Archos stellt neues Gaming-Tablet Gamepad 2 vor

Android
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Dennis Ziesecke 29629 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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9. Oktober 2013 - 23:04 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte der französische Hersteller Archos der Öffentlichkeit ein Tablet mit integriertem Game-Controller. Das recht treffend benannte Gamepad wurde zum recht günstigen Preis von 149 Euro angeboten, konnte allerdings auch nicht mit überragenden technischen Daten punkten. Der ARM A9-Dualcore bremste mit seiner Mali400-Grafiklösung einige Spiele aus, zudem häuften sich in Testberichten Hinweise auf eine eher minderwertige Verarbeitung und eine sehr bescheidene Displayqualität. 

Das nun vorgestellte Gamepad 2, wieder auf Android-Basis, soll es besser machen. Archos spricht übrigens von einem großen Erfolg des ersten Gamepad und einer aus diesem Grund generalüberholten neuen Version des Spiele-Tablets. Vor allem das Display scheint auch den Entscheidungsträgern bei Archos Kopfzerbrechen bereitet zu haben. Die wohl wichtigste Komponente eines Tablet wurde bei der zweiten Gamepad-Version deutlich verbessert: So setzt Archos nun nicht mehr auf ein vergleichsweise minderwertiges TN-Panel sondern auf ein IPS-Display mit deutlich angenehmeren Blickwinkeln. Die Auflösung des weiterhin 7 Zoll messenden Displays beträgt nun 1.280 x 800 Bildpunkte.

Der Dualcore-Prozessor wurde gegen ein Modell mit vier A9-Kernen ausgetauscht. Zum Hersteller macht Archos keine Angaben, allerdings wird der SoC in 28 nm gefertigt und dürfte daher vergleichsweise wenig Energie aufnehmen. Bei der Grafik setzt der Hersteller allerdings weiterhin auf den Mali 400 mit vier Ausführungseinheiten. Für ein Gaming-Tablet eine recht durchwachsene Wahl, einige grafiklastige Android-Spiele fordern mittlerweile deutlich mehr Leistung, als der betagte Mali-Grafikkern zu leisten vermag. Beim RAM hingegen geizt Archos nicht, gleich 2 Gigabyte verbaut der Hersteller und kann so zumindest in der Theorie für eine gute Ausführungsgeschwindigkeit sorgen. 

Die Gaming-Fähigkeiten bekommt das Gamepad durch seine Gamepad-ähnlichen Bedienelemente an den Seiten und der Kante des Tablets. So finden sich sowohl analoge als auch digitale Bedienelemente, Schulterbuttons sowie Start- und Select-Knöpfe. Die Buttons sollen gegenüber dem Vorgänger überarbeitet worden sein und fühlen sich hoffentlich nicht mehr ganz so wabbelig an wie beim mittlerweile zum Schnäppchenpreis von etwa 120 Euro erhältlichen ersten Gamepad. 

Um nicht für das Gamepad entwickelte Android-Apps mit dem Hardwarecontroller steuern zu können, hat Archos bereits für das erste Gamepad eine hauseigene Mapping-Software entwickelt, mit der sich die Steuerung auf die Buttons umlegen lassen soll. Das funktionierte bereits im vergangenen Jahr recht gut, wenngleich nicht bei jeder Anwendung. Das Gamepad 2 wird zudem mit den beiden vorinstallierten Spielen Asphalt 8: Airborne und Modern Combat 4 Zero Hour ausgeliefert. Diese Spiele sollen auf die Hardware des Gamepad optimiert worden sein. Neben der Archos-Gamezone bietet das Tablet vollen Zugriff auf Googles Play Store. 

Reicht der 16 Gigabyte große interne Speicher nicht mehr aus, ist ein Micro-SD-Slot für Speicherkarten von bis zu 64 Gigabyte Kapazität vorhanden. Als Betriebssystem setzt Archos auf Android 4.2. Zusätzlich wird die kabellose Videoausgabe per WiFi-Display und die kabelgebundene Bildübertragung mittels HDMI-Schnittstelle unterstützt.

Der Preis des Ende Oktober erscheinenden Archos Gamepad 2 soll 199,99 Euro (UVP) betragen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 9. Oktober 2013 - 23:10 #

Vielleicht finden sich ja noch Nutzer des ersten Gamepad, die mit Erfahrungsberichten beitragen können. Mein Sohn jedenfalls findet nach dem einmonatigen Besitz des Gamepad kurz nach Weihnachten 2012 kein wirklich guten Worte über das Gerät. Keine Ahnung, wer ihm diese fiesen Schimpfworte beigebracht hat.

Keksus 21 Motivator - 25101 - 9. Oktober 2013 - 23:24 #

Das Ding hat Haptik. Damit eignet es sich besser zum spielen als 100% aller Tablets.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 0:29 #

Never, ich finde die Controller grauenvoll zu bedienen. Mit dem Memo HD 7 zocke ich deutlich lieber und viel stressfreier.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 10. Oktober 2013 - 0:49 #

Interessant, exakt diesselbe CPU wie bei der Vita. So können Entwickler in Zukunft ohne großen Aufwand für beide Systeme portieren und die Vita kann so vom großen Android-Markt profitieren.

