David Cage: "Niemand kann bestimmen, was ein Spiel ist"

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9. Oktober 2013 - 9:55 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Heute erscheint mit Beyond - Two Souls (GG-Test) das neue Spiel von David Cage offiziell im deutschen Handel. Aber ist es überhaupt ein Spiel? Darüber herrschen die unterschiedlichsten Ansichten. Der Chef von Quantic Dream selbst findet, dass es eigentlich niemanden gibt, der überhaupt befugt ist, den Begriff Spiel festzulegen. Cage sagt:

Niemand darf definieren, was ein Videospiel ist oder was es zu sein hat; niemand hat diese Macht. [...] Ein Videospiel kann so unterschiedlich sein. Angry Birds ist ein Spiel, Call of Duty ist ein Spiel, World of Warcraft ist ein Spiel, Gone Home ist ein Spiel. Wer kann entscheiden, 'du bist ein Videospiel', 'du bist kein Videospiel', 'du bist nicht Teil dieser Familie'? Lasst uns dieses Medium jedem öffnen, der andere Vorstellungen davon hat. Es ist großartig zu sehen, wenn Leute versuchen Spiele zu machen, in denen Schießen nicht der Hauptbestandteil ist.

Ferner bekundet der französische Spielemacher, dass ihn die Haltung mancher Spieler traurig stimmt.

Manche Leute denken sehr konservativ über das Medium – und das ist manchmal frustrierend.

Von seiner Art, Spiele zu machen, dürfte sich Cage, der für sein großes Selbstbewusstsein bekannt ist, in Zukunft wohl kaum abschrecken lassen, obwohl gerade die internationalen Wertungen von Beyond - Two Souls weit auseinander gehen. Immerhin war das – wenn auch nicht ganz so extrem – schon bei seinen vorherigen Spielen wie Heavy Rain oder Fahrenheit der Fall – und auf Spielerfeedback sollte man eh nicht zu viel hören, um nicht noch zum Marketing-Mensch zu werden.

Außerdem haben David Cages Spiele offenbar genügend Erfolg am Markt, um einen Budget-Geber für kommende Projekte zu bekommen. Wie ein solches genau aussehen könnte, ist aktuell nicht absehbar. Cage selbst betonte aber, dass es ganz anders sei als Beyond (wir berichteten). Cages nächstes Projekt, das sich bereits in der Entwicklung befindet, soll angeblich etwas mit dem Roman The Singularity is Near von Ray Kurzweil zu tun haben (wir berichteten), der schon als Grundlage für die Techdemo Kara herhielt. Was auch immer hinter dem Projekt stecken mag, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erneut exklusiv bei Sony erscheinen. Shuhei Yoshida, President of SCE Worldwide Studios, bekundete via Twitter zumindest wohl nicht zufällig, dass er nach den ersten Eindrücken schon sehr gespannt auf Quantic Dreams kommendes Spiel sei.

immerwütend 21 Motivator - P - 28949 - 9. Oktober 2013 - 10:09 #

"auf Spielerfeedback sollte man eh nicht zu viel hören, um nicht noch zum Marketing-Mensch zu werden."

Und ich dachte immer, die Marketing-Menschen hören eben NICHT auf die Spieler...

Dennis Kemna 15 Kenner - P - 3850 - 9. Oktober 2013 - 10:13 #

Du darfst jetzt aber nicht alle mit EA über einen Kamm scheren! ^^

flock (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:29 #

Das hat aber David Cage gesagt, nicht EA.

