CeBIT 2013: Carl Zeiss stellt Headtracker für Cinemizer-Videobrille vor

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Dennis Ziesecke 29504 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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8. März 2013 - 11:44 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Im vergangenen Jahr konnten wir uns auf der CeBIT in Hannover mit eigenen Augen von der Funktionsfähigkeit der Cinemizer OLED, einer Videobrille aus dem Hause Carl Zeiss, überzeugen. Fazit: Nett aber nicht beeindruckend. Einige Monate später erschien die Cinemizer dann tatsächlich im Handel und führt seitdem ein teures Nischendasein in diversen Technik-Webshops. Im vergangenen Jahr war es uns allerdings bereits möglich, ein Zubehörteil für die Brille auszuprobieren, das es im Anschluss nicht in den Handel geschafft hat: Den bereits längere Zeit angekündigten Headtracker, der die Cinemizer OLED um eine Steuerung per Kopfbewegung erweitern sollte.

Im Jahr 2012 funktionierte der Headtracker bereits recht gut, wenngleich noch störende Latenzen zu bemerken waren. Im Gespräch gab sich Produktmanager Franz Troppenhagen überzeugt, den Headtracker kurz nach dem Release der Cinemizer OLED zu einem Preis von etwa 100 Euro anbieten zu können. Letzten Endes sollte es anders kommen, der Headtracker blieb verschollen und tauchte erst zur diesjährigen CeBIT wieder auf.

Die Cinemizer OLED wird auch weiterhin ohne Headtracker ausgeliefert, der Preis von etwa 650 Euro bleibt ebenfalls bestehen. Das Headtracking-Modul wird optional für einem Preis von etwa 200 Euro angeboten. Per USB mit einem Computer verbunden meldet sich der Headtracker als USB-Maus im System an. Das Gerät wird vom deutschen Unternehmen inreal hergestellt und nutzt Gyroskop, Beschleunigungssensor und Magnetometer zur Erkennung der Kopfbewegungen. In First-Person-Shootern beispielsweise lässt sich so die Umgebung erkunden, die Spielfigur wird weiterhin entweder per Gamepad oder Tastatur gesteuert.

Wir konnten uns auf der CeBIT selbst von der überarbeiteten Version des Headtrackers überzeugen. Im Vergleich zum Vorjahresmodell waren die Latenzen so gut wie komplett verschwunden, das Gefühl der Kopfbewegung wurde in der 3D-Demonstrationsszene sehr gut umgesetzt und erzeugte auch keine Übelkeit beim Tester. Es ist tatsächlich faszinierend, sich in einem virtuellen Flugzeug zu befinden und mit dem Kopf ganz natürlich umsehen zu können. Und das in perfektem 3D - sogar für Nvidias 3D-Vision ist die Cinemizer mittlerweile zertifiziert, so dass Nvidia-Nutzer keinen Treiber eines Drittherstellers für die 3D-Funktion benötigen.

Praktisch: Der Headtracker ist zwar zur Cinemizer OLED kompatibel, er lässt sich aber auch unabhängig von der Videobrille nutzen. So lässt er sich beispielsweise mit einem Baseball-Cap verbinden und ermöglicht so auch unabhängig von einer teuren Videobrille Kopfbewegungen in Spielen und anderen Anwendungen - auch wenn der Nutzen so wohl nur eingeschränkt gegeben ist. Wer allerdings an einer eigenen Videobrille bastelt und noch einen Headtracker für sein Projekt benötigt: Zu einem Preis von etwa 200 Euro soll der Headtracker im April diesen Jahres auf den Markt kommen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 8. März 2013 - 11:57 #

Sieht immer noch herrlich bescheuert aus und der wahre Nutzen bleibt fraglich. Dann noch die Preise...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 8. März 2013 - 12:00 #

Bescheuert sieht es tatsächlich aus. Und bei der "zwei kleine Displays"-Lösung der Cinemizer ist auch der Bildeindruck eher durchwachsen. Ein großes Display wie bei der Oculus ist spannender, klar. Aber: Es ist trotzdem faszinierend und bringt vor allem mit Headtracker viel Spaß. Muss man aber ausprobiert haben, sonst ist es nur schwer vorstellbar.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 8. März 2013 - 12:05 #

Ich versuch's ja auch aus Sicht eines reinen Anwenders zu sehen. Mangels Möglichkeit, es mal auszuprobieren, fällt mir da nur der Bereich eines 3D Entwicklers / Designers ein. Interessant & spannend auf jeden Fall, aber am Ende läuft es wohl doch auf ein teures "Ganz witzig." hinaus ^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 8. März 2013 - 12:10 #

Ich könnte mir vorstellen, dass die nächste Konsolengeneration, so es eine geben wird, serienmäßig auf Videobrillen setzt. Die Immersion ist klasse wenn die Brille gut ist. Aber vielleicht haben sich ja vorher auch schon die Hologramm-Fernseher durchgesetzt, wer weiß. Auf der CeBIT waren jedenfalls erstaunlich viele Holo-Projektoren zu bewundern.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 8. März 2013 - 16:15 #

He, mit etwas Modding kann man da sicher einen Super Visor draus bauen. ;)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 8. März 2013 - 16:18 #

Am Ende läufste so rum: http://youtu.be/xvk2eLbnh0c?t=1m3s

seb 13 Koop-Gamer - 1768 - 8. März 2013 - 15:26 #

Tja wenn der nicht als Maus arbeiten würde vielleicht brauchbar, aber mit dem Kopf zielen ist irgendwie nicht so das was ich von einem Headtracker erwarte.
So ist er ja eingeschränkt auf wenige Spiele in denen die Maus sowieso zum Umschauen verwendet wird. Aber z.B. in der Arma-Reihe ist so eine Ansteuerung komplett unbrauchbar.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 8. März 2013 - 16:04 #

Die Mausemulation ist die Standardfunktion, Zeiss bietet aber ein SDK für Entwickler an, die dem Headtracker auch andere Funktionen zuweisen können. Sprich: Einfach an den PC gesteckt ist es ein Mausersatz, mit entsprechend angepasster Software kann es deutlich mehr.

seb 13 Koop-Gamer - 1768 - 8. März 2013 - 19:07 #

Also das was ein Headtracker können soll :)
Feinfein. Das wäre dann endlich mal ein System dass sich nicht von einer Zigarette behindern lässt :D

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