Bethesda: "Gebrauchtspiele stellen Problem dar"

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16. April 2013 - 10:40 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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In den letzten Wochen machte Pete Hines, Vice President of Marketing bei Bethesda, bereits zwei Mal unter Spielefans von sich reden. So versprach er für das Jahr 2013 die Ankündigung weiterer Titel, ohne jedoch ins Detail zu gehen (wir berichteten). Des Weiteren äußerte er sich zu Day-One-DLCs, die seiner Meinung nach häufig von Fans missverstanden werden. Einige Aussagen Hines' gegenüber Destructoid könnten jetzt für weiteren Zündstoff sorgen. So gab er unter anderem seine Meinung zu Gebrauchtspielen preis:

Sie stellen einen Grund zur Sorge dar. [...] Wir haben versucht, das Problem durch Wiederspielbarkeit, durch den Release von DLCs oder durch [Mod-]Tools zu entschärfen.

Dennoch ist Hines bewusst, dass Spiele ein kostenintensives Hobby sind, weswegen viele Käufer auf gebrauchte Titel zurückgreifen. Die Preise von Software begründet er allerdings mit den hohen Produktionskosten. Das Hinzufügen von Multiplayer-Modi und die dadurch entstehende Spielerbindung sieht er hingegen nicht als Allzwecklösung an:

Die Zeit und Energie, die wir für einen Online- oder Koop-Modus bei Skyrim hätten aufwenden müssen, hätte uns weg vom Singleplayer-Part geführt. Ich glaube nicht, dass das Spiel dann so gut gewesen wäre. [...] Ich denke, Mehrspieler-Modi helfen nur dann, wenn sie wichtig für die von den Entwicklern erdachte Erfahrung sind. Falls nicht, sollten sie draußen bleiben.

Das komplette Interview, in dem auch wieder DLCs zur Sprache kommen, findet ihr über die Quellen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 10:49 #

Ich frag mich wie alle anderen Branchen das schaffen ... man glaube es kaum, es werden Fernseher, Auto's, Möbel und Kleidung als Second Hand verkauft.

Zumindest der letzte Satz mit "Falls nicht, sollten sie draußen bleiben." unterschreib ich mal. Nicht alle Spiele brauchen einen Multiplayer Modus.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 10:54 #

Vergleich einfach mal einen 10 Jahre lang gebrauchten Download mit einem 10 Jahre alten Auto oder Kleidungsstück.

IcingDeath 16 Übertalent - P - 5164 - 16. April 2013 - 10:56 #

Das 10 Jahre alte Spiel sieht im Vergleich zu aktuellen neuen Angeboten deutlich schlechter aus... der Vergleich ist anders, aber durchaus machbar.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12747 - 16. April 2013 - 11:08 #

Bei Downloadtiteln sieht es für mich da schon anders aus. Als Spiele noch auf Datenträgern ausgeliefert wurden, ist es hingegen wie jedes Auto auch nur ein Verbrauchsgegenstand. Je älter eine Diskette oder CD wird, desto schlechter wird man sie einlesen können. Genauso sieht es ja auch bei Musik aus. Musik auf Schallplatten, Kasetten und CDs sind Verbrauchsgegenstände die Älter werden können.

Allerdings stimmt es schon, bei Filmen und Musik gibt es ja auch einen riesigen Gebrauchshandel und über Gewinne braucht sich keine von denen beklagen.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 11:09 #

Ja, aber das Spiel ist noch einwandfrei. Das Auto und die Kleidung sind verrostet und vermodert.

Wenn zB Autos nicht rosten würden, dann würden sicher viele Hersteller Autos nur noch zeitlich begrenzt vermieten oder verpachten. Denn wenn man wie bisher Autos verkaufen würden und sie unbegrenzt am Markt bleiben würden und nie ausscheiden (außer durch Unfälle mit Totalschaden), wem könnte ich dann noch ein neues Auto verkaufen, wenn jeder sich billiger ein neuwertiges gebrauchtes holen kann?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:13 #

Weil die Produkte besser/moderner werden - oder siehst du noch viele mit nem Pferdewagen durch die Stadt galoppieren?

Das selbe mit Software - ein Ultima I im DL sieht immer noch so aus wie am ersten Tag, jo, nur hat sich seit dem Spiel doch einiges getan - zB gibts jetzt Farbmonitore. :)

Was dein Rosten angeht, kannst du bei Software dann sagen: Es gibt keinen Support mehr und du musst zusehen dass das Ding auf deiner Kiste läuft ohne abzuschmieren.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 11:25 #

Klar werden neue Autos tolle neue Sachen haben. Aber wenn Gebrauchtwagen keinem Verschleiß unterlägen und damit nicht teurer im Unterhalt als Neuwagen wären, dann würde sich außer denen, die zu viel Geld haben, keiner mehr einen Neuwagen holen. Wieso sollte ich denn einen neuen Golf 5 kaufen, wenn ich für einen Bruchteil des Preises einen neuwertigen Golf 4 bekomme?

Spiele unterliegen natürlich einem anderen Lebenszyklus als Autos. Aber man sieht doch bei Gamestop, dass man Milliarden mit dem Verkauf von gebrauchter Software machen kann. Ein Spiel wird halt nicht schlechter, nur weil es jemand vorher gespielt hat. Ein Auto schon.

Solala (unregistriert) 16. April 2013 - 11:37 #

Die wenigsten Gebrauchtwagen sind verrostet oder vermodert. Im Gegensatz: Ich würde sogar behaupten, dass sich die meisten Leute einen Gebraucht- oder Jahreswagen kaufen, weil es finanziell kaum Sinn macht, Neuwagen zu kaufen. Und die Dinger halten eben auch ewig.

Auf der anderen Seite hast du ja schon Probleme ein Spiel zu spielen, was >5 Jahre alt ist. Zum einen ist die Präsentation, anders als bei Filmen, Musik oder Büchern, schon deutlich unschön. Zum anderen wirst du Probleme mit aktueller Hardware, Betriebssystem und Treibern bekommen. Selbst wenn deine 10 Jahre alten CDs, DVDs oder Disketten noch lesbar sind, wirst du Probleme haben, Star Wars Dark Forces unter Windows 8 64 Bit zum Laufen zu bekommen. Da musst du dir das Spiel wieder neu über GOG oder Steam kaufen, weil die das Patchen und auf modernen PCs zum laufen bekommen haben.

Es gibt also durchaus einen natürlichen Verfall bei Software, der sich Fortschritt nennt.

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 16. April 2013 - 13:26 #

Ein PKW hat Verschleissteile, die sich beim normalen Gebrauch abnutzen. Der Motor, die Bremsklötze, die Lichtmaschine oder die Reifen müssen in regelmäßigen Abständen auf Kosten des Besitzers erneuert werden. Je häufiger das Produkt genutzt wird, desto kürzer sind die Intervalle. Das sind normale Abnutzungserscheinungen!
Man kann die Wertigkeit des Produktes durchaus länger hoch halten, indem man durch Pflege und Wartung Geld investiert, dennoch sinkt durch die möglichen Kosten der Wert des Objektes.
Ein Digitaler Code kann beliebig häufig gestartet werden ohne dass es Gebrauchsspuren gibt, deswegen sinkt der Wert nicht. Der Wert sinkt nur, weil es bessere Versionen des Produktes gibt. Diesen Umstand teilt sich Software mit anderen Gebrauchsprodukten.

Doch welches andere Gebrauchsprodukt hat so eine kurze Spanne, in der ein Nutzer es ausgenutzt hat? Ein Videospiel ohne MP ist nach 1 bis 3 Tagen in denen man es ein wenig gespielt hat, durchgespielt. Bis ein Nachfolger auf den Markt kommt dauert es ca. 1 Jahr. Es könnten also 100 Personen das eine Spiel innerhalb dieser Zeitspanne spielen ohne das etwas besseres auf dem Markt erhältlich wäre. Alle 100 Personen hätten das gleiche Spielerlebnis, da das Produkt nicht schlechter wird.
Wie sieht wohl ein T-Shirt aus, wenn es 100 leute vor Dir getragen hätten? Oder Bücher die bereits durch 1000 Hände gingen? Bei einem PKW kauft man den Gebrauchten aus 2. oder 3. Hand ... aber sicherlich nicht aus 100. Hand und wenn doch ... dann sieht man es dem Produkt deutlich an.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:33 #

Und? Dafür kostet ein neues Spiel ja auch 40 bis 60 Euro und keine 10 bis 15 wie eine CD, DVD oder ein Buch. Und der Verkäufer kauft sich von den Einnahmen ein neues Spiel. Das könnte er nicht, wenn er es nicht verkaufen könnte.

Solala (unregistriert) 17. April 2013 - 10:47 #

Ich verstehe deinen Punkt nicht. Du meinst also, Gebrauchthandel schadet der Spieleindustrie, weil innerhalb eines Jahres eine Spielkopie von 100 Leuten gespielt wird?