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:40 #

Das ist so ein bisschen wie Saddam Hussein. Das böse Marketing ist immer das, das einen Entwickler an bestimmten Entscheidungen hindert und dem man dann im Zweifelsfall die Schuld zuschieben kann.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11218 - 9. Oktober 2013 - 11:13 #

Was ein ziemliches Oxymoron wäre...^^

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 9. Oktober 2013 - 19:44 #

Geben denn Fokusgruppen nicht auch Feedback? ;)

Sciron 19 Megatalent - P - 15764 - 9. Oktober 2013 - 10:11 #

Eigentlich ist die Frage recht einfach zu beantworten. Jeder Spieler entscheidet für sich selbst, was ein Spiel ist und was nicht bzw. ob ein Titel genug spielerische Elemente bietet und ein Kauf für ihn damit zu rechtfertigen ist. Diese Frage konnte man sich aber auch schon vor 30 Jahren bei Dragon's Lair stellen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 9. Oktober 2013 - 10:18 #

Also wenn der Spieler entscheidet, dann werden Candy Crush Saga und Farmville hier zu wenig Beachtung geschenkt.

Dennis Kemna 15 Kenner - P - 3850 - 9. Oktober 2013 - 10:20 #

"auf Spielerfeedback sollte man eh nicht zu viel hören, um nicht noch zum Marketing-Mensch zu werden."

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 9. Oktober 2013 - 10:29 #

Deswegen lese ich auch keine Tests mehr, sondern spiele einfach. ;-)

Sciron 19 Megatalent - P - 15764 - 9. Oktober 2013 - 10:34 #

Es geht darum, dass Cage so viel auf falsch verstandenen Künstler machen kann wie er will, aber wenn ein großer Teil der Spieler nicht bereit ist, für einen interaktiven Film Geld auszugeben, dann ist seine Spiel-Definition am Ende egal. Die Leute zu ihrem Glück zwingen bzw. von oben herab belehren zu wollen, hat noch nie sonderlich gut funktioniert.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 9. Oktober 2013 - 10:41 #

Kennst du denn bereits die Verkaufszahlen von Beyond? Heavy Rain hatte meines Wissens nach, ziemlich gute.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 9. Oktober 2013 - 10:55 #

Das wurde auch ohne Ende gehypted. Bei Beyond habe ich mehr kritischen Stimme gehört, die vor allem David Cages' ständiges Gelaber von "Innovation" und "so werden Spiele der Zukunft aussehen" kritisch hinterfragt haben, da er mit Fahrenheit und Heavy Rain zwei doch sehr ähnliche Spiele abgeliefert hat die was die Spielmechanik angehen nicht unbedingt die Spitze der Innovation sind. Das dürfte auch die im Schnitt niedrigeren Wertungen von Beyond erklären.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 9. Oktober 2013 - 10:58 #

Heavy Rain hatte 2 Mio Verkäufe, geplant waren 200.000-300.000. Ich bin mir sicher, dass auch Beyond ein großer Erfolg werden wird. Die meisten Leute kümmern sich um sowas wie Spielkritiken doch überhaupt nicht.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15092 - 9. Oktober 2013 - 11:44 #

Womit du leider Recht hast. Bestes Beispiel Sim City.

Kookser 12 Trollwächter - 1064 - 9. Oktober 2013 - 13:58 #

Bei Heavy Rain überstieg aber das von Sony finanzierte Marketing die Produktionskosten QDs um mehrere Millionen. Ohne das böse Marketing von Sony hätte Heavy Rain vermutlich auch schon mit den 200.000 - 300.000 Probleme, denn so gut wie der Hype ist das Spiel nun auch wieder nicht.

Bei Beyond hat man sich mehr oder weniger bekannte Schauspieler geholt, die das Marketing übernehmen. Irgendjemand wird sich das Spiel bei der großen Basis und den Spätkäufern schon kaufen.

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:56 #

Man kann immer eine Definition abgeben, was ein Spiel ist, wenn man sich dem Thema nur entsprechend annähert. Die simpelste Definition eines Videospiels ist, dass es ein Spiel ist, das ein Display braucht. Definitionen kommen üblicherweise von oben.

