Metro 2033: Autor sieht Fan-Unterstützung skeptisch

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4. Oktober 2013 - 18:17 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Dmitry Alexejewitsch Glukhovsky, der Autor des Romans, auf dem das Videospiel Metro 2033 basiert, ist einer der Redner bei Frankfurt StoryDrive am 11. Oktober während der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlass hat er im Vorfeld bei gamesindustry ein paar Ansichten zur Literatur zum Besten gegeben und stellt seinem Heimatland dabei kein gutes Zeugnis aus:

Russland nimmt ein Sechstel der Erdoberfläche ein, und doch ist es in dieser Hinsicht winzig. Die wirklich interessanten und kreativen Trends kommen nicht aus Russland.

Auch bezüglich der Unterstützung durch Fans der Videospiele sind seine Ansichten eher skeptisch, da diese seiner Meinung nach immer dasselbe wollten:

Online-unterstützten Support der Fans zu haben ist toll, aber nur solange man sich selbst immer wiederholt: Die Fans wollen gewöhnlicherweise mehr vom Gleichen, sie sind konservativ und mögen es nicht, wenn der Autor experimentiert. Willst du etwas Neues probieren, dann schalte einfach die Kommentare aus!

Es ist nicht das erste Mal, dass Glukhovsky mit Kritik von sich reden macht. Auch die Entwicklung von Videospielen im Allgemeinen bekam vor einigen Monaten von ihm ins Stammbuch geschrieben, dass sie sich im Wesentlichen an Idioten richte (wir berichteten). Hinsichtlich des von ihm geschaffenen Universums schätzt er allerdings die auch von Fans aus aller Welt sowie von anderen Autoren beigesteuerten Einflüsse:

Die Metro-Saga wird durch verschiedene mediale Kanäle erzählt – Teile der Geschichte finden sich in Büchern, die ich geschrieben habe, in Videospielen, die auf meinen Romanen basieren, und wiederum andere lassen sich in Büchern anderer Autoren wiederfinden, die für die internationale Buchmarke Universe of Metro 2033 geschrieben wurden. Autoren aus Russland, England, Italien, Kuba, Polen, Deutschland und China schreiben ihre eigenen, ineinander greifenden Geschichten angelehnt an das gleiche kohärente Universum, das ich durch Metro 2033 begründete. Mindestens die Hälfte unserer Autoren, sowohl aus Russland oder aus dem Ausland, sind Fans, die unseren interaktiven Wettbewerb für die beste Geschichte gewonnen haben und nun veröffentlichte Autoren geworden sind.

Wenn ihr die Ausführungen des Romanciers bei Frankfurt StoryDrive live erleben wollt, dann könnt ihr auf dieser Seite Tickets ordern und euch informieren, was dort sonst noch geboten wird.

Name (unregistriert) 4. Oktober 2013 - 21:25 #

Wie, noch kein Aufschrei über die Arroganz des Bücherschreiberlings und das vehemente Pochen auf den eigenen Kreativanspruch? ;)

Ernie (unregistriert) 4. Oktober 2013 - 22:40 #

Komisch ich hätte auch nen Aufschrei erwartet.
Aber mal sehen ob ich das ändern kann ;)
Der sagt ja das gleich wie George Lucas, der sich auch sein recht Star Wars zu ändern, nicht nehmen lässt.
Na!? Jetzt jemand? :)

Lexx 15 Kenner - 3459 - 5. Oktober 2013 - 9:22 #

Star Wars stinkt schon seit vielen Jahren. Ansonsten hat der Metro-Typ im Prinzip recht. Abgesehen davon denke ich, dass das Problem das viele Fans haben eher damit zu tun hat, dass sie den Canon nicht verändert sehen wollen. Neuheiten ja, aber nur solange die ganze Geschichte nicht andauernd umgeschrieben wird.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 5. Oktober 2013 - 11:36 #

Wo er Recht hat. Ich als Fan will immer dasselbe. Zumindest das die guten Punkte behalten werden und es nicht zu verschlimmbesserungen kommt.

