Microsoft: Twitter-Account und Blog gehackt

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13. Januar 2014 - 9:28

Die Hackergruppierung Syrian Electronic Army ("Syrische elektronische Armee") hat sich kürzlich zu mehreren Social-Media-Kanälen des Redmonder Konzerns Microsoft Zugriff verschafft und dort einige Posts hinterlassen. Diese wurden jedoch vom Branchenriesen wieder entfernt.

Explizit handelte es sich dabei um den offiziellen Twitter-Account des Xbox-Supports, auf dem für kurze Zeit Tweets wie "Syrian Electronic Army Was Here via @Official_SEA16 #SEA" oder "From #SEA.. Game On!" zu finden waren. Weiter wurden der Microsoft-News-Kanal und der TechNet-Blog des Unternehmens gehackt. Ein Sprecher bestätigte zwar die Angriffe, gab aber gleichzeitig bekannt, dass keine User-Daten entwendet worden seien.

Die Syrian Electronic Army wurde bereits in der Vergangenheit durch diverse Hacks bekannt. So verschaffte sie sich im April 2012 Zugriff auf den Blog des sozialen Business-Netzwerkes LinkedIn (vergleichbar mit dem deutschen Xing, aber wesentlich größer) und leitete die Seite auf eine Homepage weiter, die den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad unterstützte, von dem die Gruppierung bekennender Anhänger ist. Im April 2013 hackte die SEA den Twitter-Account der Associated Press und gab eine Falschmeldung heraus, dass das Weiße Haus attackiert und Präsident Barack Obama dabei verletzt worden sei. Anfang des Jahres 2014 wurden die Facebook- und Twitter-Seite des Internettelefonie-Dienstes Skype gehackt, der ebenfalls zu Microsoft gehört.

Warum das Kollektiv es so stark auf den Redmonder Konzern abgesehen habe, begründete ein angeblicher Sprecher der Hackergruppe damit, dass dieser E-Mail-Accounts überwache und die Daten an amerikanische Geheimdienste und Regierungen "verkaufen" würde. In der Zukunft sollen Dokumente und Details von Syrian Electronic Army veröffentlicht werden, die diese Aussage unterstützen.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62157 - 13. Januar 2014 - 9:04 #

"Warum das Kollektiv es so stark auf den Redmonder Konzern abgesehen habe, begründete ein Sprecher damit, dass dieser E-Mail-Accounts überwache und die Daten an amerikanische Geheimdienste und Regierungen verkaufen würde."
Aha, und das machen Google und Apple selbstverständlich nicht XD

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32484 - 13. Januar 2014 - 9:05 #

Das sei so nicht gesagt...;)

TheBigBadHacker (unregistriert) 13. Januar 2014 - 13:41 #

Nun, zumindest bei Google ist anzunehmen, dass es evtl. deutlich schwerer sein könnte, die zu kompromitieren. Man kann von diesem Unternehmen halten, was man will, aber bei ihren Angestellten sind sie wirklich äußerst wählerisch. Somit minimale Anzahl an Totalausfällen :)

Und Apple: na ja, mag evtl. an deren Verbreitungsgrad im mittleren Osten liegen. Schwer, den Premium-Preis für ihre Produkte abzudrücken, wenn einem täglich Granaten auf den Kopf regnen ....

Larnak 21 Motivator - P - 25763 - 13. Januar 2014 - 22:36 #

Natürlich nicht. Und NSA und Co bezahlen auch ganz brav für die Emails.

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 13. Januar 2014 - 10:22 #

Endlich ein Kriegsgrund gegen Syrien.
Ganz miese Terroristen, die die innere Sicherheit gefährden.

Das einzig tolle an solchen Sachen ist immer, man kriegt immer gezeigt, wie sicher seine Daten doch sind und man kann nichts dran rütteln. Mh.

Cat Toaster (unregistriert) 13. Januar 2014 - 11:08 #

Ja, mal abgesehen davon dass die Weitergabe von Daten seitens US-Unternehmen an die Nachrichtendienste direkt nach dem 11. September im PATRIOT-Act geregelt wurde (ui, und 13 Jahre später sind alle furchtbar empört dass das auch tatsächlich passiert und sich US-Unternehmen an US-Gesetze halten) finde ich in der Tat beunruhigend das auch die unfreiwillige/unbgefugte "Datenabgabe" praktisch überall so wunderbar funktioniert.

