Microsoft: "Age of Empires Online war nicht bereit für Release"

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19. August 2013 - 11:53 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Anfang des Jahres verkündete Gas Powered Games, dass die Arbeiten an Age of Empires Online als abgeschlossen gelten (wir berichteten). Da es sich bei der Online-Version des Strategiespiels um einen Free-to-play-Titel handelt, werden Spieler in Zukunft keine weiteren neuen Inhalte erwarten können. Auf der aktuell stattfindenden GDC Europe 2013 in Köln zog Kevin Perry, Executive Producer der Microsoft Studios, ein Resümee. Seiner Meinung nach war Age of Empires Online im Jahr 2011 noch nicht bereit für eine Veröffentlichung.

Zu Beginn seines Vortrags mit dem Titel „Free-to-play auf die falsche Art“ ging Perry auf die Spielerzahlen und die damit verbundenen Umsätze ein, die bereits kurz nach dem Release fielen. So konnten sich im August 2011 noch täglich 100.000 Spieler für die Mischung aus Echtzeitstrategie-Titel und MMO begeistern – der tägliche Umsatz lag bei 85.000 Dollar. Aber bereits im Oktober gingen diese Zahlen auf 25.000 Nutzer und 9.000 Dollar Umsatz zurück, bis sie im Dezember 2011 mit 15.000 Spielern und 3.000 Dollar ihren Tiefpunkt erreichten.

Als Grund machte man schnell fehlende Inhalte und Features aus. So gab es zum Launch keinen Skirmish-Modus, und auch das Leveln dauerte vielen Nutzern zu lange. Auch das eigentliche Bezahlmodell wurde überdacht: Neue Völker waren mit 20 Dollar zu teuer, selbst Boosterpacks kosteten 10 Dollar. Des Weiteren konnten zahlungswillige Spieler maximal 50 Dollar in Age of Empires Online investieren. Im Dezember 2011 folgten dementsprechend die ersten Anpassungen: Die Preise wurden halbiert, in der Folge verdoppelten sich die Verkäufe. Die Bezahlgrenze von 50 Dollar wurde abgeschafft, indem neue käufliche Inhalte integriert wurden. Auch ein Skirmish-Modus wurde nachträglich hinzugefügt.

Besonders positiv auf die Spielerzahlen wirkte sich allerdings keine der Änderungen aus. Lediglich der Release des Titels auf der Downloadplattform Steam brachte hier kurzfristig einen Anstieg auf das Dreifache. Perry sieht hierin folgende Ursache: Existierende Spieler erreichen irgendwann ihr Maximum, Einsteiger hingegen werden durch die bestehenden Inhalte kaum angezogen. Nachdem man bereits einige Änderungen am Business-Modell vorgenommen hatte und auch kleinere inhaltliche Erweiterungen keine Besserung mit sich brachten, hätten hier lediglich große Erweiterungen Abhilfe schaffen können. Diese allerdings wären in der Produktion zu teuer gewesen. Demnach kommt Perry zu der Erkenntnis, dass nicht das umstrittene Free-to-play-Modell, sondern das ursprüngliche Produktionsmodell Age of Empires Online das Genick gebrochen haben.

DarkMark 15 Kenner - 2908 - 19. August 2013 - 12:00 #

Klingt grundsätzlich schlüssig.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 19. August 2013 - 16:09 #

Der Content war halt unverschämt teuer.

20 Euro für ein neues Volk... Sehr geiler Witz, heute noch hin und wieder lustig ^^

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 19. August 2013 - 12:02 #

100.000 Spieler und 85.000$ täglich - das ist fast 1$ pro Spieler und Tag, wenn man immer von den gleichen Spielern ausgeht 25-30$ im Monat, mit den späteren Zahlen immerhin noch 5$ pro Spieler und Monat. Für mich klingt das nach sehr viel, besonders, wenn man die 50%-Grenze noch berücksichtigt, die ja die angeblich vorhandenen Extrem-Zahler (mit tausenden von Dollar) ausschließt.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21480 - 19. August 2013 - 12:04 #

