Amazon wird wegen eBook-Löschung verklagt

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2. August 2009 - 1:00 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Justin Gawronski (Schüler aus Michigan) und Antoine J. Bruguier (Milipitas, Kalifornien) haben eine Klage gegen Amazon eingereicht. Sie werfen dem Online-Händler in dieser vor, dass sie nie darüber informiert worden seien, dass gekaufte elektronische Bücher später von Amazon gelöscht werden könnten. 

Am 17.07.2009 hatte Amazon die legal erworbene eBooks (unter anderem "1984" und "Animal Farm" von George Orwell) seiner Kunden von deren Kindle-Geräten gelöscht. Nach Angaben von Amazon wurden die Bücher von der Firma MobileReference in den Kindle-Store eingestellt, obwohl diese nicht die dazu nötigen Rechte besaß. Nach einem Hinweis des tatsächlichen Rechteinhabers Houghton Mifflin Harcourt habe man dann die Synchronisierungsfunktion des Kindle genutzt um die verkauften Bücher so zu löschen. 

Die Kunden haben mittlerweile den Kaufpreis zurückerstattet bekommen und diese Vorgehensweise soll laut Amazon nie mehr vorkommen. Jeffrey P. Bezos (Amazon) hat sich zudem im Forum der Kindle-Community auf Amazon.com entschuldigt:

"Das Vorgehen sei dumm und gedankenlos gewesen und stehe nicht im Einklang mit den Prinzipien des Unternehmens."

Die Kläger werfen Amazon Vertragsbruch und Computerkriminalität vor. Antoine J. Bruguier bekam auf Nachfrage nur die Antwort, dass man den Eingriff bedauere, ihm aber leider kein Alternativexemplar zur Verfügung stellen könne. Und das obwohl Bruguier gedacht hat, dass ein einmal gekauftes Buch immer sein Eigentum bliebe. Denn schließlich gewähre die Kindle-AGB ein dauerhaftes Nutzungsrecht. 
Der 17-jährige Schüler Justin Gawronski gibt an, an seinem Kindle Notizen zum Orwell-Roman gemacht zu haben. Diese seien zwar noch da, jedoch nach dem unerlaubten Eingriff nutzlos, weshalb er seine Hausaufgaben nicht beenden konnte.

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