Metro-Schöpfer: „Die meisten Spiele stammen von Idioten“

PC 360 PS3
Bild von Freylis
Freylis 21372 EXP - 20 Gold-Gamer,R9,S7,J1
News-Redaktion: Hat von der Redaktion weitere Rechte für das News-Redigieren erhaltenGold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Schreiber: Hat Stufe5 der Schreiber-Klasse erreichtBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtVeteran-Poster: Seine Forumsposts brachten ihm 2000 EXPDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenRedigier-Veteran: Verdiente 1000 EXP durch Edits fremder News/ArtikelStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhalten

20. Mai 2013 - 20:52 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Metro - Last Light ab 14,00 € bei Amazon.de kaufen.

Gerade ist mit Metro – Last Light (GG-Test) die zweite Shooter-Umsetzung des dystopischen Szenarios erschienen, das von Schriftsteller Dmitri Gluchowski stammt. In einem Interview mit n-tv hat der in Moskau residierende Journalist und Autor zu seinen Werken und dem neuen Spiel Stellung bezogen – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen.
 
Seiner Meinung nach seien „die meisten Spiele [...] von Idioten geschrieben“. Oftmals werde übersehen, dass zumindest die ältere Generation der Videospieler aufgrund ihrer Lebenserfahrung vermehrt nach gehaltvolleren Titeln Ausschau halte.

Designer behandeln Spieler wie Jugendliche mit einer starken Libido. Sie denken, sie können Spieler mit viel Blut befriedigen [...] und ein paar weiblichen Charakteren, bei denen zumindest Teile der Brüste zu sehen sind. Ja, diese Spieler waren wir – aber das ist 20 Jahre her. [...] Wir sollten nicht davon ausgehen, dass Spieler primitiv sind.

So habe seine inzwischen sehr erfolgreiche Buchvorlage zum ersten Spiel der Reihe, Metro 2033, zunächst keinen Anklang bei etablierten Verlagen gefunden, da diese dahinter ein oberflächliches Science-Fiction-Werk vermutet hätten. Die wahre „psychologische Triebkraft“ sei jedoch die Charakterentwicklung des Protagonisten Artjom, der sich im Angesicht gravierender Entscheidungen vom Jungen zum Mann entwickelt. Ebenso sei der Moskauer Untergrund nach der atomaren Katastrophe nicht nur als post-apokalyptisches Szenario zu verstehen. Vielmehr sei es eine Metapher für die politische Entwicklung Russlands nach dem Zerfall der Sowjetunion, die eine Aufspaltung in politische Fraktionen und Interessengruppen nach sich gezogen habe. Daraus habe sich eine „Korruptionspyramide“ herausgebildet, in der Politik zu einer „Farce“ und Politiker zu bloßen Marionetten übergeordneter Machtstrukturen verkommen seien. Solche Fraktionen und korrupten Zustände werden in Metro - Last Light eindrücklich thematisiert, wo die neugewonnene Freiheit der Überlebenden abermals zu einem politisch motivierten Wettstreit um Macht und Ressourcen mutiert. Gluchowskis Kernaussage ist, dass die Menschheit nicht aus ihren Fehlern lernt.

Menschen sind an Krieg gewöhnt, Frieden ist langweilig. [...] Wir sind eigentlich Tiere, die Millionen Jahre jede Sekunde für ihre Existenz gestritten haben. Und dafür sind unsere Instinkte ausgelegt.

 Ihr findet das komplette Interview direkt hier oder über die Quellen. 

Roland 18 Doppel-Voter - 10848 - 20. Mai 2013 - 19:31 #

Besserer Klartext geht nicht. Oft sind Spiele inhaltlich für mich wie vor 16 Jahren, und da war ich 15 Jahre alt. Mich heute mit Spielen rumzuplagen, zu denen Gluchowskis Beschreibung passt wie die Faust auf das Auge, ist richtig nervig.

Da sehe ich auch eine kleine Hoffnung beim Crowdfunding - innovative, durchaus vom Budget ggf. bescheidene Projekte finden bei großen Publishern kaum Anklang.

IhrName (unregistriert) 21. Mai 2013 - 15:34 #

Also laut Angry Joe's Review ist im neuen Metro eine Sequenz drinn wo man in einem Stripclub ist und den detaliertesten Lapdance seit GTA4 bekommt. Das alles soll wenig relevant für die ganze Story sein ...
Ich persönlich hab da ja kein Problem mit, aber nach dieser Aussage zu urteilen werden sie es wohl rauspatchen oder ...

oldschooler (unregistriert) 31. Mai 2013 - 17:05 #

Ich hab mir immer ein komplexeres Master of Orion 4, Jagged Alliance 3, Baldurs Gate 3 etc. gewünnscht. Heute gilt das als Komplex was mir schon früher zu anspruchslos war. Meine Hoffnung ruht auch auf Kickstart - die Spiele Konzerne sind für mich tot. Die werden nur mehr ignoriert und Ihre öden neuen Konsolen auch.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 20. Mai 2013 - 19:40 #

Muss dem Mann leider zustimmen. Das letzte Spiel, dessen Skript mich vollkommen enttäuscht hat, war Deus Ex 3. So ein unstimmiges schlechtes Ende, als ob es ein Teenager während einer langweiligen Mathestunde fabriziert hätte. Im vergleich dazu war Metro schon schöner.

Da hab ich lieber Spiele ohne viel Story, wie in DayZ :)

Vaedian (unregistriert) 20. Mai 2013 - 21:47 #

Bitte wählen Sie Tor 1, Tor 2 oder Tor 3 für Ihr gewünschtes Ende!

Das war so grausam schlecht ...

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8159 - 20. Mai 2013 - 23:38 #

Aber zumindest konnte man das in 3 Minuten abwickeln statt zu einem Savegame von vor 20-Minuten zu greifen, um einen weiteren dämlichen "Bossfight" zu machen.

Ansonsten ja, das war ein Armutszeugnis.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 0:00 #

Mit den kurz vor knapp Enden bewegt es sich doch in guter Serientradition. Bei den vorherigen Teilen war es nicht anders. Allerdings gab's da zumindest auch noch unterschiedliche Bilder und nicht nur unterschiedliches Gelaber.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 0:07 #

Und egal was man wählt, dahinter wartet der Zonk. ;)

KoffeinJunkie (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:02 #

Das war in Deus Ex genauso und trotzdem war es ein brillantes Spiel.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Mai 2013 - 1:35 #

*Genau so* war es in Deus Ex sicherlich nicht.

lis (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:38 #

Stimmt, es war schlimmer.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 21. Mai 2013 - 13:22 #

Das Ende war nur die Spitze des Eisbergs, Deus Ex 3 fand ich durchweg schlecht geschrieben. Es war sehr stylisch und hat mir viel Spaß gemacht, aber der Plot an sich war einfach nur schlecht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6958 - 21. Mai 2013 - 5:45 #

Oder plötzlich auftauchende Charaktere, wie das "Kind" am Ende von ME3. Tolles Spiel, aber dieses Ende -.-

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 21. Mai 2013 - 10:00 #

des Kind is doch von Beginn von ME3 mit dabei,

Vaedian (unregistriert) 21. Mai 2013 - 12:05 #

Eben. Der Bengel taucht in den ersten 5 Minuten auf und zieht sich durchs ganze Spiel durch.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16747 - 20. Mai 2013 - 19:48 #

Nur ein paar weibliche Charakere bei denen teilweise die Brüste zu sehen sind, was? Ich mag mich zwar täuschen, aber gibt es im neuen Metro nicht eine Szene, in der Artjom auf einmal in einem Striplokal steht und einen völlig unnötigen Lapdance bekommt? Was das betrifft sollte der gute Mann vielleicht erstmal vor der eigenen Türe kehren. ;)

Endamon 15 Kenner - 3900 - 20. Mai 2013 - 21:10 #

Könnte ja sein das die Entwickler sich im Design -nicht immer- an seine Vorgaben gehalten haben. Schwierig das ohne mehr Kontext zu deuten, ich habe das Interview natürlich ganz gelesen. Zusammen passen tut es aber nicht, da gebe ich dir Recht.

