Wochenend-Lesetipps KW01: Survival, Indie, GTA 5
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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Johannes 32535 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S3,A8,J10
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3. Januar 2014 - 17:05 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Die ersten Wochenend-Lesetipps im neuen Jahr sind da! Die Reihe feiert heute ihren zweiten Geburtstag, doch bevor wir den Kuchen anschneiden, kommen wir noch auf die heutigen Themen zu sprechen. So beschäftigen wir uns dieses Mal mit dem Survival-Genre und mit den Veränderungen innerhalb der deutschen Printlandschaft im abgelaufenen Jahr. Außerdem haben wir eine Übersicht mit interessanten Indie-Spielen, die 2014 erscheinen und ein Interview mit dem Art Director von GTA 5 für euch herausgesucht.

"Life- und Nekrolog Spielehefte 2013"
magaziniac.de am 20. Dezember, Kim André Trank

Im vergangenen Jahr sind wieder mehrere Printhefte eingestellt worden. So ist der österreichische consol.media-Verlag seit Oktober insolvent (wir berichteten), wenige Tage vor Weihnachten traf es auch Airmotion, die 360 Live und PS3M verlegte. Was sich 2013 im Bereich der gedruckten Spieleberichterstattung in Deutschland getan hat, könnt ihr in diesem Blogpost nachlesen.

"Überlebenskampf als Spiel"
zeit.de am 27. Dezember, Achim Fehrenbach

Momentan befinden sich mehrere Survival-Spiele mit postapokalyptischem Setting und Crafting-System in Arbeit. Ein Beispiel dafür ist Rust, das von den Machern von Garry's Mod stammt. Achim Fehrenbach sieht die Ursache dafür vor allem im Erfolg von Minecraft und DayZ: "Ein Maximum an Handlungsfreiheit soll gewährleisten, dass die Teilnehmer ihre ganz eigenen Geschichten schreiben können."

"25 Indie-Games, die ihr 2014 im Auge behalten solltet"
de.ign.com am 31. Dezember, Rae Grimm

Eine Auflistung von 25 Indie-Spielen, die dieses Jahr erscheinen sollen und spannend aussehen, jeweils mit kurzer Vorstellung. Prominentere Titel wie Among the Sleep oder Hotline Miami 2 hattet ihr wahrscheinlich ohnehin schon auf dem Radar, aber wie sieht es zum Beispiel mit dem Franz Kafka Video Game aus? "Umgesetzt wurde die literarische Kost in logischen Puzzles und einem surrealen Kunststil. Gewöhnlich dürfte an diesem Spiel nichts werden und nicht nur Literaturfreunde sollten The Franz Kafka Videogame im Auge behalten."

"Rockstar North's Aaron Garbut on [...] Grand Theft Auto V"
edge-online.com am 2. Januar (Englisch)

Im Interview mit Edge spricht Aaron Garbut, der als Art Director an GTA 5 mitgearbeitet hat, über die Entstehung des Titels, was er aus den älteren Teilen der Serie mitgenommen hat und wie die Städte in einem GTA-Spiel entstehen: "Der Prozess ist immer derselbe: Wir arbeiten mit echten Städten, überlegen auf einer Makro-Ebene, welche Ortsteile wir umsetzen wollen und arbeiten uns dann weiter vor. Ich glaube, der einzige Unterschied liegt darin, wie viele echte Sehenswürdigkeiten wir verwenden, sobald wir zu den einzelnen Gebäuden vordringen."

Im heutigen Video: Mario gegen Lara Croft, Connor und den Master Chief.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar!

Video:

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32760 - 3. Januar 2014 - 18:10 #

Vielen Dank für deine Zusammenstellung.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3009 - 3. Januar 2014 - 20:53 #

Danke für die Links.

Traurig, wie die gedruckte Spieleberichterstattung sich entwickelt. Mit der Gee ist 2013 ein wirklich tolles Heft eingestellt worden, das offenbar leider keinen Markt hatte... Obwohl ich selbst auch nicht mehr der regelmäßige Leser diverser Papier-Zeitschriften bin, sondern bei einigen Magazinen auf die Tablet-Version umgestiegen bin, habe ich doch zumindest pro Monat noch ein oder selten mal zwei Zeitschriften im Wohnzimmer liegen. Einfach mal schnell ein paar Seiten blättern, damit gemütlich in der Wanne liegen oder auch woanders sitzen... da ist das Papiermagazin doch noch im Vorteil. Irgendwie mag ich auch die Haptik, den "frisch gedruckt"-Geruch und das Retro-Gefühl...

Ein bisschen mehr Erfolg am Markt scheinen ja derzeit diese Bookazines zu haben, also extradicke, etwas hochwertigere Zeitschriften, die dann auch in etwas so viel kosten wie ein Taschenbuch. Retro Gamer ist ja auch so ein Beispiel - ich lese sie eigentlich ganz gerne, nicht zuletzt wegen des Kult-Faktors der Schreiber, die ich seit Kindheitstagen kenne... doch DIE Rettung für die Printbranche scheint dies auch nicht zu sein...

