Amazon: Streiks in deutschen Logistikzentren

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14. Mai 2013 - 11:51 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Erstmals wird der Online-Versandhändler Amazon in Deutschland bestreikt. Davon betroffen ist zum einen das größte Logistikzentrum im osthessischen Bad Hersfeld und zum anderen das Logistikzentrum in Leipzig. Die Gewerkschaft ver.di hat zu den Streiks aufgerufen, die heute morgen um 6 Uhr begonnen haben und bis zum Ende der Spätschicht andauern werden. Das soll Arbeitsabläufe empfindlich stören und Verbraucher müssen damit rechnen, länger als üblich auf ihre Bestellungen zu warten.

Die Streiks sollen das Unternehmen zu Verhandlungen zwingen: ver.di fordert für die circa 3.300 Beschäftigten in Bad Hersfeld und ungefähr 2.000 in Leipzig eine Bezahlung nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Zudem will die Gewerkschaft unter anderem Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen und während der Nacht durchsetzen. Bisher orientiert sich Amazon an den Tarifoptionen der Logistikbranche und lehnt die Forderungen der Gewerkschaft ab. Damit unterliegt der größte Online-Versandhändler keiner Tarifbindung, was von ver.di als "nicht akzeptabel" bezeichnet wird. Laut Amazon handele es sich bei den Versandzentren jedoch um Logistikunternehmen, die Kundenbestellungen ausführen und die Mitarbeiter leisten logistische Tätigkeiten. Außerdem lägen sie am oberen Einkommensende des in der Logistikbranche üblichen, so das Unternehmen.

Die beiden Gewerkschaftssprecher der Standorte zeigen sich mit dem Auftakt "sehr zufrieden": In Bad Hersfeld beteiligen sich bisher 850 Mitarbeiter und ver.di rechnet im Laufe des Tages mit 1.000. In einer Urabstimmung stimmten 97,6 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in Bad Hersfeld für einen Arbeitskampf und bereits Anfang April hatten sich 97 Prozent in Leipzig dafür ausgesprochen. Zudem  war es schon am 9. April zu Warnstreiks an beiden Standorten gekommen.

Insgesamt betreibt Amazon in Deutschland acht Logistik- und Versandzentren, zwei Kundenzentren – zuständig für Bestell- und Bezahlvorgänge – und eine Zentrale in München. Das Unternehmen hat deutschlandweit rund 9.000 Mitarbeiter; weltweit sind es mehr als 88.000. Mitte Februar sorgte eine ARD-Fernsehdokumentation für großes Aufsehen: Darin wurden schlechte Arbeitsbedingungen und Umgang mit Leiharbeitern innerhalb des Unternehmens gezeigt. Beispielsweise wurden Mitarbeiter von Sicherheitspersonal überwacht und eingeschüchtert. Im Nachhinein wurden zwar diverse Vorwürfe zurückgezogen oder stellten sich als unwahr oder zumindest übertrieben heraus. Trotzdem kündigte Amazon daraufhin unmittelbar die Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Sicherheitsfirma. Außerdem löste der Vorfall eine Diskussion über behördliche Kontrollen von Leiharbeitsfirmen aus und Amazon trennte sich von zwei dieser Firmen umgehend.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 14. Mai 2013 - 12:05 #

Und manche Leute fragen sich immernoch, warum die so verdammt günstig anbieten können ^^

Name23 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:46 #

Wer fragt sich das?
Amazon war noch nie in irgendwas besonders günstig.
Nur sie bieten halt den besten Service aller Zeiten an.

warmalAnonymous2 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 14:05 #

eine zeit lang war amazon auf geizhals schon vorne. außerdem zahlt man keinen versand ab € 20

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 14. Mai 2013 - 12:06 #

"Darin wurden die schlechten Arbeitsbedingungen und Umgang mit Leiharbeitern innerhalb des Unternehmens aufgedeckt."
Liest sich schön, diese Behauptung.

Zum Glück hab ich meine letzten Bestellungen bereits abgeschlossen. Sollen also gerne nach Lust und Laune streiken :>

goschi 13 Koop-Gamer - 1203 - 14. Mai 2013 - 16:00 #

Vor allem wurden diverse der aufgestellten Vorwürfe später zurückgezogen und/oder als unwahr oder mindestens stark übertrieben aufgedeckt.
Sich derart undifferenziert auf diesen Beitrag zu beziehen empfinde ich als sehr heikel in einer News!

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 14. Mai 2013 - 16:39 #

Ich hab die News entsprechend ergänzt bzw. umformuliert. Doch die Konsequenzen seitens Amazon bleiben dieselben (Zusammenarbeit mit Sicherheitsfirma und zwei Leiharbeitsfirmen beendet).

goschi 13 Koop-Gamer - 1203 - 14. Mai 2013 - 16:41 #

iel besser, danke für die prompte Reaktion :-)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 14. Mai 2013 - 16:43 #

Also die Pressemitteilung des HR, die ich damals gelesen habe, beteuerte noch, dass alles der Wahrheit entspräche.

http://www.hr-online.de/website/derhr/home/presse_meldung_einzel.jsp?rubrik=54987&key=presse_lang_48034395

Gibt es dazu denn schon etwas Neues?

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 14. Mai 2013 - 17:08 #

http://theintelligence.de/index.php/wirtschaft/kommentare/5148-amazon-ard-in-kritik.html

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 12:08 #

Meinen Segen haben die Streikenden. Was ich über die Arbeitsbedingungen im Leipziger Werk gehört habe ist teilweise schon erschreckend.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:23 #

Man darf jetzt aber nicht so tun, als würde da Leibeigenschaft gelten. Die Leute können überall arbeiten, Amazon verpflichtet niemanden.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 15:48 #

Der "Liberale" mal wieder. :)
Jeder Streikende hat meinen Segen. Weil es jedem frei zusteht Unzufriedenheit mit seiner Arbeitsituation auszudrücken. Ob Forderungen und Gründe gerechtfertigt sind zeigt sich dann ja schon. Immerhin zeigt die allgemeine Grummeligkeit wenn die Bahn nicht kommt oder der Flieger nicht startet ja die berechtigte Tatsache auf diese Menschen und ihre Arbeit angewiesen zu sein.
In diesem Land wurde viele viele Jahre für Arbeiterrechte gekämpft und bisher eigentlich nur von den schlimmsten aller Regenten unterdrückt. Daher ziehe ich vor jedem Streikenden meinen Hut auch oder gerade wenn mich der Streik persönlich betrift.

Natürlich sind die Leute in der Neoliberalen-Wirtschaftsfreiheitsfantasie austauschbar. Wer aufmukt kann gehen, wer Frikadellen klaut muss gehen, wer Steuern hinterzieht muss... weiter im Amt bleiben. ;) So eine schöne einfache Welt wenn das Geld oben und der Mensch nur eine Human Resource ist. :)

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:49 #

Die liberale Wirtschaftsfreiheit geht auch soweit, dass jeder sich selbstständig machen kann, dass jeder sich seiner Berufung widmen kann. Das ist wirklich eine große Errungenschaft, gabs dies beispielsweise in der DDR nicht.
Aber nicht jeder Streikende hat meinen Segen. Wenn die Piloten nicht mehr fliegen wollen und durch ihre Marktmacht ihre Forderungen durchsetzen können, dann ist das schon Erpressung!

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:11 #

Achso. Wenn man Angestellte hat die man nicht sofort Kündigen und durch die nächsten "freiwilligen" Billigarbeiter ersetzen kann sind sie eine "Marktmacht". Und hey, wieder mal die tolle Freiheit mein eigenes Amazon aufzubauen. Genau wie meine eigene Telekom. -.-
Warum ist die Marktmacht der Unternehmen eigentlich so viel ungefährlicher als die der Arbeitnehmer? Und warum haben Neoliberale immer keine Graustufen zwischen Absoluter Marktfreiheit und DDR?

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 18:22 #

Ich glaube nicht, dass Du die Piloten-"welt" kennst.

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 16:05 #

Jetzt rate mal, was für Leute da bei Amazon in den Lagerhallen arbeiten und warum.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 16:13 #

ich lausche gespannt

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:46 #

Ich auch...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 14. Mai 2013 - 21:32 #

Leute, die eben nicht überall arbeiten können. Oder ist das für irgendjemanden die Berufung oder der Traumjob bei Amazon zu schuften?

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:11 #

Warum nicht? Amazon ist ja ein großer Name - jeder kennt ihn, jeder bewundert die Leistung und damit auch die Mitarbeiter. Das ist doch auch eine Genugtuung. Dazu hat man immer mit unterschiedlichen Produkten zu tun.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 15. Mai 2013 - 10:57 #

"zu tun" ist ein ziemlicher Euphemismus für "Verpacken" ;)

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 8:14 #

:D

RobertM 10 Kommunikator - 435 - 14. Mai 2013 - 19:51 #

Da hat aber einer keine Ahnung von Arbeitsverträgen und fälligen Entschädigungen bei vorzeitiger Kündigung.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:12 #

Wurden die gezwungen bei Amazon zu unterschreiben??

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. Mai 2013 - 7:15 #

Gibt mit Sicherheit einige Leute die Aufgrund der regionalen Nähe und eigenen Qualifikation keine bzw. nur schlechte Alternativen haben.

Allerdings bleibt es eine dreiste Argumentation das Kritisieren von Arbeitsverhältnissen mit "Sie wurden ja nicht gezwungen" zu kontern. Das ist ein Totschlagargument.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 11:29 #

McSpain, ich liebe es mit dir zu diskutieren :)

Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Die Argumentation, Schuld sind immer die anderen, ist doch absolut undifferenziert.

Es gibt ein Arbeitsangebot von Amazon, die zahlen wohl sogar mehr als der Mindestlohn der SPD vorsieht. Das ist doch etwas positives, auch im Hinblick auf die Qualifikation der Bewerber.

Irgendwo unten im Thread werden von einigen Usern die Probleme der Südländer Deutschland angehängt. Da fasse ich mir echt an den Kopf: Machen die Südländer denn nicht seit Jahrzehnten eine eigene Politik?

Schuld haben die anderen - das Argument ist der echte Totschläger, oder besser: Totlacher.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:34 #

nun leben wir alle in einer globalisierten welt. gerade durch die moderne wirtschaftsverpflechtung spielt eben nicht nur die eigene nationale politik eine rolle.
"schuld haben die doch selbst, sind eben alle faul." ist der eigentliche totlacher.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:03 #

Aber die Südländer produzieren ganz andere Güter als wir. Wir haben Autos und Flugzeuge, die haben Oliven und Tomaten. Wir haben Tourismus in kalten Landschaften, die in warmen.

Ja, wir leben in der globalisierten Welt, aber die Südländer haben sich nicht darauf eingestellt und stellen überwiegend einfache Produkte für den Weltmarkt her, die teilweise auch sehr saisonabhängig sind.

Wenn du also von Globalisierung sprichst, dann schauen wir uns doch mal Japan und Korea an. Die haben nach 45, Korea sogar erst nach 53 angefangen Produkte für den Weltmarkt zu produzieren. Und das können die richtig gut, trotzdem alles in Trümmern lag und in Korea Analphabetenrate von 80% herrschte. Diese Weiche muss jetzt auch in Südeuropa gestellt werden, dafür ist aber die dortige Politik in der Bringschuld.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 18:31 #

da irrste dich aber. man mag bei der deutschen medienlandschaft gerne dein eindruck gewinnen, dass die südeuropäer alles bauern und der rest faule verbeamtete (oder) arbeitslose sind.

wenn wir uns den schlimmsten fall griechenland mal angucken. da liegt der exportanteil an agrarprodukten bei "lediglich" 22%. verarbeitendes gewerbe, bergbau und industrie haben hingegen den überwiegenden anteil von 59%.
oder siehe auch frankreich, wo der exportanteil von lebensmitteln und agrarprodukten bei knapp 11% liegt. und wiederum der anteil bzgl verarbeitendes gewerbe, industrie ect bei 75% liegt.

da kann keine rede von sein, dass wir nicht in direkter konkurrenz stehen würden mit unseren nachbarn. nicht umsonst hat unter anderem frankreich gefordert, dass deutschland seine binnennachfrage mal gefälligst auch steigern soll.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 8:08 #

Die Prozentzahlen sind natürlich ganz interessant, aber was exportiert Griechenland denn real an Industriegütern? Stehen diese Produkte in Konkurrenz zu Deutschland? Ich bin noch nie in griechischen Autos gefahren, noch nie mit griechischen Flugzeugen geflogen, obwohl ich in meinem Freundeskreis drei Griechen habe.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 14:40 #

das liegt wohl daran, dass das vor allem keine endprodukte sind. griechenland produziert zB industriemaschinen oder bauteile für die informationstechnologie.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 15:54 #

Das ist mir neu. Gibt es da namenhafte Hersteller?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 20:51 #

kein plan, experte bin ich ja auch nicht auf dem gebiet. hab mich an den offiziellen exportdaten der länder gehalten. und da gibts entsprechend nur ne tabelle aufgeteilt nach warengütern. nicht von wem die hergestellt werden.

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 14. Mai 2013 - 19:56 #

Tolles Argument. Wo hast du das denn gehört? In einer Zeitung? Schon einmal an die Berichterstattung zu den Killerspielen gedacht?

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 15. Mai 2013 - 7:19 #

Von Leuten, die dort arbeiten. Sollte wohl die beste Quelle sein, wenn auch nicht ganz objektiv.

-Volke- 11 Forenversteher - 595 - 14. Mai 2013 - 12:17 #

Habe gerade nichts in der Pipeline bei Amazon, und selbst wenn, mir würds nichts ausmachen auch mal länger zu warten. Schliesslich reissen sich die Arbeiter dort oft genug den Arsch auf und haben allen Grund zu streiken.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 14. Mai 2013 - 13:46 #

Geht mir auch so.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:24 #

Wieso reissen die sich den Arsch auf? Das scheint mir nur eine Behauptung zu sein, oder meinst du mit "reissen sich den Arsch auf" nur, dass diese Leute arbeiten gehen?

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47879 - 14. Mai 2013 - 12:23 #

Puh, zum Glück hab ich mein Buch bei einem privaten Anbieter gekauft...