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 20. Mai 2013 - 21:25 #

Ich weiß jetzt nicht wie es hier in dem Spiel gelöst ist, aber ich glaube ihn stört was anderes:
Es gibt einen Unterschied, ob man Frauen so in die Spielwelt integriert wie etwa beim Duke oder glaubwürdig und passend in ein Spiel einfügt. Und klar gibt es in so einer Welt dann auch einen Stripclub.

Ragdel 13 Koop-Gamer - 1268 - 21. Mai 2013 - 0:57 #

Natürlich mit der besten Brüstewackelphysik seit DoA.
Der Mann kann stolz sein das Metro so ein reifes Spiel geworden ist. :)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16747 - 21. Mai 2013 - 12:50 #

Es geht ja nicht darum, dass es in der Welt einen Stripclub gibt, keine Frage. Aber einerseits so eine düstere, ernste Welt aufzubauen und auf einmal - BOOM - Lapdance in your face. Wirkt auf mich schon ein wenig wie "Hier, pubertierender männlicher Spieler, zeige ich Dir ein paar Brüste."^^ Sich gleichzeitig mit so einer starken Aussage aus dem Fenster zu lehnen, wollte ich zumindest mal hinterfragen. ;)

Die Frage, wieviel Einfluss er überhaupt auf das Spiel hatte, ist natürlich berechtigt.

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 13:59 #

Gerade wegen der düsteren, ernsten Welt passt es doch ziemlich gut. Gibt ja schließlich keine Konsolen, mit denen man sich die Zeit vertreiben könnte :p

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 20. Mai 2013 - 21:27 #

Stimmt schon, das Spiel waere sicherlich auch ohne die explizite Szene ausgekommen. Die Szene ist allerdings gut in den Zusammenhang eingebettet - ebenso wie das Cabaret und andere kleinere "Show-Einlagen". Sie unterstreicht das korrupte Bild des Untergrunds, wo Prostitution zum traurigen Alltag gehoert. Wahrscheinlich ist das Ganze auch mit russischer Lebenskultur verbunden, wo Prostitution wohl noch gaengiger ist als beispielsweise in Holland (vor allem Amsterdam).

Endamon 15 Kenner - 3900 - 20. Mai 2013 - 21:31 #

Aus der Sicht natürlich nachvollziehbar(er).

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 20. Mai 2013 - 23:00 #

Lapdance, Striplokal...vielleicht sollte ich dem Spiel nochmal ne Chance geben. Ich hatte bisher anscheinend völlig falsche Vorstellungen davon...

Karpfenkrapfen (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:07 #

"Designer behandeln Spieler wie Jugendliche mit einer starken Libido. Sie denken, sie können Spieler mit viel Blut befriedigen [...] und ein paar weiblichen Charakteren, bei denen zumindest Teile der Brüste zu sehen sind." Ja diese Spieler gibt es auch heute noch. ;D

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 21. Mai 2013 - 1:28 #

So witzig seine Formulierung da ist, muss das ja noch kein schlechtes Erzählen sein. Das Zitat könnte man auch genau so über Game of Thrones sagen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16747 - 21. Mai 2013 - 13:19 #

Das kann natürlich sein. Ich bin was diese Szene angeht auch etwas zwiegespalten. Ich finde es einerseits sehr erfrischend, dass das Spiel einfach ganz offen eine nackte Frau zeigt, statt einer in typischer US-Blockbuster-Manier notdürftig in semidurchsichtigen, hautengen Klamotten verhüllten. ;) Gleichzeitig wirkt die Szene auf mich doch sehr pubertär. Einerseits eine sehr beklemmende, düstere, erwachsene Welt, aber dann auf einmel "Boobies in your face!"^^ Das kommt für mich mit der Aussage des guten Mannes irgendwie nicht zusammen. ;)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6857 - 20. Mai 2013 - 22:05 #

Auch in Metro 2033 gibt es eine (optionale) Szene mit einer "Prostituierten". Wirkt aber überhaupt nicht unnötig, im Gegensatz zu einigen anderen Spielen.

Azzi (unregistriert) 20. Mai 2013 - 21:30 #

Er hat Recht, viele gerade Action Spiele sind einfach unglaublich peinlich und stupide. Kein Feingefühl bei Story,Thematik, Charakteren und Emotionen.
Und das empfinde ich als 26 Jähriger schon so, und dann kommen paarn 30-40 Jährige Redakteure und geben denen Bestnoten. Da kann ich oft auch nurn Kopp schütteln.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21031 - 20. Mai 2013 - 21:27 #

Super Text. Geb den Mann in allen Punkten recht. Früher haben wir Doom, Quake, Soldier of Fortune, gespielt und uns da teils noch Bloodpatches zugelegt. Heute will ich eher in die Zeit des C64/ Anfang meiner PC Zeit zurück und Spiele mit Storys, Inhalt, Charakteren und weniger Gewalt. Muss nicht sein!

Skotty 12 Trollwächter - 859 - 20. Mai 2013 - 21:32 #

Der Mann hat absolut recht!
Ich finde man kann das auch auf 90% der Kinofilme beziehen.

oldschooler (unregistriert) 31. Mai 2013 - 17:08 #

Bei den Filmen ist es total schlimm. Mir wird immer mehr klar, wie verdammt die neue Generation doch ist und wie glücklich sich die Jahrgänge der 70er schätzen können. Denn die 80er und 90er hatten so viel mehr zu bieten als der ganze dreck heutzutage. egal ob filme musik oder frauen. (da waren schöne titten noch echte titten - auch wenns wenige gab ich kann diese angeschmierten, plastik titten aufgespritze lippen tanten nicht mehr sehen....)

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 85183 - 20. Mai 2013 - 21:42 #

*nickt zustimmend*

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 20. Mai 2013 - 23:31 #

*nickt mit*

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 1:23 #

*stimmt in das stumme Konzert der Nickenden mit ein*

lis (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:26 #

Wie die Tattergreisinnen. :)

Kirkegard 19 Megatalent - 15641 - 21. Mai 2013 - 9:16 #

Nee, Hospitalismus ;-)

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50839 - 21. Mai 2013 - 5:43 #

headbangen ???

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 35960 - 26. Mai 2013 - 19:49 #

zustimmend dauernickend..

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1151 - 21. Mai 2013 - 13:15 #

*nickt ein*

Vidar 18 Doppel-Voter - 12534 - 20. Mai 2013 - 21:44 #

Welch wahre Worte!

Allerdings habe ich auch das Gefühl das es viele Spieler es auch so wollen.
Es gibt ja tatsächlich Leute die sich über zu viel Dialoge bei einem Mass Effect beschweren oder in Fire Emblem alle Dialoge skippen weil sie eh nur stören. Laut enr Bioware Statistik skippen mehr als die hälfte der Spieler die Dialoge, warum also die mühe machen diese Tiefgründiger zu gestalten?
Auch bei weiblichen Charakteren, das zeigen zb die gefühlten zig tausend Mods in Skyrim welche an der weiblichen Darstellung "schrauben" das sie aussehen als wären sie frisch vom Straßenstrich.

Es liegt also nicht an den idioten sondern eher an den Primitivlingen da draußen :p

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 20. Mai 2013 - 21:48 #

Das stimmt. Ich gehöre ja zu den bedauernswerten Gestalten, die sich ab und zu Lets Play Videos anschauen. Wenn ich dann sehe, dass der Spieler bei einem storylastigen Spiel jedes Log ignoriert, sich dann noch beschwert die Story wäre Müll und das Spiel wäre Schrott, weil man nicht weiss worum es geht, dann denke ich einfach, Perlen vor die Säue. Schon klar, dass mancher Entwickler sich dann sagt, wozu eine ausgefeilte Story, wenn sie eh kaum einer richtig wahrnimmt.

