GG-Angespielt: Skylanders Swap Force

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Benjamin Braun 292972 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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27. September 2013 - 12:49 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Sie heißen Wash Zone, Slobber Tooth oder Roller Brawl, haben den Oberkörper eines Adlers und die Tentakel eines Oktopus. Sie besitzen allesamt zig unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen, kämpfen aber für dasselbe Ziel. Das klingt für euch nach dem neusten Film von Uwe Boll? Weit gefehlt: Die Rede ist natürlich von Skylanders, Activisions überaus erfolgreicher Action-Adventure-Serie, die im kommenden Monat mit Skylanders Swap Force in die nächste Runde geht. Neben allen bekannten Spielfiguren könnt ihr im neuesten Ableger auch 16 frische Spielfiguren übernehmen. Das Besondere dabei: All diese Figuren können an der Gürtellinie getrennt und beliebig neu miteinander kombiniert werden. Wir haben das Spiel für euch angetestet und verraten euch, ob das Casual-Spiel damit oder auch in anderer Weise ein höheres Maß an Komplexität erlangt. Immerhin ist Serienchef Paul Reiche III einer der ganz großen Spieldesigner-Pioniere, er schuf etwa Mail Order Monsters oder Archon.

Hochwertiger Casual-König
Skylanders ist ein Phänomen. Obwohl weitere Charaktere nur dann zur Verfügung stehen, wenn die Spieler die dazugehörigen physischen Figuren im Handel erwerben, tut das dem Erfolg der Reihe keinen Abbruch – vermutlich im Gegenteil. Knuffige Bonbon-Comicgrafik, ein sehr einsteigerfreundliches und überaus verzeihendes Spielsystem sowie der unterschwellige, kinderfreundliche Humor ließen die Umsatzzahlen Activisions bisher bei jedem Teil in Sphären aufsteigen, um die sie so mancher andere große Publisher bei seinen teuer produzierten Core Games beneiden würde. Beachtlich ist nicht zuletzt auch der große Anteil an Frauen und älteren Gamern unter den Käufern.

Skylanders Swap Force schlägt exakt in dieselbe Kerbe und präsentiert sich in bunter, effektreicher Optik. Die Engine ist neu und auch fit für die Next-Gen-Konsolen von Microsoft und Sony. Das ist der von uns gespielten Current-Gen-Fassung allerdings auch dezent bei Schattenwürfen, besonders aber bei den Effekten von Zaubern, Brandbomben, Elektroschlägen und ähnlichem in den Kämpfen anzumerken.

Die Umgebungen sind einmal mehr vielfältig und bieten reichlich thematische Abwechslung. Das Gebiet Holzhausen ist etwa vergleichsweise düster gehalten, was nicht erst auf dem nicht direkt als solchen zu erkennenden Friedhof samt Fledermäusen der Fall ist. In der Eisenmaulschlucht betreten wir hingegen eine Wüste und werden von einem Haifisch als Sheriff begrüßt.

Hübsch, vielfältig, simpel
Skylanders Swap Force könnt ihr zwar auch allein spielen, aber im Koop-Modus mit einem Mitspieler macht das Ganze natürlich deutlich mehr Spaß. Ihr seid dabei immer auf einem Bildschirm unterwegs, könnt euch also nur begrenzt weit voneinander entfernen. Aber das solltet ihr ohnehin nicht tun, denn die Kämpfe finden generell auf sehr kleinen Terrains statt. Da werdet ihr dann von mehreren sehr kleinen, ungeschützten Gegnern angegriffen, aber gerne auch von stärkeren, die sich mit einem Schutzschild gegen eure Attacken verteidigen. Bei ihnen müsst ihr den Moment abpassen, in dem der Schild runter geht, um überhaupt attackieren zu können. Ob ihr das dann im Nahkampf, mit Schusswaffen oder auch mit Feuer-, Eis- oder Elektroangriffen macht, bleibt euch überlassen.

