Rock Band 3: Das Ende der Serie naht

360 PS3 Wii
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Denis Brown 4764 EXP - 16 Übertalent,R8,S6,C6,A8
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19. Februar 2013 - 2:50 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Wie Harmonix im hauseigenen Forum, wie auch auf Facebook und Twitter verkündete, wird die mehr als fünf Jahre anhaltende Flut an herunterladbaren Songs für die Rock-Band-Serie Anfang April ihr Ende finden. Zumindest was den offiziellen DLC angeht. Neben einzelnen Rock-Band-Blitz-Tracks, die derzeit zweiwöchentlich eingespeist werden, stünden noch rund zehn unverbrauchte Songs bereit, darunter sogar welche von Bands, die noch nie einen Auftritt in der Serie hatten. Danach soll Schluss sein. Für die letzte DLC-Woche wurde nur ein einzelner Track eingeplant, der laut Harmonix ein würdiges Ende beschert. Viele Fans vermuten, es könnte "The End" von den Doors oder "Don't you forget about me" von Simple Minds sein. Ob sich diese Vermutung mit der Wahrheit deckt, erfahren wir jedoch erst am 2. April. 

Das Rock-Band-Netzwerk bleibt weiterhin offen, damit unabhängige Studios und Künstler ihren "User-Generated-Content" einspeisen können. Die Anzahl der Tracks wird aufgrund des benötigten Playtestings begrenzt sein. Neue Rock-Band-Netzwerk-Songs bleiben zudem nach dem 2. April Xbox 360-Spielern vorbehalten, da die zugrundeliegende Plattform zu Microsoft gehört. PlayStation-Besitzer bekamen bisher eine Auswahl des RBN-Repertoires, das wie gewöhnlicher DLC bei Sony eingereicht, mehrfach getestet und verifiziert werden musste. Mit dem Ende des offiziellen Download-Content versiegt also auch diese Quelle auf der PlayStation 3. Wer noch Nachschub braucht, darf sich natürlich weiterhin bei den mehr als 4200 eingespeisten Tracks bedienen, von denen 1100 dauerhaft zum halben Preis bereitstehen. Server für Online-Partien bleiben ebenfalls am Netz.

Harmonix konzentrierte sich nach der Trennung von der eigens geschaffenen Guitar-Hero-Reihe seit 2007 überwiegend auf die Weiterentwicklung des Musikspielgenres über die die Rock-Band-Marke und schaffte es, nicht nur insgesamt 25.41 Millionen Datenträger auf allen Current-Gen-Konsolen und Handhelds zu verkaufen, sondern auch weit über 100 Millionen Downloads an den Mann zu bringen.

Der Absprung von der reinen Musik-Imitation gelang mit der letzten Iteration. Keyboard und authentisches Gitarren bzw. Bassspiel überbrückten erstmals die Lücke zwischen reinem Spaß und Musikdidaktik. Das wöchentliche Angebot an herunterladbaren Musikstücken, wie auch die volle Exportierbarkeit aller Musikstücke in diverse Ableger (Ausnahme: Nintendo Wii), kam sowohl den Fans als auch Harmonix entgegen, denn dies erlaubte einen angemessenen Abstand zwischen den Iterationen, samt Entwicklungsfortschritt. Kunden wurden zudem nicht ständig genötigt,  in neue Vollpreisspiele mit vordefinierter Musikauswahl zu investieren. Fünfeinhalb Jahre Laufzeit dürften beweisen, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat.

Die Entwickler halten sich Optionen für weitere herunterladbare Tracks offen, werden diese aber (wenn überhaupt) intern zweitrangig behandeln, da alle Ressourcen ab sofort für andere Projekte bereitstehen. Community-Manager Aaron Trites, den Fans auch bekannt als HMXHenry, versicherte, dass derzeit keine derartigen Pläne vorlägen und weiterer DLC unwahrscheinlich sei. Die Bemühungen zur Lizenzierung neuer Musikstücke wurden bereits vor einigen Monaten eingestellt. Im letzten Podcast wurde jedoch betont, dass dies keine finanzielle Frage sei. Crowdfunding-Projekte und ähnliche Wiederbelebungsmaßnahmen seitens der Fans schloss das Team mit einem klaren "Nein" aus.