"Da es sich bei der Online-Version des Strategiespiels um einen Free-to-play-Titel handelt, werden Spieler in Zukunft keine weiteren neuen Inhalte erwarten können."
Ein komischer Satz, denn eigentlich leben F2P-Spiele von der ständigen Inhaltserweiterung. Bedeutet das etwa, da jetzt die Entwicklung abgeschlossen ist und OBWOHL es F2P ist, keine Inhalte nachgeschoben werden?
Die genannten Zahlen sind schon interessant: 85000 pro Tag sind ca. 2,5 Mio im Monat. Dann mal die Kosten an Personal/Technik/Marketing/Geschäftsführung abgezogen, sollte doch ein erkleckliches Sümmchen übrig bleiben. Da doch wenige Zahlen aus der Branche bekannt sind und deren Umsätze, kann ich so verstehen, warum viele auf diesen Zug aufspringen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23149 - 19. August 2013 - 12:14 #

Der Umsatz war ja nicht immer so hoch und ist bis auf 90.000 Dollar im Monat gesunken.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21480 - 19. August 2013 - 13:08 #

Richtig, deswegen ist eben die vorherige Kostenaufschlüsselung wichtig. Denn bei sinkenden Umsätzten ist die Frage, wo der Sparhebel angesetzt wird. Auf jeden Fall ist das schon einheftiger Fall nach unten.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 19. August 2013 - 12:15 #

Naja, kein F2P Spiel, welches schlecht ist, hält sich lange.

Jetzt kann man dem Mann ja zustimmen, an seiner Kritik. Die Frage ist nur "wieso" werden solche Produkte dann durchgewunken?

Sitzen da nur Deppen die Entscheidungen treffen, BWL'er ohne Gamehintergrund?

Bin selber BWL'er und Gamer. Alleine nach der Knuddelgrafik und den Preisen, war das für mich kein AoE mehr. Viel zu teuer, viel zu viele Behinderungen beim Gameplay.

Sowas durch zuwinken ist eine Kundentäuschung. Jemand trifft eine falsche Entscheidung, sowas überhaupt zu releasen. Dann haut mans raus und hofft, dass sich ein paar Deppen finden die dafür Geld ausgeben. Dann läufts nicht und alle Bezahler sind angearscht.

Glückwunsch zu guten PR

Triforce (unregistriert) 19. August 2013 - 12:26 #

Die Manager denken wohl nur an die kurzfristigen Gewinn, dafür eignen sich Pay2Win oder wie bei AoE überteuerte DLCs.

Es ist kein Wunder, dass ein Spiel wie League of Legends (man muss nur für optische Verbesserungen und nicht für Items und Karten zahlen) nicht von einem der großen Publisher kommt. Das ist viel nachhaltiger und am Ende auch finanziell erfolgreicher als die F2P-Spiele von Microsoft, EA und Ubisoft.

Kappe (unregistriert) 19. August 2013 - 12:54 #

Hauptaktionär bei Riot ist eines der größten Intenetunternehmen der Welt, die größe isses also nicht.
Microsoft hat nur seit Jahren ein unfassbares Talent dafür alles gegen die Wand zu fahren.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21480 - 19. August 2013 - 13:14 #

Ist nur die Frage, ob der Aktionär vor oder nach dem Erfolg eingestiegen ist. Wenn er die Entwicklung unterstützt hat, dann ist es völlig ok.

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1634 - 19. August 2013 - 12:31 #

Das ist vielleicht auch der Segen oder Fluch von F2P. Man kann es kostenlos runterlanden und ausprobieren - und wenn es nicht gefällt, löscht man es wieder.
Bei Spielen für 30-50 Euro überlegt man sich sehr lange ob man es wirklich spielen will.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20726 - 19. August 2013 - 12:46 #

Eben das. Mir ist eine Kampagne lieber bei der ich allein die Story geniesen kann. Das ist mir dann auch 30-50 Euro wert. Eben bei der aktuellen Strategie-Flaute könnten die Hersteller punkten. Ein Warcraft 4, C&C Generals (Kampagne), Starcraft 2.3 oder eben ein Age of Empire 4 würden gekauft werden. Auch weil es keine großartigen Alternativen gibt.