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 14. Mai 2013 - 13:27 #

Und wieder ist die Welt ein Stück besser geworden. Danke, Admiral Anger.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15074 - 14. Mai 2013 - 15:39 #

Dein einziges? ;-)

furzklemmer 15 Kenner - 3106 - 14. Mai 2013 - 15:48 #

Weißt du noch, damals, als ich mein Buch gekauft habe …

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:15 #

Awwww. Good Times. ^^

Leya 13 Koop-Gamer - 1246 - 14. Mai 2013 - 16:34 #

Aha, bei einem privaten Anbieter gekauft. Du meinst im Gegensatz zum Staatsbetrieb Amazon.de?

/Ironie off

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 14. Mai 2013 - 12:24 #

Blöd. Hab was zum Geburtstag meines Sohnes bestellt, das dann nicht rechtzeitig ankommt. Zum Glück kommen die Ommas und Oppas. Die schütten das Kind erfahrungsgemäß eh so zu, dass ein Geschenk mehr oder weniger sowieso nicht auffällt.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33731 - 14. Mai 2013 - 15:49 #

Also meine Bestellung von gestern wurde trotzdem heute Mittag versandt. Ist zwar von einem anderen Anbieter, aber mit Versand durch Amazon.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 12:25 #

Gestern bestellt, heute geliefert. Grade noch vor dem Streik. (Geburtstaggeschenke für Andere)

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 13:53 #

Netter Service, aber ich frage mich da immer: Muss das sein? Auf 99% der Amazon-Lieferungen kann ich getrost auch 'ne Woche warten und ich glaube, das geht vielen so.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6317 - 14. Mai 2013 - 14:27 #

Nein! Wenn ich ein Spiel, DVDs oder einen neuen Fernseher kaufe, wo ich mich richtig drauf freue, bin ich meist so ungeduldig, dass ich nachts kaum schlafe.

Ich erinnere mich noch an die WoW: TBC Collectors Edition, die ich damals bei Amazon gekauft und aus Geiz auf den Overnight-Express verzichtet habe. Natürlich kam die dann nicht am Release-Tag, sondern einen Tag später und alle aus der Gilde hatten viel Spaß in der Scherbenwelt, während ein armer kleiner Zwerg ganz allein in Eisenschmiede vor der Bank stand :-(

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 14. Mai 2013 - 14:28 #

Was bringt es denn Amazon, wenn sie die Bestellung später bearbeiten?
Es ist ja nicht so, dass sie Montag X Bestellungen bekommen, die sie dann den Rest der Woche abarbeiten können. Die bekommen jeden Tag X Bestellungen, da macht es keinen Unterschied, wann die einzelne Bestellung barbeitet wird.

Vaedian (unregistriert) 14. Mai 2013 - 14:37 #

Auf keinen Fall! Amazon Prime ist das beste was es gibt!

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:43 #

Klar, man konnte im Osten der Republik auch 40 Jahre auf Bananen oder 13 Jahre auf nen Trabi warten. Aber mal ehrlich: Man bestellt etwas, weil man es haben und nicht warten möchte.

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 16:03 #

Dann schieb ich das einfach mal auf meine DDR-Erziehung, denn das hier oft zu hörende "Ich will! Ich will! Ich will! (Sofort!)" ist mir irgendwie fremd.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6317 - 14. Mai 2013 - 16:36 #

Also wenn du deinen Kindern sagst: "Ich will das ihr sofort ins Bett geht!", dann macht es dir nichts, wenn es noch 2 Stunden länger dauert?
;-)

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 16:59 #

Schlechter Vergleich.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:58 #

Deine DDR-Erziehung mag da erfolgreich gewesen sein, aber dann frage ich dich: Warum bestellst du etwas, wenn du es nicht haben möchtest bzw lange darauf warten kannst? Wir im Westen haben den Kalten Krieg ja auch deshalb gewonnen, weil wir eben unseren Willen durchsetzen und nicht lange gewartet haben als sich die Gelegenheit bot, auch wenn die SED-Schwesterpartei SPD die Zwei-Staaten-Lösung wollte...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:16 #

Gegenfrage: Würden die Päckchen langsamer verschickt werden, würden die Mitarbeiter mehr verdienen?

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:59 #

Gegenfrage: Würde es langsamer gehen wenn sie weniger bekommen? Nein. Amazon würde da schon durchgreifen. Also ist der jetzige Lohn vermutlich ein guter Mittelwert zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:23 #

Na, Gegenfragen stellen und dann selbst beantworten.
Wäre es ein guter Mittelwert würden wohl nicht gestreikt werden.
Oder lass es mich so sagen: Nach einem Streik wird sich vielleicht ein neuer Mittelwert einpendeln. Denn Amazon (oder ein beliebiges Unternehmen) werden ja nicht von alleine die Gehälter "nach Oben" anpassen. Daher findet sich das Mittelwert vom Gehalt-Drücken der Unternehmen und den Gehalts-Forderungen der Arbeiter. Und so haben wir ein Mittelwert.

Zu der Gegenfrage: Ja. Würde Amazon "Durchgreifen" wäre der Streik doch noch eher da. Würden sie mehr Verdienen wäre da vermutlich nicht Amazons größter Schaden. Glückliche Arbeiter in guten Bedingngen sind produktiver und Meisten vermutlich das Geld wiederum in die Wirtschaft (Teilweise Amazon selbst) stecken.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 11:34 #

Nomrmal wäre es, dass Amazon eine Qualitätskontrolle etablieren und dann danach bewerten würde. Wer da nicht die Leistung bringt, ist dann raus. Traurig aber das Recht des Arbeitgebers. Das wird auch keine Streiks bringen, da hat Amazon das Recht auf seiner Seite und wilde Streiks sind in D m.W. verboten.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32621 - 18. Mai 2013 - 12:58 #

Doch, das Unternehmen in dem ich tätig bin passt jährlich die Gehälter nach oben an. Ganz automatisch.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 14. Mai 2013 - 16:04 #

Mir nicht, ich mag Amazon gerade für seine Schnelligkeit. Das war ja auch das, womit sie (zumindest meinem Eindruck nach) den Durchbruch geschafft haben: Alle anderen Mitbewerber zu damaliger Zeit 'glänzten' durch Lieferzeiten von einer Woch aufwärts. In der Folge hat man dann ja gesehen, welchem Unternehmen die Kunden zugeflogen sind.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:17 #

Stimmt. Zweiter Grund war die Vefügbarkeit und Preise von englischen Romanen. Hatte damals noch bei anderen Anbietern 2-3 Wochen warten und dann fast das dreifache Zahlen müssen.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 18:01 #

Und als drittes der Service: Amazon ist extrem kulant, verschickt Teile auch nochmals oder nimmt Teile ohne Probleme wieder zurück. Ich habe da schon ganz andere Stories bei Versendern erlebt.

Und noch ein vierter Grund: Das Angebot ist sehr reichhaltig.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 14. Mai 2013 - 19:59 #

Wobei ja mittlerweile gefühlte 80% des Angebots von Marketplace-Händlern kommen...

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6317 - 15. Mai 2013 - 12:36 #

Diese Marketplace-Geschichte empfinde ich auch als etwas störend. Ich habe bei denen zwar auch schon was gekauft, aber eher gemischte Erfahrung gemacht. Direkt bei Amazon war hingegen immer gut.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 12:39 #

solidarität mit den arbeitnehmern!
deutschland hat in europa den größten anteil an niedriglohnarbeit und zugleich die geringsten lohnstückkosten. da muss man sich nicht wundern, dass unsere eu-nachbarn selbst bei rigorosen sparmaßnahmen nicht gegen deutschlands rücksichtslose wirtschaft und politik ankommen können.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 14. Mai 2013 - 14:16 #

Tja, wenn man eine Regierung hat, die sich gegen einen vernünftigen Mindestlohn stemmt, ist das kein Wunder. Natürlich ist ein Mindestlohn kein Allheilmittel, aber ein Anfang.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:43 #

In D gilt ein sehr ausführliches Mitbestimmungsrecht in den Betrieben, die Leute dort fordern es aber nicht, viele wollen sich nicht mal in der Tarifpartei der Gewerkschaften engagieren. Warum soll der Staat das dann tun?

Letztlich werden alle Produkte dadurch nur teurer. Warum soll das jetzt so toll sein?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 16:28 #

diese niedriglohn-arbeit geht schließlich zu kosten des staates. wir haben zwar schön unsere arbeitslosenzahlen künstlich nach unten gedrückt. im selben maße ist dafür die anzahl der hartz4-aufstocker gestiegen.

ein mindestlohn würde das allgemeine lohnniveau anheben, einen faireren wettbewerb zwischen deutschland und unseren nachbarn bringen, die binnennachfrage erhöhen, die psychischen belastunen der arbeitnehmer senken und wie anfangs gesagt den staat entlasten. bei den geringsten lohnstückkosten in ganz europa kann beim besten willen nicht behaupten, dass eine allgemeine lohnanhebung nicht dicke von den gewinnen drin wäre.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:35 #

Nur das Gewinne der Konzerne unantasbar sind. Oder hab ich die Stelle wieder falsch zitiert? ;-)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 16:44 #

Auf der anderen Seite stehen:
- Produktivitätsverlust
- wer zahlt das ganze?
- Armutsflüchtlinge

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 19:32 #

sehe nicht, inwiefern höhere löhne zu produktivitätsverlust führen soll. im gegenteil wird durch die rationalisierung und automatisierung von arbeitsabläufen die produktivität unabhängig von lohn und temporären marktbedingungen ohnehin immer weiter gesteigert.
gezahlt wird das ganze natürlich von den gewinnen. wie schon gesagt, haben wir hier in deutschland die aller geringsten lohnstückkosten. da kann niemand sagen, das könnten unternehmen finanziell nicht stemmen.
und armutsflüchtlinge haben wir jetzt ohnehin. schau dir die neuen einwanderungszahlen an.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 21:43 #

Der Mensch ist bequem. Wenn Entlohnung unabhängig der Leistung ist, warum sollte der AN sich anstrengen?

Warum sollte ein AG die gesteigerten Kosten nicht an den Konsument weiterreichen?

Wenn wir Armutsflüchtlinge haben, dann scheint das System hier ja nicht so schlecht zu sein.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 0:47 #

gerade weil das system hier so rücksichtslos gut läuft, gibts armutsflüchtlinge. insbesondere jetzt aus den krisenländern griechenland und spanien. den vorteil den wir uns also gegenüber unseren eu-nachbarn durch entsprechende ausweitung des niedriglohnsektors und abbau von arbeitnehmerrechten geholt haben, wird jetzt wieder zunichte gemacht.
dadurch, dass die ganzen spanier und griechen eben hier herkommen, weil sie zuhause keine arbeit mehr kriegen. ein anzeichen für die güte unseres systems kann ich darin nicht erkennen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 9:59 #

9,75 - 11,75 Euro finde ich jetzt für einen ungelernten AN nicht schlecht.

Auf das Argument bequem/Produktivitaetsverlust bist Du nicht eingegangen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:37 #

weil es darauf nichts zu großartig zu sagen gibt. entlohnung ist arbeitsmotivation. wird der arbeitnehmer seiner aufgabe nicht gerecht, so gibt es arbeitsrechtliche maßnahmen wie man als arbeitgeber dagegen vorgehen kann.
bzgl produktionsverlust hatte ich schon erwähnt, dass die lohnstückkosten die niedrigsten in ganz europa sind. die produktivität steigt davon abgesehen so oder so durch rationalisierung von arbeitsprozessen. das ändert ein anderer lohn auch nicht.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 11:46 #

Rationalisiert/Automatisiert wird seit den 80-ern.

Du irrst bei Lohn gleich Arbeitsmotivation.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:56 #

natürlich wird seit jeher rationalisiert und das wird auch nicht aufhören, solange man nicht anfangen würde automatisierte prozesse arg zu besteuern. und weiter?

und da muss ich dir arg widersprechen. lohn ist schließlich die hauptmotivation für einen arbeitnehmer. schließlich hat er lebenshaltungskosten zu begleichen und will selbst auch was konsumieren. oder meinst du im ernst niedrigere löhne oder gar überhaupt kein lohn würden dann den arbeitnehmer zu absoluten topleistungen motivieren? ich bitte dich.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:06 #

Motivation kann auch eine andere sein.
Einige Leute arbeiten beim Staat, weil der sie absichert und nie kündigen wird.
Einige Leute arbeiten bei Google, weil Google cool ist.
Einige Arbeiten bei der AWO - weil sie soziale Dinge tun wollen.
Andere Arbeiten bei Microsoft - weil 25% der Angestellten mittlerweile Millionäre sind.

Motivation ist nicht vom Geld abhängig. Das musst du einräumen.

Zu dem Europavergleich: Die Südländer stellen andere Produkte als der Norden her. Daher stehen wir mit denen nicht im Wettbewerb, können diese also im Lohn gar nicht unterbieten.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 12:12 #

Da gibt's noch viel mehr: Verantwortung, Schaffen, Delegation, ...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 15:52 #

natürlich stehen wir auch mit diesen in konkurrenz. deutschland sind nicht die einzigen die technik herstellen. ganz abgesehen von verbrauchsgütern wie lebensmittel oder dienstleistungen ala software-entwicklung.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 12:10 #

Eben :-) Wenn durch den Mindestlohn alles abgedeckt ist.
Der Einheitslohn hat im Ostblock schon mal nicht funktioniert.

Bildung motiviert zu Topleistungen, nicht Mindestlohn bei gering Qualifizierten.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 15:50 #

wir reden ja auch nicht von einem einheitslohn, sondern von eiem mindesttarif. und der sollte eben so hoch ausfallen, dass der staat das nicht auch noch mitsubventionieren muss und dadurch gerade attraktiv macht.

und nein. bildung motiviert ganz sicher nicht zu topleistungen. das ist völlig unabhängig davon. bildung mag dich für bestimmte berufszweige qualifizieren. arbeitsmotiviation wird sowohl durch den lohn und die arbeitsbedingungen bestimmmt. das gilt sowohl für hochqualfizierte als auch für einfache dienstleistungsarbeit.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 15:53 #

beg to differ - hat im Ostblock nicht funktioniert.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 17:24 #

fallste mit ostblock ddr meinst. in dem zuge kannste auch sagen, dass das nicht-vorhandensein des mindestlohns in der brd nicht funktioniert. schau dir die reallohnentwicklung, die inflationsrate und den verlauf der einkommensschichten an.

also das ist kein argument dies nicht zu tun. nach dem schema "das hatte die ddr/udssr und die ist untergegangen, daher funktioniert das nicht!" hat vlt nach der wende funktioniert, ist doch jetzt doch aber etwas veraltet. vor allem da ein großteil unserer eu-nachbarn alle einen mindestlohn haben und das sehr wohl wunderbar funktioniert.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 17:30 #

Dann sollen die Leute, die einen Mindestlohn fordern, auswandern :-)

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 17:45 #

Wir haben fast keine Inflation, die Menschen in D werden immer reicher, immer mehr müssen gar nicht mehr arbeiten...

