Age of Wonders 3: Mit Finanzierung des Minecraft-Schöpfers

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11. Februar 2013 - 13:38 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Die Meldung der vergangenen Woche, dass der Entwickler Triumph Studios an Age of Wonders 3 arbeitet, stieß bei nicht wenigen von euch auf reges Interesse und Vorfreude. Erscheinen soll das dritte Spiel der Age of Wonders-Reihe im dritten Quartal dieses Jahres – erste Informationen zum Strategietitel betreffen unter anderem die neue 3D-Engine und das taktische Schlachtensystem (wir berichteten, zum Ankündigungstrailer). Angaben, über welchen Publisher das Spiel herausgegeben wird beziehungsweise welches Unternehmen das Vorhaben finanziert, existierten bislang jedoch nicht.

Neue Fakten bringen nun etwas Licht ins Dunkel: Allem Anschein nach setzen die Entwickler bei der Umsetzung ihres aktuellen Projekts auf die Finanzierung durch eigene Mittel sowie die Förderung durch Dritte. Einer dieser Unterstützer wurde nun durch beide Seiten offiziell bestätigt: Via Twitter teilte das Entwicklerstudio mit, dass Markus „Notch“ Persson – vor allem bekannt durch sein nach wie vor erfolgreiches Spiel Minecraft – an der Finanzierung von Age of Wonders 3 beteiligt ist. Persson selbst machte zudem deutlich, dass er ein großer Fan der Marke sei und in die Entwicklung des kommenden Titels investiert habe.

Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass der schwedische Entwickler sein Finanzierungsangebot für ein eventuelles Psychonauts 2 zurückgezogen hatte. Als Grund gab er an, „im Moment nicht die Zeit [zu haben], überhaupt zu versuchen, gebildet genug zu werden, um einen 18-Millionen-Dollar-Handel zu machen“. Die ersten beiden Teile der Age-of-Wonders-Serie wurden durch den Publisher Gathering of Developers (beziehungsweise Take 2 Interactive) herausgegeben, während für die Overlord-Spiele das Unternehmen Codemasters verantwortlich war.

Sören der Tierfreund (unregistriert) 11. Februar 2013 - 13:47 #

Möge der "Circle Jerk" beginnenn!

Baran 12 Trollwächter - 826 - 11. Februar 2013 - 14:04 #

Aaargh! Und ich Idiot hab versehentlich auf Google-Bildersuche gedrückt! :hng:

Philley 16 Übertalent - 5356 - 11. Februar 2013 - 15:52 #

...und ich hätte mir die Zeit nehmen sollen, wenigstens noch den zweiten Kommentar zu lesen, bevor ich die gleiche Dummheit begehe.
Buärgs!

Pomme 16 Übertalent - P - 5964 - 11. Februar 2013 - 16:03 #

...und ich bin jetzt höchst neugierig und würde es auch gerne mal mit der Google-Suche ausprobieren - sitze aber gerade im Büro und lasse das besser mal sein.

justFaked 16 Übertalent - 4266 - 11. Februar 2013 - 16:17 #

Danke für die Warnung ... ich war in Begriff diesen Fehler auch zu begehen.

Beefy (unregistriert) 11. Februar 2013 - 17:31 #

Leute lasst euch nicht verunsichern. Ihr könnt euch das ruhig angucken. Beim Circle Jerk handelt es sich um eine spezielle Technik der Trockenfleischherstellung (Beef Jerky).

Hierbei werden die Fleischstücke nicht wie sonst aufgehängt oder hingelegt und in einem Trockenofen bei relativ niedriger Temperatur getrocknet sondern in einem karusselartigen Konstrukt aufgehängt und immer wieder kurz an einer heißen Flamme vorbeigeführt, worauf sie dann wieder eine volle Umdrehung zum abkühlen haben. Das gewährleistet ebenfalls, dass das Fleisch nicht über die Gartemperatur gerät sondern nur Flüssigkeit verliert, resultiert aber in einer anderen Konsistenz und auch der Geschmack weicht etwas ab. Wobei man das meisten gar nicht mehr schmecken kann, da die käuflich erworbenen Jerkys eigentlich alle mariniert sind.
Naja schaut euch das ruhig mal an; das ist technisch schon recht interessant gemacht.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 11. Februar 2013 - 17:49 #

Auch wieder wahr. Ist alles hochwertige Handarbeit.