Roland 18 Doppel-Voter - 10848 - 20. Mai 2013 - 22:09 #

Jau. Doch dann könnten sie sich auch das Spiel sparen. Ist eine Story von vornherein mies, überspringe ich das Dummgelaber auch. Doch storylastig-tiefgründige Spiele lese ich sehr gerne. Als Beispiel das Rollenspiel Inquisitor. Sehr textlastig, aber fantastisch geschrieben.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21031 - 20. Mai 2013 - 22:24 #

Deswegen hat WoW ja keine Story...sind ja nur Texte zum lesen...Wait! Wenn man die ganze Story kennt (Warcraft 1-3, alle Bücher und Comics) wird da so viel Story erzählt und aus diesen Quellen wiedergegeben. Aber spiel mal mit einigen Leuten...Klick Quest, runterscrollen, was für Item gibts? Quest angenommen und fertig. Text wayne...Dann ehrlich gesagt - selbst schuld!

Azzi (unregistriert) 20. Mai 2013 - 22:59 #

Naja bei WoW sind auch realistisch gesehn 70% der Questtexte Zeitverschwendung. Paar gute Storyquestreihen gibts und paar lustige Einzelquests, aber die Story wird durch die Quests meist nicht sonderlich vorangetrieben.

Hätte man dort mehr Zusammenhang und Spieltiefe gewagt, würden vielleicht auch mehr die Texte lesen. Vor allem sind die meisten Questtexte 3 Sätze lang, wie kann man da was interessantes erzählen?

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 1:26 #

"Hätte man dort mehr Zusammenhang und Spieltiefe gewagt, würden vielleicht auch mehr die Texte lesen."
Irgendwie bezweifle ich das :)

Dass einzelne Quests oder Sätze keine Story erzählen ist klar. Sie fördern aber die Atmosphäre und tragen ihren Teil zur Gesamt-Story bei. Die ist bei WoW vor allem in der Anfangszeit kein dramatischer Action-Thriller gewesen, aber auch langsame, gemächliche Geschichten können Tiefe und Spannung entwickeln und vor allem eine Welt beleben.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21031 - 21. Mai 2013 - 7:36 #

Eben. Wie gesagt ist viel von der Geschichte von WC:Adventures in WoW aufgegangen. Die Story zieht sich halt über mehrere Jahre und Addons und ist nich so ein Quickie von grad mal 10 Std. Gameplay. Das nächste Addon wird auch bestimmt mit der Königin Azshara oder dem smaragdgrünen Traum handeln. In beiden Fällen wird bestimmt aus der Roman Trilogie "Krieg der Ahnen" einiges im Spiel zu finden sein. Wenn man bedenkt das es drei mal 500 Seiten Bomben waren ;) Btw. ein Teil an zwei Tagen durchgelesen. Früh gekauft am Samstag und Sonntag Mittag done.

Der gute Metzen meinte ja mal in nen Interview mit der PC Games das er für WoW für min. 20 Jahre Storykontent bringen könnte.

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 14:02 #

Wobei ich ja dazu sagen muss, dass die Geschichten aus meiner Sicht immer weniger gut werden, je schneller und dramatischer Blizzard sie erzählen möchte. Seit WotLK über Cataclysm bis zu MoP empfinde ich da einen stetigen Abstieg bei gleichzeitig immer mehr ansteigendem vermeintlichem "Drama" samt Action.
Das funktioniert in einer WoW-Welt einfach nicht so gut und die eigentliche Spielmechanik will sich da auch nicht gut eingliedern.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 21. Mai 2013 - 0:28 #

Auch wenn ich euch beiden grundsätzlich sehr zustimme und es schade finde, wenn Spieler die Geschichte so ignorieren, muss ich aber auch sagen, dass ich kein Fan von Logs bin. Einfach Texthappen über die Spielwelt zu verteilen ist kein elegantes Erzählen und bricht auch mit der Erzählsprache. Spielescripts sind wie Filmscripts in Bildern erzählte Geschichten. Diese eingestreuten Texttafeln sind da einfach ein Bruch, der sich zu oft nicht gut in den Spielfluss integriert und meine Interaktion mit der Spielwelt aushebelt. Bei einem Skyrim bewege ich mich durch die Spielwelt, rede mit anderen Figuren und wähle meine Antworten, ich kämpfe und sammle und sortiere. Und dann finde ich ein Buch und soll 15 Seiten lesen. Das ist nicht viel und oft auch interessant. Aber meist hat der Inhalt nichts mit meiner unmittelbaren Situation zu tun und außerdem ändert es meine Rezipientenhaltung weg vom interagierenden Spieler hin zum einflusslosen Leser. Ich denke, das ist auch für viele das Problem mit den Questtexten von WoW. Textlastige Spiele an sich, stören mich hingegen gar nicht. Aber ein BG2 oder Planescape Torment ließen mich in der Textmenge interagieren und antworten wählen, während der Inhalt akut situationsrelevant war.

Da finde ich sollte man nicht nur auf die Spieler schimpfen, die solche Bücher und Logs links liegen lassen. Da tragen auch die Entwickler eine Schuld.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 21. Mai 2013 - 1:05 #

Noch schlimmer finde ich es, wenn sie glauben es wäre cool, diese Story Logs in irgendwelchen Ecken zu verstecken. Man muss ja die Achivmentliste füllen und Wiederspielert und so :D Wenn ich die Dinger schon suchen muss, hab ich schon kein Bock mehr drauf und lass sie liegen, bevor mir nachher 2-3 fehlen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16747 - 21. Mai 2013 - 13:28 #

Hmm, was Mass Effect angeht liegt das glaube ich daran, dass man gerade diese Spiele auf sehr unterschiedliche Weise angehen und erleben kann. Wer die Serie als Rollenspiele spielt, wird glaube ich tendenziell eher nach einer erzählenden Spielerfahrung suchen und dementsprechend sehr stark auf die Dialoge anspringen.

Gleichzeitig kann man, vor allem ab dem 2.Teil, Mass Effect glaube ich auch einfach als Shooter spielen. Wer eher einen SciFi-Shooter möchte, ballert sich einfach durch und ignoriert die Story. Da verschwimmen die klassischen Genregrenzen zunehmend.

oldschooler (unregistriert) 31. Mai 2013 - 17:10 #

Wenn die Dialoge keine nennenswerten Kosequenzen haben, kann man sie wegklicken. Früher wusste man dann halt nicht wie es weiter geht im Spiel. Hat halt auch Nachteile, wenn man ständig an der Hand durch Schlauchlevels geführt wird.

Sciron 19 Megatalent - P - 16549 - 20. Mai 2013 - 22:02 #

Seiner Logik folgend dürfte man auch keinen Babybrei mehr herstellen, weil "wir" ja mittlerweile alle erwachsen sind. Wer nicht mehr zur Zielgruppe gewisser Publisher gehört, hat eben Pech gehabt. Sich als verbitterter Altgamer darüber aufzuregen, ist vergeudete Energie. "Anspruchsvollere" Spiele mit entsprechenden Inhalten kommen immer mal wieder zum Vorschein. Muss man sich die Perlen halt raussuchen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 20. Mai 2013 - 22:13 #

Du hast natuerlich nicht unrecht. Und dass man auch oberflaechlichere Zielgruppen mit Ballerfinger ansprechen muss, ist klar. Sowas braucht man ab und zu ja selbst, wenn man keine Zeit fuer Elder-Scrolls hat. ----- Aber: das Problem liegt darin, dass zumindest eine Tendenz erkennbar wird, dergemaess das, was wir noch vor 10-15 Jahren als Mainstream bekommen haben, inzwischen nur noch als "Indie" durchgeht, weil es fuer die sogenannten "modernen Zielgruppen" offenbar zu gehaltvoll und intellektuell erscheint. Und diese zunehmende Verdummung oder Oberflaechlichkeit nicht nur von Teenagern sondern durchaus auch von Erwachsenen, sich mit einem Spiel auseinanderzusetzen, ist einfach erschreckend.