Ja Fans sind definitiv Konservativ, das macht sie ja aus.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 5. Oktober 2013 - 19:47 #

Kommt drauf an, ob es Fans eines Werkes oder eines Autors sind. Bin zum Beispiel Riesenfan des Drehbuchautors Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Adaptation, Eternal Sunshine, Synecdoche) und der soll bloß niemals anfangen Fortsetzungen zu machen. Dafür ist jedes neue Werk von ihm auf seine eigene Art zu brillant und experimentell

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 5. Oktober 2013 - 19:49 #

Vielleicht sind die ganzen Aufschreier irgendwo abgelenkt. Vielleicht läuft unter einer anderen News wieder eine Mass Effect 3 Diskussion.

insaneRyu 13 Koop-Gamer - P - 1396 - 5. Oktober 2013 - 11:34 #

Ich finde hier muss man (für Spiele) zwischen zwei Dingen unterscheide: Story und Gameplay. Ja beim Gameplay wollen die meisten nur mehr vom gleichen und wenns zuviel veränderung gibt, dann isses gleich wieder ein weltuntergang. bei der Story kanns dagegen gerne wild hin und her gehen, solange es konsistent bleibt und vor allem keine retcons eingebaut werden. Um beim negativ-beispiel StarWars zu bleiben: Midichlorianer wtf? Wenn aber im zweiten Teil eines Spiels der strahlende Held der immer nur gutes tun will auf einmal zu einer Entscheidung gezwungen wird wo er zwischen schlecht und einem anderen schlecht wählen kann und ihn das pyschologisch beeinflusst dann ist das gut. Würde er wiederum einfach aus arbitraren gründen ohne spielereinfluss auf einmal etwas schlechtes tun: óle shitstorm.

Insgesamt kommt es auch stark darauf an, welche Erwartungshaltung man aufbaut und wie man etwas inszeniert.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 5. Oktober 2013 - 12:19 #

Was würde ich ihm gerne sein Metro 2034 vor die Füße werfen! War das ein Schund :/

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 5. Oktober 2013 - 21:57 #

ich fands gut

Knall-freudiger (unregistriert) 5. Oktober 2013 - 21:35 #

Ich Überschrift ist allerdings schon recht krass.
Zumindest dann wenn man weiß, dass Metro durch Unterstützung von Fans zum dem wurde, was es letzten endes ist.

Und ja, der Mann hat recht.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 5. Oktober 2013 - 23:13 #

Ja, so isses. Man muss sich nur mal die Morddrohungen ansehen, die bei MMORGs nach jedem Patch in den Foren gegen die Entwickler ausgestoßen werden. "You ruined xy!!"

furzklemmer 15 Kenner - 3106 - 6. Oktober 2013 - 16:54 #

Da hat er schon nicht Unrecht. Deswegen sollte man als Publisher immer zweigleisig fahren. Auf der einen Seite die Cashcows für die "Fans" mit denen man dann die Experimente auf der anderen Seite gegenfinanziert. Ubisoft macht das relativ gut, wobei deren neue Marken doch auch sehr gestreamlined sind, aber immerhin. Wenn man sich nur auf die Kühe konzentriert, heißt man schnell EA. Und das will ja keiner, außer EA vielleicht.

Maximilian John Community-Event-Team - 9880 - 6. Oktober 2013 - 21:25 #

Oder Activision. Oder Nintendo. ;) EA ist nicht der Teufel und nicht schlimmer als andere Publisher. Aber im Grunde stimme ich dir zu.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 7. Oktober 2013 - 15:56 #

Er hat recht. Wenn man einen Folgeroman fuer die Fans und deren Erwartungen schreibt anstatt fuer sich selbst, verkauft man als Autor(in) seine Seele. Man muss sich und seinen Ideen treu bleiben. Fan-Feedback ist dabei nur bedingt nuetzlich.
Aehnlich ist es bei Spielen, wobei man (wie oben richtig angemerkt) hier allerdings zwischen gameplay (wo man gewonnene Fans nicht total vor den Kopf stossen sollte) und Story/Inhalten (wo man sich bei der Entwicklung von nichts und niemandem reinreden lassen sollte) unterscheiden muss.

pauly19 14 Komm-Experte - 2492 - 16. Oktober 2013 - 22:12 #

Sehe ich auch so.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33715 - 7. Oktober 2013 - 17:07 #

So gut fand ich das Buch gar nicht, dass man da ein riesen-"Universe" draus machen müsste. Aber egal.

Bezieht er sich jetzt eigentlich auf Fans der Spiele oder seiner Bücher? Denn mit Last Light hatte er doch praktisch nichts zu tun, oder? Das zweite Zitat liest sich so, als ob er sich auf seine eigenen Werke (also die Bücher) bezieht, im Text steht aber "Fans der Videospiele". Ohne bisher die Quelle gelesen zu haben, finde ich das etwas verwirrend.

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