TGS13: Deep Down angespielt

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25. September 2013 - 16:46 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Eine Überraschung gab's auf der Tokyo Game Show zu Deep Down: Capcoms Action-Rollenspiel für PS4 soll ein Free-to-play-Titel werden, mit zurzeit jedoch noch unbekannter Monetarisierungsstrategie. Der Capcom-Titel erscheint vermutlich einige Zeit nach der PS4 – soll aber noch vor dem japanischen PS4-Launch (im Februar 2014) in einen Betatest gehen. Das Wichtigste vorweg: Mit Dark Souls 2 dürfte das Spiel so gut wie nichts gemein haben, auch wenn erste Screenshots anderes vermuten ließen.

Nach einigen Ansteh-Eskapaden – auf der TGS müssen an vielen Ständen auch Presseticket-Besitzer sich zunächst noch ein Presse-Badge des jeweiligen Herstellers (also in diesem Fall: "Sony Press") holen und dann in eine gerade bei Deep Down recht lange Schlange einreihen – standen wir dann schließlich vor einem der Monitore. Wie gerade geschrieben, mit Dark Souls hat das Spiel nichts zu tun, es gibt mindestens vier signifikante Unterschiede: Erstens werden die Dungeons in Deep Down ausgewürfelt und bestehen aus quadratischen Feldern (auch wenn diese noch schön dargestellt werden). Zweitens ist das Setting ein zukünftiges, man spielt zumindest in der Rahmenhandlung im Jahr 2094. Drittens ist das Kampfsystem wesentlich eingeschränkter, zumindest in der Demoversion war es uns nicht möglich, zu blocken, sondern wir schlugen immer nur zu. Viertens scheint es, wiederum von der Demo aus zu urteilen, ein deutlich leichteres Spiel zu sein: Was wir an Treffern einstecken mussten, hätte bei Dark Souls selbst gegen einen verhungerten Standard-Toten mehrmals für unseren Tod gereicht – hier aber fuchtelten wir uns einfach weiter durch den Kampf.
Wir sind der mit dem Speer, falls ihr euch das gefragt haben solltet...

Im New York am Ende dieses Jahrhunderts sind wir ein Mitglied der Ravens, einer seltsamen Sorte Menschen, die die "Erinnerungen" von Objekten sehen können. Indem wir mit dem Objekt interagieren, reisen wir in dessen Vergangenheit – so kommt es zu den Lanzenkämpfen, die ihr aus dem Trailer vielleicht schon kennt. Es ist durchaus denkbar, dass es auch in andere Zeitzonen als zu der grob "mittelalterlichen" geht, in der unsere Demofassung angesiedet war. Die resultierenden Dungeons werden ausgewürfelt, haben also ein jeweils zufälliges Layout, Gegneraufkommen und Loot-Inventar. In diesem Sinne ähnelt es typischen Roguelikes, wobei es wohl keinen Permadeath gibt.

Unsere Demo in Tokio beginnt mit der Charaktererschaffung, wobei wir nur die Wahl zwischen zwei vorgefertigten Charakteren haben -- der eine scheint eine typische Ritterpanzerung zu tragen, der andere ein Lederwams. Ist letzterer vielleicht schneller und agiler? Keine Ahnung, wir nehmen den mit der silbernen Brustplatte. Nun können wir uns in drei Skill-Bereichen je zwei oder drei aus sieben Fähigkeiten aussuchen. Da wir die japanischen Schriftzeichen eh nicht lesen können, orientieren wir uns grob an den Icons und hoffen, nicht gerade völlig dämliche Kombis ausgewählt zu haben. Wir akzeptieren außerdem tapfer den voreingestellten "Casual Modus", was immer das bedeutet. (Zwar bewacht uns eine entzückende Standhostess, aber kommunizieren können wir leider nicht mit ihr.)

Wir zertrümmern einige Vasen, weichen dem Feuerstrahl von "Verteidigungstürmen" in den Wänden aus, und sehen vor uns einen ersten Gegner: Eine Art dicker Chewbacca (aus Star Wars) stapft vor uns einen Gang entlang, wir entscheiden uns aber für einen anderen Weg. Bald rennen wir in einen anderen Gegnertyp, dieser gleicht am ehesten einer übermannsgroßen "Wer-Ratte" mit muskulösem Oberkörper. Todesmutig stechen wir mit unserer Lanze zu, ab und zu lösen wir auch einen Zauberspruch oder eine Spezialattacke aus, dies aber nach dem "Keine Ahnung, was wir tun"-Prinzip. Beim Kämpfen, kurz darauf auch gegen zwei Riesenratten gleichzeitig, finden wir keine Taste zum Blocken oder Ausweichen, sondern hauen immer nur zu. Die Gegner verlieren mit typischer Diablo-Darstellung (nach oben hin aufsteigende Minus-Hitpointzahlen) Lebensenergie, irgendwann sind sie tot und lassen etwas Loot zurück.
Eines kann man Deep Down schon mal nicht vorwerfen: dass es hässlich wäre.
Eine entfernt an Dead Space erinnernde halbtransparente Anzeige, die an unserer rechten Hüfte klebt, steht für unsere Mana-Energie (blau) und Hitpoints (rot), ansonsten bleibt der Bildschirm weitestgehend interfacelos. Und das ist gut so, denn optisch wird -- im engen Rahmen des Grafiksets "düstere Katakomben" -- doch einiges geboten, insbesondere die Animationen unseres Helden und die Lichteffekte wirken grandios. Wenn wir mit dem Daumen das Touchpad des PS4-Controllers berühren, wird halbtransparent eine Karte der Umgebung eingeblendet.