Sciron 19 Megatalent - P - 16549 - 20. Mai 2013 - 23:03 #

Ich sehe da einen gewissen Widerspruch. Du sagst, dass der Mainstream vor 10-15 Jahren (lassen wir's auch 20 sein) insgesamt also anspruchsvoller war als der heutige. Andererseits kritisiert Gluchowski, dass wir eben nicht mehr in der "damaligen" Zeit leben und heutzutage anspruchsvollere Inhalte fordern können.

Naja, was nun? War's damals wirklich "besser" oder hat sich das eine gewisse Generation in der jugendlichen Videospiel-Euphorie nur selbst eingeredet?

Anspruchsvollere Titel mit entsprechenden Inhalten und/oder Stories gab es damals wie heute. Und sie waren damals wie heute nicht in der Überzahl. Grade heute sollte man doch über eine breit gefächerte Indie-Szene froh sein, in der Titel wie "The Walking Dead", "Deadly Premonition" oder "The Cat Lady" einen Platz für sich haben. Ist mir als Spieler doch letztlich egal, ob es AAA oder Indie ist.

Ich sehe die Masse an anpruchsvollen Titeln in der Vergangenheit jedenfalls nicht, wenn man mal von "Planescape: Torment" oder "I Have No Mouth and I Must Scream" absieht. Die meisten Stories waren damals schon Gaga, selbst wenn sie episch inszeniert waren.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4557 - 20. Mai 2013 - 22:28 #

"Seiner Logik folgend dürfte man auch keinen Babybrei mehr herstellen, weil "wir" ja mittlerweile alle erwachsen sind".

Um in deinen Bild zu bleiben hat er mehr gesagt:

"Als Erwachsener gehen meine Ernährungsbedürfnisse über Babybrei hinaus aber werden im Moment von niemanden befriedigt und das ist Mist".

Sciron 19 Megatalent - P - 16549 - 20. Mai 2013 - 23:09 #

"Wenigen" kann ich ja nachvollziehen, aber "niemandem"? Kann da nur auf meinen Kommentar von weiter oben verweisen. Wenn ihm Videospiele im Allgemeinen offenbar zu primitiv sind, sollte er sie als Hobby eben nicht in Erwägung ziehen. Es gibt genug Gegenbeispiele, aber die würden ja seiner Aussage die Wirkung rauben.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6857 - 20. Mai 2013 - 22:11 #

Da ich mir Last Light erst später (und günstiger) kaufen werde, habe ich die Tage nochmal 2033 installiert und das zog mich auch sofort wieder in den Bann. Ein Klasse Spiel!

Rumi 17 Shapeshifter - 7645 - 20. Mai 2013 - 22:11 #

Idioten ist etwas hart, aber Uninspirierte auf jeden Fall

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 20. Mai 2013 - 22:18 #

Er hat es sicherlich nicht wirklich so krass gemeint. Zumal ihm als Verlagswelt-geschaedigtem Autor selbst klar sein muss, dass Spieleautoren von Publishern gegaengelt werden und manchmal so strikten Richtlinien unterliegen, dass sie kaum noch etwas wirklich Bahnbrechendes schreiben duerfen, das nicht ins Konzept passt, oder zu smart fuer die Masse ist.

MasterBlaster 09 Triple-Talent - 299 - 20. Mai 2013 - 22:34 #

Was genau macht die Autoren dieser Spiele nun zu Idioten? Dass sie einen Markt bedienen, den es nun mal gibt? Dass sie nicht machen, was sie vielleicht überhaupt nicht machen wollen? Dass sie es gar nicht könnten, nur weil sie es nicht machen?

Kritik an fehlender Tiefe in modernen Spielen stimme ich ja prinzipiell zu, aber diese Art und Weise vom hohen Rosse herab finde ich ganz schön respektlos, überheblich und unsympathisch.

Maryn 13 Koop-Gamer - 1278 - 20. Mai 2013 - 23:09 #

Sicher trifft das auf viele dieser sogenannten "Idioten" zu, da gebe ich dir absolut Recht. Ich glaube aber auch, dass der gute Mann bei diesem Interview etwas die Kontrolle über seine Wortwahl verloren hat.

Insgesamt ist es wie überall in der Industrie: Der Verbraucher bestimmt, was produziert wird und im Regal steht.

Ibex1981 09 Triple-Talent - 302 - 20. Mai 2013 - 23:26 #

Tiere sind wir, damit wir nicht zu Tieren werden.

Ich finde der Mann hat absolut recht. Besonders mit dem letzteren Satz.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 21. Mai 2013 - 0:00 #

Für mich vermischt er hier zwei unterschiedliche Aspekte zu einer Generalkritik. Flache, geradlinige Storys müssen nicht unbedingt schlecht gemacht sein und Tiefgang ist zugleich kein Garant für gutes Erzählen. Ich finde es völlig legitim, wenn mir ein Spiel eine recht einfach gestrickte Actionstory serviert, solange diese gut erzählt ist, interessante Charaktere bietet und vielleicht noch eine leitende Idee erkennbar ist. Far Cry 3 hat das zum Beispiel sehr schön gemacht. Das war eine recht einfache Geschichte, die einfach handwerklich sehr gut geschrieben war. Die Story von Braid dagegen hat durch den genialen Schlusstwist und die Doppelbödigkeit zwischen den Zeilen einen immensen Tiefgang, aber wenn es um Erzählkunst geht, ist es schwach. Das sollte man in meinen Augen schon noch abgrenzen von den Titeln, die in beiden Belangen schlecht sind. Da hat man dann wirklich die Mischung aus 0815 Actionreißer-Geschichte voller Klischees und Schablonen-Charakteren mit schaurigen Dialogen - hallo Crysis 1.

Ich bin aber schon der Meinung, dass sich die Branche da langsam bessert. Man darf nicht vergessen wie jung das Medium Computerspiele noch ist. Da muss sich auch erstmal eine eigene Erzählkunst entwickeln. Dass man überhaupt schon so weit gekommen ist, liegt doch daran, dass man sich inzwischen stark an der Erzählweise von Filmen orientiert. Das erklärt auch, warum einige Spiele wunderbar erzählt sind, solange sie geradlinig bleiben, aber dann schwer ins Straucheln kommen und krampfig wirken, wenn es an verzweigte Narrative geht. Siehe Deus Ex: HR mit seiner aufgesetzten Entscheidung am Ende.

Aber es findet schon eine spürbare Evolution statt. Wir sind nur noch lange nicht am Ende des Weges. Bei Tomb Raider hat man sich ja auch vom platt-obercoolen Titten-Action-Babe verabschiedet und eine menschlichere Figur entwickelt. Trotzdem waren die Nebenfiguren noch blass. Aber es ist ein Fortschritt und davon sehe ich eigentlich recht viele. Und wenn dann mal etwas flächendeckender dieses grundlegende Erzählhandwerk angekommen ist und zumindest die flachen Stories auch gut erzählt werden, dann werden sich auch mehr Studios an anspruchsvollere Themen trauen.

Azzi (unregistriert) 21. Mai 2013 - 0:40 #

Weiss nicht, gerade TombRaider war für mich ein gutes Beispiel für die Kritik:
- Laras psychische Entwicklung im Spielverlauf ist kaum plausibel
- die Nebencharaktere sind schlecht gemacht und bleiben wie du sagst viel zu blass
- zu viel an Action tötet oft den "Spielflow" und nimmt imo viel an Spannung

Denke im Vergleich zu guten Filmen und Literatur bleiben 98% der Spiele sehr blass und nutzen nichtmal ansatzweise das Potential der Technik.

