GC13: Rise of Venice angeschaut

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23. August 2013 - 13:40 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Auf der Gamescom sieht man so viele Actionspiele, da kam uns die Präsentation der Handelssimulation Rise of Venice gerade recht. Erklären wir Kennern das Spiel kurz in wenigen Worten: Es ist ein geistiger Nachfolger der Patrizier-Serie. Ein paar zusätzliche Infos können aber kaum schaden. Daher unsere Empfehlung (auch für Kenner): weiterlesen.

Bekanntes Grundspiel
Rise of Venice spielt zur Zeit der Renaissance. Ihr verkörpert einen aufstrebenden jungen Mann aus Venedig und wollt euch einen Namen machen. Der geschichtsträchtige Ort war damals eine der wichtigsten Handelsstädte und verband Europa mit dem Rest der Welt. So stattet ihr unter anderem Italien, Griechenland, Nordamerika und dem Heiligen Land einen Besuch ab. Dementsprechend ist der Fokus von Rise of Venice wahrlich keine Überraschung, es ist eine waschechte Handelssimulation. Euch erwartet ein dynamisches Preissystem, der Handel mit allerhand Waren, ihr müsst Städte ansteuern, Handelsrouten festlegen und nach und nach euren Einfluss steigern. Dazu gesellen sich politische Intrigen und Seeschlachten.

Jede Stadt auf der 3D-Karte kann nur wenige Güter produzieren, verbraucht aber alle der insgesamt 22 Waren. Eure Aufgabe ist es, die Städte stets mit allen Gütern zu versorgen, ansonsten sinkt die Zufriedenheit der Bürger. Dabei gilt selbstverständlich das Credo, Waren dort günstig einzukaufen, wo sie im Überfluss vorhanden sind, und in Städten mit Mangelerscheinungen gewinnbringend zu verkaufen. Zu Beginn könnt ihr das alles noch händisch regeln, doch schon bald müsst ihr fast zwingend automatische Handelsrouten erstellen. Das klappt dank dem sehr aufgeräumten Interface schnell und komfortabel, bietet aber auch die Möglichkeit, selbst kleinste Details einzustellen. So könnt ihr einen Kapitän beispielsweise anweisen, eine bestimmte Ware in einer bestimmten Stadt nur zu einem bestimmten Maximal-Preis zu kaufen.
Diese netten Herren des Rates müsst ihr erst davon überzeugen, im Level aufsteigen zu dürfen. 
Guter Rat ist teuer
Ihr beginnt das Spiel als kleiner (lies: unwichtiger) Bürger ohne viel Macht, steigt aber nach und nach im Level auf, sofern ihr die vorgegebenen Voraussetzungen erfüllt. Doch egal wie fleißig ihr handelt, aufsteigen könnt ihr nur, wenn ihr auch den Stadtrat von euch überzeugt. Hier sitzen zehn Mitglieder, die euch allesamt ganz dolle lieb haben müssen, bevor ihr aufleveln könnt. Oder um es genauer auszudrücken: Bei jedem Ratsmitglied müsst ihr ein höheres Ansehen als 50 Prozent haben. Um das zu erreichen, könnt ihr beispielsweise Piraten jagen, was das Ansehen bei allen Ratsmitgliedern steigert, wenn auch nicht viel. Effektiver ist es, für einzelne Politiker persönliche Aufgaben zu erfüllen. Wenn ihr im Gold nur so schwimmt, könnt ihr alternativ auch auf die gute alte Bestechung zurückgreifen, entweder mit einmaligen oder regelmäßigen Zahlungen.

Wo wir noch bei der Politik und Beschränkungen sind. Ihr dürft nicht vom Start weg mit allen der 22 Waren handeln. Für Luxusgüter wie Seide braucht ihr nicht nur einen bestimmten Level, sondern auch eine Handelslizenz. Ganz ähnlich sieht es aus, wenn ihr eigene Güter produzieren wollt, denn dann müsst ihr euch zunächst eine Produktionslizenz verschaffen. Übrigens könnt ihr nicht alle Warentypen direkt selbst produzieren und seid dadurch auch im Endgame stets auf andere Händler angewiesen.
Wer hat gesagt, dass es in einer Handelssimulation nicht auch Action geben darf? Rise of Venice bietet euch spielerische Abwechslung mit Seeschlachten.
Familie besiegt Seuche, Schiff besiegt Schiff
Ein weiterer wichtiger Spielaspekt ist eure Familie, denn ihr könnt eine Ehe eingehen und sogar Kinder bekommen. Oft ist es auch so, dass eure Familienmitglieder einem Beruf nachgehen, was Spezialfähigkeiten mit sich bringt. Äußerst praktisch, wenn beispielsweise euer Bruder ein fähiger Arzt ist. Leidet eine Insel unter einer Seuche, könnt ihr den guten Mann einfach dorthin verschiffen und er nimmt sich dem Problem an. Damit wäre auch geklärt, dass es in Rise of Venice Events gibt, die den Handel verkomplizieren. Bislang haben wir neben der Seuche einen Vulkanausbruch, ein großes Feuer und eine Hungersnot miterlebt.

