Nintendo: Gewinnerwartungen verpasst // Keine E3-PK

WiiU DS 3DS
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25. April 2013 - 14:32 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Nintendo hat die offiziellen Zahlen des am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahrs 2013 veröffentlicht. So konnten im Gegensatz zum letzten Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und ein Nettogewinn von umgerechnet 54,8 Millionen Euro erzielt werden. Allerdings hatte das Unternehmen ursprünglich mit einem doppelt so hohen Gewinn gerechnet. Insgesamt wurde ein Umsatz von circa 4,9 Milliarden Euro verbucht, der damit 1,9 Prozent unter den Erwartungen liegt. Zudem beläuft sich der operative Verlust – der um Währungseffekte und außergewöhnliche Ereignisse bereinigt ist – auf 281 Millionen Euro und fiel somit beinahe identisch wie im Vorjahr (287 Millionen Euro) aus.

Laut Nintendo liegt das Abschneiden unter Erwartungen vor allem an den sehr durchwachsenen Verkaufszahlen der WiiU. Ursprünglich wurde weltweit mit 5,5 Millionen verkauften Einheiten gerechnet – im Endeffekt sind es 3,45 Millionen geworden. 3 Millionen der verkauften Geräte waren jedoch bereits im vergangenen Jahr über die Ladentheke gegangen. Außerdem konnten nach eigenen Angaben bisher 13,42 Millionen Spiele für die neue Konsole abgesetzt werden, wobei vor allen Dingen Nintendo Land (2,6 Millionen Exemplare) und New Super Mario Bros. U (2,15 Millionen Exemplare, GG-Test: 8.5) hervorstechen.

Auch der 3DS blieb mit 13,95 Millionen Einheiten leicht hinter den Erwartungen von 15 Millionen zurück. Allerdings sind die Absatzzahlen der Spiele mit 49,61 Millionen Exemplaren weitaus enttäuschender. Gerade im Hinblick auf die in diesem Zeitraum veröffentlichten Titel wie New Super Mario Bros. 2 und Paper Mario - Sticker Star (GG-Test: 8.0), was hauptsächlich an den schwachen Verkäufen in Übersee liegt. Insgesamt wurden bisher 31 Millionen Einheiten des Handhelds verkauft und über 95 Millionen Spiele. Vom DS wurden noch 2,35 Millionen Einheiten sowie 33,38 Millionen Spiele verkauft – davon fielen 7,81 Millionen auf die diversen Pokémon-Versionen – und  von der Wii 3,98 Millionen Einheiten sowie 50,61 Millionen Spiele.

Für das kommende Geschäftsjahr 2014 rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von 424 Millionen Euro. Außerdem sollen von der WiiU insgesamt 9 Millionen Einheiten sowie 38 Millionen Spiele für das System verkauft werden. Für den 3DS wird mit 18 Millionen Käufern geplant. Des Weiteren wurde bekanntgegeben, dass der amtierende Firmenpräsident Satoru Iwata auch noch die Funktion des CEO von Nintendo of America übernehmen wird. Damit löst er Tatsumi Kimishima ab, der in den Gesamtvorstand berufen wird. Diese Maßnahme soll die Kommunikation und Entscheidungsfindung vereinfachen und verkürzen sowie die Strategie weltweit vereinheitlichen.

Keine E3-Pressekonferenz
Zu guter Letzt teilte Iwata mit, dass Nintendo auf der E3, die vom 11. bis 13 Juni in Los Angeles stattfindet, keine eigene große Pressekonferenz veranstalten wird. Stattdessen werde es "einige kleinere Events"  geben, die speziell auf das Line-Up für den US-Markt ausgerichtet sind. Von den geschlossenen Veranstaltungen für Händler und Medien erhoffe sich das Unternehmen, seine Botschaften wirksamer vermitteln zu können. Die Nintendo-Direct-Events erfüllen zudem ebenfalls den Zweck, neue Informationen bezüglich kommender Spiele preiszugeben, so Iwata. Deshalb werde es davon während der E3 spezielle Ausgaben für Japan und andere Regionen geben.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22566 - 25. April 2013 - 14:33 #

Nintendo ginge sicherlich auch im PS4/Xbox3 Gewitter unter.

joernfranz (unregistriert) 25. April 2013 - 14:42 #

Sehe ich auch so. Auch wenn's schade für die Gamer ist, war bzw. ist es taktisch gesehen mit Sicherheit nicht die schlechteste Entscheidung.

HansDampf 13 Koop-Gamer - 1397 - 25. April 2013 - 14:37 #

auf gamestar und pro wird das so dargestellt das sie verlust machen würden^^

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 14:59 #

Kommt drauf an in welcher Währung man rechnet. Offiziell ist es ein operativer Verlust in Yen, aber solche Geschäftsberichte werden immer in Dollar gerechnet und da hat Nintendo, aufgrund des schwachen Yen, ein Nettogewinn eingefahren. Dieser schwäche Yen ist aber kein Zufall, die japanische Notenbank und Regierung haben alles dafür getan, dass der Yen eine Abwertung bekommt, damit mehr Waren exportiert werden können und die Geschäftsberichte von japanischen Unternehmen besser aussehen.

In Europa ist das nicht so einfach, denn wir sind auf Importe angewiesen und ein zu schwacher Euro würde den Import von Waren aus Japan, China und Amerika zu teuer werden lassen. Japan ist allerdings nur auf den Import aus China angewiesen, deswegen ist der Yen stärker als der Yuan, aber trotzdem schwächer als der Euro und Dollar.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 20262 - 25. April 2013 - 17:02 #

Schwacher Yen ist relativ, 2007 stand er bei 170, 2012 bei 99. Da würde ich ihn jetzt mit 130 eher als "normal" ansehen...

Yolo 21 Motivator - 27876 - 25. April 2013 - 17:15 #

So ist es. Der Yen war oder ist noch immer überbewertet, wie auch der Schweizer Franken.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12442 - 25. April 2013 - 14:57 #

Schön keine PK finde Nintendo eigene Nintendo Directs auch irgendwie besser.
NDs sind für jede Plattform extra und es werden auch nur das gezeigt was sie ankündigen nämlich Spiele. Keine langweiligen Statistiken ect welche sonst immer bei PKs zu sehen gibt.
Und allein die letzte Direct hat wohl mehr neues gebracht als so manche PK auf der E3 :D

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 15:07 #

Eine PK ist nicht notwendig, Nintendo-Fans wissen auch so das Mario eine rote Mütze hat und mit einem Kart fahren kann. Viel wichtiger wird es bei Microsoft und Sony, die zeigen müssen warum man sich eine PS4 oder Xbox 3 zulegen sollte, anstatt bei der PS360 zu bleiben. In Hinblick auf die Drosselung bei der Telekom, sind die ganzen Social-Features sowieso erstmal gestorben.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11788 - 25. April 2013 - 15:48 #

Weil es ja nur Telekom gibt und die Social-Features pflicht sind und eine starke Bandbreite voraussetzen..Ich glaub da wirds mehr Probleme mit Entertain geben.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 16:00 #

Natürlich sind die Social-Features keine Pflicht. Aber was kann die PS4 dann besser als die PS3, bis auf die bessere Grafik? Warum soll ich mir eine PS4 zulegen, wenn ich noch genügend Spiele für diverse Jahre bei der PS3, 360, Wii, Wii U, DS und 3DS zu spielen habe? Ich habe sogar noch genug PS2 Spiele die ich unbedingt mal spielen müsste.

Also nenne mir gute Gründe für den sofortigen Umstieg auf die neue Generation, ohne die Argumente Grafik und Social Features.

lolaldanee 13 Koop-Gamer - 1245 - 25. April 2013 - 16:26 #

wenn man das argument bessere grafik nicht gelten lässt dann braucht es seit der ps1 keine neue hardware mehr ;)
wenn man sich ansieht wie groß der technische sprung von der ps3 zur 4 sein wird dann ist das schon ein gewaltiges hardwarupgrade, das als argument auszuschließen ist doch käse
zumindest wenn man auf konsolen steht, mir kommst so ein teufelszeug sowieso nicht ins haus *schüttel*
social features sind sowieso überflüssig wie flüssig nur sein kann

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 18:26 #

Wird es genauso ein Sprung wie von der PS1 auf die PS2, die erstmals mit 5.1 Sound und einem bezahlbaren DVD-Player bieten konnte? Oder ein Sprung wie von der PS2 auf die PS3, die mit Spielen in HD, einem bezahlbaren Blu-Ray-Player und einem vernünftigem Onlinemodus aufwarten konnte? HD haben wir bereits, Blu-Ray hat mittlerweile auch fast jeder, 5.1 konnte schon die PS2, 3D wurde von Sony eingestampft, Ocolus Rift kommt für den PC, Bewegungssteuerung hat mittlerweile auch jede neue Konsole. Warum soll man sich also eine PS4 kaufen, wenn es technologisch kaum Fortschritte gibt sondern nur die Grafik besser wird?

Wer denkt das die neuen Konsolengenerationen immer nur bessere Grafik geboten haben, hat nicht aufgepasst. Es gab nahezu immer einen Technologie-Sprung, der jetzt völlig ausbleibt.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 19:42 #

Ich bin mir sicher, dass die neue Streamingtechnologie in den Kernzielmärkten USA und Japan sehr gut ankommen. Auch die Pläne für das SEN/PSN, die Oldie-Spielebibliothek der vorherigen Generationen und das Zusammenspiel mit der PS Vita sind exakt auf diese Märkte zugeschnitten. Dass die Telekom hierzulande die Datenleitungen drosseln will, ist denen egal. Deutschland ist in Europa nur die Nummer 2 im Spielemarkt, hinter Großbritannien. Die Briten akzeptieren Streaming und Bezahl-Angeboten meines Wissens auch sehr bereitwillig. Aber klar. Wenn dich das nicht anspricht, dann gehörst du nicht zur Zielgruppe. Nur wäre es falsch zu glauben, unser kleines germanisches Dörfchen sei hier das Zünglein an der Waage, zumal Deutschland bei der letzten Konsolengeneration eher einer der Märkte war, der Sony vergleichsweise eisern die Treue gehalten hat.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 19:52 #

Also ist Streaming die Technologie, mit der sie großartig punkten wollen? Dann warte ich doch lieber darauf das mein Fernseher dies unterstützt, dann brauche ich da keine Konsole für. Dann hole ich mir in Zukunft ein Samsung Galaxy TV und spiele die Spiele ohne Mehrkosten für eine stationäre Konsole zu haben.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 20:23 #

Das dürfte Sony vermutlich immer noch egal sein, den Samsung hat einen Vertrag mit Gaikai.

Sieh es als Brückentechnologie. Meine Vermutung ist, dass die PS4 den Übergang zwischen der alten Konsolentradition zum digitalen Service schlagen soll. Die Konservativen stufenweise mitnehmen und den early adopters neue Möglichkeiten geben. Die Hardware steht da überhaupt nicht mehr im Vordergrund, insbesondere weil einiges sicherlich auch durch ein weiterentwickeltes Streaming und Gaikai ausgeglichen werden kann. Wer das braucht? Als Steam herauskam haben sich auch alle gefragt, wer sich freiwillig daran binden würde. Seit iTunes & Co. verzeichnet sogar die Musikbranche wieder wachsende Umsätze und beklagt nicht mehr den ständigen Rückgang der CD-Verkäufe. Eigentlich ist auch die PS4 nur das iPhone, das dir Zugang zum dahinter stehenden SEN/PSN verschafft. Sony setzt wie Microsoft zukünftig auf Services. Ein nicht unerheblicher Teil von Microsofts Umsatz kam über die ganzen kostenpflichtigen Xbox Live.

Es dürfte schwierig werden für Oculus, wenn die Tests bereits zeigen, dass die Latenz bei Shootern bereits zu hoch ist und man das Ruckeln wahrnimmt. Übrigens hatten schon das Philips CD-i und das Sega Mega-CD auf CD-ROMs als Datenträger gesetzt. Für das CD-i gab's sogar Lizenztitel von Nintendo.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 20:52 #

Ich weiß nur eben nicht ob noch viele Menschen dafür bereit sind, Geld für eine halbfertige Brückentechnologie auszugeben, wenn die Brücke in 2-4 Jahren wahrscheinlich schon fertig gestellt ist.

Das Ocolus nicht perfekt ist weiß ich, aber ich sehe immerhin eine Weiterentwicklung die sehr interessant erscheint. Das Sega bereits das Mega CD hatte weiß ich, ich war einer der Idioten die sich davon haben blenden lassen, genauso wie vom CD-i...

Ich freue mich auf die PS4 und 720, aber genauso freue ich mich auf meine Wii U und auf Ocolus. Für alles habe ich aber kein Geld und da ich bereits soviele Spielkonsolen besitze und seit so langer Zeit Gamer bin, werde ich eher zu den Geräten greifen, die ein neues Spielgefühl vermitteln können. Deswegen stehen Microsoft und Sony für mich im Zugzwang und brauchen diese E3 Pressekonferenz mehr als Nintendo.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 21:13 #

Mein Beileid zum CD-i. Rein interessehalber, was steht für dich stärker im Vordergrund? Gameplay oder Handlung/Inszenierung? Meine Vermutung geht dahin, dass erstere in der Wii U durchaus einen Kaufgrund sehen könnten, letztere eher weniger, weil höherer Realismusgrad meines Erachtens stärker zur Immersion beiträgt. Ein Dishonored oder Bioshock auf Wii runtergerechnet hätte einfach nicht funktioniert und genauso wird es bei der nächsten Generation vermutlich auch sein.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 21:20 #

Sowohl als auch. Ich genieße es genauso eine Prinzessin zu retten, wie durch den Wilden Westen zu reiten oder auch Schlösser aus Lehmblöcken zu bauen. Ohne Bioshock hätte mir eine genauso wichtige Spielerfahrung gefehlt, wie ohne Super Mario 3D Land oder ohne Minecraft.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 21:05 #

Ich finde übrigens "mehr Rechenpower" als Argument zutreffender als "bessere Grafik". Das allein hat bei Grafikkartenherstellern zwar schon ausgereicht, um jährlich neue Versionen auf den Markt zu werfen und dafür auch noch Käufer zu finden. Aber der Falschenhals der alten Generation war beispielsweise immer der Arbeitsspeicher, der unter anderem dafür sorgte, dass die Landschaften in grauer Nebelsuppe versanken oder die Bevölkerungsdichte spärlich reduziert wurde. Da sollte mit der PS4 wesentlich mehr Potential drinstecken, um den Spielen zu mehr Glaubwürdigkeit oder aufwändigeren Berechnungen zu verhelfen. Wenn das gelingt, sollte das für einige Käufer bereits Grund genug sein. Die alte Hardware ist ausgereizt, in letzter Zeit hat sich da optisch nicht viel getan und nach sieben Jahre will manch einer einfach auch mal wieder was Neues sehen. Der Erfolg entscheidet sich letztlich wie immer über die Spiele, deswegen fällt das Fazit zur alten Wii oder auch den ganzen anderen Hampelsteuerungen mittlerweile etwas differenzierter aus als zu Beginn ihres Lebenszyklus und auch bei der Wii U merken wir bereits, wie trotz vorgeblich innovativer Hardware die Anfangsverliebtheit allmählich weicht.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 21:15 #

Das Fazit zur alten Wii hat sich bei mir grundlegend verändert, nachdem ich mir die Special Editions von Xenoblade, Last Story und Pandoras Tower gekauft habe. Der ganze Anfangshass ist weg gewesen und seitdem liebe ich die Wii.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11788 - 25. April 2013 - 18:28 #

Gerade Heavy Rain zeigt wozu Grafik wichtig sein kann. Glaubhafte Charaktere zu schaffen, an denen man schon durch die Mimik und Gestik emotionen abrufen kann. Du schaust sie an und dir wird ohne ein Wort direkt vermittelt wie es der Person geht und was sie vielleicht schon alles erlebt hat. Das ist in meinen Augen schon Grund genug. Darüber hinaus, ist stagnation nie ein Weg. Zumindest nie der richtige. Nintendo nutzt immer noch die gleichen Spielmechanismen wie vor fast 30 Jahren. Das mag konsequent wirken und unterstützt die These Zeitlose Spielmechanismen geschaffen zu haben, anderer seits lässt es nicht zu über den Horizont hinaus zu blicken. Spiele müssen kein Touchscreen haben, Wii-gefuchtel und sonnst was um gut zu sein. Weder die Wii, noch Playstation EyeToy und Move haben was Spieltiefe angeht nie etwas dazu beigetragen. Sie wirken mehr wie Experimente, wie Interessante Gedankengänge die aber nie wirklich zu ende gedacht wurden und den Entwicklern einfach nur mit den Worten "macht was draus" gegeben wurden. Ziel sollte es nicht sein Inovation zu schaffen sondern Dinge anders zu machen.

ZombieU hatte großes potential, ist meiner Meinung nach aber auch an der zu schwachen Grafikleistung gescheitert. Grafik bzw. Realismus ist auch dazu da, den Spieler eintauchen zu lassen. Glaubwürdig zu sein. Das hilft vor allen den Spielen bzw. Entwicklern deren Ideen doch nicht so ausgefeilt sind. So kann ein mittelmäßiges Spiel, durch eine einzigartige und prachtvolle Athmosphäre immer noch zu einem sehr guten Spiel werden.

Ich finde es auf Seiten von Nintendo-Anhänger zu einfach, wenn sie sagen, "was ist schon Grafik?". Ich kann nur entgegnen, dass ich für die Nintendo-Konsolen kein Spiel in Richtung Heavy Rain,Journey, Alan Wake etc. kenne. Nintendo ist für anspruchslose Casual Spieler und für die die noch zu sehr an ihrer Kindheit/Vergangenheit hängen in Ordnung. Aber für welche die mehr wollen und sich wie ich erhoffen, dass Spiele irgendwann mehr sind als nur x-identische Spiele in unterschiedlichen Settings und Kostümen. Denen reicht nun mal, die alte eingefrorene Suppe und das immer wieder aufwärmen dieser, nicht.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 19:30 #

Du verstehst mich falsch, ich stehe auf Spiele mit einer guten Grafik genauso, wie ich auf Spiele mit einer schlechteren Grafik stehe. Aber die PS1 war die erste Konsole die auf das Medium CD setzte und definierte damit einen neuen Standard, genauso wie die PS2 auf DVD und 5.1 Sound setzte und die PS3 auf Blu-Ray und HD Grafik. Was bietet mir die PS4 in Hinsicht auf eine technologische Neuerung, die mich dazu veranlassen sollte sie mir anstatt einem PC zu kaufen? Bei der Wii U sehe ich den Tablet-Controller, der ein gewisses Potential bietet, auf dem PC sehe ich Ocolus Rift, dass das Gaming auf eine neue Ebene bringen kann. Was bietet mir die PS4 ausser einer besseren Grafik und Social-Features, die ich auf dem PC schon seit Jahren hätte haben können, wenn ich gewollt hätte?

Ich sage nicht "Was ist schon Grafik?" sondern "Was bieten mir Microsoft und Sony, ausser einem beschnittenem PC?"

Deswegen braucht Nintendo keine große Pressekonferenz auf der E3, sie haben schon gezeigt was sie mir bieten, Sony und Microsoft dagegen nicht, aber trotzdem wollen sie mein Geld.

Messenger 11 Forenversteher - - 592 - 26. April 2013 - 8:18 #

Seltsamerweise schaffen es die bescheidenen Animationen der kleinen Pixelhelden aus einem FF6 und dem hervorranden 16Bit-Sound mein Emotionszentrum weit mehr anzusprechen als es 99% der ultrarealo-Spiele von heute vermögen.
Und wenn du meinst, dass es nur der Nostalgiefaktor ist, ähnliches gilt auch für Xenogears (ein PS1 Titel, den ich vor ca. anderthalb Jahren das erste Mal gespielt habe), oder beispielsweise Mother 3 (GB Advance-Titel, mit dem ich letztes Jahr erst in Kontakt gekommen bin). Wenn ich bei letzterem Titel alleine an die Szene denke, in der Flint vor seinen Kindern ausrastet, ist mir die Spucke weg geblieben.

Oder aber Ico, Shadow of the Colossus und als modernes Beispiel NIER.
Vielleicht bin ich ein Sonderbeispiel. Ich kenne den Grund nicht. Aber aus diesen Erfahrungswerten halte ich persönlich den Grafiksprung als absolut notwendiges Mittel, um starke Emotionen dem Spieler zu übermitteln können, für überbewertet. Vielleicht ermöglicht er es aber das auf anderem Wege zu tun.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11788 - 25. April 2013 - 15:35 #

Wow hätte nicht gedacht, dass nintendo schon so weit unten ist....Ihnen fehlen einfach die Ideen und haben in der WiiU DIE Next-Next-Gen Konsole gesehen. Ich glaube gerade durch die Sony PK zur Ps4 und die bevorstehende Microsoft Preso, haben sie einfach eingesehen, dass sie nicht mithalten können. Ich finde es zwar schade, dass Spiele-Reihen aus den 80er und 90er, von Nintendo, so langsam durch ihre immer wieder neue Veröffentlichung kaputt gehen, dennoch geschieht es ihnen irgendwie zu recht. Es gibt nun mal mehr als ein Zelda, ein Mario und seit neuer dings einen Luigi...

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 15:40 #

Stimmt, es gibt noch viele Pikmin, einen Professor Layton, einen Chase McCain und einen Shulk.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11788 - 25. April 2013 - 15:45 #

Spricht das jetzt wirklich für Nintendo? Die sind wie Fifa und PES jedes Jahr ein neuer Teil. Leider steigt die Qualität aber kaum.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4530 - 25. April 2013 - 15:47 #

Jedes Jahr ein neues Pikmin? Nicht in diesem Universum.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11788 - 25. April 2013 - 15:48 #

Das ist ein Titel.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4530 - 25. April 2013 - 15:51 #

Gut dann nehmen wir noch Chase und Shulk dazu und schon sind 3 von 4 weg. Bleibt also nicht mehr all zuviel übrig, von deiner Fifa-Jahresupdate-Theorie.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 15:54 #

Also Xenoblade mit Shulk ist ein hervorragendes Spiel, Lego City Undercover mit Chase McCain ist ein kleiner Systemseller geworden, Pikmin wird noch ein Systemseller und die Professor Layton Spiele wurden jedesmal noch besser.
Keiner dieser Spiele hat jährliche Ableger, das sie so selten kommen macht sie zu etwas besonderen und deswegen braucht Nintendo auch keine große Bühne, um beim Schwanzvergleich zwischen Microsoft und Sony mitzumachen, die wieder mit Killzone, Halo, Gears of War und God of War kommen werden.

Ich freue mich gerade tierisch auf A Link to the Past 2, das letzte habe ich vor 20 Jahren gespielt und habe mir seitdem immer einen Nachfolger gewünscht, der in dem Universum spielt.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12442 - 25. April 2013 - 16:29 #

Warum ist Nintendo deshalb unten?
Weil sie keine PK machen welche eh nur zum großteil aus langweiligen PR geblubbere besteht?

Sie konzentrieren sich auf ihr eigenes Ding, ihre Nintendo Dircets und das ist auch deutlich sinnvoller.
Anstatt eine sinnlose Pk wo viele titel gar nicht erst gezeigt werden, da sind kleine PKs mir deutlich lieber.
Siehe zb die letzte ND vor paar Tagen, wo mehr titel angekündigt wurden als in den meisten E3-PKs.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 17:37 #

Es lässt tief blicken. Entweder zeugt es von absolutem Selbstbewusstsein, dass man es nicht nötig hat. Dagegen sprechen aber schlechte Jahresbilanzen und Verkaufszahlen, heftige Kritik von Presse und Spielerschaft, Gerüchte über einen möglichen Rücktritt Iwatas und noch ein paar Dinge mehr, wie die scheinbar Ratlosigkeit Nintendos, auf diese Negativschlagzeilen zu reagieren. Die andere Interpretation ist, dass man erkannt hat, dass man nicht mithalten kann.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 34320 - 25. April 2013 - 15:40 #

Finde ich schade... ich fand z.B. die E3-PK 2010 von Nintendo viel spannender als irgendeine Direct-Show wo einfach Iwata vor seiner Wand steht und erzählt.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4530 - 25. April 2013 - 15:45 #

2010 War das nicht die "Vitality-Sensor"-PK? Was wurde eigentlich aus dem?

ganga Community-Moderator - P - 15864 - 25. April 2013 - 15:57 #

der kommt im erwachsenen Bereich wieder ;)

Sniizy 14 Komm-Experte - 2563 - 25. April 2013 - 18:08 #

Nee, das war 2009 ;)

2010 war diese Knaller Konferenz auf der der 3DS vorgestellt wurde und haufenweise Spiele für Wii, DS und 3DS. Das war ein echtes Fest.

Yolo 21 Motivator - 27876 - 25. April 2013 - 15:56 #

Zumindest hat Nintendo nur 1 Jahr Verluste geschrieben, bei Sony waren es ein paar mehr und der 3DS läuft ja mittlerweile gut und das Verhältnis WiiU zu den verkauften Spielen ist jetzt so schlecht nicht. Keine E3 PK dafür Nintendo Direct finde die Form eh sympathischer. Zudem hat die E3 in den letzten Jahren an Strahlkraft verloren.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 18:26 #

Wenn man den Maßstab nur niedrig genug ansetzt, kommt immer ein positives Ergebnis heraus. ;)

Warum beschönigen wollen, was nicht mal Nintendo bestreitet: Die Absatzzahlen sind enttäuschend und weit unter den Erwartungen, egal wie egal das für den einzelnen Spieler sein mag. Wir reden ja auch über die wirtschaftliche Seite, nicht den Fanaspekt. Den Bedeutungsverlust der E3 stellst ebenfalls nur du fest. Die gamescom macht da bspw. ganz andere Erfahrungen. Wegen der wiedererstarkten E3 bleiben für die Kölnmesse kaum Neuigkeiten übrig und muss sich daher seltsame Events ausdenken, um irgendwas "Besonderes" anbieten zu können. Ihr droht sonst möglicherweise derselbe Bedeutungsverlust wie anno dazumal der ECTS. Siehe einschlägige Berichterstattung.

Yolo 21 Motivator - 27876 - 25. April 2013 - 18:40 #

Kein Bedeutungsverlust der E3? Ok und darum stellen Microsoft und Sony ihre neue Konsole auf einem eigenen Event vor, statt auf der E3? Deshalb hat im letzten Jahr Nintendo das Releasedatum und Preis den WiiU in einer Direct-Konferenz genannt, statt auf der E3? Und ich wette, dass weder Sony noch Microsoft auf der E3 was zum Preis oder Releasedatum ihrer neuen Konsolen sagen werden. Das sparen sie sich auf einen Moment auf den sie für sich alleine haben und nicht mit x-Anderen Schaustellern teilen müssen.
Gerade im Internetzeitalter gibt es effizientere und auch kostengünstigere Modelle etwas mitzuteilen ohne die Gefahr durch eine andere Meldung eines anderen Messeteilnehmers unterzugehen.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 19:24 #

Das hat zum einen nichts mit einem besonderen Bedeutungsverfall der E3 zu tun, die wurde außerdem schon einmal tot gesagt, und zum anderen geht es bei der E3 nicht ausschließlich um Konsolenhardware. Mag sein, dass ein neuer Konsolenrelease mittlerweile genug Eigenpotential besitzt, um die Reporter aus aller Welt dafür extra ins Flugzeug steigen zu lassen. Für die dazugehörige Software kann man das demnach nicht so ohne weiteres behaupten. Gegen das geballte Medieninteresse auf der E3 sind die Nintendo Directs deutlich unauffälliger, fast schon Geheimveranstaltungen, die sich wohl eher an die vorhandene Kernzielgruppe richten. Die hat man nur in der Regel sowieso schon im Sack. Folgerichtig erreicht auch kaum eine Meldung daraus die breite Berichterstattung, wenn's nicht gerade A Link to the Past 2 ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nintendo zukünftig allein auf diesen Kanal setzen will. Vermutlich haben sie derzeit einfach nur nicht genug Vorzeigbares, um neben der Konkurrenz nicht unterzugehen und damit weitere Negativschlagzeilen zu riskieren. Das dürfte eine taktische Überlegung gewesen sein, kein Statement Nintendos zur Bedeutung der E3. Andernfalls hätten sie nämlich wie Sony und Microsoft eine Sonderveranstaltung ausgerufen. Haben sie aber nicht, ergo mindestens bis zur gamescom nix spannendes zu berichten.

Yolo 21 Motivator - 27876 - 25. April 2013 - 19:43 #

Ich denke nicht, dass Nintendo nichts zu zeigen hat. Denn dann hätten sie nicht neben der Absage der E3-PK einen Hands-on Event auf der E3 angekündigt. Ein neues 3D Mario und Mario Kart werden dabei sein, weil das haben sie auf einer Direct-Konferenz anfangs Jahr bereits angekündigt, dass diese auf der E3 spielbar sind. Dazu denke ich das Windwaker Remake, Bayonetta2, das noch unbekannte Projekt der Retro Studios und sicher ein paar mehr.
Zudem sind 90% der PKs sowieso blabla wir sind toll und Statistiken werden gezeigt. Also kein Verlust.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 25. April 2013 - 21:33 #

Das schöne bei Nintendo ist, sie überraschen einen des öfteren noch. Wenn ich die letzten NDs betrachte, was da an Spielen angekündigt wurde (3DS), von denen man noch nichts gehört hatte. Bei Sony/MS wird schon Monate und Jahre vorher nen Hype gestartet, oder man weiß eh das Teil X kommt.

Name (unregistriert) 26. April 2013 - 8:08 #

Ist aus Marketingsicht aber auch sinnvoll. Bestes Beispiel ist Kickstarter. Wenn niemand im Vorfeld weiß, dass das Projekt auf Kickstarter anläuft, kommen die magischen 20 % Finanzierung am ersten Tag, die eine Indikator für Erfolg oder Nichterfolg sind, nicht zustande.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 13375 - 25. April 2013 - 16:41 #

Durch PS4 und Xbox hätte Nintendo eh nichts reißen können. Und so wie sie es jetzt machen ist es doch super.

RomWein 14 Komm-Experte - 2150 - 25. April 2013 - 18:46 #

Das mit der Pressekonferenz finde ich jetzt weniger dramatisch. In den letzten Jahren waren die eh nicht so toll und in den Nintendo Directs gibt es wenigstens nicht ganz so viel Blabla wie auf den PKs und man bekommt mehr von den Spielen zu sehen.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 19:26 #

Und deutlich weniger Presseberichterstattung, insbesondere der US-amerikanischen und britischen Mainstream-Spieleportalen. Also da, wo sich die Konsole nicht verkauft.

RomWein 14 Komm-Experte - 2150 - 25. April 2013 - 22:13 #

Es steht doch in der News, dass es dafür geschlossene Veranstaltungen geben wird. Dem Spieler kann es doch egal sein, ob er einen Livestream der PK oder eine bzw. mehrere Nintendo Directs serviert bekommt. Welche neuen Spiele kommen, bekommt er so oder so mit.

Die Nintendo Directs könnten sogar von Vorteil sein, weil man sie kompakter bzw. in Hinblick auf den Spieler zielgerichteter gestalten kann. Darüber hinaus kann man auch solche Titel näher beleuchten, die man auf der PK eher außen vor gelassen hätte oder die vielleicht sonst untergegangen wären.

Name (unregistriert) 26. April 2013 - 8:04 #

Was du schreibst, kommt aber erst an zweiter Stelle. Davor müssten sich erst noch ein paar andere Bedingungen erfüllen. Der durchschnittliche Spieler informiert sich auch weiterhin mehrheitlich über Newsportale, nicht über den Hersteller direkt. Der gemeine Journalist dagegen befindet sich auf Messen üblicherweise im Terminstress. Deswegen versucht er möglichst nur Hightlights oder möglichst viel in kurzer Zeit zu konsumieren. Insofern bieten PKs die Chance, auch die Nicht-Systemseller wenigstens mal vom Namen her in den News zu platzieren. Ein Hands-on funktioniert dagegen nur, wenn auch jemand hingeht. Das ist eine große Annahme in einem Umfeld, dass sich mit Highlights zu überbieten versucht.