Fred DM (unregistriert) 11. Februar 2013 - 14:21 #

gäbe es echt keinen publisher mehr, der die entwicklung eines solchen spiels finanziell tragen würde? ich weigere mich, das zu glauben. 2K Games lässt Firaxis weiterhin rundenstrategie im grossen stil machen. Paradox hat sich geradezu auf hardcore-strategie spezialisiert. Kalypso hat ebenfalls eine menge solcher spiele im angebot.

letztlich spielt es zwar keine grosse rolle, wie so ein spiel finanziert wird, solange es finanziert wird, aber ich wundere mich dennoch, dass entwickler mittlerweile zu so obskuren geldquellen greifen.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 11. Februar 2013 - 14:45 #

Zweifel sind natürlich angebracht. Die Ausgangsfrage ist ja, wie hoch das Entwicklungsvolumen bei AoW3 ist. Ich war ganz erstaunt, als Double Fine in Sachen Psychonauts 2-Finanzierung was von 18 Mio erzählt hat. Ist ein AoW3 in gleicher Höhe anzusiedeln? Und wie hoch ist der Kapitalanteil der direkt von Triumph Studios (bzw. klassischen Kredit- bzw. Risikokapitalgebern) kommt, so daß von Notch "nur" noch Menge X hinzugefügt wurde?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Notch hier einen klassischen Mäzen darstellt, der das Geld gibt, aber dafür nichts heraushaben will. Realistischer wäre es, daß er das als Investition darstellt und vielleicht auf eine Verzinsung hofft, nur halt nicht in einem Maße, wie das bei einem klassischen Publisher ist. Auch interessant wäre die Frage, wie hoch die Rechte an einer IP dabei zu bewerten sind. Triumph bleibt anscheinend Herr im eigenen Haus und muß sich nicht von Publisher X hineinreden lassen und hat bessere (?) Verwertungsrechte an dem Titel.

Diesen Finanzierungsverlauf finde ich sehr, sehr interessant und bin gespannt, ob im Zuge der nächsten Monate, bei Previews, Vorstellungen und Interviews, da von den Entwicklern was näheres zu verlautbart wird.

Nur "obskur" halte ich diese (mit von mir einer Portion Mutmaßung unterlegten) Finanzierung nicht. Nur neu oder selten. ;)

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 11. Februar 2013 - 15:19 #

ich sehe notch sehr kritisch (siehe psychonauts2 thema). wie gerne er seinen namen rauswirft bei jeder spende, bei jedem bundle, welches er kauft mit seiner kohle, dabei jeden überbietet um der erste auf der liste zu sein, das lautstark lostweetet und wie weit sein mund offen ist um selbst alteingesessenen profis zu sagen, was er als goldenes kind, was er ja in seiner ansicht zweifellos sein muss, machen würde...
ihm fehlt imho der charme zB eines richard garriott um so frech mit den scheinen oder seiner (minimalsten) erfahrung als spielehersteller zu wedeln ohne arrogant oder selbstverliebt zu wirken.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 11. Februar 2013 - 15:27 #

Lass ihm doch den Spaß. Kann einem eben zu Kopf steigen, wenn man plötzlich Millionär wird. Solange er sein Geld in Projekte steckt, die mir gefallen ist es mir egal, was er privat macht.

vicbrother (unregistriert) 11. Februar 2013 - 19:04 #

Genau. Hauptsache ein neues AoW kommt!