Auf Anhieb fallen mir auch nur eine Hand von Titeln ein die clever sind und erzählerisch gut gemacht und in sich stimmig:
- Vampire Bloodlines
- Fahrenheit
- GTA
Gerade GTA ist imo sehr clever gemacht. Die Charaktere und Story ist oft sehr überzeichnet aber die Nebencharaktere sind trotzdem einprägsam und auf ihre Weise glaubhaft.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 21. Mai 2013 - 1:15 #

Ich hatte ja gerade Tomb Raider auch als Beispiel für "großer Schritt nach vorne, aber noch lange nicht am Ziel" angeführt. Verglichen mit den alten Teilen ist das ein Meilenstein, aber hat natürlich auch noch klar erkennbare Schwachpunkte.
Dass da noch viel Potential nach oben ist, ist klar. Erzählerische Spiele gibt es jetzt seit nicht mal 3 Jahrzehnten. Schau dir mal an, wo Filme 30 Jahre nach der Erfindung der Kamera erst waren. Filme hatten gut die dreifache Entwicklungszeit. Literatur gibt es schon Jahrtausende. Und erst seit wenigen Jahren ist die Spielebranche so weit professionalisiert, dass da überhaupt richtige Autoren an den Stories arbeiten und das nicht mehr der in Erzählkunst völlig ungeübte Game Designer nebenher zusammenschustert. Für die kurze Zeit ist schon verdammt viel erreicht worden. Spiele entwickeln sich rasanter als jedes andere erzählerische Medium vor ihnen. Da muss man mit den Erwartungen auch mal ein bisschen auf dem Teppich bleiben und anerkennen, dass die positiven Beispiele eher Ausreißer sind, die ihrer Zeit voraus sind.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 21. Mai 2013 - 1:27 #

"großer Schritt nach vorne, aber noch lange nicht am Ziel"

In die Reihe würde ich persönlich noch L.A. Noir, Mafia und Heavy Rain setzen.

Leider haben auch viele Spiele in ihrem Werdegang leider die falsche Ausfahrt genommen ( May Payne ), und aus einem guten Konzept zu viel Hirnaus geballer gemacht.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:47 #

Alle diese Werke sind vergleichsweise oberflächlich. BioShock, Spec Ops: The Line und in gewissem Umfang Planescape: Torment sind einige der wenigen Titel, die tatsächlich reflektieren. Deus Ex hat gute Ansätze, macht in seinem krampfhaften Ansatz, keine Position beziehen zu wollen, allerdings letztlich nichts aus dem Potential.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 21. Mai 2013 - 1:54 #

Na das betrifft ja nun eher das Gameplay. Ich finde der dritte Teil ist schon wesentlich besser geschrieben als die Vorgänger.

Es ist halt vom Design ein Problem, wie du als Autor eine Story schreibst, die hunderte von Gegnern beinhaltet. Das Gameplay von Shootern verlangt VIELE Gegner, eine gute Erzählung hingegen konzentriert sich auf wenige, starke Antagonisten. Das ist ja genau die Diskrepanz, unter der auch Tomb Raider etwas gelitten hat. Du kannst nicht 6-10 Spielstunden mit sagen wir mal 20 Gegnern füllen. Aber ab wie vielen muss die reine Menge die Story und den Hauptcharakter beeinflussen? Wann wird aus ein paar Notwehr-Tötungen ein Massaker?
In der Beziehung hat Far Cry 3 ein paar sehr gute Szenen gehabt, die das direkt in Brodys Entwicklung als Figur einbeziehen und auch reflektieren. Ihn verändert der Irrsin auf der Insel - er färbt ein Stück weit auf seine Seele ab. Und das ist auch eine Richtung, die Max Payne einschlägt, allerdings mit einer etwas anderen Tonart.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 0:04 #

So sehr ich seinen Roman mag, aber sein endloser Zufallstrip war eines mit Sicherheit nicht: tiefgründige Weltliteratur. Neue Betrachtungen konnte er dem Genre der postapokalyptischen Science-Fiction auch nicht zufügen. Lediglich das Szenario war unverbraucht, was vermutlich die Hauptfaszination ausmacht. Und sein zweites Buch war pseudo-intellektuell.

Tyntose 13 Koop-Gamer - 1689 - 21. Mai 2013 - 0:19 #

Versucht er sich damit zu rechtfertigen? Die Metro-Spiele sind "bessere" Shooter? Er verdient Geld mit primitiven Kriegsspielen. Das ist in Ordnung, aber man muss damit rechnen das diese auch von Idioten gespielt werden und (bestenfalls) keinen Gewinn für deren menschlichen Reifeprozess darstellen. Diese Statements hätte er sich sparen können. Gehen wir nun über zur Frage: Wie wertvoll ist Alkohol als Kulturgut? ;)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9234 - 21. Mai 2013 - 0:26 #

Klar sind wir primitiv ^^ Das hat die Werbung schon lange entdeckt.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 94218 - 21. Mai 2013 - 0:37 #

Da kann ich dem guten Mann nur beipflichten. Sowohl was die Spiele für ältere Gamer angeht, als auch die politische Analyse. Gute Romane, Spitzen-Games! Ich habe heute vor ca. ner Stunde erst Metro Last Light mit 13 Stunden (in 2 Etappen, getrennt von 6 Sunden Schlaf) begeistert beendet! Toll, dass es solche Games immer wieder mal gibt...:)

eQuinOx (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:21 #

Solange es Kunst gibt, wurde immer versucht, mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln das Schönheitsideal abzubilden. Ob das altägyptische Papyri sind, römische Marmorstatuen, barokke Gemälde oder eben heute Computerspiele. Stets wurde versucht, schöne Menschen mit verführerischer bis gar keiner Kleidung in idealisierter Form darzustellen. Daran ist nichts Primitives, Verwerfliches oder gar Minderwertiges.

Gewalt als Selbstzweck oder (wie leider immer häufiger) als Storyersatz darf man aber nicht in einen Kontext mit Nacktheit setzen und so tun, als wäre beides "gleich schlimm". In Computerspielen wird mir 1000x gezeigt, wie Körper zerfetzt werden - am besten noch in Zeitlupe! Das Gewaltniveau hat Ausmaße erreicht, die kaum mehr steigerungsfähig sind, während Sex in Spielen selbst von Softcore-Niveau weit entfernt ist.

Die (Computerspiele-)Welt wäre eine bessere, wenn viel mehr nackte als verstümmelte Körper gezeigt würden!

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 1:29 #

Computerspiele entsprechen allerdings eher dem Niveau der vulgären Grafittis auf pompejanischen Hauswänden als dem Barberinischen Faun.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 2:12 #

Der Barberinische Faun kann mich gerne mal in der Botanik knutschen. :)

PS: Wenn du schon so ein Snob sein willst, musst du auch die korrekte Schreibweise des Wortes Graffiti beherrschen. Autsch!

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 9:00 #

Allgemeinbildung kann kein Ausdruck von Snobismus sein. ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 14:43 #

Nee, aber wenn jemand damit prahlen will, aber dann nicht buchstabieren kann, schon. Dann ist es eine contradictio in adiecto. ;)

lis (unregistriert) 21. Mai 2013 - 14:55 #

Das hättest du wohl gerne. In der Sache ist das nichts dergleichen. :o

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 14:59 #

LOL - you made my day :)

lis (unregistriert) 21. Mai 2013 - 15:00 #

Chm, stehts zu Diensten.