RomWein 14 Komm-Experte - 2150 - 26. April 2013 - 17:13 #

In der News-Meldung oben steht aber doch, dass es für die Medien bzw. Reporter vor Ort eine eigene Veranstaltung geben wird. Die wird nur im kleineren Rahmen abgehalten und den Fokus auf Pressevertreter haben. Anstatt sich also in eine PK zu hocken, werden die Reporter eben dahin gehen und dort die Infos erhalten. Ich verstehe nicht, wo da jetzt das Problem sein soll?

Anstatt eine große PK zu veranstalten, teilt Nintendo das Ganze dieses Mal in kleinere Events auf, die sich dafür ausschließlich an bestimmte Zielgruppen richten. Für den normalen Spieler fällt dadurch der Live-Stream weg, dafür gibt es die Infos per Nintendo Direct.

Was die "Nicht-Systemseller" angeht, da gab es in den Vergangenen Jahre schon ein paar Mal den Fall, dass diese auf der PK gar nicht genannt wurden und erst im weiteren Verlauf der E³ angekündigt wurden. Von daher kann man mit dem diesjährigen Vorgehen evtl. sogar etwas mehr auf solche Titel eingehen.

Name (unregistriert) 27. April 2013 - 11:56 #

Du hast die Grundannahme dahinter noch nicht richtig erkannt. Du gehst davon aus, dass alle darauf brennen, zu diesen Events zu dürfen. Dem ist aber nicht zwingend so. Du hast vermutlich noch nie den Tagesplan eines Spielejournalisten für eine Messe vom Kaliber einer E³ oder gamescom gesehen. Nur weil Nintendo plötzlich aus einem Event viele macht, werden es nicht mehr Journalisten oder Timeslots. Wenn einige Magazine anfangen sollten, Nintendo abzuschreiben, weil sie dadurch weniger Klicks und Werbeeinnahmen wie mit Alternativthemen erwarten, dann stehen Nintendos Events auf der Prioritätenliste unter denen von Bethesda und Gearbox. Eine Nintendo PK wäre mit Sicherheit weiter oben auf der Prioliste

Wenn du sagst, dir als Spieler ist das egal, weil du gehst dann eben dahin, wo die Info zu finden ist, hast du für dich gesehen natürlich Recht. Aber Marketing funktioniert eben nachgewiesenermaßen auch nach dem Gießkannenprinzip. Je breiter du streust, desto mehr Leute erreichst du im Endeffekt. Das ist das Prinzip der PK und das ist das eigentliche Problem, das Nintendo als Wirtschaftsunternehmen derzeit hat. Die Core-Nintendos hat das Unternehmen bereits im Sack, aber es erreicht nicht die breite Masse, die notwendig wäre, aus der Wii U einen großen wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Keine Verluste gemacht zu haben, reicht für ein Unternehmen dieses Kalibers und dieser Größe nicht aus. Vor allem sind die gesamten strategischen Planungen des Konzerns darauf ausgerichtet, dass ein/e entsprechende/r Markt/Hardwarebasis vorhanden ist.

Wenn große Hersteller wie Activision und EA oder führende Middleware-Anbieter wie Epic mit Überlegungen schwanger gehen, die Konsole nicht oder nur halbherzig zu unterstützen, dann empfinde ich es riskant, sich auch noch in der Berichterstattung so zu vereinzeln. Im Prinzip müsste Nintendo mit einem Paukenschlag zeigen, wie geil das Unternehmen ist, damit auch die, die sich schon wieder abgewendet haben, sich nochmal überlegen zurückzukommen. Das geht natürlich nur, wenn du genügend Material in der Hinterhand hast, und meine Befürchtung ist, da ist nicht genug.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 27. April 2013 - 12:27 #

Zum Gießkannen-Prinzip:
Wusstest du das 80% der Interhetfähigen Konsolen von Nintendo im Internet sind und das die Wii, mit knapp 100 Millionen verkauften Einheiten, immer brav blau blinkt, wenn es etwas neues im Nintendo-Kanal gibt? Wie z.B. die Aufzeichnung einer Direct-Show und neue Spieletrailer ;-)

Cohen 16 Übertalent - 4460 - 28. April 2013 - 0:31 #

Jetzt würde mich interessieren, wie viele Wiis tatsächlich mit dem Internet verbunden sind und auf wie vielen davon der (nicht vorinstallierte) Nintendokanal aktiviert ist und natürlich WiiConnect24 aktiviert ist.

Auch wenn ich ab und zu mal in den Wii-Shop hereinschaue, habe ich WiiConnect24 schon vor Jahren abgestellt.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23756 - 25. April 2013 - 19:20 #

Ist schon mutig von Nintendo, in der jetzigen Situation derartige Experimente zu machen.

Andererseits, dass man bei "Hands-On Events" den Journalisten die Gelengenheit geben will selbst Hand anzulegen, deutet darauf hin, dass man bei vielen Entwicklungen schon weit fortgeschritten ist.

Vielleicht will man auch flexibler auf MS und Sony reagieren können und nicht alles in einer PK verballern.

Name (unregistriert) 25. April 2013 - 19:28 #

Oder man hat die Gelegenheit, die Redakteure durch NDAs zu knebeln und das veröffentlichte Bildmaterial genauestens zu kontrollieren. Je nach Art des "Events".