Neu in Swap Force sind die Figuren aus zwei Hälften. Hier sind ein Feuerwesen und ein Oktopus verbunden.
Welche Waffen beziehungsweise Angriffstypen ihr einsetzen könnt, hängt einerseits von eurem (jederzeit wechselbaren) Skylander ab. Um einen andere Charakter zu spielen, platziert ihr einfach wie gehabt eine andere Figur auf dem mitgelieferten Sockel – wer will kann dort zusätzlich auch dazugekaufte Supportitems platzieren. Die geben pro Level einmal temporäre Boni wie zum Beispiel eine 50-prozentige Zeitverlangsamung für eure Feinde.

Zum anderen müsst ihr Gegenstände erst freischalten, denn nur ein paar wenige davon stehen von Beginn an zur Verfügung. Die Stärke eurer Ausrüstung und Fähigkeiten hängt dabei auch von bestimmten Artefakten ab, die ihr quer in der Spielwelt verteilt einsammeln könnt. In erster Linie ist es aber eine Frage des Geldes. Das investiert ihr beispielsweise in die Aufwertung eurer Fähigkeiten. So verfügt einer der Charaktere, eine Art Dinosaurier, über eine Fähigkeit, bei der er kleinere Feinde schlucken und dann auf Gegner ausspucken kann.

Ein anderer greift mit einem Feuerangriff an, den ihr mit Upgrades verstärken oder die Wirkungsdauer verlängern könnt. Wenn ihr mit den im Kampf und durch Quests erreichten XP weit genug im Rang aufgestiegen seid, könnt ihr die Spezialfähigkeiten noch stärker spezialisieren. Dann müsst ihr euch allerdings entscheiden, ob ihr lieber einen Feuerwand-Flächenangriff oder doch lieber eine mächtige Distanzattacke haben wollt. Zusätzlich könnt ihr für eure Charaktere Items wie Hüte auswählen, um den ausgeteilten Schaden zu erhöhen oder eure Widerstandfähigkeit zu erhöhen. Die könnt ihr kaufen, aber auch in der Spielwelt finden. Lediglich finden lassen sich wiederum Kristalle, die meist temporäre Boni verleihen. Die 16 neuen Figuren, die aus zwei Teilen bestehen, sind bei den Levelaufstiegen besonders: Die beiden Teile steigen nämlich unabhängig voneinander im Level auf. Habt ihr also häufig den unteren Körperteil der einen Figur in Verwendung, wechselt aber regelmäßig die obere Körperpartie, hinkt letztere der anderen immer hinterher.
Bonus-Minispiele wie diese sind minimal anspruchsvoller als der Rest des Spiels. Ihr müsst für sie aber die Figur aus einer bestimmten Kategorie haben.
Komplexes System, leichte Handhabe
Auch wenn das Charaktersystem auf den ersten Blick recht komplex klingt, zeigt Skylanders Swap Force in der Praxis, dass es sich um ein casuallastiges Spiel handelt. Sterben kann man im Spiel nicht. Stattdessen werden die Charaktere müde und müssen sich ausruhen, wenn die Lebensenergie auf null sinkt. Das kann zwar durchaus mal passieren, insbesondere wenn die späteren Levels mit einem noch nicht allzu stark hochgelevelten Charakter betreten werden. Aber selbst für die findet ihr in den Levels im Regelfall genügend Nahrung, um die Lebensenergie wieder aufzufrischen. Dass sich das Spiel mindestens auch an Einsteiger richtet, zeigt sich auch in der Spielgeschwindigkeit. Es passiert zwar ziemlich viel auf dem Bildschirm, wobei es durch die nicht frei drehbare Kamera manchmal sogar ziemlich unübersichtlich werden kann, aber so viel Ruhe in den Kämpfen wie in Skylanders hat man etwa in einem Darksiders 2 (GG-Test: 9.0)nicht. Und auch der überlegte Einsatz von Waffen und Fähigkeiten wie in einem God of War ist nicht erforderlich. Wer stumpf auf die drei Angriffstasten drückt, kommt notfalls auch so weiter.
Minimal anspruchsvoller wird es allerdings bei den Bosskämpfen und Challenges. Einer davon begegnet uns beispielsweise in einer Art Panzer, mit dem er immer wieder auf uns zurast – auch hier natürlich mit großzügig bemessener Vorbereitungszeit für den Spieler. An den Wänden der Arena befinden sich Pfahlfallen, vor denen ihr euch entsprechend positioniert und im rechten Moment aus dem Weg geht. Der Boss rammt also dagegen und verliert für einige Sekunde seine Panzerung, was ihn angreifbar macht.