Mal sehen wann der 3DS Altersschwach wird und Nintendo auch einen ARM Cortex A9 verbaut.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 1:17 #

Nur dass der PowerVR SGX543MP4+ der Vita schneller sein dürfte, als der noch betagtere Mali400MP4 des Gamepad 2.

Der ARM11 des 3DS ist allerdings tatsächlich ein schlechter Scherz..

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 10. Oktober 2013 - 3:16 #

Dafür hat die Vita nur 512MB RAM. Aber gut, die 2GB RAM braucht das Archos drauf, es ist schließlich Android drauf und bei meinem Tablet merke ich schon, dass 1GB einfach zu wenig sind.

Die Entwickler werden sich nun trotzdem freuen, dass sie recht problemlos die Spiele porten können und es mittlerweile soviele Geräte mit Knöpfen gibt, vor allem auch weil das Nvidia Shield mit seinem ARM Cortex A15 auch leicht bedient werden kann. Apples iPhone 5s und 5c sind ja auch abwärtskompatibel zum ARMv7 Befehlssatz des Cortex, wenn Nintendo dann noch mit einsteigt, sehe ich goldene Zeiten aufs Handheld-Gaming zukommen. Aber erstmal sollten sie wirklich den ARM11 in Rente schicken.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 94218 - 10. Oktober 2013 - 9:01 #

Geht schon in die richtige Richtung, ich würde aber noch warten, bis die Grafikleistung tatsächlich besser wird.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 9:13 #

Die Richtung ist richtig, mag sein. Aber der Hersteller ist der falsche. Archos hat keinen Sinn für Produktqualität.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10740 - 10. Oktober 2013 - 12:07 #

Ist das echt so schlimm?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 12:42 #

Naja, sie hatten recht lange die Marktlücke der preiswerten aber eben irgendwie billig wirkenden Android-Tablets für sich gepachtet. Dann kamen die Chinaimporte und vor allem das Nexus 7 mit guter Verarbeitung und guten Komponenten zum geringen Preis. Inzwischen ist Archos fast überflüssig geworden - hochwertig verarbeiten tun die immer noch nicht, die Software von Archos ist teilweise eine Frechheit und wirklich sinnvoll zusammengestellt sind die Hardware-Feinheiten auch nur selten.

Eines der ersten von mir getesteten Android-Tablets war von Archos, damals lobte ich noch den Preis und den Mut mit einem vergleichsweise günstigen Tablet den damals noch sehr unbekannten Android-Markt zu pushen. Mängel waren damals schon an der Tagesordnung (anfangs nur Archos-Store-Zugriff, Spaltmaße aus der Hölle, viel zu langes Festhalten an resistiven Displays, geringe Performance ebenfalls aus der Hölle inkl. "Angry Birds ruckelt erbärmlich), fielen aufgrund des Preispunktes aber teils unter den Tisch.

Heute sollte man angesichts des Überangebots teilweise wirklich guter Android-Talets aber nicht mehr so leicht zufriedengeben. Und das Gamepad 1 ist im Herzen immer noch ein billig verarbeitetes Chinatablet mit miesem Display, ungenauen Controllern und zickiger Software. Zumindest war es das in den drei Monaten bei mir - habs ursprünglich für meinen Sohn gekauft, dann aber auch ein paar Tests draus fabriziert, da Archos sich sehr konsequent weigert, Testmuster an mich zu verschicken.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10740 - 10. Oktober 2013 - 15:23 #

Ich hab selber zwei N7 Tablets. Hätte jetzt nicht gedacht das es so schlimm ist mit Archos.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 15:49 #

Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viel eigentlich überflüssigen Plastikmüll in der Hand gehabt um da noch gute Worte zu finden. Scheint ja eine Klientel für die Dinger zu geben. Allerdings, wer einmal ein Nexus 7 in der Hand hatte, wird damit halt eh nicht mehr glücklich.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5928 - 10. Oktober 2013 - 11:34 #

Und letzte Woche sollte noch ein ähnlichen Projekt über indiegogo finaziert werden - mit schlechterer Ausstattung zum gleichen "early adopter" Spezialpreis...

Interessantes Teil, leider ist die Mail400-GPU nicht mehr ganz so zeitgemäß.

PS: Zwei kleine Fehler im Text: Es ist Android 4.2 installiert (ist halt doch schon ein gewisser Unterschied) und die Technologie zum drahtlosen Übertragen von Bilder heißt "WiDi" (halt von Wireless Display).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 12:36 #

Android 4.2: Stimmt, wird korrigiert, mein Fehler.
Wireless Display: Theoretisch hast du recht, Archos schreibt aber selbst von "WiFi Display" - und bevor die sich mal wieder nen eigenen Pseudostandard zurechtfrickeln und eben nicht WiDi unterstützt wird, habe ich die Bezeichnung aus der Pressemitteilung übernommen..

gar_DE 16 Übertalent - P - 5928 - 10. Oktober 2013 - 14:44 #

Okay, laut der Webseite wird des WiDi, da der Fernseher das ja auch können muss, wäre ein eigener Standard auch rausgeschmissenes Geld.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2013 - 15:10 #

Ich glaube ja auch, dass es sich schlicht um WiDi handelt. Aber: Bei Archos weiß man nie, wofür die ihr Geld sinnlos rausschmeißen ;) .

Lipo 14 Komm-Experte - 2077 - 10. Oktober 2013 - 15:26 #

Schaut aus wie ein XXXXXL Game Boy Adance ;)

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