Der Mindestlohn funktioniert bei uns nicht, eben weil wir zB die strukturschwache Ostzone haben. Das haben andere Länder nicht, die sind da homogener aufgestellt.

Es ist auch keine Lösung Löhne abgekoppelt von der Aufgabe und Leistung zu garantieren, das ist Aufgabe der Tarifpartner. Wenn die Arbeitnehmer sich aber nicht mehr organisieren, dann ist das ziemlich doof.

Aber statt einem Mindestlohn könnte ja das liberale Bürgergeld kommen. Das ist eine Motivationshilfe und eine gerechte Sache.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 17:53 #

Warum sollte ein Einkommen ohne Berücksichtigung der Arbeitsbereitschaft motivieren?

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 18:12 #

Die Staaten befinden sich in Konkurrenz zueinander: Jeder macht Politik, jeder setzt andere Schwerpunkte. Die deutschen haben auf die duale Ausbildung gesetzt, auf den Ausbau der Infrastruktur etc etc und die anderen auf den Ausbau des Tourismus, der Tomatenzucht oder der Finanzindustrie. Ich erinnere, dass Spanien vor wenigen Jahren von der Überholung Deutschlands sprach. Aber nur ein ausgewogener Mix und eine hohe Spezialisierung und Ausbildung garantiert eine funktionierende Wirtschaft. Das willst du durch das Lohnniveau ausgleichen? Wie soll das funktionieren? Wo sollen in Deutschland die Oliven wachsen? Wie in Griechenland Autos der Spitzenklasse gebaut werden?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 19:32 #

wenn wir staaten uns alle in konkurrenz befinden, wieso haben wir dann überhaupt in der EU? da kann ich nur den vorschlag von soros aufgreifen und dann deutschland empfehlen aus der EU auszutreten. aber halt nein, das wollen wir auch nicht. wieso denn? genau.. weil wir eben nicht nur in einseitiger konkurrenz zueinander stehen, sondern auch von den anderen ländern und der gemeinschaft profitieren. wenn weiterhin ein interesse daran besteht, kann man nicht einfach rücksichtslos politik machen und auf die selbstregulierung des markts verweisen. dann bricht das ganze eben auseinander.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:17 #

Weil die EU den Frieden in Europa garantiert, weil es ein gemeinsames Projekt ist. Und wenn erst alle Länder wie Deutschland oder die Niederlande fleissig und kreativ sind, dann ist doch alles super.

Übrigens sollten wir nicht mehr von Krise reden. Die ist vorbei. Was in einigen Länder passiert ist die Abrechnung mit jahrezehntelanger selbsvertschuldeter schlechter Politik. Aber das ist keine Krise, das ist eine Chance, es ist hoffentlich eine Zeit des Wandels.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 9:42 #

ja genau, die südländer sind alle faul und nur die deutschen und holländer sind fleißig. im ernst? schön, dass du da auch den deutschen tenor nachpfeifst, dass die alle selbst schuld sind. so muss man sich über die eigene verantwortung in der gemeinschaft keine gedanken machen.

du solltest dir die wirtschaftsentwicklung zwischen den jahren 2005 bis jetzt angucken. da wird einem ziemlich klar, dass im selben zuge, wie hier die mckinsey-konzepte umgesetzt wurden, viele andere ländern ihre konkurrenzfähigkeit nicht mehr aufrecht erhalten konnten. mit "selbstverschuldeter schlechter politik" hat das weniger zu tun, haben diese länder jetzt doch auch noch radikalere projekte auf drängen deutschlands umgesetzt.

ich würde dir bei deiner naivität mal dringend empfehlen einige analysen auf telepolis zu lesen. insbesondere von "florian rötzer" und "tomasz konicz". deren weitreichende querverbindungen zwischen veröffentlichten statistiken und studien, sollten einem die augen öffnen. zB:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38753/1.html
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38846/1.html
http://www.heise.de/tp/blogs/8/154055

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 10:06 #

Ja genau, die bösen Deutschen. Sind wahrscheinlich auch Schuld an der Immobilienkrise, Felxikrediten und Verschuldung.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:38 #

vlt doch erst einmal lesen ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 11:39 #

Jaja, die bösen Deutschen haben die Spanier gedrängt mit null Eigenkapital und Flexi-Zinsen eine Immobilienblase aufzubauen.

Deine Argumentation wird immer abenteuerlicher.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 14:37 #

wenn du mir die aussage in den mund legst, dass deutschland generell für die politik anderer länder verantwortlich ist, musst du dich über die "abenteuerlichkeit" deiner geistigen ergüsse nicht wundern.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 14:52 #

Genug der rhetorischen Täuschung. EOD

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 14:59 #

man liest sich.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 10:56 #

Du wirst dich wundern: Ich lese Telepolis seit Ende der 90er. Selbst ein taz-Abo habe ich. Ich war einst sogar ein Trotzkist!

JETZT machen die Reformen. Klar, die müssen jetzt viel schwieriger und umfangreicher sein, weil sie die anderen Länder einholen müssen und sich viele nun mal der Besitzstandswahrung in diesen Ländern verschrieben haben.

Wir waren doch der kranke Mann am Anfang des Jahrtausends. Hast du das vergessen?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:45 #

dann solltest du vlt doch regelmäßiger auch wieder die politischen artikel auf der seite lesen.

ganz im gegenteil. die machen ja reformen komplett in die falsche richtung. genauso können wir ja auch nicht mit billiglöhnern aus indien und china konkurrieren. eingeschränkt wie sie sind, wirds natürlich trotzdem versucht. was dabei rauskommt sehen wir ja. deren wirtschaft trudelt immer weiter ab und hierzulande geht die einkommensschere immer weiter auseinander.

und ja die arbeitslosenzahlen waren hier hoch. die hat man jetzt künstlich nach unten gedrückt, aber an der ausgabe und menge von transferleistungen hat sich aufgrund von aufgestocken niedriglöhnern nicht wirklich was verändert. man hat nur mit den arbeitsmarktreformen die mittel an die hand gegeben, arbeitnehmer mehr auszubeuten. das kratzt ja auch schon längerem am mittelstand, schließlich droht ihnen bei widerstand ja auch das hartz4-schicksal.
gelöst haben wir das problem also nicht, nur lohnentwicklung und rechte haben wir zugunsten der heiligen kuh wachstum geopfert.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:16 #

Also ich gebe dir in soweit recht, dass die Arbeitslosenstatistik in D geschönt wird. Andererseits gibt es auch Arbeitslose, die durch die DDR sich nicht entfalten konnten, kein Abi machen durften oder nicht studieren. Das empfinde ich auch als ungerecht. Aber das ist nicht die Masse der Arbeitslosen.

Man übt jetzt Druck auf die Arbeitslosen aus. Dazu kann man stehen wie man möchte, aber ich habe in meinem Arbeitsleben auch viel Schindluder erlebt, so dass der Staat hier reagieren musste. Das kann ich tolerieren.

Aber wie ich schon schrieb: Ich bin sofort für ein liberales Bürgergeld. Schau mal Max und Ina: http://www.youtube.com/watch?v=oK-GbahOk_8

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 14. Mai 2013 - 20:04 #

Mitbestimmungsrecht in Betrieben? Ab wievielen Mitarbeitern? Großbetriebe mit starker Gewerkschaft brauchen natürlich keinen Mindestlohn, in Kleinbetrieben kann die Gewerkschaft gar nix machen und wenn einer da das Wort auch nur in den Mund nimmt wird er am nächsten Tag ersetzt.
Ein Arbeitnehmer kann da gar nix machen, wenn der Chef halt nicht mehr zahlt. Oh doch, halt, er kann kündigen und binnen der nächsten drei Monate verhungern...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 20:13 #

Aber er ist völlig frei in der Entscheidung zu verhungern. Oder er kann in den drei Monaten völlig frei ein eigenes Unternehmen gründen. Oder er gehört einfach zu dennen die es eben nicht haben. Pech gehabt.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:15 #

Eben. Und wer ist denn heute noch in der Gewerkschaft? Das sind doch nur noch wenige. Wer seinen Vertreter nicht unterstützt, der darf sich nicht beklagen.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 15. Mai 2013 - 7:19 #

Und wer ist der Vertreter des Arbeitnehmers im Kleinbetrieb?

Name1 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 12:46 #

dieses ewige gestreike in deutschland geht einem echt auf den zeiger. und der normale mensch muss immer am meisten drtuner leiden nur weil verdi sich mal wieder proflieren will. zum kotzen ist das.

Ganesh 16 Übertalent - 4863 - 14. Mai 2013 - 12:53 #

Ewiges Gestreike? Da wohnst du aber in einem anderen Deutschland als ich.

Abgesehen davon: Leidtragender ist vor allem das Unternehmen und nur mittelbar der Kunde. Der kann sich seine Artikel auch woanders kaufen, das Unternehmen hingegen muss sich Lösungen überlegen.

Und die Gewerkschaft braucht sicherlich Öffentlichkeit für ihre Forderungen, aber als Profilierung der Gewerkschaft würde ich das nicht einschätzen, sondern als Maßnahme zur Durchsetzung von recht konkreten Forderungen.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 14. Mai 2013 - 12:59 #

Naja, ewiges Gestreike ist schon nicht ganz falsch. Wie oft dieses Jahr alleine an Flughäfen bereits gestreikt wurde geht ja schon auf keine Kuhhaut mehr.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 14. Mai 2013 - 13:32 #

Blöd nur, dass man das so vllt nicht verallgemeinern sollte. Es ist ein Unterschied, ob das Sicherheitspersonal, die Bodencrews der Lufthansa oder die Flugzeugbesatzungen streiken. Von den einzelnen Fluggesellschaften mal abgesehen.

Und gerade hier bei Amazon kommt das Paket halt nich direkt am nächsten Tag, sondern 1-2 Tage später. Oh mein Gott, wie schlimm... wenn man erst 2-3 Tage vor dem Geburtstag der Verwandten/Freunde etwas bestellt, ist man irgendwo eher selbst Schuld.

Name1 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:40 #

ich zahle für prime. da erwarte ich dass mein paket am nächsten tag da ist dafür zahle ich schließlich.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 14. Mai 2013 - 13:44 #

Das kannst du übrigens einfacher und kostenlos haben. Ist die Ware am Lager, vormittags bestellen, wird am gleichen Tag versandt und ist am anderen Tag da (sofern mit DHL, Hermes sind Trödler). Prime halte ich daher nicht unbedingt für nötig. Probier's mal aus.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:32 #

DHL - gut.

Hermes - die zahlen immerhin pro ausgeliefertem Paket und sind entsprechend motiviert.

UPS - unschlagbar gut.

Prime - geniale Idee und der Amazon Service ist eh unschlagbar.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 14. Mai 2013 - 16:38 #

Wie gesagt, vormittags bestellt und ich krieg meine Ware immer am Tag darauf - ohne Prime-Service ;).

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:47 #

Hier auch. Liegt aber natürlich auch immer an der Nähe zu den Verteilzentren. Ich hab z.B. auch ein UPS-Hauptlager keine 3 Minuten entfernt von hier.

Raging Spirit (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:57 #

Schön, wenn es für dich noch ohne Prime klappt. Bei mir funktioniert das seit ein paar Jahren nicht mehr. Ohne Prime ist das völlig unberechenbar geworden. Selbst wenn man 1-2 Uhr morgends bestellt, kann es dann schon mal 2-3 Tage dauern. Wird es dann noch mit Hermes verschickt... lassen wir das. Ohne Prime klappt das überhaupt nicht mehr.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. Mai 2013 - 13:20 #

Wie sieht das bei den meisten eigentlich inzwischen mit Hermes aus? Nachdem ich nach jeder Sendung mit Hermes Stress hatte und bei Amazon Beschwerde eingereicht habe kriege ich seit ca. einem Jahr kein Hermes mehr zugeteilt.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 15. Mai 2013 - 13:35 #

Bekomme das meiste inzwischen per Hermes und hatte eigentlich noch nie Probleme. Bis vor einem Jahr etwa war der Fahrer sehr unhöflich, aber nachdem wir einen neuen haben kann ich auch darüber nicht mehr klagen. Ich bin inzwischen froh, wenn Amazon mit Hermes verschickt, weil der zu einer besseren Zeit kommt als DHL.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32746 - 15. Mai 2013 - 17:51 #

Grösstenteils zum Glück per DHL und dann ist es meistens am Tag nach dem Versenden da.
Selten mit Hermes (zum Glück), und da dauert es dann doch mind. 1 Tag länger.

Name1 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:39 #

äh, flughafenpersonal krankenhäuser lehrer einzelhandel alles dieses jahr schon gehabt. das ist ewiges gestreike. und ich bin leidtragender ob mittelbar oder wie spielt dch keine rolle. und es geht nicht mal nur um amazon. wenn ich ins krankenhaus muss und die ärzte streiken bekomme ich keine behandlung, wenn die stewardessen streiken kann ich nciht fliegen. wo bin ich da bitte nicht leidtragender?

Azzi (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:47 #

Lehrer dürfen meines Wissens gar nicht streiken. Klär uns mal auf was du genau damit meinst.

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 13:53 #

Verbeamtete (Lehrer) dürfen nicht streiken. Die angestellten schon.

akoehn 14 Komm-Experte - P - 2572 - 14. Mai 2013 - 14:01 #

Doch, Lehrer dürfen streiken, wenn sie nicht verebeamtet sind. Erstaunlich viele Lehrer sind auch nur befristet eingestellt, damit sie im Sommer in die Arbeitslosigkeit geschickt werden können...[1]

Gestreikt haben sie dieses Jahr auch schon, und zwar zu Recht: Die Länder hatten eine Verkürzung des Urlaubs und eine Lohnerhöhung deutlich unter Inflationniveau "angeboten".