Was natürlich nicht funktioniert, wenn man behauptet, jemand ohne Staatsbürgerschaft sei kein schützenswerte Person im Sinne des Gesetzes und genösse daher nicht diesselben Menschenrechte. Die Menschenrechte rangieren über der Staatsangehörigkeit, das ist demnach eine Argumentation von unten und in vielen Fällen fehleranfällig.

Dennis Kemna 15 Kenner - P - 3850 - 9. Oktober 2013 - 10:11 #

Das Problem ist meiner Meinung nach dass, die Menschen "Spiel" immer mit infantiler Unschuld in Verbindung bringen. Der Aspekt des damit immer verbunden Lernprozesses wird dabei meist außer Acht gelassen oder falsch interpretiert. Es wird immer gern vergessen das, das Spiel als solches ein Ablauf ist der den Beteiligten einen anderen Zugang zu einem Thema verschafft. Es ist eigentlich kein Unterhaltungsmedium sondern eine Form von Informationsverarbeitung. Und wenn es nur das sensitive Verständnis der eigenen Umwelt vermittelt….

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:44 #

Das mag für Deutschland gelten, im angelsächsischen Raum ist das bspw. schon wieder was anderes. Verglichen dazu ist der deutschsprachige Raum wenig bedeutend.

Fabowski (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:13 #

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1414 - 9. Oktober 2013 - 10:58 #

Das ist zwar prinzipiell richtig, kann man aber leider nicht automatisch immer und überall drunter schreiben.

Grinzerator (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 10:23 #

Ich halte es diesbezüglich mit Sid Meier: "Games are a series of interesting decisions." Und da scheint Beyond kaum reinzupassen, was ich schade finde. Bei Heavy Rain hats noch ganz gut funktioniert.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12751 - 9. Oktober 2013 - 10:25 #

Für mich ist ein Videospiel eher schlicht: Ein Programm was nicht zur Arbeit gedacht ist, sondern für den Zeitvertreib und eben Aktionen vom Benutzer verlangt.

Das unterscheidet es eben auch vom Film, denn da kann man als Nutzer keine Aktionen durchführen.
Und ein Film wo man während des Film knöpfe auf der Fernbedienung drücken kann um den Verlauf des Filmes zu ändern, haben für mich auch eher was von einem Videospiel ^^.

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 11:02 #

Gibt auch Serious Games, Lern- und Planspiele, die im schulischen oder Arbeitsumfeld eingesetzt werden. Von der Mechanik her sind es ebenfalls Spiele, lediglich der Anlass unterscheidet sich von dem der Freizeitspiele.

Bestes Beispiel für ein professionelles Berufsspiel ist Fußball. Ob für einen eSportler Counter Strike oder Starcraft noch reiner Zeitvertreib ist?

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 9. Oktober 2013 - 10:35 #

Nettes Ausweichmanöver, bitte 10 Cent ins Phrasenschwein. Hauptsache man muss sich nicht mit der Kritik am eigenen Werk auseinandersetzen, nicht wahr Herr Cage? ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18733 - 9. Oktober 2013 - 21:33 #

Kritik? Welche Kritik denn? Wie könnte jemand an der unfehlbahren Qualität von aneinandergereihten QTE's als spielerisches Element zweifeln oder gar Kritik üben? ^^

Stubbant 10 Kommunikator - 445 - 9. Oktober 2013 - 11:13 #

Ich Frage mich was für einen Komplex der Gute bezüglich Waffengewalt in Videospielen hat. Ich kann sein Gelaber "wir wollen zeigen dass es Spiele gibt in denen Schießen nicht der Hauptbestandteil ist" nicht mehr hören. Als ob es kein anderes Genre als Egoshooter gäbe...
Und zum Thema Spiel/kein Spiel: Ich finde ja interaktive Filme langweilig und für mich ist der spielerische Aspekt einfach zu gering. Wenn seine Spiele Erfolg haben, schön für ihn. Ich konnte z.B. Fahrenheit nichts abgewinnen und die große Innovation, die angeblich in seinen Spielen stecken soll hab ich noch niht gefunden. Klar, Story-technisch sind die Spiele wirklich gut (zuminstest soweit ich das beurteilen kann), aber das hätte man auch mit einer größeren spielerischen Tiefe verbinden können.