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 14:03 #

So ein kleines Fehlerchen ist ja nun kein "Autsch!" :)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 14:51 #

Ich prangere bei anderen Leuten auch gewoehnlich niemals Rechtschreibung an, da ich das arrogant finde. Ausnahmen sind Anos, die sich herablassend aeussern, im selben Atemzug dann aber - ihrem selbstgesetzten Standard nach (!)- unverzeihliche Rechtschreibfehler machen. :)

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 16:45 #

Oh, du musst die gekränkte Ehre der Computerspiele retten? Oder fühlst du dich bereits vorgeführt, wenn in einer Diskussion zwischen zwei anderen Teilnehmern durch einen Anonymen unwissentlich ein Begriff fällt, der dir erstmal nichts sagt? In einem Themenfeld, dass der nicht-anonyme Beitragsschreiber selbst gewählt hat? ;)

Das einzige, was du tust, ist die Diskussion zu zerlegen und in belanglose Commentstreitereien ausarten zu lassen, weil du Dinge in Posts interpretierst, die nirgends stehen. eQuinOxe hat sehr gut verstanden, was gemeint war, und konnte auch ohne deine Hilfe eine sinnvolle Antwort schreiben. Deine Hilfspolizeidienste werden an der Postingkultur wenig zum Positiven ändern, sondern die Spirale lediglich anheizen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 17:12 #

Da gebe ich dir sogar recht. Ich haette mich niemals dazu hinreissen lassen sollen, deine unqualifizierten Kommentare ueberhaupt mit einer Antwort zu wuerdigen. Danke - und Ende der Durchsage :)

eQuinOx (unregistriert) 21. Mai 2013 - 2:18 #

Nö, würd ich so pauschal und auch generell nicht sagen.

Nehmen wir Mass Effect, was in meinen Augen eine sehr ansprechende Ästhetik besitzt. Auch wenn der eine oder andere Ass Effect sehr deutlich der Mass Erect dienen soll, so wird dies nie explizit dargestellt.

Aber selbst wenn in Games wirklich mal voll ausgefahrene Apparate im kopulativen Einsatz gezeigt würden (fällt mir kein einzige ein, wo das mal der Fall war), so wäre das noch meilenweit von der Stufe weg, wo sich die Gewaltdarstellung derzeit befindet. Gäbe es in Computerspielen so viel Sex wie Gewalt, müsste ich praktisch jeden Charakter im Spiel in Zeitlupe und Großaufnahme begatten und die Haustiere optional gleich mit. Wenn Erschlaffung droht, wird ne Pille eingeworfen und schon ist man wieder bei 100% Condition. Fertig wäre Call of Beauty - Sexgames 3.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 9:02 #

Du bestätigst gerade eher meinen Vorwurf, denn tatsächlich bewegt sich das "Liebesspiel" von Computerspielen eher auf dem Niveau von Pornos. Warum? Weil die Charaktere platt sind und in vielen Fällen einfach genau für diese Funktion entworfen wurden. In Spielen wie Mass Effect dienen sie dann beispielsweise noch als Achievement.
Stronghold? - check
Ultima Weapon? - check
Love Interest abchecken? - check
Interessanterweise sind die glaubwürdigsten "Beziehungen" in Computerspielen meist die ohne Sexandeutung oder Bikini-Chainmail.

eQuinOx (unregistriert) 21. Mai 2013 - 19:31 #

Da müssen wir differenzieren zwischen der visuellen Darstellung von Sex/Gewalt und der erzählerischen Präsentation.

Ich gebe dir Recht, dass auf Erzählebene das Thema Sex in Games schon ein bisschen Pornotendenz besitzt, wenn man nach gefühlten 5 Sätzen Konversation in der Kiste landet (oder im Falle von ME3 unter der Dusche). Find ich aber OK so. Ich will in einem Action/Rollen-Spiel offen gesagt nicht stundenlang an einer Maus grinden, wer sowas mag, der spielt bitte nen Dating-Simulator. Ich will das Universum retten, Drachen töten, ein Heilmittel gegen Zombies finden oder, oder, oder. Und nebenbei darf das Auge gerne mit ein paar ästhetischen Bildern spärlich bekleideter Lebewesen (Frau, Mann, Alien, Fantasywesen) umschmeichelt werden.

Womit wir bei der visuellen Darstellung von Sex sind. Und die ist in Games sehr weit weg vom Porno-Niveau. Da wird mal eine Silhouette angedeutet oder ein Nippel ist im Bild - na wie skandalös...

TurgoN 11 Forenversteher - P - 807 - 21. Mai 2013 - 1:27 #

Hab nichts gegen Brüste in Spielen. ;-)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 17:28 #

Solange sie nicht bei unguenstigem Kamerawinkel komplett die Sicht versperren wie vor 10-15 Jahren bei den ersten Tomb-Raider-Titeln... ;p

GG-Anonymous (unregistriert) 21. Mai 2013 - 2:14 #

Ich persönlich fand seine Bücher nicht wirklich gut geschrieben.

Bin ja gewillt, dass vielleicht auch auf die deutsche Übersetzung zu schieben... aber kann ich mir auch eher schwer vorstellen, bin von dem Verlag ja immerhin bessere deutsche Versionen gewöhnt. Daher vermute ich auch, dass das Original einfach nicht so überragend geschrieben wurde.

Metro 2033 als Spiel fand ich daher auch ziemlich schleppend und irgendwie durch die Vorlage etwas ausgebremst. Bescheinige Last Light tatsächlich größeres Potenzial, weil es endlich die Fesseln eines, aus meiner Sicht nunmal eher mittelmäßigen Buches, halt hinter sich lässt.
Das Universum was er erdacht hat, ist ja spannend, aber das war es aber auch, Metro Bücher von anderen Autoren fand ich deutlich besser geschrieben :D.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 21. Mai 2013 - 7:44 #

Ausserdem waren bei Metro 2033 (damit meine ich jetzt das Spiel) die Kommis und die Faschos einfach zwei beliebige Fraktionen, die sich halt bekämpfen. Das Spiel selbst erzählte mir nichts über deren Absichten oder Beweggründe. Ich meine, nur weil da die eine Fraktion eben die "Roten" heisst, ist das Spiel noch lange nicht tiefgründig. Sonst wäre Wolfenstein 3D mit seinen Nazis der gehaltvolle Titel schlechthin.

edit: wenn ich so darüber nachdenke merke ich, dass die Kommis und Faschos ist der Welt von Metro 2033 gar nicht wirklich Sinn machten. Wirkte sehr aufgesetzt und gesucht. Wenn eines gezeigt wurde, dann die Sinnlosigkeit eines solchen Konfliktes angesichts der Tatsache, dass die Welt viel grössere Probleme hat. Als ich es spielte, dachte ich an den 2ten Weltkrieg, aber den Bezug zur Metro-Welt konnte ich nicht herstellen.

Name (unregistriert) 21. Mai 2013 - 9:21 #

Sie machen insofern Sinn, als sie stellvertretend für reale Strömungen der russische Gesellschaft stehen.

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 14:05 #

Im Buch wird das alles sehr viel besser erläutert, die Story ist meiner Meinung nach in Metro 2033 nicht gut rübergekommen. Sie wird sehr gehetzt sowie lückenhaft erzählt und lässt teilweise komplette und sehr wichtige/ spannende Handlungsstränge komlett weg. Hätte ich das Buch vorher nicht gelesen, hätte ich wahrscheinlich das meiste überhaupt nicht verstanden.

xXxXx (unregistriert) 21. Mai 2013 - 3:51 #

Künstler die sich über die Arbeit anderer auslassen gehen mir so mega auf den Sack. Einfach mal weniger jammern und es besser machen. Und wenn ich mich recht entsinne hat mir in seinem Spiel neulich auch ne Olle die blanken Titten ins Gesicht geklatscht. Aber das ist ja was ganz anderes weil: bla bla bla...