Anonhans (unregistriert) 11. Februar 2013 - 18:06 #

Lass ihm doch den Spaß :) Ich kenn jetzt keine Zahlen, aber nach dem was man so hört, ist er wahrscheinlich derjenige, der am meißten Geld in Spieleprojekte auf Kickstarter gesteckt hat. Er ist halt ziemlich unerwartet Multimillionär geworden. Ist doch gut, dass er sein Geld in Projekte von anderen Leuten steckt, die ihn interessieren, anstatt es (wie es wohl die meißten spontanen Multimillionäre tun würden) mit Autos, Häusern und Booten zu verprassen. Wenn er denn ab und zu mal einen Tweet loslässt, der für Leute mit weniger Geld auf den ersten Blick arrogant und wichtigtuerisch wirkt, ist das doch irgendwie noch im Rahmen. Die meißten Leute würden wahrscheinlich nach so einem krassen Erfolg sehr viel weniger gemeinnützig (neben den Kickstarterprojekten hat er wohl auch ne Menge gespendet) und verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen und sich nochmal auf ner ganz anderen Stufe selbst feiern.
Er hat auch schon mehrmals gesagt, dass man nicht jeden seiner Tweets auf die Goldwaage legen und wie ne Pressemitteilung behandeln sollte und er halt nen großes Mitteilungsbedürfnis hat.
Mit "großen Namen" in Verbindung gebracht zu werden hat er glaube ich schon nach den 3-4 Jahren, die er jetzt in der Öffentlichkeit steht, nichtmehr wirklich nötig. Jeder kennt Notch. Vom 10 jährigen bis zum 45 jährigen. Tim Schafer kennen die meißten u20-25er wahrscheinlich nur, weil er die Sache mit Notch am laufen hatte :) Gönn ihm doch ruhig seine Freude an seinem Erfolg und daran, dass er jetzt ambitionierten Entwicklern problemlos mal unter die Arme greifen kann. Da kann es denn doch auch mal passieren, dass man ein bisschen übers Ziel hinausschießt und halt merkt, dass 18 Mio für Psychonauts denn doch eher gut überlegt sein sollten und man grade erst zu Reichtum gekommen ist und damit erstmal umgehen lernen sollte, bevor man da unüberlegt solch riesige Geldmengen irgendwo hinschiebt.

Janpire 14 Komm-Experte - P - 2622 - 11. Februar 2013 - 18:54 #

"Tu Gutes und rede darüber"

Ich finde nicht, dass Notch selbstverliebt erscheint. Was würdest du denn machen, wenn du quasi über Nacht unfassbar reich werden würdest? Er ist einfach ein nerdig sympathischer Typ, der zuzüglich unglaublich viel Geld hat und dieses jetzt in Dinge steckt, die ihm gefallen.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 12. Februar 2013 - 8:49 #

Besser kann man es nicht formulieren.

volcatius (unregistriert) 11. Februar 2013 - 18:06 #

Wahrscheinlich liegt das Budget von AoW eher bei einem Zehntel davon.

ElliotYouIdiot (unregistriert) 11. Februar 2013 - 18:18 #

Die Frage ist doch nicht OB, sondern WIE ein Publisher ein Spiel finanzieren würde.

Dazu will ich Steve Turner zitieren. Steve ist einigen noch bekannt als Kollege von Andrew Braybrook, die in den 80er und 90er Spiele wie "Uridium" und "Paradriod" für C64 und Amiga entwickelt haben. Er ist vor 10 Jahren aus der Branche ausgestiegen.

>> "Most publishers we worked with either went bust, sold out or simply did not publish the game to our expections despite tight contracts. The trouble is the developer does their bit first then the publisher can choose the level to do their bit. Unless you can get real commitment by way of big advances you cannot rely on a publisher. The problem is finding a publisher who is willing to commit. There are more games than publishing opportunities so publishers can cherry pick. I have heard of publishers oversubscribing product by a factor of many times. For every game they publish many more are deliberately canned sometimes killing the developer. Which game will they can? Unfortunately they tend to can the game they have invested the least in, not the one that has the least prospect of making money.

Publishers do take the lion share of the risk when they put up the finance, but they take the lion share of the profit. What I found was a reluctance to reinvest this in the fabric of development. The developer is expected to do this out of their share of the profits. The economics of the industry means that the publishers income is 4 or 5 times as big as the developers. Out of the developers 10-20% not only the successful games have to be developed but the investment in new ideas made. Publishing is expensive but not five times as expensive as games development. One of our publishers paid more for each of their desks than they would loan us for a network server."<<

Und das Statement ist 10 Jahre alt! Wenn man "Wildman" Taylor (Gas Powered Games), "Elite" Braben und "WingCommander" Roberts heutzutage hört, dann hat sich die Situation seither sogar noch verschlimmert.