Harmonix arbeitet inzwischen an neuen Titeln für die kommende Konsolengeneration. Mehrere große Spiele befinden sich seit einiger Zeit in Entwicklung. Keines davon hat mit Rock Band zu tun. Es ist sogar gut möglich, dass darunter Spiele sind, die keinen oder nur periphären musikalischen Bezug haben.

Philley 15 Kenner - Abo - 3684 EXP - 19. Februar 2013 - 2:59 #

Sag mal, wann bist Du eigentlich wach, um solche interessanten Artikel zu veröffentlichen? ;-)
Mal eine Frage, weil von der Brücke zwischen Spiel und Musikdidaktik die Rede ist: Gibt es denn schon Gitarren-Lernprogramme, die ähnlich wie Guitar Hero aufgebaut sind? Könnte mir vorstellen, dass das in Grundzügen ganz gut klappen könnte. (Außerdem hätte ich dann ein Geschenk für meinen Neffen ;-)

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 5:10 #

Ja. Rock Band 3 war so eins. Da gibt es zu rund 400 Songs zusätzliche Tabulatur für Gitarre und Bass (und Keyboard, da allerdings etwas beschnitten). Gab dafür zwei spezielle Gitarren-Modelle, die das Spiel erkannte, sowie einen MIDI-Adapter, der zumindest das Abspielen der Tabulatur ermöglicht. Ich spiele regelmäßig Rock Band Songs auf meiner echten Les Paul über die authentische Tabulatur von Rock Band 3.

Es gibt aber noch mehr "echte Gitarrenspiele". RockSmith zum Beispiel, das allerdings an vielen kleinen Kinderkrankheiten leidet. Es liest den Gitarrensound sehr ungenau und wertet obendrein extrem großzügig- heißt man kann sich tierisch selbst bescheißen ( :D) und es verwendet ein Fantasie-Notensystem ähnlich wie bei Guitar Hero. Außerdem bekommt man da schlechte Playbacks (nämlich gar keine Playbacks, nur Original CD-Tracks, über die man drüberspielt - ist für 3 Euro je Song etwas teuer). An sich ist RockSmith aber brauchbar und dürfte in einem möglichen Teil 2 wohl alle Fehler ausmerzen (hoffe ich, die Idee is toll, nur an der Umsetzung hapert es).

Demnächst kommt noch eine Alternative, die deutlich besser / professioneller aussieht als Rock Band 3 und RockSmith zusammen. Nennt sich BandFuse - zwei echte Gitarren, ein echter Bass, ein Sänger. Alles verwirklicht mit echter, seitwärts laufender Tabulatur, mit echten abgemischten Playbacks der Originalkünstler (samt optionalem Musikvideo), Slash als virtuellem Lehrer und einem kompletten Aufnahmestudio! Zudem ist das verwendete Gitarrenkabel deutlich besser als bei RockSmith, da es einen externen Audioausgang mitbringt, damit man die unvermeidbare TV-Latenz umgehen kann, ohne das Konsolen-Setup auf analoge Kabel umzubauen. BandFuse kommt schon jetzt im Frühjahr. Verwendbar mit allen Gitarren und Bässen, die einen Pickup haben.

BruderSamedi 15 Kenner - Abo - 3159 EXP - 19. Februar 2013 - 5:59 #

Ergänzend kann hier noch WildChords für's iPad aufgeführt werden, auch wenn sich das wohl auf Akkorde konzentriert.

Und auf BandFuse bin ich auch mal gespannt.

firstdeathmaker 16 Übertalent - Abo - 4856 EXP - 19. Februar 2013 - 10:20 #

"Es liest den Gitarrensound sehr ungenau und wertet obendrein extrem großzügig- heißt man kann sich tierisch selbst bescheißen ( :D) und es verwendet ein Fantasie-Notensystem ähnlich wie bei Guitar Hero. Außerdem bekommt man da schlechte Playbacks (nämlich gar keine Playbacks, nur Original CD-Tracks, über die man drüberspielt - ist für 3 Euro je Song etwas teuer)."