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 21. Mai 2013 - 7:52 #

Gilt jetzt nicht unbedingt für Shooter, aber: Spiele haben schon Tiefgang, einfach ist der oft eher spielerischer als erzählerischer Natur.

Es kommt jedoch durchaus vor, dass so schlecht erzählt wird, dass ich fast nicht mehr weiterspielen kann. (sprechende Werwölfe - wtf??)

Sören der Tierfreund (unregistriert) 21. Mai 2013 - 8:26 #

Ich hab im Job schon genug Tiefgang, da reicht es wenn ich Abends Spiele von Idioten zocke :)

TheEdge 14 Komm-Experte - 2447 - 21. Mai 2013 - 8:28 #

Trotzdem hat es Metro 2033 nicht geschafft mich zum durchspielen zu motivieren.

zz-80 12 Trollwächter - 935 - 21. Mai 2013 - 9:24 #

Mir ging es genauso, eins der wenigen Spiele in den letzten 5 Jahren die ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe... :-/

Hans am Meer (unregistriert) 21. Mai 2013 - 8:53 #

Naja, sein letztes Zitat ist eines dieser Polterargumente, dass dann alle immer ganz toll finden und dabei völlig übersehen, wohin wir es mittlerweile gebracht haben. Und zwar trotz unserer auf Konflikt ausgelegten Natur.

Es ist schlicht falsch, die Menschheit als ein Ganzes zu betrachten. Und im Verhältnis zu vergangener Jahrhunderte schlagen sich heute bedeutend weniger Staaten sofort zusammen wenn mal was nicht passt. Das es immer noch mehr als genug Unverbesserliche gibt, steht ja gar nicht in Frage (und die daraus resultierenden Probleme sind auch alles andere als marginal), aber zu glauben, wir seien alle restlos noch genauso primitiv und gewaltgeil wie früher ist einfach falsch.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24255 - 21. Mai 2013 - 9:25 #

Klingt für mich eher nach sowjetischer Propaganda als nach einer reflektierten Sichtweise. Es mag Idioten in der Branche geben, aber der Rest wirkt in Interviews ganz normal.

Aufgrund der Prüderie in den USA gibt es in den meisten Spielen viel weniger nackte Haut als in vielen Filmen. Kann mich nicht erinnern in COD viele Gedärme, Gehirne oder nackte Brüste gesehen zu haben. ;-)

Namer (unregistriert) 21. Mai 2013 - 9:25 #

das ist halt mmn das große problem der videospiele: es wird ein moeglichst gro§er markt abgedeckt und man versucht es jeder altersgruppe recht zu machen.
wenn dann ein "erwachsenenspiel" erscheint, dann ist das meist durch gewaltdarstellung begruendet.
ausnahmen bestaetigen natuerlich die regel

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6520 - 21. Mai 2013 - 9:34 #

Wir sind so an Pressefloskeln und Politiker-Euphemismen gewöhnt, daß es immer wieder erfrischend ist, wenn einfach mal jemand ganz normal die offensichtliche Wahrheit ausspricht. Man müßte im Prinzip in der Politik auch nur sagen, "2 + 2 = 4", bildlich gesprochen, um sofort beliebt und gewählt zu werden, weil die Leute von der Scheinheiligkeit so die Nase voll haben, glaube ich.

Ob sich aber bei der Spieleentwicklung viel tun wird, bezweifle ich, weil es heute halt immer noch mehr junge Teenie-Spieler auf der Suche nach Blut und Brüsten als 40jährige auf der Suche nach Sinn und Story geben wird - wobei mir klar ist, daß die Gruppen nicht jeweils exklusiv das eine oder andere wollen.

Wrongfifty 12 Trollwächter - 1128 - 21. Mai 2013 - 9:58 #

Finde sein Buch(metro 2033)langweilig und ihn ziehmlich überheblich.Ich könnte natürlich in die Geschichte etwas rein interpretieren aber am Ende bleibt nur :Mann geht mit waffe durch Tunnel und macht bumm bumm.

Larnak 21 Motivator - P - 25902 - 21. Mai 2013 - 14:09 #

Die Zusammenfassung mag auf das Spiel zutreffen, auf das Buch aber sicher nicht.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 21. Mai 2013 - 10:22 #

übrigens: Der Titel ist etwas irreführend. Er sagt ja nicht, dass Spiele von Idioten stammen, sondern von Idioten geschrieben werden. Die Spiele selbst sind sicher nicht idiotisch, nur teilweise deren Geschichten.

Suzume 14 Komm-Experte - 1932 - 21. Mai 2013 - 11:28 #

Nach all den Kommentaren zur Aussage dieses Autors bleibt bei mir mal wieder der Eindruck hängen, dass Spiele und Narration einfach nicht auf dem Wege zu vereinen sind, den die Spieleindustrie seit ca. 2 Jahrzehnten beschreitet.
Zu viel Film, zu wenig Freiraum für eigene Gedanken des Spielers.

Wenn wir als Kinder etwa mit Matchbox-Autos, Legosteinen oder Puppen eine Geschichte beim Spielen entwickelt haben, dann war das doch ein ganz anderer Prozess der Geschichtenentstehung als der, den wir in diesen Videospielproduktionen von heute finden, oder irre ich mich hier? Es gab keine vorgegebene Geschichte - sie wuchs mit den Spielzeugen und der eigenen Fantasie.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 17:40 #

Stimmt. Weniger Cutscenes und mehr Symbolik, die Freiraum fuer Interpretation laesst, waeren vielleicht wuenschenswert.
Das erinnert mich an Half Life 2, das auf den ersten Blick relativ wenig Film-artiges Storytelling bietet, aber die Interpretation der Eindruecke an den verschiedenen Orten weitestgehend dem Spieler ueberlaesst (inklusive fehlender Stimme des Protagonisten). Als ich diese Art des Storytellings erst einmal begriffen hatte, fand ich es weitaus besser als allzusehr gescriptete Spiele.

McSpain 21 Motivator - 27299 - 22. Mai 2013 - 8:06 #

Grade in den Audiokommentaren der HalfLife Episoden merkt man sehr gut wie diese Art des "Storytelling" Funktioniert und wie aufwendig sie ist. In einer freien Welt mit freiem Spiel den Spieler unbewußt dazu zu bringen ein relativ dichtes Spielerlebnis zu haben. Cutscenes sind eben der leichte schnelle weg bzw. allgemein das Problem das Spiele immer mehr zu Filmen werden und dabei vergessen das es auch einen bewußten unterschied zwischen den beiden Medien geben sollte.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 85183 - 22. Mai 2013 - 12:42 #

Ich habe mich zum Beispiel dabei erwischt, daß ich mich mit Alyx und Co. quasi unterhalten habe, oder besser gesagt, ihnen antwortete. Das hat mich auch mehr in das Spiel hineinversetzen lassen als z.B. ein Duke Nukem, der mir zuviel machohafte Sprüche abgelassen hat, mit denen ich mich als Spielerin überhaupt nicht identifizieren konnte. Da hätte ich mir hin und wieder gewünscht, er wäre stumm :).

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 22. Mai 2013 - 12:47 #

Den Figuren in HL2 ist aber wiederum egal, was du ihnen zu sagen hattest. Und der Steroid-gestopfte Duke ist den Erwartungen entsprechend überzeichnet. Das macht ihn zum Duke. Der ist nicht zum identifizieren da ^^

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 85183 - 22. Mai 2013 - 12:49 #

Aber er nervt mit dem Gequatsche :).

