Sexualkunde ist was viele Jugendliche noch darüber denken wie man Schwanger wird (oder wie nicht). Oder im Bereich HIV.

"Spätere Entscheidung" war unglücklich formutliert. Aber die Entdeckung seiner eigenen Sexualität wird nicht negativ beeinflusst ob ich weiß das Homosexualität etwas normales ist oder ob mir indirekt eingebleut wird es ist etwas moralisch verwerfliches oder eine "Sackgasse der Evolution". Da unterscheiden sich wohl unsere Ideen einer Aufgeklärten freien Gesellschaft fundamental.

vicbrother (unregistriert) 22. Januar 2014 - 15:02 #

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Homosexuelle, habe mehrere in meinem direkten Umfeld.

Die Schule erzieht zum generellen Respekt und Toleranz, explizite Hinweise halte ich daher für überflüssig. Interessant wäre aber, wie der Religionsunterricht die Frage behandelt...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 22. Januar 2014 - 15:08 #

Die Frage ist auch spannend. Aber ich weiß weiterhin nicht wo das Problem ist die Existenz von Homosexualität im Sexualkundeunterricht nicht zu erwähnen. In unserem Sexualkundebuch stand es Anno 1995 drin. Ein paar Details die mit gängigen Vorurteilen aufräumen wären fast 20 Jahre später noch zu ergänzen. Und der Unterschied zwischen diesen Hinweis für "Richtig aber Überflüssig" zu halten oder ihn verbieten zu wollen ist aber ein gravierender.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 21. Januar 2014 - 7:14 #

"An humanistischen Schulen mit Niveau und Tradition ist Griechisch normal wählbar. Wie sonst kannst du Platon lesen? Mir ist keine gute Übersetzung bekannt."

Mit ein paar Jahren Schulgriechisch lässt sich Platon tatsächlich besser lesen und verstehen als wenn man eine Übersetzung liest? Interessant.

"Ja, ich bin für Bildung, Aufklärung und Humanismus. Aber auch für die Freiheit. Man muss Kindern nicht die Selbstentdeckung nehmen, dafür ist das Thema Lebensgestaltung viel zu vielschichtig."

Und weil man mal drüber redet, nimmt man ihnen die Freiheit, sich selbst zu entdecken? Interessant.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 21. Januar 2014 - 10:14 #

Tatsächlich sind solche Übersetzungen oft recht frei und nutzen auch interpretatorischen Spielraum. Bei Platon direkt kenne ich es jetzt nicht, aber die Übersetzung von Homers Ilias unterscheidet sich teilweise schon stark von dem, was wir im Unterricht übersetzt haben. Ganz das gleiche ist es also wirklich nicht, aber die Vehemenz, die vicbrother da an den Tag legt, ist dann wohl auch übertrieben.

vicbrother (unregistriert) 21. Januar 2014 - 10:18 #

Erst wenn man die Worte lesen kann, kann man sich auch darüber Gedanken machen. Bei einer Übersetzung schreibt jemand ein Wort oder einen Satz und gibt ihn dabei ggf. falsch oder sinnentstellt wieder, ohne dass du die Möglichkeit zur Kontrolle hast. Es ist üblich, dass man solche Texte daher im Original und mit Drittquellen begleitet durcharbeitet.

Du konsumierst doch auch nicht nur die Medien, sondern nimmst doch auch die Quellen der Information in Anspruch oder?

Zum letzten Satz: Ich wiederhole mich da, aber das Thema muss individuell und sensible mit den Kindern besprochen werden. Sonst erreicht man das Gegenteil.

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 20. Januar 2014 - 12:41 #

Ich find es generell immer total toll, wie sich Leute, die noch nie in einer Schule warn (oder halt das letzte Mal vor 20-30 Jahren) irgendwie meinen sie könnten sich erlauben irgendein Urteil zu fällen, was Lehrer unterrichten und Schüler lernen sollen.
Ich hab ein freiwilliges Jahr in einem integrativen Kindergarten gemacht, wo tagtäglich "normale" Kinder mit beeinträchtigten Kindern zusammengelebt haben, wo einfach diese Akzeptanz und Toleranz gefördert wird. Ich hab es ja selbst gemerkt, wie problematisch das ist. Wann gibt man sich schon mal mit solchen Leuten ab? Normalerweise geht man solchen Leuten eher aus dem Weg, weil es einfach total schwierig ist (oder man denkt es), wenn man sowas nicht gewöhnt ist. Und wenn da jemand gekommen wäre und mir erzählt hätte "Naja, also behinderte Kinder sind nicht normal, die sollten mal besser isoliert werden irgendwo", dem hätte ich den Vogel gezeigt.