Nach etwa zehn Minuten haben wir das Ende des Demolevels erreicht (eine blaue Teleportscheibe auf dem Boden), die Standdame neben uns klatscht begeistert in die Hände ob unserer fantastischen Leistung, und wir sind ein wenig ernüchtert: Super aussehen tut Deep Down ja, aber spielerisch scheint es uns aktuell doch eher ein Leichtgewicht zu sein. Lag es am Casual-Modus? An der sehr frühen Version? Wir sind vor allem gespannt, was Capcom in Sachen Hintergrundgeschichte und (vermutlich) anderen Zeitaltern noch in der Hinterhand hat. Fans von Dark Souls müssen aber mit Sicherheit kein Fragezeichen hinter das März-Release-Datum von Dark Souls 2 machen: Deep Down wird ein völlig anderes Spiel, nämlich ein schön aussehender Dungeon Crawler.
BigBS 15 Kenner - P - 2758 - 25. September 2013 - 16:59 #

Hm...auf nen schönen Dungeon crawler hätte ich ja schon mal Lust. Werde auf jeden Fall mal die Demo anspielen. Hoffentlich übertreiben sie es nicht mit den Ingamekaeufen.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 25. September 2013 - 17:04 #

Wenns eh F2P ist brauchts doch keine Demo ;)

BigBS 15 Kenner - P - 2758 - 25. September 2013 - 18:39 #

Hm, stimmt auch wieder. ^^

Naja, altes Denkschema halt bei mir. :-)

Jadiger 16 Übertalent - 4876 - 25. September 2013 - 17:00 #

Deep Down soll F2P werden ich dachte es ist eine Art Dark Souls von Capcom.
Hört sich übrigens sehr nach geht so an mit guter Grafik.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 25. September 2013 - 17:03 #

Fans von Dark Souls nehmen im März Urlaub ;)

Schade, ich hoffte ja drauf das es vielleicht ähnlich wie Dragon's Dogma wird, welches ja auch ein sehr cooles Kampfsystem hat (akrobatischer als Dark Souls und weniger 'realistisch' wirkend).

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 25. September 2013 - 17:12 #

Unglaublich diese Entwicklung bei diesem Spiel. Im Februar 2013 noch toll ein Dragons Dogma für die PS4 und nun F2P und das Gameplay einfach nur zum wegklicken.

volcatius (unregistriert) 25. September 2013 - 17:32 #

Scheint ja bemerkenswert langweilig zu sein.

jguillemont 21 Motivator - P - 26459 - 26. September 2013 - 6:43 #

aber bemerkenswert hübsch ...

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 25. September 2013 - 18:23 #

Also der Grafikstil ähnelt wirklich arg dem von Dark Souls. Ansonsten kann man wohl erst mehr darüber sagen wenn es da ist.

Nokrahs 16 Übertalent - 5683 - 25. September 2013 - 20:55 #

Also ich weiß ja auch nicht...

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15074 - 26. September 2013 - 9:07 #

Das muß schon überzeugend daher kommen im Test, bevor es zur Alternative wird.

GASSS (unregistriert) 26. September 2013 - 9:13 #

Schade, wieder so ein langweiliger Titel, der potential hätte, aber aufgrund der Casualisierung (viel zu leicht und simpel) untergehen wird...
Wobei, die Gamer von heute scheinen ja auf primitive Casual Spiele zu stehen, anders kann ich mir den Erfolg von Skyrim, Xcom "casual remake" und Jagged Alliance BIA nicht erklären.
Vielleicht liegt es auch daran, dass meine Ansprüche immernoch so hoch sind, wie zu JA2, xcom apocalypse und Fallout 2 Zeiten...
Na dann frohes Buttonsmashen mit Deep Down und co.

Grinzerator (unregistriert) 26. September 2013 - 18:29 #

Okay, ich habe gerade alle Hoffnungs für dieses Spiel fahren lassen. Dann geht das Warten auf Dragon's Dogma 2 eben weiter.

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