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 22. Mai 2013 - 13:06 #

Falsche Zielgruppe ^^

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 22. Mai 2013 - 14:25 #

Ich hatte jetzt nichts dagegen einzuwenden. Ich fand Duke erfrischend - doof! LOL
Eigentlich ein Fest fuer Feministinnen, dass in einem Videospiel endlich auch mal ein (blonder) Mann ebenso gut ausgestattet wie knapp in der Hirnmasse ist ;p

Die Sache mit den alienmaessig angeschwaengerten Zwillingen dagegen... naja... --- aber selbst darueber laesst sich wohl *ahem* geschmacklich streiten :)

DerWeinendeHadnur (unregistriert) 21. Mai 2013 - 11:29 #

Tja, die größten Vollidioten sitzen dann wohl bei 4A Games im wunderschönen Kiev...

Was ist nur los mit der Spieleindustrie? Zuerst ziehen die Würmer von CD Projekt über das wohl wichtigste Videospiel der letzten 10 Jahre her, und nun diese Peinlichkeit hier?!

Offensichtlich leiden die sehr Kleinen an starken Minderwertigkeitsgefühlen.

v3to (unregistriert) 21. Mai 2013 - 13:33 #

die news habe ich verpasst. welches war das wichtigste videospiel der letzten 10 jahre?

FPS-Player (unregistriert) 21. Mai 2013 - 13:36 #

Ich habe nichts gegen Blut in Spielen, wenn es nicht nur der Effekthascherei gilt. Wenn es "realistisch" bspw. bei einem Shooter aussehen soll, dann gehört es nun mal dazu. Aber die Story muß natürlich passen, von daher gebe auch ich dem Mann Recht.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Mai 2013 - 13:43 #

Als Videospieler soll man im Kopf jung bleiben, jetzt geht's nicht erwachsen genug. Übermorgen soll man wieder das Kind in sich entdecken, einen Tag darauf wird Spaß am Spiel wieder als pubertär bezeichnet. Diese heuchlerischen Experten wieder ^^

Wie gut das ich gehaltvoll und, lassen wir es von mir aus Wackelbrüste ala DoA sein, und Metzelorgie unter einen Hut bringen kann.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 21. Mai 2013 - 14:37 #

"Metapher für die politische Entwicklung Russlands" - "„Korruptionspyramide“ herausgebildet, in der Politik zu einer „Farce“ und Politiker zu bloßen Marionetten übergeordneter Machtstrukturen verkommen seien"

Der Typ soll mal aufpassen, dass er nicht schon morgen im Knast sitzt. Sowas hört man da gar nicht gerne...

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 21. Mai 2013 - 15:01 #

Ja, das habe ich mir auch gedacht. Er bewegt sich mit solchen Aussagen auf ganz, ganz duennem Eis. Allerdings ist es erfrischend, dass er mal so aus dem Naehkaestchen plaudert und fuer sich Redefreiheit einklagt.

Skeptiker (unregistriert) 21. Mai 2013 - 15:31 #

Verschiedene Inhalte sprechen halt verschiedene Altersgruppen an.

Wenn das Buch Metro 2033 davon handelt, wie Artjom zum
Mann wird, dann ist die Zielgruppe auch eingegrenzt.
Auch die Empörung über Politik, Macht und Korruption
ist nicht universal und hat ihre Altersgruppe.
("Verschuldete Hausbesitzer streiken nicht").

Ich musste z.B. neulich mit Bedauern feststellen, dass
die wichtigsten "Coming-of-Age" Filme aus den USA, also
Filme über das Erwachsenwerden, nix mehr für mich sind.
Die hätte ich vor 20 Jahren sehen muessen, heute
finde ich sie einfach thematisch langweilig.
John Cusack in High Fidelity ist wirklich großartig,
aber der Film hat auf mich heute bei weitem nicht mehr
die Wirkung, die er vor 10 Jahren hatte. Das liegt nicht
am Film, sondern an der Lebenssitution, aus der
heraus ich den Film heute sehe.

Um den Kreis zu Videospielen zu schließen:
Anders als Filme und Bücher richten sich viele
Videospiele eigentlich an eine sehr breite Zielgruppe,
Hauptsache der Spieler weiß, wie er ein Gamepad zu halten hat.
Das Problem entsteht erst, wenn Spiele mehr sein wollen,
als nur Geschicklichkeitstests. Wenn sie auch noch eine
Geschichte erzählen wollen. Der eine mag Sci-Fi, der andere
Fantasy. Und schon hat man die Zielgruppe halbiert.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6520 - 21. Mai 2013 - 17:25 #

Es dürfte ja auch nicht ausgeschlossen sein, daß dieselbe Zielgruppe am einen Tag Lust auf "Bier, Blut und Titten" hat, und am nächsten dann lieber ein großes Rollenspiel mit tiefer Charakter- und Story-Entwicklung spielen möchte. Ich habe jedenfalls den Eindruck, ich habe sowohl "Spiele von Idioten" im Sinne dieser Definition zu Hause als auch genug andere.

Henke 15 Kenner - 3636 - 22. Mai 2013 - 2:24 #

Kann ich so jetzt nicht unterschreiben. Nur weil der gute Mann eine glaubwürdige Dystopie zu Papier gebracht und wohl auch bei Story und Charakteren zum Spiel mitgeholfen hat, sollte er dennoch auf dem Teppich bleiben.

Natürlich gibt es intelligente Stories in Videospielen; Bestseller-Autoren wie William Gibson und Michael Crichton haben sich an mehreren Spielen versucht. Dennoch ist es mehr als schwierig, den Handlungsbogen über mehrere Stunden aufrecht zu halten, ohne den Spieler zu langweilen oder durch unzählige Plottwists zu verschrecken.

Dass es ein Produkt wie Metro:Last Light schafft, diesen Spagat hinzubekommen, zeigen ja die Wertungen einzelner Testberichte. Aber ohne die visuelle Umsetzung der Ideen Gluchowskis bliebe es eben nur bei einer guten Story...

Wie in den Comments hier zu lesen war, sind es vor allem die Enden der Spiele, die den Spieler enttäuscht zurücklassen, seien es nun Deus Ex(HR), Mass Effect 3 oder Batman - Arkham City. Ich kann mich auch mit einer schlicht/schlecht geschriebenen Story mehr als anfreunden, solange mir die Auflösung am Ende plausibel erscheint und mich nicht unzufrieden zurücklässt.

Chefkoch (unregistriert) 22. Mai 2013 - 2:42 #

Er hat recht :D
Man muss sich nurmal EDI in ME3 anschauen.. Das Roboter auch Cameltoes haben, war mir nicht bewußt -.-

eQuinOx (unregistriert) 22. Mai 2013 - 3:18 #

Und Commander Data hat einen Penis. Siehe TNG S02E01.

Alles andere wäre ja auch völliger Schwachfug. Wenn man eine KI schon in einen männlichen oder weiblichen Körper steckt, dann doch auch anatomisch korrekt und voll funktionsfähig. Ein humanoider Roboter ohne Geschlechtsmerkmale wäre wie K.I.T.T. ohne Räder.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6520 - 22. Mai 2013 - 16:31 #

...wie Marty McFly ohne Gitarre!

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16747 - 22. Mai 2013 - 19:58 #

...wie Bud Spencer ohne Terrence Hill!

Freylis 20 Gold-Gamer - 21372 - 22. Mai 2013 - 20:19 #

...wie Dieter Bohlen ohne Thomas Anders!

knallfix 14 Komm-Experte - 1839 - 22. Mai 2013 - 10:33 #

Trotzallem erfreu ich mich an jeder Schäferstunde des Hexers.
Aber wie bei allem kommt es einfach auf die Umsetzung an

Kirkegard 19 Megatalent - 15641 - 22. Mai 2013 - 11:58 #

Mir fällt gerade zu der Überschrift spontan ein, das die meisten Spieler auch Idioten sind ;-)

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3216 - 22. Mai 2013 - 17:10 #

Ja, diese Spieler waren wir – aber das ist 20 Jahre her. [...]
.
oder mittlerweile eher Richtung 30 Jahre her.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit