Israel bringt ersten Internet-Streaming-Service für Spiele

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21. Juli 2009 - 11:02 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Internet-basiertes Videospielen wird von manchen in der Branche als die Zukunft der Spieleindustrie gehandelt. Die Idee ist, dass die Spieler zu Hause keinen PC mehr aufrüsten müssen um optisch beeindruckende Titel zu spielen, da diese auf einem Server vorgerendert werden. Dass hierzu eine schnelle Internetverbindung nötig ist, dürfte keinen überraschen, immerhin müssen viele Daten wie eure Bewegungen gestreamt werden.

In den USA wird derweil an zwei Systemen gearbeitet, die auf das Konzept setzen. Das wäre einerseits OnLive und andererseits Gaikai von Dave Perry. Zwar sind die Ansätze der Konkurrenten, die beide noch nicht auf dem Markt sind, sehr unterschiedlich, aber sie haben eine ähnliche Basis.

Alles Zukunftsmusik also? Nicht ganz, denn ein israelischer Kabelbetreiber namens Hot hat jetzt den ersten Streaming-Service für Spiele veröffentlicht, der angeblich die Qualität von PlayStation 3 und Xbox 360 Spielen erreicht. Die Kunden müssen auch keine zusätzliche Hardware kaufen, da die vorhandene TV-Box verwendet wird.

Auf Provider-Seite werden die Spiele von dem Service Playcast zur Verfügung gestellt und bringt Video und Sound durch das Kabelfernsehen zum Endkunden. Die Geschwindigkeit soll eine sehr geringe Latenz haben. Damit ist der israelische Service der bislang einzige seiner Art, weltweit.

Zwar wirbt Playcast mit einer reibungslosgen Integration zwischen Fernsehen und Videospielen, aber konkrete Spiele wurden noch nicht genannt. Und obwohl sich das System erst noch beweisen muss, plant Playcast bereits den Rest der Welt zu erreichen. Genannt wurden die USA, Europa und Asien, die bis spätestens 2010 auf den Service zurückgreifen dürfen.

Wenn ihr mehr Informationen über Dave Perrys Gaikai Projekt sucht, dann schaut euch auch unser ausführliches Interview mit dem Macher an.

Was denkt ihr über das Streamen von Spielen? Liegt hier wirklich die Zukunft der Industrie oder wird es immer nebenher auch normale Konsolen geben? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1448 - 21. Juli 2009 - 11:24 #

Nun ja .. der Schritt is doch klar...
Steam ... dann Stream .. das klingt nich nur ähnlich ... da steckt vor allem ein tolles Rechtekonzept dahinter.
Dann kann ich wirklich nur noch DAS spielen, was ich gerade angeboten bekomme.
KEIN Master of Orion2 mehr... denn das gibts nicht mehr, wenn der Streamingbetreiber das absetzt.

Sagen wir so ... ich BEFÜRCHTE das GameStreaming die einzige Zukunft werden wird. Totale Kontrolle des Betreibers, KEINERLEI Raubkopieen mehr(außer der Server wird geknackt) Back to the Automatenroots ;)
-- Insert Coin --

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 21. Juli 2009 - 11:34 #

ich sehe da ne koppelung an flatrates.. und wenns eh an ein TVangebot und an ne hardwarebox gekoppelt ist und ich das richtig verstehe, dann klingt das irgendwo eher nach ner "no-pc"-lösung im gegensatz zu gaikai.
und wenns das ist, dann kanns uns recht sein.. bringt spieler vielleicht.
hm.. bei gaikai teile ich schon eher die bedenken. aber auch da zahlt man auch wohl ne flat bzw holt sich n abbo für ne firma oder so (muss man wohl abwarten, was dabei rauskommt).

Ralph 11 Forenversteher - 642 - 21. Juli 2009 - 11:34 #

Naja, es steht halt die Frage, wie das von den Rechten her dann gemacht wird. Hat der Kunde das Recht die Titel immer spielen zu können? Falls nein, wird es eine Möglichkeit geben alte Titel, bevor sie ganz verschwinden als Download zu bekommen?

