GG-Angespielt: PES 2014

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3. August 2013 - 15:00 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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"Alle Jahre wieder" – so die altbekannte Devise bei Sportspielen. Dem neuesten Pro Evolution Soccer spendiert Konami dieses Mal aber deutlich mehr als nur ein Update: Es fühlt sich wie ein neues Spiel an.

Seit sechs Jahren setzt Konami bei ihrer Pro Evolution Soccer-Reihe auf die grundsätzlich gleiche Engine. Gerade in den letzten Jahren kümmerte man sich daher vornehmlich um Details – einige Verbesserungen in der Ballphysik hier, obligatorische Kader-Updates dort. Nun lassen die Japaner aber endlich Gnade walten und schicken die betuchte Engine in Rente. Mit PES 2014 wird die Serie erstmals die neue Fox-Engine von Kojima Productions einsetzen, die auch bei Metal Gear Solid - Ground Zeroes zum Einsatz kommen wird.

Mit einer aktuellen Preview-Version konnten wir PES 2014 erstmals in Ruhe in der Redaktion auf den Zahn fühlen. Und sind sehr angetan von unseren Erlebnissen!

Achtung, Stolperfalle
Dass es sich bei PES 2014 nicht nur um eine leicht verbesserte Version handelt, sondern um ein ganz neues Spiel, merken wir ziemlich schnell. Auch erfahrene PES-Veteranen werden sich einarbeiten müssen! Das Geschehen auf dem Spielfeld verläuft etwas langsamer, die Spielgeschwindigkeit lässt sich aber um jeweils zwei Stufen erhöhen oder verringern. Die größten Änderungen bringt die Fox Engine mit sich, sie wirkt sich unter anderem auf Spieler- und Ballphysik aus: Steht etwa der anzuspielende Kicker nicht ideal oder schafft er es nicht rechtzeitig, sich richtig zu positionieren, springt ihm die Kugel gerne vom Fuß oder von der Brust. Dasselbe gilt auch für die Ballannahme im vollen Lauf. In solchen Fällen wird besonders deutlich, dass Ball und Körper nun endlich unabhängig voneinander berechnet werden.

Auch das neue Motion Animation Stability System (M.A.S.S.), das sich ähnlich wie die Player-Impact-Engine aus FIFA 13 (GG-Test: 9.5) verhält, kommt zum Tragen: Die Animationen der Spieler sehen durchweg sehr echt aus, hier hat das Konami-eigene Studio PES Productions saubere Arbeit geleistet. Geht ein gefoulter Spieler zu Boden, gibt es jedes Mal eine andere, immer glaubwürdige Animation – das kannten wir so bisher nur von der Konkurrenz aus dem Hause EA. In der Nahaufnahme der Wiederholung lassen sich dann aber doch kleinere Ungereimtheiten erkennen, etwa Arme, die mal eben den Kopf des Gegenspielers ignorieren. Das neue System kommt aber nicht nur der Optik zugute, auch spielerisch wirkt es sich positiv aus. Ein wieselflinker Spieler wie Ribéry ist im Sprint auf der Außenbahn nur noch schwer zu stoppen, da die kleinste Berührung reicht, ihn schiedsrichterpfifftauglich ins Stolpern zu bringen.
Zweikämpfe werden ab sofort knallhart geführt. Gerade bei vollem Lauf kann jede Berührung den gegnerischen Spieler zu Fall bringen.
Schnelles Umschaltspiel
Blindpässe oder auch der berühmte hohe Pass in den Lauf, die bei PES bisher relativ häufig zum Erfolg führten, wurden in ihrer Wirkung abgeschwächt. Das liegt auch an der schlau agierenden Gegner-KI, die schnell vom Angriff in die Verteidigung, und umgekehrt, schaltet. Schon kleinste Fehler werden gnadenlos bestraft. Als wir bei einem Torwartabwurf nicht aufpassen, kommt plötzlich ein gegnerischer Stürmer angelaufen, stibitzt den Ball und schiebt ihn in aller Ruhe ins Netz. Vor perfekt spielenden Computergegnern müsst ihr euch aber nicht fürchten, dafür leisten sie sich zu viele (nachvollziehbare) Fehler: Setzen wir unsere Gegenspieler mit Pressing unter Druck, landen mehr und mehr Pässe im Aus oder vor unseren Füßen.

Auch an der künstlichen Intelligenz unserer eigenen Mitspieler haben wir nach den ersten Probepartien nur wenig auszusetzen. Hin und wieder hätten wir uns jedoch gewünscht, dass sie schneller von allein aufrücken, damit wir bei einer Flanke mehr als nur einen Stürmer anspielen können. Zwar lässt sich dieses Problem leicht über die taktischen Einstellungen beheben, doch für ein schnelles Spiel zwischendurch möchten wir nicht immer unsere Voreinstellungen überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Für den erfolgreichen Abschluss spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Nur wer im richtigen Moment die Schusstaste drückt, trifft ins Eckige.
Gnadenlose Schiris
Realismus wird in PES 2014 erneut groß geschrieben. Vor allem die Bewegungen des Balls lassen sich jederzeit nachvollziehen, sei es nun bei hochgeschlagen Flanken oder bei Abprallern am Aluminium. Wie gewohnt ergeben sich so auch wieder sehr skurrile Situationen, etwa ein von uns miterlebtes unverschuldetes Eigentor durch Manuel Neuer: Nachdem der virtuelle Nationaltorhüter einen gegnerischen Schuss glänzend parierte, setzte ein Italiener zum Abstauber durch einen Kopfball an. Wir freuten uns noch kurz, dass er nur die Latte trifft, allerding fiel die Kugel so unglücklich auf den immer noch am Boden liegenden Neuer, dass sie ins Tor kullerte. Solche Szenen schreibt das Leben, oder eben nun auch PES 14!

Stichwort Torhüter: Die verfügen nun über einen neuen, besonders weiten Abwurf, der mit einem Pass in den Lauf gleichzusetzen ist. Weniger zufrieden sind wir mit der Leistung der Schiris, die in der von uns gespielten Preview-Version noch viel zu streng und genau pfeifen. Bereits bei einem kleinen Foul in der ersten Spielminute sahen wir die rote Karte. Und berühren wir nur leicht den gegnerischen Torwart, nachdem er erst vor einer Zehntelsekunde den Ball weggeschossen hat, gibt es gleich eine gelbe Karte – hier wünschen wir uns für die finale Version etwas mehr richterliche Gnade.
Fan-Choreografien zu Beginn eines Spiels steigern die Stadionatmosphäre.
Echte Stadionatmosphäre
„Entscheidend ist auf’m Platz“ – das gilt zwar auch für PES 2014, doch legt der neue Serienteil gerade in Sachen Atmosphäre mehr als nur eine Schippe zu. Beim Einmarsch in die Münchner Allianz-Arena sehen wir eine hübsche Choreografie, beim Heimspiel des Santos FC entzünden die Fans vor dem Anpfiff dutzende bengalische Feuer. Aber auch nach dem Spielstart geht es weiter. Mit originalen, aber auch generischen Fangesängen feuern die Fans ihre Heimmannschaft an. Verpassen wir nur knapp das gegnerische Tor, geht ein lautes Raunen durch das Stadion, trifft das Gästeteam, erschallt ein gellendes Pfeifkonzert. Das wiederum überträgt sich auch auf die Leistung der Kicker auf dem Platz: Das zu Hause spielende Team lässt sich von der Stimmung antreiben, die Gäste hingegen einschüchtern. Aber auch wenn uns diese Neuheit grundsätzlich gefällt: Für Multiplayer-Partien und Turniere hoffen wir dennoch, die Funktion abschalten zu können – in unserer Version ging dies noch nicht.

Grafisch dürfen Konsolenspieler trotz neuer Engine keine riesigen Sprünge erwarten. Zwar ist das Spiel alles andere als hässlich, deutlich hübscher als PES 2013 ist es aber auch nicht. Dass die Spieler ihren Vorbildern größtenteils sehr stark nachempfunden sind, lässt sich erst in der Wiederholung erkennen. Spätestens aber mit der PC-Version oder den Next-Gen-Versionen von PES 2015 rechnen wir hier mit deutlicherer Steigerung – PES 2014 wird nämlich trotz anstehender Xbox One und PS4 nur für die aktuelle Konsolengeneration und den PC erscheinen.

