BIU: 73,7 Mio. verkaufte Spiele im Jahr 2012 // Erneute Steigerung

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25. Februar 2013 - 14:42 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Der Trend hält weiter an: Nach Angaben des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) verkauft die Spiele-Industrie seit drei Jahren beständig mehr Titel, sodass auch im vergangenen Geschäftsjahr 2012 erneut eine Steigerung erzielt werden konnte. Mit insgesamt 73,7 Millionen Computer- und Videospielen wurden vier Prozent mehr Spiele von den Verbrauchern erworben als es im Jahr 2011 der Fall war. Der Gesamtumsatz beläuft sich für 2012 auf 1,851 Milliarden Euro, was einen leicht geringeren Betrag als jener des Vorjahres bedeutet – seinerzeit wurden 1,898 Mrd. Euro umgesetzt.

Als Grundlage für die Zahlen dient dem Verband eine aktuelle repräsentative GfK-Umfrage unter 25.000 Deutschen. Die Befragung umfasste dabei alle Themen des Marktes, wie zum Beispiel Titel für PC, Konsolen oder Handhelds, den Kauf von Download-Inhalten sowie die Nutzung von Online- und browserbasierten Spielen. Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU, macht deutlich, dass der Bereich der Computer- und Videospiele seine Position als Leitmedium weiter stärken kann und der deutsche Markt stabil ist:

Die Industrie hat im Jahr 2012 so viele Games wie noch nie verkauft. Wir können mit dem Ergebnis für 2012 zufrieden sein, auch wenn der Umsatz nicht ganz den Absatzrekord an verkauften Spielen widerspiegelt. Das Weihnachtsgeschäft 2012 hat nur teilweise unsere Erwartungen erfüllt und der Launch wichtiger Blockbuster-Titel wurde auf 2013 verschoben. Die positiven Absatzzahlen belegen aber deutlich die Relevanz von Games als Leitmedium der digitalen Kultur. Der deutsche Markt ist im Vergleich zu anderen internationalen Märkten weiterhin stabil, da er von allen Geschäftsmodellen, Produkten und Zusatz-Serviceleistungen gleichmäßig gestützt wird.

Konsolen wichtigster Umsatzträger // Steigerung im PC-Markt

Mit dem Verkauf von Spielen – egal, ob beispielsweise für PC, Konsole oder Handheld – via Download und Datenträgern wurde im vergangenen Geschäftsjahr ein Betrag von 1,501 Milliarden Euro umgesetzt (2011: 1,574 Mrd. Euro). Die Konsolen stellen hinsichtlich dessen nach wie vor den wichtigsten Bereich im deutschen Markt dar: Der Umsatz für digitale Spiele beläuft sich für 2012 auf einen Umsatz von 819 Mio. Euro, im Jahr 2011 war dieser Wert mit 889 Millionen Euro etwas höher. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 23,1 Millionen Konsolentitel verkauft (2011: 24,8 Mio.). Nach Angaben des BIU war dieser Rückgang auch aufgrund der seit mehreren Jahren erhältlichen Konsolengeneration absehbar.

Einen Wachstumstreiber in Bezug auf digitale Spiele stellte im vergangenen Jahr der PC-Bereich dar: Während sich die Zahlen für verkaufte PC-Spiele im Jahresvergleich auf fast gleicher Höhe bewegen (2012: 24,7 Mio, 2011: 24,6 Mio.), konnte der Umsatz mit digital erworbenen Titeln gesteigert werden. Wurden im Jahr 2011 noch 445 Millionen Euro damit umgesetzt, erreichte dieser Wert im Vorjahr 464 Mio. Euro.

Dass Spiele ausschließlich via Download erworben werden, ist ein weiterer Trend, der sich im Jahr 2012 fortsetzte. Zwar beträgt der Anteil des physischen Handels 62 Prozent, mit 38 Prozent per Download gekaufter Spiele konnte jedoch eine deutliche Steigerung gegenüber 2011 verzeichnet werden: In diesem Zeitraum betrugen die Werte noch 74 beziehungsweise 26 Prozent.

Erwerb von Ingame-Gegenständen weiterhin beliebt

Etwa 350 Millionen Euro konnten im Jahr 2012 mit Online-Abos, Premium-Accounts und dem Verkauf virtueller Zusatzinhalte erzielt werden (2011: 416 Mio. Euro). Speziell der Kauf von Items wuchs dabei an und konnte somit mehr Marktanteile für sich verbuchen: Im vergangenen Jahr machte der Umsatz mit diesen Zusatzinhalten gegenüber Gebühren für Browser- und Online-Spiele immerhin schon 65 Prozent aus (2011: 56 Prozent). Die Umsatzzahlen für Online-Abonnements und Premium-Accounts waren im Jahr 2012 deutlich rückläufig: Wurden 2011 noch 183 Millionen Euro damit erzielt, waren es im vergangenen Jahr 124 Mio. Euro.

Um 27 Prozent gestiegen ist vor allem die Anzahl jener Verbraucher, die bereit sind, für virtuelle Zusatzinhalte zu zahlen. Demnach entschlossen sich im Jahr 2012 etwa 4,68 Mio. Konsumenten für den Erwerb von Items, denen 3,67 Mio. aus 2011 gegenüberstehen. Somit wurden im Geschäftsjahr 2012 mit dem sogenannten Item-Selling 226 Millionen Euro umgesetzt, der Wert aus 2011 ist mit 233 Mio. Euro dennoch etwas höher.

