CeBIT 2013: Mini-PC für flotte Grafikkarten & Haswell-Board

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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7. März 2013 - 10:24 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Am CeBIT-Stand von ASRock waren mitunter interessante Gespräche unter Messebesuchern zu vernehmen. "Das ist die neue Xbox!" - "Wird die denn nicht von Microsoft hergestellt? Seit wann macht das denn ASRock?" - solche und ähnliche geraunte Gespräche von absoluten Experten ließen sich dort vereinzelt belauschen.  Aber tatsächlich, das noch nicht finale Gehäuse eines Mini-ITX-Rechners von ASRock wirkt mit seinem X im Seitenfenster ein wenig wie das uneheliche Kind von Steambox und Xbox. Dabei dürfte der Rechner der Steambox aber näher stehen, verfügt er doch über modernste PC-Technik und keinerlei Konsolenambitionen.

Im Inneren des noch unbenannten Systems arbeitet ein Mainboard für Intels im Juni erscheinende Haswell-Prozessoren. ASRock nutzt das Board Z87E-ITX, das auf dem Z87-Chipsatz basiert, aber dank ITX-Formfaktor nur sehr wenig Platz benötigt. Dank Z87-Chipsatz wird der Rechner sowohl über USB 3.0 als auch über SATA 6Gbit/s verfügen und Intels SSD-Caching beherrschen. Kompromisse müssen bei der Speicherbestückung eingegangen werden: Das Board sieht nur zwei DDR3-Steckplätze vor, was angesichts von 8 Gigabyte fassenden Speicherriegeln allerdings ausreichend sein dürfte.

Eine Besonderheit ist dem geringen Platzbedarf eines derart flachen Rechners geschuldet: Um den Einbau einer vollwertigen Desktopgrafikkarte auch in Dualslot-Bauweise zu ermöglichen, hat sich ASRock für den Einsatz einer sogenannten Riser-Lösung entschieden. Dabei wird die Grafikkarte um 90 Grad versetzt eingebaut, was ein schmales Gehäuse erst möglich macht. 

Ein großes ATX-Netzteil findet im Gehäuse allerdings keinen Platz, ASRock sieht den Einsatz von SFX-Netzteilen vor. Diese bieten aktuell Leistungen von bis zu 350 Watt. Was auf den ersten Blick nach zu wenig Leistung für Gaming-Komponenten aussieht, dürfte sich im Alltag bei geschickter Komponentenwahl dennoch als ausreichend erweisen. Kommt beispielsweise ein Haswell-Quadcore mit integrierter GPU ohne zusätzliche Grafikkarte zum Einsatz, wird sogar ein Netzteil mit 150 Watt ausreichen. Mit einer zusätzlichen Grafikkarte aus der Leistungsklasse einer Nvidia GTX 660 wird auch ein 350 Watt Netzteil zurechtkommen - hier mangelt es höchstens an passenden PCIe-Stromanschlüssen.

ASRock betonte auf der CeBIT, dass das Design des Rechners noch nicht final sei. Das System wird erst im Sommer zur CeBIT-Partnermesse Computex in Taiwan vorgestellt, auch einen Preis wird der Hersteller erst zu diesem Termin nennen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 7. März 2013 - 10:37 #

350W also. Könnte noch hinhauen mit einer 660, SSD und einer HDD. Haswell soll ja nochmal weniger verbrauchen als Ivy Bridge. Obs sich die allerdings noch lohnt? Aber die Richtung passt schonmal. Valve will ja in den nächsten 3 Monaten die erste Steambox vorstellen. Da bin ich gespannt was drin ist.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 7. März 2013 - 10:58 #

Haswell soll im Gegenteil sogar eher mehr verbrauchen als Ivy. Liegt aber primär an der iGPU und ihrer gesteigerten Leistung. Die reine CPU wird sich mit Ivy also eher die Waage halten oder tatsächlich ein paar (wenige) Watt weniger aufnehmen. Ist aber auch nachvollziehbar - Haswell wird weiterhin in 22 nm gefertigt, einen Shrink gibt es erst im kommenden Jahr. Damit kommen dann die Stromersparnisse.

ASRock sollte zudem das Gehäuse etwas überdenken: Die abgeschrägten Kanten vereiteln aktuell den Einbau längerer SFX-Netzteile. Würden sie die hintere untere Kante gerade lassen, wären auch längere und leistungsfähigere Netzteil realisierbar. 350 Watt gibts also nur wenn die Kante verschwindet.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86503 - 7. März 2013 - 14:11 #

Ja, das geht schon in die richtige Richtung, mein nächster Rechner wird wohl auch sehr klein werden. ;)

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