Generell hat die ganze Geschichte schon auch ihren Charme. Aber es ist wie überall anders auch, jede Medaille hat halt zwei Seiten.
Die gute Seite ist wohl, überall ohne Probleme und Installationen loszocken zu können.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 21. Juli 2009 - 11:39 #

schau dir mal gametap (vor wenigen tagen kleiner bericht in den news) an. da zahlste für den goldacc auch. und plötzlich können sie die angebotenen games usw rausnehmen. bist halt kunde des service, kein käufer des spiels.
und das wurmt mich bei steam. ist nur ein klein wenig anders, aber man zahlt nicht den service, sondern für gekoppelte spiele (vollpreis) und besitzt sie nicht und muss dann hoffen, daß dann der service nicht die pforten schließt. weil dann besitzt man die games IMMERNOCH nicht. am ende des tages läufts aufs selbe hinaus.. aber auf das prinzip von steam möcht ich mich trotzdem nicht so frei einlassen.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 21. Juli 2009 - 11:57 #

Das Rausnehmen der Spiele bezog sich aber afaik auf den freien Account und der hat wechselnde Angebote von 1-2 Woche als Spielerotation bzw jetzt einmal umgestellt, weil der Besitzer gewechselt hat (was Newsletter angekündigt war). Glaub nicht, dass die aus ihrem Abbo (welches btw nur in Amerika zugänglich ist) Spiele rauswerfen, die halten da jeden Kleinmist drin und warum sollten sie auch nicht? Das Spiel eine Runde bei sich vorrätig haben ist für sie ja kein extremer Aufwand.

malcolmY 09 Triple-Talent - 292 - 21. Juli 2009 - 13:23 #

a) Pünktchen waren wohl im Sonderangebot. ;)
b) Wird Streaming ein ein Zusatzangebot und kein Ersatz für herkömmliche Spiele
c) Steckt das alles noch TIEEEF in den Kinderschuhen, und ich glaube auch kaum daß das momentan funktioniert, was der Betreiber da verspricht, also kann man auf derlei Untergangsszenarien überhaupt noch nicht schließen

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1448 - 22. Juli 2009 - 9:23 #

Pünktchen gibts bei mir immer im Sonderangebot... also wenn du welche brauchst.. einfach nachfragen.

Porter 05 Spieler - 2981 - 21. Juli 2009 - 11:35 #

jo hat shcon was von -Insert Coin- ^^

das wäre das Ende der Privaten Spiele Sammlung... :-(

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 21. Juli 2009 - 12:06 #

streams naja hört sich nett an aber seh dem ganzen sehr skeptisch entgegen!
was macht denn den Pc besonders?
das sind Modifikationen, Fan addons usw dies wird dann alles nicht mehr möglich sein da man ja nichts mehr auf der platte hat ausser evtl savegames!

auch der support wenn ich mir metaboli anschaue die haben so eine flatrate für spiele bis da mal der aktuelle patch draufgespielt wird dauert das wochen wenn nich sogar monate übrigens machen das auch israelis glaube sogar die selbe Firma die diese technik zur verfügung stellt!

schöne idee aber die wirkliche ebtriebsform wirds denk nicht werden
EDIT: zumal bräuchtee man erstmal ein flächendeckende HIghspeedDSL was vor allem in europa noch weit weg ist! ich bin zb auch auf mach dsl 3000 angewiesen mehr is nicht möglich ^^

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 21. Juli 2009 - 12:09 #

Nicht flächendeckend, nur genug damits finanziell für die Firmen lohnt. Zu warten bis jedes Land umfassende Netze hat, damits jeder nutzen kann, würde dann wohl doch dezent zu lange dauern.

Peter (unregistriert) 21. Juli 2009 - 16:26 #

Finde ich auch nicht den Hit. Mir persönlich gefällt nicht, dass man dadurch Einsicht bekommt, wie man selbst spielt. Ich sehe dadurch wieder ein Stück Privatsphäre von mir genommen.
Ach ich habe keine Lust mehr auf Computerspiele.. Ich geh wieder zu Lego über.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 21. Juli 2009 - 18:14 #

Wenns keiner kauft, dann setzt es sich auch nicht durch. Also kaufen wirs halt einfach nicht... ;)

Bernd (unregistriert) 22. Juli 2009 - 8:30 #

Vor allem sind die Kunden damit viel zu abhängig vom Internet. Ist zB beim Umzug mal kein Netz vorhanden / oder unterbricht die Verbindung kurzzeitig kann ich nicht eben mal so ein Spiel einlegen und zocken.

Ich finde in der heutigen Zeit ist mann schon abhängig genug von einem schnellen DSL- Zugang, dass sollte nicht noch auf die Spitze getrieben werden!!

Zachrid 07 Dual-Talent - 119 - 22. Juli 2009 - 18:09 #

Wie bei jedem neuen Medium werden auch Services wie OnLive die Konsolen oder PCs nicht verdrängen - genau so wenig wie das Fernsehen das Kino verdrängt hat, der Markt teilt sich nur weiter auf.

Wenn man allerdings wirklich prophezeien möchte, welche Industrie am meisten unter Streaming-Angeboten leiden wird, tippe ich auf die Konsolen.

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