Zusätzlich weigern sich die Länder, die Eingruppierung der Lehrer festzulegen - wieviel Gerd bezahlt wird ist also wieder der Willkür der Länder überlassen. (Mehr Infos bei gew.de)

[1]:http://gew.de/Skandaloese_Befristungspraxis_Lehrer_als_Saisonarbeiter.html

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 14. Mai 2013 - 14:17 #

Macht sich gut, wenn man dann Länder hat, die seit Jahren nicht mhr verbeamten.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:43 #

Lehrer verdienen m.E. ein höheres Ansehen, Sie prägen die Gesellschaft. Nur doof, dass viele von denen leider schon mit sich selbst überfordert sind. Eine Verbeamtung von Lehrern ist aber unnötig - nur wer über Dienstsiegel oder Staatsgeheimnisse verfügt oder sein Leben für das der anderen einsetzt, sollte verbeamtet sein.

keimschleim 15 Kenner - 2934 - 14. Mai 2013 - 13:50 #

Wenn du zu "Streikzeiten" mit deinem Kopf unterm Arm in die Notaufnahme gehst, wirst du auch behandelt. Behandlungen, die verschoben werden können, werden dann halt verschoben. Also muss man das etwas eingrenzen.
Für mich ist das hier übrigens mehr Rumgetrolle als Kritik an der Streikkultur in D.

Leser 14 Komm-Experte - P - 1962 - 14. Mai 2013 - 13:23 #

Heute keine Mittagsschule?

Name1 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:40 #

du wohl auch nicht.

schüler (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:23 #

dann sind wir ja schon zu dritt

blobblond 19 Megatalent - 17757 - 14. Mai 2013 - 14:04 #

Du zählst mit deinen Abgaben eh die beschäftigen bei Amazon.Das ist ok?Oder bezahlen deine Eltern ,weil du noch zur Schule gehst?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/aufstocker-zahl-der-hartz-iv-empfaenger-mit-regulaeren-jobs-steigt-a-898656.html

Terminator (unregistriert) 14. Mai 2013 - 12:48 #

Mir latte, ich kauf nichtmehr viel bei Amazon nachdem man Gamekeys nahezu immer deutlich billiger bekommt als die Retail-Versionen.

Endamon 15 Kenner - 3900 - 14. Mai 2013 - 13:08 #

Hoffentlich kommt da im Endeffekt was für die Arbeiter raus.

ich stehe euch bei (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:09 #

Ich möchte auch mal meinen Senf dazugeben...ich kann es nicht verstehen, warum sich immer wieder über Streiks und auch gerade über diese Leute, die gerade streiken, aufgeregt wird! Diese Leute, reissen sich tag für tag den Arsch auf um eure Waren zu liefern! Ich selbst habe dort auch schon gearbeitet und mein Mann arbeitet auch noch dort. Das ist Akkordarbeit Leute! Und dann wird man dafür nicht richtig entlohnt!
Einige schreiben im Internet sogar auch immer wieder "Paketschubser" oder "es reissen sich die Leute schon um diese Arbeitsplätze" ... wenn diese Menschen (die diese Äusserungen schreiben oder auch sagen) einmal für drei Wochen dort arbeiten würden, wären sie kuriert! Die Picker laufen in 8 Stunden zwischen 24-30 km!
Die Lebenshaltungskosten steigen permanent!
Ich verstehe einfach nicht, wie sich Leute solche Kommis herausnehmen, wenn sie selbst keine Ahnung von der Materie haben.
Aber es ist ja mal ein Leichtes sich über Andere aufzuregen oder zu schreiben, anstatt selbst mal was in die Hand zu nehmen...es machen ja die Anderen für uns. Schämen sollten sich diejenigen, die sich ständig auf anderleutz Rücken ausruhen!
Von mir haben die Amazonier (bzw. alle die sich den Steiks anschliessen) jedenfalls meinen Respekt.
Lasst euch nicht unterkriegen! Ihr schafft das!

Sören der Tierfreund (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:25 #

Naja, ich finde die kriegen genug Geld. Teilweise sogar mehr als der Durchschnittslohn pro Stunde im Osten (anders würden die auch nicht sooo viele Leute rankriegen). Klar der Wille nach mehr ist immer da, aber ggf. dann ein anderen Job suchen? Lagerlogistik ist halt teilweise nicht bestbezahlt, da sollte man sich keine Illusionen machen wenn man sich da bewirbt.

Gastarsch (unregistriert) 14. Mai 2013 - 14:12 #

Wieviel bekommen die denn?

Name1 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:42 #

ist auch i ordnung dass sie sich den arsch aufreißen dafür werden sie ja bezahlt. ich reiß mir auch den arsch auf in meinem beruf. so gehört sich das eben.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 15:17 #

Mit welchen Arbeitnehmern wird denn verglichen? Welche Ausbildung braucht man als Picker? Was wird tatsächlich verdient?

http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/huenfeld/Huenfeld-1573-Euro-brutto-bei-Amazon-oder-2000;art17,635484

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:38 #

Die Gewerkschaften haben da ein gutes Konzept mit der Einteilung nach Tarifen die auf Schulausbildung/Ausbildung/Studium, Erfahrung/Berufspraxis, Verantwortung und Personalführung aufbauen. Als Picker dürfte das alles relativ klein sein, da verdient man dann natürlich nicht durchschnittlich.

Aber das Geheimnis des Wirtschaftslandes Deutschlands ist: Jedes ist seines Glückes Schmied, niemand ist gezwungen bei einem bestimmten Arbeitgeber oder in einem bestimmten Ort zu leben. Wer mehr will, kann auch mehr erreichen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 16:37 #

das geheimnis des wirtschaftslandes deutschlands ist eigentlich konsequente umsetzung von mckinsey-konzepten und rücksichtslose wirtschafts- und arbeitspolitik gegenüber den europäischen nachbarn. ein anteil der euro-krise ist dadurch zu erklären, dass eben die anderen länder im preiskampf gegen den niedriglohnsektor in deutschland nicht anstinken können.

der spruch "jeder ist seines glückes schmied" ist zwar nett aber gleichzeitig völlig naiv. das wiederlegt so ziemlich jede bildungs- und arbeitsmarkt-studie.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 16:45 #

Wenn das in andere EU-Staaten so toll wäre, würden mehr Leute auswandern :)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:48 #

Ich hoffe der Smiley deutet Ironie an. ^^

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 0:23 #

die ironie dabei ist, dass die fehlende gemeinschaftsverantwortung deutschland durch die offenen grenzen rücklings wieder bezahlen muss. denn gerade aus den krisenländern kommen jetzt lauter leute her, die zuhause keine arbeit mehr finden.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 7:03 #

Deutschland braucht Zuzug - die gut ausgebildeteten - viele Spanier haben einen Uni-Abschluss - bereichern den Markt.

"Fehlende Gesamtverantwortung D" ist ein dümmliches Argument; das solltest Du besser wissen.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 8:16 #

Du sprichst die anderen von der Schuld also frei. Warum Deutschland die Schuld der anderen trägt scheint seit dem WK I ein Running Gag zu sein.

Deutschland zeigt ja gerade Verantwortung, in dem es den anderen Ländern den Weg aus der Krise weist! Der Verdienst Angela Merkels ist da gar nicht hoch genug einzuschätzen, insbesondere wenn der Opposition nur die Schuldenübernahme per Schuldschein in den Sinn kommt.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 16. Mai 2013 - 8:43 #

Ich würde ja sagen, Deutschland weist ihnen nicht den Weg aus der Krise, sondern zwingt sie auf die Straße zum Verderben. Nicht umsonst steht die deutsche Politik weltweit in politischer und wissenschaftlicher Kritik. Die "unterstützten" Länder müssen sich selbst kaputt sparen. Und das, weil Deutschland mit Niedriglohnpolitik Exporte forciert und unter seinen Verhältnissen gelebt hat. Jetzt beschweren wir uns, dass die anderen über ihre Verhältnisse gelebt haben; bald beschweren wir uns aber noch mehr, dass sie keine deutschen Autos mehr importieren, die wir Deutschen uns ja selbst kaum noch leisten können.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 10:09 #

Deine Wortwahl ("zum Verderben") und deine Argumente mit der Schuldsuche allein in Deutschland lässt mich leider schon auf gewisse Realitätsverweigerung schliessen.

Die Steuersünder in Griechenland und Italien sind nicht an der Lage schuld? Die Ausrichtung der spanischen Wirtschaft auf Hausbau ebenfalls nicht? Die Korruption in diesen Ländern? Die Ausrichtung Zyperns auf Steuerflucht und Pelzhandel?

Aber ich fand den Witz "weil Deutschland ... unter seinen Verhältnissen gelebt hat" schon komisch. Jetzt sind wir schon schuld, weil wir unter unseren Verhältnissen leben??

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 16. Mai 2013 - 11:47 #

Dass der von Merkel Europa aufgezwungene Weg aus der Krise führt, will ja auch erstmal gezeigt werden. Real geht es in den entsprechenden Staaten derzeit stark abwärts, ob sich das ohne Crash umkehren lässt, wird die Zukunft zeigen.
Vielleicht ist Deutschland nicht 100% alleine Schuld und es wurden auch andernorts Fehler gemacht, aber die Position als Hauptverursacher würde ich uns nicht absprechen wollen.
Und ja, wir Deutschen leben unter unseren Verhältnissen und sind auch noch Stolz drauf. Ohne Exportüberschuss, der bei anderen Ländern zwangsweise zum Importüberschuss ohne Möglichkeit der Währungsabwertung führt, könnte es in Europa vielleicht nicht ganz anders, aber deutlich besser aussehen. Oder halt mit einer für den gesamten Währungsraum einheitlichen Finanz- und Wirtschaftspolititk von Anfang an.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 12:10 #

Ein paar Fakten/Prognosen:

- Irland: Wachstum 1,1%, nächstes Jahr: 2%
- Griechenland: +0,6% in 2014
- Portugal: ebenfalls +0,6% in 2014
- Spanien leidet im wesentlichen nach wie vor an der geplatzten Immobilienblase

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 12:34 #

Wir leben unter unseren Verhältnissen? Wir konsumieren doch wie verrückt. Mehr Olivenöl kann ich leider nicht verbrauchen, die Länder im Süden brauchen neue Produkte, denn damit schaffen Sie auch neue Gewinnmöglichkeiten.

Wenn wir viel Exportieren dann ist das ok - Importe und Exporte müssen sich weltweit ja ausgleichen!

Aber die Importbilanzen zeigen doch auch, dass die Menschen in den entsprechenden Ländern mit der eigenen Wirtschaft unzufrieden sind, wir zwingen doch niemanden zum Kauf der deutschen Waren. Warum kaufen die denn Bohrer von Bosch und nicht aus Griechenland? Ist die Qualität so schlecht? Und wenn die Qualität so schlecht ist - warum sollte dann jemand im Ausland gerade diese kaufen?

Klar, früher konnte man die Währung abwerten oder mit Zöllen die Produkte anderer Länder verteuern. Daher ist die EU für Deutschland ja auch der große Vorteil. Ich sehe aber keine deutsche Schuld. Die Mitgliedschaft in der EU/Euro-Zone erfolgte freiwillig. Die Zinsen sanken, die Chancen waren da. Nun ist die Party vorbei, nun müssen die Rechnungen bezahlt und die Räume wieder aufgeräumt werden. Aber das wollen diese Länder nicht weil es Arbeit bedeutet?

Wirtschaft ist ein differenziertes Feld, es gibt keine monokausalen Schuldzuweisungen.
Wenn wir von eigenständigen Martteilnehmern und selbstständigen Staaten sprechen, dann gibt es keinen Zwang, sondern nur ein Ergebnis des Marktes. Der Markt ist dabei eine sehr demokratische Einrichtung: Abgestimmt wird mit Geld, was viele wollen wird teurer. Deutschland ist daher frei von Schuld.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 16. Mai 2013 - 13:52 #

Ich sehe das mit den Verhältnissen so: Wir exportieren mehr, als wir importieren. Wir erarbeiten beispielsweise 100%, verbrauchen aber nur 95% (und da sind Importe schon mit drin), 5% erarbeiten wir also nicht "für uns selbst", sondern für andere. Daher spreche ich von "unter unseren Verhältnissen", auch wenn die absolut gesehen natürlich schon sehr hoch sind.

Indirekt "zwingen" wir über den Preis zum Kauf - die deutschen Lohnstückkosten sind wegen kaum gestiegener Löhne deutlich niedriger als im restlichen Europa, die Qualität stimmt anscheinend auch, also werden eher die "billigen" deutschen Produkte gekauft als die vergleichsweise teureren inländischen Produkte.

Zu deinem letzten Absatz: Natürlich ist es ein Ergebnis des Marktes. Aber Deutschland hält sich nicht an die EU-Vorgaben, schummelt sozusagen, und erschafft sich dadurch Wettbewerbsvorteile. Ob du den "Cheater" dann von Schuld freisprichst und ihm Sieg zusprichst, überlasse ich dir.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 14:15 #

Das ist schon eine seltsame Ansicht der Dinge.

Wir leben nicht unter unseren Verhältnissen, sondern über diesen: Wir verschulden uns immer weiter, kaufen also mehr als wir uns leisten können.

Deutsche Löhne sind sehr hoch - aber weil der deutsche sehr produktiv ist, fallen die Lohnstückkosten. Aber das ist ebenfalls ein Problem der Politik der anderen Staaten: Modernisierungen anzukurbeln, Sozialausgaben und Steuern in eine Waage zum Lohn der Menschen zu bringen.

Wir cheaten? Nenne bitte konkrete Beispiele. Wenn hier wer cheatet, dann doch die Griechen, die bei Beitritt und Jahresmeldungen von Verschuldungsgrad und Co getrickst haben.

Es kann doch keine Lösung sein, die Schuld bei Dritten (uns) zu suchen, die auch aktuell viel Geld zur Krisenbewältigung bewilligen und uns den EU-Beitritt oder unsere Wettbewerbsfähigkeit vorzuhalten. Die Südländer müssen an sich selber arbeiten, das Leben auf Kosten Nordeuropas muss ein Ende finden. Dafür werden wir aber sicherlich nicht unsere Maschinen zerstören oder minderwertige Produkte erzeugen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 14:29 #

Die Lohnstückkosten sinken auch in Portugal, Irland und Spanien - taugt also nicht, die Deutschen oder Niederländer als die Bösen darzustellen.

