App der Woche: The Cave
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Jörg Langer 337892 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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4. Oktober 2013 - 14:34 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Ein neues Monkey Island ist es nicht geworden, aber ein sehr schönes Puzzle-Jump-and-run mit starken Adventure-Elementen und hohem Wiederspielwert: Ron Gilberts The Cave kassierte in der PC-Fassung einiges Lob (GG-Test: 8.0, User-Schnitt: 7.8) und war uns auch einen ausführlichen Guide wert. Nun ist die iOS-Fassung erschienen, die ab einen iPhone 4S, iPod Touch 5 oder iPad 2 läuft. Der Download verschlingt etwa 1,3 GB auf eurem Gerät, der Preis erscheint mit 4,49 Euro sehr fair.

Das gleiche Spiel
Geboten wird exakt inhaltlich das gleiche Spiel (wiederum nur mit englischer Sprachausgabe und deutschen Texten) wie auf PC und Konsole, sodass euch hier eine Kurzbeschreibung zur Wiederauffrischung reichen muss: Ihr steuert einen Dreiertrupp, den ihr aus sieben potenziellen Mitgliedern zusammenstellt. Jeder der sieben Helden (ein Zwillingspaar zählt als eins) will aus einem ganz bestimmten Grund in The Cave, einer sprechenden, hinterlistigen Höhle. Der Ritter etwa will das sagenumwobene Schwert Excalibur finden, der Mönch zum Meister werden (was übrigens nur geht, wenn die Stelle vakant ist...), und so weiter. Jede Figur bringt eine Spezialfähigkeit mit, die euch in bestimmten Situationen alternative Lösungen erlaubt, außerdem gibt es pro Figur einen Speziallevel, den das Trio nur mit ihr betreten kann.
Durch Antippen der drei Kreidesymbole links unten schaltet ihr zwischen den Figuren um, auch mit Objekten oder Personen interagiert ihr durch Antippen.

Das Spiel ist im Prinzip ein Adventure mit Sprungelementen, bei einem Tod wird der entsprechende Unglücksrabe einfach zum letzten Wiederbelebungspunkt zurückgesetzt, der oft sehr nahe ist. Jede Figur kann genau einen Gegenstand tragen, dennoch sind schöne Kombinationsrätsel enthalten, die oft auch das Zusammenspiel von zwei oder drei Helden erfordern, teils auch unter Zeitdruck. Demensprechend dürft ihr jederzeit zwischen den drei Helden wechseln, müsst aber dummerweise oft die beiden anderen einzeln manuell nachfolgen lassen, wenn einer vorausgelaufen ist. Für den ersten Durchlauf werdet ihr, je nach Spielweise, Kombinationsgabe und gewählten Figuren (die Speziallevel sind unterschiedlich lang) zwischen fünf und acht Stunden brauchen, bei etwaigen weiteren Durchläufen mit anderen Figuren weniger lang.

Die Steuerung
Das erste größere Rätsel gibt es noch im Prolog zu lösen: Wie bekommen wir das Großmonster so an den Haken?
Aber wie sieht es nun mit der Bedienung aus, dem einzigen wesentlichen Unterschied? Die ist in der Theorie sehr gut gelöst: Entweder tippt ihr auf die Figur und lasst dann den Finger auf dem Display und zieht ihn nach links oder rechts, woraufhin sie in die entsprechende Richtung marschiert. Oder ihr tippt einen Punkt auf dem Bildschirm an. Ist dieser ohne Sprung erreichbar beziehungsweise nach dem anfänglichen Sprung, den ihr mit dem Tippen auslöst, bewegt sich eure Figur dorthin – andernfalls springt sie in diese Richtung. Springen löst ihr alternativ durch kurzes Wischen aus. Gegenstände nehmt ihr durch Klick auf und legt sie durch Doppelklick ab. Ebenso lasst ihr beispielsweise eine Figur von einem Vorsprung runterfallen, indem ihr sie kurz antippt. Wollt ihr also eine Kiste ziehen, reicht es, hinzulaufen und sie kurz anzutippen, dann lasst ihr den Finger auf dem Touchscreen und zieht ihn zum Beispiel nach links.

Jetzt aber zur Praxis: Es wird zwar Multitouch erkannt, sprich, ihr könnt mit dem linken Finger rennen und mit dem rechten wischen, um dabei zu springen, aber uns lief dadurch doch manches Mal ein wackerer Held zu weit und fiel irgendwo runter, oder wir brauchten zwei Anläufe, bis er auf einem Felsblock stehen blieb, statt gleich wieder runterzuhüpfen. Keine Probleme hatten wir damit, immer den Zielpunkt anzuklicken. Was damit beispielsweise sehr gut klappt, ist das Antippen von Vorsprüngen beziehungsweise einer Stelle kurz danach: Im ersten Fall wird eure Figur hoch zum Vorsprung springen und sich dort festhalten, im zweiten Fall sich gleich auch noch hochziehen.

Grafisch steht die iOS-Fassung der "großen" schon etwas nach, aber nicht so, dass es stören würde (oder auf dem iPhone-Screen wirklich erkennbar wäre). Die Performance geht jedoch auf unserem iPhone 4S bei schnellen Animationen – etwa dem anfänglichen Fall von der Brücke in die eigentliche Cave – merklich in den Boden. Im Spiel selbst fanden wir die teilweise auftretenden leichten Ruckler nicht störend. Optimal sind vermutlich iPad 3 oder iPhone 5.

Je nach Situation zoomt die Kamera auch mal weit raus.


Unser Fazit
The Cave ist auch in der iOS-Fassung ein schönes, wenngleich nicht überragendes Spiel, vor allem aufgrund des Erzählstimmen-Humors sowie der sieben Spielfiguren. Andererseits nervt wie auf dem PC das ständige "Nachziehen" der beiden gerade nicht aktiv gespielten Figuren.

Obwohl wir klar dazu raten, The Cave auf dem iPad zu spielen, bei dem die meisten unserer Kritikpunkte bei der Bedienung nicht oder weniger stark zutreffen, gehört es doch zu den wenigen "großen" iOS-Spielen, die man auch auf dem iPhone mit Genuss erleben kann. Besitzer zittriger Wurstfinger sollten aber dann doch im Vergleich zur teureren PC-Fassung greifen, wenn sie kein iPad besitzen.
  • Preis am 4.10.2013: 4,49 Euro (iOS)
  • Puzzle-Jump-and-run
  • ca. 1,3 GB (ab iPhone 4s / iPad 2)
  • In-App-Käufe: Nein
1000dinge 15 Kenner - P - 2969 - 4. Oktober 2013 - 15:07 #

Habs gestern gekauft und kurz angespielt (iPad4), finde die Steuerung nicht besonders eingängig. Möglicherweise gibt sich das mit ein bisschen mehr Training.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 337892 - 4. Oktober 2013 - 17:39 #

Ich kann nur empfehlen, immer direkt den Zielort anzutippen, aber immer in relativ kleinen Schritten (maximal halbe Bildschirmbreite, eher weniger). Damit ging's ganz gut bei mir.

1000dinge 15 Kenner - P - 2969 - 13. Oktober 2013 - 21:48 #

Habs jetzt etwas mehr gespielt und finde die Steuerung echt übel, ich sterbe an manchen Sprüngen 10x bis ich es schaffe. Entweder die Figur springt garnicht oder zum falschen Zeitpunkt. Auch sonst ist die Steuerung nicht besonders präzise und ist der Hauptkritikpunkt in den AppStore Bewertungen. Aus meiner Sicht hätte das durchaus etwas deutlicher im Test gesagt werden können.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 4. Oktober 2013 - 16:06 #

Irgendwie bin ich jetzt noch unschlüssiger als zuvor. Naja, ich warte mal den Preis der (hoffentlich kommenden) Android-Version ab. Wenn der auch so bei 5€ liegt, dann kann man wohl in der Tat nicht viel falsch machen.

Herms 10 Kommunikator - 456 - 4. Oktober 2013 - 19:19 #

Du kannst auch bei 4,50 EUR nicht viel falsch machen.

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