Ganesh 16 Übertalent - 4859 - 19. August 2013 - 14:58 #

Strategieflaute gilt aber nur für RTS, dem ganzen Rest geht es von Jahr zu Jahr besser, nur findet er jetzt jenseits des Mainstreams statt..

Und ein klassisches RTS ist halt 'out' (mit Ausnahme von Starcraft). Kampagnen waren in diesen Spielen auch schon immer etwas seltsames.

AoE Online hatte fundamentalen Gamedesign-Probleme, die sicherlich auch mit dem Geschäftsmodell zu tun hatten, aber im Grunde war F2P nicht das Problem, sondern eher die zahllosen, sinnlosen Aufgaben, die man zu erfüllen, zu grinden hatte. In F2P-MMORPGs mag das irgendwie funktionieren, aber in einem Strategiespiel ist das Murks.

Die Grafik war übrigens recht hübsch und hat mir besser gefallen als bei AoE2... *in Deckung geh*

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 19. August 2013 - 15:55 #

Ich glaube nicht, dass es den RTS soooo schlecht geht. Wenn ich mir die News ansehe, dass Microsoft jetzt The Forgotten entwickeln lässt, und EA ein neues C&C Generals, von Starcraft ganz zu schweigen, dann habe ich doch Hoffnung auf ein Revival des Genres.

AoE-Online hingegen ist einer der Gründe für die derzeitige Schwäche im RTS-Genre. Pay2Win, Onlinezwang, Knuddelgrafik...das zieht bei den Fans der traditionellen RTS-Games nicht. Spiele wie AoE2-HD scheinen jedoch sehr gut zu funktionieren (ich mache das jetzt mal an der AddOn-Ankündigung fest)...Daher glaube ich,dass wenn man mal von dem ganzen F2P und MMO-Kram loskommt, die Verkäufe für Qualitäts-RTS durchaus erfolgreich sein können.

Ganesh 16 Übertalent - 4859 - 19. August 2013 - 21:31 #

Starcraft bedient eine relativ klar umrissene Kundschaft. Und RTSe sind ja nicht tot, sondern nur nicht mehr Mainstream. In den letzten Jahren gab es einige interessante Experimente. Nur das mit dem Basisbau wurde halt auch langweilig.

Und bei der Fanbase würde ich deinen Aussagen auch nur begrenzt zustimmen. Die Fanbase, die du meinst, die so etwas will, wie es um die Jahrtausendwende in war, ist wahrscheinlich stark geschrumpft. Ein Großteil spielt Dota und co. Und jenseits der Hardcorefans interessieren bestimmte Dinge wahrscheinlich auch weniger. Onlinezwang stört nur SP-Spieler, Knuddelgrafik nur diejenigen, die sich an so was aufhängen, anstatt auf Mechanismen zu schauen und F2P funktioniert bei anderen Core-Spielen (LoL) auch.

AoE Online hatte eine miese Progressionskurve und hat einfach als Spiel keinen Spaß gemacht. Auch wenn es 'realistische' Grafik gehabt hätte, einen Offline-SP und als Vollpreistitel im Laden gestanden hätte, wäre es ein schlechtes Spiel gewesen.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18732 - 19. August 2013 - 12:53 #

Ich finde ja sowohl mit den Massen an F2P Spielen als auch mit dem DLC Wahn machen sie sich den Erstkäufer Markt für Vollpreispiele stückchenweise kaputt.
Beides in überlegtem Umfang mit durchdachtem Konzept und Qualität bereichert den Markt aber die aktuellen Auswüchse führen doch dazu das mit F2P per se nichts gutes verbunden wird und bei Vollpreisspielen immer mehr das warten auf eine Komplett Edition oder alternativ auf Sales Einzug hält.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 19. August 2013 - 12:57 #

Meiner Meinung nach hatten die ein ganz anderes Problem: Pay2Win.

Ich z.B. spiele zwar ab und zu auch mal F2P. Allerdings investiere ich erst Geld in solch ein Spiel, wenn ich das Gefühl habe, dass ich auch länger was davon habe.

Ein Spiel, dass gegen Geld echte Spielvorteile beim Wettkampf mit anderen Spielern liefert, ist für mich ein no-go. Da bleib ich nicht sehr lange hängen.

Grundsätzlich war die Idee von AoE, weitere Völker kostenpflichtig zu machen, schon in Ordnung. Aber Bonuseinheiten die übermächtig sind, die Comicgrafik und das im Gegensatz zum originalen AoE doch sehr flache Gameplay haben mich nicht sehr gefesselt. Zudem wurde man an jeder Ecke dazu gedrängt, Geld auszugeben. Das nervt einfach nur. Wenn ich Geld ausgeben möchte, dann weil es mir gefällt und nicht weil ich vom Gameplay genervt bin weil es z.B. zu lange dauert oder ich dauernd gegen Premiumspieler verliere. Dafür gibt es einfach zu viele Spiele, dass muss man sich also nicht antun.

Deshalb mein Tipp an die Hersteller: Versucht nicht nur die Idioten abzugreifen die nicht viel Aufwand und Ehrgeiz in so ein Spiel stecken wollen, sondern versucht auch mal auf die wirklichen Fans einzugehen. Bietet kaufbare Zusatzinhalte die zwar keine spielerischen Vorteile bieten, aber mehr Abwechslung bringen. Z.B. bei einem Strategiespiel mit 3 Parteien eine davon kostenlos machen, die anderen beiden kostenpflichtig aber alle drei sehr gut ausbalancen. Wenn das Spiel gut gemacht ist, wird man dadurch sehr viel mehr Geld pro Spieler bekommen als durch unfaire Cheats die man verkauft.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61241 - 19. August 2013 - 12:59 #

Grade für Gelegenheits Stategie Spieler war AOEO ohnehin viel zu schwer, die Missionen bis Level 20 waren gut schaffbar, danach zog der Schwierigkeitsgrad so bescheuert an das man ohne kostenpflichtige Bonusgegenstände kein Land mehr gesehen hat.

Andi Amo 10 Kommunikator - 511 - 19. August 2013 - 13:11 #

Und das ist total schade, weil durch solche Schnellschüsse, das eigentliche interessante Spiel und Online-Konzept zu Grabe getragen wird. Man hätte daraus wirklich etwas Gutes machen können. Aber die Entscheidungsträger verrennen sich in ... hmm falsche Werte.

Man muss das Spiel und die Begeisterung, warum die erfolgreichen Vorgänger so viel Spass gemacht haben, verstehen (lernen). Viele Funktionen mögen identisch sein mit dem klassischen AoE, aber auch mit neuer Verpackung sollte der Inhalt identisch sein.

Ich weis, da kann man jetzt wieder ein Fass aufmachen, aber geht endlich weg von diesem Grafikstil. Liebe Publisher (und Verantwortliche), lernt endlich Spiele nicht für Masse machen zu wollen sondern setzt auf die Fanbase und stellt die Ansprüche etwas zurück.

P.S.: Und vor allem, spielt die erfolgreichen Vorgänger öfter mal selber.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 19. August 2013 - 13:28 #

Die Frage ist hierbei: wie groß ist die Fanbasis von AoE noch. Ja es hat noch eine eingeschworene Community, die dürfte im Vergleich zu StarCraft und den ganzen MOBAs verschwindet gering sein Ein Fingerzeig könnte hier AoKHD sein, bei dem ja quasi gar nichts geändert wurde und deswegen hauptsächlich die alten Fans angesprochen hat. Allerdings ist die Entwicklung an sich auch um einiges teurer geworden, da dürfte kommt man ohne Expansion in neue Zielgruppen kaum zu Gewinn kommen. Und letztendlich wollen sie nicht nur Spiele zum Spaß machen sondern auch Gewinn erwirtschaften.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18732 - 19. August 2013 - 13:36 #

Die Frage ist so einfach nun auch wieder nicht.
Die Frage müsste zb auch mit beinhalten wie groß ist die Schnittmenge der F2P willigen AoE Fans.
Hinzu kommt das eine bekannte Marke mehr ziehen kann als nur die alten Fans weswegen ja leider so mancher Publisher auch einfach mal das Gengre wechselt um neue Käuferschichten anzulocken.

