eShop-Check: 3D Galaxy Force 2
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

3DS
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15. Januar 2014 - 22:27 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Jeden Donnerstag stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.
 
Früher war alles besser, oder eben auch nicht. Als Heimcomputer und Konsolen noch keine Massenware darstellten, blühten die Spielhallen mit ihren schillernden Arcade-Automaten. Ein meist aus drei Buchstaben bestehender Eintrag in die Bestenliste war das einzige Achievement der damaligen Zeit, und wer sein Akronym darin lesen wollte, versenkte zumeist Münze um Münze im Gerät. Aus dieser Zeit stammt die Ur-Version von 3D Classics Galaxy Force 2, das wir heute auf dem Nintendo 3DS für euch testen.
Im Weltall ist die Hölle los. Meidet unbedingt Kollisionen aller Art.
Rettet die Galaxie!
Galaxy Force 2 ist ein futuristisches Arcade-Actionspiel, dass euch in das Cockpit eines Raumjägers setzt. Das sogenannte Vierte Imperium hat das Sonnensystem Junos mit dem Ziel der völligen Auslöschung angegriffen. Nun sucht die Weltraumförderation Kampfpiloten, um der Bedrohung ein Ende zu setzen. Eure namenlose Spielfigur meldet sich freiwillig, womit wir euch leider auch schon die komplette Hintergrundstory gespoilert haben.
 
Ihr betrachtet das Geschehen aus der Außenansicht und müsst euch in insgesamt sechs Levels den Weg in die gegnerische Basis frei schießen. Auf der Flugroute dorthin werdet ihr Welle für Welle auf gegnerische Raumschiffe treffen, zudem auf stationäre Abwehrgeschütze und weitere Hindernisse in Form von Tornados, Asteroiden und Lavaeruptionen. Das abwechslungsreiche Leveldesign führt euch ins Weltall, durch enge Felsschluchten, in einen brodelnden Lavasee und abschließend stets in die stählernen Korridore der Feindbasen. Ähnlich wie in den bekannteren Genrevertretern After Burner und Star Fox ist euer Aktionsradius auf einen relativ schmalen Vektor begrenzt, den ihr nicht verlassen könnt.
Am Ende eines jeden Levels führt euch der Weg in eine gegnerische Basis. Dort warten Geschütztürme und Roboter auf euch. 
Mit Serienausstattung in die Schlacht
Das Raumschiff ist mit einem Lasergewehr für den Nahkampf und Raketen mit Zielaufschaltung ausgestattet. Kreuzt ein Gegner euer Fadenkreuz, wird er automatisch anvisiert und ihr könnt den Marschflugkörper starten – das funktioniert auch für mehrere Feinde gleichzeitig. Ein Item am Levelbeginn erhöht die Zahl simultan erfassbarer Ziele. Weitere Waffen oder Verbesserungen bietet euch das Spiel nicht, aber der Munitionsvorrat ist unerschöpflich. 
 
Zumindest ein Energieschild gehört noch zur Serienausstattung des Jägers, der euch vor Schaden bewahrt. Ihr solltet diesen Schild aber nicht überstrapazieren, denn es existiert keine Möglichkeit der Regeneration. Einmal aufgebraucht, wird er auch nach Ende eines Spielabschnitts nicht repariert! Eurer vorrangiges Ziel ist es deshalb, den feindlichen Geschossen und sonstigen Hindernissen durch schnelle Flugmanöver und Tempowechsel auszuweichen.
Nicht nur die Armee der Invasoren, sondern auch die Elemente selbst wollen euch ans Leder.
Im Weltall hört euch niemand fluchen
Sinkt eure Lebensenergie unter Null, explodiert das Schiff und ihr könnt nur noch euren Namen – ganz klassisch als dreistellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen – in die Punkterangliste eintragen. Ein zweites Leben gibt es nicht! Besonders gemein: Die Energie sinkt kontinuierlich, auch wenn ihr keine Treffer einsteckt. Nur durch die Dezimierung der gegnerischen Armee könnt ihr diesem Prozess entgegenwirken, das gibt nämlich Punkte. Am Ende des Levels oder an rar gesäten Checkpoints werden diese dann der Energieleiste hinzugefügt. Profis versuchen deshalb durch das geschickte Variieren der Fluggeschwindigkeit möglichst vollständig alle Angriffswellen abzuschießen.
 
