Microsoft reagiert auf Obamas Ermahnungen

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19. Juli 2009 - 11:29 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Wenn Barack Obama, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sich zu den Nachteilen von Videospielen äußert und dabei Eltern empfiehlt, ihren Kindern zu einer vernünftigen Zeit "die XBOX wegzunehmen", dann wird das natürlich entsprechend von den zuständigen Medien kolportiert und sorgt zunächst einmal für einen Aufschrei unter den Fans der Konsole.

Nicht vernachlässigt werden darf dabei allerdings, dass in Schlagzeilen, aufgrund der angestrebten Kürze und Prägnanz, meist nur die Worte "put away the XBOX" zititiert werden. Liest man den gesamten Satz, klingt die Aussage, die Obama in einer Rede vor der Bürgerrechtsorganisation NCAAP (National Association fur the Advancement of Colored People) an farbige Eltern gerichtet hatte, sehr viel harmloser:

"To parents, we can’t tell our kids to do well in school and fail to support them when they get home. For our kids to excel, we must accept our own responsibilities. That means putting away the Xbox and putting our kids to bed at a reasonable hour. It means attending those parent-teacher conferences, reading to our kids, and helping them with their homework..."

"Was die Eltern angeht, wir können unseren Kindern nicht sagen, dass sie in der Schule gut sein sollen und dann versagen, wenn es darum geht, sie zu unterstützen, wenn sie heimkommen. Damit unsere Kinder sich hervortun können, müssen wir unserer eigenen Verantwortung gerecht werden. Das bedeutet, die XBOX wegzustellen und unsere Kinder zu einem vernünftigen Zeitpunkt ins Bett zu bringen. Es bedeutet, Elternabende zu besuchen, unseren Kindern vorzulesen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen."

Wohl um die Aussagen des Präsidenten in das richtige Licht zu rücken, hat Microsoft jetzt auf die Rede reagiert. Auf der Website GamePolitics.org, die sich auf die US-Nachrichtenagentur AP bezieht, ist folgende Stellungnahme Microsofts zu lesen:

"We agree with President Obama that it’s a time for families to work together so that kids use media in ways that are safe, healthy and balanced. Xbox 360 is the only console gaming system that has a timer feature allowing parents to set time limits for their kids, as well as parent controls to enable parents to set limits on what their kids are playing and watching."

"Wir stimmen mit Präsident Obama überein, dass [die Familien dafür sorgen sollten - frei übersetzt], dass Kinder Medien auf eine Art und Weise nutzen, die sicher, gesund und ausgewogen ist. Die XBOX 360 ist die einzige Konsole mit einer Timerfunktion, die es Eltern erlaubt, ihren Kindern zeitliche Beschränkungen zu setzen und zu begrenzen, welche Inhalte die Kinder spielen und ansehen dürfen."

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 19. Juli 2009 - 12:16 #

Naja, sie mussten es ja in Werbung umwandeln. Aber leider sind die Timeroptionen auch wieder nur Veranwortungs-Abwälzung von den Eltern auf die Konsole.

Patrick 15 Kenner - 3955 - 19. Juli 2009 - 12:23 #

Was ich aber an Obamas reden angenehm finde, dass er immer die Familie und damit die Eltern mit in die Verantwortung zieht. Das vergessen gern unsere Politiker.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. Juli 2009 - 12:31 #

@Freeks
Sicher, aber was willst du sonst sagen?
Gar nicht kommentieren wirkt wie ein Schuldeingeständnis, die Eltern angreifen als die Hauptgeldgeber ihrer Kinder ist auch nicht raffiniert, der gekürzten Form zustimmen und sagen sie sollen die XBox rauswerfen und stattdessen versuchen Buchhändler zu werden.. auch weniger realistisch.

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 19. Juli 2009 - 14:41 #

Ich seh das Problem wo anders. Wo Obama sagt: Eltern sollen sich mit ihren Kindern beschäftigen. Antwortet Microsoft: Da stimmen wir voll zu, deshalb haben wir eine Funktion die Eltern erlaubt sich nicht mit ihren Kindern zu beschäftigen aber trotzdem ein gutes Gefühl der Aufsicht gibt, denn das Ding schaltet sich abends ab.
Hätte nicht einfach eine Richtigstellung und Zustimmung zu Obamas Rede gereicht ohne schon wieder in die Werbung zu verfallen?

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. Juli 2009 - 21:48 #

Schadensbegrenzung, überleg mal die Medien haben anscheinden wie so üblich nicht den ganzen Text abgedruckt, sondern eben nur den "Obama sagt die xbox soll weg" weitergegeben, was btw viel verantwortungsloser ist, seine Aussage auf diesen Satz zu reduzieren.

Jetzt steh ich als Firma da, mein Bild in der Öffentlichkeit ist damit angegriffen worden, dass der momentane Heilsbringer Obama gesagt hat meine Konsole, wohlgemerkt nicht alle nur meine sollte man wegwerfen, weil sie schlecht für die Jugend sei. Würdest du als Firmeninhaber da sagen "hmm stimmen wir ihm zu und sagen die Eltern sollen mehr Verantwortung übernehmen" in der wagen Hoffnung die Leute lesen danach den ganzen Text durch und fühlen sich nicht direkt wieder angegriffen, als würde ich jetzt die Schuld von mir auf sie lenken wollen?

So haben sie geschickt gesagt a) wir stimmen zu die Gesundheit der Kinder ist wichtig b) alle Medien sind gemeint und nicht nur wir Xbox und c) wir stimmen dem nicht nur zu, sondern im Gegensatz zum Rest sind wir uns der Verantwortung bewußt und unterstützen euch sogar dabei.

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