Alone: Horror in einer neuen Dimension für Oculus Rift

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26. September 2013 - 15:01 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Sound, Gameplay und Storytelling "traditioneller" Spiele können euch bis zu einem gewissen Punkt von der Realität ablenken. Aber das Bedienkonzept ist oft ein starker Immersionsbruch. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ihr das Spiel mit Maus und Tastatur, Gamepad oder durch Bewegungen steuert – ihr übertragt einen externen Impuls auf das Spiel, das ihr von außen betrachtet. Die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift (GG-Angespielt) hingegen versetzt euch direkt in die künstliche 3D-Spielwelt. Eure Kopfbewegungen werden unmittelbar in das Spiel übertragen und fördern die Verschmelzung mit dem virtuellen Alter Ego. Trotz der ansonsten traditionellen Steuerung sinkt die Sensibilität für eure reale Umgebung, weil das Spiel deren Platz eingenommen hat.
 
Das Horrorspiel Alone schafft es, beide Perspektiven zu etwas gänzlich Neuem zu verbinden und lehrt euch auf einer ungekannten Meta-Ebene das Fürchten – aber der Reihe nach: Das Spiel setzt die Oculus-Rift-Brille voraus und versetzt euch in die Rolle eines Charakters, der den Abend allein daheim verbringt. Der hat es sich auf dem Sofa bequem gemacht und spielt auf seiner Konsole ein Videospiel. Vor ihm steht der Flachbildfernseher über dem Sideboard, daneben ist ein großer Durchgang zum Esszimmer, links und rechts befinden sich bodentiefe Fenster, die den Blick auf den Wald freigeben. Das Besondere an Alone ist nun, dass ihr euch dank der Oculus Rift im virtuellen Wohnzimmer umschauen könnt, während ihr mit dem Gamepad das Spiel im Spiel – ein erzählerischer Kniff, der den Immersionsbruch durch das reale Gamepad sehr clever minimiert – kontrolliert. Die kleine Figur auf dem Bildschirm folgt wie in klassischen Spielen euren Befehlen, sammelt Gegenstände und öffnet Türen in einer 3D-Welt. Kurze Zettelbotschaften, die in den Levels verteilt sind, erzählen eine Schauermär, die nicht ohne Folgen bleibt.
 
Die Botschaften stammen von einem anonymen Verfasser und beschreiben dessen Erlebnisse in einem alten Herrenhaus, das die kleine Figur jetzt erforscht. Seltsame Geräusche will der Autor der Zeilen vernommen haben – vielleicht der Hausmeister? Genretypisch folgt ihr den Fußspuren eures Vorgängers; bis ihr plötzlich selbst Geräusche vernehmt. Nicht aber im Herrenhaus, sondern im virtuellen Wohnzimmer. Ihr wendet den Kopf nach links, in Richtung der vermeindlichen Geräuschquelle, und seht zunächst nichts. Aber hat sich der Fenstervorhang bewegt? Ist draußen im Wald jemand? Und wer schleift da etwas Schweres im Obgeschoss über den Boden?! Die Ereignisse des Spiels im Spiel werden geschickt mit dem virtuellen Wohnzimmer des Alter Ego verbunden.
 
In klassischen Genrevertretern wie Dead Space könnt ihr euch dem Grauen entziehen, indem ihr euch der Distanz zum Spiel bewusst werdet – dieses Vorgehen führt nun zum Gegenteil. Die Immersion durch die Oculus-Rift-Brille ist diesmal nicht auf eine klassische Rolle wie die des Soldaten in Doom BFG gerichtet, sondern im Prinzip auf euer Spiegelbild als Spieler. Und wen sucht das Grauen heim? Das Spiel manipuliert traditionelle Erwartungshaltungen und verschiebt den Horror der Virtualität in eure (neue) Realität. Weil die Spiel-im-Spiel-Mechanik eure gewohnte Sichtweise auf Videospiele simuliert, verstärkt sich der Effekt.

Das Spiel befindet sich momentan im Entwicklungsstand eines Prototypen und stammt von dem neugegründeten Studio Grennwood Games, das aus den beiden Entwicklern Bryan Cohen und Dan Wallace besteht. Derzeit ruhen die Programmierarbeiten, aber auf der Webpräsenz des Studios könnt ihr eine Demo von Alone kostenfrei herunterladen. Im Oktober möchten die Entwickler eine Kickstarter-Kampagne für die künftige Finanzierung des Projekts starten. Unter der News haben wir euch das komplette Walkthrough-Video der Demo eingebettet.

Video:

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47879 - 26. September 2013 - 15:36 #

Sehr coole Idee. Schon beim Video kommt Gänsehaut auf.

Tomate79 16 Übertalent - P - 4094 - 26. September 2013 - 15:53 #

Das coole daran ist, dass ich mich für Filme oder Games vor einem 80 Zoll großen virtuellen OLED-Fernseher setzen kann, ohne jemals so einen in real kaufen zu müssen ;0)

Sancta 15 Kenner - 3153 - 26. September 2013 - 17:40 #

Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Hoffentlich wird bei solchen Brillen die Auflösung so gut, dass man Filme fast wie im Kino schauen kann. Dann gibt es keinen Grund mehr, einen Monster TV zu kaufen. Dann reicht ein normaler. Kinofilme schaut man sich dann über die VR-Brille an.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4484 - 29. September 2013 - 19:04 #

Bis die Auflösung der Brillen mal so hoch ist, dass man einen FullHD-Film mit vollen Details sehen kann, streicht wohl noch einige Zeit in's Land, da werden wohl mindestens 4K-Panels für nötig sein.

Davon abgesehen - hört sich nicht bequem an. Ich empfinde 3D-Filme mit einer Polarisationsbrille auf meinem Fernseher schon als eher anstrengend. Mit HMD ist das nochmal ein anderes Kaliber.

Sciron 19 Megatalent - P - 15742 - 26. September 2013 - 16:27 #

Da wird die Hardware wirklich auf sehr interessante Art genutzt. Würde mich doch sehr wundern, wenn das Projekt auf KS keinen Anklang finden würde.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 26. September 2013 - 21:09 #

Ui das wird schon sehr cool. Ich habe das Glück, nächste Woche selbst aufsetzen zu dürfen - freue mich sehr drauf :)

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9407 - 27. September 2013 - 3:09 #

Ich Vertrag auch so schon keine Gruselspiele obowohl ich se eigentlich genr spielen würd. Aber da würd ich glaube mit Herzinfarkt umfallen. KA warum evtl versetz ich mich immer zu sehr in die Figur aber wenn man dann "selbst" da drin zu sein scheint. Buhahah. Aber schon geniale Idee.

wolf2109 10 Kommunikator - 360 - 27. September 2013 - 9:37 #

Danke für den Artikel. Da ich ne Rift besitze werd ich das direkt mal downloaden.

Nokrahs 16 Übertalent - 5684 - 27. September 2013 - 12:51 #

Also gruselig fand ich nur die Grafik. Trotzdem eine nette Idee die Technik zu nutzen.

Punisher 19 Megatalent - P - 13366 - 27. September 2013 - 21:32 #

Gabs da nicht auch die Nummer mit diesem Slender Man, im Wald? Könnte ich mir auch "rift-ig" gut vorstellen. Mist, muss ich so ein Teil doch besorgen, wenn die Consumer-Version rauskommt. :) Die DEV-Version fand ich ja schon geil, aber halt arg pixlig.

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17.10.2013
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