TheEdge 14 Komm-Experte - 2420 - 25. April 2013 - 19:28 #

Finde den schritt richtig. Nintendo wird sicher PK`s für die Investoren halten, welche sich dann die langweiligen Zahlen anhören können. Wir bekommen dann Ankündigungen rund um das was uns eigentlich interessieren sollte. Nämlich Videospiele!

Lipo 14 Komm-Experte - 2057 - 25. April 2013 - 19:50 #

Ich sehe immer noch keinen Grund mir eine WiiU zu kaufen . Vielleicht überkommt es mich ja Anfang Mai , ich glaube es aber weniger .

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 25. April 2013 - 21:35 #

Vor Herbst rechne ich mit keiner Spieleflut auf der WiiU.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 25. April 2013 - 21:52 #

Selbst dann wird es keine Flut, sondern höchstens ein Flütchen ;-)
Macht aber nix, das neue Super Mario und Mario Kart ist dann mit dabei, inklusive Lego City Undercover, Monster Hunter und Pikmin reicht das, denn man braucht ja auch noch Zeit für Animal Crossing, Zelda, Luigis Mansion, Fire Emblem, Donkey Kong, Etrian Odyssey 4 und Devil Survivor Overclocked.

Captain Placeholder (unregistriert) 25. April 2013 - 19:53 #

Ich mag die Nintendo Directs wesentlich lieber als die großen E3-PKs, weil sie ausschließlich auf die Spiele fokussiert sind und auch nur dann abgehalten werden, wenn es etwas Neues zu zeigen gibt. Allerdings erreicht man mit den NDs sicher nicht die breite Öffentlichkeit, selbst ich bin immer wieder überrascht, wenn eine neue Ausgabe ansteht. Ich denke Nintendo versucht dieses Jahr einfach nur den ganzen "Wer gewinnt die E3?"-PK-Vergleichen zu entgehen, weil sie gegen zwei Mitbewerber mit neuer Hardware nicht gut aussehen würden.

Henke 15 Kenner - 3636 - 26. April 2013 - 0:17 #

Wenn bei 4,9 Milliarden Umsatz nur 54,8 Millionen Gewinn unterm Strich bleiben, dann muß man sich als Konzernverantwortlicher doch fragen, was da schiefgelaufen ist.

In meinen Augen stehen Aufwand und Gewinn in keinerlei Verhältnis, und diese Zahlen beweisen einmal mehr, dass der Videospielemarkt doch arg am "kränkeln" ist...

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 26. April 2013 - 1:40 #

Ich glaube du verkennst ein wenig, was es kostet Spiele und Konsolen weltweit zu releasen. Im Geschäftsbericht steht das sie zwar durch Verkäufe von Konsolen und Spielen einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro gemacht haben, das es sie aber auch 3,8 Milliarden Euro gekostet hat dies zu tun. Von den restlichen 1,1 Milliarden Euro muss der ganze Rest bezahlt werden, wie z.B. die Gebäude, die Mitarbeiter usw. unterm Strich bleiben dann halt nur 55 Millionen Euro übrig, aber immerhin bleibt etwas übrig, nicht wie bei Square Enix, EA und THQ.

Gegen diese hohen Kosten wird ja bereits etwas getan, in dem die Kosten für den weltweiten Vertrieb durch den Einzelhandel zurückgefahren wird, damit mehr Spiele digital vertrieben werden. Da hat man zwar laufende Serverkosten, ist aber günstiger als Verpackungen zu machen, Anleitungen auszudrucken, Datenträger zu pressen und das alles zu verschicken.

Henke 15 Kenner - 3636 - 26. April 2013 - 14:40 #

Du hast recht, ich bin nur stiller (und leidender) Konsument. Mir ist auch klar, dass die Entwicklung & Produktion solch hochtechnischer Produkte wie einem 3DS Unsummen verschlingt, vom Bereitstellen selbiger nebst Software mal zu schweigen.

Dass unterm Strich allerdings nur etwas mehr als 1 Prozent Gewinn übrigbleibt, ist bedenklich.

Was mich beschäftigt: Heutzutage spielen mehr Leute denn je, und dennoch dümpeln die Großen der Branche vor sich hin. Sind die goldenen Zeiten vorbei? Steuern wir dem nächsten Videospielecrash entgegen?

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 26. April 2013 - 15:18 #

Ich denke der Crash ist schon im vollen Gange, es ist lange her seitdem soviele Firmen, so große rote Zahlen geschrieben haben. Aber ein Crash ist nichts schlimmes, denn das einzige was er macht ist den Markt bereinigen. Wir haben damals keine 20 verschiedenen Konsolen gebraucht, die alle zueinander inkompatibel waren, genauso wenig brauchen wir heute einen Mainstream-Titel nach dem anderen, die sich alle irgendwie ähnlich spielen. Was wir brauchen ist eine große Variation an Spielen, die auch Nischen abdecken und dazu gehören auch Facebook-, F2P- und Landwirtschaftssimulations-Spiele.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 13375 - 26. April 2013 - 8:51 #

Und wenn sie nur 25 Millionen Gewinn machen! ES IST EIN GEWINN!!!! da sind alle Kosten schon gedeckt!

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 20262 - 26. April 2013 - 9:19 #

Seh ich auch so. Im Jahr eines Hardware-Launches find ich das schon respektabel. Analysten hatten ja mit 150Mio. Verlust gerechnet.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10195 - 26. April 2013 - 10:40 #

Der Gewinn muss immer steigen, so sehen es zumindest die Bwler...

overseer 14 Komm-Experte - 2227 - 26. April 2013 - 13:02 #

Ja, so funktioniert sie, die gute Marktwirtschaft...

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