Bei allem Respekt für einen Streik bei Amazon: wer mehr verdienen möchte als 9-12 Euro für eine Tätigkeit, die keine besondere Ausbildung erfordert, sollte sich am besten weiterqualifizieren. Aber Obacht, auch in besser bezahlten Jobs wird hart gearbeitet.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 18:17 #

Jeder ist seines Glückes schmied, nur das schmieden will natürlich gelernt sein! Wenn man sich die Auswandersendungen ansieht, wo jeder denkt mit deutschen Würsten an seinem Lieblingsstrand im Ausland reich zu werden... nunja.

Das Geheimnis Deutschlands ist, dass wir hier nach 1945 nicht den USA geglaubt haben, die sagten es würde 50 Jahre dauern bis alles wieder aufgebaut ist. Wir packten es im breiten Konsens an. "Hast du was, bist du was" heisst es seit dem Mittelalter, ein Satz, der unsere Arbeitseinstellung prägt.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:35 #

Und es gibt nur weniges aus dem Mittelalter was nicht heute noch gültig wäre. Geozentrisches Weltbild, Hexenverbrennung, Aderlass.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 19:25 #

Wir gehen mehr in Richtung Antike: Sklaverei, Homosexualität, Pädophilie.
Nur mit Mathematik und Philosophie haben es breite Teile der Gesellschaft nicht so...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 14. Mai 2013 - 19:32 #

nicht nur das schmieden will gelernt sein. sondern auch das lehren desselbigen, sowie die sicherstellung, dass jeder mit gleichen chancen diese "schmiedlehre" erhalten kann. dass ist in deutschland weitaus weniger gegeben als in vielen anderen eu-ländern.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 22:11 #

Das Gegenteil ist der Fall: D bietet reichhaltige Wege auf dem zweiten und weiteren Bildungswegen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 0:50 #

das ist ja kein gegenteil. ja es gibt reichlich verschiedene bildungswege. trotzdem ist die chancen-ungleichheit in deutschland sehr hoch. das sind zwei verschiedene dinge ;)

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:19 #

Meine Meinung. Soviele Wege sich zu verbessern, sich zu bilden, seine Erfahrungen zu vergrößern und das auch oft noch kostenlos gibts doch nirgendwo sonst auf der Welt. Wer das nicht macht, der will es einfach nicht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 9:29 #

das ist doch genau die arbeitslosen-argumentation. wer keine arbeit hat, der will wohl einfach nicht. dachte über diese vorurteile sind wir schon hinüber. anscheinend nicht. die individualisierung von systematischen problemen führt aber nicht zu einer verbesserung.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 10:59 #

Das habe ich nicht gesagt, aber haben wir nicht die besten Bildungsmöglichkeiten der Welt?

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 15. Mai 2013 - 11:33 #

Was nützt das, wenn diese Möglichkeiten nicht die Leute erreichen, die sozialen Aufstieg wirklich nötig hätten?

Das mag ja toll sein, aber die Problemsituation, die hier diskutiert wird, ist ja nicht, dass es zu wenige Bildungswege in Deutschland gebe.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:09 #

Aber was steht denen im Weg? Ich kenne Menschen die den zweiten Bildungsweg beschritten haben, die heute viel Geld verdienen. Das ist richtig mühsam, sich Abends nach der Arbeit noch zur Schule zu quälen. Aber es steht jedem offen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 12:32 #

Ich kenne auch viele Menschen, die über den 2. Bildungsweg Karriere gemacht haben.

Und das ist auch gut so!

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 15. Mai 2013 - 13:39 #

Würde ich so nicht sagen, es gibt ja genug Leute, die sich abends um ihre Kinder oder sonstwas kümmern müssen und nicht die Zeit haben, noch zur Schule zu gehen. Oder sie müssen schon so viel arbeiten, um über die Runden zu kommen, dass schon daher keine Zeit bleibt.

Ich bin da ja nun auch kein Experte, aber einfach zu sagen, dass das ja jeder kann, wenn er nur will, halte ich für sehr viel zu einfach. Sicherlich gibt es Leute, die das schaffen. Aber es schaffen eben auch sehr viele nicht. Schlimmer noch: Wir bauen doch in gewisser Weise darauf, dass es viele nicht schaffen. Wer würde denn noch all die Billiglohnarbeit machen, wenn es alle schaffen würden? Gut, kann man dann sagen, dann holen wir uns eben Ausländer rein. Aber auch die müssten es ja dann "schaffen" können, wenn es so einfach wäre. Wenn man das weiterdenkt, bleibt eigentlich nur die Option, dass es zwar die Möglichkeit gibt, es zu schaffen, die aber ganz klar begrenzt ist. Es steht also nicht jedem offen, sondern nur einigen.

Um meinen Punkt zu verdeutlichen ein kurzer Vergleich mit Arbeitslosen: Hier würde ich dir zustimmen. Arbeitslose sind nichts, auf das unsere Gesellschaft angewiesen ist, sie bekleiden (Ausnahmen bestätigen die Regel) üblicherweise keine für die Gesellschaft wichtige Funktion, sondern kosten Geld. Ergo: Vollbeschäftigung ist möglich, es gibt nichts, das Arbeitslose notwendig macht.
Im Niedriglohnsektor sieht das aber anders aus, denn wir sind ja auf die Leistungen dieser Arbeiter angewiesen. Die können nicht plötzlich alle Manager werden, weil wir Paketpicker brauchen genauso wie Putz- oder Betreuungskräfte.

Ok, anders herum ist es natürlich auch so, dass eine geringere Verfügbarkeit an möglichen Paketpickern Amazon automatisch dazu zwingen würde, mehr zu zahlen, frei nach dem Angebots-Prinzip. Aber deswegen meine ich ja, dass deine Lösung "es steht ja jedem offen" zu simpel ist.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 13:44 #

Viele der Billiglohnstellen lassen sich doch ersetzen mit Maschinen/Robotern - gerade in der Logistik.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 15. Mai 2013 - 16:11 #

Mh, valider Punkt :D

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 11:58 #

na, anscheinend eben gerade nicht. siehe mein vorposter larnak.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 12:10 #

Ihm habe ich seperat geantwortet. Bitte sag mir welcher Bildungsweg dir fehlt oder vorschwebt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 15:38 #

wir sprechen hier immer noch über den zugang zu bildungswegen, nicht über deren vielfalt ;)

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 16:23 #

Wo ist denn das Problem beim Zugang zu den Bildungswegen?? Das musst du mir erläutern.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 17:29 #

dazu würde ich dir entsprechend die pisa-studie nahe legen, die nachweist, dass soziale herkunft im gegensatz zu anderen ländern hier wesentlich eher mit mangelnder (aus)bildung korreliert. woran das genau liegt ist eine frage die entsprechende fachleute klären müssen.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 17:50 #

Ich kenne die Pisa-Studie. Klar können wir nicht mit den Finnen konkurrieren. Wir sind ein Vielvölkerland. Die Pisastudie ist in vielen Teilen interessant, aber die Länder sind nicht vergleichbar. Dennoch verbessert sich Deutschland stetig, eben weils nun auch auf der politischen Agenda steht (und einige Parteien von sozialistischen Klassenverbänden träumen dürfen...)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 18:00 #

Das geht am ehesten in die richtige Richtung: Förderung von Weiter-/bildung/Qualifikation. Die Niedriglohnjobs werden auch weiterhin rationalisiert/automatisiert oder ausgelagert. Ohne kontinuierliche Bildung wird sich die Situation des AN verschlechtern.

bam 15 Kenner - 2757 - 14. Mai 2013 - 18:34 #

Ich glaube die wenigsten regen sich über die Streikenden auf. Es wird sich eher über die Gewerkschaftsbosse aufgeregt, die genauso agieren wie Politiker. Polemik, Übertreibungen und allgemein eine sehr feindselige Tonlage.

Dabei sind Gewerkschaftsbosse selber "Gutverdiener" und daher oftmals wenig glaubwürdig. Da hat man einfach als Unbeteiligter das Gefühl, dass es denen mehr darum geht ihre Machtposition zu festigen als die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Aber auch als Beteiligter sind solche riesigen Gewerkschaften wie Ver.di ziemlich undurchsichtig, da entsteht gar keine Bindung zur Gewerkschaft, da wird ein monatlicher Betrag überwiesen und das wars.

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 14. Mai 2013 - 13:16 #

Deutschland hat ja ganz bewusst mit der Agenda 2010 das Niedriglohnsegment massiv ausgebaut. Deshalb wurde das Land auch zum Exportweltmeister. In Deutschland müsste nicht nur bei amazon ein Umdenken passieren, sondern generell in der Politik Deutschlands.

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1935 - 14. Mai 2013 - 13:32 #

Ach bitte...Deutschland ist sicher nicht so exportstark (Exportweltmeister ist auch schon länger vorbei) wegen seines Niedriglohnsektors. Guck dir doch mal bitte an, was so exportiert wird.

Stiefel (unregistriert) 14. Mai 2013 - 14:30 #

So ist es. Die Exportstarken Industrieunternehmen zahlen größtenteils sehr hohe Löhne.

Die Niedriglöhne betreffen doch zum überwiegenden Teil den Dienstleistungssektor: Kranken/Altenplfege, Versandhandel, Einzelhandel, Paketzustellung, Friseure, Putzkräfte usw. usw. usw.
Das hat nichts mit dem Export zu tun. Es hat damit zu tun, dass für uns Deutsche alles so billig wie möglich sein muss. Einen Haarschnitt für 5€? Her damit! (nur als Beispiel)
Das ist ein komplett hausgemachtes Problem. Und die Agenda 2010 und sonstige Gesetze sind nicht der auslöser. Sie machen es den Unternehmen höchstens einfacher. Die Ursachen liegen aber an ganz anderer Stelle.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:41 #

Die Gesellschaft hält eben mit der Veränderung in der Wirtschaft nicht Schritt. Selbst in den 60ern arbeiteten viele Menschen noch in der Landwirtschaft! Aber heute ernährt ein Bauer hunderte von Menschen. Der Dienstleistungssektor erfordert aber eine bessere Ausbildung, eine höhere Verantwortung. Da kommt leider nicht jeder mit.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 14. Mai 2013 - 16:15 #

Moment mal, es sind doch gerade viele Dienstleistungen, die schlecht bis gefühlt gar nicht bezahlt werden. Und auch Landwirte können eine gute Ausbildung gut gebrauchen, das ist in der heutigen Zeit auch nicht mehr "Ein Mann, ein Feld, eine Hacke".

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 18:23 #

Dienstleistungen solange sie nicht klassisch sind, sind teuer oder amateurhaft. Schau dir mal an was ein Handwerker abrechnet. Darum werden solche Dienstleistungen ja mittlerweile staatlich gefördert, eben weil sie sich sonst keiner mehr leisten könnte.

Der Anspruch ist ist selbst in klassischen Berufen stark gestiegen - AUtomechaniker war gestern, heute sind es Mechatroniker. Dennoch hat man besonders in D die Chance des Aufstiegs durch Arbeit auch mit niederen Schulabschlüssen. Schau dir dagegen mal Frankreich an mit seinen Eliteschulen...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:16 #

Heißa. Die häßliche Fratze des Neoliberalismus. Der Allmächtige (Markt) bestimmt die Wirren der Welt und der Homo nichtmehr ganz Sapiens Oeconomicus hächelt ihm hinterher um in seinem Dienste glücklich zu werden. Und natürlich kommt da nicht jeder mit. Pech gehabt.

Übringends würde es noch genug Bedarf an Bauern geben, gebe es ein Intresse alle Menschen zu ernähren und nicht nur die die mitgekommen sind.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 16:35 #

In Deutschland muss niemand hungern, wir müssen Lebensmittel sogar wegwerfen und dennoch steigt unser Körpergewicht...

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 17:22 #

sag das man den Obdachlosen und Hartz IV Empfänger die, die Tafeln aufsuchen.
Aber es ist immer besser man verschließt die Augen davor und lässt sich alles schön reden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 17:26 #

jup, gerade unter dem aspekt, da ja viele die sich nicht mit der materie auskennen meinen, dass hartz4-empfänger wohnunkosten (strom, gas, miete) komplett vom amt erhalten würden. dabei ist das pauschalisiert und anteilsmäßig, wer mehr zahlt (was keine ausnahme ist bei den energiekosten) der muss zusehen wie er den rest von seinem regelsatz bestreitet. entsprechend weniger bleibt für eigentliche lebensmittel übrig.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 17:40 #

Übernommen wird Miete solange die Wohnung angemessen ist. Kaution wird als Darlehen gewährt, diese wird wiederum 10 % vom Regelsatz abgezogen bei dem Höchstsatz von 400 € sind das gleich mal 38,50 im Monat die fehlen.
Nicht übernommen und vom Regelsatz bestritten werden muss ist Strom und auch Telefon eventuell Internet will man als ALG II Empfänger nicht komplett den Anschluss verlieren. Je nach Landkreis auch Müllgebühren usw... das läppert sich.
Es ist immer schön das man nur weil Lebensmittel weggeworfen werden, es dann natürlich niemand gibt der hungern muss, ist ja alles bestens.

Den großteil der Diskussionen sind mittlerweile schon lange am Thema vorbei es ist aber interessant wie eine News über Streiks bei Amazon sich zur einer Grundsatzdiskussion über die Misstände in Deutschland entwickelt.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 17:56 #

Ja, verwirrend mit dem Missständen. Aber vor allem die Argumente die hier rüberkommen. Materialistisches Denkweisen, böse gewinnorientierte Arbeitgeber die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld gegen arme ausgebeutete Arbeitnehmer die sich nicht mal was zu Essen leisten können,... ich fühle mich wie bei einer Weltverschwörungsrunde der Linken.

Was wir brauchen ist ein liberales Bürgergeld aber keinen Mindestlohn ohne Gegenleistung und einen Staat der die Marktwirtschaft durch Rahmen und Kontrolle regelt aber keine Bevormundung der Arbeitgeber.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 18:03 #

Bürgergeld (alter Wein in neuen Schläuchen) wird auch nichts ändern - auch steuerfinanziert.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 18:07 #

Das hat gar nichts mit den Linken zu tun. Sozialismus ist genauso unbrauchbar.
Der Staat wird gar nichts mehr regeln.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 17:47 #

Da ich mehrere Hartzer schon unterstützt habe ist mir das bekannt. Dennoch waren sie nicht arm. Ihr seht das alles zu materialistisch.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 18:10 #

Wieso hast du die Hartzer dann unterstützt wenn sie nicht arm waren? Wenn ein Hartzer nicht arm ist brauch er auch keine Unterstützung.
Mit materialistisch hat das herzlich wenig zu tun es geht nur darum angemessen sein Leben bestreiten zu können, auch mit wenig Geld kann man glücklich sein.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 8:13 #

Eben, ich unterstützte das angemessene Leben mit BMW und Haus. Was spricht dagegen?