Größtenteils verläuft das Spielgeschehen flüssig, Ruckler gibt es nur äußerst selten – wenn, dann aber ausgerechnet und ausschließlich in Strafraumszenen, wo man sie nun wirklich gar nicht brauchen kann.
Besonders in der Nahaufnahme wirken die Gesichter der Spieler sehr detailliert.
Ausblick: Engine-Wechsel wirkt sich positiv aus
Bereits in unserer Preview-Version hinterlässt PES 2014 einen sehr guten Eindruck. Die Grunderneuerung mit dem Wechsel zur Fox Engine tut der Serie sichtlich gut. Das Spielgeschehen auf dem Platz lässt sich nun noch besser nachvollziehen. Insbesondere die Körperduelle haben dank der neuen Physikroutinen realistische Auswirkungen. Und auch atmosphärisch macht PES 2014 bisher alles richtig. Trotz fehlender Lizenzen – die Bundesliga wird einmal mehr nur mit wenigen Teams wie Bayern München vertreten sein – können wir uns sehr gut vorstellen, dass Konami mit dem neuen Serienteil ein paar alte Fans aus dem FIFA-Lager zurückgewinnt. Wir freuen uns auf das Duell im Spätsommer!

Autor: Christoph Vent / Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)
Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32794 - 3. August 2013 - 15:15 #

Das hört sich doch gut an. Schön für PC Spieler das es die gleiche Engine ist.

ganga Community-Moderator - P - 15588 - 3. August 2013 - 15:44 #

Was ist mit dem BVB?

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2453 - 3. August 2013 - 15:58 #

Wird es ziemlich sicher nicht geben.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 3. August 2013 - 16:23 #

Doch ist dabei
https://www.facebook.com/ProEvolutionSsoccer2014/posts/599340436752324

ganga Community-Moderator - P - 15588 - 3. August 2013 - 18:07 #

Sehr schön :)

sanfan (unregistriert) 3. August 2013 - 22:34 #

PESEdit.com

Die Lizenzen sind komplett egal. Das könnten sie sich auch sparen und komplett mit Fakenamen rausbringen, macht kein Unterschied.
Wer spielt PES ohne Patch?

ganga Community-Moderator - P - 15588 - 4. August 2013 - 10:22 #

Schon klar, am PC ja auch kein Problem, auf der Konsole aber schon

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 3. August 2013 - 16:05 #

Hach, was wäre es schön, wenn es mal wieder zu einem RICHTIG guten PES (sprich PES6-gut) reichen würde! Das Preview gibt da ja zumindest Anlass zur Hoffnung.
So langsam hätte ich nämlich mal wieder Bock auf ein wenig Abwechslung in meiner Fußball-Sim-Rotation...

Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 4. August 2013 - 2:16 #

...hoffen wir, dass es dieses Jahr wirklich wahr wird. Nach PES6 war jedes ProEvo Schund.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 4. August 2013 - 10:38 #

Nö, PES 2011 war richtig gut. Teilweise werden die PS2-Teile auch etwas verklärt, hab letztens noch mal PES 5 gespielt und fand es ziemlich zäh.
Als Arcade-lastiges Spiel hat auch PES 2008 sehr gut funktioniert, man durfte nur keine Simulation erwarten.

Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 4. August 2013 - 11:57 #

Sehe ich leider komplett anders. Und dass, obwohl ich der größte PES Fanboy war. KONAMI hat einfach alles vermissen lassen, was sie vorher ausgezeichnet hat. Bis PES6 war jedes Pes immer eine klare Steigerung und deutliche und konsequente Weiterentwicklung. Pes 2007 war eine riesen Frechheit und alles was danach kam, war Schadensminderung aber kein Vergleich zu den für ihre Zeit großartigen PES 1-6.

C. Ronaldo (unregistriert) 4. August 2013 - 14:46 #

Du meinst wohl der größte FIFA Fanboy. ;-)
PES 2007 IST PES 6, erst mit PES 2008 wurden die Jahreszahlen eingeführt.