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 11:35 #

Man könnte bösartiger auch sagen, mit mehr Spielprinzip könnte Cage den Spieler nicht mehr dazu zwingen, genau das zu erleben, was er ihm vorsetzen möchte. Letztlich geht es Cage vor allem darum, seine Vision möglichst ohne Kompromisse zu vermitteln. Sandbox-Spiele wie GTA versuchen dagegen, jedem Spieler wesentlich individuellere Erfahrungen zu ermöglichen.

Letztlich lohnt sich der Streit nicht. Sturer Frontalunterricht hat genauso seine Anhänger wie die Waldorfschule. Es wird immer Leute geben, die einen Führer gegenüber der ständigen Beschäftigung mit sich selbst bevorzugen oder vielleicht auch mal Urlaub vom bekannten Schema suchen. Letztlich repräsentiert Cage auch das Marktsegment derjenigen, die nicht mit den komplizierten Inputmethoden der Corespiele zurechtkommen. Gibt viele, die sind einfach nicht in der Lage WASD zu nutzen. Die Handkoordination ist für Ungeübte zu kompliziert. Gamecontroller sind auch nicht besser. Sobald es hektisch wird und bspw. die Richtungskontrollen mit zusätzlichen Befehlen kombiniert werden müssen (Springen, Schießen, Nachladen, Heilung, etc.) wird es für viele zu schwierig.

Dass hochwertige produzierte Titel wie die von Cage dann auch entsprechende Nutzer finden, zeugt doch eher von der Verbreiterung des Markts. Allerdings wird er im Vergleich zum Gesamtmarkt wohl immer einen Randbereich besetzen. Das neue CoD-Killerfranchise wird er wohl nie entwickeln und auch nicht eine branchenumwälzende Renaissance der Interaktiven Filmen einläuten.

Darth Spengler (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 12:17 #

Da sollte er aber mal ein ernsthaftes Wort mit Nachtfischer. sprechen. ^^

Arparso 15 Kenner - 3025 - 9. Oktober 2013 - 12:21 #

Das halte ich nach wie vor für die völlig falsche Diskussion. Klar kann man sich darüber unterhalten, ob Heavy Rain, Beyond oder auch Dear Esther oder The Walking Dead noch echte Spiele sind und genug Interaktivität anbieten... aber diese Frage beeinflusst nicht wesentlich, wieviel "Spaß" ich beim Erleben oder Spielen dieser Werke erfahre bzw. wie sehr mich diese Titel fesseln können.

Cages bisherige Werke scheiterten für mich vor allem daran, dass ich Cage für keinen guten Autor halte. Wo ein Fahrenheit in völlig absurde Fantasy-Maya-Prophezeiungs-Science-Fiction-Apokalypse-Fantasien abdriftete, steckte ein Heavy Rain voller Plot Holes und uncharismatischer Charaktere mit unglaubwürdigen Handlungsbögen. Beyond kann ich noch nicht abschätzen, aber auch hier wurden in vielen Tests die dürftige Story angekreidet.

... und das läuft völlig unabhängig von der ganzen "Ist das noch ein Spiel?"-Diskussion, die mich nicht die Bohne interessiert, die Cage aber immer gerne zur Selbstverteidigung heranholt. Frei nach dem Motto: "Gefällt den Kunden und Kritikern mein Produkt nicht, haben sie's einfach nicht verstanden / sind zu doof dafür." Das war noch nie ein gutes Gegenargument :(

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 9. Oktober 2013 - 12:51 #

Grundsätzlich hat er natürlich recht, das definiert jeder für sich selbst und das kann keiner für einen entscheiden was man noch als Spiel sieht und was nicht. Dies aber genau jetzt so sagen wo viel Kritik zu seinem Spiel aufkommt, klingt es, auch wenn berechtigt, reichlich defensiv.