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 16. Mai 2013 - 13:01 #

Interessante Logik muss ich mir merken^^

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 13:21 #

Aus deinen Worten entnehme ich Verwunderung darüber, dass ich Menschen unterstütze, die in Not geraten sind. Ich finde das ein normales Verhalten, das hat nichts mit Logik zu tun, das ist ein Reflex.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 16. Mai 2013 - 14:34 #

Nein ich meine deinen Widerspruch. Auf der einen Seite sagst du (deine) Hartzer sind nicht arm. Auf der anderen Seite sagst du aber du unterstützt sie.
Würden wir in Deutschland beispielsweisse ein Grundeinkommen haben hätten wir diese Problematik gar nicht.
Grundeinkommen heißt für mich nicht dann nichts mehr zu arbeiten sondern das sich jeder frei entfalten kann ohne den ständigen Druck zu haben wie er wie, wo, was finanziert.
zum Verständnis ich halte von den Linken gar nicht wähle sie auch nicht. Sozialismus ist genauso quark.

Gute Beispiel hier die Schweiz dort wird es zu einer Volksabstimmung kommen wo darüber entschieden wird bedingloses Grundeinkommen Ja oder nein
Das monatliche Einkommen ist derzeit bei 2500SF geplant.

http://www.grundeinkommen.ch/

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 14:49 #

Und wer bezahlt das? Wieder der Steuerzahler! Der Druck wird dann nur umgelegt auf andere Einkommen.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 16. Mai 2013 - 15:30 #

Modelle dafür gibt es genug, nur sollte man auch für andere Ansätze mal offen sein und nicht immer konservativ alles was neu ist verteufeln.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 16:36 #

Man sollte die mittleren Einkommen auch nicht so diskreditieren: auch dort wird hart gearbeitet und auch länger als 35 Stunden. Auch dort gibt es ständigen Druck. Ohne Fleiss und harte Arbeit wird man sicher nicht aus den unteren Einkommensschichten herauskommen. So kommt das leider rueber.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 16. Mai 2013 - 19:46 #

Was hat das nun wieder mit meinem Beitrag zu tun - gar nichts. weder disketiere ich die Mittelschicht noch sonst was, gehen dir mittlerweile die Argumente aus? Einfach mal über den Tellerand blicken, hilft ungemein.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 16. Mai 2013 - 23:15 #

Nochmals, wer soll das bezahlen?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 15:56 #

Grundgesetz Artikel 14, Absatz 2:
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 19:12 #

Das ist mit der Steuer bereits erfüllt.
Aber wann zahlen die Armen Steuern?? Die Zeit schrieb vor Jahren schon, dass die Leute, die immer nur Hilfen vom Staat bekommen automatisch nur noch die Rechte gegenüber, nicht aber die Pflichten an den Staat kennen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 16. Mai 2013 - 20:17 #

mehrwertsteuer, kennste?
weiterhin liegts in der natur der sache, dass diejenigen die hilfsbedürftig sind, selbst nicht hilfe leisten können. das ist das solidariätsprinzip.
das schrieb die TAZ aber auch schon vor jahren.

vicbrother (unregistriert) 17. Mai 2013 - 6:52 #

Mir ging es um aktiv gezahlte Steuern, vor allem den Lohn. Die MwSt ist ja schon im Preis eines Produktes enthalten und dem Käufer nicht sofort ersichtlich.

Du hast das mit der Zeit falsch verstanden: Es gibt eine Generation von Hilfebeziehern, die nichts mehr für den Staat und die Gesellschaft tun möchte, sondern nur noch Forderungen stellt.

Ausserdem halte ich dein Argument für falsch: Auch ein Hartzer kann Hilfe leisten, es muss sich ja nicht alles um Geld drehen. Mal ne Stunde alten Menschen Geschichten vorlesen... Es gibt sovieles was ohne Geld geht - aber erst wenn der Staat dazu mittels 1-Euro-Job dazu zwingt, wird es gemacht. Traurig.

vicbrother (unregistriert) 16. Mai 2013 - 15:59 #

Da ist doch kein Widerspruch. Wenn du etwas besitzt bist du nicht arm. Hartz hat nichts mit dem Besitz, sondern mit dem laufenden Einkommen zu tun.

Ja, ein liberales Bürgergeld wäre eine gute Sache, eine negative Einkommenssteuer die Arbeitsleistung auf die Auszahlung anrechnet und so Arbeit immer sinnvoll macht und existenssichernd wirkt. Theoretisch könnte man dafür den Freibetrag bei der Steuer nutzen.

MyNameIs (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:19 #

Zum ersten Teil: Du irrst dich gewaltig. Gerade in der Industrie sind nicht nur die weniger qualifizierten Arbeitnehmer vom Outsourcing betroffen, sondern auch sehr viele Handwerker und Ingenieure. Es stimmt schon was du sagst, die -wenigen- Festangestellten verdienen sehr gut, aber ich habe Firmen gesehen, in denen weit mehr als 50-60% der Leute Kontraktoren sind/waren. Aber bei geforderten Umsatzrenditen von 15-20% müssen zwangsweise irgendwelche Gruppen dafür zahlen.

Zum zweiten Teil: Ich meine, dass das alles eine Folgeerscheinung ist. Denn wer sich keinen Friseur für 25-30 Euro mehr leisten kann, der geht zwangsweise zu den Billigbuden, ob er will oder nicht.

Stiefel (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:52 #

Das ist natürlich ein Henne-Ei Problem. Aber aus dem persönlichen Umfeld kann ich sagen, dass auch viele sehr gut situierte Leute extrem auf dem Spartripp sind und immer und überall nur das billigste kaufen und in Anspruch nehmen etc. Eher sogar mehr als die Geringverdiener.

Zur Industrie kann ich nur sagen was in der Metallindustrie hier in der Stadt sache ist. Und da arbeiten in den Werkshallen 90-95% festangestellte, die alle >15€ + Zuschläge die Stunde verdienen.

blobblond 19 Megatalent - 17757 - 14. Mai 2013 - 14:09 #

Auch ein Umdenken in der Gesellschaft muss stattfinden,Geiz ist halt nicht immer Geil!

volcatius (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:16 #

Unsinn, Deutschland ist schon seit 50 Jahren außerordentlich wettbewerbs- und leistungsfähig und vorher mehrfach Exportweltmeister gewesen.

Holger Stamp (unregistriert) 14. Mai 2013 - 13:26 #

Sehr amüsant wie sich hier eine Werbeseite von Cybermondays und vielen mehr rund um Amazon mit dem brüstet, was gerade in aller Munde ist.

Schämt Euch lieber deren Produkte zu bewerben und dann am Ende solche "News" zu posten.

Lachhaft.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 14. Mai 2013 - 13:37 #

Ich find's lachhaft, daß du den Unterschied zwischen Hersteller (Produkte) und Händler (Vertrieb) nicht kennst.

starti 11 Forenversteher - 759 - 14. Mai 2013 - 13:41 #

Genau daran musste ich auch denken. Der amazon-Partnerlink ist 1. nicht zu übersehen und 2. überall präsent.

Gemessen daran, dass der Preis über den Amazon-Partnerlink gleich bleibt und Amazon hier eine gewisse Vergütung ausschüttet, kommt am Ende ein geringerer Anteil pro verkaufter Einheit zustande. Und in der großen Masse wird dieser "Verlust" mit hoher Wahrscheinlichkeit an anderer Stelle kompensiert.

Sicherlich will diese News Amazon nicht auf die Finger klopfen, sondern nur informieren, aber ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 14. Mai 2013 - 13:58 #

Nun, dass die Gewinnmarge bei Logistikunternehmen gering ist und nur durch die Masse rentabel ist, sollte bekannt sein. Das macht so ziemlich jedes Unternehmen dieser Art.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 14. Mai 2013 - 14:45 #

Aber durch die Amazon-Partnershops wie beispielsweise auf GG sinkt der Gewinn pro Transaktion weiter, was dann anderswo kompensiert wird um trotzdem noch einen Gewinn ausweisen zu können.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 15:10 #

Und warum darf GG dann nicht über die Streiks Berichten? Muss GG jetzt den Streik ignorieren oder die Arbeitsituation nicht ansprechen nur weil es einen Partnerlink gibt? Auf verquere Logik behaupten die gleichen Nasen dann wieder das EA-Tests geschmiert sind weil ja auch EA-Werbung auf der Seite zu sehen ist.

warmalAnonymous2 (unregistriert) 14. Mai 2013 - 15:16 #

das kann ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 14. Mai 2013 - 18:48 #

Wo hab ich sowas gefordert? Ich wollte nur aufzeigen warum für Paketboten und Lagermitarbeiter bei Amazons (branchenüblichen)Geschäftsmodell so wenig abfällt.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:56 #

Meinte nicht dich. Ich meinte den gesamten Strang ausgehend von der ursprünglichen Aussage des Anon. Sorry sollte nicht an dich persönlich gerichtet sein.

(Muss mir angewöhnen auf den oberen Beitrag zu klicken auch wenn bei so langen Diskussionsträngen alles ein bisschen Chaotischer wird.)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 14. Mai 2013 - 16:01 #

Durch diese Aktion wird ja erhofft, dass man insgesamt mehr verkauft. So kann das kompensiert werden (wenn es klappt).

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 14. Mai 2013 - 16:17 #

Ich suche die ganze Zeit den Grund für faden Beigeschmack ... Soll GG jetzt keine News mehr über Amazon schreiben, solange dabei kein Partnerlink vorkommt, oder wie darf man das verstehen?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 16:18 #

Ich glaube die Mühe eine Logik zu finden ist vergebene Zeit. ^^

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 14. Mai 2013 - 16:47 #

Ist doch immer so bei derartigen News, daß sich immer ein paar Leute finden, die sich künstlich darüber echauffieren. Das sind vermutlich auch diejenigen, die im billigeren Laden einkaufen, sich Kopien aus dem Netz ziehen, im Ausland ihre Spiele einkaufen, weil bisserl günstiger (und somit deren Wirtschaft ankurbeln, anstatt die eigene) und so weiter und so fort. Morgen geht das denen dann auch wieder am Poppes vorbei, aber den heuchlerischen Rant gegen GG mußten sie loswerden ;).

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 16:50 #

Inzwischen gibt's doch fast bei jeder News nen rant ...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 17:13 #

Komisch oder? Sind hoffentlich nur 3-4 der gleichen Schlechtredner. Aber wundert schon einen, wenn GG so mies ist warum sie jeden Tag wiederkommen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 17:42 #

Seit eh und je gibt's Trolle im Netz.

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 18:26 #

Schönes Argument: Auf der einen Seite macht GG Werbung und Prozentangebote für Amazon, die das sicherlich auch wieder über die Lohnkosten reinholen müssen, andererseits erzählen hier viele wo man das Spiel noch billiger bekommt. Entlarvender kann diese Debatte nicht sein.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:45 #

Erklärung GG: Hier sind viele Spieler. Viele davon nicht unbedingt Besserverdiener daher großes Intresse an Angeboten um Spiele günstig zu bekommen. GG-Berichtet darüber, da die Kunden (User) ein Intresse daran haben. Besagtes Unternehmen weiß davon und macht Werbe-Kooperationen um vom Kundenstamm des anderen zu profitieren.
Besagtes Unternehmen wird bestreikt. Das heißt die User dieser Seite die vielleicht auf eine Bestellung warten (müssen) sind Betroffen und haben daher ein Intresse das GG darüber informiert.

Eklärung User: Hier sind viele Spieler. Viele davon nicht unbedingt Besserverdiener daher großes Intresse an Angeboten rund um Spiele. Nur weil ich Angebote kaufe bin ich nicht moralisch verpflichtet gegen Streiks zu sein. Sollte Amazon höhere Löhne zahlen und die statt vom eigenen Gewinn abzuziehen den Kunden aufzwingen ist das doch der tolle Freihe Markt der dem Kunden überlässt dann immernoch für den guten schnellen Service zu zahlen oder billig in Indien zu ordern. Natürlich gibt es viele viele Menschen die mit ihren Brieftaschen jeden Tag katastrophale Entscheidungen Treffen (Discounter, Hühner aus Legebatterien usw.) Einige aus Naivität andere Geizigkeit und viele weil sie wiederum aus ihren geringen Löhnen dazu gezwungen sind. Und ich glaube nur wenige Euros die ein Gamer bei Spiel X spart werden nicht später in Spiel Y investiert. ;)

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 19:35 #

Erklärung GG: Amazon bringt uns Geld.
Erklärung User: Hauptsache billig - das Spiel von A oder B zu kaufen macht nur im Preis einen unterschied.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 20:03 #

Du musst auch schon lesen was ich schreibe. Amazon kooperiert mit GG da beide Parteien etwas davon haben. GG kooperiert auch mit Gamesrocket über deren Arbeitsbedingungen ich nichts weiß. Außerdem bestelle ich nicht bei Amazon weil mir GG das sagt. Ich gehe davon aus, dass 80% der Leute so oder so bei Amazon bestellen (siehe Gründe Service, Lieferzeit, Angebot) und dann mit dem Partnerlink GG unterstützen.

Und zu den Usern: Billig billiger am Billigsten ist doch die Konsequenz der Marktfreiheit, Billiglöhne und der sozialen Ungerechtigkeit.. schuldigung "strukturellen Verbesserungen". Wer wenig hat gibt weniger aus. Ich würde manchmal auch gerne mehr Spiele zum Vollpreis kaufen oder beim Humble-Bundle einen Hunderte für die Indie-Entwickler springen lassen oder jedes Projekt backen das es Wert wäre. Oder nur noch Fleisch, Milch und Gemüse aus dem lokalen Biohof kaufen. Die Realität ist aber das die meisten dieses Geld nicht über haben und daher gezwungen sind Abstriche zu machen. Jeder macht das in anderen Bereichen und Spiele sind da nicht das schlechteste. In den Geringverdienerhaushalten verschwindet das wenigsten Geld auf Spar- oder Schwarzkonten sondern kommt eigentlich immer direkt der freien Wirtschaft zugute.