Mobiler Markt gewachsen // Handheld-Werte gesunken

Ebenfalls gestiegen sind die Zahlen hinsichtlich des Marktes der mobile Spiele: Sowohl die Anzahl der verkauften Titel als auch der Umsatz konnten ein Plus verzeichnen. Während 2011 um die 13 Mio. entsprechende Spiele erworben wurden, waren es 2012 bereits etwa 19,2 Millionen. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 28 auf 38 Mio. Euro. Rückläufig waren im vergangenen Jahr die Werte für den Handheld-Bereich: Betrug die Anzahl der verkauften Spiele im Jahr 2011 circa 8,5 Millionen, waren es 2012 um die 6,7 Mio. Gleiches trifft auf den Umsatz zu, der von 212 Mio. Euro (2011) auf 180 Mio. Euro (2012) sank.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 25. Februar 2013 - 14:48 #

Schon krass, wenn man bedenkt, wie viel für VGüter bezahlt wird. 2/3 vom Umsatz der Vollpreis Games aber bestimmt weit mehr Gewinn.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3742 - 25. Februar 2013 - 15:01 #

Ja, da wundert es nicht, wie Entwickler und Publisher auf F2P abfahren.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 25. Februar 2013 - 15:09 #

+ quasi keine illegalen Kopien. Aber F2P war und wird immer ein Drahtseilakt sein, und da werden noch einige aufs Maul fallen, gibt ja diverse Gierhampels bei den Publishern, die denken, sie können uns alles andrehen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16766 - 25. Februar 2013 - 14:49 #

Wenn ich mir so meine alten Amazon-Rechnungen ansehe, habe ich selber mehr als genug dazu beigetragen. ;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 38226 - 26. Februar 2013 - 23:53 #

Ja, das kenne ich sehr gut. Und dann kommen noch Onlinesales dazu, bloss nicht weiter darüber nachdenken.

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2251 - 25. Februar 2013 - 14:53 #

Hhhhmmmjammmm, ich liebe STatistiken! *mampf*

Cohen 16 Übertalent - 4509 - 26. Februar 2013 - 13:26 #

Okay, dann hier noch etwas Futter:

Auch international steht der PC jetzt nicht sooo schlecht da, wenn man mal einen Blick in die letzten Finanzberichte der größten Dritthersteller wirft.

45% des Gesamtumsatzes 2012 (4,9 Mrd. $) von Activision Blizzard stammt vom PC (2,2 Mrd. $), selbst wenn man WoW herausrechnet, verbleiben noch 25%. Xbox360, PS3 und Wii liegen jeweils unter 20%.

Bei Electronic Arts ist der PC-Anteil relativ stabil: im Geschäftsjahr 2009 waren es 17%, 2010 und 2011 jeweils 19%. Im Jahresbericht 2012 ist leider keine Aufteilung, aber angeblich soll sich der PC-Anteil weiter verbessert haben, ca. 0,8 Mrd. $ von insgesamt 4,4 Mrd. $. Xbox360 und PS3 haben weiterhin höhere Anteile, aber nicht gravierend höhere.

Im letzten Jahresbericht von Ubisoft wird ein Gesamtumsatz von 1,06 Mrd. € ausgewiesen... umgerechnet in US-Dollar (wegen der Vergleichbarkeit) sind das 1,4 Mrd. $. Der PC-Anteil beträgt 7%, also ca. 100 Mio. $. Nicht viel, aber bei Ubisofts jahrelanger Vernachlässigung des PC-Marktes (Verschiebungen sämtlicher Assassin's Creed-Spiele, überzogene Kopierschutzmaßnahmen...) Und auch die 360- und PS3-Anteile sind jetzt nicht so berauschend, einen Großteil des Gesamtumsatzes machen immer noch die Wii und der Handheldmarkt aus. Immerhin scheint sich die Entschärfung des Always-On-Ärgernisses schon auszuzahlen, 2011 lag der PC-Anteil nur bei 4%.

Rechnet man die drei größten Publisher zusammen, ergibt sich ein PC-Anteil von ca. 30% (3,1 Mrd. $ von 10,7 Mrd. $)... der 360-Anteil, der PS3-Anteil und der Wii-Anteil liegen jeweils leicht darunter. Bedenken muss man auch noch die Lizenzierungskosten der Konsolenspiele... selbst bei höheren Umsatz-Anteilen bleibt nach Abzug dieser Kosten nicht unbedingt mehr übrig.

Natürlich haben Sony, Microsoft und Nintendo auch noch beträchtliche eigene Software-Umsätze mit ihren Konsolen... sonst würde sich für die der ganze Aufwand mit eigener Hardware ja gar nicht lohnen. Aber auch am PC werden (z.B. bei Valve) noch weitere Umsätze erzielt. Ich sehe auf jeden Fall keinen Grund, warum ein Dritthersteller auf das Standbein PC-Spiele verzichten sollte.

Ich versuche mal, noch ein paar entsprechende Daten von anderen größeren Publishern (Take Two, Square Enix, Bethesda...) zusammenzukratzen und eine (hoffentlich) übersichtliche Tabelle zu basteln.

IcingDeath 16 Übertalent - P - 5164 - 25. Februar 2013 - 15:03 #

"Der PC ist tot, Konsolen sind tot, niemand kauft mehr Spiele, alles ist böse"... oh hoppla, doch nicht so ganz ^^

ghjtghdgjh (unregistriert) 25. Februar 2013 - 17:30 #

Quelle?

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 142459 - 26. Februar 2013 - 11:29 #

Argh, die Quellenangabe hatte ich versehentlich vergessen, vor dem Liveschalten der News anzupassen.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98081 - 26. Februar 2013 - 19:52 #

Thx für die Info! Sehr aufschlussreich! :)

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