Srefanius 09 Triple-Talent - 278 - 9. Oktober 2013 - 14:20 #

Die Frage ob etwas ein Spiel ist oder nicht ist vollkommen egal. Wenn mich Sachen wie The Walking Dead oder die Spiele von Quantic Dream gut unterhalten, ist doch alles super. Die einzige Prämisse ist doch, ob es Spaß macht, egal ob es jetzt Film oder Spiel oder was dazwischen ist.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 9. Oktober 2013 - 14:45 #

einwerfen könnte man hier aber das Filme üblicherweise 10-20€ kosten und Spiele 50-70€

Ich zumindest würde mich nach den 10 Stunden fragen: Ich wurde gut unterhalten, aber würde ich auch 70€ gut unterhalten?

Nicht falsch zu verstehen, ich geb ne Menge Geld für Spiele aus und hab auch kein Problem damit manche Steamspiele nur mal für eine Stunde anzuspielen, wenn ich die für 2€ bekommen hab, da stimmt die Preis-Leistung für mich immer noch. Hier bin ich aber nicht so sicher.

Nokrahs 16 Übertalent - 5684 - 9. Oktober 2013 - 14:23 #

Cage hört sich enttäuscht an. Kann ich nach der jahrelangen Arbeit an "BTS" verstehen. Er ist eben stolz auf sein "Werk" und hat insgesamt wohl auf besseres Feedback gehofft.

Meinen Segen für mehr Projekte im Stil von "BTS" hat er auf alle Fälle. Hoffe er bleibt weiterhin seiner Linie treu und füllt weiterhin diese "interactive Movie" Nische. Bei Cage würde es mich aber auch nicht wundern, wenn das nächste Projekt etwas vollkommen anderes wird, da er in diversen Interviews schon erzählt hat, dass er nicht auf der Stelle treten möchte und einfach nur seine Ideen umsetzt.

Name (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 15:07 #

Das unangenehme an Cage ist, er fällt in die Kategorie bissiger Chihuahua. Ein liebevolles Schoßtier, aber wenn er nicht die Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt, die er sich erhofft hat, dann verbeisst er sich durchaus mal in dein Hosenbein. Man könnte auch sagen, Cage bevorzugt es, extern zu attribuieren. Meiner Meinung nach hat er eine unangenehme, divenhafte Art, mit Gegenmeinungen umzugehen. Er versucht nicht wirklich, sich zu erklären, sondern wirkt einfach recht schnell beleidigt und stellt seine Kritiker als ignorant, konservativ oder beschränkt dar.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 9. Oktober 2013 - 15:04 #

Die Frage ist einfach zu beantworten. Bin ich eher Akteur oder Zuschauer? Eher aktiv beteiligt oder passiv? Muss ich eine Wegstrecke selbst "bewältigen" oder werde ich wie auf Schienen ans Ziel geführt? Kann ich scheitern wenn ich mir keine Mühe gebe oder habe ich praktisch nix zu befürchten egal was ich tue?
Trifft bei sämtlichen Fragen eher das Erstere zu, dann ist es ein Spiel, trifft eher eher Zweiteres zu, dann ist es eher ein (interaktiver) Film und ich glaube bei Beyond - Two Souls trifft eher das Zweite zu. Gibt auch ne Genrebezeichnung mit denen sich interaktive Filme definieren lassen, heißt Visual Novel und trifft genau auf die Titel von Cage zu.
Wenn es ihn stört, dass die Leute seine "Spiele" nicht als Spiele ansehen, dann sollte er lieber etwas entwickeln in dem der Spieler wirklich Akteur ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9811 - 9. Oktober 2013 - 16:33 #