Problem ist einfach: Natürlich darf ich darf als Kunde mit der Brieftasche entscheiden. Aber wie Stark meine Stimme ist hat halt auch mit der größe der Brieftasche zu tun.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:24 #

Also du tust so, als wären Spieler allesamt arm. Das Durchschnittsbruttogehalt des Einzelnen in D lag 2012 bei 2.500€/Monat. Deutschland ist Reiseweltmeister - aber sicherlich nicht weil wir alle den Groschen dreimal umdrehen. Die Entscheidung mit der Brieftasche ist daher eine sehr wirksame Entscheidung.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. Mai 2013 - 7:33 #

Wo hab ich gesagt alle Spieler sind Arm? Du sagst im Gegenzug das alle Spieler Geizkragen sind die nur bei indischen Keystores kaufen.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 11:06 #

Das las ich hier als Grundtenor raus.

Aber gut, was solls: Amazon zahlt m.W. mehr als die Mindestlohnforderung der SPD und das scheint nicht allen zu reichen.

Daher ziehen wir doch einfach das Fazit: Statt auf die Tränendrüse zu drücken, sollten die Leute lieber Gas geben und sich für den Arbeitsmarkt weiterqualifizieren. Nur so klappt das auch mit einem Sektfrühstück bei Gas-Gerd.

warmalAnonymous2 (unregistriert) 15. Mai 2013 - 11:02 #

hauptsache billig stimmt. natürlich kaufe ich beim günstigsten anbieter meine waren - warum sollte ich denn nicht?

außerdem woher kann ich wissen, dass der laden um die ecke nicht ebenfalls bei den mitarbeiterlöhnen einspart? wir haben so einen laden und bei dem habe ich gelernt und weiß daher aus erster hand, dass die arbeitsqualität dort nicht das gelbe vom ei ist.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11329 - 14. Mai 2013 - 15:21 #

Ich schätze Amazon sehr, finde es aber immer wieder Paradox wenn sich manche etwas von einem Bundesland ins andere liefern lassen, wenn es das gleiche 1km weit entfernt gibt..Vielleicht ist es dann etwas teurer, aber irgendwie ist es trotzdem komisch.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 14. Mai 2013 - 20:14 #

Komisch, wenn ich bestimmte Waren (Elektro-Artikel, Bücher, Filme) beim Händler vor Ort kaufen möchte, bekomme ich häufig "Tut mir leid, das haben wir zur Zeit nicht da, kann ich Ihnen aber gerne bestellen" zu hören. Da bestelle ich es doch lieber gleich selbst und spare mir den zweifachen (Bestellen + Abholen) Weg zum Händler.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:29 #

Ist ja aber auch logisch: Bei dem riesigen Angebot von Waren kann ein Händler diese nicht mehr vorrätig halten, zu unterschiedlich sind die Kundenwünsche.

Dazu ist die Beratung im Internet oft genauso gut oder besser als beim Händler, da diese in der Masse von Usern stammen, also die Ware aus der Praxis mit stärken und schwächen kennen.

Derzeit wird nur 12% des Handels online getätigt, aber der Einzelhandel wird noch bittere Zeiten erleben, ebenso die Videotheken und Kinos.

Holger Stamp (unregistriert) 14. Mai 2013 - 17:02 #

Na nicht ablenken. Es geht darum, dass hier Cybermondays und mehr beworben werden (News), nicht um die Partnerlinks, die aber auch den Umsatz zu GG ankurbeln.

Konsequent ist, ein Unternehmen nicht nach moderner Nachquatscherei bewerten, sondern darauf verzichten und damit ein Zeichen setzen. Hier wird immer nur mit billiger "Ach der Non_Reg" argumentiert. Tatsache ist, GG bleibt ein Nachquatscher und Kopierer und hat mit Innovation nix am Hut. Dies sieht man wieder am LangerLästert.
Narzismus pur, dies haben auch diverse Ex-Mitarbeiter und User berichtet.

Mit ging es um das Thema, aber ein Newsgrabber hat nun wirklich jeder. Hier ist der Ofen offensichtlich aus.

Amazon News wie jeder bringen, aber die Euros selber in die Tasche gell? Wunderbare Welt. Mit Amazon verdienen, aber offensichtlich Dreckslöhne und andere Zustände in Kauf nehmen, genau - und na klar, hat ja keiner vor einem Streik und Reportage durch die ARD gewusst, nee is kla.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 17:12 #

Mehr Rant. Ja. Mehr Logik? Nein. Versuch nocheinmal soetwas wie Logik einzubauen damit dich auch Jemand verstehen kann.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 14. Mai 2013 - 17:26 #

Narzissen sind sehr schöne Blumen :)

@McSpain: Also ich hab ihn ja verstanden. Magst du keine Narzissen?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:07 #

Bin Allergiker. ;)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 14. Mai 2013 - 17:48 #

Ich bin trotz allem seit 2001 ein Amazonfanboy. Meistens günstige Preise, super Service und mit dem Kindle ein super Ebookreader. Wer will da noch extra in die nächste Stadt fahren und sich einen teuren Parkplatz suchen? Packstation ftw!

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 14. Mai 2013 - 18:15 #

Wohne seit 01.05. in Leipzig. Meine Freundin ist Picker bei Amazon und das ist ein Knochenjob.
Was die an einem Arbeitstag an Kilometer abspult will ich nicht wissen.

Auch müssen sie bzw werden gedrängt am tag so und soviele Stückzahlen abzuliefern, sie hat einen Festvertrag davon steht nichts drin.
Desweiteren seien sie mittlerweile übergangen die 10 schlechtesten Picker an den Pranger zu stellen die dürfen dann zum Raport antreten.

Es mag ja sein das gerade die Arbeitnehmer in Leipzig für ihren Standort ausgesehen gut bezahlt werden, aber es gibt kein Urlaubs oder Weihnachtsgeld, stattdessen bekommen sie Aktien auf diese sie aber erst 2 Jahre nach der Festanstellung zugriff haben. Die Börse ist ja sowieso ein ziemliches Glücksspiel der eine hat glück und bekommt für seine Aktien 200 € raus der andere dagegen nur 100 je nachdem wie der Kurs steht.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 18:28 #

Beim Discounter wird auch erfasst, wieviele Artikel gescannt werden.

Welche Ausbildung hat sie?

Der AMZN-Kurs ist ein schlechtes Beispiel, aktuell 267, schöner Anstieg über die letzten 5 Jahre.

http://de.finance.yahoo.com/echarts?s=AMZN#symbol=amzn;range=5y

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 14. Mai 2013 - 18:33 #

Mag ja sein das die Artikel gescannt werden, aber solange im Vertrag nicht drinsteht das sie die und die Stückzahlen bringen müssen, brauchen sie sich auch nicht beschweren.
Sie hat Bürokauffrau gelernt.

Was heißt schlechtes Beispiel klar momentan siehts gut aus, der von Apple war auch mal höher befindet sich aber seit gewisser zeit auf den Weg nach unten.
Sowas kann schneller kommen als man denkt, auch die Amazon Aktien werden nicht ewig steigen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 18:52 #

Anhand welcher KPI sollte der AG denn einen AN einschätzen in einer Tätigkeit - hier z.B. Picker - , die eine geringe Qualifikation erfordert?

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 14. Mai 2013 - 19:10 #

Allein das man sowas einschätzen muss ist völliger Quatsch. heutzutage wird wirklich alles optimiert, rationalisiert um anscheinend das Maximum rauszuholen, was man dabei aber nicht bedenkt das dadurch die Produktivität auf der Strecke bleibt.
Wer arbeitet lieber ein zufriedener Arbeitsnehmer oder jemand der unzufrieden ist aufgrund mangelder Anerkennung, Bezahlung etc... Warum gibt es den mittlerweile viele Arbeitnehmer die mit ALG II aufstocken müssen damit sie über die Runden kommen.
Gewisse Wirtschaftszweige gibt es Dumpinglöhne nehmen wir mal Friseure, dort ist es besonders extrem. Also gehen wir dann von dir aus ist ja Friseur ein Beruf mit geringer Qualifikation die dementsprechend nichts verdienen dürfen, geschweige den Urlaubs oder Weihnachtsgeld bekommen?

Mir ist bewusst das ein Unternehmen Gewinne erwirtschaften will, aber mir fehlt das Verständnis dafür wenn sie Milliardenbeträge erwirtschaftet und die Arbeitnehmer ein Hungerlohn bekommen.

Eigentlich zeitlos und auch bei der Sache durchaus treffend.
http://www.youtube.com/watch?v=W_1YVutr6sY

vicbrother (unregistriert) 14. Mai 2013 - 19:32 #

Du hast da falsche Vorstellungen: Der Arbeitgeber fragt nicht nach der liebe des Arbeitnehmers zur Arbeit, sondern macht das Angebot für eine Summe X eine Arbeit Y zu erledigen. Arbeit ist eben keine Wohltätigkeitsveranstaltung.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 14. Mai 2013 - 19:38 #

Falsche Vorstellungen nicht wirklich mir gehts nur darum das man auch fair bezahlt wird.
Die Kosten für Miete, Unterhalt, Strom, Wasser, steigen und der Lohn nicht darum gehts mir.
Das Verhältnis passt hinten und vorne nicht. Was ist das für ein Gefühl du ackerst 36-40 Stunden in der Woche und musst am Ende feststellen das du nur über die Runden kommst wenn du mit ALG II aufstockst?

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:30 #

M.W. geht die Zahl der Aufstocker runter. Aber mir erscheint es sinnvoll, wenn wir eine negative Einkommenssteuer als Grundeinkommen hätten.

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 14. Mai 2013 - 19:48 #

Vor Allem muss ein Mitarbeiter *immer* mehr leisten, als er eigentlich bezahlt bekommt und auch verdient. Nur hierdurch macht ein Unternehmen Gewinn. Das Personal arbeitet weitaus mehr, als es vergütet bekommt.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:32 #

Marx. Aber Marx hat nicht bedacht, dass der Gewinn zum Teil durch Steuern auch wieder an die Allgemeinheit geht und der Rest des Gewinns wieder in die Sicherung der Arbeitsplätze fliesst. Das Personal arbeitet sozusagen für die eigene Gemeinschaft, ebenso wie Fussballmannschaften mit dem Vereinsbeitrag ihre Unkosten tragen.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 15. Mai 2013 - 7:59 #

Der Gewinn fließt nicht in die Arbeitsplätze, der Gewinn ist ja das, was nach Bezahlung aller Arbeitsplätze übrig bleibt (natürlich sollte er nicht negativ sein). Und die Refinanzierung der Allgemeinheit gilt für den Gewinn eines sowieso schon reichen Unternehmers nur zum kleinen Teil; der packt das meiste davon auf sein Konto, da er es nicht wirklich ausgeben kann. Arme Arbeitnehmer hingegen könnten es sinnvoller ausgeben, daher behaupte ich, dass der Gewinn für die Allgemeinheit bei steigenden Löhnen deutlich höher ist als bei steigenden Betriebsgewinnen und gleichbleibenden Löhnen.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 9:03 #

Und was passiert deiner Meinung nach mit dem Gewinn? Löst der sich in Luft auf oder wandert er nicht auf die Konten der Firmen, die daraus neue Investitionen für den Erhalt und Ausbau der Arbeitsplätze dienen?

Warum kann nur der "arme" Arbeitnehmer es sinnvoll ausgeben? Auch ein Arbeitgeber hat Wünsche und kurbelt damit die Wirtschaft an.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 15. Mai 2013 - 12:04 #

Sicherlich wird ein (hoffentlich) hoher Teil reinvestiert, besonders bei größeren Unternehmen. Bei Kleinunternehmen fließt der Überschuss erfahrungsgemäß zum Chef, der die Firma nur solange über Wasser hält, bis sein Ruhestand gesichert ist (so habe ich es mehr als einmal erlebt, aber ich will nicht sagen, dass das für alle Chefs gelten muss).
Mein Argument ist das: Gibt einem Millionär 10000€, was macht er? Packt's auf's Konto, Reinvestition unwahrscheinlich, da alles schon gekauft. Gib zehn ärmeren Angestellten 1000€, sie werden es mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgeben, sei es für Urlaub, die Autoreparatur oder was auch immer.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 19:53 #

"Sinkende Reallöhne sind Ausdruck struktureller Verbesserungen." -.-

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 14. Mai 2013 - 22:06 #

Sieh es doch mal aus Sicht des AG: Du hast 2 AN einer schafft 80 der andere 100%. Nun steht die Firma nicht gut da und Du kannst eine Kraft nicht mehr bezahlen - wenn entlässt Du, um Firma, Arbeitsplätze und Familien zu sichern? - Es gibt genug Beispiele von Wirtschaften mit leistungsunabhängiger Entlohung - die stehen aber alle nicht gut da.

Friseure sind doch ein gutes Beispiel: es gibt angelernte Kräfte (training on the job), den Ausbildungsberuf und Meister - durchaus mit Unterschieden im Leistungsspektrum und Lohn.

Es gibt durchaus Unternehmen, die einen Teil der Gewinne ausschütten, prominent sicher Audi und Porsche mit 7000-8000 Euro/MA. Amazon gibt Aktien aus.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 14. Mai 2013 - 23:31 #

Wieso soll ich das ständig aus der Sicht einer AG sehen? Ich sehe es aus der sicht eines Arbeitsnehmers und diese Sicht zeigt mir das die AGs meistens ihre Taschen mit Geld vollstopfen diese wiederum an die Anleger und Investoren verteilen und das wars, aber im Normalfall hat davon der Arbeitnehmer auch nichts.
Klar gibt es auch positive Ausnahmen Audi, Porsche, die deutschen AGs sind da noch ein Tick besser als die aus den USA, ändert nichts daran das dass Verhältnis hinten und vorne nicht mehr passt.
Amazon gibt Aktien aus, Zugriff hat man 2 Jahre nach Vertragsbeginn. 5 Aktien, dazu musste die erstmal versteuern, fallen 3 Aktien wieder weg hast du also noch 2 Aktien bei derzeitigen Kurs kommste gerundet auf 800 €. Ein Jahr später gibts wieder Aktien dieses mal aber nur 2 Aktien, eine versteuert, eine darfst behalten, mal schauen wie der Kurs steht. Auch Wachstum ist endlich.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:38 #

Dein Beispiel mit den Aktien ist nicht korrekt, aber deine Aussage mit dem "Taschen vollstopfen" zeigt mir, dass du da das ganze sehr emotional siehst.