Ich glaube, du bist dir der Größe des Gebrauchtspielemarktes nicht ganz bewusst. Es kauft doch nur ein Bruchteil der Spieler gebrauchte Spiele und noch weniger verkaufen sie auch wieder. Wer kauft denn ein Spiel, spielt es durch und verkauft es ein paar Tage später wieder? Das sind doch super wenige. Und welche modernen Spiele kann man denn noch weiterverkaufen? Das Problem, welches Bethesda hier aufzeichnet ist doch höchstens auf Konsolen eins. Und wie viele neue Spiele werden durch den Verkauf älterer finanziert? Wie viele Nachfolgern werden sofort bei Release neu gekauft, weil man den Vorgänger gebraucht gekauft und für grandios empfunden hat? Und wie viele Leute müssen gebrauchte Computerspiele kaufen, um mit dem finanziellen "Schaden" eines gebrauchtgekauften Fahrzeugs gleichzuziehen?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:39 #

GameStop, das war klar das der Name fällt. ;)

Was hält den die Branche ab, sich ihre eigenen GameTempel zu bauen? Wie wäre es wenn du als Software-Verkäufer zu deinen Kunden sagst: Du willst unser Spiel nicht mehr, hier hol dir einen Gutschein ab und wir nehmens dir ab.

Da kommt jemand daher, hat ne Idee, macht damit Geld und dann jammern die anderen "Ohoh, das ist so fies - bitte lieber Gesetzgeber rette uns! Oh du willst uns nicht retten? Na dann bestrafen wir unsere Kunden, Ätsch!".

Stelle man sich vor, man könnte die Software wieder zurück zum Ursprung bringen, das würde doch GameStop das Wasser abgraben und evtl sogar die Bindung zum Kunden erhöhen? Wie wärs mal mit dem Kunden zu arbeiten und nicht gegen ihn?

de_vipp 13 Koop-Gamer - P - 1261 - 16. April 2013 - 12:28 #

Naja ist ja fälschlicher weise nicht immer davon auszugehen das alles was neu ist, auch gleich besser ist. Kann und würde ich so nie unterschreiben. Ist auch eigentlich garnicht möglich denn die Allgemeine Meinung sagt ja meist pauschal "Der Vorgänger war aber besser". lol

Es gibt für mich kein Argument welches Gebrauchthandel verbieten könnte. Ich weigere mich sogut als möglich für eine absolute Wegwerfgesellschaft einzustehen. Dieser Plan ist dumm.

nmrajmq (unregistriert) 16. April 2013 - 11:29 #

Was denkst du denn wie das bei Unterhaltungselektronik läuft.
Dort ist es die Psychische Obsoleszenz. Die tollen Smartphones werden doch nicht im Jahrestakt ersetzt, weil sie jetzt auf einmal so viel mehr neues bieten, dass ich unbedingt brauche.
Das gilt ebend auch für Spiele. Klar gibt es kaum alternde Klassiker. Aber wie viele Teile von Assasins Creed (z.B.) gab es jetzt schon? Das neue ist immer schöner, besser, größer.
Und ohne eine Psychische Obsoleszenz würden die Preise für Spiele nach dem Erscheinen nicht so extrem auf Talfahrt gehen.

de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz#Psychische_Obsoleszenz

Klar unterliegen selbst digitale Güter einem "Verschleiß". Und am stärksten sind davon die Spiele betroffen. Filme und Musik weniger.

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 16. April 2013 - 13:30 #

Digitale Güter unterliegen keinem Verschleiß! Lies mal nach, was Verschleiß bedeutet:
fortschreitenden Materialverlust aus der Oberfläche eines festen Körpers (Grundkörper), hervorgerufen durch mechanische Ursachen, d.h. Kontakt- und Relativbewegung eines festen, flüssigen oder gasförmigen Gegenkörpers

Wo erleiden denn Spiele einen Materialverlust? Hast Du heute in Ultima IV etwa weniger Gegner als beim Erscheinen des Spiels?

Veraltern hat nichts mit Verschleiß zu tun!

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:36 #

Alle Waren erleiden einen Wertverlust, wenn sie älter werden!
Wodurch dieser entsteht spielt keine Rolle.

Begehrte Waren erfahren sogar eine Wertsteigerung! Es gibt da durchaus Spiele, die ich gerne hätte, die allerdings heute viel teurer sind als damals, als sie neu waren! Dass das bei PC Spielen eher selten der Fall ist und hier generell ein starker Preisverfall herrscht ist ja nicht Schuld des Kunden.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32754 - 16. April 2013 - 16:41 #

Natürlich unterliegen alte Spiele dem Verschleiss. Meine alten Disketten von Ultima V (ja in den 80er auf 5,25 Zoll) für den C-64 gekauft, sehen heute nicht mehr so aus wie zu dem Kaufzeitpunkt. Und ob sie überhaupt noch auslesbar sind kann ich dir auch nicht sagen da mir heutzutage die Hardware fehlt.
Es ist eher wahrscheilich das sie verschlissen sind und nicht mehr lesbar.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 17. April 2013 - 20:28 #

Nicht das Spiel, sondern der Datenträger ist dann verschlissen.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32754 - 17. April 2013 - 21:13 #

Jo, nur das Spiel ist auch gealtert oder würdest du heute für Ultima V rund 50 Euro ausgeben.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30734 - 16. April 2013 - 11:32 #

Ich denke auch, dass der Vergleich durchaus moeglich ist. Teile von Software koennen durchaus altern. Als einfachstes Beispiel nehmen wir Hardware. Neue Hardware kann dem Produkt Probleme verursachen. Angefangen von leichten Bugs bis zur vollkommenen Inkompatibilität. Dies mag auf Konsolentitel weniger, auf PC-Spiele umso mehr zutreffen. Der naechste Punkt sind die Services rund um das Produkt. Ein Auto kann ich zum Mechatroniker schaffen und er repariert es. Fuer Software gilt dies nach Ablauf einer gewissen Zeit nicht mehr, es sei denn der Hersteller hat lebenslangen Support. Neue Spiele haben hauefig die Integration von Social-Network-Features. Dies kann die Integration von Twitter, Foren und Clan-Bildung sein. Wenn diese Drittanbieter die API oder sonstige Aenderungen an der Schnittstelle vornehmen, koennen diese Features nicht mehr genutzt werden. Wesentlich essentieller ist es, wenn Server abgeschaltet werden. Die Folgen reichen vom Verlust des Multiplayers bis hin zum Ende des Spiels an sich. Die Hersteller sagen, dass in diesem Fall ein Patch nachgereicht wird, aber ich warte ab, bis deiser Fall auch mal eintritt. Bisher schaffen es die AAA-Entwickler z.T. nicht mal, ein Jahr lang Support anzubieten und dann soll dies geschehen? Abwarten.
Man koennte sogar anfuehren, dass Spiele vom Gameplay her altern. Dies kann kann im einfachsten Fall die Bedienung sein und im schlimmsten Fall ganze Spielfeatures. Ich denke da zum Beispiel an Mohrhuhnsequenzen, das Szenario "2. Weltkrieg", das Fehlen einer Story oder die schlichte Abwesendheit von KI. Was vor Jahren noch tragbar war, ist heute z.T. undenkbar.

Software von heute ist meiner Meinung nach nicht die Software von vor 10 Jahren.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 11:51 #

Software altert natürlich anders als ein Auto. Aber nehmen wir einfach mal an, Downloads wären wie Autos weiterverkaufbar. Das wünschen sich ja einige. Für einen 10 Jahre alten Download von Deus Ex oder wasauchimmer zahlt mir natürlich jetzt keiner mehr Geld.

Aber sagen wir mal, ich kaufe mir meinen Download bei Steam zu Release für 50 €. Ich zock das Spiel, weil es so toll ist fix durch und verkauf dann eine Woche später meinen Download weiter, weil schon das nächste tolle Spiel wartet. Wer würde jetzt noch 50 € für das Spiel zahlen, wenn er von mir für weniger den Download kaufen könnte?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 12:45 #

Das ist ja nicht dein Bier! Da muss sich die Industrie was überlegen und mal von ihrem hohen Ross runterkommen.
Die Spieleindustrie ist die größte Medienindustrie der Welt! Dort wird am meisten Geld überhaupt verdient. Das ständige Jammern, das ist Heuchelei pur!

Tatsache ist, eine gekaufte Software ist mein Eigentum und ich habe das Recht, sie weiterzuverkaufen.

Und warum nicht? Du kaufst ein Spiel für 50 Euro, verkaufst es dann eine Woche später für 40 Euro und kaufst das nächste Spiel für 50 Euro. Wo ist das Problem? Mehr kann sich die Industrie doch nicht wünschen! Hättest du das Spiel nicht für 40 verkauft, dann hättest du das nächste gar nicht kaufen können! So verdient die Industrie letztlich sogar noch 10 Euro mehr.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 12:51 #

Würde man das über die Plattform direkt machen können, könnte ja ein Teil des Geldes wieder zum Publisher gehen - Win/Win!

Stattdessen macht man mit dennen, die ihnen wirklich ein Stachel (oder Breitschwert) im Fleisch sind (GameStop) Geschäfte wie PreOrder Deals und der zahlende Kunde wird mit DRM zugeknallt.

Man kann seine Kunden schon wie Dreck behandeln, aber man sollte es nicht so offensichtlich tun ... das kann (und wird) nach hinten losgehen.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30734 - 16. April 2013 - 13:14 #

Dein Argument stimmt auch. Um ehrlich zu sein weiss ich auch keine Loesung, welche mein und Dein Szenario einbezieht. Fakt ist aber auch, dass ich das Auto, wenn ich will verkaufen kann. Diese Moeglichkeit fehlt mir bei PC-Spielen mittlerweile ganz und gar. Ich persoenlich wollte noch nie ein Spiel weiter verkaufen, aber anderen geht es bestimmt anders. Und hier muss irgendeine Loesung her, mit der Hersteller und Kaeufer leben koennen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:18 #

Spiele als Wegwerfware deklarieren, 5 bis 10 Euro UVP bei neuen Titeln und die Sache läuft! ^^

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 16. April 2013 - 13:32 #

"Teile von Software koennen durchaus altern. Als einfachstes Beispiel nehmen wir Hardware."
Selten so gelacht! You made my day!

Teile der Frauen sind Mütter. Als einfachstes Beispiel nehmen wir Männer!

Software <> Hardware

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30734 - 16. April 2013 - 14:03 #

Okay, die Formulierung ist unglücklich :-) Aber das Prinzipg der Kopplung von Hard- und Software stimmt.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20734 - 16. April 2013 - 11:04 #

Eben. Ein Download verjährt nicht. Nur das alter des Inhalts.
Wenn man ein gebrauchten Download kauft, ist es das selbe als wenn man den neu zb. bei Steam kauft. Da ist nix gebraucht oder zerkratzt/beschädigt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:08 #

Ach letztendlich ist es doch das gleiche Dilemma mit allen was irgendwie mit Lizenzen daherkommt.

Jemand macht ein Lied im Jahr 1970 und jemand kassiert im Jahr 2013.

Alles andere läuft so ab: Jemand wird beauftragt Produkt X herzustellen. Er bekommt dafür einen Lohn. Das Produkt wird dann verkauft und das Geld wird verteilt unter allen die daran beteiligt sind. Fertig.

Nur in der Lizenzkammer, oder hier, der Softwarebranche gilt das plötzlich nicht. Warum eigentlich? Der Programmierer wurde beauftragt und bezahlt. Das Produkt steht "im Regal" und wird verkauft ... warum zur Hölle sollte man sie am wiederverkauf beteiligen?

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 16. April 2013 - 13:13 #

Der Programmierer wurde vielleicht bezahlt, aber der Publisher nicht.

Die Reihenfolge ist etwa so:
- Erst gibt der Publisher 15 Millionen € an das Entwicklerstudio.
- Das Entwicklerstudio bezahlt davon die Programmierer und Grafiker für 2 Jahre.
- Das fertige Produkt wird zum Verkauf angeboten.
- Alle glücklich?
- Nicht ganz, weil jetzt will der Publisher mit dem Verkauf des fertigen Produkts seine 15 Millionen € zurückbekommen und danach auch noch etwas Gewinn erwirtschaften, damit das ganze einen Sinn hatte und das nächste Projekt finanziert werden kann.

Das Problem sind wohl auch nicht die 10 Jahre alten Spiele, sondern dass neue Spiele innerhalb weniger Monate durch Wiederverkauf von vielen Leute gespielt werden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:17 #

Aber das ist doch gut für die Industrie! Die Verkäufer stecken ja das Geld (und noch mehr) wieder in neue Spiele!

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 16. April 2013 - 13:35 #

Nicht, wenn durch Verkäufe (1. Hand) nur die Hälfte der Kosten für die Entwicklung an den Publisher gehen. Wenn der Publisher dann aber sieht, dass fast alle das Produkt gespielt haben, nur das Geld nicht bei ihm, sondern Gamestop & Co gelandet ist, dann ist es verständlich das er etwas ändern möchte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:38 #

Möchten kann er viel! Ich möchte auch einen Jaguar. Man kriegt nun mal aber nicht was man will sondern agiert in einem freien Markt. Entweder man hält sich an die Spielregeln oder man sucht sich einen anderen Job, wenn man meint, man verdient nicht genug. So einfach ist das!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 13:48 #

Wenn nach dem Erstverkauf der Publisher nicht seine Kosten + Gewinn wieder eingespielt hat, dann hat er vielleicht etwas falsch gemacht? Es hindert ihn auch niemand, das Spiel mehrfach zu Publizieren, für einen niedrigen Preis. Wer von uns hat nicht manche Spiele 2-3x gekauft?

Das nennt sich Risiko. Wenn du heute ein Geschäft aufmachst, garantiert dir auch keiner das du Morgen der nächste Albrecht-Aldi bist. Du wirst aber auch keine 20 Verkäufer in Seidenanzügen in deinen Shop stellen sondern berechnen was du dir leisten kannst und was du einnehmen wirst.

Wenn man am Markt vorbei Entwickelt, versucht sich Zielgruppen anzubiedern oder einfach zuviel Geld in Dinge steckt, können die daneben gehen. Wer eine 10 Millionen € PR-Kampangne startet, sollte wissen ob er die 10 Millionen € auch wieder einspielt.

Was ist den bitte der Unterschied zu den anderen Bereichen? Warum macht alleine die Softwareindustrie miese wegen Gebraucht aber alle anderen kommen damit klar?

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 16. April 2013 - 13:58 #

Nicht die Software-Industrie, sondern die Videospiele-Industrie, guck dir die Firma Magix an. Produziert seit 20 Jahren Software, obwohl man ihre Software verkaufen kann und sie teilweise gebraucht mehr kostet, als ein neues Spiel.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 14:08 #

Wenn die so könnten, wie sie wöllten, wäre das da nicht anders. Wie war das letztens mit Oracle, weiterverkauf verbieten? Gericht kam und meinte, nee, nee. (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eugh-zu-oracle-vs-usedsoft-gebrauchte-software-darf-verkauft-werden-a-842260.html)

Also wird hintenrum wieder mit Accounts gearbeitet so das man nachher nur wieder ein Nutzungsrecht, einen Service, "mietet".

In dem Fall ist der Videospiel-Sektor nur die Speerspitze.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 16. April 2013 - 18:24 #

Das ist ein völlig anderes Thema. Es geht hier nicht um Risiko oder Tops&Flops. Es geht um die Art und Weise wie und wo das Geld hinfließt, dass die Spieler ausgeben.

Die Spieler bezahlen vielleicht die 15 Millionen € (Steuern&Margen mal ignoriert), die der Publisher zurückhaben möchte, nur nicht alles Geld landet beim Publisher, sondern ein größerer Teil bei den Gebrauchtverkäufern.

Es ist wie wenn dein Arbeitgeber bereit ist dir dein Jahresgehalt von 50.000 € netto zu zahlen. Nur überweist er dann 30.000 € auf dein Konto und 20.000 € auf das Konto von deinem Nachbarn Herrn Gamestop. Die 50.000 € wurden also ausgezahlt und alle sind zufrieden.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 18:44 #

Ich lese also aus deinem Text, das du es nicht für Möglich hälst mit den Erstverkäufen die Kosten zu decken und Gewinn einzufahren?

Natürlich spielt da Risiko mit rein. Du entscheidest Dich ein Spiel zu machen und vielleicht dafür 1 Jahre nicht arbeiten zu gehen. Du investierst Geld und Zeit. Hast du eine Garantie das du dein Geld wieder bekommst? Nein. Du wirst dir sogar Geld leihen (vom Publisher).

Wenn man ein Projekt hochzieht das Unsummen an Geld kostet sollte man vorher abwägen wer sein Zielpublikum ist und all die anderen Sachen wofür es mehr oder weniger aussagekräftige Statistiken gibt.

Alles andere ist eine Milchmädchenrechnung, weil du nicht davon ausgehen kannst, das der Kunde, der das Spiel gebraucht gekauft hat, jemals dein Produkt gekauft hätte. Vielleicht hätte sogar der, der es kaufen würde wollen kein Geld gehabt um es zu kaufen, weil er seinen alten Titel nicht loswurde... Geld wächst nicht auf Bäumen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 16. April 2013 - 21:14 #

Nein du hast mich völlig missverstanden:

Es geht bei der "Gebrauchtspiele schaden den Spielemachern" Diskussion nicht darum, ob ein Produkt gut oder schlecht ist, ob es möglich ist mit Erstverkäufen die Entwicklungskosten zu decken oder wie groß das Risiko bei einer teuren Entwicklung ist. Diese Sachen gibt es, aber darum geht es bei diesem Problem überhaupt nicht.

Der Grund warum die Publisher maulen ist, dass die zahlungswilligen Spieler zwar Geld für die Spiele bezahlen, aber nicht dem Publisher, sondern anderen Leuten.

Ohne Gebraucht-Spiele würde das so laufen:
Neu-Spiele kosten z.B. beim Release 50 €, 6 Monate später 30 € und 2 Jahre später 10 €.
Wenn jetzt 10 Spieler bei Release kaufen, 10 Spieler 6 Monate später und nochmal 10 Spieler 2 Jahre später sind das 900 € Umsatz an denen der Publisher verdient.

Mit Gebraucht-Spielen läuft das so:
10 Spieler laufen Neu-Spiele für 50 €, dann kaufen 10 Spieler wenige Wochen später dieselben 10 Spiele gebraucht für 30 und wenige Monate später nochmal 10 Spieler dieselben Spiele für 10 €. Das Geld was die Spieler AUSgeben ist also erstmal genauso viel wie oben (900 €), aber der Publisher ist nur an den 500 € Umsatz der Neuspiele beteiligt. Von den anderen 400 € hat er nichts.

Diskutieren kann man jetzt nur ob, die Spieler, die gebrauchte Spiele verkaufen und dadurch ihre Kosten für Spiele unterm Strich halbieren, tatsächlich doppelt so viele neue Spiele kaufen, um das wieder auszugleichen. Oder kaufen und spielen sie genauso viel und das einfach billiger.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 16. April 2013 - 21:30 #

In deiner Rechnung existieren keine Spieler, die sich das Spiel nach 6 Monaten neu für 30€ kaufen. So kommt der Publisher weiterhin auf sein Geld, der rechnet aber das diese 10 Gebrauchtkäufer sich das Spiel für 50€ kaufen würden. Wenn das aber so wäre, dann hätte jeder Steam-Titel für 5€ 10 Millionen Käufer, weil alle unbedingt das Spiel haben müssen. In der Realität kaufen sich aber nicht alle Spieler einen Titel, nur weil er günstig ist, sondern kaufen ihn nicht weil er sie nicht interessiert.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 17. April 2013 - 9:00 #

Ja, die Realität ist wohl eher ein Mittelding zwischen den beiden Fällen.

Die meisten Publisher rechnen aber schon spätere Verkäufe zu günstigen Preisen mit ein. D.h. sie erwarten nicht, dass alle Käufer den vollen Preis von 50 € zahlen, sondern auch viele ein paar Monate warten und es dann für 30 € neu kaufen oder 2 Jahre später für 10 €. Hier kommen jetzt die gebrauchten Spiele dazwischen, weil so müssen die Käufer nicht Monate warten, um ein Spiel für 30 € zu bekommen, sondern nur Wochen. Demnach wäre eine Möglichkeit den Gebrauchtmarkt einzuschränken eine schnellere Preissenkung der Neuspiele seitens der Publisher.

Deine Folgerung, dass Spiele für 5€ 10 Millionen Käufer haben müssten kann ich nicht nachvollziehen.

Das Argument mit der Qualität eines Titels bzw dem Interesse daran ist richtig, aber hat wie ich schon geschrieben habe nichts mit der Gebrauchtspieleproblematik zu tun.
Wenn dich ein Spiel sehr interessiert kaufst du es für 50 €, wenn du es dich weniger interessiert kaufst du es für 30 € (neu oder gebraucht) und wenn es dich nicht interessiert überhaupt nicht.
Daran ändert sich nichts, egal ob Gebrauchtspiele existieren oder nicht.
Genauso wie die Tatsache, dass wenn du viel Geld hast kaufst du Spiele eher für 50 € und wenn du weniger Geld hast kaufst du sie für 30 € (neu oder gebraucht).
Auch daran ändert sich nichts, wenn es keine Gebrauchtspiele geben würde.

Es geht also immer nur um den Preis der Spiele. Außer du kaufst Gebrauchtspiele, weil du es geil findest eine DVD anzufassen die schon mal jemand anders angefasst hat ;-)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. April 2013 - 9:19 #

In Japan ist es ist übrigens so, dass die Menschen sich dort gerne Gebrauchtspiele kaufen, weil sie eben gebraucht sind. Sie finden es toll sich ein Spiel zu kaufen das schon mal jemand besessen hat, weil hinter den Spielen dann immer eine Geschichte steckt. Meine Spiele von Nintendo kaufe ich mir aus ähnlichen Gründen auch nur noch gebraucht, ich will einfach an den Spielständen sehen, dass man Vorgänger dieses Spiel auch wirklich gespielt und nicht nur besessen hat.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 22:51 #

Sehe das ähnlich wie Thomas, dazu kommen halt noch die Leute, die sich eben nur Gebraucht-Titel leisten können. Wenn die völlig rausfallen, werden plötzlich andere, die gewillt sind den Neupreis zu bezahlen, nicht in der Lage sein ihren Vorat so oft aufzufüllen.

Ansonsten geht ein Wiederverkaufsverbot völlig gegen meine Religion. ;)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 17. April 2013 - 9:19 #

Ich bin auch gegen ein grundsätzliches Wiederverkaufsverbot, aber kann auch die Problematik für die Spiele-Industrie nachvollziehen.

Besser wäre eine schnellere Preissenkung für Neu-Spiele, um mit den Gebrauchtspielen zu konkurrieren.

Wie oben schon geschrieben, man kann nicht genau sagen, ob jemand der seine Spiele zum halben Preis verkauft, tatsächlich doppelt so viele Neu-Spiele kauft. Vielleicht kauft er nur 1,5x so viele Spiele und versäuft den Rest.
Und wenn die Gebrauchtspiele nicht privat, sondern über Läden wie Gamestop verkauft werden bleibt auf jeden Fall ein Teil des Geldes, was Spieler für ihr Hobby ausgeben, bei Gamestop hängen und landet nicht beim Publisher. Würden diese Spieler das gleiche Geld für gleich günstige Neu-Spiele ausgeben, wäre es für den Publisher besser.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. April 2013 - 9:24 #

Eine noch schnellere Preissenkung als jetzt schon? Injustice ist noch nicht mal auf dem Markt und man kriegt es schon für 37€. Wie schnell soll der Preis denn noch sinken? Bis die Spiele billige Ramschwaren sind, die es bei Aldi im 10er Pack gibt?

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 17. April 2013 - 10:10 #

Naja, WENN es die Publisher stört, dass die Leute ihre Geld für Gebrauchtspiele ausgeben, müssen sie halt damit konkurrieren. Der Release-Preis fängt immer hoch an (z.B. 50 €) und muss dann für jedes Spiel entsprechend des Gebrauchtmarktes gesenkt werden. Wenn die Leute lange mit dem Spiel beschäftigt sind und die Gebrauchtpreise langsam sinken, können auch die Neu-Preise langsam sinken. Wenn Spiele schnell durchgespielt sind und entsprechend den Gebrauchtmarkt überschwemmen muss der Preis schneller fallen. Der Preis muss für den Kunden attraktiv sein. Wenn er die Wahl hat 20 € gebraucht oder 50 € neu wird er gebraucht kaufen. Bei 20 € gebraucht und 20 € neu vielleicht auch die verschweißte Packung vorziehen.
ODER
Die Publisher müssen mehr auf harte DRM Maßnahmen setzen. Diablo 3 ist jetzt fast 1 Jahr alt und kostet bei amazon immer noch 45 €, vermutlich weil es praktisch keine gebrauchten Versionen gibt.

Sonderangebote und Aktionen sind davon ja nicht betroffen, der normale Startpreis für Injustice ist bei amazon z.B. 49,95 €.
Und praktisch alle Spiele verkommen im Laufe der Zeit zu billigen Ramschwaren (siehe Steam Sales, Zeitschriften-Vollversionen, Kaufhausgrabbeltische,...).

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. April 2013 - 11:28 #

Nehmen wir einmal an der komplette Gebrauchtmarkt fällt weg. Das heißt Spieler XYZ kann seine Spiele nicht mehr verkaufen um sich davon neue Spielen zu kaufen, der Publisher muss also schneller mit dem Preis runtergehen und der Spieler XYZ kann sich dann zum Preis eines Vollpreistitels 3 neue Spiele kaufen. Was passiert nun wenn der Publisher ein neues Spiel rausbringt, aber der Spieler XYZ noch 2 Spiele zu spielen hat? Dann spielt er diese erstmal, der Publisher muss mit dem Preis runtergehen, bringt neue Spiele raus, der Spieler hat irgendwann 5 Spiele die er noch spielen muss und kauft sich kein neues Spiel mehr, weil er gelernt hat das er auch ältere Spiele noch gut spielen kann.

Den Gebrauchtmarkt zu unterbinden bringt rein garnichts, denn der Publisher muss immer neue Spiele rausbringen um Geld zu machen, der Spieler muss aber nicht die Spiele vom Publisher zum Release kaufen, um die Spiele spielen zu können. Sobald der Gebrauchtmarkt wegfällt, werden die klassischen Konsolen aussterben, da sich dann weniger Spieler die Spiele kaufen werden, der DLC-Markt nicht mehr lukrativ wird und die Publisher von den Einnahmen irgendwann die Mitarbeiter nicht mehr bezahlen können. Ist dann zwar ärgerlich für die Spieler, aber die haben sowie erstmal genug zum spielen, denn Nintendo wird immer ein Super Mario rausbringen, dass man dann auch wieder verkaufen kann.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6321 - 17. April 2013 - 12:42 #

Dein Beispiel hat zwei Fehler:
1. Spieler XYZ hat erst sowenig Geld, dass er sich 0 Spiele kaufen kann. Und wenn der Publisher mit dem Preis runtergeht kann er sich auf einmal gleich 3 Spiele kaufen.
Es würde Sinn machen den Preis nur soweit zu senken, bis XYZ sich 1 Spiel kaufen kann. Das kann er dann spielen und wenn er fertig ist kauft er das nächste und hat nicht noch 2 übrig. Außerdem: Wer mehr Spiele kauft als er spielen kann ist selbst schuld (ist mir auch schon passiert ;-)
2. Wenn der Gebrauchtmarkt wegfallen würde, braucht der Publisher mit seinen Preisen auch nicht damit zu konkurrieren. Er senkt die Preise dann so, dass er nacheinander die Käuferschichten (Vollpreiskäufer bis Niedrigpreiskäufer) bedient und alles Geld, was die Kunden bereit sind für ein Spiel auszugeben landet beim Publisher.

Und die Auswahl an Spielen ist tatsächlich mittlerweile zu groß. Es kommen jedes Jahr mehr Spiele auf den Markt als ich kaufen und spielen kann. Ich hänge seit einigen Jahren hinterher und kaufe mir nur noch Neu-Spiele zum vergünstigen Preis. Mich interessiert zum Beispiel Bioshock Infinite, aber ich spiele gerade noch Batman Arkham City und werde danach vermutlich erstmal Mass Effect 3 und Skyrim kaufen und spielen, weil die bereits im Preis gefallen sind. Bioshock Infinite kaufe ich dann vermutlich nächstes Jahr.

Ich mache also bereits genau das, was du oben beschrieben hast: Ich kaufe keine aktuellen Spiele, sondern nur noch ältere, die dafür wesentlich günstiger sind.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 11:13 #

Ich glaube der Punkt ist eher, dass Spiele eine kürzere Konsumdauer haben und man sie gleichzeitig seltener "wiederholt".

Klar: nach 5 Jahren sieht ein Spiel häufig nicht mehr wirklich gut aus (je nach Engine und Stil) und ist häufig auch Spielmechanisch "veraltet". Aber nach 1 bis 6 Monaten hat es in dieser Hinsicht noch den gleichen Wert.
ich denke, die Leute die das Game nach 5 Jahren wegen Umzug auf dem Trödelmarkt verzocken, sind nicht sein Problem. Auch nicht die Schnäppchenjäger, die sich auch mal einen gebrauchten Klassiker im Gamestop holen. Für ihn problematisch ist eher dieser Gebrauchtmarkt, in dem Software angeboten wird, wo der Release noch recht zeitnah ist.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:15 #

Wie schafft es dann die Filmindustrie? Das letzte mal als ich mir eine DVD gekauft habe konnte ich sie auch noch weiterverkaufen ohne mit einem Bein im Kittchen zu sitzen.

Und nicht jeder Film hat einen Auftritt auf der grossen Leinwand, das man evtl. vorher seine Kosten einspielen kann.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 11:25 #

Ich sehe da ehrlich gesagt nicht das große Problem. Für mich sowieso nicht. Hab auch schon gebraucht Xbox-Spiele gekauft. Ich verkaufe meine Spiele nur nicht, weil ich der irren Annahme anhänge, das ich sie nochmal irgendwann werde spielen wollen. Was ich vermutlich aber nie tun werde...;)

Ich wollte nur auf diese Disskussion eingehen ob Spiele im Wert verlieren oder nicht. Die ist meiner Meinung nach am Thema vorbei diskutiert.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:31 #

Werteverlust bei Spielen hängt wohl viel vom Käufer ab.

Wenn schon ein Test zu Spielen völlig subjektiv ist beim Start des jeweiligen Titel, wer kann dann schon behaupten, ob dieser Wert im alter besser oder schlechter ist. ;)

Man könnte Pixel, Waffen, Texturen vergleichen - aber ... sagen wir es so: Der Herr von Crysis3 würde keinen Cent ausgeben, da 60% der Spiele die Grafik aussmacht. Ein Retrogamer dagegen ist vielleicht sogar bereit mehr auszugeben als am Releasetag.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 13:12 #

In dem Fall wäre aber wohl eher die Verfügbarkeit für den Retrofan das Kriterium, oder?

Eine gut erhaltende und verschweißte Retailpackung von z.B. Final Fantasy 7 bringt richtig gutes Geld. Dahinter steckt aber wohl eher eben die Seltenheit. Als DL-Titel oder als Neuauflage wird das weniger Geld bringen. Obwohl es spielerisch ja noch das gleiche ist (Grafiken usw.).

Das System ist ohnehin etwas komplizierter, als das man da sämtliche Zusammenhänge in einer Diskussion klären könnte. Der Gebrauchtspielverkäufer kauft sich von der Weiterverkaufssumme eventuel ja wieder ein neues Spiel. Dafür kauft sich der Gebrauchtspielkäufer kein neues Spiel. Aber er hat ja sein Geld wieder in den Spieletopf geworfen (nämlich an den Verkäufer). Vieleicht würde der Gebrauchtspielekäufer ansonsten gar kein Geld in das System bringem.

Ich wage da keine Prognose abzugeben, was passieren würde, wenn es keinen Gebrauchtmarkt mehr gäbe. Obwohl, Vieleicht schon! (siehe unten)

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 11:27 #

Filme unterliegen auch anderen Verwertungsketten (Kino->DVD->Fernsehen). Und selbtverständlich entgeht dem Filmverleih Geld, wenn du die DVD weiterverkaufst. Weil sich der Käufer ja sonst eine neue DVD hätte holen müssen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:33 #

Allen entgeht Geld, wenn Gebrauchtwaren verkauft werden - andererseits haben andere wieder Geld um sich den neuen heissen Shice zu kaufen, den die Firmen wieder versuchen an den Mann zu bringen.

Nichtsdestotrotz hat es weder Film noch Musik geschadet.

Was die Verwertungskette angeht - nicht jeder Film wird durchs Kino genudelt (siehe mein Vorpost).

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 11:41 #

Ohne das es jetzt als direkte Analogie zum Gebrauchtmarkt herhalten soll, Ladendiebstahl zB verursacht auch Milliardenschäden jedes Jahr und trotzdem gehören die Supermarktbesitzer (Wal Mart, Aldi, Lidl, etc) zu den reichsten Menschen der Welt. (Weil halt die Nichtladendiebe die Kosten des Ladendiebstahls bezahlen). Genauso ist es am Ende auch beim Gebrauchtmarkt. Wenn der Primärmarkt genug Geld gibt, dann kann man trotz Sekundärmarkt überleben.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:52 #

Und du willst mir jetzt was sagen? Das die Spiele nicht genug kosten um das Auszugleichen?

"Jedes" neue Spiel kommt mit ca. 40-60€ daher. Egal ob die Produktion des Titels 1€ oder 400€ Millionen gekostet hat. (Ich red jetzt eher von Titeln, die bei Amazon als Retail gelistet werden)

Dieses draufzahlen, das macht man auch heute schon - für Gebrauchtware, für Schwarzkopien, mehr Server etc.

Letztendlich wollen die Jungs doch einfach nur den Stecker ziehen können, damit sie dir den gleichen Krempel für das gleiche Geld verkaufen können.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 12:02 #

Ich will damit sagen, dass Spiele nicht Autos oder Filmen zu vergleichen sind. Ein Spiel muss in den Wochen zu Release Geld bringen. Aber mit Filmen kann man jahrzehnte lang Geld einnehmen, durch Fernsehaufführungen, DVD-Verkäufe, etc. Leute zahlen für eine DVD von jahrzehnte alten Filmen noch 10 €, während Spiele wenige Jahre nach Release schon für 2,50 zu haben.
Darum kann man nicht sagen, wenn ich eine DVD oder ein Auto weiterverkaufen kann, dann sollte das ja auch kein Problem für Spiele sein.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 12:11 #

Und wie kommts dann, das GOG so gute Umsätze macht? Die machen alte Spiele wieder Fit und sie verkaufen sich.

Mit einem guten Spiel kann man auch jahre später noch Geld machen, nicht anders als mit anderen Sachen. Wenn dein Spiel natürlich nur gut aussieht, dann wird der Zahn der Zeit nicht gerade freundlich mit dir umgehen, aber einen Klassiker wie UFO: Enemy Unknow (aka XCom) verkauft sich sogar auf Steam heute noch gut.

ps.
Und bei Filmen ... die kann man auch, wenn sie schlecht sind im Kilopreis kaufen. ;)

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 16. April 2013 - 12:48 #

Ein Film bringt Geld bei der Kinoaufführung. Und wenn er dann floppt kann er immer noch Geld mit DVD-Version machen. Und dann kann man über Jahrzehnte Geld mit den Fernsehrechten machen. Und weiter DVDs verkaufen. Ein Spiel kommt als Vollpreistitel, entweder macht er sein Geld oder das wars. Selbstverständlich kann er als Budgetversion noch immer Geld reinbringen, sonst würd man ja keine Budgerversionen anbieten. Aber das ändert nichts daran, dass Filme eine viel längere Verwertungskette haben mit mehr Möglichkeiten (finanziell) erfolgreich zu sein. Wenn du 3 Mio Vollpreiseinheiten absetzen musst und nur 2 Mio Spiele verkaufst, dann bekommst du niemals das Geld über Budgetversionen bei GoG oder Steam rein.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 12:54 #

Nochmal - zum dritten mal - nicht jeder Film landet im Kino. Und wann hast du das letzte mal auf den Grabbeltisch einer Videothek/Mediamarkt/Saturn/WhatEver nachgeschaut? Da gibts Filme zu Cent preisen.

Mal auf Amazon.co.uk geschaut, wegen DVD's Gebraucht? Die Versandkosten sind 5-10x höher als die DVD.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 13:03 #

Und am Kiosk werden einem Filme als DVD-Beileger hinterhergeschoben. Be SPON gibts immer einer monatliche Übersicht, was so kommt. Sehr praktisch. :)

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50610 - 16. April 2013 - 16:02 #

möchtest meine 10 jahre alten schlüpfer ?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73388 - 16. April 2013 - 16:41 #

Also wenn du Schlüpfer trägst, gibt mir das zu Denken ;).

shadowhawk 13 Koop-Gamer - 1693 - 16. April 2013 - 11:13 #

ein Gebraucht Auto neben einem Neuwagen sollte immer verlieren (selber Typ)
ein Gebraucht Spiel neben einem neu Spiel sieht gleich aus ^^ (selbe Spiel)
Bei Möbeln ist das ganze genau umgedreht Alte Möbel steigen eher im Wert wenn sie gut behandelt wurden da das noch richtige Handarbeit war und net alles aus Presspappe
und Kleidung "verbraucht" sich halt auch und sieht nach Jahren nicht mehr so gut aus
Sprich alles verbraucht sich nur ein Spiel sieht immer gleich aus (außer neue Grafiktreiber bringen Grafikbugs) ^^

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:23 #

Keiner der Skyrim kauft, verkauft es wieder nach einem Tag - oder wenn, dann doch sehr selten. Warum? Weil es lange motiviert.

Welche Spiele werden den ultra-fast verscherbelt? Ich nehme mal an: Spiele die man in 6 Stunden durchspielen kann. Spiele deren Lizenznachfolger im 6 Monatsrythmus daherkommen. Spiele die einfach schlecht sind.

In keinem Zweig der Industrie kommt einer auf die Idee mir den Wiederverkauf zu verwehren - nur die Software Industrie braucht mehr Streicheleinheiten.

Lustigerweise wünsche ich mir sogar mal das totale DRM Zeugs - kein Weiterverkauf, kein Leihen, nix ... und ich würde mein Leben darauf verwetten das mehr Companies dicht machen als sie guggen können.

shadowhawk 13 Koop-Gamer - 1693 - 16. April 2013 - 12:15 #

Dem gebe ich dir zwar recht aber was hat das mit meiner Asusage zu tuen das Spiele im Gegensatz zu den anderen ausgeführten Dingen nicht altern sondern immer gleich aussehen? ^^

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 12:20 #

Ich würde einem Ultima I nicht ein Ultima I entgegenhalten sondern ein Ultima V. ;)

Und dann sieht I schon sehr alt aus.

Dazu kommt das ein altes Spiel möglichweiser auch gar nicht mehr auf deinem System funktioniert. Dann nützt es dir wenig, dass das Spiel 1990 als 2013 Bit für Bit gleich ist.

shadowhawk 13 Koop-Gamer - 1693 - 16. April 2013 - 12:50 #

Ja aber man vergleicht einen VW GOLF I auch nicht unbedingt mit einem VIer der Kern meiner Aussage war halt schlicht das eine Grafik nicht altert die sieht immer gleich aus :o

v3to (unregistriert) 16. April 2013 - 14:10 #

das stimmt so nicht ganz. ein spiel altert sehr wohl. insbesondere 3d-games messen sich immer am stand der technik. auflösung, polygondichte, qualität der texturen, animation... spätestens wenn irgendwann realtime-raytracing in spielen kommt, dürfte die nächste stufe erreicht sein und alles, was man heute als noch so modern ansieht, veraltet wirken.
bei 2d-grafik ist sowas nicht ganz so arg. manche kriterien gelten sicher als veraltet, aber da kommt immer der handarbeits-bonus dazu und dass so manche darstellung mitlerweile als stil empfunden wird.

Fisch 14 Komm-Experte - 2662 - 16. April 2013 - 11:17 #

In der Tat geht mir dieses Gejammere auch auf den Keks.

Sie sind dann hoffentlich auch konsequent in ihrem sonstigen Handeln: nix mit "gib mir mal den Sportteil (der Tageszeitung)" oder teilen sich etwa Fachliteratur. Der Preis für den Firmen-Internetzugang berechnet sich dann sinnvollerweise auch nach der Kopfzahl usw.

Beim Konsolenmarkt fehlt mir mangels Konsole(n) der Überblick über die Preisentwicklung, aber beim dem rapiden Preisverfall bei den meisten PC-Spielen schon relativ kurz nach Veröffentlichung drängt es mich nicht, auf dem Gebrauchtmarkt zuzuschlagen. Diesen Preisverfall sehe ich mich einem lachenden und einem weinenden Auge - aber "ich" bin es nicht, der ihn verursacht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:07 #

Der Preisverfall trifft ja auch nur PC Spiele. Auf Konsolen sieht das schon ganz anders aus.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 16. April 2013 - 18:28 #

Beim Auto sind die Patches selten kostenlos... ;)

Novachen 18 Doppel-Voter - 12747 - 16. April 2013 - 11:14 #

Naja ich weiß nicht, die Filmindustrie und Musikindustrie gibt es wesentlich länger als die Videospielindustrie und da funktioniert der Gebrauchtmarkt auch wunderbar seit Jahrzehnten ohne das da je die Rede von Verlusten gewesen ist, sondern nur von "Wir machen zu wenig Gewinn", was aber nichts an der Tatsache ändert, dass Filme sowie Musik trotz Gebrauchthandel ein sehr lukratives und gewinnbringendes Geschäft sind.

Was bei der Musikindustrie passiert ist, als man versucht hat den Gebrauchthandel zu stoppen, ist ja bekannt. Es ist glücklicherweise grandios gescheitert.

Fisch 14 Komm-Experte - 2662 - 16. April 2013 - 11:21 #

Das "grandiose Scheitern" sehe ich nicht wirklich - mit der Ausbreitung der Download- und Streamingplattformen entfällt der "Musikträger" und damit die Möglichkeit des Weiterverkaufs. Der zeitweilige Rückschlag droht so zu einem Siegeszug zu werden.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12747 - 16. April 2013 - 11:24 #

Also auf manchen Downloadportalen für Musik kann man allerdings sehr wohl die gekauften Musikstücke weiterverkaufen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:26 #

Stimmt man verkauft seine alten Alben nicht mehr, man kopiert sie dem Freund gleich auf nen Stick. ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 13:39 #

Was übrigens völlig legal ist, sofern sie nicht DRM verseucht sind. Ansonsten müsste man sie erst über die "analoge Lücke" kopieren und kann sie dem Freund danach geben.

Auch in diesem Bereich hat Software eine sehr dicke Extrawurst! Alle anderen Medien darf man nämlich für private Zwecke kopieren.

derkeeper (unregistriert) 16. April 2013 - 11:17 #

Verkäufe im zweistelligen Millionenbereich und dennoch sehen sie Probleme bei den Gebrauchtspielen? Die Gier kennt keine grenzen!

Solala (unregistriert) 16. April 2013 - 11:45 #

Ja, auf jeden! Weltweit 56 Mrd. US-Dollar Umsatz in 2011, alleine in Deutschland 1,85 Mrd. Euro in 2012. Doppelt soviel, wie die Musikindustrie und vergleichbar mit der Filmindustrie.

Bethesda macht derzeit einen auf EA und tritt von einem unnötigen Fettnäpfchen ins nächste. Den Typ sollte man sehr schnell aus'm Marketing entfernen, denn er schadet dem Ruf des Unternehmen mit seinen ungefilterten Ausdünstungen. Bei MS hat man den Creative Director gleich gefeuert, bei Bethesda sitzen solche Leute im Marketing. Toller Laden!

Andi Amo 10 Kommunikator - 511 - 16. April 2013 - 11:22 #

Hmm, also für mich hat ein Spiel, welches ich als Retail-Titel (mit allem Drum und Dran, einen deutlich höhren emotionalen Wert alsein Spiel, welches ich mir herunterlade. Auch wenn natürlich das Spielerlebnis das Selbe bleibt. Aber die "Bindung" an den physischen Gegenstand oder der Wert ist gefühlt ganz anders. Ich kann das gar nicht so recht beschreiben.

Und was im speziellem Fall Skyrim betrifft, so ist genau dieses Spiel das beste Beispiel für ein absolut gelungenes Preis-Leistung-Konzepts.

,xaan (unregistriert) 16. April 2013 - 11:25 #

Zitat: "Gebrauchtspiele stellen Problem dar"

Ach, schon wieder dieser Unsinn. Gebrauchte Musik-CDs und gebrauchte Film-DVDs haben noch NIE ein Problem dargestellt.
Mit welchem Argument ist das plötzlich bei Spielen anders?

Endamon 15 Kenner - 3900 - 16. April 2013 - 11:40 #

Ich halte auch nichts von dieser Aussage. Leute die ein Spiel sofort und im Original haben wollen kaufen das auch, und von denen gibt es immer noch genügend, zum Glück.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73388 - 16. April 2013 - 11:51 #

Wenigstens gibt er zu, worum es ihnen wirklich geht. Aber dann müssen die Low Budget-/Schnäppchen-Käufer ja noch die schlimmeren Genossen für die sein. Ich kaufe jedenfalls meine Spiele weiterhin vorwiegend nur noch als Low Budget, dann fällt noch weniger Gewinn ab, weil es nicht mal einen Vollpreis-Erstkäufer gab. Ich bin so pöse ^^.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:53 #

Wenn man als Gebrauchtkäufer von manchen ja als Betrüger gebrandtmarkt wird - wie nennt man dann Schnäppchenkäufer? Asoziales-Zocker-Pack? :)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 16. April 2013 - 12:32 #

Raubkopierer, Gebrauchtkäufer. Als nächstes kommen dann noch die bösen Importkäufet, GOTY-Abwarter und Steamsalekäufer auf die Anklagebank. Bevor die Leute merken das der Markt endlich ist. Genau wie das Geld der Kunden und die Zeit zum konsumieren.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 12:35 #

Whaaaat? Geld wächst nicht auf Bäumen? Begone with you!!1!

blobblond 19 Megatalent - 17757 - 16. April 2013 - 22:22 #

http://de.wikipedia.org/wiki/Geldbaum ;)

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 16. April 2013 - 11:52 #

Komisch, bei anderen Gaming-Seiten liegt der Fokus in der Berichterstattung zu diesem Interview darin, dass Bethesda es schafft mit Spielen Geld zu machen, wo es (laut Industrie im Allgemeinen) kein Geld zu machen gibt. Sprich Singleplayer-Spiele.

Und hier wird darüber berichtet, dass er gesagt hat, dass Gebrauchtspiele problematisch seien.

Bei den anderen Seiten wird man zum Lesen angeregt und hier bekommt man eine negative Aussage als Zitat geliefert, sodass man eher abgeneigt ist, das Interview zu lesen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 16. April 2013 - 11:58 #

Haha der war gut. Hab mir jetzt das Interview mal durchgelesen ... sollte ich beim nächstenmal sofort machen. Danke für den Tipp. :)

Sören der Tierfreund (unregistriert) 16. April 2013 - 12:19 #

Guter Punkt, irgendwie bereue ich nun mein Abo, da ich das Gefühl habe bei der Bild zu sein ^^

de_vipp 13 Koop-Gamer - P - 1261 - 16. April 2013 - 12:34 #

Ich würde gerne mal einen Kommentar dazu aus der Redaktion hören. Aber das wird wohl nicht passieren. ;)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 16. April 2013 - 12:45 #

Schreibt doch zur Not ins Feedbackforum. Dafür ist es ja da.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 12:53 #

Das gerade mit Interview-Aussagen "kreativ" umgegangen wird, ist mir schon oft aufgefallen. Das ging in einem Fall (es ging im Blizzard) sogar soweit, dass die Aussage fast ins Gegenteil verkehrt wurde.

Name1 (unregistriert) 16. April 2013 - 15:46 #

positive aussagen loicken eben nicht die hater aus ihren löchern, die dann ordentlich auf die bäsen publisher schumpfen. weniger kommentare = weniger geld. wird offenbar den mitarbeitern hier gleich als erstes eingeimpft. ist auch echt nichts neues hier auf gg.

Anonhans (unregistriert) 16. April 2013 - 12:03 #

Wenn mir jemand ein Produkt verkauft(!) und dafür mit 40-60€ (manchmal sogar mehr) auch nicht gerade wenig Geld von mir möchte, gehört das Teil mir. Und wenn es mir gehört, will ich damit gefälligst machen können, was ich will. Was läuft denn bei denen in den Führungsetagen verkehrt, dass die Softwarebranche als einzige Industrie (vor allem als einzige Unterhaltungsindustrie) der Meinung ist, dass es unbedingt sein muss, mir das Verkaufen meines eigenen Krams zu verbieten bzw. so schwer wie nur möglich zu machen? Kriegen die einfach den Hals nicht voll oder sind die nur nicht dazu in der Lage, ihre Budgets so zu regeln, dass bei Verkäufen in zweistelliger Millionenhöhe noch genug Gewinn abfällt für nen bisschen Wachstum?

Gustel 14 Komm-Experte - P - 2480 - 16. April 2013 - 12:45 #

Ich denke mir das eher so: Wenn ich eine Firma/Künstler usw. unterstützenswert finde dann kaufe ich auch sehr gern Vollpreis bei denen. Aber mal ehrlich wer gönnt EA/Ubisoft wirklich die Kohle, das ist ja eher so das man sich denkt, wirklich nur soviel wie nötig Geld bei denen zulassen ;) Wobei ich Bethesda eigentlich gerade nicht in der Riege sehen würde...

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 16. April 2013 - 12:54 #

Naja ich weiß nicht ob der Gebrauchtspielemarkt wirklich Schaden anrichtet. Es ist ja wie bei der Raubkopiererei, wenn das nicht möglich wäre würden es sich die Leute vermutlich nicht kaufen. Wenn also ein Spiel nicht gebraucht angeboten wird, oder werden kann, heißt das ja nicht im Umkehrschluss, dass sich nun alle die es gebraucht gekauft hätten original kaufen... das sind vermutlich eher nur 30% oder so. Der Rest würde dann halt warten bis es günstiger wird oder drauf verzichten.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 13:16 #

Gibt es eigentlich im PC-Markt noch sowas wie Gebrauchtspiele? Durch Accountbindung dürfte das ja eher schwierig werden...Ich hätte gesagt, dass es das eigentlich (fast) nicht mehr gibt.

Und jetzt schauen wir uns an, wo der Preisverfall am größten ist: Bei den PC-Spielen. Bei den Konsolen, wo der Gebrauchtmarkt noch funktioniert, sind die Preise sehr lange vergleichsweise stabil oder zumindest ist der Preisverfall dort deutlich reduzierter.

Angenommen da gäbe es tatsächlich einen Zusammenhang, würde das ja heißen, dass ein Gebrauchtspielemarkt die Markpreise für Neuware stabil hält. ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 16. April 2013 - 13:37 #

Der Preis ist bei den Konsolen ist keineswegs stabil, nur sinken die Preise da nicht so stark, weil Sony,Microsoft und Nintendo Lizenzgebühren verlangen. Wenn man bei den Konsolen etwas geduldig ist, dann bekommt man jedes Spiel günstig hinherhergeworfen und das hat rein gar nichts mit dem Gebrauchtmarkt zu tun, sondern daran das es zu viele AAA-Spiele gibt und man als Spieler gar keine Chance mehr hat, da hinterherzukommen.

In diesem Jahr habe ich mir nun ein Spiel gekauft und der Rest besteht aus einem über die Jahre hinweg angesammelten Stapel von Spielen, die ich spielen muss bevor ich mir die neue Konsolengeneration zulege. Bis dahin ist der Markt wieder überschwemmt mit Spielen und die Publisher müssen die Spiele für 10€ wie auf dem PC verkaufen, damit überhaupt jemand sie noch kauft. Dann sind es nicht mehr die Raubkopierer und Gebrauchtkäufer die den Markt kaputt machen, sondern die bösen Smartphone/Tablet-Spieler, die es gewohnt sind nicht mehr als 10€ für ein Spiel zu zahlen.

Schuld sind immer die anderen, aber niemals man selbst.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 16. April 2013 - 13:54 #

Relativ. Die Lizenzgebühren können nur sehr bedingt die Preisstabilität erklären. Die letzten Call of Duty-Teile kosten bei Amazon für Xbox360 immernoch eine Stange Geld (Beispiel gewählt, weil ich damit schonmal zu tun hatte)!

Black Ops (2010): 32€
Modern Warfare 3 (2011): 25€
Black Ops 2(2012: 46€

Merke aber, dass meine Theorie nicht hinhaut, wenn man sich die Preise anschaut. Die PC-Version von BlackOps 2 kostet zwar etwas weniger (EUR 38,79), hatte aber auch einen niedrigeren Martkeinführungspreis (10 Euro weniger).

Naja, war einen Versuch wert. ;)

DerStudti 11 Forenversteher - 765 - 16. April 2013 - 13:54 #

Sinkende Preise sind eine Folge eines zu großen Angebots oder einer zu geringen Nachfrage. Auf ersteres geht mein Vorredner ein: Subjektiv sitzen eine Menge Spieler heutzutage auf einem Stapel ungespielter Schnäppchen, während zugleich kein Mangel an massenmarktkompatiblen Großproduktionen und Nischentiteln herrscht. Zugleich schöpfen seit 2004/2005 (WoW-Release), seit dem Boom der Social Games und seit Aufkommen der Smartphones/Tablets immer mehr Online- und Zwischendurch-Titel Geld und Spielzeit ab, was die Nachfrage nach neuen Vollpreis-Titeln drückt.

Beide Effekte betreffen eigentlich PC- und Konsolenmarkt gleichermaßen. Die leicht unterschiedlichen Preisniveaus kann man wohl dadurch erklären, dass die schon genannten Lizenzkosten anfallen und dass auf Konsolen der Key-Handel bislang keine Auswirkungen hat. Hinzu gesellt sich, dass eine Entwertung von Spielen durch DRM (gerade im Hinblick auf einen schnellen Weiterverkauf) aktuell auf den PC-Markt limitiert ist. Diese Punkte aufaddiert haben meines Erachtens durchaus ein gewisses Erklärpotential.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20734 - 16. April 2013 - 21:42 #

Weniger. Entweder kauft man das auf Steam, Origin, Uplay oder GOG. Alles davon braucht beim Kauf einen Account an dem das Spiel gebunden ist. GOG kannst ja zwar ohne ein DRM im Hintergrund installieren aber trotzdem sind Gebrauchtspiele passe.

Aber es sind ja nichtmehr die Preise: Steamspiele teils 1-2 Monate vor oder nach Release für nichtmal 20 Euro, teils sogar unter 15 Euro. Das sind keine Preise mehr. Früher war ein gutes Spiel (Wing Commander) über Jahre noch für den Vollpreis im Regal (100 DM 1993 - 3 Jahre! nach Release!) Heute wird dir nach einem Jahr das Ding für unter 5 Euro nachgeworfen.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10029 - 16. April 2013 - 23:56 #

Jo wozu gebraucht kaufen wenn mans Online nachn 1/2 Jahr veramscht bekommt?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 17. April 2013 - 15:41 #

Wieso sind bei GoG Gebrauchtspiele passe? Da der EuGH hier klar anders entschieden hat ist der Passus, der den Weiterverkauf bei GoG verbietet, schlicht ungültig.

Merawen 11 Forenversteher - 637 - 16. April 2013 - 13:36 #

Ich bin ja dafür dass mal eine grosse Spendenaktion für die armen armen Publisher/Entwickler von Spielen gemacht wird, die armen Jungs wollen der Menschheit nur was gutes tun, und verdienen dabei praktisch nix. Auch sind sie immer total missverstanden!