ElliotYouIdiot (unregistriert) 11. Februar 2013 - 18:34 #

Übersetzung:

>> "Die meisten Publisher, mit denen wir gearbeitet haben, sind pleite gegangen, wurden aufgekauft oder haben Spiele aufgrund enger Zusagen nicht so auf den Markt gebracht, wie wir uns das vorgestellt hatten. Der Ärger dabei ist, dass der Entwickler immer in Vorleistung gehen muss, während der Publisher sich aussuchen kann, ob er ein Investment wagt. Solange Du keine verbindliche Zusage hast, kannst du dich nicht auf einen Publisher verlassen. Es gibt viel mehr Spiele(entwickler) als Finanzierungsmöglichkeiten, so dass der Publisher Rosinenpickerei betreiben kann. Ich ahbe von Publishern gehört, die Zusagen um ein Vielfaches ihrer tatsächlichen Möglichkeiten getätigt haben (Anm.: Um den Entwickler erstmal an sich zu binden, damit er nicht zur Konkurrenz rennt!). Für jedes Spiel, was sie dann tatsächlich publishen, wurde eine Vielzahl von Spielen in die Tonne getreten, manchmal auf Kosten des Überlebens des Entwicklers. Welche Spiele werden in die Tonne getreten? Leider tendentiell die Spiele, in die bisher das wenigste Geld geflossen ist, aber nicht die Spiele, die am wenigsten Aussicht auf Erfolg hätten.

Publisher tragen den Löwenanteil des finanziellen Risikos, aber sie kassieren auch den Löwenanteil am Gewinn. Dieser Gewinn wurde aber nur widerwillig in die Fortentwicklung neuer Produkte gesteckt. Fortentwicklung sollen die Programmierer (Anm.: gefälligst!) von ihrem Anteil am Gewinn machen. Das bedeutet, dass der Gewinn der Publisher 4 bis 5 mal höher ist als der der Entwickler. Von diesen gerade mal 20% soll nicht nur erfolgreiche Spiele programmiert werden, sondern auch noch neue Ideen entwickelt werden. Publishing ist teuer, aber nicht 5 mal teurer also die Spieleentwicklung! Einer unserer Publisher hat mehr Geld für seinen Schreibtische ausgegeben als sie uns für einen Netzwerkserver bezahlen wollten."<<

vicbrother (unregistriert) 11. Februar 2013 - 19:02 #

Die Frage ist doch nicht, ob es jemand "published", sondern mit welchen Knebelverträgen er dann die Entwickler einschränkt. Ich denke das dürfte das Problem sein.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 11. Februar 2013 - 17:58 #

Feine Sache von Notch :)

worobl 14 Komm-Experte - P - 1820 - 11. Februar 2013 - 18:22 #

Da ich kein Kenner von AoW bin, frage ich mal: Was hat denn Overlord mit der ganzen Sache zu tun?

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137429 - 11. Februar 2013 - 18:40 #

Du meinst die Nennung der Spiele am Ende der News? Das ist einfach nur als Info zur Abrundung gedacht. :)

vicbrother (unregistriert) 11. Februar 2013 - 19:10 #

Danke ChrisL für die News. Ich hoffe du berichtest auch weiterhin viel und regelmässig von AoW3 - die Skyrim-Vorberichterstattung muss doch zu toppen sein! :D

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137429 - 12. Februar 2013 - 8:59 #

:) Schauen wir mal, dann sehen wir schon. ;)

vicbrother (unregistriert) 13. Februar 2013 - 19:15 #

Naja, die nächste Story ist sicherlich, wie Notch ins Projekt kurios ins Projekt kam: http://www.eurogamer.net/articles/2013-02-13-how-notch-funding-age-of-wonders-3-came-about

motherlode (unregistriert) 12. Februar 2013 - 10:48 #

So macht das Spaß, Minecraft gekauft und gleichzeitig Age of Wonders mitfinanziert.

v3to (unregistriert) 12. Februar 2013 - 19:40 #

im ersten moment musste ich lachen. von einem stuhl zum nächsten... ;)
aber ernsthaft. wenn solch eine initiative am ende erfolg hat, kann man nur den hut ziehen.

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