Ganesh 16 Übertalent - 4859 - 19. August 2013 - 15:02 #

Ich kann nicht verstehen, warum man sich an der Grafik so stört. AoE war nie ein realistisches Spiel, sondern nur ein etwas anderes Basis-Bau-RTS. Soll das Spiel mit einem Grafikstil einen Eindruck erwecken, der eigentlich nicht zum Spiel passt?

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 19. August 2013 - 19:37 #

Warum sollte es nicht? Es geht ja nicht darum, wie es ist, sondern was für eine Atmosphäre er vermittelt.

Ganesh 16 Übertalent - 4859 - 19. August 2013 - 21:22 #

Na ja, eine authentische Atmosphäre ist für mich schon verloren, wenn Dörfer und Städte so funktionieren wie sie in AoE halt funktionieren. Insofern sind die Grafiksets ziemlich auswechselbar. Und da nehme ich doch lieber eins, das zum Spielsystem passt.

Ich behaupte mal, dass hinter diesem Abwehrreflex die gleiche Logik steckt, die unter dem nächstem Mario-Test wieder für die Kinderspiel!-Rufe verantwortlich ist. :)

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 19. August 2013 - 21:36 #

Wenn ich mit einem Spiel weniger Spaß habe, weil komische Karotten vor Eselkarren herumwippen, dann brauche ich keine Logik, um das nicht zu mögen und zu kritisieren, dass man den Grafikstil geändert hat.

Und nur weil dir die Atmosphäre schon so leicht flöten geht, muss das bei anderen nicht auch so sein :) Ich hab ja schließlich einen Kopf, da kann ich mir doch auch mal meine Fantasie nutzen und die abstrahierenden Teile des Spiels wieder ent-abstrahieren, um in meinem Kopf eine blühende, realistische Mittelalterwelt zu erschaffen :D

Die Argumentation, warum nun ausgerechnet eine Comicgrafik besser zum Spielsystem passen sollte, will mir nicht so recht einleuchten. Was ist denn an dem Spielsystem "comichaft"? Oder sollen jetzt alle Spiele, die die Realität nicht 1:1 abbilden, Comicgrafik benutzen, weil sie ja eh nicht echt sind?

Es gibt da einfach unterschiedliche Geschmäcker, der eine mag's so, der andere so. Ich finde, das ist ganz leicht zu verstehen :)

Ganesh 16 Übertalent - 4859 - 19. August 2013 - 21:40 #

Na ja, mich erinnert AoE und diese ganzen Basis-Aufbau-Spielchen halt eher an Brettspielsettings. Allein schon dieses Ressourcen-Sammeln um daraus dann auf magische Weise Einheiten zu rekrutieren. Comichaft ist daran natürlich noch nichts, da hast du recht, wohl aber ist das vollkommen irreal.

Macht ja auch nix, aber eine stimmige stilisierte Grafik, die gut und relativ zeitlos aussieht (wie die von AoEO) passt dazu IMO besser.

Bezüglich des Geschmacks würde ich dir zustimmen, allerdings finde ich das Genöle halt daneben. Es gibt so viele Fehler in AoEO - dass MS nun mit anderer Grafik einen Neustart versucht, ist vielleicht eine Geschmackssache, aber kein Fehler. Vor allem ist das nichts, was einen abhalten sollte, das Spiel zu spielen. Ist ja nicht so, als wäre es hässlich geworden.

