Das Spiel ist besser! #4 - Blazblue - Alter Memory

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26. Oktober 2013 - 19:39 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Bei Anime-Umsetzungen zu Prügelspielen kam bisher noch nie etwas Gutes heraus. Manch einer von euch erinnert sich womöglich noch mit Grauen an Street Fighter II - The Animated Movie. Aber womöglich liegt das daran, dass Prügelspiele oftmals einfach keine komplexe Geschichte besitzen. Vielleicht könnte aus diesem Grund Blazblue - Alter Memory eine wirklich gute Serie darstellen. Immerhin ist ein Herausstellungsmerkmal der Spiele, dass sie eine komplexe Story und ein ausgearbeitetes Universum vorweisen. Nach nun mittlerweile drei Episoden haben wir einen Blick auf die Sendung geworfen und konnten uns einen Eindruck davon machen, wo es hinführen wird. 
Überblick

  • Serie: Blazblue - Alter Memory
  • Basiert auf: Blazblue - Continuum Shift Extend
  • Art: Nacherzählung
  • Episoden: Unbekannt
  • Erst-Veröffentlichung: 09.10.2013 im japanischen Fernsehen
  • Eindruck basierend auf: Episode 1 - 3

Das Spiel
Blazblue - Calamity Trigger ist ein Prügelspiel und der geistige Nachfolger der Guilty Gear-Reihe und erschien 2008 für die PS3 und die Xbox 360. Im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres legt die Serie einen großen Fokus auf die Spielwelt und die Geschichte. Mit Blazblue - Continuum Shift erschien dann bereits ein Jahr später ein Nachfolger, der die Geschichte fortsetzte und neue Charaktere einführte. Seit dem erschienen nur neue Iterationen von Continuum Shift, die wenig Neues boten. 2011 erschien mit Blazblue - Continuum Shift Extend der letzte Teil der Reihe. Dieser fasste alle bisher erschienenen Spiele der Prügelspielserie in einem zusammen und bot mit Relius Clover noch einmal einen weiteren Charakter, wodurch die Anzahl der spielbaren Kämpfer auf 18 gestiegen ist.

Das Gameplay selbst ist wenig innovativ für ein 2D-Prügelspiel. Wie nicht anders zu erwarten prügelt ihr euch mit je einem Gegner und versucht im Kampf zu triumphieren. Das geschieht, indem ihr Combos anwendet, die eurem Gegenüber nur wenig Möglichkeiten bieten sich noch zu wehren. Die größte Besonderheit sind die so genannten Drive-Angriffe. Diese unterscheiden sich von Charakter zu Charakter sehr stark. Während Jin Kisaragi beispielsweise seine Gegner einfrieren kann, darf Ragna mit seinem Lebensenergie klauen und Noel Vermillion kettet so problemlos Attacken aneinander. Der Storypart wiederum wird wenig spektakulär im Visual-Novel-Stil erzählt. Soll heißen ihr seht einen gezeichneten Hintergrund, vor dem Grafiken der Charaktere eingefügt werden und dazu eine Textbox, in der das gesprochene noch einmal geschrieben steht. An seltenen Stellen gibt es zudem auch kleine Anime-Zwischensequenzen zu sehen.
Die Umsetzung
Die Anime-Umsetzung war etwas, dass die Fans lange gefordert hatten. Immerhin waren bereits die Minizwischensequenzen innerhalb der Spiele sehr ähnlich. Was könnte da also schief gehen? Die Antwort ist alles. Wie so üblich fängt alles damit an, dass die Story sehr zusammengestampft wird um in den kurzen Zeitrahmen der Serie zu passen. Doch Blazblue - Alter Memory treibt das auf die Spitze. Die gesamte Geschichte von Calamity Trigger wird in gerade mal zwei Episoden abgehandelt. Und in denen werden nicht einmal alle Charaktere vorgestellt. Carl Clover und Litchi Faye-Ling tauchen im Anime erstmals zu Beginn der Continuum Shift Geschichte auf. Solltet ihr die Spiele nicht kennen, so werdet ihr dann entsprechend ratlos vor den Bildschirmen stehen, sollte deren persönliche Story abgehandelt werden. Immerhin werden euch deren gesamte Erlebnisse aus dem ersten Spiel unbekannt sein. Das wäre jetzt vielleicht noch verschmerzbar. Denn auch wenn diese Charaktere zwar sehr interessante Hintergrundgeschichten besitzen, so sind sie für das True Ending der ersten beiden Spiele relativ unwichtig.

Weniger zu verzeihen ist da, dass ihr ohne Vorkenntnisse kaum eine Ahnung haben werdet was überhaupt passiert. Bereits die Story des Spiels ist sehr konfus und bedarf einiger Zeit um vollständig verstanden zu werden. Der Anime hingegen gibt euch diese Chance nicht einmal. Wer ist diese Rachel? Was ist ein Prime Field Device? Wieso will Hazama, dass Noel ihn ansieht? Was ist ein Archenemy? Ein Erzfeind? Und wer bin ich überhaupt? Und was mache ich hier? Und was zum Geier geht hier vor?! Der Anime erklärt euch nichts. Er wirft euch Fakten an den Kopf, die ihr nur mit tieferem Wissen über die Spiele verstehen könnt.

Sind die Hardcorefans hier also die Zielgruppe? Ja, wenn ihr auf schlechte Animationen und lahm inszenierte Kämpfe steht. Allein bei einer Szene, in der Jin einen seiner berühmten Eisangriffe ausführt könnt ihr als Fan nur noch zusammenzucken. In einer etwa fünfsekündigen Animation erscheint eine viereckige Eisscheibe vor Jins Hand, während dieser ohne jegliche Muskelzuckung wie eingefroren herumsteht. Noels Einsatz von Bolverk sieht so aus, als sei sie ein Kleinkind, das zum ersten Mal eine Spielzeugpistole abfeuert. Allgemein sind die Attacken der Kämpfer nicht wirklich wiederzuerkennen und wirken mehr wie aufgesetzte Standardkampfanimationen. Die packenden Kämpfe aus dem Spiel werden hier einfach mit langweiligen Blitzeffekten und viel Rauch verdeckt. Der Anime hat also absolut nichts, was ihn in irgendeiner Weise ansehbar macht. Spielt lieber das Spiel. Das ist besser!

Video:

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 27. Oktober 2013 - 18:40 #

Danke für den Beitrag, normal habe ich keine Probleme wenn was technisch nicht so passt, finde auch in One Piece nie etwas. Werd mir aber dne Anime sparen und lieber das neuste Spiel holen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9737 - 28. Oktober 2013 - 3:17 #

weiß zwar nicht wie es in japan ist, aber in der westlichen fighting game community gibts bzgl story und metakram zu den spielen fast null interesse. daher wird wohl auch bei den meisten games keinen großen wert darauf gelegt. lobenswerte ausnahme war ja da das letzte mortal kombat und injustice. frag mich da jedenfalls wer die zielgruppe ist.

Fabowski 13 Koop-Gamer - 1677 - 28. Oktober 2013 - 11:47 #

Sieht recht nice aus, danke für den Artikel. Werde mal reinschauen, vielleicht ist es was für mich.

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