Arcade Check: Way of the Dogg
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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16. Mai 2013 - 13:15 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Wer kennt ihn nicht? Er zählt zu den coolsten Typen der amerikanischen Westküste und würde wahrscheinlich auch auf der weltweiten Rangliste in Sachen Coolness-Faktor einen respektablen Rang erreichen. Die Rede ist von der G-Funk-Legende Snoop Dogg, der in letzter Zeit unter dem Pseudonym Snoop Lion mit der Produktion von Raggae-Rhytmen in Erscheinung tritt. In Way of the Dogg tritt er als eine unfreiwillig komische Mischung aus „Gangsta“-Paten und Kung-Fu-Meister in Erscheinung, der euren Protagonisten America Jones bei seinem Rachefeldzug als Mentor unterstützt. In der Mischung aus Prügel- und Rhythmusspiel schlagt ihr euch in Way of the Dogg durch Stages, die jeweils von einem Song des bekannten Rappers repräsentiert werden.
Ein Thron, dralle Frauen und eine dicke Havanna: Das typische Leben eines Hip-Hop-Paten – oder doch nur Imagepflege des "Doggfathers"?

Rhythm N‘ Beat-Time-Event
Im Gegensatz zu den meisten erfolgreichen Rhythmusspielen, kommt ihr in Way oft he Dogg mit dem Standardcontroller aus. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist das konfuse Takt-Anzeige-System. Im Genre ist es eigentlich üblich, regelmäßig Linien anzuzeigen, um dem Beat einwandfrei folgen zu könnten. Nicht so in Way of the Dogg: Hier erscheinen wahllos verschiedenförmige Liniengebilde auf dem Bildschirm, die euch die im Takt zu drückenden Buttons anzeigen. Auf den Linien verläuft im Takt eine etwas schmalere Linie, die visualisiert, wann ihr den entsprechenden Knopf drücken sollt. Damit ihr den Faden bei dem Wechsel zwischen zwei Linienkonstruktionen nicht verliert, wird der Beat mit einem schrumpfenden Kreis um den Button herum angezeigt. Wenn beide gleich groß sind, müsst ihr den jeweiligen Knopf drücken. In genau dieser Art kämpft euch stets durch eine Serien von vier Gebilden. Bewältigt ihr alle erfolgreich, folgt ein Quick-Time-Event, bei dem ihr eurem Gegner einen Schlag verpasst. Allerdings nur, wenn ihr den Stick korrekt in die angezeigten Richtungen bewegt. Patzt ihr bei Beat oder QTE, bekommt ihr eins auf die Mütze.
 
Dass die Entwickler nicht auf ein gängiges System für die Taktanzeige setzen, stellt zwar in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal dar, aber eben kein positives. Denn ein adäquater Ersatz ist das System in Way of the Dogg gewiss nicht. In vergleichbaren Titeln habt ihr immer eine gewisse Vorausschau auf die kommenden Tastenbefehle. In Way oft the Dogg verkommt das Prinzip meist zu einer undurchschaubaren Trial-and-Error-Orgie, was besonders ärgerlich ist, da die Ladezeiten zwischen Neuversuchen recht lang ausfallen. Dass die „Taktgebilde“ zudem offenkundig keiner sinnvollen Struktur folgen, kommt erschwerend hinzu. Und was Entwickler EchoPeak dazu getrieben hat, in den Abständen zwischen den Knopfanzeigen keinerlei Hinweise auf die Länge des Taktes zu geben, ist uns unbegreiflich. Daran ändert auch nichts, dass ein besonders gutes Gehör und Taktgefühl wenigstens teilweise für Abhilfe sorgt. Zu allem Überfluss hat das Spiel einige gravierende Bugs: Manchmal werden anstelle der Buttoneinblendungen nur graue Kreise angezeigt – oder die Aktionsfelder werden von Textbalken verdeckt, die eigentlich mit der dazugehörigen Zwischensequenz verschwinden sollten. Ab und zu bekommt ihr auch beim Drücken der Pausentaste wider Erwarten kein Optionsmenü zu Gesicht, sondern nur einen großen schwarzen Kasten ohne Inhalt.
America bekommt eine Lehrstunde von Sensei Snoop.

Cell-Gangstas
Der Grafikstil von Way of the Dogg erinnert stark an das Artwork-Design der Grand Theft Auto-Serie. Die Geschichte wird mit Standbildern illustriert und durch gute englische Synchronsprecher mit deutschen Untertiteln erzählt – Snoop Dogg spricht seine Dialoge sogar höchstpersönlich! Wenn die sich etwas zu ernst nehmenden Dialoge ihren Höhepunkt erreicht haben, startet der Kampf im weitgehend selben Cel-Shading-Look. Die Grafik erreicht dabei höchstens Mittelmaß, zudem wirken die Kampf-Animationen sehr hölzern. Der ausschließlich aus Tracks von Snoop Dogg bestehende Soundtrack ist sehr hochwertig. Vorausgesetzt, ihr mögt Hip Hop beziehungsweise den speziellen G-Funk-Westcoast-Sound, werdet ihr diesbezüglich keinen Grund zur Klage haben.

Fazit: Doggs müssen leider draußen bleiben
Ob man Snoop Dogg nun cool findet oder nicht; Way of the Dogg bietet wenig von dem, was seinen Namensgeber auszeichnet. Das gilt in gewisser Weise sogar für die Musik, bei der viel mehr aus dem Werk des Künstlers seinen Weg ins Spiel hätte finden können. Was bleibt, ist ein durchschnittliches Musikspiel, das in seiner technischen Umsetzung einen sehr billigen Eindruck vermittelt. Die mäßige Grafik sowie einige unentschuldbare Bugs wie die fehlerhafte Anzeige der Aktionsknöpfe sprechen eine deutliche Sprache. Da fehlt weit mehr als nur ein bisschen mehr Feinschliff – Way of the Dogg hätte noch einiges an zusätzlicher Entwicklungszeit benötigt. Wenn ihr beinharte Snoop-Dogg-Fans seid, solltet ihr die Demo konsultieren, alle anderen können sich den Download auch gleich sparen.
  • Preis am 16.5.2013: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 - 2 Spieler
  • Prügel-Musikspiel-Mix
  • Für Fortgeschrittene
  • Seltsame Taktanzeige

Video:

Ghostwriter (unregistriert) 16. Mai 2013 - 14:32 #

Das Spiel könnte noch so gut sein, bei dem Namen kann ichs einfach nicht ernst nehmen XD

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Casual Game
Musikspiel
ab 16 freigegeben
16
EchoPeak
505 Games
08.05.2013
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5.0
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