Mir scheint das ganze seit Jahren ein Teufelskreis zu sein... die Verlage jammern über ausbleibende Umsätze und stampfen die Redaktionen ein - die Produkte (wie z.B. das Games aktuell-Bookazine zur PS4) werden lieblos aus dem Ausland lizensiert und mit halbgaren Artikeln gespickt, die eine Truppe aus Volontären, Praktikanten oder sonstigen Enthusiasten zusammenbastelt... (Ich meine, wenn schon einem normal gebildeten Leser quer durch ein Magazin offensichtliche Satzbaufehler oder übelst schlichter Sprachstil negativ auffallen, ist es schwer, von "Qualitätsjournalismus" zu sprechen...).

Die noch vorhandene Käuferschaft straft das - teilweise zurecht - mit noch weniger Verkäufen ab... und so geht der Kreis weiter...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 3. Januar 2014 - 21:26 #

Ich finde den Niedergang der deutschen Spielepresse auch schade. Früher habe ich jeden Monat die Gamepro, M!Games (ehemals Maniac), Consol.AT und GEE gelesen und heute nur noch die M!Games. Das Internet hat auch seine Vorteile, aber ich mag es einfach in alten Heften zu schmökern. Wenn man wissen möchte was die Spieler im Jahr 2004 bewegt hat, kann man sicher auch News aus diesem Jahr im Netz finden, aber mit 12 Spieleheften aus dem Jahr und den dortigen Editorials, Kommentaren und Kolummnen, fällt es leichter sich in die Zeit zurückzuversetzen. Und im Falle der Consol.AT (oder auch Krawall.de) ist ja die ganze Website offline gegangen, die Testberichte sind im digitalen Nirvana verloren gegangen. Das kann einem mit den Heften (außer man lebt in einem Hochwassergebiet) nicht passieren.

Der Qualitätsverlust bei manchen Heften ist in der Tat erschreckend. Die Gamepro galt mal als bestes Konsolenmagazin auf dem Markt (hat sich mit über 70.000 Lesern im Monat auch gut verkauft), jetzt sind fast 80% der Leserschaft weggebrochen und viele Artikel stammen von Gamestar-Redakteuren, Praktikanten oder freien Redakteuren. Von einer Stammredaktion, die 80% der Artikel schreibt, ist man weit entfernt. Aber die Leser wollen nicht Tests von irgendeinem (dann können sie sich auch die User-Meinungen bei Amazon durchlesen, da schreiben auch Menschen mit Ahnung von Spielen), sondern von ihren Redakteuren, auf deren Meinung sie mehr Wert legen. Hier auf GamersGlobal wünschen sich die meisten Leser wahrscheinlich auch, dass ein neues Total War von Jörg getestet wird und nicht von einem bis dato unbekannten Schreiberling. Selbst wenn dessen Review am Ende zu dem gleichen Fazit käme und nicht schlechter geschrieben wäre.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3009 - 3. Januar 2014 - 22:35 #

Ich bin ganz ehrlich - 2009 hat mich auch erst der bekannte Name "Jörg Langer" auf GG aufmerksam gemacht.

Wie viele aus meiner Generation wurde meine Zockerkarriere von Magazinen wie Amiga Joker, ASM, Power Play, Video Games - ja sogar der unsäglichen Play Time begleitet. Namen, die heute bei GamersGlobal, den Spieleveteranen oder in der neuen Power Play auftauchen, waren für mich als jugendlicher Zocker anerkannte "Experten". Sie rieten mir, ob ein Game mein teuer erspartes Taschengeld wert ist - oder haben mich (wie Leserbriefonkel Rainer Rosshirt) einfach grandios unterhalten... Das verbindet auf gewisse Weise, und ist nicht einfach durch - sicherlich teilweise sehr fundierte - Tests / Meinungen / Kommentare von Fremden im Netz zu ersetzen.

Mag jedoch sein, dass die nachwachsende Generation, vor allem diejenigen, die bei Beginn ihrer Zockerlaufbahn bereits eine funktionierende Internetlandschaft vorfanden, das völlig anders sehen...

v3to (unregistriert) 5. Januar 2014 - 18:32 #

wenn man jetzt nicht politisch korrekt ist, braucht man heute eigentlich auch kein geld ausgeben, um auf den laufenden zu sein. dafür gibt es eigentlich zu viel information für lau. tatsächlich wären eigentlich alle meine abos - gg, retro, chip power play und return - nicht notwendig. wobei gamers global tatsächlich das einzige magazin um aktuelle spiele ist, wofür ich bereitwillig geld ausgebe. das liegt daran, weil hier die redakteure sich hier nicht verbiegen lassen, konsequent ihre meinung vertreten (genug geschleimt: obwohl ich jörg langer eher selten konform gehe) und es einen aktiven dialog mit der leserschaft gibt.

sonst gibt es da einen punkt, den du ansprichst, der mir bei großen teilen der professionellen medienlandschaft mitlerweile abgeht: 'Sie rieten mir, ob ein Game mein teuer erspartes Taschengeld wert ist'. genau das vermisse ich oftmals. es wird zuviel nach checkliste bewertet, geht rein nach technischen pflichtpunkten und biedert sich zusehends einem durchschnittsgeschmack an. bzw etwa dem großen anteil spieler, die man mit immergleicher actionkost glücklich machen kann... in die gleiche kerbe geht dieses fanboy-hinterher-gehype. ich will nicht erst monate nach veröffentlichung von spielern oder sogar den testern (gamestar anyone?) eines bioshock infinite lesen, wo das spiel ins mittelmaß abrutscht - ich will das mindestens als meinungskasten im test haben. oder dieses schönreden eines dead space 3 aus gründen der objektivität. kauf das spiel und entscheide selbst, ob es mist ist. das ist leider die devise so mancher mags heutzutage und darauf kann ich gerne verzichten.