Ich besitze das Spiel und bin Gitarrrenspieler, kann hier nicht alle Punkte nachvollziehen:

Das "Fantasie-Notensystem" nennt sich Tabulatur und ist DER Standard bei Rockmusik. Geh mal ins Geschäft und such nach "Noten" für ein Rockalbum...

Die schlechten Playbacks sind nicht schlecht sondern sinnvoll. Im Gegensatz zu den anderen Spielen will man hier ja das richtige nachspielen. Und da hilft es extrem, wenn man den originalen Track dazu hört. So übt man auch in RL Songs, indem man das original im Hintergrund laufen lässt. Ohne die entsprechende Gitarrenspur wäre es extrem viel schwieriger bis unmöglich. Außerdem hat es den Vorteil, das an den Songs nicht herumgeschnippelt wurde (schonmal Disturbed bei Guitar Hero 6 gehört?). Der eigentliche Aufwand beim Songs einbauen dürfte eher darin liegen, das Timing der Tabs genau mit der Musik zu synchronisieren und sinnvolle Zwischenschritte für die Schwierigkeitsgrade zu definieren.

Und mal ganz nebenbei: Die Tracklist von Rocksmith gefällt mir sehr viel besser als von allen anderen Musikspielen. Aber das ist subjektiv.

Die Kritikpunkte bei RockSmith liegen an ganz anderer Stelle: Die zu langen Ladezeiten und die schlechten Trainingsmodi. Ich warte ungern eine gefühlte Minute nur um 30 Sekunden Schnipsel zu "üben". Und der wechselnde Schwierigkeitsgrad mitten im Song stört mit zunehmendem Fortschritt auch extrem beim üben der Songs.

Faerwynn 16 Übertalent - Abo - 4369 EXP - 19. Februar 2013 - 10:49 #

Bin auch Rocksmith-Besitzer und Gitarrist und kann die Kritikpunkte ebenfalls nicht nachvollziehen. Kaum ein Gitarrist spielt nach Noten, nicht mal ich obwohl ich eigentlich aus der Klavier/Keyboardecke komme und das problemlos kann. Auch den Kommentar dazu, warum die Originaltracks wichtig sind kann ich nur bestätigen.

Die Erkennung ist nicht ungenau, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht hat der Autor des Statements eine schlechte Gitarre?

Die Ladezeiten sind bei meiner PC Version auf einem Laptop mit i7 und 4GB RAM sehr kurz. Auf der PS3 sind sie in der Tat nerviger, daher spiele ich fast nur noch die PC Version. Der einzige Punkt, den ich auch nachvollziehen kann sind die Trainingsmodi, die sind nicht wirklich gut. Aber abgesehen davon ist das Spiel wirklich klasse.

BruderSamedi 15 Kenner - Abo - 3159 EXP - 19. Februar 2013 - 11:34 #

RockSmith verwendet eben keine Standard-Tab-Notation, BandFuse wird wohl "echte" Tabs verwenden. In Tabs stehen ja einfach Zahlen auf Saiten (355), während in RS ein farbiges Rechteck auf dem jeweiligen Bund der Saite liegt. Außerden liest man Tabs von links nach rechts (wie Text oder Noten), bei RS kommen die wie bei RockBand von hinten angeflogen.
Die Kritik an der fehlenden Präzision bei der Erkennung bezieht sich nur auf das Timing, nicht auf falsche Bünde oder Saiten. Und der Spielraum für richtig gewertete Anschläge ist hier wirklich größer, als ich es beispielsweise von RockBand kenne.
Das Übungssystem ist in der Tat noch sehr verbesserungsbedürftig, da hoffe ich wirklich auf BandFuse.

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 15:20 #

Wie schon gesagt wurde, verwendet RockSmith eben keine Tabulatur, sondern ein Fantasie-Notensystem mit bunten Klötzchen. Obendrein vermittelt es Arpeggien auf die schlechtest denkbare Weise (nämlich als EInzelnoten, statt als Akkordverbund). Man erkennt nicht einmal, ob es um Arpeggien geht, oder um einfach gepickte Noten. Akkordsymbole verdecken sich gegenseitig, zweifingerige Powerchords haben unsinniger Weise keine AKkordbezeichnung. Die dreifingerigen aber schon, obwohl da nur der Grundton dazukommt. Musikalisch null Unterschied, aber schön verwirrend für EInsteiger. Macht schnellen Metal zudem unlesbar.

