Motorgun: Kickstarter-Aktion nach 9 Tagen abgebrochen

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25. Juli 2013 - 19:53 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Aus der „Auferstehung epischer Fahrzeugkämpfe“ – so ein Teil der Projektbeschreibung – und eine Hommage an Interstate '76 durch Motorgun (wir berichteten ausführlich) wird vorerst nichts werden: Vor kurzem haben die Entwickler von Pixelbionic die entsprechende, vor etwa anderthalb Wochen gestartete Kickstarter-Kampagne abgebrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt stellten um die 760 Unterstützer circa 63.000 US-Dollar zur Verfügung – für die Entwicklung des Titels beziehungsweise das Erreichen des ambitionierten Kickstarter-Ziels hätten bis zum 16. August 650.000 US-Dollar erreicht werden müssen.

Im letzten Update schreiben die Entwickler unter anderem, dass Kickstarter „brutal“ sein kann und die vorgestellten Projekte mal auf Resonanz stoßen, ein anderes Mal wieder nicht. Weiter heißt es:

In diesem Fall war das, was wir präsentiert haben, nicht genau das, was ihr wolltet. Infolgedessen haben wir die schwere Entscheidung getroffen, es nicht in die Länge zu ziehen, die Kampagne abzubrechen und mit der Arbeit an der Umformulierung zu beginnen. [...] Wir werden das Spiel ändern, gebt uns weiter Feedback, wir hören zu.

Im weiteren Verlauf des Posting wird darauf hingewiesen, dass in den kommenden Wochen auch das Konzept für die Finanzierungsplattform überarbeitet wird; interessierte Spieler sind zudem aufgerufen, sich im Forum der Entwicklerwebsite zu ihren Wünschen und Vorstellungen zu äußern.

Abschließend schreiben die Entwickler, dass Kickstarter nicht nur eine neue Möglichkeit ist, um Spiele zu finanzieren, sondern auch eine grundlegende Revolution darstellt, bei der die Community die „neuen Anführer“ sind. Es können Projekte umgesetzt werden, die im „alten System“ keine Chance gehabt hätten. Durch „eure Dollars, eure Kommentare und euer Feedback“ wird all dies möglich gemacht. Und schließlich heißt es: „Macht weiter so, ihr verändert die Welt mit jedem Spiel.“

hachel (unregistriert) 25. Juli 2013 - 20:31 #

Zum einen schade. Zum anderen Frage ich mich langsam was Kickstarter für die Entwickler ist... das klingt jetzt arg nach Pauschalisierung aber für mich stellt es sich so dar:

Hauen wir halt mal ein Konzept raus und gucken ob es bei den Leuten ankommt... Setzen wir uns ein 600k $ Ziel und drücken die Daumen das es klappt Oo
Ich mein wo ist die Eigeninitiative? Wenn auf Anhieb nicht klappt dann bricht man ab? Die haben ja sehr viel Vertrauen in ihr Spiel :O

Keine Ahnung... :|

Klendatho 15 Kenner - 3237 - 25. Juli 2013 - 21:45 #

Wenn es bei Kickstarter nicht klappt, wird wahrscheinlich kein Publisher das Projekt hinterher finanzieren. Die sehen ja, das es offenbar keinen Anklang findet...

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21271 - 25. Juli 2013 - 21:50 #

Wenn man sich so die Comments bei Kickstarter durchliest... die wollen kein MMO ala Auto Assault. Ein SP mit cooler Story. Evtl. designen die nun paar Dinge um, verwerfen den MMO Part und machen ein SP mit Coop oder einfachem Mplayer Modi und setzten das nochmal mit nen niedrigeren Ziel rein.. 300 - 400k für SP und Story und Stretch Goals werden dann Deathmatch usw.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24946 - 25. Juli 2013 - 21:50 #

Ohne großen Namen hat man es sehr schwer bei Kickstarter. Und vielleicht hat es ja Anklang gefunden, aber den Leuten war es das Risiko schlicht nicht wert. 65.000$ ist in knapp 10 Tagen ist ja auch keine totale Bruchlandung.

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6333 - 25. Juli 2013 - 22:02 #

Ein großer Name bringt noch gar nix, siehe die Kampagnen von John Romero und Guido Henkel. Wenn's nichts zu sehen gibt reicht ein großer Namen im Normalfall nicht, das Double Fine Adventure mal ausgenommen (was ja aber auch nicht nach Plan läuft...).
Allgemein glaub ich dass Kickstarter seinen Höhepunkt erstmal überschritten hat. Nicht jeder kann die ganze Zeit backen, kostet ja auch Geld. Wer schon einiges gebackt hat wartet erstmal ab was überhaupt bei seinen Pledges rauskommt, natürlich zu Nachteil derer, die jetzt erst eine Kampagne starten.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24946 - 25. Juli 2013 - 23:17 #

Natürlich reicht der Name alleine nicht, aber ohne wird es richtig schwer Summen im sechsstelligen Bereich einzunehmen. Und um etwas zeigen zu können, muss man ja schon einige Monate Arbeit in das Spiel investiert haben.

volcatius (unregistriert) 25. Juli 2013 - 23:44 #

Bei Brian Fargos Wasteland 2 gabs eigentlich auch nichts zu sehen. Allerdings hatte er eine lange und bekannte RPG-Gechichte, ließ seine Verbindungen spielen, führte eine professionelle Kampagne und sprach gezielt seine Klientel an. Und ihm nahm man tatsächlich ab, dass er mit Herzblut dabei war und wieder ein CRPG machen wollte.

Krusk 15 Kenner - 2730 - 26. Juli 2013 - 0:03 #

Und beim Double Fine Adventure gabs noch weniger, nicht mal einen Namen. Das prestige der personen hinter dem Projekt ist extrem wichtig, oder das Konzept schafft es überzeugend die potentielle Kundschaft anzurühren.

Skeptiker (unregistriert) 25. Juli 2013 - 22:09 #

Ich bin jahrelang jeden Samstag kurz vor Mitternacht in meine Stammdisco. Mal war draussen eine 20 Meter Schlange, mal konnte man direkt zur Kasse und rein. Drin war aber immer
voll. Ich habe das Gesetz der Schlange nie verstanden, aber
Kickstarter funktioniert genau so.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38239 - 27. Juli 2013 - 22:11 #

Das ist ja geradezu philosophisch. :D

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6835 - 26. Juli 2013 - 15:33 #

Ich glaub eher, dass es stark an der Berichterstattung darüber liegt. Meist lese ich hier nur Nachrichten über Kickstarter Projekte, wenn diese erfolgreich gebacked wurden oder eben gecancelled wurden. Ich schau einfach nicht dauernd bei Kickstarter vorbei. Vielleicht sollten die Entwickler sich da etwas mehr Gedanken machen, wie sie mehr Medienecho um ihre Projekte bekommen, damit die Leute auch auf die Kickstarterkampagnie aufmerksam werden.

Auf der anderen Seite zeigt dieses Beispiel aber auch einen großen Vorteil von Kickstarter: Entwickler bekommen sehr früh wertvolles Feedback von Kunden und können daran ihre Idee testen und gegebenenfalls noch total umbauen. Daher sind gescheiterte Kampagnien keinesfalls schlecht für Kickstarter; sie zeigen vielmehr, dass es funktioniert und die Entwickler ehrlich genug sind, zuzugeben, wenn eine Idee nicht ganz so aufgeht.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 103128 - 27. Juli 2013 - 5:18 #

Schade, mal sehn was jez kommt...

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