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 16. April 2013 - 13:44 #

Es gibt eine viel einfachere Lösung für das Problem: wenn ein Spiel gut ist und ich es mag, will ich es doch garnicht weiter verkaufen. Und wer hier behauptet, ein Skyrim in wenigen Tagen durchgespielt zu haben, dem kann ich auch nicht helfen. Es geht hierbei also vor allem um "blender" games, die groß angekündigt werden aber sich dann als schlecht herausstellen (wenig Umfang, langweiliges spielprinzip o.ä)

Im Endeffekt kalkulieren die Hersteller doch so: Mit DRM gibt es zwar weniger zero day Käufer, aber dafür mehr Käufer auf lange Sicht da der Gebrauchtmarkt wegfällt. Man muss dadurch das Spiel nicht nach einem Jahr für 20 Euro auf den wühltisch schicken um gegen die gebrauchten zu konkurrieren.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 16. April 2013 - 13:48 #

Dafür muss man das Spiel für 5-10€ verkaufen, um noch ein klein wenig daran zu verdienen. So wie momentan Rage für 3,80€ und Brink für 2,92€. Sehr viel bei gewonnen...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 16. April 2013 - 14:21 #

Du redest aber von Downloadversionen, oder?

Beide Titel haben ihre Fans kamen aber nicht sonderlich gut an und sind jetzt ja nun auch schon etwas älter. Und diese Aktionspreise gelten ja nicht kontinuierlich.
Davon ab, diesen 3,80 Euro Titel kann man ja gar nicht weiterverkaufen! Warum also bietet der Handel ihn so günstig an?

ByuN! (unregistriert) 16. April 2013 - 13:39 #

Es sollte verdammtnochmal möglich sein. Download-Games weiterzuverkaufen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 16. April 2013 - 13:55 #

Pah! Der einzige Grund, weshalb ich selten neue Spiele kaufe, ist der, dass man sowieso ein Jahr wartet, bis sie durch das letzte Update endlich spielbar werden. Das gilt insbesondere fuer "Bugthesda". Entweder ihr bezahlt ordentliches Testing oder eroeffnet eine kontrollierte Beta-Testing-Phase durch ausgewaehlte Heimspieler und bringt mir ein Produkt, das schon beim Release zumindest 99% bugfrei ist -- dann und nur dann bin ich gerne gewillt, es sofort (neu) zu kaufen, von mir aus zahle ich dann auch das Doppelte. - Hau, Haeuptling Freylis haben gesprochen und beruhigen wieder jetzt.

ByuN! (unregistriert) 16. April 2013 - 14:19 #

Ich hab Skyrim 2 Wochen nach Release gekauft und hatte einen Bug entdeckt.
Immer dieser "Nachgeplapper", obwohl man es selbst nie gespielt hat. Auch Fallout 3 und New Vegas waren halbwegs bugfrei.
Bei solchen großen Open-World spielen wird es immer Bugs geben, da man das Game nahezu nie durchspielen kann. Ich hab locker 160 Stunden in Skyrim verbracht und hab noch nicht alles gesehen...

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 16. April 2013 - 14:29 #

Red Dead Redemption, Dragon's Dogma, Borderlands 2, Grand Theft Auto, Kingdoms of Amalur und ein Dutzend weitere beweisen allerdings das Gegenteil: Open Word muss nicht heissen, dass beim Release derart viele Bugs enthalten sein muessen wie bei Skyrim. Die Modding Community, deren Patch schon nach wenigen Wochen tausendmal besser war als Bethesda's Update-Versuche deutet ebenfalls darauf hin. Bethesda ist leider dafuer bekannt, dass es das Debugging von der ersten Welle von tatsaechlichen Spielekaeufern erledigen laesst, um Geld einzusparen. - Freut mich natuerlich, dass du keine gravierenden Fehler gefunden hast. Die Threads auf Bethesda's Foren lauteten waehrend der ersten Monate allerdings ganz anders. Viele Spieler hatten ernsthafte Probleme, mich eingeschlossen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 16. April 2013 - 14:33 #

Dann habt ihr das Spiel falsch gespielt!

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 16. April 2013 - 14:39 #

Lol, genau. :)

v3to (unregistriert) 16. April 2013 - 14:39 #

wenn skyrim unspielbar war, hätte ich gerne mal etwas präzisere angaben. zum einen hatte weder ich, noch jemand in meinem freundeskreis von irgendwelchen schwerwiegenden problemen zu berichten. bei welcher mission oder welchem ausrüstungsgegenstand gibt es denn nun ein dead end?

KoffeinJunkie (unregistriert) 16. April 2013 - 15:00 #

Kann ich so nicht glauben!

Ich habe selber beim Durchspielen der Hauptstory diverse Bugs gehabt. Zu den Akten habe ich Skyrim gelegt, als ich aufgrund eines Bugs schlicht nicht weiterspielen konnte. Es ist aber auch schon ein paar Monate her, dass ich es versucht hatte, vielleicht gibt es derzeit "schon" einen Patch... -.-

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58768 - 16. April 2013 - 15:52 #

Hab das Spiel vom ersten Tag an gespielt (okay, war der zweite, weil Amazon so unfähig war) und in über 200 Stunden über zwei Charaktere verteilt keinen einzigen Bug gehabt. Bethesda hat sich seinen Ruf redlich verdient, aber nicht für Skyrim.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 16. April 2013 - 16:59 #

Da geb ich dir absolut recht, die liefern einem haufenweise Argumente in Form von Dlc dafür es später als goty edition zu kaufen. Aber es scheint als ob Sie so mehr verdienen, die goty Umsätze scheinen also niedriger als die dlc Umsätze zu sein, wa ich einfach mal auf die "muss ich sofort haben" Leute zurück führe. Ohne mich jetzt selbst vollkommen von dieser Gruppe distanzieren zu können...

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12853 - 16. April 2013 - 16:25 #

Ich denke das ist reinen Wunschdenken der Publisher! Nicht jeder der ein Game gebraucht kauft, hätte es sich auch neu gekauft. Wenn irgendwann wirklich nur noch Neuware gekauft werden kann, denke ich werden die Gamer nur noch zu Schnäppchen greifen und die Titel wieder länger spielen wie früher.

Lonestarr 12 Trollwächter - 863 - 16. April 2013 - 17:34 #

wer braucht schon Bethesda... ist doch eh nur von vorn bis hinten durchdesignter Schrott.

MMORPG goes Singeplayer ... Auch auf Bezug auf Rollenspiel versagt das Studio meiner Meinung nach auf ganzer Linie.

Da Grabe ich dann doch lieber ein Baldurs Gate oder nen Gothic aus.

Schlimm genug das ich Oblivion, Fallout 3 und Morrowind auf Grund der immer wieder guten Kritiken gekauft habe. Das schlimmste ist alle drei Spiele spielen sich soooo unglaublich gleich.

Fallout 3 ist einer der schlimmsten Verschandlungen einer Serie die es gibt. Wie kann man denn aus einem isometrischen, rundenbasierten, klassischen Rollenspiel ein 1st. person Shooter mit Rollenspielelementen machen?

Ok gibt noch andere Schlimme: Tomb Raider, Wizardry, Ultima, Gothic.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 17. April 2013 - 15:43 #

Das ist Geschmackssache, ich finde z.B. Gothic im Vergleich zu Elder Scrolls ziemlich schlecht und rundenbasierte Iso-Rollenspiele kann ich irgendwie nicht mehr sehen.

Glue Stick (unregistriert) 18. April 2013 - 13:43 #

Ganz so schrottig können die Spiele nicht sein wie du hier messrscharf analysiert hast, weil sonst hätten -denke ich- nicht so viele Spieler Spaß mit den Spielen.

Spiele sind immer Geschmackssache und nicht jedes Spiel muss jedem gefallen. Sie aber als Schrott zu bezeichnen ist schon extrem weit an den Haaren herbeigezogen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58768 - 16. April 2013 - 18:37 #

Mich würde ja echt mal sehr interessieren, wie sich ein niedrigerer Verkaufspreis zu Release bei einem AAA-Titel auf die Verkaufszahlen auswirken würde. Schade irgendwie, dass das den Publishern wohl ein zu großes Risiko ist.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 16. April 2013 - 18:53 #

Metro2033 gabs fürn Release ziemlich einfach per 20€...da hab ich schon fix zu geschlagen.
Wäre mal interessant, aber bei Retail sollte da nicht mehr viel übrig bleiben, wenn der Handel erstmal seinen Teil hat. ;)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58768 - 17. April 2013 - 9:40 #

Ja, es gibt jedes Spiel zum Release irgendwo ganz günstig. Aber ich meine mehr eine wirkliche niedrige Preisansetzung, bei der der Publisher sagt "UVP für unser neues Spiel ist 25/30 Euro".

Namer (unregistriert) 17. April 2013 - 19:33 #

dann muessen sie eben ein spiel machen, wo niemand auf die idee kommen wuerde, es zu verkaufen. weils einfach ein verlust waere.
genau aus dem grund verkauft man auch seine lieblings-musik-cds nicht

Namer (unregistriert) 17. April 2013 - 19:45 #

andere sichtweise:

wann werden gebrauchte spiele verkauft bzw. verkauft?
mag zwar auch angebote geben, wo ein vieleicht 1 monate altes spiel gebraucht verkauft wird.

glaub aber eher dass die regel eine andere ist. die spiele sind dann min. 1 jahr alt.
und nach einem jahr bekommt man das spiel um ein paar euro auf steam oder im ausverkauf bei mediamarkt nachgeschmissen.

sehe eher hier das problem, steam ist inzwischen so groß dass sie freie hand haben und eine extrem aggressive preispolitik fahren.

ich habs schon einmal hier geschrieben:
für ein rumdum gelungenes spiel, das die möglichkeiten des pcs voll ausschöpft, mit 100+ h spielzeit im ersten durchlauf und großer wiederspielbarkeit, wäre ich gerne bereit 150€ und mehr auszugeben.

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