Wenn so ein paar "Cyber-Terroristen" so etwas bewerkstelligen können, bekommt man vielleicht ein Gefühl dafür was die Geheimdienste mit ihren Milliardebudgets zu leisten im Stande sind und das nicht nur in "lupenreinen Demokratien" wie den USA wo mal einer petzt. Was wohl unsere russischen, chinesischen und nordkoreanischen Freunde so treiben?

GerDirkO 14 Komm-Experte - 1856 - 13. Januar 2014 - 11:30 #

Ach die armen Russen, Chinesen und Nordkoreaner müssen sich die Daten aber wenigstens noch hart erarbeiten.
Die US-Unternehmen müssen die herausgeben (weil, wie geschrieben, Gesetz). Fehlende Daten werden, aus Deutschland, vom BND ergänzt (nicht umsonst heist es: "Der BND habe "großes technisches Potenzial und guten Zugriff auf das Herz des Internets", heißt es laut "Guardian" in einem GCHQ-Dokument von 2008." Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Europas-Geheimdienste-schnueffeln-gemeinsam-article11653551.html )
Der Roman 1984 von Orwell ist doch schon längst Realität - viele merken es nur noch nicht. Wenn wir zu laut Alarmschlagen, kommen wir in die Psychiatrie das geht ganz einfach und fortan ist alles ja nur die Behauptung eines Verrückten (siehe: Gustl Ferdinand Mollath).

Ich mag auch Obama, hey jemand der eine offizielle Todesliste heraus gibt, mit Menschen die die Geheimdienste ohne Vorkehrungen weltweit töten dürfen. Ist doch super, wenn jemand daneben steht ist das Kollateralschaden. Obama ist schließlich Friedensnobelpreisträger und der erste schwarze President der USA, also kann das nur ein guter Mensch sein. (Man stelle sich mal vor Kim Jong Un würde sowas machen, die Medien würden sich überschlagen - nur dazu das die Medien die Wahrnehmung aller manipulieren)
Das aufrechte Bürger, die die Bevölkerung über Geschehnisse (wie die Ermordung von Zivilisten) informieren, lieber in die russische Version der Demokratie fliehen, um geschützt zu werden, sagt doch alles. Snowden und Assange sitzen nun in Ländern (bzw deren Botschaften) fest die nach offiziellen Meldungen nicht demokratisch sind und Manning war zu langsam und sitzt nun 35 Jahre in Haft.

Oh, ähm BTT: Ja, diese Hacker nerven und Leute die glauben ihre Daten seien irgendwo sicher ebenfalls - wobei Blog und Twitter-Accounts sind ja nicht das Problem für uns Nutzer, außer die nutzen das selbe PW für die Nutzerverwaltung o.ä.).

Ryan L. (unregistriert) 13. Januar 2014 - 11:45 #

Der US Präsident trägt nunmal Verantwortung. Dazu gehört es auch das Land militärisch zu verteidigen. Terrorismus ist ein reales Problem, siehe aktuell Wolgograd.

Was passiert wenn die USA isolationistisch agieren, hat man ja nach 1939 gesehen, als die Europäer alleine gelassen wurden mit ihren Problemen.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 91302 - 13. Januar 2014 - 12:47 #

Nicht Terrorismus ist primär das reale Problem, sondern Besatzung.
Und die Europäer haben es sich damals selbst eingebrockt.

Larnak 21 Motivator - P - 25763 - 13. Januar 2014 - 22:33 #

Von "primärem" Problem hat er auch nichts geschrieben. Nur von "Problem".
Und dass die Europäer es sich damals selbst eingebrockt haben, ist genau das, was Ryan L. geschrieben hat.

GerDirkO 14 Komm-Experte - 1856 - 15. Januar 2014 - 17:19 #

Super das rechtfertigt die Anordnung von Verletzung der Privatsphäre, nicht Einhaltung von Menschenrechten, Entführungen und Morde?
Na tolle Sache.

Makariel 19 Megatalent - P - 13586 - 13. Januar 2014 - 12:28 #

Ach verdammt, hätte doch die Passwörter öfter wechseln sollen, SteveBallmerIsBest und Developersdevelopersdevelopers war wohl etwas zu leicht zu erraten :-(

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