auch wenn ich hier den kommentaren zustimmen will, dass diese frage ob es sich um ein spiel handelt oder nicht, die gar nicht relevante ist, will ich trotzdem der aussage cages widersprechen.
man kann natürlich sehr klar den begriff spiel bzw videogame definieren. der punkt ist doch eher bei dieser kritik, dass diese spezifische genre auf kritik stößt. schon in den 90'er mit dem aufkommen der cd-roms hat sich dieses genre relativ schnell abgenutzt.
schlussendlich nutzen sich diese interaktiven film spiele zu sehr ab und reizen in sachen spielmechanik nicht, was für viele spieler eine der grundlegenden motiviationen ist, sich überhaupt mit dem medium zu beschäftigen.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 9. Oktober 2013 - 16:41 #

Für mich ist Beyond wie auch Heavy Tain ein Spiel, ein anderes als sonst aber definitiv eins und ein verdammt gutes, ich hab enorm viel Spass und bin zufrieden.

FPS-Player (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 16:47 #

"Niemand darf definieren, was ein Videospiel ist oder was es zu sein hat; niemand hat diese Macht. "
Watt? Aha....was ist den das für ein Unsinn? Ein Videospiel ist ein 'Spiel', weil es auf einer Konsole (oder dem PC) läuft und man den Protagonisten selbst (als Spieler) steuert. Fertig. Was gibt es da nicht zu definieren?
Wenn es jetzt eine Diskussion um die Erhebung in den Adelsstand >Kunst< gewesen wäre, dann hätte ich vielleicht nichts gesagt, aber ein Spiel definiert sich bereits selbst als solches. Auch wenn es ggf. mehr Zwischensequenzen als spielbare Abschnitte hat - solange der Konsument/Spieler noch irgendetwas selbst machen muß, ist es ein Spiel.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9811 - 9. Oktober 2013 - 17:16 #

so einfach ist es auch nicht. demnach wären anwendungsprogramme zB die elektronische ausgabe eines lexika auch spiele. schließlich muss der "spieler" hier irgendetwas selbst machen (wie suchbegriffe eingeben und auf hyperlinks klicken), sonst passiert ja nix.

FPS-Player (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 17:51 #

Bei einem Anwenderprogramm 'spielst' du aber keinen Protagonisten (wie ich oben schon schrieb). Da bist du nur ein User.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9811 - 9. Oktober 2013 - 18:30 #

kommt ganz darauf an. das kannste schon bei manchen programmen als protagonisten bezeichnen. und wenns nur ein auswahlmenü in einem dreidimensionalem raum ist. nacher ist ein film wo der zuschauer die perspektive einer person einnimmt auch ein spiel. also so einfach kann mans sich nicht machen.

FPS-Player (unregistriert) 9. Oktober 2013 - 18:42 #

Ich denke eher, du denkst zu kompliziert ;)

Arparso 15 Kenner - 3025 - 9. Oktober 2013 - 21:51 #

Auch bei vielen Strategiespielen, Puzzle oder Casual Games gibt es keinen Protagonisten. Oder man denke an Manager-Spieler, bei denen man sich die ganze Zeit auch nur durch Tabellen und Listen klickt, ohne irgendeinen greifbaren Avatar direkt zu steuern.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 9. Oktober 2013 - 19:34 #

Sorry, aber so revolutionär sind seine Spiel nicht.
Im Grunde einfach Adventures ohne Rätsel.
Ein Gemini Rue ist besser als jedes seiner Spiele.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 10. Oktober 2013 - 0:15 #

Lustig, dass Du ein Wadjet-Eye-Adventure erwähnst. Als Jörg und Heinrich in der SdK die Prämisse des Spiels umrissen, musste ich spontan an die Blackwell-Spiele denken.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12857 - 9. Oktober 2013 - 20:23 #

Naja nach Heavy Rain finde ich die Spieler die über das fehlende Spiel in Beyond komisch. War doch klar das es kein klassisches Spiel wird.

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