Noodles 21 Motivator - P - 30145 - 3. Januar 2014 - 22:29 #

Danke für die Lesetipps! :)

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9857 - 3. Januar 2014 - 23:01 #

Happy brithday to you... :-)

Wie immer vielen Dank für die Lesetipps. Das Video hatte ich die Woche auch schon entdeckt, ist wirklich super gemacht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 3. Januar 2014 - 23:29 #

Tja, viele mögen und lieben die alten Redis, die Spieleveteranen. Doch warum nur diese? Gibt es seit Jahren keinen guten Nachwuchs mehr? Wird dieser nicht genügend aufgebaut? Ist der Stil scheiße? Nostalgische Verklärung? Sind aktuelle Spielejournalisten nicht irgendwie furchtbar gearscht?

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3009 - 4. Januar 2014 - 0:32 #

Interessante Frage(n) - ich habe keine komplette Antwort parat, nur ein paar Gedanken dazu, die für mich gelten: Ich merke, dass ich heute nicht mehr so leicht von Spielen und dem Drumherum zu begeistern bin, wie ich es als Junge war... Momente wie die Begeisterung, als ich das erste Mal Turrican auf dem Amiga 500 spielte, die Geduld, mit Schulfreunden Nachmittage lang Dungeons auf Rechenpapier zu zeichnen, staunend im Foto Allkauf vor dem Monitor zu stehen, auf dem Rebel Assault echte Filmszenen zu bombastischer Musik zeigte oder die Harmonie, die sich Weihnachten einschlich, als mein Bruder und ich das Super Nintendo bekamen... Nachmittags auf dem zugefrorenen See hinterm Haus spielen, bei Dämmerung dann mit heissem Kakao Super Mario World...
...alles liebgewonnene Retro-Erinnerungen, die so ziemlich jeder Gleichaltrige so oder ähnlich hat. Und die Begleiter dieser Zeit waren eben die Gesichter und Namen neben den Editorials der paar guten Spielemagazine. Das verbindet irgendwie... Witzigerweise kannte man nach einiger Zeit manche Namen und fand sie in anderen Magazinen wieder, so überschaubar war die "Szene" der Journalisten im Spielebereich damals. ("Ach, der Soundso ist jetzt der Chefredakteur der neuen XYZ?") - ein bisschen wie das Formel1-Fahrerlineup - jede Saison die gleichen Namen, höchstens mal in anderen Teams... - der Anteil an Computerspielern, der damals sicher einen Artikel von Boris Schneider, Heinrich Lenhardt oder Michael Hengst gelesen hat, ist wahrscheinlich sehr hoch.

Heute ist alles sehr zersplittert... Der eine holt sich seine Infos bei Let's Plays auf YT (womöglich, ohne sich jemals für den Namen des Machers zu interessieren), der nächste liest 45 Amazon-Reviews zu einem Spiel, mal liefert Google dann einen Test auf GamersGlobal, beim nächsten Spiel liefert die Routine IDG oder etwas anderes...

Sicher gibt es heute auch gute Redakteure und gute Journalisten, die im Gedächtnis bleiben werden. Ich persönlich liebe z.B. die Podcasts von Gregor Kartsios von Game One. Oder lausche Stay Forever von Lott und Schmidt (obwohl das ja auch eher retro ist...) - und hier auf GamersGlobal...? Benjamin Brauns Tests lese ich ebenfalls sehr gern. Es gibt sicher noch einige bedeutende Namen in der derzeitigen Spielepresse, und wenn die in 25 Jahren nicht zu Lenhardt-Äquivalenten werden, liegt das sicher nicht an ihnen oder ihren Fähigkeiten...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 4. Januar 2014 - 1:36 #

Also ich finde die Jungs von Consol.AT (jetzt SHOCK 2) und Game One machen einen guten Job.

Sascha Dowidat und Alexander Funke (Wunderlampe- und Konsolerie-Podcasts) fand ich auch noch ganz gut, aber von denen hab ich schon länger nix mehr gehört.

Bei der Gamepro fand ich André Horn, Henry Ernst und Stefanie Schwarz immer ganz angenehm, aber die haben der Branche bzw. dem Schreiben schon lange den Rücken gekehrt.

Und bei der M!Games find ich Matthias Schmid nicht so schlecht. Michael Herde hat ja leider letztes Jahr das Heft verlassen.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166647 - 4. Januar 2014 - 13:50 #

Danke für die Aufstellung. :)

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