Ihr habt es vermutlich bereits zwischen den Zeilen gelesen, der Schwierigkeitsgrad von 3D Classics Galaxy Force 2 ist sehr hoch angesiedelt; wer den Abspann sehen möchte, muss die feindlichen Angriffsmuster auswendig lernen. Oder er nutzt die neuen Einstellungsmöglichkeiten, die der 3DS-Fassung gnädigerweise hinzugefügt worden. Ihr könnt jetzt beispielsweise den allgemeinen Schwierigkeitsgrad in fünf Stufen regulieren, die Stärke des Schutzschilds verdoppeln oder eure Gesamtenergie erhöhen. Auch lässt sich nun die Wiederholung des letzten Versuchs für eine spätere Videoanalyse speichern. Ein Spaziergang wird Galaxy Force 2 dadurch aber nicht.
Auf Wunsch erlebt ihr das Geschehen auch im simulierten Arcade-Kabinet. Der Sternenhintergrund bewegt sich entsprechend eurer Flugbewegungen.
Wer braucht schon Polygone?
Grafisch hinterlässt der Titel auch heute noch einen guten Eindruck, was am bemerkenswerten technischen Grundgerüst des Originals und der vorbildlichen Portierung liegt. M2 hat die Automaten-Version des Spiels und nicht die enttäuschende Genesis-Variante auf den 3DS gebracht, aber die vierfach hochskalierten Sprites der hauseigenen PS2-Version von 2007 genutzt. Das Ergebnis rast mit 60 Bildern pro Sekunde über den Schirm. Die voluminösen Schluchten, Wolken und Raumkreuzer lassen Zweifel aufkommen, ob nicht doch Polygone im Spiel stecken – der tiefengebende 3D-Effekt unterstützt diesen Eindruck zusätzlich. Wer das Spiel durchspielt, schaltet übrigens die pixelgetreue Originalversion frei.
 
Neben der Pad- und Touch-Steuerung unterstützt der Titel auch das Circle Pad Pro und emuliert dadurch die Eingabevariante mit zwei Joysticks des ursprünglichen Spielautomaten. Sogar der Blickwinkel auf diesen kann durch verschiedene Bildschirmmasken simuliert werden, was den Monitorausschnitt aber stark verkleinert. Leider kann der Soundtrack das visuelle Niveau nicht halten, vor allem die Effekte klingen für moderne Ohren sehr dünn. Dafür können Nostalgiker jeden Track im Optionsmenü einzeln abspielen.
 
Fazit
Galaxy Force 2 kann seine Automatenherkunft nicht leugnen und erbt somit sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Arcade-Maschine. Weil die Hersteller des Spielhallenkolosses bei der Programmierung euer Taschengeld im Sinn hatten, ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch angesiedelt. Spielerisch wird bloßer Genrestandard geboten, aber Shooter-Fans werden sich daran wenig stören. Die Technik hinter dem Titel beeindruckt zum Teil noch heute, insbesondere der 3D-Effekt muss sich vor aktuellen Produktionen nicht verstecken. Dank der hervorragenden Portierung lässt sich die Wirkung des Originals vor 25 Jahren erahnen, die natürlich ungleich größer gewesen ist.
  • 2D-Arcade-Action
  • Solospiel
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Erhältlich seit 12.12.2013: 4,99 Euro
  • In einem Satz: Bockschwerer Arcade-Shooter mit feiner Sprite-Technik.

Video:

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