Das müssen wir einige Male wiederholen, und schon ist der Fiesling ziemlich handzahm – oder wie es im Skylanders-Jargon heißt, er ist dann entfiesifiziert. Bei den Challenges, die oft nur bestimmten Kategorien von Skylanders offenstehen, wie zum Beispiel Elementarwesen der Marke Holzriese, wird es ebenfalls etwas anspruchsvoller. Da müsst ihr etwa einen Parcours im Flug absolvieren, durch Ringe hindurchfliegen und Minen ausweichen. Dabei den Timer zu besiegen und nicht zu viel Lebensenergie zu verlieren, ist auch nicht sonderlich schwierig, aber zumindest nicht ganz so leicht wie der Rest des Spiels.
Der Slobber Tooth ist eine Art Dinosaurier. Er kann manche Gegner schlucken und dann auf andere spucken. Nette Ideen wie diese gibt es viele in Skylanders.
Ausblick: casual, aber gut
Skylanders Swap Force folgt der Tradition der Vorgänger. Es ist überaus einsteigerfreundlich, humorvoll und sieht dabei auch noch sehr nett aus. Das System im Hintergrund wirkt komplexer als das Spiel letztlich ist, weshalb wir auch dem neuesten Teil den Begriff Casual anheften müssen. Wir meinen das aber gar nicht abwertend, denn die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Spiel erfüllt Swap Force: Es macht (gerade im Koop-Modus) einfach Spaß! Und das gilt auch für Core-Gamer, wenn sie mal zur Abwechslung entspannter spielen wollen, anstatt sich ständig herausfordern zu lassen. Das Einzige, was uns am Spiel stört, sind die Bonusbereiche, die nur mit bestimmten Spielfiguren betreten werden können. Will der Spieler dort hinein, muss er zwingend über eine entsprechende Figur verfügen – und da in keinem Starterpack alle Figurenkategorien vertreten sind, müssen sie zwingend dazu gekauft werden, sofern keine Leihgabe durch einen Freund möglich ist. Durch den Nachkauf von Figuren kommt man jedenfalls schnell auf Beträge, die den Kaufpreis des Spiels deutlich übertreffen.

Autor: Benjamin Braun (GamersGlobal)
Necromanus 16 Übertalent - P - 4440 - 27. September 2013 - 14:58 #

Mir hat schon der letzte Teil sehr viel Freude bereitet. Dementsprechend freue ich mich schon auf diesen Teil

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32655 - 27. September 2013 - 15:53 #

Find das halt echt schade dass das immer so ins Geld gehen muss, weil eben bestimmte Figuren nötig sind, die dann dementsprechend Kleingeld kosten...

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9884 - 27. September 2013 - 17:34 #

Ich hab das Spiel auf der Gamescom ausprobiert, und das erste, was mir aufgefallen ist, haben zwei Jungs später folgendermaßen ausgedrückt: "Ey Alter, die Skylander können ja jetzt springen!" :-)

Ich hab nur Teil 1 gespielt und fand den auch echt gut, wenn er auch für Core Gamer viel zu leicht ist. Die deutsche Sprachausgabe ist sehr gut und vor allem sehr kindgerecht.

Dass man mindestens 8 Figuren haben muss, um das ganze Spiel zu sehen, ist aber halt so ne Sache. Ich hab sie mir gekauft, und deshalb ist Skylanders das mit Abstand teuerste Spiel meiner Sammlung (alle CEs eingeschlossen).

AlexCartman 14 Komm-Experte - P - 2612 - 27. September 2013 - 18:55 #

Welche Fassung habt Ihr genau gespielt? Die 3ds-Fassung war ja bei den Vorgängern immer anders und zumindest bei Giants wohl auch technisch schlecht. Könnt Ihr zum 3ds was sagen?

Benjamin Braun Redakteur - 292972 - 28. September 2013 - 10:46 #

Wir haben es ausschließlich auf der Xbox 360 gespielt.

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