Außerdem ist der dynamische Schwierigkeitsgrad ein Fluch für leute, die schon ein wenig Gitarre spielen können. Könnte jedes Mal kotzen.

Die Ungenauigkeit von RockSmith bezieht sich übrigens nicht nur auf das Timing, aber AUCH auf das Timing. Die Zielfläche ist nämlich extrem schwammig. Aber es ist noch schlimmer als das. RockSmith zeigt dir zum Beispiel Noten für Bending an, kann das Bending aber nicht wirklich erkennen. Es erkennt nur, ob irgendwann während der Note ein Halbtonsprung gemacht wird. Somit kannst du das Benden auch einfach einen Bund links oder rechts von der originalnote "antippen" und bekommst alles als richtig gutgeschrieben. Wenn ein SPiel das nicht unterscheiden kann, darf es dafür keine Punktewertung geben, und sich schon gar nicht als ultimatives Lernprogramm anpreisen, wie s der Produzent des SPiels laut herumposaunt hat.

RockSmith wertet nach Gratewohl (ich hab das Spiel hier und spiele es öfter, nur mal so nebenbei). Man kann sich auf die Highscores jedenfalls nicht verlassen - ich kenne so viele Wege, bei RockSmith zu mogeln...

RockSmith zeigt auch Noten für Slides, kann diese aber genauso wenig richtig lesen. Man kann bei den Slides beginnen wo man will, aufhören wo man will und muss sich nicht einmal ans Timing halten - RockSmith bewertet es trotzdem als richtig. Noch so ein "Anti-Didaktischer" und Punktewertung verzerrender Fakt. Wenn man es nicht bewerten kann, sollte man sowas auch nicht bewerten, punktaus. Anfänger bekommen ein völlig falsches Bild von ihren Leistungen vermittelt.

Rocksmith kann zudem erweiterte Akkorde nicht von Stammakkroden unterscheiden. Es wird E-Moll 7 verlangt? Wenn du nur E-Moll (ohne Septime) spielst, sieht das RockSmith als genauso richtig an, was für Anfänger natürlich tödlich ist. Gilt auch für Barree-Akkorde. Du brauchst ein F mit ausgesparter Quarte? Ach, wen juckts, einfach Barree F und fertig, Rock Smith nimmt es da nicht so genau.

Und wie schon gesagt - RS nutzt keine Playbacks, was einfach für die Faulheit und Geldgeilheit der Entwickler spricht. Harmonix zerlegt hier für weniger Geld alle Stems der Studiotracks (insgesamt 8 Soundspuren + insgesamt 29 Notationenen), mischt sie neu ab und lässt sie von der Konsole zusammensetzen. So kann man auch die Gitarre ausblenden. Geht bei RockSmith nicht. Da gibt es nur eine Audiospur ohne Mix. Da kann ich mir auch einfach die original-CD einlegen und habe dasselbe Ergebnis.

Wenn du nach echten Noten in der realen Welt spielst, hast du auch kein Gitarrenplayback, auf das du dich verlassen kannst. Du sollst doch selbständig spielen. Wozu hast du denn eine Notation vor dir? Dafür ist sie doch da! Sorry, aber das ist eine Ausrede, da eben NICHT alle Gitarristen das so empfinden wie ihr beiden (Anfänger?) da oben. Eher im Gegenteil. Ich hör bei meinen Gästen immer nur "Wo stellt man diese verkackte Hintergrundgitarre aus?" Was ja auch heißt, dass man das eigene Gitarrensppiel nicht richtig hört - auch nicht in der Aufnahme, die danach abgespielt wird.

Ich habe persönlich nichts gegen RockSmith, Aber Fakten sind Fakten und RockSMith steckt leider noch in den Kinderschuhen. Allein, dass man Audio- und Video-Latenz nicht getrennt einstellen kann und vom Spieler verlangt wird, sein komplettes Konsolensystem zugunsten der Lagproblematik umzubauen, zeugt von extremer Kurzsichtigkeit seitens Ubisoft.