Und das ist doch hier (fast) genauso. Nur weil ich jemandem erzähle "Übrigens gibt es auch Homosexuelle und das ist voll okay" wird doch noch lange keiner homosexuell. Und das fördert ja nicht nur die Toleranz gegenüber dieser Gruppe, sondern das wirkt sich überall aus.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:03 #

Ich kenne Lehrer der verschiedensten Schulformen (Grundschule, Berufsschule, Hochschule, Haupt-Real-Gym, Sonderschule). Die Hauptschullehrer erzählen mir Dinge aus dem Alltag, wo ich nur noch schlucken muss. Es ist so grausam was manchen Kindern durch die Eltern angetan wird. Diese Kinder brauchen keine Aufklärung über die verschiedenen Sexualitätsformen, da wären - auch wenn die Lehrer teilweise mit getarnten Zivilpolizisten schon die Eltern besuchen - ganz andere Hilfestellungen viel wichtiger. Ein Kind sollte sich frei entwickeln können.

Behinderte Kinder zu integrieren finde ich auch sinnvoll. In Hamburg schafft man die Sonderschulen aber wohl nach und nach ab, weil die Erfolgsquote bei der Ausbildung wohl zu gering und die Kosten zu hoch sind. Die Kinder werden dann in normale Klasse geworfen, wo ab und an ein zweiter Lehrer dabei ist. Das ganze Thema Integration wird von der Politik leider als Kostenfaktor gesehen, das ist in der Tat sehr traurig.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 13:21 #

Außer deiner netten Umschreibung für "Keinen Sozialtourismus" haben die Skandinavischen Länder aber auch um vieles höhere Steuern die eben Sinnvoll in Bildung und wichtige Projekte gesteckt werden.

vicbrother (unregistriert) 20. Januar 2014 - 13:27 #

Unsere Steuern sind aber auch nicht niedrig, aber wir müssen auch eine ganz andere Infrastruktur erhalten.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 14:46 #

Gut. Neue Flughäfen kosten Geld, keine Frage. Aber wenn wir allein unseren Alkohol in skandinavischen Dimensionen besteuern würden könnten wir Schlaglöcher und die Bildung reparieren.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 14:51 #

Alkohol aus Norwegen und Tabak aus GB. Dann können wir die Strassen vergolden lassen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 20. Januar 2014 - 15:11 #

Dann noch versteuertes Gras und wir können jedem den Zahnersatz bezahlen den er braucht nachdem er auf den Goldenen Straßen hingeflogen ist!

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 15:14 #

Geflogen? Er wurde hingetragen.

Sciron 19 Megatalent - P - 15742 - 20. Januar 2014 - 19:06 #

Ist das jetzt eigentlich der längste Commentstrang in der Geschichte von GG? Selbst wenn, zweifle ich stark an seiner Lesenswürdigkeit.

wtff1 (unregistriert) 21. Januar 2014 - 12:42 #

er ist lesenswert,besonders vicky´s kommentare.....

mir blieb mitunter das hirn stehn :P

vicbrother (unregistriert) 21. Januar 2014 - 13:53 #

Oh, ich wollte nicht, dass die das Hirn stehenbleibt, nur weil ein Freigeist wie ich die geistigen Grenzen verschiebe und andere Standpunkte betrachte :)

Das ich damit die Minderheit bilde macht nichts, aber vielleicht reflektiert der ein oder andere über die Schule, die Lehrer, den Schulstoff und die Berücksichtung der Interessen von Eltern und Schülern.

Wir sind auch alle gar nicht so weit entfernt voneinander, wir wollen alle Toleranz und Respekt für Minderheiten (wie mich ;) ), nur denke ich eben auch an die armen Kinder als selbstständig denkende und handelnde Wesen, die das schulische Wissen aufnehmen und verarbeiten müssen.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11329 - 20. Januar 2014 - 0:33 #

Respekt! Ich bin so froh, dass das Medium Videospiel so vielseitig und hilfreich sein kann.

Serenity 15 Kenner - 3262 - 20. Januar 2014 - 9:27 #

Interessant, zu meiner Schulzeit undenkbar gewesen. Freut mich das es sich in diese Richtung entwickelt

Orschler77 16 Übertalent - P - 4290 - 20. Januar 2014 - 12:48 #

Ich weiss noch,was los war, als ich zu meiner Schulzeit während des Computerkurses mal Manic Mansion mitgebracht habe. ;)

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 20. Januar 2014 - 12:52 #

Computerkurs? Mein Gott, wie modern. Wir haben noch 10-Finger schreiben in der Theorie gelernt, und nicht kapiert.

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 20. Januar 2014 - 13:00 #

Tja, wenn man in der echten Welt keine guten Beispiele mehr findet, muss man eben Charakter aus einen Zombie-Apokalypse-Szenarion nehmen...

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 20. Januar 2014 - 17:21 #

Find ich ne klasse Idee und das spiel bietet schon einige Entscheidungen an die richtig schwer sind und wo man sicher was draus lernen kann.

chrislzissl 14 Komm-Experte - 2163 - 21. Januar 2014 - 8:01 #

Eine nette Entwicklung dass Spiele auch gesellschaftlich als wertvoll (in welcher Form auch immer) angesehen werden.

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