Daher nochmal: Arbeitgeber sind nicht die Bespasser der Arbeitnehmer. Es gibt ein Lohnangebot für Arbeit, annehmen darf jeder nach eigener Entscheidung. Will man mehr, kann man sogar selbst auf dem Markt anbieten. Mehr Freiheit geht nicht.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. Mai 2013 - 8:10 #

Sprichst unten von religiösen Zügen und predigst hier oben mindestens genauso eine realitätsfremde Litanei von der großen Freiheit. Aber gut. Lassen wir das mal gut sein. Bei der nächsten politischen News gehts dann wieder von vorne los. ;)

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 9:01 #

Ich war einfach zu lange in der SPD, da lernt man so einiges über Religionen. So und jetzt hole ich mir nen Leiharbeiter bei myhammer.de...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. Mai 2013 - 9:03 #

Großes Kino.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 15. Mai 2013 - 8:17 #

"Es gibt ein Lohnangebot für Arbeit, annehmen darf jeder nach eigener Entscheidung"
Genau, jeder, der genug Geld auf der hohen Kante hat, kann sich nach eigener Entscheidung aussuchen, ob er noch arbeitet und wieviel er dafür haben will.
Jeder, der das nicht hat, muss aber jedes Arbeitsangebot annehmen, da er sonst Sanktionen vom Arbeitsamt kriegt. Das gilt auch dann, wenn das Arbeitsangebot weit unter Tarif liegt oder die Arbeitsbedingungen unzumutbar sind. Der Staat zwangsvermittelt ohne Kontrolle an Kriminelle.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 9:14 #

Ich sprach nicht davon, dass jemand gleich mit dem Arbeiten aufhören können muss, aber er kann sich bei verschiedenen Firmen bewerben und das Beste für sich wählen.

Der Staat vermittelt Zwangsangebote, wenn er glaubt, dass die Menschen nicht arbeiten wollen oder sich nicht drum kümmern. Darin sehe ich jetzt nichts verwerfliches, aber in der Tat gibt es sicherlich immer wieder kritische Angebote.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 12:01 #

verwerflich daran ist, dass der staat sich dabei zum handlanger für niedriglohnausbeutung macht, die er selbst auch noch mitfinanzieren muss.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 15. Mai 2013 - 12:25 #

Er kann sich sicherlich bei verschiedenen Firmen bewerben. Aber wenn er eine echte Alternative will, muss er die Betriebsgröße oder die Branche wechseln, was nicht einfach ist.
Firmen gleicher Größe und gleicher Branche stehen üblicherweise im Wettbewerb miteinander; diesen gewinnt diejenige, die am billigsten anbietet, andere werden vom Markt verdrängt. Das ist derzeit systemimmanent und staatlich gefördert. Und im Preiskampf bieten niedrige Löhne (oder hohe Überstundenzahlen) die leichteste Stellschraube. Sprich, konkurrenzfähige Firmen werden sich da kaum unterscheiden.

Gadreel 11 Forenversteher - 747 - 15. Mai 2013 - 8:29 #

Jetzt muss ich doch noch schreiben, weil mich deine Kommentare zu sehr aufregen -.-.
"Will man mehr, kann man sogar selbst auf dem Markt anbieten. Mehr Freiheit geht nicht."
Diese Freiheit ist erstunken und erlogen, das zeigen zig Studien, wer in eine sozial schwache Schicht geboren wird, der bleibt dort auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Diese Freiheit wird einen nur eingeredet, damit die Massen weiterhin dieses System unterstützen, auf den Höhepunkt getrieben wird das Ganze in Amerika mit dem "American Dream".
Mach doch bitte mal ein bissl die Augen auf und nehme die Welt wahr wie sie ist....
Und bevor du mir irgendwas unterstellst: Ja ich bin frustriert, aber ich nicht weil ich zu unteren Schicht gehöre (Ich bin Landwirt mit relativ viel Eigengrund, mein Vater war Politiker und ich habe auch studiert, also gehöre ich eher auf die Seite der Besitzenden) sondern weil ich meine Augen nicht vor den Fakten verschliesse und weil ich Mitgefühl habe....
Der Freie Markt hat genauso versagt wie der Kommunismus, wer das jetzt noch nicht erkannt hat, der will es einfach nicht Wahr haben.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 9:09 #

Ich sehe die Welt und daher bilde ich mir ein positives Urteil, denn ich habe sie gesehen. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten sich zu entfalten - und ich kennen viele Menschen, die sich mit schlechter Schulbildung und keiner familiären Unterstützung heute knapp sechsstellige Gehälter erhalten, eben weil diese die Chancen und Möglichkeiten genutzt haben. Das bedeutet aber auch viel Arbeit und viel Risiko. Ohne Willen geht es nicht, ohne die Freiheiten aber auch nicht.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 15. Mai 2013 - 13:53 #

Ausnahmen gibt es immmer wieder, aber wenn man den "falschen" Namen hat, wird man erst gar nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Leistung wird vielleicht von der Fachabteilung honoriert, aber die Personaler schauen eigentlich nur auf oberflächliche Merkmale. Wer sich nicht super verkaufen kann, hat keine Chance. Dabei muss ein schüchterner oder unsicherer Mensch kein schlechterer Mitarbeiter sein als jemand, der einen ganzen Saal unterhalten kann.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 13:58 #

Ich glaube da tust Du vielen Personalern Unrecht.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23151 - 15. Mai 2013 - 14:17 #

Na ja, was soll ich von einem Personaler halten, der einen Blick auf mein (für Nicht-Freunde uneinsehbares) Facebook Profil werfen will (und nein, ich habe mich nicht bei einem Waffenhersteller beworben. ^^).

Die Fachangestellten haben viel mehr Ahnung und können schnell durchschauen, ob jemand überhaupt das notwendige fachliche Wissen für den Job hat. Während die Personaler nur auf den Charakter schauen und da hat man als ruhiger Mensch eher schlechtere Karten als jemand der sich super verkaufen kann.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 14:29 #

Es gibt viele Jobs, wo die Introvertierten gefragt sind - nicht umsonst gibt es Myers-Briggs. Andersherum kann der Fachmann nicht so gut einschätzen, wie der Kandidat ins Team/Firmenphilosophie usw passt.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 13:49 #

Das ist nun wirklich albern D und USA zu vergleichen. Keine Sozialversicherung, im Niedrigbereich $4-8, usw

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 13:39 #

Das mit den Aktien ist die Information die ich habe von jemand der festangestellt ist bei Amazon.
Es schreibt hier keiner davon das Arbeitsgeber die Arbeitsnehmer bespassen sollen, es eigentlich nur um grundlegende Dinge die sich in großen Teil auf den deutschen Arbeitsmarkt wiederfindet.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 10:16 #

Weil der AG den Arbeitsplatz anbietet? Das Hauptgeschäft von Amazon ist längst nicht mehr der Versandhandel.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 11:01 #

Ein Argument was gar nicht zur Sprache kommt ist, dass Amazon Arbeitsplätze anbietet! Es ist doch eine Winsituation für die Arbeitslosen, wieder etwas produktives zu tun. Es ist eine Winsituation für Amazon, für den Staat`, für die Kunden. Was ist nun so verwerflich daran, dass man bei einer einfachen Tätigkeit bei Amazon nicht gleich einen Palast bauen kann?

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 13:44 #

Diese Aussage einfache Tätigkeit. Was ist einfache Tätigkeit? Nur weil man für den Job als Picker nicht die große Qualifikation braucht ist die Arbeit alles andere als eine einfach Tätigkeit.
Körperlich sehr anstrengend und belastend. Wiederum nehmen wir mal die Studierenden auf Lehramt. Was verdient man den heutzutage noch als Lehrer, das ist ein Witz und der Beruf völlig unterbezahlt und wer meint ein Lehrer hat ja soviele freie Tage und ein schönes Leben - quatsch.
Außerdem interpretiere doch nicht immer Dinge die keiner verlangt. Kein Amazonarbeiter verlangt das er sich einen Palast bauen kann. Er verlangt nur das er mit dem Lohn seinen Lebensunterhalt inklusive Familie bestreiten kann.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 13:56 #

Irgendwann kommt der Break Even - dann ist die Maschine/Roboter günstiger als der Picker.

Der Lehrer ist typischerweise verbeamtet und hat somit einen sicheren Job/Pension.

Zum letzten Absatz: ist doch genau, was der Staat mit Aufstockung gewährleisten möchte?

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 14:04 #

Also befürwortest du das, dass der Staat für den AG in die Bresche springt und mit Steuergeldern Menschen unterstützt obwohl sie 40 Stunden in der Woche arbeiten gehen?
Ich möchte mal deine Motivation sehen sollte es dir so gehen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 14:21 #

Der AG wird im Zweifel zu teure Jobs ins Ausland verlegen.

Was die 40 Stunden betrifft: die erreiche ich typischerweise Mittwochs/Donnerstags.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 14:29 #

Nach der Argumentation müsste jeder große AG längst im Ausland sein. Nur schmückt sich Amazon gern mit seinem tollen Service und schnelle Lieferzeiten und das funktioniert nur wenn die Standorte auch in Deutschland sind zumindest was Amazon betrifft.

Schön für dich das du nicht auf 40 Stunden kommst, nur solltest du nicht immer von dir auf andere zielen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 15. Mai 2013 - 14:32 #

Wie schon einmal gesagt, das Hauptgeschäft von Amazon ist Cloud.

Gut, man kann natürlich ignorieren, dass viele große AG Teile ins Ausland ausgelagert haben. Aber dann brauchen wir uns auch hier nicht weiter austauschen.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 13:59 #

Also die Stundenberechnungen eines Lehrers sind schon kriminell: In der Schulzeit richtig pushen, in den Ferien dann völlig fertig sein. Seltsames Konzept der Länder. Aber die Gehälter von Lehrern sind mit dem Wort fürstlich noch nicht kleingeredet. Deutsche Lehrer erhalten mit die größten Gehälter aller Lehrer, weltweit!

Es ist zwar auch nicht meine Wunschvorstellung, aber von dem "Einer-Arbeitet-vier-Leben-davon" ist man selbst in Akademikerkreisen weit entfernt. Selbst die Rechtsprechung geht von zwei Vollverdienern aus und fordert das auch von den Erwachsenen.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6902 - 15. Mai 2013 - 14:03 #

Das der Wunsch und die Wirklichkeit weit auseinanderklafft sollte auch dir bekannt sein.
Was die Rechsprechung, die Regierung oder sonst jemand meint wie es laufen sollte sieht man ja am besten am sogenannten "Armutsbericht"

Grohal 13 Koop-Gamer - P - 1658 - 14. Mai 2013 - 18:38 #

Sie haben das Recht zu streiken, also sollen sie ruhig davon Gebrauch machen. Ich kann auch etwas länger auf meine noch ausstehende Lieferung warten.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. Mai 2013 - 18:47 #

Mann kann es so einfach ohne tiefere Politik, Psychologie oder Journalismuskritik sagen. Danke, Grohal. :)

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 14. Mai 2013 - 19:45 #

Die ver.di ist der letzte Verein und verbreitet z.T. auch extreme Unwahrheiten, um weitere Mitglieder zu werben. Die ver.di-Vertreter sind z.T. quasi Außendienstmitarbeiter. Immer alles hinterfragen. Sicherlich gibt es in der Logistikbranche Probleme und schwarze Schafe. Wenn man es jedoch übertreibt, so stehen Menschen irgendwann ohne Arbeit dar, die auch auf kleinere Löhne angewiesen sind. Gerade die Berichterstattung in den Medien ist mit Vorsicht zu genießen. Immer an die Hetzjagd auf Killerspiele zurückdenken. Die ver.di arbeitet ausschließlich für ihre zahlenden (immerhin 1% vom Brutto) Mitglieder und für den eigenen Umsatz / Gewinn.

vicbrother (unregistriert) 15. Mai 2013 - 7:43 #

Ich war einmal auf einer Betriebsveranstaltung mit ver.di. Unglaublich. Die einzig sympathischen waren die Arbeitgeber, da die ohne Ideologie klar sagten worum es geht, was der Markt für Chancen bietet, was man tun möchte und was man erwartet. Betriebsferne Ver.di-"Manager" in Anzügen dagegen hatte nur Forderungen und blockierte das Unternehmen in seinem Wachstum.

Wäre der Betriebsrat nicht irgendwann soweit gewesen eine eigene Lösung zu suchen, wäre das Unternehmen untergegangen. Ver.di ist das nämlich egal. Die dürfen nur nicht das Gesicht vor den zahlenden Mitgliedern verlieren, da spielt aber die Pleite eines Betriebes keine Rolle. Und wenn ein Betrieb pleite geht - dann ist schon nach der ver.di-Ideologie der Arbeitgeber schuld. Es nimmt schon religiöse Züge an, wenn man keinen Fehler machen kann.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9739 - 15. Mai 2013 - 0:53 #

muss im übrigen einmal das politische interesse loben. der artikel hier hat die meisten kommentare des tages.

also kudos an alle ;)

Henke 15 Kenner - 3636 - 16. Mai 2013 - 0:01 #

Auch wenn ich das politsche Interesse und die Zurschaustellung selbiger hier auf GG sehr begrüße, so muß dennoch zum Monatsende hin ein Geschenk für mein mir angetrautes Eheweib her.

Amazon war bisher immer ein verlässlicher Quell an Geschenkideen, und so sehr ich auch Sympathie mit den Streikenden habe und so gerecht deren Forderungen auch sind: für mich geht es ums nackte Überleben :D

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4660 - 16. Mai 2013 - 7:10 #

Man kann den Spieß, der die Innenstädte kaputt macht, ja auch mal umdrehen: Von Amazon Tipps geben lassen und dann in der Stadt kaufen :)

supersaidla 15 Kenner - P - 3891 - 15. Mai 2013 - 6:56 #

Ich hab noch nie was bei Amazon bestellt und gehöre somit zu den Guten :D nöhöhöhöhö

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 15. Mai 2013 - 10:58 #

Finde ich gut dass gestreikt wird, Amazon hat die Vorgabe "Billig" einfach zu weit getrieben. Der Service ist super, ich hoffe sie können den erhalten. Ich würde auch 2 Euro Porto zahlen ;)

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Larnak