Das bald erscheinende BandFuse sieht deutlich professioneller aus - Richtige Schwierigkeitsgrade, bessere Lösung der Latenzproblematik, bessere Playbacks, besserer Mulitplayer, richtige Tabulatur, Tonstudio und so weiter.

BruderSamedi 15 Kenner - Abo - 3159 EXP - 19. Februar 2013 - 16:11 #

Danke für die Korrektur bzgl. der Erkennung, einiges war mir auch schon aufgefallen, aber als Anfänger spiele ich da nicht auf dem hohen Niveau, um das irgendwie beurteilen zu können.

Philley 15 Kenner - Abo - 3684 EXP - 19. Februar 2013 - 16:45 #

Wie weiter unten schon von mir erwähnt: Ich würde mich über einen detailliertern Vergleichstest sehr freuen. Ein spannender Artikel. Ähnlich wie Flugsimulationen ob ihrer jeweiligen Realismusgrade abzuklopfen und zu vergleichen, nur eben mit Gitarren-Games. Also welches sich an wen richtet. An Wissen und Meinung scheint es Dir ja nicht zu mangeln.
Mal was anderes: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist der Guitar Hero eigentlich nur eine bessere Rhythmusschule, während Rocksmith schon mehr Richtung Gitarrelernen geht, aber eben weder echte Noten, noch Akkorde oder Tabs als solche kennzeichnet. Holen sollte man sich, wenn man etwas lernen wollte, BandFuse, aber das erscheint vorerst nur auf der XBox und nicht auf dem PC...right?

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 17:47 #

Ja, so in etwa.
Guitar Hero: Rhythmischer Spaß mit leichtem Realitätsbezug (insbesndere die Drums kommen nah heran)

Rock Band 1 + 2: Siehe Guitar Hero

Rock Band 3: Rhythmischer Spaß mit Fake-instrumenten + optional hoher didaktischer Anteil mit echten. Die Ausführung ist aufgrund der MIDI-Technik und vorbestimmter Gitarren eingeschränkt (unterstützt diverse Techniken nicht), dafür ist die Abfrage aber sehr genau bis pingelig, wenn es um Timing und klar gespielte Noten geht (Gitarre / Bass). Verwendet dreidimensional dargestellte Zahlen-Tabulatur. Einmal gelernt kann man auch spielend "normale Tabs" lesen. Schlagzeug kommt noch näher ans Original ran als bei Guitar Hero- Ist vom Timing her genauer und es fehlt im Grunde nur ein Hi-Hat-Pedal. Ich spiel da Drums z.B. auf nem voll besetzten E-Drumkit (dank MIDI Pro Adapter). Sehr weit gestreute Trackliste. Unglaublich guter DLC-Support.

RockSmith: Kann erstmals jede beliebige Gitarre / Bass verwenden. Hat eine extrem spaßige Minispielesammlung, die viel vom trockenen "an die Gitarre gewöhnen" vereinfacht. Ist aber in der Abfrage und im Audio / Video-Setting sehr schwammig / ungenau. Das Schöne am "Fantasie-Notensystem" ist, dass es sehr intuitiv funktioniert. Sogar intuitiver als Tabs. Wird dafür relativ schwer zu erkennen, wenn es mal kompliziert oder sehr schnell wird. Krankt an vielen weiteren Kinderkrankheiten. Zum Beispiel der dynamische Schwierigkeitsgrad, der gut gemeint ist - gerade für Anfänger,- später aber mehr nervt als hilft, weil man nicht konstant mit der Herausforderung wächst, sondern vom Programm "verschont" wird...siehe oben. RockSmith ist aber für Leute, die eine Brücke von der Plastikgitarre zur echten Gitarre suchen, gut geeignet. Der Umstieg ist sehr "sanft", dafür aber auch einseitig. Wer RockSMith Noten lesen lernt, kann nur nach RockSmith oder aus dem Gedächtnis spielen. Trackliste besteht aus vielen bluesigen Songs und teils B-Seiten, ist aber mehr auf das Üben der Songs ausgelegt als für den reinen Musikgenuss - sehe ich nicht zwingend als Nachteil. DLC-Songs sind aber sehr teuer für das, was sie leisten.