Die Wertungen in der deutschen Fachpresse waren in den letzten acht Jahren immer sehr positiv. Auch wenn FIFA aktuell die Nase vorn hat, ist PES immer noch ein sehr gutes Spiel. Aber es ist ja immer leicht die Arbeit von Anderen als Schund zu bezeichnen...

Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 4. August 2013 - 16:08 #

Hör mal zu du Schmierwurst, in welcher Silbe habe ich FIFA erwähnt? Deine billigen Trollversuche kannst du dir sparen.

Ich meinte natürlich das unsägliche Pes 2008 und nicht 2007 (mea culpa).

"Schund" war natürlich eine Hyperbel (...welch Überraschung), dennoch sind die neuen Teile im Vergleich zu den vorigen Teilen einfach schlecht. Da kann die Fachpresse noch so gute Wertungen rausfeuern.

Der EA Manager hat bis vor wenigen Jahren auch immer haushohe Wertungen bekommen, bis man der sog. Fachpresse mal gesteckt hat, dass das Spiel sau verbuggt ist und von der Spielmechanik sogar in manchen Fällen kaputt.

Hoffen wir einfach, dass Konami dieses Jahr endlich mal wieder ein Brett abliefert, denn was gibt es als PC-Spieler besseres, als ein mit Fanpatches aufpoliertes Pro Evo, was sich toll spielt?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 4. August 2013 - 16:21 #

"Hör mal zu du Schmierwurst..."

Kein Grund beleidigend zu werden. Laß sowas bitte. Beleidigungen duldet GG nicht. Man kann auch vernünftig reagieren.

Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 4. August 2013 - 16:32 #

Jemanden als Schmierwurst zu titulieren ist ungefähr so, wie wenn man jemanden mit Wattebällchen bewirft, aber ich hab schon verstanden...

Ditze 13 Koop-Gamer - 1254 - 4. August 2013 - 19:57 #

Mit Schalke 04 wurde PES wieder richtig gut.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 3. August 2013 - 16:34 #

Übrigens zum Steckbrief, es wird keine WiiU Version von PES2014 geben und die 3DS Version ist bisher auch nur für Japan angekündigt, ebenso wie eine PSP Version. ^^

Bastro 15 Kenner - 3099 - 3. August 2013 - 16:36 #

Dutzende Bengalos? Das wird aber von Manchen nicht gern gesehen ;-)

schreiben (unregistriert) 3. August 2013 - 17:27 #

PES14 sieht dieses Jahr um Lichtjahre besser aus, da bekommt man sogar die aktuelle Version und nicht die letztjährige Version mit Datenbankupdate... (hi EA!)

Raiger 13 Koop-Gamer - 1294 - 4. August 2013 - 9:18 #

Jedes Jahr das Selbe, wie Cod...

ganga Community-Moderator - P - 15588 - 4. August 2013 - 10:26 #

Es ist ein Fußballspiel...sie werden wohl kaum Hallenhalma spielen

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 4. August 2013 - 12:04 #

Open World, RPG Leveling und Deckungssystem ist ja wohl das mindeste, was ich heutzutage von einem Spiel erwarte..! xP

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 4. August 2013 - 13:02 #

Man hat doch Open-World... man kann immerhin über den ganzen Platz laufen. Und die Welt eines Fußballers ist eben der Fußballplatz.

RPG Leveling hat man auch. Ich meine... sowas wie Schussgenauigkeit, Kondition und so erhöht sich ja im Laufe einer Saison.

Und Deckungssystem? Wir reden hier immerhin von Fußball, Raum- und Manndeckung ist da doch ein elementarer Bestandteil.

Was hast du also? :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 4. August 2013 - 13:17 #

Open World hat man nicht, mein kann man in der Halbzeit schnell zum Bierstand laufen und sich was genehmigen? Oder kann man auf die Tribüne und nen Fan der einen ständig mit Bechern bewirft eine verpassen?
Nö, man ist auf das Grün auf dem Platz beschränkt. :p

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14533 - 5. August 2013 - 17:10 #

Das klingt so als müsste Rockstar mal ein Fußballspiel machen ;)

csra 06 Bewerter - 55 - 5. August 2013 - 11:01 #

Ob sich dieses jahr ein Update lohnt?

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