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 19. August 2013 - 22:18 #

"Vor allem ist das nichts, was einen abhalten sollte, das Spiel zu spielen. Ist ja nicht so, als wäre es hässlich geworden."
Da kommt dann wieder die Sache mit dem Geschmack ins Spiel. Hässlich ist vielleicht übertrieben, aber in die Richtung geht es in meinen Augen definitiv. Oder anders: Ich finde es scheußlich verniedlicht. Und das ist definitiv ein Grund, der mich vom Spielen abhält. Wenn ich mich die ganze Zeit daran störe, hab ich keinen Spaß mit dem Spiel.

Skeptiker (unregistriert) 19. August 2013 - 15:42 #

Wie kommt es eigentlich, dass gerade Microsoft und EA bei F2P kein Fettnäpfchen auslassen. Wie kann es sein, dass Top-Firmen offenbar keinen müden Pfennig in die nötige Grundlagenforschung stecken? Offenbar reicht das Geld nicht einmal für ein einfaches "Zwölf goldene Regeln für F2P"-Plakat.

Das Produkt von F2P-Entwicklung sind zu oft gar keine Spiele für Spieler, sondern das wahre Spiel sind die Excel-Tabellen der BWLer, die beim Hersteller sitzen und jeden Tag versuchen, die Stellschrauben zu optimieren. Wir, die Spieler, sind nur Marionetten in deren Echtgeld-Tycoon-Spiel.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23149 - 19. August 2013 - 17:11 #

http://www.slideshare.net/bcousins/paying-to-win

Dieser Vortrag eines EA General Managers ist ganz interessant.

Unterm Strich kommt raus, dass die Kunden heute durchaus Pay-2-Win akzeptieren und dabei mitmachen und die Foren ein eigener Mikrokosmos sind der quasi überhaupt nichts mit der Verkaufsrealität zu tun hat (die User dort machen auch noch das Gegenteil von dem was sie androhen).

Ich versteh sowieso nicht wie man dafür Geld ausgeben kann. Gerade auf dem PC werden einem sehr gute Spiele doch hinterhergeschmissen bei Humble Bundles und co.

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 19. August 2013 - 19:42 #

Ich las neulich in einem Browserspielchat eine Unterhaltung, in der einige Spieler dort sich mitleidig über Käufer von Spielen äußerten. Sich heutzutage noch was zu installieren sei doch echt überholt, und dann noch was dafür zahlen. Ne, da spiele man doch lieber die Browservariante des betreffenden Spiels, das sei doch viel besser.

Einige Browserspieler haben also offenbar genauso wenig Verständnis dafür, dass wir uns noch Spiele kaufen, wie viele hiesige User dafür, eben genau das nicht zu tun :)

volcatius (unregistriert) 19. August 2013 - 16:14 #

AoE Online und Flight haben mal wieder eindrucksvoll gezeigt, dass Microsoft nichts verstanden hat und irgendwie auf den vermeintlich lukrativen F2p-Zug aufspringen wollte.
Also einfach bekannte, ehemals erfolgreiche IPs ausgraben, nur Online wegen Power of the Cloud, sozialer Multiplayer, lustige Comicgrafik, auf spendierkräftige Casualspieler konzentrieren, unschlagbar günstige Völker und Flugzeuge (ohne überbewertete Cockpitansicht) anbieten, das überaus beliebte und fehlerfreie GfWL dazu, und fertig ist die Cashcow.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16663 - 19. August 2013 - 17:39 #

Ha, das wird Euch lehren, aus einem meiner Lieblingsspiele ein unausgegorenes F2P-Strategie-MMO zu machen! :P

motherlode (unregistriert) 19. August 2013 - 18:24 #

Des Weiteren konnten zahlungswillige Spieler maximal 50 Dollar in Age of Empires Online investieren.

Ohja. Neverwinter hat zum Beispiel mehr teure Pakete verkauft, als billige Pakete.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 19. August 2013 - 21:15 #

Mir hat es Spass gemacht.

Aiex 16 Übertalent - 4334 - 19. August 2013 - 21:32 #

Ich habe es am Anfang einmal angeguckt, nach der 1. Mission kam ein Bug und es ging nicht weiter, dann hatte ich die Schnauze voll.

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