BandFuse: Ist noch nicht draußen, daher kann da noch einiges schiefgehen. Nach bisherigem Eindruck aber den anderen Spielen um Meilen voraus und allgemein besser durchdacht. Echte Tabs, bessere Playbacks, richtiger Multiplayer, große, gut lesbare Karaoketexte, Slash als virtueller Lehrer, verringerte Latenzproblematik, Aufnahmestudio usw usw... Hat zudem feste Schwierigkeitsgrade und ein System, das Anfängern wie Profis gleichermaßen entgegenkommt.
Xbox 360 und eventuell WiiU werden unterstützt (kenne den neuesten Stand nicht). Verhandlungen mit Sony sollen laufen. PC-Version bisher nicht geplant. DLC-Situation ist noch unklar.

Hoffe ich konnte helfen

Philley 15 Kenner - Abo - 3684 EXP - 19. Februar 2013 - 18:33 #

ja, sehr. Aus Mangel an Alternativen auf dem PC aber erstmal RockSmith besorgt und hoffe auf BandFuse irgendwann für PC.

Philley 15 Kenner - Abo - 3684 EXP - 19. Februar 2013 - 13:43 #

Wow... Danke für die ausführliche in informative Antwort. Diese Art des Gitarre-Lernens ist irgendwie komplett an mir vorbeigegangen. Das modernstewar für mich noch immer Peter Bursch ;-)
Ich weiß ja nicht, ob das jetzt massentauglich wäre, aber das ganze Thema hat fürmich absolutes Potential zu einem ausführlichen Artikel bzw. Vergleich der "ernsten" Gitarrengames.

Michael P. 23 Langzeituser - 44649 EXP - 19. Februar 2013 - 6:50 #

von BandFuse hör ich das erste mal.

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 6:56 #

Ist aber schon ne Weile angekündigt.

blobblond 18 Doppel-Voter - 12839 EXP - 19. Februar 2013 - 8:23 #

Konnte man auf der E3 2012 anspielen.

Vagabond 09 Triple-Talent - 233 EXP - 19. Februar 2013 - 10:41 #

Es macht mich irgendwie traurig, ich hoffe, dass es was vergleichbares auf NextGenKonsolen geben wird, weil es macht doch schon Bock mit ein paar Leuten an den Controllern abzurocken, vor allem, weil man damit auch nicht-Videospielaffine vor die Konsole bekommt.

Lipo 13 Koop-Gamer - 1596 EXP - 19. Februar 2013 - 10:42 #

Ich hab mir mal für 20 € Guitar Hero 5 Neu mit Gitarre gekauft . Dann krampfte ich unfähig damit rum , und stellte das "Instrument" in das Regal . Da steht es Heute noch .

Guldan 17 Shapeshifter - Abo - 7141 EXP - 19. Februar 2013 - 12:18 #

Hab sicher 300 Songs in Rock Band 3, geniales Spiel.

Johannes 21 Motivator - Abo - 25172 EXP - 19. Februar 2013 - 13:14 #

Ich hab nicht ganz so viele, aber mir fällt kein anderes Spiel ein für das ich zusammen gerechnet so viel Geld ausgegeben habe.

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 15:24 #

Was soll ich denn da mit meinen 1300 Songs sagen? Andererseits: Ich veranstalte hier in Berlin auch Karaoke-Parties mit dem Spiel ;)

Callet 12 Trollwächter - 1153 EXP - 19. Februar 2013 - 15:30 #

Ich hätte eig. gedacht, dass sich das Sytem von Rockband, Guitar Hero und Konsorten schon vor langem totgelaufen hätte.

Denis Brown 16 Übertalent - 4764 EXP - 19. Februar 2013 - 15:36 #

Dann hast du nur Schlagzeilen gelesen. Guitar Hero wurde von Activision eingestampft, weil Kotick keine jährlichen ABleger mehr sah. Sogar der geplante 7. Teil wurde mitten in der Entwicklung abgebrochen.

Rock Band lief derweil zwei Jahre munter weiter.

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