Anki Drive: Rennbahnspiel mit lernenden KI-Fahrzeugen

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17. Oktober 2013 - 22:26 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Für nicht wenige von euch gehörte eine bestimmte Beschäftigung während der Kindheit – und darüber hinaus – vielleicht zu einer der schönsten: Vor einer Autorennbahn zu sitzen und die Modellautos in irrwitziger Geschwindigkeit über die Strecke heizen zu lassen. Mit dem nach sechs Jahren Entwicklungszeit in Kürze erscheinenden Anki Drive soll dieses Erlebnis nun auf das nächste Level gehoben werden. Oder anders formuliert: Was bislang nur als Bits und Bytes möglich war, wird zumindest teilweise in die Realität übertragen.

High-Tech-Autos mit Künstlicher Intelligenz
Bei Anki Drive handelt es sich demnach um mehr als „nur“ eine Rennbahn und ein paar Fahrzeuge: Die kleinen Modellautos verfügen über allerlei Technik, wie zum Beispiel eine Lithium-Batterie, eine Kamera, Bluetooth und einem 50-Mhz-Mikroprozessor. Eine spezielle Matte, die zudem über eine besondere Tinte verfügt, stellt die Strecke dar. Darüber hinaus gehört eine App für iOS-Geräte zur Ausstattung.

Die erwähnte Tinte sorgt nun dafür, dass die Fahrzeuge den Abstand zur Streckenbegrenzung oder den anderen Vehikeln erkennen. Die Kameras an Bord der Autos sammeln diese Daten und geben sie wiederum an die Applikation weiter. Mittels iPhone oder iPad werden auf diese Weise die kleinen Boliden und deren Eigenschaften gesteuert – und natürlich könnt ihr auch selbst Hand anlegen und zum Beispiel virtuelle Waffen gegen eure (menschlichen oder KI-gesteuerten) Konkurrenten einsetzen.

Mehr als einfaches Fahren
Eine weitere Besonderheit ist, dass die gegnerischen Fahrzeuge lernfähig sind. Zwar existieren Parameter wie die maximale Geschwindigkeit, an die sich auch die computergesteuerten Vehikel halten, mit jedem weiteren Rennen sollen diese jedoch ihre Strategie anpassen. So könnten die Mini-Autos sich beispielsweise gegenseitig blocken oder anrempeln. Nach einem Rennen erhält jeder Spieler Punkte, die er in die Aufwertung der Boliden investieren kann. Diese Upgrades – reflektierende Schilde, Verlangsamungsstrahl und so weiter – bleiben permanent bestehen. Derzeit existieren eine Spielvariante namens „Battle“ sowie ein Übungsmodus, weitere Modi sollen folgen.

Die Fahrzeuge sollen nach Angaben des 45 Mitarbeiter umfassenden Herstellers dabei so präzise auf der Strecke fahren, als würde ein Echtwelt-Gegenstück mit etwa 400 km/h auf der Autobahn unterwegs sein – während gleichzeitig zu beiden Seiten nur wenige Zentimeter Platz sind.

Preise, Fahrzeuge in Aktion
Ab dem 23. Oktober ist das Anki-Drive-Starterkit zum Preis von 199 US-Dollar erhältlich, vorerst allerdings nur in den USA und Kanada. Das Basispaket besteht aus der erwähnten Strecken-Matte, den beiden Autos „Boson“ und „Kourai“, einem Reifen-Reiniger sowie Ladegeräten. Die benötigte iOS-App ist kostenfrei. Darüber hinaus stehen derzeit zwei weitere Boliden zur Verfügung, die jeweils 69 US-Dollar kosten. Den Kollegen von Engadget zufolge, verfügen die Fahrzeuge über eine hohe Verarbeitungsqualität.

Vorgestellt wurde das Produkt und die dahinterstehende Technik erstmals auf der diesjährigen Apple-Konferenz WWDC; im abschließenden, über vier Minuten langen Video könnt ihr euch diese Präsentation anschauen. Unter anderem ist deutlich zu erkennen, wie das rote Fahrzeug durch seine Konkurrenten geblockt wird, damit es nicht mehr zum Überholen ansetzen kann. Nach wenigen Augenblicken kommen allerdings die Waffen zum Einsatz ... Bilder der Autos, einen entsprechenden Trailer sowie weitere Details findet ihr auf der Produkt-Website.

Video:

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14523 - 17. Oktober 2013 - 22:49 #

Irgendwie lustig, aber schon sehr nerdig und irgendwie fehlt mir da doch das menschliche Element. Selber den Gasknüppel zu halten und wegen Vollgas aus der Kurve zu fliegen (und dann hinlaufen zu müssen und das Auto zurück zu setzen) ist einfach ein anderes Gefühl als den Autos da zuzugucken. Und es ist ganz schön teuer.

Aber es ist trotzdem eine coole Idee, und sie sagen ja selbst, dass es erst der Anfang ist.

Uuuuuuuuuund - das Ding kombiniert mit der VR/AR Brille von den beiden Valve-Leuten wäre doch auch cool, dann könnte die AR-Brille zum Beispiel die Waffeneffekte darstellen, Witterungsbedingungen zeigen und auch das Publikum herbeizaubern. DAS wäre dann richtig richtig cool und würde vielleicht sogar mich vom Kauf überzeugen ;)

Mad Squ 11 Forenversteher - 660 - 17. Oktober 2013 - 23:12 #

Warum steht das denn unter "Vermischtes"? Das ist doch eindeutig iOS-Krempel. Wenn dort sogar ein Vid von iGod 2 verlinkt ist, dann hat das mit anderen Dingen ja wohl wenig zu tun.

eQuinOx (unregistriert) 18. Oktober 2013 - 0:19 #

Gute News und sehr lustiges Spielzeug :)

Izibaar 16 Übertalent - P - 5853 - 18. Oktober 2013 - 1:21 #

Wie steuert man das Fahrzeug?
Verhalten vorgeben und zuschauen oder darf man auch selbst aktiv eingreifen?

Punisher 19 Megatalent - P - 13366 - 18. Oktober 2013 - 7:28 #

Lustige Idee. Aber wahrscheinlich zu nerdig um den Massenmarkt (und einen einer solchen Spielerei angemessenen) Preis jemals zu erreichen.

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