Habt ihr mal keine Lust mehr auf Politik und Handel, könnt ihr euch auch in Seeschlachten stürzen und entweder Piraten angreifen oder Konkurrenten ausstechen. Übertreiben solltet ihr es allerdings nicht, denn ihr seid noch immer ein Bürger Venedigs, und Piraterie wird vom Rat gar nicht gerne gesehen. Wer bei einer Handelssimulation nicht so gerne kämpfen mag, kann die Schlachten vom Computer auswürfeln lassen. Das ist aber nicht immer empfehlenswert, denn nur im manuellen Modus könnt ihr feindliche Schiffe übernehmen. Noch ein paar Details zum Kampf an sich: Ihr solltet immer darauf achten, eine ausreichend große Crew auf eurem Schiff zu beschäftigen. Zudem könnt ihr unterschiedliche Kanonenkugeln einsetzen, Kettenkugeln etwa eignen sich perfekt dazu, gegnerische Segel zu zerschmettern.

Sei noch erwähnt, dass es neben dem freien Spiel auch eine Kampagne geben wird, die euch wie in den Anno-Titeln an das grundlegende Spielkonzept heranführt. Es ist aber kein einfaches Tutorial und soll euch bis zu zwölf Stunden bei Laune halten. Dazu kommt noch ein Mehrspielermodus, in dem bis zu vier Spieler online oder im LAN gegeneinander antreten können. Die Partien lassen sich detailliert einstellen und ihr habt die Wahl, ob ihr über mehrere Wochen zocken wollt oder vielleicht nur 30 Minuten. Auf uns macht Rise of Venice schon jetzt einen guten Eindruck. Ob das Spiel auf Dauer motiviert, können wir spätestens ab dem 27. September ausprobieren. Dann soll die Handelssimulation im Laden stehen.
SimSinn 14 Komm-Experte - P - 2428 - 23. August 2013 - 16:40 #

Über eine gute gemachte, zeitgemäßge Handelssimulation würde ich mich echt freuen! Nachdem Patrizier 4 ja nun nicht so der Wahnsinn war...

Hemaehn 16 Übertalent - 4574 - 23. August 2013 - 16:45 #

https://www.youtube.com/watch?v=maG1lW2wxO4#t=25

Hier gibt es noch einen Trailer dazu.

Hitsch 06 Bewerter - 51 - 23. August 2013 - 20:55 #

Ich bin mal gespannt, ob sich das Spiel genügend von seinen Vorgängern (Patritzier IV, Port Royal III) abheben kann oder ob es einfach nur wieder das Gleiche mit einem anderen Setting ist. So ging es mir zumindest mit Port Royal, dass mir vom Spielgefühl her zu sehr an Patrizier erinnert hat.

Melano (unregistriert) 26. August 2013 - 23:08 #

Da ich auf der GC war hab ich das SPiel mal angespielt und fand es sher gut. Man merkt das die P4 enwickler mitgearbeitet haben. ABer auch sehr viel neue sachen. Und die Handels einschrenkungen machen es intressant. So hat man nicht den eindruck gleich das beste zu transportieren um viel Geld zu haben.

Gorny1 16 Übertalent - 4728 - 28. August 2013 - 12:37 #

Ich habs auch auf der GC spielen können. Es macht auf mich einen wirklich soliden Eindruck.

Da ich schon länger mal wieder Lust auf etwas in Richtung Port Royal 2 hab und Port Royal 3 augenscheinlich eher nix geworden ist, bin ich hierdrauf sehr gespannt. Bisher schein Rise of Venice das Richtige für mich zu sein.

Humbug (unregistriert) 28. August 2013 - 18:16 #

Scheinbar gehöre ich zu einer aussterbenden Spezies. Mir hat schon bei Pat IV der Hotseat-Modus gefehlt. Pat 2 mit Kumpel im Hotseat zu spielen war schon sehr geil. Ich spiele auch ständig im Netz und im Regelfall reicht mir der Onlinemodus voll aus. Aber bei WiSims gehört der Hotseat für mich einfach dazu. Glücklicherweise wurde er bei den Civs noch nicht wegrationalisiert.

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